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Title:
PROCESS AND DEVICE FOR THE METERED FILLING OF CONTAINERS WITH POURABLE MEDIA
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1992/002787
Kind Code:
A1
Abstract:
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum förderstromgesteuerten, viskositätsunabhängigen und volumendosierten Einfüllen fließfähiger Medien in Gefäße. Dabei wird erfindungsgemäß die Zeit zum Ausfüllen des Volumens eines Füllrohres gemessen und im eingestellten Vergleich mit dem Volumen eines zu füllenden Gefäßes in ein zeitbestimmtes Verhältnis gebracht. Die Erfindung weist eine Einrichtung auf, in deren Füllrohr (7) ein Füllmedium zwischen Sensoren (5; 6; 16; 17) gemessen und mit dem Volumen eines Gefäßes über eine Steuervorrichtung (8) in ein Zeit-Mengenverhältnis gebracht wird.

Inventors:
Schröder, Wolfgang (Otto-Behr-Straße 49, Magdeburg, D-3033, DE)
Application Number:
PCT/DE1991/000637
Publication Date:
February 20, 1992
Filing Date:
August 06, 1991
Export Citation:
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Assignee:
Schröder, Wolfgang (Otto-Behr-Straße 49, Magdeburg, D-3033, DE)
International Classes:
B65B3/34; B67D1/12; G01F13/00; G01F25/00; (IPC1-7): B65B3/34; B67D1/12; G01F13/00; G01F25/00
Attorney, Agent or Firm:
Erich, Dieter (August-Bebel-Ring 36, Niederlehme, D-1607, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Verfahren zum förderstromgesteuerten, viskositätsunabhängigen und volumendosierten Einfüllen fließfähiger Medien in Gefäße, dadurch ge kennzeichnet, daß die Zeit zum Ausfüllen des Volumens eines Füllrohres gemessen und im eingestellten Vergleich mit dem Volumen eines zu füllenden Gefäßes in ein zeitbestimmtes Verhältnis gebracht wird.
2. Verfahren zum Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeit zum Ausfüllen des Füllrohres beginnend beim Füllstart in Zeiteinheiten eingeteilt und beim Austritt des Mediums aus dem Füllrohr beendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Basis zum Ausfüllen des Volumens des Füllrohres durch eine Überlaufan¬ ordnung eines Niveaubehälters immer konstant gehalten wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeit¬ einheiten als Zeitakte eingeteilt werden.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Quotient aus Gefäßvolumen und Füllrohrvolumen mit den Zeitakten multipliziert wird und die Füllmenge bestimmt.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gesamtvolumen einer Abfüllung aus dem Quotienten des Füllrohr¬ volumens und des Zeitaktes bestimmt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ermittlung der Viskosität separat außerhalb des Füllrohres erfolgt. 14 .
8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsvorgäπge der Gefäße vom Positionsseπsor und die Meß vorgäπge des Steuersignals in der Steuervorrichtung erfaßt, ge¬ ordnet und über das Ausgangssignal geregelt ausgegeben werden.
9. Einrichtung zum dosierten Einfüllen fließfähiger Medien in Ge¬ fäße, welche eine Vorrichtung zum Aufstellen und Bewegen von Ge¬ fäßen sowie Abfüll und Dosiervorrichtungen aufweist, dadurch ge¬ kennzeichnet, daß ein Füllrohr (7) aus einem Pufferbehälter (12) ragt, in dem ein Niveaubehälter (11) angeordnet ist, in welchen das Füllrohr (7) mit einer Pumpe (3) verbunden, in einem Füll medieπbad endet, wobei der Niveaubehälter (12) ein gemeinsames Füllmedienbad aufweist, welches durch eine gleichmäßige Überfüllung des Niveaubehälters (11) mit dem Füllmedium in einem kontinuier liehen Kreislauf gehalten wird und am aufragenden Ende des Füll¬ rohres (7) eine durch Sensoren (5; 6) gebildete Schranke vorge¬ sehen ist, welche über ein Steuersignal (13) mit einer Steuervor¬ richtung (8) in Verbindung gebracht ist, die über ein Ausgangs sigπal (2) vor einem Schaltverstärker (1) vorgesehen und ver stärkend mit der Pumpe (3) verbunden ist, wobei die Steuervor¬ richtung (8) mit einem Positioπssensor (10) über ein Steuersignal (9) in einer Wirkverbiπdung ist.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Niveau behälter (11) in dem Pufferbehälter angeordnet ist und die Pumpe (4) einen ständigen Kreislauf haltend druckseitig mit dem Niveau¬ behälter (11) und saugseitig am Pufferbehälter (12) verbunden ist.
11. Einrichtung nach Anspruch 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Kreislauf des Füllmediums über die Oberkante des Niveaubehälters (11) und die Druckseite der Pumpe (4) vorgesehen ist.
12. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuersignal (9) des Positionssensors (10) und das Steuersignal (13) der Lichtschranke mit den Sensoren (5; 6) zeitversetzt nach¬ einander reagierend zusammenwirkend mit der Steuervorrichtung (8) verbunden sind.
13. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß im Füll¬ rohr (7) in einem bestimmten Abschnitt (18) zwei Sensoren (16; 17) übereinander angeordnet sind.
14. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Abschnitt (18) zwischen den Sensoren (16; 17) ein bestimmtes Füllvolumen festgelegt ist.
15. Einrichtung nach Anspruch 9 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ermittlung der Viskosität des Mediums parallel zum Füllrohr (7) ein Eichrohr angeordnet ist.
16. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß im Füll röhr (7) ein Sensor (16) angeordnet und mit den Sensoren (5; 6) in einer Wirkverbindung ist.
17. Einrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (16) über dem Niveau des Mediums im Niveaubehälter (11) angeordnet ist.
Description:
Verfahren und Einrichtung zum volumendosierten Einfüllen flie߬ fähiger Medien in Gefäße

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum förderstromgesteuerten, viskositätsunabhängigen und volumendosierten Einfüllen fließfähiger Medien in Gefäße und eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.

Es ist bekannt, daß bei förderstromgesteuerten Füllautomaten der Förderstrom mit geringem Energieaufwand erzeugt und durch Vermeiden von Querschnittsverenguπgen im Leitungs- und Fördersystem der Reibungswiderstand herabgesetzt wird. Dies wird dadurch erreicht, daß in einem automatisch niveaugeregeltem Füllgutbehälter, der mit einer Zuleitung für die Produkteinfuhr verbunden ist, im Füllgut eine Kreiselpumpe angeordnet ist, an deren Druckseite sich ein aufsteigendes Füllrohr anschließt. Das Füllrohr weist eine Form auf, die ein nahezu nachtropffreies Abfüllen ermöglicht.

Der Nachteil dieses förderstromgesteuerten Füllautomaten besteht in seinen zeitabhängigen Füllprogrammen. Die Zeitabhängigkeit des Füllens, d. h. das Voreiπstellen der Füllzeit, führt bei bereits geringen Schwankungen der Viskosität zu Dosierungsfehlern, die entweder über eine ständige Justierung der Füllzeit korrigiert werden müssen oder durch eine zusätzlich integrierte Waage, mit deren Hilfe die eingefüllten Mengen für die nachfolgenden Gefäße korrigiert werden. Nach einem Unterbrechen des Füllens, nach Pausen bei einem Produkt- und Gebindegrößenwechsel beginnt erneut das aufwendige Justieren des Zeitprogramms, bis wiederum die er¬ forderlichen Mengen eingestellt sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Einrichtung zum förderstromgesteuerten, viskositätsunabhängigen

und volumeπdosierten Einfüllen fließfähiger Medien in Gefäße zu schaf¬ fen, mit denen mittels kontinuierlicher Kompensation von Viskositäts¬ einflüssen und einem berührungslosem Messen eines Vergleichsvolumens eine genau volumendosierte Füllung der Gefäße erfolgt, wodurch weiter- hin die Gebrauchswerteigenschaften der Einrichtung, vor allem in Bezug auf eine hohe Dosiergenauigkeit unter Beachtung der vorhandenen Eigenschaften der Medien verbessert werden.

Erfiπdungsge äß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Zeit zum Ausfüllen des Volumens eines Füllrohres gemessen und im eingestell¬ ten Vergleich mit dem Volumen eines Gefäßes in ein zeitbestimmtes Verhältnis gebracht wird.

Es ist im Sinne der Erfindung, daß die Zeit, als Zeiteinheit ein- geteilt zum Ausfüllen des Füllrohres, beginnend beim Füllstart ein¬ gestellt und beim Austritt des Mediums aus dem Füllrohr, beendet wird.

Ausgestaltet ist die Erfindung dadurch, daß die Basis zum Ausfüllen des Volumens des Füllrohres durch eine Überlaufanordnung eines

Niveaubehälters immer konstant gehalten wird, wobei einer Form der Erfindung folgend, die Zeiteinheiten als Zeittakte eingeteilt werden.

Sichtbar weiter ausgestaltet ist die Erfindung dadurch, daß der Quotient aus Gefäßvolumen und Füllrohrvolumen mit den Zeittakten multipliziert ist und damit das Füllvolumen bestimmt wird. Das Gesamt¬ volumen einer Abfüllung wird erfindungsgemäß aus dem Quotienten des Gebinde- und Füllrohrvolumes multipliziert mit den Zeittakten zur Ausfüllung des Füllrohrvolumens bestimmt. Eine Ausbildungsform der Erfindung ist es, wenn die Viskositätsermittlung in einem separat und parallel zum Füllrohr angeordneten Eichrohr durchgeführt wird. Alle Bewegungsvorgänge der Gefäße werden vom Positions¬ sensor und die Meßvorgänge des Steuersignals in der Steuervorrichtung erfaßt, geordnet und über das Ausgangssigπal geregelt ausgegeben.

Die Erfindung ist dadurch ausgebildet, daß in einem Pufferbehälter ein Niveaubehälter angeordnet ist. Dieser ist mit einer Pumpe durch ein Rohr verbunden. Im Niveaubehälter wurde eine Kreiselpumpe mit einem aufsteigenden Füllrohr angeordnet, welches aus diesem her- aus den Pufferbehälter überragt. Eine weitere außerhalb des Niveaube¬ hälters am Boden des Pufferbehälters angeordnete Pumpe sorgt durch ständiges Überfüllen des Niveaubehälters für einen gleichmäßigen Füllstand. Dadurch wird das Füllmedium im Pufferbehälter gleich¬ zeitig in einem ständigen Kreislauf gehalten. Am aufragenden Ende des Füllrohres ist eine durch Sensoren gebildete Schranke vorge¬ sehen, welche über ein Steuersignal mit einer Steuervorrichtung in Verbindung gebracht wird. Die Schranke ist mittels eines Ausgangssignals vor einem Schaltverstärker vorgesehen und verstärkend mit der Pumpe verbunden, wobei die Steuervorrichtung mit einem Positionssensor über ein Steuersignal in einer Wirkverbindung steht. Die Pumpe im Pufferbehälter ist druckseitig mit dem Niveaubehälter verbunden. Ihre Saugseite ragt in den Pufferbehälter. Dadurch ist in einer Ausgestaltung der Erfindung der Kreislauf des Füllmediums über die Oberkante des Niveaubehälters und die Druckseite der Pumpe vorge- sehen.

Nach einer weiteren Ausbiπdungsform der Erfindung ist das Steuer¬ signal des Positionssensors und das Steuersignal der Lichtschranke zeitversetzt, nacheinander reagierend, zusammenwirkend mit der Steuer- Vorrichtung verbunden.

Eine Ausübungsform ist es, daß im Füllrohr in einem bestimmten Ab¬ schnitt zwei Sensoren übereinander angeordnet sind, wobei gleich¬ zeitig durch den Abschnitt zwischen den beiden Sensoren ein be- stimmtes Füllvolumen festgelegt ist.

Eine weitere Form der Erfindung ist so ausgebildet, daß im Füllrohr

ein Sensor angeordnet und mit dem Sensor am Auslauf des Füll¬ rohres in eine Wirkverbindung gebracht ist, wobei in einer An¬ ordnungsvariante der Erfindung der Sensor im Füllrohr über dem Niveau des Mediums im Niveaubehälter angeordnet ist.

Die erfindungsgemäße Lösung bringt den Vorteil in einem Füll¬ gutbehälter mit geregelter Produktzufuhr einen Niveaubehälter an¬ zuordnen, der durch eine im Füllgutbehälter angeordnete Kreisel¬ pumpe gefüllt wird. Der Niveaubehälter, in welchem die Dosierpumpe angeordnet ist, läuft dabei ständig über. Die Dosierpumpe, vorteil¬ haft eine Kreiselpumpe, ist an ihrer Druckseite mit einem aufsteigen¬ den Füllrohr verbunden, welches so ausgestaltet ist, daß seine an der Tülle nach unten weisenden Flächen kürzer sind als die vordere Kante des Füllrohres, das stets nach oben zeigende Flächen aufweist. Dadurch werden herabrinnende Füllgutreste stets von der unteren Kante der Tülle des Füllrohres in das Füllrohr zurückgeleitet und ein Nachtropfen weitgehend vermieden.

Durch das gleichmäßige Überlaufen des Niveaubehälters mit der darin angeordneten Kreiselpumpe erfolgt der Füllstart vorteilhaft ständig aus dem gleichen Niveau. Wird das Füllrohrvolumen gemessen und als Eichmaß zugrunde gelegt, ist es lediglich erforderlich- den Füllstart und den Füllungsaustritt exakt zu erfassen.

Die Zeit, die zwischen einem Füllstart und einem Füllgutaustritt vergeht, wird gespeichert. Damit wird vorteilhaft erfaßt, welches Volumen in einer bestimmten Zeit das Füllrohr passiert.

Wenn verfahrensgemäß vorher in die Steuerung eingegeben wurde, wie oft das Füllrohrvolumen in das zu füllende Gefäß zu entleeren ist, dann wird es beim eigentlichen Dosieren le-diglich erforderlich, den entsprechenden Multiplikator einzugeben. Dabei wird die Zeit, die

zwischen dem Füllstart und dem Füllgutaustritt aus dem Füllrohr vergeht, exakt erfaßt und mit dem zuvor eingegebenen Sollwert multi¬ pliziert.Damit ist der förderstromgesteuerte Füllvorgang unabhängig von der voreiπgestellten Zeit.

Werden im praktischen Betrieb Medien unterschiedlicher Viskosität abgefüllt, so ist auch dann keine Justierung erforderlich. Ändert sich während des Abfüllens von Produkten temperaturabhängig deren Viskosität, so haben diese Temperaturänderungen keinen Einfluß mehr auf die Dosiergenauigkeit. Somit wird vorteilhaft die förderstrom¬ gesteuerte Einrichtung von voreingestellten Zeiten zum Dosieren un¬ abhängig. Wenn Medien unterschiedlicher und sich verändernder Vis¬ kosität abgefüllt werden, ist kein Justieren der Füllzeit mehr er¬ forderlich.

Die Erfindung soll anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden.

In der zugehörigen Zeichnung zeigen:

Fig. 1: die Vorrichtung in einer schematischen Darstellung;

Fig. 2: das AblaufSchema der Verfahrenssc'hritte;

Fig. 3: die Ausführung und Anordnung des Pufferbehälters;

Fig. 4: eine weitere Ausführungsart der Anordnung zum Messen der Füllzeit: des Füllrohres.

Die Vorrichtung weist einen Pufferbehälter 12 zur Aufnahme tixotro- per Medien auf, in dem ein Niveaubehälter 11 angeordnet ist. In dem Pufferbehälter 12 ist dem Niveaubehälter 11 vorgeschaltet eine Über-

laufpumpe 4 vorgesehen. Der Niveaubehälter 11 weist weiterhin eine Dosierpumpe 3 auf, an welche ein Füllrohr 7 angepaßt ist. Dieses Füllrohr 7 steigt an der Dosierpumpe 3 auf und ist am Auslauf so ge¬ staltet, daß die nach unten weisenden Flächen des Auslaufes kürzer sind als die vordere untere Kante des Füllrohres 7, die stets nach oben weisende Flächen besitzt.

Die Tülle 14 des Füllrohres 7 ist mit dem Lichtstrahl eines Licht¬ senders 5 in einer Wirkverbinduπg, dessen Strahl von einem Licht- empfänger 6 angenommen wird, welcher mit einer Steuervorrichtung 8 verbunden ist und die Steuersignale 13 des Lichtempfängers 6 auf¬ nimmt. Ein Positionssensor 10 wird an einem nicht gezeigten Trans¬ portband angeordnet und über ein Steuersignal 9 mit der Steuervor¬ richtung 8 gleichfalls in eine Wirkverbindung gebracht, wobei die Steuervorrichtung 8 mit einem Schaltverstärker 1 über ein Ausgangs¬ signal 2 verbunden ist. Der Schaltverstärker 1 wird durch das Steuersignal 2 sensibilisiert und mit der Dosierpumpe 3 direkt ver¬ bunden.

Zum Funktionsvorgang ist die Ausbildung des Auslaufes des Füllrohres 7 im Tüllenbereich erläutert. Die Tülle 14 des Füllrohres 7 ist den Anforderungen eines nicht nachtropfeπden Abfüllens entsprechend aus¬ gebildet. Die Neigung des Tüllenbodens ist dem senkrechten Füllrohr 7 entsprechend wenig abweichend steil ausgeführt. Dabei ragt der Tüllen- boden vor und der weitere Tüllenbereich ist nach rückwärts fliehend ausgebildet. Durch den steilen, aus dem Tüllenbereich herausrageπdeπ Tüllenboden läuft im Füllrohr 7 verbleibendes Füllmedium nicht aus der Tülle 14 heraus sondern in das Füllrohr 7 zurück.

Weiterhin ist dazu die funktionale Einordnung der Sensoren 5; 6 im Bereich der Tülle 14 dargestellt. Am Auslaufende des Füllrohres 7 ist horizontal z. B. eine Lichtschranke,

bestehend aus den Sensoren 5; 6, die als Lichtsender und Empfänger an¬ geordnet sind. Der Strahlengang vom Sensor 5 zum Sensor 6 verläuft vor dem Füllrohr und ist so eingerichtet, daß beim Heraustreten des Füll¬ gutes aus dem Füllrohr der Sensor 6 abgedeckt wird. Durch das Ver- dunkeln des Lichtempfängers wird der Taktzähler der beim Füllstart ge¬ startet worden ist, gestoppt und die ermittelten Takte in der Steuer¬ vorrichtung abgespeichert. Aus den ermittelten Takten zum Füllen des Füllrohres 7, das einem genau bekannten Volumen Vp entspricht und dem eingegebenen Gefäßvolumen Vg wird in der Steuervorrichtung die Gesamt- fullzeit t n ermittelt. Dabei wird in der Steuervorrichtung 8 ermittelt, wie oft die gezählten Takte zum Füllen des Füllrohres wiederholt werden müssen, um das eingegebene Gefäßvolumen einzufüllen. Bei Produkten, bei denen es auf besondere Genauigkeit ankommt, muß von den gezählten Takten, bevor sie in der Steuervorrichtung 8 verarbeitet werden, noch die Zeit- korrektur Kp, also die Zeit, die bis zur förderwirksamen Drehzahl der Dosierpumpe 3 vergeht, abgezogen werden. Diese Zeitkorrektur Kp ist eine konstante Größe.

Als Basis für eine genaue Einhaltung des mit den Sensoren 5; 6 festge- legten Zeit-Mengenverhältnisses ist die Anordnung des in Fig. 3 ge¬ zeigten Pufferbehälters 12 vorgesehen. Durch ein Zuführrohr 15 erfolgt die Zuführung des Füllmediums in den Pufferbehälter 12, welches diesen bis zu einem noch näher darzustellenden Füllstand ausfüllt. Auf dem Boden des Pufferbehälters 12 ist ein Niveaubehälter 11 befestigt und mit diesem durch ein Rohr verbunden eine Pumpe 4 vorgesehen, wel¬ che das Medium in dem Niveaubehälter 11 fördert. Der Niveaubehälter 11 hat eine geringere Höhe als der Pufferbehälter 12 und wird durch die Pumpe 4 so gefüllt, daß das Füllmedium aus dem Niveaubehälter 11 ständig überläuft. Damit ist für die im Niveaubehälter 11 befind- liehe Pumpe 3 ständig ein gleiches Anfangsniveau des Füllmediums vor¬ handen und eine gleichmäßige Dosierung möglich. Die Pumpe 3 fördert nach einem Schaltimpuls des Schaltverstärkers 1

das Füllmedium aufwärts durch das Füllrohr zur Tülle 14.

Zum Beginn des Vorganges gibt der Positionssensor 10 ein Steuer¬ signal 9 an die Steuervorrichtung 8. Der Positionssensor 10 befindet sich im Bereich eines nicht gezeigten, mit Behältern besetzten Transportbandes. Ein zweites, nicht dargestelltes Steuersignal be¬ wirkt ein Stoppen des Transportbandes. Die Steuervorrichtung 8 gibt einen Steuerbefehl an den Schaltverstärker 1. Durch den Schaltver¬ stärker 1 wird die Dosierpumpe 3 direkt gesteuert. Der Füllstart "Dosierpumpe 3 ein" wird durch gleichzeitigen Start eines in der Steuervorrichtung 8 integrierten Zählers erfaßt.

Tritt der Füllstrahl aus der Tülle 14 des Füllrohres 7 aus, wird der Lichtstrahl zwischen den Sensoren 5; 6 unterbrochen. Die gezählten Takte, einer bestimmten Zeit entsprechend, werden gespeichert. Aus der ermittelten Zeit wird in der Steuervorrichtung 8 eine zum Füllen des Behälters notwendige selbständige Gesamtzeit ermittelt. Die Ge¬ samtzeit für das Befüllen des Gefäßes wird nach der Formel

(t-i - K F )

VF

errechnet. Dabei sind

VQ = Gefäßvolumeh

Vp = Füllrohrvolumen

t^ = Füllzeit des Füllrohres

Kp = Korrekturzeit- Zeit, die vergeht, bis die Füllpumpe Medium fördert

t n = Gesamtfüllzeit

Nach Ablauf der Gesamtfüllzeit t n wird von der Steuervorrichtung 8 der Steuerbefehl 2 aufgehoben. Der Schaltverstärker 1 schaltet die Dosierpumpe 3 ab. Das Transportband wird gestartet und ein neu ankommen¬ des Gefäß kann erneut gefüllt werden. Damit sich das Volumen des Füll¬ rohres 7 nicht ändert, ist im Pufferbehälter 12 der Niveaubehälter 11 angeordnet. Der Niveaubehälter 11 wird durch die Überlaufpumpe 4 ständig so gefüllt, daß er überläuft. Das Niveau im Pufferbe- hälter 12 wird durch eine nicht dargestellte Niveauregeluπg, die im einfachsten Fall eine Schwimmersteuerung sein kann, so geregelt, daß das Nivau im Pufferbehälter 12 immer tiefer ist als das Niveau des Niveaubehälters 11. Somit ist gewährleistet, daß beim Füllstart die Dosierpumpe 3 immer vom gleichen Ausgangsniveau aus fördert. Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung besteht beim Abfüllen tixotroper Medien darin, daß durch das ständige Füllen des Niveaubehälters 11, auch bei einem nicht kontinuierlichen Füllen von Gefäßen, die Tixotro- pie vollständig abgebaut ist. Damit weist es für das erste zu füllende Gefäß keine abweichende Füllmenge auf, die dadurch hervorgerufen werden kann, daß nach dem Füllstart die hohe Viskosität des tixotropen Mediums durch die Bewegung bis zu einem wesentlich niedrigerem Betrag der Viskosität abgebaut werden muß. Dadurch wird auch gewährleistet, daß der Korrekturfaktor Kp (Zeit, die nach Füllstart der Füllpumpe bis zur förderwirksamen Drehzahl vergeht) konstant bleibt. Für jede Füllung wird in der Steuervorrichtung 8 nach Abspeichern der Füllrohrzeit t^ die Gesamtfüllzeit neu ermittelt. Damit ist zum Abfüllen größerer oder kleinerer Gefäße nur die Eingabe der Änderung der Gefäßgröße in die Steuervorrichtung erforderlich. Wechselnde Viskositäten, wie sie be¬ sonders bei Medien auftreten, deren Viskosität stark temperaturabhängig ist, haben auf die Dosiergenauigkeit keinen Einfluß.

Läßt sich das Niveau im Niveaubehälter 11 nicht konstant halten, dann

wird die gesamte Füllzeit für das Füllrohr nicht genau gemessen. In einer anderen Ausführungsart entsprechend Fig. 4 werden in einem Füllrohrabschnitt in einem festgelegten Abstand voneinander zwei Sensoren 16; 17 übereinander angeordnet, die den Durchgang der Füll¬ gutfront in dem Füllrohr zwischen den beiden Sensoren erfassen. Aus dem Abstand der Sensoren voneinander und der Querschnittsfläche des Füllrohres wird in der Steuervorrichtung 8 der Füllstrom ermittelt und daraus die Füllzeit für das zu befüllende Gefäß entsprechend der bereits dargestellten Auffülluπgsart bestimmt.

Die Sensoren 5; 6 als Lichtsender und Empfänger ausgebildet sind horizontal angeordnet. Damit wird verhindert, daß eventuell aus dem Füllrohr heraustropfendes Füllgut zum Verschmutzen der Sensoren 5; 6 führt. Diese Sensoren werden zweckmäßigerweise so angeordnet, daß der Strahlengang zwischen Lichtsender und Lichtempfänger ohne erkennbaren Abstand vom Tüllenende verläuft. Anstelle des als Licht¬ senders und Empfängers ausgebildeten Sensoren 5; 6 kann auch ein kapazitiver Näherungssensor verwendet werden, der direkt am Tülleneπde berührungslos den Medienaustritt erfaßt. Nach dem Start des Füll- programms, das durch die Anwesenheit eines Gebindes ausgelöst wird, werden Medien abgefüllt, die keine tixotropen Eigenschaften besitzen und nicht zum Absetzen oder Entmischen neigen. Wird auf die Niveau¬ konstanthaltung durch ständiges Füllen des Niveaubehälters 11 ver¬ zichtet, wenn entsprechend Fig. 4 in einem Füllrohrabschnitt in einem festgelegten Abstand 18 voneinander zwei Sensoren 16; 17 übereinander angeordnet sind, die den Durchgang der Füllgutfront in dem Füll¬ rohr 7 zwischen den beiden Sensoren erfassen.

Entsprechend dieser Ausführungsvariante wird aus dem Abstand der Sensoren 16; 17 voneinander und der Querschnittsflächen des Füll¬ rohres 7 in der Steuervorrichtung 8 aus der zeitlichen Aufeinander¬ folge des Signals der Sensoren 16; 17 der Volumenstrom ermittelt und

daraus die Füllzeit t n für das zu befüllende Gefäß entsprechend der bereits dargestellten Ausführungsart bestimmt.

Bei einer anderen Ausführungsart wird die Steuervorrichtung 8 erst dann gestartet, wenn die Pumpe bereits fördert. Hier wird nur ein Sensor 16 über dem Flüssigkeitsspiegel des Niveaubehälters 11 angeord¬ net. Durch die ankommende Füllgutfront wird durch den Sensor 16, der in der Steuervorrichtung 8 integrierte Zähler gestartet und durch Unterbrechen des Strahlenganges zwischen den Sensoren 5; 6 der Taktzähler gestoppt und die ermittelten Takte in der Steuer¬ vorrichtung abgespeichert.

Aus den ermittelten Takten zum Füllen des Füllrohrabschnittes, das einem genau ermittelten Volumen entspricht und dem eingegebenen Gefäß- volumen wird in der Steuervorrichtung die Gesamtfüllzeit ermittelt. Bei dieser Ausführung wird die Gesamtzeit für das Befullen des Gefäßes nach der Formel

t n = . tl

V

errechnet.

Bei dieser Ausführung ist von den gezählten Takten ein Absetzen der Korrekturzeit Kp nicht erforderlich, da der Sensor 16 durch den er¬ zeugten ankommenden Förderstrom sensibilisiert wird.

Bei dieser Ausführung löst der Sensor 16 den von der Dosier¬ pumpe 3 erzeugten Föderstrom aus und ist mit den Sensoren 5; 6 über die Steuervorrichtung 8 in einer Wirkverbindung.

Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen

Kp Zeitkorrektur




 
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