| 1. | Verfahren zum Verbinden von ggf. auf Gehrung geschnittenen Platten (10, 10'), Vierkantstäben od. dgl., insbesondere für die Tischlerei, bei dem zunächst die zwischen den paarweise zusammenzufügenden Platten (10, 10') bestehenden Berührungsflächen (Gehrungsflächen 12 12'), die ggf. auf Gehrung zueinander verlaufen, geschnitten wer¬ den, dann jeweils eine Längsnut (20, 20') mit schwalbenschwanzförmigem Querschnitt in die Gehrungsflächen (12, 12') der beiden Platten (10, 10') eingearbeitet wird, die ein NutenPaar bilden, und schließlich, vom Plattenende aus, eine Spannleiste (30) in das zwischen den beiden zusammenzufügenden Platten (10, 10') befindliche NutenPaar (20, 20') eingeschoben wird, wobei die Spannleiste (30) ein Doppelkeilprofil aufweist aus zwei bezüglich der PlattenGehrungsflächen (12, 12') zueinander spiegelbild¬ lich divergierenden Keilprofilen (31, 31'), d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die beiden ebenen Flanken (21, 22) des Schwalbenschwanz Querschnitts der Längsnut (Nutflanken) zeitlich nacheinander und in räumlichem Längsversatz (28) in der Gehrungsfläche (12) der Platten (10) erzeugt werden, wobei sowohl die Größe des von den beiden Nutflanken (21, 22) eingeschlossenen Spreizwinkels (23) als auch die lichte Weite (25) der Längsnut (20) und die Nuttiefe (29) frei wählbar sind, und daß ggf. die Gehrungsfläche (12) im gleichen Arbeitsgang wie die Flanken (21, 22) der Längsnut (12) in die Platte (10) geschnitten wird, und zwar unter einem frei wählbaren Schrägwinkel ( 14) bezüglich einer vorgegebenen Außenfläche ( 13) der Platte ( 10). |
| 2. | Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß der Scheitel¬ punkt (26) des Spreizwi nkels (23), wo sich die beiden Ebenen der getrennt voneinander erzeugten Nutflanken (21 , 22) schneiden, in seinem Höhenabstand (27) zur Gehrungsfläche ( 12) einstellbar ist, (Fig. 9). |
| 3. | Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwar der Schrägwinkel ( 14) zwischen der Gehrungsfläche ( 12) und der Außenfläche ( 13) der Platte ( 10) frei wählbar ist, dabei aber der Spreizwinkel (23) zwischen den beiden voneinander getrennt erzeug¬ ten Nutflanken (21 , 22) sowohl hinsichtlich seiner Größe als auch hinsichtlich der Lage seines Scheitelpunktes (26) bezüglich der Geh ruπgsf lache ( 12) fest eingestellt bleibt. |
| 4. | Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehrungsfläche ( 12, 12') geneigt (Neigungswin¬ kel 17, 17' ) zur Längserstreckung ( 16, 16') der Platte ( 10, 10') gelegt wird, (Fig. 5). |
| 5. | Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die das Doppelkeilprofil (31 , 31 ') aufweisende Spannleiste (30) aus Kunststoff hergestellt wird. |
| 6. | Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß relativ zur Transportrichtung ( 19) der Platte ( 10) mindestens drei ebene Schneidscheiben (41 , 42, 43) zwar hintereinander liegen, aber die drei Ebenen der Scheiben (Scheibenebenen 51 , 52, 53) sich in Durchdringungslinien (54) schneiden, wobei die erste Schneidscheibe (43) die Gehrungsfläche ( 12) der Platte ( 10) bestimmt, während die beiden anderen Schneidscheiben (41 , 42) ein die beiden Nutflanken (21 , 22) vom Schwalbenschwanz Querschnitt der Längsnut (20) erzeugendes ScheibenPaar (40) bilden, und die Durchdringungslinie (54) zwischen den beiden Scheibenebenen (51 , 52) des ScheibenPaares (40) parallel zur von der dritten Schneidr Scheibe (43) erzeugten Gehrungsfläche ( 12) verläuft. |
| 7. | Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu den beiden Scheibenebenen (51 , 52) des ScheibenPaares (40), aber im Höhenversatz dazu, mindestens ein weiteres ScheibenPaar angeordnet ist, welches eine weitere, parallele Längsnut in der Platte ( 10) erzeugt. |
| 8. | Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ebene (45) einer vierten Schneidscheibe (44) oder die Ebenen mehrerer weiterer Schneidscheiben in dem Winkelbereich (Spreizwinkel 23) zwischen dem ScheibenPaar (40) angeordnet sind, welches die beiden Nutflanken (21 , 22) einer Längsnut (20) erzeugt, und diese weiteren Schneidscheiben (44) den mittleren Bereich vom Nutboden (49) der Längsnut (20) bestimmen, (Fig. 8, 9). |
| 9. | Vorrichtung nach einemoder mehreren der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Spreizwinkel (23) zwischen dem die Längsnut (20) erzeugenden ScheibenPaar (40) zwar voreinstellbar ist, das Schei¬ benPaar (40) aber gegenüber der die Gehrungsfläche ( 12) der Platte ( 10) erzeugenden dritten Schneidscheibe (41 ) eine feststehende Position einnimmt. |
| 10. | Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schneidkanten am Scheibenumfang des nutenbildenden ScheibenPaares (40) im wesentlichen gleich weit (46) über die Scheibenebene (53) der zum Erzeugen der Gehrungsfläche ( 12) dienenden dritten Schneidscheibe (43) herausragen und die Nuttiefe (29) der Längsnut (20) bestimmen, (Fig. 8). |
| 11. | 1 1 . Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Schneidscheiben (41 , 42, 43) zwar in einem wahlbaren Winkel zueinander voreinstellbar sind, aber alle Schneidscheiben (4 1 , 42, 43) im Gebrauchsfall ein fest eingestell tes Scheibentriplett (50) bzw. Scheibenquartett bilden, welches zur Auswahl des gewünsch¬ ten Schragwinkels ( 14) der Gehrungsflache ( 12) der Platte ( 10) ge¬ meinsam, als ein Block, bezuglich einer parallel zur Transportrichtung ( 19) der Platte ( 10) verlaufenden Achse (Schwenkachse 37) verschwenk¬ bar ist, (Fig. |
| 12. | 6, 7). |
| 13. | Vorrichtung nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (37) von der Durchdringungslinie (54) zwischen den beiden Scheibenebenen (51 , 52) des ScheibenPaares (40) einen Abstand (38) aufweist, (Fig. 6). |
| 14. | Vorrichtung nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, daß die Durch¬ dringungslinie (54) zwischen den beiden Scheibenebenen (51 , 52) des ScheibenPaares (40) mit der Schwenkachse (37) zusammen fallt. |
| 15. | Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchdπngungslinie (54) zwischen den beiden Scheibenebenen (51 , 52) des nutenbildenden ScheibenPaares (40) im Mittelbereich der Starke (61 ) der Platte (60) angeordnet ist. |
| 16. | Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidscheiben (41 , 42, 43) des Scheibentripletts (50) bzw. Scheibenquartetts auf einem gemeinsam verschwenkbaren Trager (36) montiert sind, (Fig. 6, 7). |
| 17. | Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß eine Normale (45) zur Ebene (53) der ersten Schneidscheibe (43), welche die Gehrungsflache ( 12) erzeugt, den Spreizwinkel (23) halbiert, welcher zwischen den beiden Ebenen (51 , 52) des nutbildenden ScheibenPaares (40) liegt, (Fig. 9). |
| 18. | Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei der Schneidscheiben (41 , 42, 43) einen gemeinsamen Antrieb aufweisen. |
| 19. | Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte ( 10) über ein Transport mittel ( 56) bezüglich des ruhenden Scheibentripletts (50) bzw. Scheibenquartetts beweglich ist und die Transportrichtung ( 19) der Platte ( 10) bestimmt, (Fig. 6). |
| 20. | Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte ( 10, 10') mit ihrem Längsverlauf ( 16, 16') geneigt zur Transportrichtung ( 19) einstellbar ist. |
| 21. | Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidscheiben (41 , 42, 43) aus Sägeblättern bestehen. |
Die Erfindung richtet sich auf ein Verfahren der im Oberbegriff des Anspru¬ ches 1 angegebenen Art. Es ist schwierig, mit konventionellen Mitteln aus Platten- und/oder Vierkant-Matertial, räumlich beliebig gekrümmte Gebilde herzustellen, wo die paarweise miteinander zusammenzufügenden Platten unter beliebigen Winkeln aufeinanderstoßen. So lassen sich z. B. zwei Platten, die unter einem stumpfen Winkel zusammentreffen, nicht ohne weiteres mittels Schraubzwingen zusammendrücken, damit die auf ihre einander berührenden Gehrungsflächen aufgebrachten Klebstoffe in guten Kontakt kommen. Günstiger sind in dieser Hinsicht Verbindungen, wo an den Gehrungsflächen der beiden zu verbindenden Platten Längsnuten mit einem schwalbenschwanzförmigem Querschnitt eingeschnitten wurden, die im Gebrauchsfall ein Nuten-Paar bilden. Dieses Nuten-Paar dient als Aufnahme für eine ein Doppelkeilprofil aufweisende Spannleiste, welche dann die Verbindung erzeugt. Die Herstellung einer solchen Verbindung war bisher schwierig und zeitaufwendig.
Bei dem bekannten Verfahren (DE 937 614 Cl ) wurde der schwalbenschwanz- förmige Querschnitt der Längsnut mit einem konischen Fräswerkzeug herge¬ stellt, mit welchem die beiden Nutflanken gleichzeitig erzeugt wurden. Sofern eine Gehrungsfläche vorgesehen war, mußte diese, davon unabhängig, auf einer anderen Maschine, nämlich einer Säge, in einem gesonderten Arbeitsgang geschnitten werden. Die Größe des von den beiden Nutflanken eingeschlossenen Spreizwinkels der Längsnut war durch das Fräswerkzeug vorgegeben und konnte nicht ohne weiteres den jeweiligen Verhältnissen angepaßt werden. Bereits bei Verwendung von Material mit unterschiedlicher
Festigkeit ergeben sich unterschiedliche Maße der mit dem Fräser erzeugten Längsnut. Diese lassen sich mi t dem gegebenen Fräswerkzeug nicht mehr korrigieren. Bei dem bekannten Verfahren ließ sich, ohne Einsatz eines entsprechenden neuen Werkzeugs, auch nicht die lichte Weite der Längsnut oder der Nuttiefe verändern. Um Nutflanken in anderem Winkel zu erlangen, mußte ein Fräswerkzeug mit entsprechender Konizität besorgt und montiert werden. Das erforderte großen Werkzeugaufwand und eine zeitaufwendige Umrüstung der Maschine. Dennoch war es schwierig, das Nutenprofil der gegebenen Doppelkeil form der Spannleiste anzupassen. Bei dem bekann¬ ten Verfahren konnte die Längsnut nur mit mäßiger Vorschubgeschwindigkeit erzeugt werden. Das mag damit zusammenhängen, daß die Abführung der vom Fräswerkzeug ausgeschnittenen Späne Probleme bereitet. Bewegte man die Platte mit einer zu großen Vorschubgeschwindigkeit, so konnte sich das Fräswerkzeug so stark erwärmen, daß es das Plattenmaterial ver¬ brannte oder daß das Werkzeug selbst verglühte.
Der Erfindung liegt zunächst die Aufgabe zugrunde, ein preiswertes Verfah¬ ren der eingangs genannten Art zu entwickeln, das eine zuverlässige, einfache und schnelle Herstellung von Längsnuten an den Gehrungsflächen der m iteinander paarweise zu verbindenden Vierkantstäbe, Platten od. dgl. gestattet, die den jeweiligen Verhältnissen leicht und genau angepaßt werden können. Die Erfindung richtet sich auch auf eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. Dies wird verfahrensmäßig durch die im Kennzeichen des Anspruches 1 und vorrichtungsmäßig durch die i m Anspruch 6 angeführten Maßnahmen erreicht, denen folgende Bedeutung zukommt.
Bei der Erfindung werden zunächst die Flanken des Schwalbenschwanz- Querschnitts der Längsnut zeitlich nacheinander erzeugt, wofür vorrichtungs¬ mäßig, wie aus Anspruch 6 hervorgeht, zwei ebene Schneidscheiben verwen¬ det werden, die, in Verlaufsrichtung der zu erzeugenden Nut gesehen, hinter¬ einander liegen. Entsprechend den Bedürfnissen und der Form des Doppelkeil¬ profils jener Spannleiste, die zwecks Verbindung in das zwischen den bei¬ den zusammenzufügenden Platten befindliche Nuten-Paar eingeschoben werden soll, kann bei der Erfindung der zwischen den beiden Nutflanken eingeschlossene Spreizwinkel gewählt und genau eingestellt werden. Dies läßt sich vorrichtungsmäßig einfach durch verändern des Winkels zwischen
den Ebenen der beiden zur Nuterzeugung dienenden Schneidscheiben errei¬ chen, die ein nutbildendes Scheiben-Paar bilden. Durch Abstandsveränderung zwischen dem Scheiben-Paar läßt sich ferner die lichte Weite der Längsnut an die gegebene Doppelkeil form der Spannleiste anpassen. Mittels eines entsprechenden Überstandes des Scheiben-Paares erhält man schließlich auch jede gewünschte Nuttiefe. Ein Austausch von Werkzeugen ist entbehr¬ lich. Sofern eine Gehrungsfläche an der Platte bzw. dem Vierkantstab entstehen soll, wird diese im gleichen Arbeitsgang, wie die Erzeugung der Längsnut, ausgebildet. Das Schneiden der Gehrungsfläche kann unter beliebigem Schrägwinkel bezüglich einer vorgegebenen Außenfläche der Platte erfolgen, wofür vorrichtungsmäßig eine dritte Schneidscheibe genügt, die dem Scheiben-Paar vorgeschaltet ist.
Die gesonderte Herstellung der beiden Nutflanken erlaubt eine Nutherstellung mit überraschend hoher Vorschubgeschwindigkeit der zu bearbeitenden Plat¬ te. Die im Längsversatz zueinander angeordneten Schneidscheiben erlauben eine gute Spanabführung und verhindern eine übermäßige Erwärmung dieser Werkzeuge. Das Plattenmaterial wird nicht beschädigt. Dam it ist eine einfache, allen Verhältnissen schnell anpaßbare Herstellung der gewünschten Profilform an den Plattenrändern der paarweise mittels der Spannleiste zusammenzufügenden Platten möglich. Es wird eine schnell und einfach herzustellende Verbindung der aus zerspanbarem Material bestehenden Platten erreicht. Durch geeignete Auswahl der Schrägwinkel an der Geh¬ rungsfläche lassen sich leicht aus ebenen Platten und/oder Vierkantstäben räumlich bel iebig gekrümmte und/oder verkröpfte Gebilde herstellen. Dazu genügt es, die zur Herstellung der Gehrungsfläche dienende Schneidscheibe zusammen mi t dem auf das gewünschte Nutprofi l eingestellten Scheiben- Paar zu einer Baueinheit, z. B. einem Scheibentriplett, zu verbinden und als ganzes, entsprechend dem gewünschten Schrägwinkel, zu einer parallel in Transportrichtung der Platte verlaufenden Schwenkachse zu verschwenken. Sofern eine Gehrungsfläche nicht geschnitten zu werden braucht, kommt man vorrichtungsmäßig mit dem nutbildenden Scheiben-Paar aus.
Weitere Maßnahmen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unter¬ ansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen. In den Zeichnungen ist die Erfindung in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische, teilweise gebrochene Darstellung zweier auf Gehrung zusammenzufügender Platten mit eingearbeiteten Längsnuten vor ihrer Montage,
Fig. 2 in einer der Fig. 1 entsprechenden Darstellung die Platten nach ihrer Zusammenfügung mittels einer Spannleiste,
Fig. 3 in entsprechender perspektivischer Darstellung die zur Verbindung der Platten von Fig. 1 dienende Spannleiste,
Fig. 4, in starker Vergrößerung und im Ausbruch, die Verbindungsstelle zwischen den beiden Platten von Fig. 2,
Fig. 5 in einer verkleinerten, perspektivischen Darstellung, eine der zahlreichen Anwendungen der erfindungsgemäßen Verbindung zur Herstellung eines konischen, S-förmig gekrümmten Gebildes mit spiegelbildlicher Konizität in den beiden S-Bögen,
Fig. 6 eine schematische Darstellung der Vorrichtung zum Herstellen eines wählbaren Randprofils an den miteinander zu verbindenden Platten oder Vierkantstäben,
Fig. 7 eine Stirnansicht der in Fig. 6 gezeigten Vorrichtung,
Fig. 8 in Vergrößerung und schematischem Schnitt durch die Werkzeuge ein Teilstück der in Fig. 7 gezeigten Vorrichtung und
Fig. 9 in entsprechender Vergrößerung die mit den Werkzeugen von Fig. 8 erzeugte Längsnut nach der Erfindung in einem Teilstück einer Platte, eines Vierkantstabes od. dgl..
Um ein beliebig gekrümmtes räumliches Gebilde 60 herzustellen, wovon
Fig. 5 ein Beispiel zeigt, geht man von einfachen ebenen Elementen 10, 10' aus, die aus Platten, Vierkantstäben od. dgl. bestehen und nachfolgend zusammenfassend kurz "Platten" benannt werden sollen. Dabei werden je¬ weils zwei Platten 10, 10' paarweise mittels einer Spannleiste 30 zusammen-
gefugt, wie aus Fig. 1 bis 4 zu entnehmen ist. J ede der beiden Platten 10, 10' kann zwar, wie Fig. 5 erkennen laßt, individuell gestaltete Randbe¬ reiche 1 1 , 1 1 ' aufweisen, die aber im Prinz ip folgenden übereinstimmenden Aufbau haben.
Die beim Verbinden aneinander zu liegen kommenden Berührungsflächen der beiden Platten 10, 10' sind, wie am besten aus Fig. 1 zu erkennen ist, in der Regel auf Gehrung geschnitten, weshalb diese Berührungsflächen nachfolgend stets "Gehrungsflachen" genannt werden sollen und in Fig. 1 mit 12 bzw. 12' bezeichnet sind. Die Gehrungsflache 12, 12' schließt mit einer vorgegebenen ebenen Außenflache 13, 13' der beiden Platten 10, 10' einen in Fig. 2 verdeutlichten, frei wahlbaren Schragwinkel 14, 14' ein. Zwischen den zusammengefugten Gehrungsflachen 12, 12' ent¬ steht eine Fugenkante 15, welche, gemäß Fig. 5, bezuglich der strichpunk¬ tiert angedeuteten Langserstreckung 16, 16' einen individuellen Neigungswin¬ kel 17, 17' einnehmen kann.
Im Randbereich 1 1 , 1 1 ' der beiden zusammenzufugenden Platten 10, 10' werden Langsnuten 20, 20' eingeschnitten, die zwar einen frei wahlbaren, aber miteinander übereinstimmenden Schwalbenschwanz-Querschnitt aufwei¬ sen, dessen Aussehen beispielsweise aus Fig. 9 zu ersehen ist. Die Langsnu¬ ten 20, 20' kommen im Mittenbereich der Starke 18, 18' der beiden Platten 10, 10' zu liegen, wie aus Fig. 1 zu entnehmen ist. Die Langsnut 20 umfaßt, wie aus Fig. 9 hervorgeht, jeweils zwei Nutflanken 21 , 22, die einen an sich frei wahlbaren Spreizwinkel 23 einschließen. Die Langsnut 20 verjungt sich aufgrund des Spreizwinkels 23 zur zugehörigen Gehrungsflache 12 der Platte 10 hin und laßt dort eine Nutoffnung 24 definierter Weite 25 entstehen. Bei gegebenen Spreizwinkel 23 laßt sich bei der Erfindung die lichte Weite 25 der Langsnut leicht anpassen, was vorπchtungsmaßig auf folgende Weise erreicht wird.
Zur Herstellung des gewünschten Randbereichs 1 1 einer Platte 10 dienen drei, aus Fig. 6 bis 8 ersichtliche, ebene Schneidscheiben 41 , 42, 43, die relativ zu der in Fig. 6 durch den Pfeil 19 veranschaulichten Transportπch- tung der Platte 10 hintereinander liegen und drei Scheibenebenen 51 , 52, 53 bestimmen, die sich in besonderer Weise schneiden. Die Platten 10, 10' bzw. Vierkantstabe bestehen aus spanbarem Werkstof f, vorzugsweise
aus Holzmaterial, weshalb die Schneidscheiben 41 bis 43 aus eine Umfangs- verzahnung aufweisenden Sageblattern bestehen. Die erste Schneidscheibe 43 weist mit ihrer Scheibenebene 53 den gewünschten Schragwinkel 14 bezüglich der Platten-Außenflache 13 auf, der aus Fig. 7 zu ersehen ist, und bestimmt damit den Schragverlauf der entstehenden Gehrungsflache 12.
Die beiden anderen Schneidscheiben 41 , 42 dienen zur Ausbildung der bei¬ den Nutflanken 21 , 22 vom Schwalbenschwanz-Querschnitt der Langsnut 20, weshalb sie nachfolgend kurz als "Scheiben-Paar" benannt und m it 40 gekennzeichnet werden sollen. Ausweislich der Fig. 6 und 8 schneiden sich die beiden Scheibenebenen 51 , 52 dieses Scheiben-Paares 40 einer Linie 54, die nachfolgend kurz "Durchdπngungslinie" bezeichnet werden soll. Diese Durchdπngungslinie 54 verlauft parallel zur Scheibenebene 53 der ersten Schneidscheibe 43, mit welcher die erwähnte Gehrungsflache 1 2 der Platte 10 erzeugt wird. Die Durchdπngungslinie 54 kann in einem aus Fig. 8 ersichtlichen Abstand 55 von der entstehenden Gehrungsflache 12 liegen, wird aber vorzugsweise in den Bereich der Gehrungsflache 12 oder der sie erzeugenden Scheibenebene 53 gelegt. Die Außenflachen der beiden Schheidscheiben 41 , 42 bestimmen den Spreizwinkel 23 der entstehen¬ den Langsnut 20. Der Scheitelpunkt 26 des Spreizwinkeis 23 nim mt im Ausfuhrungsbeispiel von Fig. 8 und 9 einen Hohenabstand 27 zur Gehrungs¬ flache 12 bzw. der Scheibenebene 53 ein.
Gemäß Fig. 9 verlaufen die Ebenen 21 , 22 der beiden Nutflanken spiegelbild¬ lich gleich bezuglich einer senkrecht zur Gehrungsflache 12 liegenden Nor¬ malen 45, was dadurch zustande kommt, daß diese Normale den Winkel zwischen den beiden Scheibenebenen 52, 53 des Scheiben-Paares 40 halbiert. Es entsteht eine Langsnut 20 mit symmetrischem Querschnitt, wo die Nut¬ flanken 21 , 22 mit spiegelbildlich gleichen Teil-Winkeln < . . , < 2 zur Nor ~ malen 45 verlaufen. Eine Besonderheit der Erfindung besteht darin, daß die beiden Nutflanken 21 , 22, ausweislich der Fig. 6, in räumlichem Langs- versatz 28, und damit zeitlich nacheinander, erzeugt werden. Dadurch laßt sich die Große des Spreizwinkeis 23 frei wählen und den Erfordernissen der Spannleiste genau justieren. Wie aus Fig. 8 hervorgeht, ragen die bei¬ den nutbildenden Schneidscheiben 41 , 42 gleich weit, nämlich um die Strecke 46, über die zum Erzeugen der Gehrungsflache 12 dienenden
Schneidscheibe 43 heraus und bestimmen damit die Nuttiefe 29 von Fig. 9. Bei gegebenem Spreizwinkel 23 ist über das aus Fig. 7 ersichtliche Ausmaß 46 des Herausragens des Scheiben-Paares 40 über die erste Schneid¬ scheibe 43 auch die bereits erwähnte, aus Fig. 9 ersichtliche Weite 24 der Nutöffnung 25 wählbar. Diese öffnungsweite 25 läßt sich natürlich auch durch Änderung des Spreizwinkels frei besti mmen. Durch parallelen Versatz der Schneidscheiben 41 , 42 im Scheiben-Paar 40 läßt sich leicht die gewünschte lichte Weite 25 der ganzen Längsnut 20 einstellen.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel von Fig. 8 und 9 ist bei der gegebenen Schneidscheiben-Dicke 47 und dem gewählten Spreizwinkel 23 ein aus Fig. 8 ersichtlicher Freiraum 48 belassen, der beim Nutenschneiden einen störenden Werkstoff grat i m Inneren der Längsnut 20 entstehen lassen könnte. Dies 1 läßt sich aber leicht dadurch beseitigen, daß man außer den erwähnten drei Schneidscheiben 4 1 bis 43 noch eine vierte, in Fig. 8 strichpunktiert angedeutete Schneidscheibe 44 vorsieht. Die Ebene dieser vierten Schneid¬ scheibe 44, die in Fig. 8 mit der strichpunktiert eingezeichneten Normalen 45 zusammenfällt, erzeugt den mittleren Bereich des Nutenbodens 49 ge¬ mäß Fig. 9. Bedarfsweise könnten noch mehrere weitere Scheiben in diesem Winkelbereich 23 angeordnet sein, falls die gegebene Scheibendicke der verwendeten vierten Schneidscheibe 44 zur Ausformung des Nutenbodens 49 nicht ausreichen sollte. Normalerweise wird man bestrebt sein, die Scheibendicke 47 und den Spreizwinkel 23 so zu wählen, daß, wie aus Fig. 7 hervorgeht, das Scheiben-Paar 40 allein bereits zur Erzeugung des Schwalbenschwanz-Querschnitts der Längsnut 20 ausreicht. Dann genügt zur Profilierung des Plattenrandes 1 1 das aus Fig. 6 und 7 ersichtliche Scheibentriplett 50 aus den drei Schneidscheiben 41 , 42, 43. Bedarfsweise können noch weitere Schneidscheiben, z. B. die aus Fig. 8 ersichtliche vierte Schneidscheibe 44 hinzutreten, womit sich z. B. ein Scheibenquartett ergibt.
Wie aus Fig. 2 bis 4 hervorgeht, entsteht die Verbindung zunächst dadurch, daß die in vorerwähnter Weise erzeugten Gehrungsflächen 12, 12' der bei¬ den Platten 10. 10' so zusammengelegt werden, daß die dort eingearbeiteten beiden Längsnuten 20, 20' eine Doppel-Nut bilden, die eine doppelkeilförmi¬ ge Aufnahme für die bereits eingangs erwähnte Spannleiste 30 erzeugt. Wie aus Fig. 4 hervorgeht, hat die Spannleiste 30 ihrerseits ein Doppelkeil-
profi l aus zwei bezüglich der Platten-Gehrungsflächen 1 2, 1 2' zueinander spiegelbildlich divergierenden Kei lprofi len 31 , 31 ', die einen vorzugsweise zueinander gleichen Keilwinkel 32, 32' aufweisen. Der Keilwinkel 32, 32' der Spannleiste 30 ist zweckmäßigerweise etwas größer ausgebildet als der im Zusammenhang mit Fig. 9 ausführlich erläuterte Spreizwinkel 23 zwischen den beiden Flanken 21 , 22 der plattenseitigen Längsnut 20. Die Spannleiste 30 wird vom Stirnende der beiden zu verbindenden Platten 10, 10' in die Doppelnut-Aufnahme 20, 20' eingeschoben. Dann stützen sich vornehmlich die an den beiden Keilbasen 33, 33' befindlichen Keilendbe¬ reiche 34, 34' an den zugehörigen Nutenflanken 21 , 22 bzw. 21 ', 22' ab. Es entsteht eine Zugspannung im Material der Spannleiste 30. Dadurch kommt es zu einer Zusammenpressung der beiden Platten 10, 10' im Sinne der aus Fig. 4 ersichtlichen Druckpfeile 35, 35'.
Damit ist bereits eine Verbindung realisiert, die bereits ohne Verwendung adhäsiver Bindem ittel im Bereich der Doppelnut 20, 20' eine ausreichende Festigkeit aufweist. So verbundene Platten 10, 10' sind an sich demontier¬ bar. Vorteilhaft verwendet man Klebstoffe im Nutbereich, wenn eine dauer¬ hafte Platten-Verbindung erwünscht ist. Vorzugsweise verwendet man für die Herstellung der Spannleiste 30 einen Kunststoff. Dann können die Spann¬ leisten 30 zunächst in Form eines fortlaufenden Stranges hergestellt werden und brauchen dann nur noch entsprechend der gewünschten Leistenlänge zerschnitten zu werden. Das Kunststoffmaterial der Spannleiste 30 ist in sich elastisch und läßt sich dehnen, wodurch die vorerwähnte Zusammen¬ pressung 35, 35' der beiden Platten 10, 10' gefördert wird. Zum leichten Einschieben in die Doppelnut 20, 20' können die Enden der Spannleiste 30 angefast sein. Wenn eine Reibungserhöhung erwünscht ist, können die Keilflächen des Doppelkeilprofils 31 , 31 ' geriffelt sein. Die Spannleiste 30 hat eine Taille 35 gemäß Fig. 4, die gegenüber der in Fig. 9 beschriebe¬ nen Nutweite 25 zweckmäßigerweise schlanker ausgebildet ist, was zur Erhöhung der beschriebenen Plattenspannung 35, 35' beiträgt.
Im Gebrauchsfall wird der Spreizwinkel 23 zwischen den beiden getrennt voneinander erzeugten Nutflanken 21 , 22 in Abstimmung mit der zur ver¬ wendeten Spannleiste 30 fest eingestellt. Im Gebrauchsfall wird dann nur noch der erwähnte Schrägwinkel 14, 14' zwischen der jeweiligen Gehrungsflä¬ che 12, 12' und der zugehörigen Außenfläche 13, 13' der beiden Platten
10, 10' so gewählt, wie es die Herstellung der jeweiligen Plattenkombination, z. B. des in Fig. 5 gezeigten Gebildes 60, erfordert. Weil aber auch die Lage der Nut 20 stets in der in Fig. 9 beschriebenen Normalen 45 zur Gehrungsflache 1 2 liegen soll, nimmt das Scheiben-Paar 40 auch gegenüber der die Gehrungsflache 12 bzw. 12' erzeugenden ersten Schneidscheibe 43 eine feststehende Position ein. Ausweislich der Fig. 7 liegt die Scheiben¬ ebene 53 stets senkrecht zu der Winkelhalbierenden 45 zwischen den beiden Ebenen 51 , 52 des Scheiben-Paares 40. Alle drei Scheiben 41 bis 43, die an sich zueinander beliebig einstellbar sind, nehmen daher im Gebrauchsfall eine feste Winkelposition zueinander ein und lassen sich an einem gemeinsa¬ men Trager 36 montieren. Die drei Schneidscheiben des in Fig. 6 und 7 gezeigten Scheibentπpletts 50 lassen sich ohne weiteres durch einen gemeinsamen, nicht naher gezeigten Motor antreiben.
Im Gebrauchsfall wird das ganze Scheibentriplett 50 entsprechend dem gewünschten Schragwinkel 14 der zu bildenden Gehrungsflache 12 eingestellt. Dies erfolgt durch ein gemeinsames Verschwenken des Scheibentπpletts 50 bezüglich einer parallel zur beschriebenen Transportrichtung 19 gemäß Fig. 6 verlaufenden, dort strichpunktiert angedeuteten Schwenkachse 37. Im Ausfuhrungsbeispiel von Fig. 6 und 7 ist diese Schwenkachse 37 in einem Abstand 38 bezuglich der oben beschriebenen Durchdπngungslinie 54 der beiden Scheibenebenen 51 , 52 angeordnet. Gunstig ist es aber, diese Durchdπngungslinie 54 mit der Schwenkachse 37 zusammenfallen zu lassen.
Im dargestellten Ausfuhrungsbeispiel nimmt das Scheibentriplett 50 eine ruhende Position in der Vorrichtung ein, wahrend die zu bearbeitende Plat¬ te 10, gemäß Fig. 6, über ein Transportmittel 56 bewegt wird. Dazu dient im vorliegenden Fall ein Schlitten 56, der auf Führungsschienen 57 langsge- fuhrt ist. Der Schlitten 56 besitzt eine Auflageflache 58, die von einem Anschlagwinkel 59 begrenzt ist.
Der Anschlagwinkel 59 ist über eine Skalierung 39 beliebig einstellbar. Diese Einstellung erfolgt in Abstimmung mit dem im Zusammenhang mit Fig. 5 beschriebenen Neigungswinkel 17, 17' der zu erzeugenden Gehrungsfla¬ chen 12, 12' der zusammenzufugenden Platten 10, 10'. Über den Anschlag¬ winkel 59 laßt sich somit die Neigung des Langsverlaufs der Platte 10,
10' bezüglich der Transportrichtung 19 wählen.
Es versteht sich, daß, in einer zu Fig. 6 und 7 umgekehrten Weise, die zu bearbeitende Platte 10 eine ruhende Position in der Vorrichtung einneh¬ men könnte, während das Scheibentriplett 50 in der gewünschten Transport¬ richtung 19 bewegbar ist. Es kommt nämlich lediglich auf eine relative Bewegung des Scheibentripletts 50 bezüglich der zu bearbeitenden Platte 10 an.
