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Patent Searching and Data


Title:
PROCESS AND DEVICE FOR FILLING AND SUSPENDING SPIRALLY COILED SAUSAGE SKINS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1988/007819
Kind Code:
A1
Abstract:
In a process and device for filling and suspending spirally coiled sausage skins, the sausage meat is introduced under pressure into the contracted sausage skin, while extending the skin (3) to be filled and rotating it about its longitudinal axis. The filled sausage skin is coiled into a spiral as it rotates and suspended in spiral form.

Inventors:
Winkler, Bruno
Application Number:
PCT/EP1988/000235
Publication Date:
October 20, 1988
Filing Date:
March 23, 1988
Export Citation:
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Assignee:
NATURIN-WERK BECKER & CO
Winkler, Bruno
International Classes:
A22C11/00; A22C11/10; (IPC1-7): A22C11/10; A22C11/00
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Claims:
P A E N T A N S P R Ü C H E
1. Verfahren zum Füllen und Aufhängen spiralförmig gewundener Wursthüllen (Kranzdarmhüllen), wobei das Wurstbrät unter Druck in die geraffte Wursthülle eingefüllt wird, die sich dabei entrafft und durch den Fülldruck vorgeschoben wird, dadurch gekennzeich¬ net , daß die Wursthülle nach der Füllung in Rotation um ihre Längsachse versetzt und unter Beibehaltung dieser Rotation in Spiralform gezwungen abgeführt und die einzelnen Windungen der Spirale aufgehängt und weiter transportiert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1 zur Herstellung einer endlos gefüllten Wurst, dadurch gekennzeichnet, daß bereits die ungefüllte Wursthülle in Rotation um ihre Längsachse versetzt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2, da¬ durch gekennzeichnet, daß sich die Wursthülle zwi¬ schen zwei Windungen der Spirale jeweils einmal um ihre Längsachse gedreht hat.
4. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß die spiralförmige Wursthülle portionsweise mit Brät gefüllt und die einzelnen Würste durch Abdrehen gebildet werden, bevor der Würstchenstrang unter Rotation um seine Längsachse als Spirale zwangsge¬ führt wird und die Windungen aufgehängt und weiter¬ transportiert werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die spiralförmige, aus einzelnen spiralförmig gebogenen Würstchen bestehenden Kette an den Abdreh¬ stellen zwischen zwei Würstchen aufgehängt und weiter gefördert wird.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Ansprüchen 1 bis 5, bestehend aus einer an sich be¬ kannten Füllpresse (1) mit einem Füllrohr (2), einer Darmbremse (4), einem vorzugsweise bogenförmig ge¬ krümmten Ablagerohr für die gefüllte Wursthülle (5) und einem Förderelement (6) mit Aufnahmeeinrichtungen (7) für die gefüllte Wursthülle, dadurch gekennzeich¬ net, daß Füllrohr (2) , Darmbremse (4) und Ablagerohr (5) rotierbar ausgestaltet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich¬ net, daß Füllrohr (2), Darmbremse (4) und Ablagerohr (5) synchron rotierbar ausgestaltet sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Förderele¬ ments (6) derart auf die Umdrehung des Ablagerohrs (5) abgestellt ist, daß nach jeder vollständigen Umdrehung des Ablagerohrs, (5) die nächste Ablageein¬ richtung (7) des Förderelements (6) aufnahmebereit ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß Füllrohr (2) und Darmbrem¬ se (4) unabhängig von Ablagerohr (5) und Förderele¬ ment (6) angetrieben werden.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeich¬ net, daß Füllrohr (2) und Darmbremse (4) intermittie¬ rend, Ablagerohr (5) und Förderelement (6) koπtinuier lieh angetrieben werden.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderelement (6) als Kette oder Band ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, daß die Ablageeinrichtung (7) als Haken ausgebildet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß zwei auf einem Revolver (17) angeordnete Füllrohre (15, 16) vorgesehen sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13., dadurch gekennzeich¬ net , daß das mit einer ungefüllten, gerafften Wurst¬ hülle zu beschickende Füllrohr axial fluchtend mit einem Pressluftzylinder (20) mit Kolbenstange (21) versehen ist, mittels derer die leere Hülle, automa¬ tisch, vorzugsweise aus einem Magazin, auf das Füll¬ rohr aufgeschoben wird.
15. Kranzförmige Wurst einer Länge bis zu 20 m, er¬ hältlich nach Anspruch 1.
16. Aus einzelnen, kranzförmigen Würsten bestehende Wurstkette, hergestellt nach Anspruch 1.
Description:
Verfahren und Vorrichtung zum Füllen und Aufhängen spiralför¬ mig gewundener Wursthüllen

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrich¬ tung zum Füllen und Aufhängen spiralförmig gewundener Wursthüllen .

In der Wurstherstellung fallen unter anderem auch sehr lange Würste an, bei denen eine Wursthülle ohne Abbindungen oder Abdrehstellen in einer Länge von mehreren Metern mit Brät gefüllt werden. Als Wursthül¬ len eignen sich dazu sowohl Schafsaitlinge und Schwei¬ nedärme als auch aus Kollagen hergestellte Eiweißsait- linge in gerader Form oder in Kranzform. Diese seilar¬ tigen. Würste (angelsächsisch: rope-style sausages) , die in Längen von 15 bis 20 m anfallen, werden nach dem Füllen zum Räuchern und/oder Trocknen an der Luft auf Rauchstöcke aufgehängt. Dünnere Würste mit 14 bis 19 mm Durchmesser werden dabei in Schlaufen von bis zu 2 m Länge auf die Rauchstöcke gehängt, ohne zu reißen. Stärkere Würste mit 21 bis 36 mm Durchmesser werden dagegen in Spiralen mit 0,2 bis 0,3 m Durch¬ messer auf die Rauchstöcke gehängt.

Will man die charakteristische Form der "endlos" gefüllten Wurst erhalten, so muß man dafür Sorge tragen, daß die Wurstspirale ohne Verdrehungen auf den Rauchstock kommt. Hat der Metzger die Hülle vom Füllrohr der Füllmaschine gefüllt und auf einem Tisch abgelegt, so muß er nachher beim Aufstocken jeder Windung den Stock mit dem schon darauf befindlichen Teil der Wurst oder den Rest auf dem Tisch einmal um sich selbst, d.h. um 360° drehen, damit die Spirale ohne Abdrehungen auf den Rauchstock kommt.

Weil dieses Verfahren sehr zeitraubend ist, wurde bereits die gefüllte Wurst vom Füllrohr direkt in einen sich um eine vertikale Achse drehenden Topf an der Wand entlang in Windungen abgelegt. Nach dem Kippen des Topfes um 90°C kann man einen Rauchstock in den Topf halten und die Spiralen der Wurst darauf verteilen. Ein solches Verfahren wurde bereits in der DE-OS 29 37 761 beschrieben. Ein solches Verfahren hat den Nachteil, daß beim Aufstocken die Spiralen in einem getrennten Arbeitsschritt auf dem Rauchstock verteilt werden müssen.

Bei allen bisher bekannten automatischen Maschinen zum Füllen, Portionieren und Aufhängen von Würsten bzw. von Würstchenketten handelt es sich um die Verar¬ beitung von geraden Wursthüllenschläuchen. Durch das Zusammenwirken von Füllpumpe, rotierendem Füllrohr oder Chuck (Darmbremse) , Abteilgerät und Aufhängeein¬ richtung wie es z.B. in der DE-OS 14 32 560 beschrie¬ ben ist, werden endlose Ketten von Würstchen dadurch erzeugt, daß das Würstchen, das gerade gefüllt wird, mit Hilfe des rotierenden Füllrohrs (z.B. gemäß US-PS 3,949,446) oder einer rotierenden Bremsmanschette (Chuck) selbst in Drehung versetzt wird in Bezug auf das vorhergehende Würstchen, das von den Abquetsch¬ gliedern des Abteilgerätes abgeteilt wurde und von dem Moment an der Drehung gehindert wird.

Eine Verarbeitung von spiralförmig gewundenen Wurst¬ hüllen (in der Fachsprache auch Kranzdarm genannt) ist auf den bisher bekannten Maschinen nicht möglich , weil sie eine Krümmung der gefüllten Würste gemäß der vorgegebenen Kranzform der Hüllen nicht zulassen. In dem Maschinenteil, in dem die einzelnen Würste vor

bzw. während ' dem Abteilen gehalten werden, werden die Würste in gerade gestreckter Form geführt, so daß bei einer spiralförmig gewundenen Wursthülle (Kranzdarm) die Hülle an der Außenseite faltig ist. Beim Verlas¬ sen des Abteilgerätes bzw. der Abzugsbänder werden die Würste schlaff und unansehnlich.

Aufgabe de Erfindung ist es daher, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, die es ermöglichen, eine spiralförmig gewundene Wursthülle nach Art eines Kranzdarms unterbrechungsfrei vollständig, d.h. fal¬ tenfrei zu füllen und nach dem Füllen ohne Verdrehun¬ gen so aufzuhängen, daß die gefüllte kranzförmige Hülle direkt von der Aufhängevorrichtung mit einem Rauchstock aufgenommen und in eine Räucherkammer überführt werden kann, ohne daß die einzelnen Windun¬ gen der Spirale noch manuell auf dem Rauchstock geord¬ net werden müssen.

Gegenstand der Erfindung ist somit einmal ein Verfah¬ ren zum Füllen und Aufhängen spiralförmig gewundener Wursthüllen, wobei das Wurstbrät unter Druck in die geraffte Wursthülle eingefüllt wird, die sich dabei entrafft und durch den Fülldruck vorgeschoben wird, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die Wursthülle nach der Füllung in Rotation um ihre Längsachse ver¬ setzt und unter Beibehaltung dieser Rotation in Form einer zwangsgeführten Spriale abgeführt und die ein¬ zelnen Windungen der Spirale aufgehängt und weiter transportiert werden.

Ausgehend von dem an sich bekannten Prozeß, bei dem die geraffte Wursthülle auf das Füllrohr einer Füll¬ vorrichtung aufgeschoben wird, worauf unter Druck das

Wurstbrät in die Hülle eingefüllt wird und diese sich dabei gleichzeitig entrafft und von der Füllvorrich¬ tung weggeschoben wird r wird erfindυngsgemäß die geraffte, spiralförmig gewundene Wursthülle (Kranz¬ darm) nach dem Füllen durch das Füllrohr mittels eines gekrümmten rotierenden Ablagerohres unter gleichzeitiger Rotation um seine Längsachse in einer Spirale geführt und die einzelnen Windungen der Spira¬ le aufgehängt und in Vorschubrichtung weiter transpor¬ tiert.

Für die Herstellung einer Endloswurst, d.h. eines sehr langen spiralförmigen Wurststranges, der nicht in einzelne Würstchen unterteilt ist, wird die geraff¬ te, jedoch noch ungefüllte Wursthülle bereits auf dem Füllrohr ' in Rotation um sich selbst versetzt, und zwar dadurch, daß das Füllrohr rotiert und die aufge¬ steckte, geraffte Wursthülle mitnimmt. Die falten¬ freie, pralle Füllung wird erreicht, indem die gefüll¬ te Hülle nach dem Verlassen des Füllrohrs in einem gekrümmten , vorzugsweise mit der gleichen Umlaufge¬ schwindigkeit wie das Füllrohr rotierenden Ablagerohr geführt und so in eine Spirale gezwungen wird. Die einzelnen Windungen der Spirale werden dann an Aufhän¬ gevorrichtungen eines Förderelements aufgehängt.

Zur Erzeugung von Würstchenketten aus Kranzdärmen wird die auf das Füllrohr aufgeschobene geraffte Kranzdarm-Hülle portionsweise mit Wurstbrät gefüllt, wobei die einzelnen Würste durch Abdrehen voneinander getrennt werden, bevor die Würstchenkette dann in dem bogenförmig gekrümmten und rotierenden Ablagerohr in Form einer Spirale geführt wird und anschließend die einzelnen Windungen, und zwar bevorzugt an den Abdreh-

stellen zwischen zwei Würstchen an dem Förderelement aufgehängt werden.

Bevorzugt wird die Rotation der Hülle bzw. der Wurst so eingestellt, daß sie sich zwischen zwei Windungen jeweils einmal um ihre Längsachse gedreht hat. Hier¬ durch ist es möglich, die glattgefüllte Wurst falten¬ frei und ohne Verdrehung aufzuhängen.

Gegenstand der Erfindung ist ferner eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens bestehend aus einer an sich bekannten Füllpresse (1 ) mit einem Füllrohr (2) , einer Darmbremse (4), einem vorzugsweise bogenförmig gekrümmten Ablagerohr für die gefüllte Wursthülle (5) und einem Förderelement (6) mit Aufnahmeeinrichtungen (7) für die gefüllte Wursthülle, die dadurch gekenn¬ zeichnet ' ist , daß Füllrohr (2) , Darmbremse (4) und Ablagerohr (5) rotierbar ausgestaltet sind.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Vorrich¬ tung zur Herstellung einer sehr langen sog. Endlos¬ wurst rotieren Füllhorn (2) , Darmbremse (4) und Abla¬ gerohr bzw. Rüssel (5) synchron , " d .'h. mit gleicher Umdrehungszahl .

Gemäß einer v/eiteren Ausführungsform der Vorrichtung ist es möglich, Würstchenketten aus Kranzdärmen herzu¬ stellen. Diese Ausführungsform ist dadurch gekenn¬ zeichnet, daß Füllrohr (2) und Darmbremse (4) unabhän¬ gig von Ablagerohr (5) und Förderelement (6) angetrie¬ ben werden. Der Antrieb für das rotierende Füllrohr und die rotierende Darmbremse werden also vom Antrieb für das Abhängerohr und das Förderelement entkoppelt, wobei für die Rotation von Füllrohr und Darmbremse

ein Antrieb vorgesehen ist, der vom Antrieb für Abla¬ gerohr und Förderelement unabhängig ist und der das Füllrohr und die Darmbremse lediglich inter it erend , d.h. mit zwischenzeitlichem Stillstand, antreibt. Abhängerohr und Förderkette werden jedoch weiterhin kontinuierlich angetrieben, während das Füllrohr mit Raupe und/oder die Darmbremse nach der Extrusion jeder Brätportion mit hoher Geschwindigkeit einige Umdrehungen ausführen, um die Abdrehung, d.h. die Trennung zwischen zwei Würstchen, zu bilden.

Die faltenfreie pralle Füllung von Würstchenketten aus Kranzdärmen ist erfindungsgemäß deshalb möglich , weil auf das Abteilgerät bzw. die Abzugsbänder, mit denen die bekannten Maschinen zum Herstellen von Würstchenketten ausgerüstet sind, verzichtet wird. Nach dem Passieren der Darmbremse tritt das vordere Ende des gerade entstehenden Würstchens in den Abhän¬ gerüssel ein, Darmbremse und Abhängerüssel sind mit ihren Antriebselementen ohne Zwischenraum so hinter¬ einander angeordnet, daß sie unabhängig voneinander angetrieben werden können. Der Abhängerüssel hat ungefähr die gleiche Krümmung wie die zu verarbeiten¬ de Kranzdarmwursthülle. Überraschenderweise ist es ohne Belang, in welche Richtung die Krümmung des entstehenden Würstchens weist. Jedes Würstchen wird während seiner Vorwärtsbewegung von dem Augenblick an von dem Abhängerüssel synchron drehend mitgenommen, in dem die Krümmungsrichtungen beider übereinstimmen . Zur Bildung der Abdrehung erfolgt die intermittieren¬ de Rotation von Füllrohr und Darmbremse mit vielfach höherer Tourenzahl als die des Abhängerüssels. Dabei entsteht am Eingang des Abhängerüssels die Abdrehung.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird das Förderelement (6) , welches bevorzugt als Kette oder Band ausgestal¬ tet ist, derart angetrieben, daß nach jeweils einer Umdrehung von Füllrohr, Darmbremse und Ablagerohr das nächste, in Förderrichtung leere am Förderelement befestigte freie Aufhängeelement gerade wieder für die nächste Windung zur Verfügung steht. Die an den Förderelementen (6) angeordneten Aufhängeelemente für die einzelnen Windungen der gefüllten Wurst sind bevorzugt als Haken ausgestaltet.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind zwei Füllrohre (15, 16) vorgesehen, die auf einem Revolver (17) angeordnet sind und die es ermöglichen, eine neue, ungefüllte geraffte Wursthülle (eine soge¬ nannte Raupe ) aufzuschieben während auf dem anderen Füllrohr der Füllprozeß abläuft. Diese Ausführungs¬ form ist besonders vorteilhaft, wenn empfindliche ungeraffte Naturdärme gefüllt werden sollen, bei denen das Aufziehen auf das Füllrohr besonders sorg¬ fältig und schonend vorgenommen werden muß und daher zeitraubend ist.

Bei dieser Ausführungsform mit wenigstens zwei Füll¬ rohren kann zusätzlich ein mit den Füllrohren axial fluchtender Pressluftzylinder (20) mit Kolbenstange (21 ) für das Aufschieben der Raupen auf das Füllrohr vorgesehen sein. Dabei wird die Raupe automatisch vorteilhaft aus einem Magazin (19) auf das Füllrohr geschoben .

Verfahren und Vorrichtung werden nachfolgend beispiel haft anhand der Figuren beschrieben:

Figur 1 stellt eine Seitenansicht einer Ausfüh¬ rungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung dar, und

Figur 2 beschreibt eine Ausführungsform der Vor¬ richtung gemäß Erfindung mit zwei Füllrohren auf einem Revolver.

Figur 3 beschreibt eine Vorrichtung, mit der so¬ wohl eine endlose Wurstspirale faltenfrei gefüllt und ohne Verdrehungen abgehängt als auch eine endlose Kette von gekrümmten Portionswürstchen gefüllt, abgedreht und aufgehängt werden kann.

Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird eine geraffte Wursthülle (3) mit Endverschluß auf das Füllrohr (2) der erfindungsgemäßen Vorrich¬ tung geschoben, die eine Darmbremse (4) , ein Ablage¬ rohr, auch Abhängerüssel (5) genannt, sowie weiter eine Förderkette (6) mit Haken (7) aufweist. Von einem Elektromotor (8) werden durch einen Antrieb (9) das Füllrohr und durch einen weiteren Antrieb (10) Darmbremse (4) und Abhängerüssel (5) in synchrone Rotation versetzt. Außerdem wird die Förderkette (6) durch einen dritten Antrieb (11) so rasch angetrie¬ ben, daß nach jeweils einer Umdrehung des Abhängerüs¬ sels (5) der nächste leere Haken (7) sich in Abhänge¬ position befindet. Nachdem die Wursthülle auf das Füllrohr aufgeschoben ist, werden Bremse (4) und Abhängerüssel (5) um ein nicht gezeigtes Scharnier in Ärbeitsposition geschwenkt und Füllpresse (1) und Motor (8) eingeschaltet. Durch den Druck der Füllpres- se (1) wird Wurstbrät durch das Füllrohr (2) in die

Wursthülle gedrückt. Die Wurst tritt durch die Darm¬ bremse (4), die für pralle Füllung sorgt, in den rotierenden Rüssel (5) und wird von diesem auf den vordersten Haken (7) der Förderkette abgelegt. Nach einer Umdrehung des Rüssels ist der nächste Haken (7) in Ablegeposition gelangt und nimmt die nächste Win¬ dung (12) der Wurstspirale (13) auf.

Die Länge der Windungen zwischen zwei Haken wird durch das in der Zeit einer Umdrehung von Füllrohr, Bremse und Rüssel durch die Füllpresse ausgestoßene Brätvolumen in Abhängigkeit vom Wursthüllendurchmes¬ ser bestimmt. Die Fördermenge der Füllpresse ist stufenlos verstellbar.

Die beschriebene Vorrichtung ermöglicht dadurch, daß Füllrohr, Darmbremse un Rüssel synchron rotieren, die glatt gefüllte Wurst faltenfrei und ohne Verdre¬ hung auf die Haken zu hängen , von denen sie nach Durchstecken eines Rauchstockes (14) durch die Spira¬ le (13) mit einem Griff ' abgenommen und auf einen Räucherwagen gehängt werden kann.

In der Ausführungsform gemäß Figur 2 sind zwei Füll¬ rohre (15, 16) auf einem Revolver (17) angeordnet, wobei durch einen Pressluftzylinder (20) mit Kolben¬ stange (21 ) , die axial mit einem Füllrohr fluchtend angeordnet sind, eine leere Raupe aus einem Magazin (19) auf das zweite Füllrohr (16) des Revolvers (17) geschoben wird.

Bei dieser Ausführungsform ist zur Durchführung des automatischen Betriebes eine elektromechanische Folge¬ steuerung vorgesehen. Mit. einem Sensor in unmittelba¬ rer Nähe der Darmbremse wird das Ende einer Raupe

erkannt und dadurch der Ablauf der Folgesteuerung ausgelöst: Zunächst wird die Füllpresse (1) und der Motor (8) stillgesetzt. Dann wird mit einem besonde¬ ren Antrieb (nicht gezeigt) der Füllrohrrevolver (17) mit einer neuen Raupe auf dem Füllrohr (16) um 180° in Füllposition geschwenkt. Darauf werden Füllpresse und Motor wieder in Betrieb gesetzt. Schließlich wird auf das nun freie Füllrohr eine neue Raupe aus dem Magazin (19) aufgeschoben und danach der Kolben (22) mit der Kolbenstange (21) wieder in die Ausgangsposi¬ tion zurückgezogen.

Zweckmäßig werden weitere Sensoren zur Überwachung des reibungslosen Ablaufs des Füll- und Abhängevor¬ gangs vorgesehen, die bei einem Funktionsfehler das Abschalten der Anlage einleiten.

In dem Falle, daß eine automatische Versorgung der beschriebenen Anlage mit gerafften Wursthüllen und eine Funktionssteuerung und -Überwachung vorgesehen werden, reicht eine Arbeitskraft zur Bedienung aus. Sie hat für die Füllung des Magazins (19) mit Wurst¬ hüllenraupen zu sorgen und nimmt nach dem Abhängen einer Wursthüllenlänge die Wurstspirale (13) mit einem Rauchstock (14) ab und hängt diesen in einen Räucherwagen ein.

Die Vorrichtung gemäß Figur 3 besteht aus dem Füller (1) mit darin integrierter Brätpumpe mit Elektromo¬ tor, einem zwecks Mengenregulierung verstellbaren hydraulischen Antrieb und Mitteln zum mengenabhängi¬ gen Ansteuern von Motor (26). An den Füller ist das drehbare Füllrohr (2) mit Antrieb (9) und Darmbremse (4) mit Antrieb (10) angescnlosse . Mit dem nachfol-

genden Abhängerüssel (5) wird der austretende Wurst¬ strang (12) auf die Hakenkette (6) mit Haken (7) abgehängt .

Die weiter oben beschriebene Möglichkeit, entweder Füllrohr und Darmbremse oder Abhängerüssel und Haken¬ kette gemeinsam synchron oder unabhängig voneinander anzutreiben wird dadurch ermöglicht, daß an den bei¬ den Enden der Antriebswelle (23) , die durch die Schaltkupplungen (24, 25) aufgetrennt werden kann, je ein Antriebsmotor (26, 27) montiert ist. Der Motor (26) ist ein Bremsmotor mit angeflanschtem Unterset¬ zungsgetriebe, der zum intermittierenden Betrieb von Füllrohr und Darmbremse (4) dient, wenn die Herstel¬ lung von portionsweise abgedrehten Würstchen ge¬ wünscht wird. In diesem Falle wird der Kraftschluß mit der Antriebswelle (23) unterbrochen. Beide Schalt¬ kupplungen können z.B. mechanische Klauenkupplungen oder elektromagnetischen Kupplungen sein, die jeden¬ falls aber so gegeneinander verriegelt sein müssen, daß jeweils nur ein Motor mit der Welle (23) in Ein¬ griff ist .

Der Motor (27) ist mit einem stufenlosen Getriebe versehen und dient zum kontinuierlichen Antrieb von Abhängerüssel (5) und Hakenkette (6). Mit einem weite¬ ren fest eingestellten Getriebe (11) wird das Dreh¬ zahlverhältnis der Antriebe von Abhängerüssel und Hakenkette so vorgegeben, daß nach einer Umdrehung des Rüssels der nächste Haken (7) der Hakenkette sich in Abhängeposition befindet.

Zum Füllen von endlosen Wurstspiralen wird nun durch Aktivieren der Schaltkupplung (25) und Lösen der

Kupplung (24) der Kraftfluß vom Motor (27) zu den Antrieben (9, 10) von Füllrohr (2) und Darmbremse (4) hergestellt. Die Antriebselemente sind so bemessen, daß nun alle Teile der Fertigungsstraße vom Füllrohr (2) über die Darmbremse (4) und Abhängerüssel (5) bis zur Hakenkette (6) sich synchron bewegen.

Um eine Raupe (3) auf das Füllrohr (2) zu schieben, werden Darmbremse und Abhängerüssel (5) um ein nicht gezeigtes Scharnier zur Seite geschwenkt und danach wieder in die Arbeitsposition gerückt. Zur Herstellung von endlosen Wurstspiralen werden Füller (1) und Motor (27) in Betrieb gesetzt. Die Ausstoßmenge der Brätpumpe wird vorteilhaft so einre¬ guliert, daß sich eine Spirale bildet, deren Windungs- dυrchmesser gleich demjenigen ist, den man erhält, wenn man. einen Abschnitt der leeren Hülle mit Luft stramm aufbläst.

Zur Herstellung von Portionswürsten wird die Schalt¬ kupplung (24) eingeschaltet. Füller (1) und Motor (27) werden von Hand eingeschaltet. Der Motor (26) wird ' abhängig von der Abgabe einer eingestellten Brätmenge automatisch von einem mit der Brätpumpe gekoppelten Schaltglied in Intervallen für wenige Umdrehungen in Betrieb gesetzt. Durch die kurzzeitige schnelle Rotation von Füllrohr (2) und Darmbremse (4) wird die Abdrehung des Wurststranges beim Eintritt in den Abhängerüssel bewirkt. Die Füllgeschwindigkeit des Füllers wird so einregυliert , daß wunschgemäß jede erste, zweite oder dritte Abdrehstelle auf auf¬ einanderfolgende Haken abgelegt wird.