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Patent Searching and Data


Title:
PROCESS, DEVICE AND KIT FOR RAPID DEPLOYMENT OF RETAINERS IN WATER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1998/048118
Kind Code:
A1
Abstract:
Die Erfindung schl�gt einen baukastenartigen Aufbau eines Sperrensystems vor, das gleichzeitig als Sperre und als Zwischenspeicher dienen kann. Das Konzept schl�gt einige Grundelemente vor, die 'legoartig' zusammenf�gbar sind und immer auf den gleichen Kupplungsst�cken (2, 3) basieren. Das Konzept schliesst aber nicht nur das l�ngs- sondern auch das kreuzweise Kuppeln mit ein. Es k�nnen auf diese Weise lineare, sternf�rmige und auch netzf�rmige Sperren erstellt werden. Das Grundelement besteht aus leichtgewichtigen Schlauchdosen, welche als Beh�lter (13) die Doppelschl�uche in sich selbst zusammengefaltet bereit halten. Die L�nge der Doppelschl�uche kann der jeweiligen Situation angepasst werden und liegt z.Bsp. zwischen 5 und 100 Metern. Das neue System kann bei sehr grossen Unf�llen mit den schweren Sperren des Standes der Technik kombiniert werden, eignet sich aber ganz besonders f�r kleinere und mittlere �lunf�lle, wobei das �leinsammeln und Aufnehmen �ber Skimmer besonders optimal gestaltet werden kann.

Inventors:
Manzin, Sergio Matteo (Gehrenacker 7, Abtwil, CH-9030, CH)
Application Number:
PCT/CH1998/000165
Publication Date:
October 29, 1998
Filing Date:
April 23, 1998
Export Citation:
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Assignee:
Manzin, Sergio Matteo (Gehrenacker 7, Abtwil, CH-9030, CH)
International Classes:
E02B15/04; E02B15/06; (IPC1-7): E02B15/04
Attorney, Agent or Firm:
S. V. KULHAVY & CO. (Postfach 1138, St. Gallen, CH-9001, CH)
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Claims:
Patentansprüche
1. Verfahren zum schnellen Auslegen von Schmutzstoffsperren im Wasser mittels Doppelkammerrohren, welche als zusammengefaltete, flexible Folienschläuche bereitgehalten und für den Gebrauch in einer obenliegende Kammer mit Luft, und in einer untenliegenden Kammer mit einem flüssigen Medium als Balast befüllbar sind, dadurch gekennzeichne t, dass die Folienschläuche als Pakete in der Form von Modulen mit je endseitigen Kup plungsflanschen ausgebildet sind, so dass zur Errichtung einer längeren Sperre die Doppelkammerrohre von mehreren Modulen über Schnellkupplungen verbunden, aus gelegt und mit den beiden Medien während oder nach dem Auslegen gefüllt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass jedes der Module in einem flexiblen oder formfesten Behälter gelagert wird, wobei die Medien bei der Auslegung über entsprechende Öffnungen in den Flanschen eingebracht werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass mehrere Module ausserhalb dem Wasser zusammengeflanscht werden und die Befüllung mit dem flüssigen Medium durch Schleppen oder Pumpen erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Bereich der Schnellkupplung als Kreuzung bzw. Weiche ausgebildet und daran seitlich abzweigende Doppelkammerrohre angeschlossen und je nach Bedarf entweder sternförmige oder felderartige, flächige Sperren ausgelegt werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichne t, dass bei der Errichtung der Sperre am Auslegungsanfang und/oder Auslegungsende eines Doppelkammerzuges eine Schwimmboye angeorndet wird, wobei die Schwimmboye vorzugsweise als Kreuzung oder Weiche ausgebildet ist, mit entspre chenden Schnellkupplungen mit der Möglichkeit für das Anschliessen von weiteren Doppelkammerrohren, wobei ein Teil der Doppelkammerrohre vorzugsweise für das Auffangen und Zwischenspeichern von verunreinigtem Medium einsetzbar sind.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 5, dadurch gekennzeichne t, dass bevorzugt über die ganze Länge der Doppelkammerrohre zugstarke Befesti gungsstellen angeordnet sind, derart, dass ein oder mehrere Doppelkammerrohre quer zu ihrer Längsachse gezogen und das verschmutzte Medium mit der Sperre entweder in eine gewünschte Richtung bewegt und/oder für das schnelle und sichere Einfangen konzentriert wird.
7. Vorrichtung zum schnellen Auslegen von Sperren im Wasser, nach dem Doppelkammerrohrprinzip, welche paketartig zusammengefaltete, flexible Folien schläuche bereitgehalten und im ausgelegtem Zustand in einer oben liegenden Kammer mit Luft und in einer untenliegenden Kammer mit einem flüssigen Medium als Balast gefüllt sind, dadurch gekennzeichne t, dass an beiden Endseiten der flexiblen Folienschläuche formstabile Kupplungsflansche angeordnet sind, welche Füllöffnungen für die beiden Medien aufweisen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichne t, dass die Kupplungsflanschen etwa querschnittsgleich sind wie das ganze Doppelkammerrohr, und die Füllöffnung für das flüssige Medium grossquerschnittig in Fortsetzung der entsprechenden Kammer in den Kupplungsflanschen ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass für die Luftführung in den Kupplungsflanschen ein Anschluss mit Rückschlag ventil radial nach aussen angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekenzeichne t, dass die Schnellkupplung als EinfangZentriereinheit ausgebildet und, auf der Befüll seite des Doppelkammerrohres ein Einfangtrichter angeordnet ist, wobei sie bevor zugt LängskupplungSchwimmboyen mit wenigstens auf zwei gegenüberliegenden Seiten zu den Doppelkammerrohreinheiten passende Schnellkupplungsstellen und das Doppelkammerrohr besonders vorzugsweise auf der Ausstossseite für beide Medien einen verschlossenen Sackboden aufweist, welcher mit einem, die entsprechenden Endseite des Behälters verschliessenden Deckel fest verbunden ist, wobei der Deckel als Zentrierkegel passend als Kupplungsteil für einen Einfangtrichter ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichne t, dass sie an beiden Endseiten in dem Bereich der Kupplungsflanschen Spannstellen aufweist vorzugsweise für den Eingriff von SchnellSpannhebeln, welche entweder für die Sicherung des Kupplungsteils eines anschliessenden Kupplungsflansches oder eines Verschlussdeckels einsetzbar sind.
12. 1 2.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichne t, dass das Doppelkammerrohr bevorzugt auf dessen Längsseite fest oder verschieblich angebracht Befestigungsstellen für Zugmittel aufweist für die Querbewegen einer ausgelegten Sperre, wobei die Vorrichtung besonders vorzugsweise eine Seilführung oder Führungsschienen aufweist, für die Positionierung eines bereits im Wasser sich befindenden Behälters sowie eines nachfolgenden für dessen exakte Positionierung für eine Schnell kupplung der beiden Behälter.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichne t, dass die als Kreuzungs oder Weichenstellen ausgebildeten Schwimmboyen wenigstens drei, bevorzugt vier oder sechs Kupplungsanschlussstellen aufweist, wobei die nicht benötigten Anschlussstellen Verschlussdeckel aufweisen, oder aber dass die Schwimmboyen innen im Sinne einer Rohrweiche verstellbare Überleitrohrstücke aufweist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichne t, dass die formstabilen Kupplungsflanschen mehrteilig ausgebildet sind und je einen Dicht und Haltering für die Schlauchenden beider Kammern aufweisen.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 14, dadurch gekennzeichne t, dass jeder Kupplungsflansch eine freie Durchtrittsöffnung für das flüssige Medium und wenigstens eine mit Ventilen absperrbare Öffnung für das gasförmige Medium aufweist.
17. 1 6.
18. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichne t, dass bei einem Modul wenigstens der Flansch einer Endseite ein mit einem Rückschlagventil absperrbaren und radial angeordneten Anschluss für die Befüllung für das gasförmige Medium aufweist, dass jedoch bevorzugt beide Kupplungsflanschen AchsialAbsperrventile aufweisen, zur Sicherstellung eines erforderlichen Luftdruckes für das gasförmige Medium innerhalb mehrerer Module.
19. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichne t, dass der Flansch auf einer Endseite in dem Bereich der Achsialabsperrventile eine Aufstossnocke aufweist, so dass die jeweils angrenzenden Kammern für das gasförmige Medium von zwei Modulen nach der Zusammenkupplung durch die Offenstellung der Achsialabsperrventile einen gemeinsamen Druckraum bilden.
20. Bausatz zum schnellen Auslegen von Sperren im Wasser, nach dem Doppelkammerrohrprinzip, welche paketartig als zusammengefaltete flexible Folienschläuche bereitgehalten und in der oben liegenden Kammer mit Luft und in der untenliegenden Kammer mit einem flüssigen Medium als Balast befüllbar sind, dadurch gekennzeichne t, dass er Schlauchmodule und Boyen aufweist, wobei die flexiblen Doppelkammerrohre an ihren Endseiten formstabile Schnellkupplungsteile aufweisen, passend zu Längskupplungsboyen und Kreuzkupplungsboyen zur Errichtung von Sperren in wählbarer Konstellation und/oder zum Einfangen von flüssigen Stoffen.
21. Bausatz nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichne t, dass die Schnellkupplungsteile als einheitliche Positiv oder Negativkupplungsteile ausgebildet sind, zur beliebigen flächigen Zusammenstellung im Sinne eines Legospieles.
22. Verwendung der Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 7 als Auffanggsäcke für die Speicherung von Oele, Schlämme aber auch Mehresfrüche oder Fische.
Description:
Verfahren und Vorrichtung sowie Bausatz zum schnellen Auslegen von Sperren im Wasser Technisches Gebiet Die Erfindung betrifft ein Verfahren, eine Vorrichtung sowie einen Bausatz zum schnellen Auslegen von Sperren im Wasser, welche als Doppelkammerrohre zusammengefaltet bereitgehalten und in einer obenliegenden Kammer mit Luft, und in einer untenliegenden Kammer mit einem flüssigen Medium als Balast befüllbar sind.

Stand der Technik Die Erfindung geht aus von der W096/13638 des selben Anmelders. Diese wird als integrierender Bestandteil des vorliegenden Gesuches erklärt. Darin wird vorgeschlagen Oelunfälle auf dem Wasser mittels Verunreinigungsschutzsperren sofort einzudämmen. Durch ihre Leichtigkeit können die in Behältern in sich selbst zusammengefaltet gelagerten flexiblen Rohre sehr rasch ausgelegt, und dadurch eine weitere Ausbreitung der Oelverschmutzung verhindern. Ferner ist vorgesehen, die ausgelegten Rohre auch als Speicher für die verunreinigte Flüssigkeit zu verwenden.

Im Gegensatz zu dem übrigen bekannten Stand der Technik, erlaubt die W096/13638, die Verunreinigungsschutzsperre gleichzeitig mit der Auslegung des Doppelkammerrohres mit Luft und Wasser zu füllen. Dies geschieht dadurch, dass mit den Füllmedien selbst das im Behälter zusan,mengefâlte.e Rohr am Hinterteil des Behälters beginnend, sukzessive ausgestossen und der Behälter vorzugsweise gleichzeitig in die Gegenrichtung gezogen wird. Das Konzept kann auch als Verlegung einer Oelschutzsperre aus der Konservenbüchse bezeichnet werden. Versuche mit zwischenzeitlich hergestellten Prototypen haben die Funktion der entsprechenden Verlegung eines flexiblen Rohres vollumfänglich bestätigt.

Darstellung der Erfindung Der Erfinder hatte sich nun die Aufgabe gestellt, Lösungen zu suchen, wie eine Sperre auf dem Wasser, auch bei mittel- und grösserflächigen Unfällen möglichst in beliebiger angepasster Strategie wirksam und sehr schnell eingesetzt werden kann, insbesondere auch mit dem Ziel, optimale Voraussetzungen für eine oekologische Beseitigung der Verschmutzung zu schaffen, und die weitere Ausbreitung von schwimmfähiger Verschmutzung mit je angepasster Strategie zu stoppen.

Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass die Folien- schläuche als Pakete in der Form von Modulen mit je endseitigen Kupplungsflanschen ausgebildet sind, so dass für die Errichtung einer längeren Sperre die Doppelkammerrohre von mehreren Modulen nacheinander über Schnellkupplungen verbunden, ausgelegt und mit den beiden Medien, während oder nach dem Auslegen gefüllt werden. Für vorteilhafte Ausgestaltungen wird auf die Ansprüche 2 bis 6 verwiesen.

Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass an beiden Endseiten der Folienschläuche formstabile Kupplungsflansche angeordnet sind, welche die Füllöffnungen für die beiden Medien aufweisen. Für vorteilhafte Ausgestaltungen wird auf die Ansprüche 8 bis 1 7 verwiesen.

Die Erfindung betrifft ferner einen Bausatz zum schnellen Auslegen von Schmutzstoffsperren im Wasser, nach dem Doppelkammerrohrprinzip, welche in grosser Zahl paketartig als in sich zusammengefaltete flexible Folienschläuche bereitgehalten werden, wobei die oben liegende Kammer mit Luft und die untenliegende Kammer mit einem flüssigen Medium als Balast befüllbar ist, und ist dadurch gekennzeichnet, dass die flexiblen Doppelkammerrohre an ihren Endseiten formstabile Schnellkupplungsteile aufweisen, passend auch zu Längskupplungsboyen und Kreuzkupplungsboyen zur Errichtung von Sperren in wählbarer Konstellation und Lager und/oder zum Einfangen von flüssigen Stoffen.

Die neue Erfindung geht von dem Kernansatz aus, dass für die Errichtung der sogenannten Oelsperren in erster Linie die menschliche Kraft mit der dem Menschen eigenen, grösstmöglichen Flexibilität und Schnelligkeit eingesetzt werden soll, weshalb gleichsam von einem "Zusammensetzspiel" ausgegangen wird. Das einzelne Modul soll besonders im Falle von Binnengewässern oder Häfen leichtgewichtig sein, so dass höchstens vier Mann, bevorzugt aber maximal zwei Mann das ganze Handling durchführen können. Ein Modul soll für Binnengewässer weniger als 60 kg wiegen, so dass eine starke Person die Behälter wenigstens bis in das Wasser befördern und plazieren kann. Die bisher in der Praxis bekannten Lösungen weisen demgegenüber Gewichte von vielen Tonnen auf, die ausserhalb des Wassers nur mit motorischen Hilfsmitteln zielgerichtet bewegt werden können. Diese sind für eine längere Dauer einer Sperre konzipiert. Die neue Erfindung will dagegen eine Einheiten- bzw.

Elementbauweise für den schnellstmöglichen Einsatz, wobei die einzelnen Module erfindungsgemäss durch Schnellkupplungen verbindbar sind. Das Zusammenspiel einer Vielzahl von relativ kurzen Einheiten von z.B. 30 bis 80 Metern Länge hat den grossen Vorteil, dass auf die besondere Unfallsituation hin sofort je eine spezifische Lösung und je eine spezifische Vorgehensstrategie gewählt und durchgeführt werden kann. Da die neue Erfindung als Grundkonzept "schnell und leicht" hat, eignet sie sich bei grösseren Unfällen auch in Kombination mit den bisherigen schweren Ausführungen, die als zweite Etape ausgelegt werden können. Die Effizienz der neuen Lösung wird ganz besonders durch eine grosse Anzahl vorteilhafter Ausgestaltungen unterstützt, wie in der Folge dargelegt wird. Es ist eine Erfahrungstatsache, dass ein Unfall als solcher nicht vorausberechnet werden kann. Ein Unfallerreignis kann aber, wie das bei Oelunfällen der Fall ist, in der Art der Ausbreitung in Abhängigkeit der auslaufenden Oelmenge in der räumlichen Ausdehnung abgeschätzt und eine optimale Gegenwehr dazu geplant werden. Die Erfindung erlaubt diesbezüglich einen vollkommen neuen Ansatz dahingehend, dass je nach örtlichen Verhältnissen vom leichten bis zum schwerst möglichen Unfall im voraus Dispositive erstellt werden können und was entscheidend ist, es kann das jeweils passende Material bereitgehalten werden. Je nach Örtlichkeiten kann für eine Oelwehr in einem Hafen, in einem Kanal, einer Flussmündung, an einem See- oder Meeresufer gezielt das Sperrmaterial in einer Minimalmenge bereitgehalten werden. Ein weiterer Kernpunkt liegt ferner darin, dass sowohl ein- oder mehrfache Sperren errichtet werden können.

Es ist jeweils ein Sperrenkonzept wählbar, das sich auch optimal eignet für das Einfangen des verschmutzten Wassers. Wenn in der Anmeldung von Oel die Rede ist, dann soll damit in erster Linie Oel und Derivate von Oel verstanden werden. Dies soll aber nicht ausschliessen, dass auch andere, an der Wasseroberfläche schwimmende Verunreinigungen gleicherweise behandelt werden können, also besonders alle Flüssigkeiten oder Schwimmstoffe, die aus Lagern, Tanks und Leitungen unbeabsichtigt in das Wasser gelangen können, ferner aber auch feste Schwimmstoffe, sofern diese nicht mit Gewalt wie bei reissenden Flüssen zuströmen.

Eine Rohrleitung ist an sich bestimmt für eine gerade oder gekrümmte Linienführung.

Wird nun der Bereich der Schnellkupplung zusätzlich als Kreuzung bzw. Weiche ausgebildet und daran seitlich abzweigende Doppelkammerrohre angeschlossen, so können auch sternförmige oder felderartige, flächige Sperren ausgelegt werden. Die beiden älteren Druckschriften GB-PS 1 554 737 sowie FR-PS 2 450 907 zeigen zwei "Bilderbuch- bzw. Reisbrettlösungen" des Standes der Technik. Wenn man bei grossen Oeltankern von Schiffslängen von z.Bsp. 300 m ausgeht, so ergeben sich dazu Sperrenlängen von gegen einem Kilometer. Tatsache ist, dass Oelverschmutzungen von Grosstankern auf dem offenen Meer schnell einige km Länge haben und zusammenhängend sein können, und wenigstens anfänglich nicht nur aus relativ kleinen Oelflächen auf dem Wasser bestehen. Wenn man auch davon ausgeht, dass eine Rohrlänge von 1000 m (z.B. gemäss FR-PS 2 450 907) auf dem verunglückten Schiff bereit liegt, so vergehen allein schon Stunden bis ein zweites grosses Auslegeschiff vor Ort ankommt. Ist der Oelfleck dann schon grösser als die verfügbare Barrierenlänge, so ist die Sperrenwirkung fraglich. Noch problematischer ist ein Auslegungskonzept gemäss der FR-PS 1 554 737, da hier von Anfang an eine Einfangschlaufe hergestellt werden muss. Die neue Lösung ist dagegen an kein besonderes Auslegungsmuster gebunden. Mittels Kreuzungen und Weichen kann eine bandweise, eine stern- oder schachbrettartige Auslegung, ferner aber auch jede beliebige zweckmässige Form, durch die Sperren hergestellt werden. Es kann ferner wenigstens ein Teil der Doppelkammerrohre für das Auffangen und Zwischen- speichern von verunreinigtem Medium eingesetzt werden. Die Auslegung der Sperre lässt sich ferner stark von der örtlichen Strömungsrichtung des Wassers bestimmen.

Ein oekologisch besonders sensibler Küstenstreifen oder eine Hafenanlage kann geschützt, oder ein Oelfleck eingekreist werden. Bei extremen Sturmsituationen können Oelsperren bekanntlich nicht eingesetzt werden. Bei etwas ruhigeren Verhältnissen erlaubt die neue Lösung aber sofort die Doppelstrategie des Einkreisens wie auch des Einfangens und Zwischenspeichern in wenigstens einem Teil der Doppelkammerrohre, welche als Module ohne Probleme auch mit Helikoptern zum Unfallort gebracht werden können. Vorteilhafterweise wird bei der Errichtung der Schmutzstoffsperre am Auslegungsanfang und/oder Auslegungsende eines Doppel- kammerzuges bei langen Sperren auch dazwischen jeweils mehrere Module, eine Schwimmboye angeordnet, wobei die Schwimmboye vorzugsweise als Kreuzung oder Weiche ausgebildet wird, mit entsprechenden Schnellkupplungen für das Anschliessen von weiteren Doppelkammerrohren. Über die ganze Länge der Doppelkammerrohre können zugstarke Befestigungsstellen angeordnet, derart, dass ein oder mehrere Dopppelkammerrohre quer zu ihrer Längsachse langsam gezogen und das verschmutzte Medium entweder in eine gewünschte Richtung bewegt und/oder für das schnelle und sichere Einfangen konzentriert wird. Die Schnellkupplung wird gemäss einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung als Einfang-Zentriereinheit ausgebildet, wobei auf der Befüllseite des Doppellkammerrohres ein Einfangtrichter angeordnet wird. Die Schwimmboyen weisen wenigstens auf zwei gegenüber- liegenden Seiten zu den Doppelkammer-rohreinheiten passende Schnellkupplungs- stellen mit Schnellverschlüssen auf, die verschliessbar sind.

Das Doppelkammerrohr kann auf beiden Seiten für beide Medien verschlossen werden, z.B. mit einem, die entsprechende Endseite des Behälters verschliessenden Deckel. Der Deckel kann gemäss einer bevorzugten Ausgestaltung als vorstehender Zentrierkegel, passend als Kupplungsteil für einen Einfangtrichter ausgebildet sein. Der Behälter kann aus einem äusseren zylindrischen Mantel, dessen Zugseite einen sich über die wesentiiche Querschnittsfläche des Behälters erstreckenden Einfangtrichter und dessen Ausstossseite einen den Behälter verschliessenden Deckel aufweist, bestehen. Der Einfangtrichter einerseits sowie der Deckel anderseits sind als korrespondierende Kupplungsteile ausgebildet, passend zu dem entsprechenden Kupplungsteil eines vorne oder hinten anschliessbaren, weiteren Behälters. Die Doppelkammerrohre sind aus dünnem, hochfelxiblem und sehr widerstandsfähigen und besonders reissfestem Folienmaterial hergestellt. Behälter und Doppelkammerrohr erhalten auf diese Weise kombinierte Effekte. Der Behälter kann aus an sich steifem Material hergestellt ist, dient anfänglich als Verpackungsschutz und im Einsatz als Basis für die formstabilen Kupplungsteile. Das in dem Behälter zusammengefaltete, flexible Rohr bleibt auch nach der Auslegung in fester und dichter Verbindung mit Behälterteilen. Dabei ist das Doppelkammerrohr auf der Füllseite aussen mit dem Einfangtrichter verbunden, wobei von der Engstelle des Einfangtrichters ein rohrförmiger Durchlass bis in dem Bereich der Ausstossseite geführt sein kann für die Zuführung des flüssigen Mediums in die unten liegende Kammer, in den genannten Ausstossbereich. Ferner ist dem Doppelkammerrohr auf der Füllseite ein bevorzugt seitlich münder Zuführstutzen für die Luft zugeordnet, welcher in dem Behälter durch eine Verbindungsleitung ebenfalls bis in den Bereich der Ausstossseite geführt ist, für die Zuführung der Luft in die oben liegende Kammer bis in den genannten Ausstossbereich. Der Zuführstutzen kann für die Luft ein verschliessbares Ventil oder ein Rückschlagventil, und der Durchlass für das flüssige Medium einen Verschlusskörper oder ein Rückschlagventil aufweisen. Durch einen leichten Innendruck der beiden Medien in den Doppelkammerrohren erhalten die flexiblen Folienschläuche nach der fertigen Auslegung eine beachtliche Steifigkeit und können je nach Bedarf verankert werden.

Gemäss einem weiteren sehr vorteilhaften Ausgestaltungsgedanken werden an beiden Endseiten der Module Spannstellen angeordnet für den Eingriff von Schnell- spannhebeln. Die Spannhebel sind bevorzugt umstellbar für einen Verschlussdeckel oder für ein nachfolgendes Modul. Ferner wird wenigstens ein Dichtring entweder in dem Bereich des Einfangtrichters oder in dem Bereich des Deckels angeordnet. Aus dem Doppelkammerrohr können auf dessen Längsseite fest oder verschieblich Befestigungsstellen als Schleppösen für Zugmittel angebracht werden, für die Querbe- wegungen einer ausgelegten Sperre. Gemäss einem weiteren Ausgestaltungs- gedanken wird der Vorrichtung eine Seilführung oder Führungsschienen zugeordnet, für die Positionierung eines bereits im Wasser sich befindenden Modules sowie eines nachfolgenden für dessen exakte Positionierung und Schnellkupplung. Die für die Auslegung erforderliche Zugkraft kann durch ein kleines Motorboot aber auch irgend ein Wasserfahrzeug oder sogar durch einen Hubschrauber erfolgen. Um aber möglichst ohne Verzögerung das jeweils nächstfolgende Doppelkammerrohr an das bereits verlegte anzukoppeln, ist es vorteilhaft, wenn die beiden Kupplungsteile im Sinne eines Zwangsmechanismus zusammenfügbar sind. Dies wird z.Bsp. mit den genannten Führungsschienen oder einer Kupplungshilfesmechanik sichergestellt. Um eine noch grössere Gestaltungsmöglichkeit für die Auslegung der Sperre zu erhalten, weisen die als Kreuzungs- oder Weichenstellen ausgebildeten Schwimmboyen wenigstens drei, bevorzugt vier oder sechs Kupplungsanschlussstellen auf, wobei die nicht benötigten Anschlussstellen Verschlussdeckel aufweisen können. Die Schwimmboyen können innen in Sinne einer Rohrweiche verstellbare Überleitrohrstücke aufweisen.

Wie bereits erwähnt, liegt ein weiterer Kerngedanke der neuen Lösung darin, dass die einzelnen Bauteile gleichsam wie Legobausteine zu einem Ganzen zusammenfügbar sind. Es lässt sich eine Vielzahl von besonderen Einzelelementen konzipieren.

Demgegenüber wird jedoch vorgeschlagen, die Anzahl Grundelemente klein zu halten, damit mit einer genügenden Anzahl Grundelemente sehr rasch ein Sperrenaufbau hergestellt werden kann. Genau wie bei Bränden zählen die ersten Minuten am meisten, weil dann der Schadenumfang noch relativ klein und jede Massnahme sehr viel wirkungsvoller ist. Als wesentliche Grundbausteine haben sich etwa die folgende ergeben: Einzelschlauchmodule, Serieschlauchmodule, Doppelschlauchmodule, Längs- kupplungen, Kreuzkupplungen, Verschlusskupplungen sowie Durchgangskupplungen, wobei alle erwähnten Teile je mit negativ und/oder Positiv-Kupplungsteilen auf je ein entsprechend anderes passt. Wichtig ist dabei, dass auch die kraftmässige Ver- bindung als Schnellverschluss immer der gleiche ist. Ein weiterer Ausgestaltungs- gedanke liegt darin, dass die Kupplungsteile Kupplungshilfen aufweisen, z.Bsp. in der Form von einem Zentrierkonus, oder mehreren entsprechend konisch ausgebildeten Zusammenstossflächen oder Einführungshilfen. Wie in der eingangs erwähnten W096/13638 ausgeführt wird, können die beiden Medien über Zwangsmittel wie Pumpen und Gebläse in die Doppelkammerrohre eingeführt werden. In vielen Fällen wird es aber vorteilhafter sein, das flüssige Medium, meistens Wasser oder bereits verschmutztes Wasser, durch eine einfache Schleppwirkung in das Oelkammerrohr einströmen zu lassen. Die Wassereinführung kann dabei ohne weitere technische Hilfsmittel erfolgen, so dass von dem Personal nur das Einblasen der Luft sichergestellt und kontrolliert werden muss. Die einzelnen konstruktiven Ausgestaltungen können nicht nur an dem jeweils gezeigten Objekt, sondern auch bei allen übrigen verwendet werden.

Ein weiterer grosser Vorteil der neuen Lösung liegt darin, dass beliebig viele Doppelkammerrohre zum Zwischenspeichern von verunreinigtem flüssigem Medium einsetzbar sind. Da auch hier mit dem gleichen "Legospiel" vorgegangen werden kann, lässt sich sehr schnell eine beliebig grosse Flüssigkeitsmenge zwischen- speichern. Die mit verschmutztem Medium gefüllten Doppelkammerschläuche können wenn dies erforderlich ist an eine entferntere Stelle gezogen und von dort getrennt und abgeführt und einer Reinigung zugeführt werden. Die neue Lösung dient deshalb gleicherweise z.Bsp. dem Schutz einer Hafenanlage einer Uferzone, insbesondere bei Wasserfassungen, dem Einsperren einer Oelfläche oder aber dem Einfangen und Entfernen von ausgelaufenem Oel oder anderen schwimmfähigem Material. In besonderen Fällen kann ein oder mehrere Module auch unabhängig einer Sperre als blossen Zwischenspeicher verwendert werden, wobei sie dann als schwimmende Zwischenspeicher eingesetzt werden.

Die neue Erfindung baut auf dem zentralen Gedanken der WO96/13638 auf, wonach der hochflexible Folienschlauch handorgelmässig in sich selbst zusammengelegt gelagert wird. Der flexible Schlauch erhält erst nach der Auslegung und Füllung die von einer Sperre geforderte Steifigkeit. Die neue Lösung kombiniert die hohe Flexibilität der Folie mit formstabilen Kupplungsflanschen an den jeweiligen Schlauchenden. Das eigentlich ungewohnte sind nicht bloss die genannten Gegensätze, sondern auch die ungewohnten Abmessungen, die in der Praxis meistens über 40 cm bis zu 1,2 Meter im Durchmesser betragen. Sind einmal zwei Kupplungsflanschen verbunden, so bilden diese zusammen eine noch grössere Formstabilität. Der flexible Schlauch behält auch in gefülltem Zustand eine genügende Nachgiebigkeit, so dass er kleinen, örtlichen Wasserbewegungen etwas folgen kann.

Die in Bezug auf das Wasser starren Kupplungsflanschen behindern wegen ihren geringen Abmessungen in Achsrichtung der Doppelkammerrohre diese örtlichen Bewegungen nicht. Das Kuppeln von zwei Flanschen erfolgt bevorzugt vor der Füllung, so dass dank der Flexibilität der Schlauchfolien die beiden nur wenige Kilo schweren Kupplungsteile auch von Hand aufeinander gepasst und zusammen gesichert werden können.

Kurze Beschreibung der Erfindung Die Erfindung wird nun an Hand von einigen Ausführungsbeispielen mit weiteren Einzelheiten erläutert. Es zeigen: die Figur 1 a die Funktionskernteile von einem Lager-Modul als flexibler Folienschlauch mit beidseitigen formstabilen Kupplungsflanschen; die Figur 1 b die Lösung gemäss Figur 1 a mit je einem Führungsrohr für das gas- förmige sowie das flüssige Medium; die Figur 1 c ein Modul wie Figur 1 b, jedoch mit einem äusseren Schutzmanteil in der Art eines Behälters; die Figur 2 zeigt die Figur 1c im grösseren Massstab; die Figur 3 zeigt der Figur 1c bzw. 2 in einer Explosionsdarstellung; die Figur 4a sowie 4b die mechanischen Teile der Kupplungsflanschen in grösserem Massstab; die Figur 5a ein Modul in einer Lagerform, wobei die Figur 5b ein Ende beim Auslegen und die Figur 5c einen Schnitt V - V der Figur 5a darstellt; die Figur 6a die Kupplung von zwei Modulen vor dem Auslegen; die Figur 6b einen Schnitt VI - VI der Figur 6a; die Figur 7 einen Teilschnitt durch eine andere Bauform eines Modules beim Andocken an ein zweites; die Figur 8 drei Situationen bei fortschreitender Auslegung einer Einfangsperre gemäss Figur 7; die Figur 9a einen Schnitt IXa der Figur 9c für eine Kreuzungsboye; die Figur 9b einen Schnitt IXb der Figur 9a; die Figur 9c eine Ansicht IX der Figur 9a; die Figuren 10a bis 10d verschiedene Anschlussmöglichkeiten einer Kreuzungs- boye; die Figuren 1 1 a bis 1 1 c verschiedene Varianten für die Auslegung eines Sperren- zuges mit und ohne Boye; die Figur 1 2 eine Oelwehr in einem Kanal bzw. Fliessgewässer mit Oelabschöpfung; die Figuren 1 3a, 1 3b und 1 3c drei Phasen von dem Auslegen einer Oelsperre um ein leckes Oelschiff mit einer Abfüllung des ausgelaufenen Oeles in Doppelkammerrohre in einem offenen Gewässer; die Figur 14a und 14b ein Sperrenkonzept bei einer Kanal- und Mündungszone resp. eines Hafens oder einer besonders wertvollen Uferzone; die Figuren 14c und 14d zeigen zwei Schemen für das Einfangen des Oelflecks bei sternförmiger Anordnung von Aufnahme-Doppelkammerrohren; die Figuren 1 5a bis 1 5d schematisch einige Auslegungsdispositionen; die Figuren 1 6a und 1 6b zeigen zwei alternative Einsätze mit und ohne Verschluss am Ende; die Figur 1 7 zeigt verschiedene Möglichkeiten der Doppelkammerausgestaltung.

Wege und Ausführung der Erfindung Die Figuren 1a, 1b sowie lc zeigen drei verschiedene Varianten von je einem Modul.

Die Figur 1 a zeigt die Kernfunktionsteile eines Schlauchmodules nämlich: o zwei formstabile Kupplungsflanschen 2 und 3 sowie ein in sich selbst zusammengefalteter flexibler Folienschlauch 4.

Das ganze Modul ist eingehüllt mit einer Schutzfolie z.B. einer Schrumpffolie 5 oder ein Sack, welche als Lager- und Transportschutz gegen mechanische Beschädigung sowie gegen Witterungseinflüsse bestimmt ist, und vor dem Einsatz entfernt werden muss. Als weitere Transport- und Lagersicherung kann ein starkes Band 6 direkt um das Modul gespannt werden, damit die mit einiger Presskraft eingefaltete Folie zusammen bleibt. Die Figur 1b geht von den selben Grundkomponenten aus, weist jedoch zusätzlich ein kleinquerschnittiges Leitrohr 7 für das gasförmige Medium sowie ein grossquerschnittiges Leitrohr 8 für das flüssige Medium auf. Das Modul 1x gemäss Figur 1 b kann mit einem stärkeren Schutzmantel 9 umgeben werden. Der Schutzmantel 9 kann z.B. auch eine dickwandige Schrumpffolie sein, die auf einer Seite mit einer Zugband 10 gehalten ist. Vor dem Auslegen der Sperre braucht lediglich das Zugband 10 gelöst, über den Luftanschluss 11 das gasförmige Medium und über die Wassereintrittsöffnung 1 2 das flüssige Medium eingebracht zu werden.

Die Figur 1c zeigt ein robustes Modul lxx mit einem Gehäuse 13 sowie je einem Verschlussdeckel 14 resp. 15 auf den beiden Endseiten des Modules, wobei beim Modul lXx der Verschlussdeckel 1 5 abgehoben dargestellt ist.

Die drei dargestelten Varianten ergeben sehr interessante Einsatzmöglichkeiten, auch in Abhängigkeit des besonderen Einsatzfalles. Die Lösung gemäss Figur la erlaubt, mit den kleinstmögliche Grundkosten eine grosse Menge an Modulen bereitzuhalten und diese in kürzestmöglicher Zeit in grosser Länge auszulegen. Die Lösung gemäss Figur 1 a iässt es zu, dass der in sich selbst zusammengefaltete Folienschlauch als Doppelschlauch wie eine Handorgel je nach vorgesehener Länge auf z.B. 30, 50 oder 100 meter Länge auf dem Wasser ausgezogen wird, wobei gleichzeitig mit der Luftfüllung begonnen werden kann. Die Sperre kann danach durch beliebige weitere Module verlängert werden. Die Sperrenauslegung kann ohne Unterbrechung der Luftfüllung erfolgen. wenn in den beiden Kupplungsfianschen 2 und 3 je ein Ventil 1 6 resp. 17 angeornder ist und diese beim Anflanschen des jeweils nachfolgenden z.B.

durch eine Nase 18 zwangsweise geöffnet wird. Das Zusammenkuppeln lässt sich bei dieser Variante mit geringer Kraft durchführen, da das Folienmaterial in nicht gefülltem Zustand wie ein Stück Tuch der Bewegung des Kupplungsflansches folgt und dieser in can nächsten Kupplungsflansch von Hand einlegbar und zusammenspannbar ist (z.B. gemäss Figur 7). Die Lösung gemäss Figur 1c besitzt nur ein Führungsrohr fü das gasförmige Medium und eignet sich z.B. für das Füllen durch Schleppen. Das Ausstossende bleibt mit dem Verschlussdeckel 14 verschlossen. Beim Beginn der Auslegung wird lediglich der Verschlussdeckel 1 5 weggenommen, so dass das Wasser über dW Füllöffnung 1 2 eindringen kann. Das Gehäuse 1 3 schützt den Folienschlauch 4 auoh während einer langen Lagerdauer und kann dort Vorteile bieten, wo einige Module mit den selben Folienschläuchen mehrmals z.B. für Übungszwecke gebraucht werden.

Die Lösung gemäss -igur 1 a gestattet als einzige von den drei Beispielen anstelle dem bevorzugten in sich selbst zusammenfalten gemäss der Eingangs zitierten WO 96/13638 ein wena lförmiges Falten etwa gemäss der FR-PS 1 121 333, wie dies bei der Faltung von Texzilgeweben bekannt ist.

Die Figur 2 zeigt da Lösung der Figur 1 c in grösserem Masstab. Der Behälter 1 3 weist eine Doppelwandung 20, 21 auf. Mit der Doppelwandung kann Gewicht gespart und die Schwimmiahigkeit des Modules auch bei längerem Verbleib im Wasser sichergestellt werden. Beide Kupplungsflanschen 2 und 3 sind mehrteilig ausgebildet.

Dies vereinfacht vor allem die Montage bzw. das Einlegen und Falten des Folienschlauches 4. Der Folienschlauch 4 wird durch je zwei innere Dichtringe 22, 23 in einer entsprechenden Ausnehmung 24 eines Flanschringes 25 mittels Schrauben 26 resp. 27, 27' dicht und kräftig mit dem jeweiligen Kupplungsflansch gehalten. Die Verschlussdeckel können schlossriegelartig über mehrere Bolzen 28 sowie einen dazu passenden Drehrinc gesichert werden. Das selbe System dient gleichzeitig auch für sichere Verriegelun3 zweier Kupplungsflanschen bei der Verbindung von Modulen.

Eine Ausnehmung 30 sorgt dafür, dass der Verschlussdeckel 1 5 die Ventilnase 1 8 nicht betätigt.

Die Figur 3 zeigt eina sogenannte Explosionsdarstellung aller Teile der Figur 2.

Die Figuren 4a und 4b zeigen Ausschnitte aus der Figur 2 in grösserem Massstab, wobei die Ventilsituation hervorgehoben ist. Beim Luftanschluss 11 ist ein Rückschlagventil 30, bestehend aus einer Druckfeder 31 sowie einem Ventilteller 32.

Wird Druckluft eingeblasen, so wird der Ventilteller 32 gegen die Feder gedrückt und der Luftweg freigemacht. Beim Abschalten der Druckluftzufuhr tendiert die Luft auf dem umgekehrten Weg wieder abzuströmen, was durch den Ventilteller 32 sowie die Druckfeder verhindert wird. Nach Füllung der oben liegenden Kammer bleibt die Luft eingesperrt. Das Rückschlagventil 30 ist radial angeordnet und wird auf diese Weise durch das Kuppeln der Module auf keine Weise behindert. Das Radialventil 30 muss nur bei einem Kupplungsflansch, bei dem Beispiel bei dem Flanschring 25 vorgesehen werden. Anders liegen die Verhältnisse bei den achsial angeordneten Ventilen 40 und 41, welche ebenfalls als Rückschlagventile ausgebildet sind. Besteht ein Luftdruck in der oben liegenden Kammer für Luft, so bleiben die beiden Ventile 40, 41 auch durch die Wirkung je einer Druckfeder 31 über den Ventilteller 42 resp. 43 geschlossen. Der Ventilteller 43 weist zusätzlich eine Ventilnase 1 8 auf. Werden nun zwei Module über die Kupplungsflanschen 2 resp. 3 fest verbunden, drückt die Ventilnase 18 des einen Kupplungsflansches den Ventilteller 42 des anderen Kupplungsflansches ein (Figur 6a), so dass die beiden oben liegenden Kammern über die nunmehr geöffneten Ventile 40, 41 für einen Luftausgleich verbunden sind. Auf diese Weise weisen alle in einem Zug zusammengeschlossenen Module den selben Luftdruck, bzw. die selbe Füllung auf.

Die Figur 5b zeigt den Beginn des Ausstossens von einem Ende mit dem Kupplungsflansch 2 sowie dem Veschlussdeckel 14. Die Koordination der Befüllung mit den beiden Medien kann von Fall zu Fall gewählt werden, sowohl in zeitlicher Hinsicht wie in Bezug auf die jeweils momentane Füllleistung. In der Figur 5b ist nur angedeutet, dass sowohl die oben liegende Kammer 50 mit Luft wie die unten liegende Kammer 51 mit Wasser gefüllt und der Schlauch gestreckt ist.

Die Figur 6a zeigt zwei Module die über den jeweils passenden Kupplungsflansch 2 resp. 3 gekuppelt und über Bolzen 28 und Drehring 29 verriegelt sind, wie aus der Figur 6b auch ersichtlich ist.

Die Figur 7 zeigt eine andere Bauform einer Schlauchdose in grösserem Massstab.

Das Doppelkammerrohr 11 2 ist vollständig auf sich selbst zusammengefaltet in den Lagerbehälter 111. Dabei ist das ausstossseitge Ende bzw. der Sackboden 1 27 für beide Kammern über eine Briede 140 mit einem Anschlussstutzen 141 der Verschlusskupplung 106 bzw. Durchgangskupplung 107 befestigt und gleichzeitig dicht verschlossen. Beim Hochziehen eines Handgriffes 142 wird eine Spannklammer 143 gelöst, so dass der Ausstoss des Doppelkammerrohres 11 2 beginnen kann. Auf der Zugseite 11 6 sind die beiden offenen Enden des Doppelkammerrohres 11 2. Diese sind je über eine Briede 144 resp. 145 fest und dicht mit der vorderen Seite des Lagerbehälters 111 verbunden. Der Lagerbehälter 111 weist vorne einen massiven Flansch 146 auf, an dem sowohl die Spannklammer 130, der Füllstutzen 11 8 wie auch Halteösen angebracht sind. Mit dem Flansch 146 ist der Füllkonus 114 mit dem Führungs- oder Durchleitrohr 11 5 ferner das Luftrohr 1 21 fest verbunden. In der gezeigten Ausführung ist der rohrförmige Mantel 147 des Lagerbehälters 111 über einen Flansch 148 sowie Schrauben 149 zusammengeschraubt. Diese Schraub- verbindung erlaubt ein einfacheres Einlegen des in sich selbst zusammengefalteten Doppelkammerrohres. Dieses kann so auf verschiedene Weise eingelegt werden. Bei der Verschraubung von Flansch 146 und 148 wird ein Dichtring 150 eingeklemmt, so dass Flansch 146 und Mantel 147 luft- bzw. wasserdicht verbunden sind.

Sinngemäss ist auch ein Dichtring 151 auf der Zugseite und ein Dichtring 152 auf der Ausstossseite vorgesehen, so dass unbeabsichtigt an keiner der drei Stellen Medium ein- oder austreten kann. Auf der Ausstossseite wird die kraftmässige Verbindung zwischen einem Flansch 153, der Teil des Mantels 147 ist, sowie einem Flansch 154, der Teil der Verschlusskupplung 11 6 resp. Durchgangskupplung 11 7 ist, hergestellt.

In der Figur 7 ist die Zentriernase 131 strichliert dargestellt. Die entsprechende Nase kann eingesetzt oder entfernt werden, entsprechend entsteht entweder eine Einzelschlauchdose 101 oder eine Serieschlauchdose entsprechend Figur 6a. Die Figur 7 zeigt eine Situation, bei der eine zweite Schlauchdose 101', 102' gerade im Begriffe ist, an die erste anzudocken. Die Zentriernase 131 stösst anfänglich auf den Füllkonus 114 auf und wird sofort in eine zentrale Lage gelenkt, bei welcher die beiden Schlauchdosen über die Schnellspannmittel 1 30 kraftmässig verbunden bzw.

gekuppelt werden können.

In der Figur 8 Mitte ist der Übergang von einer ersten Phase der Auslegung in eine zweite dargestellt. Das Doppelkammerrohr 11 2 ist beinahe vollständig ausgelegt und ein zweiter Lagerbehälter 111' ist bereits angedockt bzw. mit dem ersten über die Kupplungsstücke verbunden. In der Figur 8 oben weist das Ausstossende, also der Sackboden 127, eine Verschlusskupplung 106 auf. Die Verschlusskupplung 106 hatte zuvor noch eine Verschliessfunktion für den Lagerbehälter 111, insbesondere auch als Schutz der Kunststofffolie in dem Lagerbehälter, welche das Doppelkammerrohr bildet. Nach Beginn des Ausstosses dient das Verschlusskupplungsstück als Befestigung für eine Verankerung. Der zweite und jeder folgende Lagerbehälter weist auf der selben Seite eine identische Verschlusskupplung 106 als Positivteil auf, das nun genau zu dem Negativteil des vorangestellten Behälters passt. Der Lagerbehälter 111' wird an den Lagerbehälter 111 gekoppelt. Die Verschlusskupplung 106', die in der mittleren Figur 1 noch über eine Schnellspannklammer 1 30 mit dem Lagerbehälter 111' angeschlossen war, wird über Schnellspannklammern 1 30 (welche die selben sein können) an das Füllende 11 6 des ersten Behälters 111 angekoppelt und bildet sofort Verankerung und Dichtschluss des zweiten Doppelkammerrohres 112' mit dem ersten Doppelkammerrohr 112 (Figur 1 unten). Glechzeitig mit dem Wechsel des Ausstosses des ersten Doppelkammerrohres 11 2 zu dem zweiten 11 2' usw. muss bei der gezeigten Ausführung auch der Verbindungsschlauch 11 9 von dem ersten Füllstutzen 11 8 auf dem zweiten Füllstutzen 118' gewechselt werden, damit in der Folge Luft in das zweite Doppelkammerrohr 112' eingeblasen wird. Der ganze Kupplungsvorgang zwischen zwei Elementen sowie das Wechseln des Verbindungsschlauches kann unter normalen Verhältnissen innert Sekunden erfolgen.

Für erschwerte Bedingungen, nachts und bei leichtem Sturm können zusätzliche Kupplungshilfen z.Bsp. durch schienenartige Führungen eingesetzt werden. Denkbar ist, dass dabei der je erste Behälter bzw. Container zurück auf Führungsschienen näher an das Motorboot gezogen und der je nächstfolgende Behälter auf den selben Führungsschienen dem ersten Behälter hinzugestossen wird. Wie es bei Rohrkupplungen eine Vielzahl von Lösungsmöglichkeiten gibt, so können auch bei den Einfangsperren verschiedenste Verbindungsmittel gewählt werden, wie etwa Bajonetverschluss, Magnetverschiüsse usw. Da es sich jedoch um das Verbinden von grösseren Körpern von 0,4 m bis weit mehr als 1 Meter Durchmesser handelt, wird die gezeigte Lösung eher bevorzugt.

Die Figuren 9a bis 9c zeigen eine Boye, die einerseits eine analoge Funktion wie ein Schlauchmodul mit den Folienschiäuchen hat. So kann über die Boye sowohl das gasförmige Medium wie das flüssige Medium zugeführt werden. Die Boye in der gezeigten Ausführung unterbricht allerdings die Luftströmung. Sie stellt in jeder Richtung Ende oder Anfang für die Luftströmung dar, je nach Betrachtung. Die Boye hat aber zwei weitere wichtige Funktionen. Durch eine Bodenöffnung 60 kann Wasser als das flüssige Medium über eine Tauchpumpe 61 in die untenliegende Kammer eingebracht werden. Die andere wichtige Funktion liegt in der Möglichkeit der Kreuzung. Mit den bisher beschriebenen Modulen können nur in einer Achsrichtung z.B. der X-X-Achse beliebige Länge zusammengebaut werden. Die Boye gestattet nun auch quer dazu, also in der Y-Y-Achse Module bzw. Sperren zu verlegen. Für die Auslegestrategie wird damit eine völlig neue Dimension eröffnet. In Bezug auf die Kupplungsanschlüsse ist die Boye identisch ausgebildet wie die entsprechenden Enden der Schlauchmodule. Die Boye ist so konzipiert, dass sie mit optimaler Eintauchtiefe schwimmt. Wichtig für die Sperrenfunktion ist, dass auch in dem Bereich der Boye die Sperre etwa gleich tief in das Wasser hinein und über den Wasserspiegel ragt. Ein weiterer Zweck der Boye ist das Verankern der betreffenden Stelle. Die jeweils nicht benötigten Öffnungen für das flüssige Medium werden durch Verschlussdeckel verschlossen. Mit den Boyen können auch zur Trennung eine bestimmte Anzahl Schlauchmodule benutzt werden. Z.B. kann bei sehr grossen Sperrenlängen jeweils nach 10 Schlauchmodulen eine Boye gesetzt werden.

Die Figuren 10a bis 10d zeigen vier wichtige Beispiele für den Anschluss von Schlauchmodulen in einer Achse (Figur 10a), im Winkel-T-oder Kreuzform.

Die Figur 11 a zeigt das blosse Aneinanderreihen von Schlauchmodulen, wobei VR die Richtung der bevorzugten Auslegung von einer Boye aus in die beiden entgegegesetzten Richtungen. Bei der Figur 1 lc dient die Boye als Ausgangspunkt oder Endpunkt für die Auslegung. Dabei dient die Boye auch als Ankerstelle. In der Figur 11 b ist eine weitere Möglichkeit des Einbringens eines zugstarken Seiles 63, das gleichzeitig mit dem Auslegen des Doppelschlauches im Inneren mitgeführt wird. Das kann bei Strömungen des Wassers von grosser Wichtigkeit sein, damit nicht die ganze Kraft des strömenden Wassers von der Folie abgefangen werden muss. Sinngemäss kann auch die Folie auf einer oder beiden Seiten mit einem Zugband 64 verstärkt sein, an dem über eine Vielzahl von Ösen 65 die ausgelegte Sperre verankert oder gezogen werden kann.

Ein Lagerbehälter 111, weist bevorzugt eine zylindrische Form auf und kann ein Abschnitt eines Kunststoffrohres sein und eine genügende Stabilität für den Transport und auch das Umladen zu gewährleisten, wie in den Figuren 7 und 8 dargestellt ist.

Der zylindrische Teil kann aus weicherem Kunststoff sein. Allerdings sollten bleibende Deformationen am zylindrischen Teil vermieden werden. Die beiden Endseiten des Lagerbehälters 110 sind einerseits als negative (-) und anderseits als positive (+) Kupplungsstücke ausgebildet. Ganz wesentlich ist, dass das negative und das positive Kupplungsstück vollständig aufeinander abgestimmt sind, derart, dass jeder weitere Lagerbehälter mit seinem positiven und negativen Kupplungsstück zueinander passt, in Analogie zu beliebig verlängerbaren Schlauchleitungen, sei es für Wasser oder z.Bsp. in der Landwirtschaft für Flüssigmist. Grundsätzlich können die entsprechenden Kupplungsstücke ein- oder beidseitig an dem Lagerbehälter selbst oder aber an dem Doppelkammerrohr 11 2 ausgebildet sein. Sind die Kupplungsstücke nur mit dem Doppelkammerrohr 11 2 fest verbunden hat der Lagerbehälter nur noch eine Schutzfunktion für die Lagerung sowie den Transport. Zweckmässigerweise wird aber eine Kombination beider gewählt, wie in den Figuren 7 und 8 dargestellt ist. Dabei wird das Negativkupplungsstück als fester Bestandteil des Lagerbehälters 110 ausgebildet, und weist gleichzeitig die Eintrittsöffnungen sowohl für das flüssige Medium also z.Bsp. Wasser oder Oel wie für das gasförmige Medium, also Luft auf.

Wie in der älteren Anmeldung WO 96/13638 ausführlich dargestellt ist, können beide Medien durch Zwangsfördermittel wie Pumpe und Gebläse eingebracht werden. Das flüssige Medium wird dabei durch das Ziehen des Behälters 110 z.Bsp. mit einem Seilzug 11 3 von selbst gefüllt. Das negative Kupplungsstück ist zu diesem Zweck als Füllkonus 114 ausgebildet, welcher bei Bedarf noch durch einen Zusatzkonus 114' erweitert werden kann. Der Füllkonus 114, ist durch ein Durchleitrohr 11 5 bis an die andere Endseite des Lagerbehälters 111 verlängert, so dass auf der vorderen Zugseite 11 6 das einströmende Wasser direkt auf die Ausstossseite 11 7 geleitet wird. Das gasförmige Medium wird im obenliegenden Teil über einen Füllstutzen 118, einen Verbindungsschlauch 11 9 von einem Gebläse 1 20 zugeführt, und ebenfalls über ein Luftrohr 1 21 bis zur Ausstossseite 11 7 geführt. Beide Medien treten erst am hinteren Ende, an der Ausstossseite 11 7 aus und in die zwei Kammern des Doppelkammerrohres 112, nämlich in die obere Luftkammer1 22 respektive in die untere Flüssigmediumkammer 1 23. Die Figur 8 zeigt oben den Beginn der Auslegung des Doppelkammerrohres, wofür das Gebläse 1 20 für die Luft eingeschaltet und ein Transportmittel z.Bsp. ein kleines Motorboot 1 25 gemäss Pfeil 1 24 vorwärts bewegt wird. Bei der Vorwärtsbewegung fängt der Füllkonus 114 genügend Wasser auf, so dass mit einem leichten Überdruck ein Rückstosseffekt entsteht, wie mit Pfeil 1 26 angedeutet ist. Die beiden Kammern, die Luftkammer 1 22 sowie die Flüssigmediumkammer 1 23 sind sackartig ausgebildet und weisen entsprechend einen geschlossenen Sackboden 127 auf. Bei dem beschriebenen Füllvorgang bleibt auch der Sackboden 1 27 am Ort, wo die Ausstossbewegung gestartet wurde, wie mit Pfeil 1 28 markiert ist. Beim Füllvorgang bleibt aber auch der bereits gefüllte Teil des Doppelkammerohres dort im Wasser liegen, wo die Füllmedien in den Doppelschlauch gefüllt werden. Dies hat eine ganze Anzahl grosser Vorteile. Die Auslegung beginnt an einem im voraus festlegbaren Ort (Pfeil 128). Das Sackende kann an der Stelle auf irgend eine Weise verankert werden, wie mit einem Ankerseil 1 29 nur angedeutet ist.

Der viel wichtigere Vorteil ist aber der, dass auch bei grosser Geschwindigkeit des Füllvorganges oder bei variierender Geschwindigkeit des Füllvorganges keine Zugbelastung auf das Sackmaterial ausgeübt wird. Das Sackmaterial kann deshalb relativ dünn sein, mit bevorzugt weniger als 0,5 mm Wandstärke und trotzdem Doppelschlauchdurchmesser von 0,4, 0,6, 1,0 m oder mehr bilden. Das Sackmaterial liegt vor der Auslegung bevorzugt in sich selbst zusammengefaltet in dem Lagerbehälter und entfaltet sich genau in dem Tempo wie gefüllt wird, da sich das Sackmaterial auf der Ausstossseite frei aus dem Behälter austreten und die Form des gefüllten Doppelkammerrohres 11 2 annehmen kann. Die Figur 8 zeigt oben unmittelbar nach Beginn der Auslegung ein etwa gleich langes Teilstück L1 des Doppelkammerrohres, wie die Länge des Containers 111. Für die Praxis werden Längen des Lagerbehälters von etwa 0,5 m bis 2,0 m bevorzugt. Die Länge des ausgelegten Doppelkammerrohres dagegen kann z.Bsp. von 5 m (oder weniger für Kanäle) bis zu 100 Meter oder mehr betragen. Optimale Verhältnisse Lagerbehälterlänge zu Doppelkammerrohrlänge können bei 1 : 5 bis 1 : 100 liegen.

Die kleinere Verhältniszahl (etwa 1 : 5 bis 1 : 10) ist für spezielle Einsätze z.Bsp. bei Kanälen oder Flüssen jedoch mit grösseren Wandstärken des Doppelkammer- rohrmateriales.

Die Figur 1 2 zeigt eine besonders interessante Applikation in einen Kanal bzw. Fluss, dabei ist eine Doppelschlauchdose 103 im Einsatz. Kanäle und Flüsse können Breiten von nur einigen Metern bis zu mehreren hundert Metern haben. Die neue Erfindung erlaubt nun, massgeschneidert eine Länge der Doppelkammerrohrleitungen 11 2, 11 2' vorzusehen, die örtlich optimal passen. Damit der Strömungswiderstand nicht unnötig vergrössert wird, kann der Schlauch V- oder U-förmig ausgelegt und auf beiden Uferseiten über Verankerungen 161, 162 genügend stark gesichert werden. Handelt es sich um einen Fluss mit einer relativ starken Strömung, empfiehlt sich ein Zugseil 163 oder Zugband über der ganzen Länge des Doppelkammerrohres vorzusehen.

Damit kann auch die Position der Doppelschlauchdose 103 gesichert werden. Mit Punkt 1 64 soll markiert sein, dass die Doppelschlauchdose anfänglich an dieser Stelle gehalten oder zu dieser Stelle gezogen werden kann, um nach dem einen oder anderen Füllmodus die Doppelschläuche 11 2, 11 2' mit dem Medium zu füllen und anzulegen. Vorteilhafterweise wird in diesem Fall das Zugseil 163 (163') vorgängig am Ufer verankert. Sind die beiden Doppelkammerrohre mit beiden Medien gefüllt, kann die Doppelschlauchdose 3 flussabwärts abgelassen werden, bis das Zugseil 163 gespannt ist. Für die Art der Auslegung besteht natürlich eine grosse Freiheit. So kann, wie mit dicker, strichlierter Linie angedeutet ist, auch eine diagonale Auslegung eine Einzelmodules zum Einsatz kommen. Es können aber auch beliebig viele Module oder Kombinationen gewählt werden. Ein ganz besonders interessanter Aspekt liegt nun darin, dass der Doppelkammerschlauch nicht nur als Sperre sondern auch als Zwischenspeicher verwendbar ist. Entsprechend ist ein Speicherschlauch 1 65 direkt an die Doppelschlauchdose 103 angeschlossen. Stromaufwärts von der Doppel- schlauchdose 103 befindet sich ein Skimmer 166, in dem das Wasser/Oelgemisch über die Doppelschlauchdose 103 in dem Speicherschlauch 165 gepumpt werden kann. Ist örtlich mit grösseren Auffangmengen zu rechnen, so können auch zwei oder mehrere Speicherschläuche 165, 165', 165" eingesetzt werden, so dass eine ununterbrochene Füllung und Leerung möglich ist. Das Oel/Wassergemisch wird aus dem Speicherschlauch 1 65 über eine Saugleitung 1 67 sowie eine Pumpe 1 68 in ein Setzbecken 1 69 geleitet. Von dem Setzbecken 1 69 wird die oben aufschwimmende Oelschicht über einen weiteren Skimmer 170 abgesogen und über eine Pumpe 171 sowie eine Schlauchleitung 172 in einen Oelabscheider 173 gefördert, von dem das konzentrierte Oel mit einem Tankfahrzeug 1 74 an eine Speicheranlage zurückgeführt werden kann. Das nahezu oelfreie Wasser geht über eine weitere Leitung 175 mit Pumpe 176 in den Kanal zurück.

Die Figur 13a und 13b zeigen das Anlegen einer Oelsperre um ein leckes Schiff 170.

Mit einem Boot 1 25 wird an einer Stelle A mit dem Ausgeben der Doppelkammerrohre 11 2 begonnen, und diese nun dargestellte Sinne elementweise 112, 11 2', 112", 112"' usw. ausgelegt, bis die verschmutzte Fläche 171 eingekreist ist. Anschliessend kann sofort über Speicherschläuche 165, 165' usw. Oel/Wassergemisch zwischengespeichert werden. Auf dem Meer können die gefüllten Speicherschläuche nach Füllung zu einem nahestehenden Reinigungsschiff geführt werden. Die Figur 1 3c zeigt eine sternförmige Anordnung der Speicherschläuche 165, 165', 165" usw.

Die Figur 14a zeigt ein ganzes Dispositiv, wie bei einem grösseren Oelunfall Mehrfachsperren errichtet und gleichzeitig auch die Oelentfernung gelöst werden kann. Gezeigt ist eine erste Sperre 180 sowie eine zweite Sperre 181. Als letztes wird bei der Fliessungsmündung 1 82 ein drittes Sperrensystem 1 83 angebracht. Eine weitere Möglichkeit ist in Figur 14b gezeigt. Einerseits wird durch eine Sperre 190 ein Oelfleck 191 gefangen gehalten. Anderseits wird durch eine zweite Sperre 192 eine ganz besonders empfindliche Partie 193 der Küste oder des Ufers z.Bsp. eine Wasserentnahme, eine Fischzucht oder ein Badestrand geschützt. Die beiden Figuren 14c und 14d zeigen eine Möglichkeit wie durch ein Propellersystem 200 in eine mit einer Sperre 201 gefangen gehaltenen Oelfleck 202 dieser nach aussen getrieben und anschliessend in Speicherschläuche abgeführt wird.

Die Figuren 1 5a bis 1 5d zeigen schematisch vier Auslegekonzepte als Gegenüberstellung. Einkreisung eines Oelflecks, Uferschutz mit Doppelsperre, Sperren und Einfangen eines Oelflecks, schachbrettartige Auslegung eines Sperrensystems, wenn ein möglichst vollkommenes Auffangen und Abführen von Oel erreicht werden soll. Dabei kann Feld um Feld gereinigt werden.

Die Figur 1 6a zeigt einen Behälter 111 in etwas grösserem Massstab, in dem Lagerzustand. Für eine Erleichterung des Kupplungsvorganges weist die Verschlusskupplung 106 eine Zentriernase 131 auf, welche mit etwas Spiel in das Innere des Durchleitrohres 11 5 passt. Kontaktiert die Zentriernase 1 31 den Füllkonus 114 des vorangehenden Behälters, so werden beim Aufbringen einer leichten Zusammenschiebekraft der beiden Behälter die entsprechenden zwei Kupplungsteile zentriert. Stösst in der Folge der Positivkonus 1 32 auf den Füllkonus 114 kann die Schnellspanneinrichtung 1 30 sofort betätigt und die beiden Körper kraftschlüssig verbunden werden. Die Anordnung der schnellspannbaren Klammern 130 kann irgendwo am Umfang sein, genau so der Füllstutzen 11 8 sowie Halteösen 1 33. Die jeweilige Lage muss einfach zweckmässig sein und die Kupplung wie auch den Füllvorgang unterstützen und nicht hemmen.

Die Figur 1 6b zeigt eine Serieschlauchdose, die mit Ausnahme des freien Wasserfüllweges sowie der Zentrierung. Der Hauptunterschied liegt darin, dass anstelle einer Verschlusskupplung 106 eine Durchgangskupplung 107 an einen sonst identischen Behälter angeklammert ist. Die Durchgangskupplung 107 weist ein dem Durchleitrohr 115 entsprechendes zentrales Durchgangsloch 115* auf. Das flüssige Medium kann somit auf der einen Seite eintreten und auf der anderen Seite wieder austreten. Das Durchgangsloch hat im Lagerzustand des Behälters bzw. Containers keine direkte Verbindung in das Innere der Flüssigkeitskammer 1 23. Diese Verbindung wird erst hergestellt, nachdem die Durchgangskupplung vom Lagerbehälter gelöst wurde und für die Auslegung eine Verbindung zu dem vorangehenden hergestellt ist.

Strichliert ist in Figur 1 6b noch eine Verschlusskappe 1 34 eingezeichnet. Damit kann die Schlauchdose wahlweise als Einzelschlauchdose 101 oder als Serieschlauchdose 102 eingesetzt werden.

Die Figur 17 zeigt schematisch verschiedene Ausgestaltungen von Doppelkammer- rohren. Ein wichtiger Punkt liegt darin, dass bei vielen Anwendungen eine kräftige Verankerung des Doppelkammerohres erforderlich ist. Hierzu wird vorgeschlagen einer Zugband 64 fest mit dem Doppelkammerrohr zu verbinden, an dem z.Bsp. über Oesen 64 ein Zugseil 63 auf der ganzen Doppelkammerrohrlänge verbindbar ist.

Die Vorrichtung gemäss der neuen Erfindung kann gemäss W096/13638 so konzipiert werden, dass entsprechend für die Betriebsweise das folgende Verfahren möglich ist: Verfahren zum schnellen Auslegen einer biegungsfähigen Verunreinigungs- schutzsperre, welche als Rohr zusammengefaltet bereit gehalten und in ausgelegtem Zustand doppelräumig, als asymmetrische, longitudinale und übereinanderliegende Kammern geteilt, einer oberen Kammer mit Gas bzw. Luft und einer unteren mit einem flüssigen Medium als Balast befüllbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass a) das Rohr einerseits mit einem geschlossenen Ende als Sackboden und anderseits mit einem offenen, verschliessbaren Ende für das flüssige Medium und mit einem Verschluss für die Gas- bzw. Luftbefüllung ausgebildet ist, mit neben- oder ineinanderliegenden Kammern bevorzugt in sich selbst, d.h. auf den eigenen biegungsfähigen Wänden zusammengefaltet, in einem Behälter befestigt bereitgehalten und die offene Seite des Rohres am einen Ende des Behälters ist, b) die Füllung des biegungsfähigen Rohres auf Grund des Einlasses von gasförmigem und flüssigem Medium erfolgt, wobei das flexible Rohr in der Anfangsphase als Paket derart innerhalb des Behälters zusammengefaltet gelagert ist, c) so dass der Sackboden als erster am Ende des Behälters (1) ausgestossen, d) und die Flüssigkeitskammer infolge Schleppen des Behälters im Wasser mit dem flüssigen Medium d.h. Wasser befüllt, das Rohr als Verunreinigungsschutzsperre vollständig entfaltet, schnell ausgelegt und nach der vollständigen Entfaltung und Befüllung des biegungsfähigen Rohres mit den beiden Medien auf seiner offenen Seite verschlossen wird.

Das flüssige Medium kann je nach Verhältnis entweder über Flüssigkeitspumpen oder aber durch Befüllen infolge Schleppen in die untere Kammer eingebracht werden. Im zweiten Fall wird der Doppelschlauch am Ende sackbodenartig ausgebildet, oder aber die betreffende Seite durch ein Deckel verschlossen.