Jürgen, Hirschek
Herwig
Jürgen, Hirschek
Herwig
| 1. | ) Verfahren zum Verpacken von gepreßten Ballen, insbesondere Faserballen, in der Fertigpreßstation (3) einer Ballenpreßanlage (1), wobei die z ischen Preßstempeln (6,7) unter Druck gehaltenen und gegebenenfalls mit Boden und Deckel (18,16) versehenen Ballen (14) mit einer Mantelbahn (15) umhüllt und umreift werden, wobei die Mantelbahn (15) von der Coilbahn abgetrennt und die freien Bahnenden wieder verschweißt werden, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Mantelbahn (15) zwischen zwei Coils (10,11) über die Ballenbreite gespannt und in einer geraden Traπsportbewegung Uförmig um den Ballen (14) geschlagen wird. |
| 2. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß das Abtrennen der Mantelbahn (15) und die Verschweißung der freien Bahnenden mittig am Ballenende erfolgt. |
| 3. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Mantelbahn (15) um den Ballen (14) geschlagen und zugleich der umhüllte Ballen umreift wird. |
| 4. | Verfahren nach Anspruch 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Mantelbahn (15) taktweise transportiert und um den Ballen (14) geschlagen wird, wobei nach jedem Fördertakt eine Umreifung gelegt wird. |
| 5. | Verfahren insbesondere nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Bahnenden durch Ultraschall verschweißt werden. |
| 6. | Verfahren nach Anspruch 5, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß zugle ch mit dem Verschweißen die Mantelbahπ (15) durch Ultraschall abgetrennt wird. |
| 7. | Verfahren nach Anspruch 1, 5 oder 6, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Mantelbahn (15) beim Abtrennen und Verschweißen dicht an den Ballen (14) angelegt wird. |
| 8. | Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß der Ballen (14) unmittelbar nach dem Verpacken aus den Preßstempeln (6,7) entnommen, auf die Verpackungsvorri chtung (8) geladen und sofort auf eine Fördervorrichtung wieder entladen oder zusammen mit der Verpackungsvorr chtung (8) aus dem Preßbereich heraus und zu einer Entladestelle gefahren wird. 9_. |
| 9. | Vorrichtung zum Verpacken von gepreßten Ballen, insbesondere* Faserba l len, in der Fertigpreßstation (3) einer Ballenpreßanlage (1), bestehend aus einer Vorrichtung zum Umhüllen des zwischen den Preßstempeln ("6,7) unter Druck gehaltenen Ballens (14) mit einer Mantelbahn (15), einer Trenn und Schwei vorrichtung (13) so ie einer Umreifungsvorr chtung (12), dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Verpackungsvorri chtung (8) an der Fertigpreßstation verfahrbar gelagert ist und einen Folien oder Gewebeträger (9) mit zwei um die Ballenbreite voneinander distanzi rten Coils (10,11) aufweist, hinter dem die Trenn und Schweißvorrichtung (13) aπgeordπet ist. |
| 10. | Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß an der Verpackungsvorrichtung (8) hinter der Trenn und Schweißvorrichtung (13) die Umreifungsvorrichtung (12) angeordnet ist. |
| 11. | Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß der Abstand zwischen der Umreifungsvorrichtung (12) und der Trenn und Schweißvorrichtung (13) auf den Abstand der Kanäle (30) vom Ballen oder Preßstempe l rand abgestimmt ist. |
| 12. | Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß quer zur Verpackungsvorrichtung (8) eine Grei fvorri chtung (20) zum Einlegen der Böden (18) und Deckel (16) verfahrbar angeordnet ist. |
| 13. | Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß in der Beweguπgsbahn der Ballen (14) eine Wi cke Ivorri chtung (17) mit der Deckelfolie (16) im Bereich des oberen Preßstempels (6) stationär angeordnet ist und daß an der Verpackungsvo rri chtung (8) eine Wi c ke lvorri chtung (19) mit der Bodenfolie (18) schwenkbar gelagert ist. |
| 14. | Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch g e k e n π z e i c h n e t, daß die Trenn und Schweißvorrichtung (13) zwei bewegliche Backen (23) besitzt, die zu beiden Seiten eines Trennelementes (24) Heizdrähte (25) zum Verschweißen der Folienenden aufwei sen. |
| 15. | Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Trenn und Schweißvorrichtung (13) ein UltraschallSchweißgerät (33) aufweist. |
| 16. | Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß das UltraschallSchweißgerät (33) einen Schweißkopf (34) mit einer vertikalen Schneide (35) und seitlichen schrägen Flanken (36) aufweist. |
| 17. | Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Flanken (36) zzwwiisscchheenn ssiicchh einen Winkel von 1 0 bis 150 einschließen. |
| 18. | Vorrichtung nach Anspruch 15, 16 oder 17, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß das UltraschallSchweißgerät (33) höhenverstellbar ausgebildet ist und eine ballig abgerundete Schneide (35) aufweist. |
| 19. | ) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Trenn und Schweißvorrichtung (13) eine ei ns*chwenkbare Spannvorrichtung (32) aufweist, die die Mantelbahn (15) an der Schweißstelle dicht an den Ballen (14) anlegt, zusammenspannt, ein Stück überlappend schräg vom Ballen wegführt und dabei unterstützt. |
| 20. | Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Spannvorrichtung (32) zwei beidseits des Ballens (14) um vertikale Achsen (39,40) drehbar gelagerte Schwenkarme (37,38) aufweist, von denen einer (37) das UltraschallSchweißgerät (33), eine Andruckrolle (41) so ie ein Leitblech (42) trägt und der andere ein Messer (44) mit aπgesch ragte r Druckfläche (45) trägt. |
| 21. | Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß an der Verpackungsvorrichtung (8) eine Entnahmevorrichtung (49) für den verpackten und umreiften Ballen (14) angeordnet ist. |
| 22. | Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Entnahmevorrichtung (49) eine schwenkbare Ladegabel (50) mit Lförmigen Zinken (53,54) aufweist, die auf einem Schlitten (52) verfahrbar angeordnet ist. |
| 23. | Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß im Bereich der Gabelzinken (53,54) ein Kettenförderer (55) angeordnet ist, der eine größere Höhe als die Gabelzinken (53,54) aufweist. |
| 24. | Vorrichtung nach Anspruch 21, 22 oder 23, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Entnahmevorrichtung (49) im Bereich der Umreifungsvo'rrichtung (12) angeordnet ist, wobei die U reifungsvorrichtung (12) in diesem Bereich entferπbar gelagert ist. |
Verfahren und Vorrichtung zum Verpacken von gepreßten Ballen
Die Erf ndung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verpacken von gepreßten Ballen, insbesondere Faserballen, mit den Merkmalen im Oberbegriff des Verfahrens- und Vorri chtungshauptaπspruchs .
Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE-OS 29 11 958 bekannt. Hier wird der fertiggepreßte Ballen mit einer Mantelbahn in Form ei.πer Folien-Bauchbinde umhüllt. Dies geschieht mittels eines komplizierten, den Ballen seitlich umgreifenden Schwenkhebels, der einen Coi l mit der Mantelfolie trägt. Das freie Folienende ist auf der gegenüberliegenden Seite an einem schwenkbaren Spannfinger gehalten. Die Anordnung ist auf einem Schlitten verfahrbar gelagert und wird zum Umhüllen des Ballens auf diesen zubewegt, wobei gleichzeitig der Schwenkarm eine Schließbeweg rπ vollführt.
Die vorbekannte Anordnung hat den Nachtei l, daß sie nicht vollautomatisch arbeiten kann, da nach der gesetzten Umhüllung die Vorrichtung mit geöffnetem Schwenkarm vom Ballen zurückgefahren werden muß und erst anschließend das freie Bahnende des Coi ls wieder mit dem Spannfinger verbunden werden kann. Einen Hinweis, wie dies automatisch geschehen soll, gibt die Druckschrift nicht. Ungünstig ist außerdem der Umstand, daß die Mantelbahn zum einen nicht faltenfrei um den Ballen gelegt werden kann und zum anderen auch über den Ballenumfang unterschiedliche Spannungszustände aufweist. Dies setzt die Verwendung von elastischen dehnfäh gen Folien zwingend voraus, die jedoch nicht das für eine Ballenverpackung optimale Material darstellen. Zudem ist eine Umreifung des umhüllten Ballens
erst möglich, wenn die Verpackungsvorrichtung wieder in ihre Ausgangsstellung zurückgefa ren ist. Die Umreifung muß dami in einem zusätzlichen Arbeitsgang erfolgen. Angesichts des hieraus resultierenden Platzbedarfs erscheint die praktische Realisierbarkei dieser Verpackungsvorri chtung in einer Fertigpreßstation und deren beengender Stützkonstruktion mehr als fraglich. Insgesamt ist die vorbekannte Konstruktion sehr aufwendig bei unzure chender Betriebssicherheit und ungünstigen Taktzeitverh ltnissen.
Aus der DE-OS 29 48 237 ist eine Ballenpreßanlage bekannt, bei der die Verpackung und Umreifung in separaten Stationen außerhalb der Fertigpreßstation erfolgen muß. Für die Umhüllung des Ballens ist ein verfahrbarer Folienträger mit zwei Coils vorgesehen, der die Maπtelfolie in einer U-förmigen Bahn um den Ballen legt. Hierzu ist allerdings ein zusätzliches und sehr kompliziert aufgebautes PreßstempeLsystem notwendig, mit dem der. gepreßte Ballen auf einem Karusselltisch festgehalten und mit letzterem von Station zu Station gedreht wird. Für Fertigpresseπ mit hohen Drücken läßt, sich diese Anordnung ohne erhebliche Dichteverluste im Ballen nicht realisieren. Außerdem ist die Anordnung ebenfalls durch die verschiedenen Stationen sehr aufwendig und benöt gt eine hohe Taktzeit.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Möglichkeit zur Verpackung und Umreifung eines Ballens in der Fertigpreßstation vorzusehen, die es erlaubt, die Mantelbahn falteπfrei und dicht um den Ballen zu legen und dabei die Verpackung in möglichst kurzer Zeit durchzufüh ren .
Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen im Kennzeichen des Hauptaπspruchs . Die Mantelbahn läßt sich mit dem erf ndungsgemäßeπ Verfahren und der zugehörigen Vorrichtung mit gleichmäßigem Zug, symmetrisch und schnell
um den Ballen legen, abtrennen und verschweißen. Sie sitzt dann auch faltenfrei und besitzt keine unregelmäßigen inneren Spannungszustäπde. Durch die Anordnung in der Fertigpreßstation kann die Umhüllung sehr schnell erfolgen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung läßt sich auch an bestehenden Fertigpreßstationen wegen ihres geringen latzbedarfes nachrüsten. Dies ist sogar bei Karussellpressen möglich, die durch ihre Stützkonstruktionen den zur Verfügung stehenden Raum zusätzlich einengen. Die vorbekannten Konstrukt onen lassen sich mit Ka russe l Lpressen entweder überhaupt nicht oder nur außerhalb der Fertigpreßstation verwirklichen.
Erfindungsgemäß wird beim Umhüllen des Ballens zugleich die Umreifung gelegt. Dies spart in erheblichem Maß Taktzeit ein und sichert außerdem den Sitz der Mantelbahn. Es können damit auch ohne weiteres nicht dehnfähige Verpackungsmaterialien, zum Beispiel sogenannte Bändchengewebe verwendet werden.
Bei der erfindungsgemäßen Verpackungsvorrichtung kann die Trenn- und Schweißvorrichtung unterschiedlich, beispielsweise als einfache H i t zedrah ano rdnung mit Schneidmesser, als S i c kenbandano rdnung oder dergleichen ausgeb ldet sein. Diese Vorrichtungen sind vor allem für dehn- und s ch rümpffä h i ge Folien gedacht, die allerdings ein für die Verpackung von Ballen weniger geeignetes Material darstel len.
Für dehnfeste Materialien, wie Bändchengewebe sind thermische Schwe ßvorrichtungen aus verschiedenen Gründen weniger geeignet. Dies ist zum einen durch die Baubreite der Vorrichtungen bedingt, die einen gewissen Abstand der Schweißnaht vom Ballen erforderlich macht. Dieser Abstand, der sich in einer Lose äußert, kann nur von dehn- und s ch rümpffäh i gen Folien, nicht aber von dehnfesten Materialien kompensiert werden. Zum anderen ist die
Festigkeit einer mit thermischen Schweißvorrichtungen erzeugten Schweißnaht in Geweben nicht ausreichend hoch. Die Gewebe sind jedoch aus Festi gke tsgrüπdeπ das bevorzugte Verpackungsmaterial, das bislang nur in Form von genähten und überei nandergestüIpten Säcken verwendet werden oder als Tuch um den Ballen gefaltet werden kann.
Die erfindungsgemäße Verpackuπgsvorri chtung ermöglicht nicht nur ein Umhüllen des Ballens mit diesem Gewebe, sondern auch deren sichere und schnelle Verschwe ßung, wobei die Schweißnaht auch in unm ttelbarer Ballennähe gesetzt werden kann. Das Ultraschall-Schweißverfahren und die zugehörige Vorrichtung lassen sich aber auch in Verbindung mit anderen Verpackungsvorrichtungen mit Erfolg einsetzen. S e ermöglichen darüber hinaus auch ein puπkt- oder linienförmiges Verschweißen der Mantelbahn mit der Deckel- und Bodeπfolie im Überlappungsbereich. Die Anordnung von Deckel- und Bodenteilen ist im übrigen nicht zwingend erforderlich. Die Mantelbahπ kann auch um einen nackten Ballen gelegt werden.
Mit dem UItrascha l ' l-Schwei ßgerät kann je nach Ausbildung des Schwe kop es nur eine Verschwel ' ßuπg der beiden Gewebe¬ oder FoLienbahnen erfolgen, wobei für die Abtrennung eine zusätzliche Vorrichtung, beispielsweise ein Schneidmesser oder dergleichen eingesetzt wird. Weist jedoch der Schweißkopf eine Schneide und aπgeschrägte seitl che Flanken auf, können in einem Zug die überlappten Gewebe¬ oder FoLienbahnen durchgetrennt und zugleich beidseitig die offenen Bahnenden verschweißt werden. Für den speziellen Anwendungsbereich bei Bäπdchengeweben hat sich hierbei ein Flankeπwinkel zwischen 140 und 150° als günstig herausgestellt. Daneben können mit dem UItrascha L l-Schwei ßgerät aber auch beliebige andere Verpackungsmaterial en, insbesondere Stretchfolien, bearbeitet werden. Hierfür bedarf es gegebenenfalls einer Änderung und Optimierung des Flaπkenwinkels.
Das Ultraschall-Schweißgerät entwickelt an der Schweißstelle keine so hohen Temperaturen wie andere thermische Schweißgeräte. Es ist da t möglich, mit einer Spannvorrichtung die Mantelbahn dicht um das Ballenende zu ' schlagen und hierbei die Schweißstelle sehr nahe am Ballen anzuordnen. Hierdurch läßt sich einerseits ein dehnfestes Gewebe ohne Lose um den Ballen wickeln, was andererseits auch bei Ballen aus leicht brennbarem oder sonstwie hitzeempfindlichem Material möglich ist. Im Zusammenhang mit dem gleichzeitigen Umhüllen und Umreifen des Ballens bietet sich der zusätzliche Vortei l, daß die Mantelbahn am Ballenende entlastet ist, so daß an der Schweißstelle nur geringe Zugspannungen herrschen.
Das erfindungsgemäße Verpackungsverfah ren und die zugehörige Vorrichtung erlauben außerdem eine schnellere Entnahme des fertigen Ballens aus der Presse und damit eine weitere Verringerung der Taktzeit. Hierzu ist eine mit der Ve rpa ckungsvo r ri chtung verbundene Entnahmevorrichtung vorgesehen. Durch die Doppe l co i L-Ano rdnung steht der umhüllte Ballen nach dem Abtrennen und Verschweißen der Gewebe- oder FoLienbahnen frei zugänglich und kann entnommen werden. Ein vorheriges Zurückfahren der Verpackungs- und/oder U re i fungs o r chtung wie beim Stand der Technik ist damit unnötig. Der entnommene Ballen kann sofort wieder auf eine entsprechende stationäre Fördervorrichtung abgeladen werden. Es ist aber auch mögli ch, de entnommenen Ballen mit de Verpackungsvorri chtung aus der nunmehr freien Presse zurückzufahren und an einer weiter entfernten Entladestelle weiterzutransportieren.
Für eine möglichst schnelle und einfache Entnahme empfiehlt sich d e Verwendung einer Ladegabel, die schwenk- und verfahrbar gelagert ist. Nach dem Einfahren der Gabelzinken in hierfür vorgesehene Kanäle des unteren Preßstempels wird
der Ballen durch eine einfache Kippbewegung entnommen und aufgeladen. Ist hierbei die Entπahmevorr chtung mit einem Kettenförderer oder einem sonstigen Förderorgan mit einer größeren Bauhöhe als die Gabelzinken ausgerüstet, kann der Ballen hierauf am Ende der Schweπkbewegung abgelegt und sofort weitertransportiert werden.
In den Unteransprüc en sind weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung angegeben.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise und schematisch dargestellt. Im einzelnen zeigen
Fig. 1 bis 7 in perspektivischer Ansicht eine Ballenpresse mit zugeordneter Verpackungsvorrichtung in ihren verschiedenen Bewegungsabschnitteπ.
Fig. 8 .e ne Draufsicht auf eine Verpackungsvorr chtung gemäß Fig. 1 bis 7,
Fig. 9 bis 11 eine Karussell-Ballenpresse mit einer
Verpackungsvorrϊchtung in verschiedenen Ansi chten.
Fig. 12 eine Trenn- und Schweißvorrichtung in vergrößerter Ansicht.
F g.13 bis 17 eine Trenn- und Schweißvorrichtung mit einem ULtraschaLL-Sch ei gerät in verschiedenen, teilweise vergrößerten Ansichten und
Fig.18 bis 21 eine Entnahmevorri chtung für den Preßballen in verschiedenen Variationen und Darstellungen, so ie einen schematischeπ Funk ionsablauf.
In den Zeichnungen sind eine Ballenpresse (1) bzw. eine mehrteilige Ballenpreßanlage zum Vor- und Fertigpressen von Ballen (14) aus Fasermaterial dargestellt, die von einer Ve rpackuπgsvorri chtung (8) mit einer Umhüllung und Umreifungen versehen werden. Das Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 7 zeigt hierbei eine Ballenpreßanlage ( 1 ) mit einem auf Schienen verfahrbaren Preßwagen (4), der einen Preßkasten (5) zur Aufnahme der Ballen (14) trägt. Die Ausführungsform von Fig. 9 bis 11 zeigt dagegen eine Ballenpresse (1) in Form einer Karusse L Lpresse, in der die Preßkästen (5) über ein schwenkbares Karussell (4) von der Vorpreßstation (2) in die Fe tigpreßsta ion (3) transportiert werden. Die Karussellpresse ist in ihren Einzelheiten entsprechend dem DE-GM 79 07 579 ausgestaltet.
In beiden Fällen wird in einer Vorpreßstation (2) Faser¬ oder anderes Ba l Lenmateri a L in einen bereitstehenden Preßkasten (5) gefüllt und mit einer relativ geringen Preßkraft von ca. 25 t vorverdichtet. Der Preßkasten ( 5) besitzt einfahrbare Niederhalter, die das Preßgut nach Druckentlastung am ' Ausque 11en hindern. Der Preßkasten (5) wird dann vom Preßwagen oder Karussell (4) in die Fe rt i gpreßstat i oπ (3) gebracht, in der der Ballen (14) im Preßkasten (5) nachverdichtet und nach Abzug des Preßkastens (5) mit hohem Druck fertiggepreßt wird. In dieser Lage, wie sie in Fig. 4 und 10 dargestellt ist, erfolgt die Verpackung des Ballens (14), der dabei zwischen den Preßstempeln (6,7) unter hohem Druck eingespannt ist.
Die Verpackungsvorrichtung (8) weist hierzu einen Folien- oder Gewebeträger (9), eine Umrei fungs o r ri chtung (12) und eine Trenn- und Schweißvorrichtung (13) auf, die in einem gemeinsamen Gehäuse oder Trolley (47,48), (vgl. Fig. 18 bis 21) gelagert und auf Schienen ( 6) oder dergleichen hängend oder flurgebunden gegenüber der Fertigpreßstation (3) beweglich geführt sind. Zum Verpacken werden vor dem
Fertigpreßen zwischen die Preßstempel (6,7 ) und dem Ballen (14) ein Boden (18) und ein Deckel (16) eingebracht, die beim Fertigpressen oben und unten an den Ballen ( 14 ) angedrückt werden. In dieser Lage werden sie mit dem Ballen von einer Mantelbahn (15) seitlich umhüllt und mit Reifen umgeben und fixiert. Boden (18) und Deckel (16) können aus unterschiedlichen festen oder flexiblen Materialien, bespi e Iswe se Folien oder Geweben bestehen. Nachfolgend ist general sierend von Folien die Rede. In Variation ist es auch möglich, eine Mantelbahn (15) ohne Boden- und Deckelteile (18,16) zu legen.
Der Ablauf des Verpackungs organges und die Einzelheiten der Verpackungsvorri chtung werden anhand der Fig. 1 bis 7 näher er läutert :
In Fig. 1 wird in der Vorpreßstat on (2) gerade ein Ballen vorbereitet, während die Fertigpreßsta on (3) leer ist. Der Preßkasten (5) ist stirnseitig offen und zum Vorpressen allerdings an der Unterseite durch einen Schiebeboden im Preßwagen (4) geschlossen.
In der Bewegungsbahn des Preßwageπs (4) ist vor der Fertigpreßstatioπ (3) etwa in Höhe des angehobenen, oberen Preßstempels (6) eiπ ' e Wickelvorrichtung (17) stationär angeordnet, von der ein Stück Deckelfolie (16) in die Bewegungsbahn des Preßkastens (5) herunter ängt, das später den oberen Abschluß der Ba l Lenumhü L Lung bildet. Auf dem unteren Preßstempel (7) ist eine gleichartige Bodenfolie ( 18) abgelegt und wird in dieser Lage von einer Klemmvorrichtung (31) festgehalten. Beide Folien sind flächenmäßig größer als die Preßstempel (6,7) und Liegen später an diesen mit rundum seitlich überstehenden Rändern an. Die Verpackungsvorrichtung (8) ist in Längsrichtung mit der Preßwagenbahn fluchtend verfahrbar. In Fig. 1 befindet sich die Verpackungsvorric tung (8) in Ruhestellung außerhalb der Fert gpreßstation (3).
Nach dem Vorpressen wird gemäß Fig. 2 der Preßwagen ( 4 ) mit dem Preßkasten (5) und dem Ballen (14) in die Fertigpreßstation (3) bewegt. Hierbei nimmt der Preßkasten ( 5) die Deckelfolie (16) mit und streift sie unter den oberen Preßstempel (6) . Nach Ausfahren der Niederhalter und des Schi ebebodeπs ist der Preßkasten (5) stirπseitig zugänglich, und der Preßstempel (6) wird abgesenkt. Hierbei spannen die Preßstempel (6,7) unter Zwischenlage der überlappenden Folien (16,18) den Ballen (14) zwischen sich unter hohem Druck fest. Zuvor ist die Deckelfolie (16) noch vom ickel (17) abgetrennt worden.
Fig. 3 und 4 zeigen die Fertigpreßstellung, in der der Ballen (14) im Preßkasten (5) soweit verdichtet ist, daß der Preßkasten (5) wieder geöffnet und mit dem Preßwagen (4) abgezogen werden kann. Bei der Ka russe l Lpresse gemäß Fig. 9 bis 11 wird der Preßkasten (5) über Kopf vom Ballen (14) abgezogen .
Die fertige Umhüllung soll am Ende den Preßballen (14 ) allseitig dicht einschließen. Hierzu werden die überlappenden Ränder der Folien (16,18) unter Luftdruck oder durch zwischen den Kanälen (30) der Preßstempel ( 6,7 ) angeordnete Pins in ' Anlage auf den Ballen (14) geklappt und festgehalten. Die Pins werden beispielsweise durch hydraulische oder pneumatische Stellzylinder betätigt und ausgefahren.
Anschließend wird die Verpackungsvorrichtung (8) aus ihrer Berei tschaftsste l lung auf den Ballen (14) zubewegt. Fig. 8 verdeutlicht diesen Vorgang besser. Der Folien- oder Gewebeträger (9) besitzt zwei vertikale Coils (10,11 ) , die um etwas mehr als die Ballenbreite voneinander distanziert sind und zwischen sich die Mantelbahn (15) in Form einer geschlossenen Folien- oder Gewebefläche aufspannen. Die Gewebe- oder Folienbahnen sind mit gegens tzlichem Drehsinn
auf die Coils (10,11) gewickelt und werden von einer Spannvorrichtung gestrafft. Die W cke Lri chtung ist dabei so getroffen, daß sich die Folien- oder Gewebefläche in Zustel Ir chtung der Verpackuπgsvorri chtung (8) hinter den Coils (10,11) befindet.
Zum Verpacken wird die Vorrichtung (8) in Pfei L ri chtung aus der gestrichelt gezeichneten Stellung gegenüber dem Ballen (14) verfahren. Die Mantelbahn (15) legt sich dabei gegen die Ballenrückse e, so daß in der weiteren Bewegung die Mantelbahn (15) U-förmig um den Ballen ( 14) gelegt wird. Hinter dem st rnseitigen Balleneπde wird in der Trenn- und Schweißvorr chtung (13) die um den ' Ballen ( 14 ) geschlagene Mantelbahn (15) in Höhe der Ballenmitte von den Coilbahnen abgetrennt, wobei zugleich ihre beiden Enden wieder miteinander verschweißt und dadurch die Ba l lenu hülLung geschlossen wird. Zugleich werden auch die freigeschnittenen Coi Lbahnenenden wieder miteinander verschweißt, so daß die Folien- oder Gewebefläche zwischen den Coils (10,1 T) wieder geschlossen ist.
Fig. 12 verdeutlicht die Einzelheiten der Trenn- und Schweißvαrri chtung, die aus zwei quer zur Bewegungs ri chtung zueinander beweglichen Backen (23) besteht. Während der Umhüllung des Ballens (14) sind die beiden Backen weit voneinander distanziert und werden nach Erreichen des stirnseitigen Ballenendes wieder aufeinander zubewegt. Der eine Backen (23) trägt ungefähr in der Mitte ein Trennelement (24) in Form eines vorstehenden Heizdrahtes oder eines Messers, mit dem die beiden Folien- oder Gewebebahπen du chgetrennt werden. Zu beiden Seiten des Trenne Lemeπtes (24) sind am einen Backen Heizdrähte (25) angeordnet, d e die freigeschnittenen Bahnenden jeweils miteinander verschweißen und hierzu mit Teflonflächeπ am anderen Backen zusammenwirken.
Die Trenn- und Schweißvorrichtung (13) kann bei einem ähnlichen Aufbau wie in Fig. 12 auch als beheiztes Sickenband ausgebildet sein. Das Sickenband besitzt ein über die gesamte Breite des Backens (23) sich erstreckendes Heizband mit dem besagten zentralen Wulst (24 ) . Das Sickenband ist beidseits des Wulstes (24) durch ein Teflonband vollflächig gegenüber der Mantelbahn (15 ) abgedeckt. Am gegenüberliegenden Backen (23 ) ist eine Si l i kon-Gummi schi cht angeordnet, die ebenfalls durch ein Teflonband vollflächig geschützt ist. Zum Abtrennen der Gewebe- oder Folienbahnen kann die Sicke (24) auf der Gegenseite in die S i l i kon-Gummi schi c t etwas eingedrückt werden. Hierdurch kommen zugleich auch die beidseitigen Heizfolien in vo L l f Lach i gen Kontakt mit der Mantelbahn ( 15 ) und sorgen für eine ausreichend feste Verschwei ßuπg .
Zum Umhüllen des Ballens (14) wird die
Verpackungsvorrichtung (8) taktweise vorw rtsbewegt, und zwar mit einer Schrittweite, die dem Abstand der Kanäle (30 ) in den Preßstempeln (6,7) entspricht. Damit wird die Umrei fungsvorri chtung (12) schrittweise von Kanal zu Kanal bewegt und legt in jedem Takt einen Reifen durch die Kanäle um den Ballen und die bereits aufgezogene Mantelbahn ( 15 ) . Die Umrei fungsvorri chtung (12) besitzt ein oder zwei Umrei fungsköpfe (21) mit entsprechenden Umlenkbahnen ( 22 ) auf der anderen Ballenseite. Die Verpa c kungs orri chtung (8 ) wird über einen spielarmen Stelltrieb bewegt, der von einem Schrittmotor mit program ierbarer Steuerung angetrieben wird. Dieser Antrieb ist mit seinen Einzelheiten in der DE-OS 34 32 832 beschrieben.
Wie Fig. 8 verdeutlicht, sind in der Verpackungsvorri chtung (8) der Folien- oder Ge ebeträger (9), die Trenn- und Schweißvorrichtung (13) und die Umrei fungsvo rri chtung ( 12 ) mit geringem Abstand hintereinander angeordnet. Der Abstand zwischen der Umrei fungsvorri chtung (12) und der Trenn- und Schweißvorrichtung (13) ist auf den Abstand der Kanäle ( 30 )
vom Ballen- beziehungsweise Preßstempe lraπd abgestimmt. Hierdurch kann in einem Arbeitsgaπg die letzte Umreifung gelegt und die Mantelbahπ (15) geschlossen werden.
Fig. 5 zeigt die Verpackungsvorrichtung (8) in dieser letzten Arbeitsstellung entsprechend Fig. 8. Gemäß Fig. 6 fährt die Verpackungsvorri chtung (8) noch etwas weiter und gibt die Fertigpreßstat on (3) frei. Nach Anheben des oberen Preßstempels (6) kann der fertig umhüllte und umreifte Ballen (14) entnommen und abtransport ert werden. Dies kann durch eine externe Eπtnah evorri chtung oder durch eine mitgeführte Entnahmevorrichtung (49) gemäß dem Ausfü rungsbeispiel der Fig. 18 bis 21 erfolgen. Die Verpackungs orri chtung (8) fährt in beiden Fällen durch die Leere Fertigpreßstation (3) dann wieder zurück in ihre jenseitige Ausgangsstellung für den nächsten Verpackungsvorgang (vgl. Fig. 7).
Zum Einbringen der BodenfoLie (18) ist im Ausführungsbe spiel der Fig. 1 bis 7 an der Verpackungsvorr chtung eine Wi cke lvorri chtung (19) schwenkbar gelagert, die während des Verpackungsvorganges eine vertikale Position einnimmt. Sobald dieser beendet ist, schwenkt gem. Fig. 5 die Wi cke Lvorri chtung (19) in eine horizontale Lage und wickelt ein Stück der Bodenfolie (18) ab (vgl. Fig. 6) . Beim Rückfahreπ in die Ausgangsposition wird die herabhängende Bodenfolie (18) von der Klemmvorrichtung (31) festgehalten, abgewickelt und über den unteren PreßstempeL (7) gelegt. Fig. 7 verdeutlicht diese Stellung, in der auch die Deckelfolie ( 16 ) für den nächsten Verpackungsvorgang ein Stück abgewickelt wird. Nach dem Abtrennen der BodenfoLie (18) wird die Wickelvorrichtung (19) wieder in ihre vertikale Position gedreht, so daß die Verpackungsvorrichtung (8) für den nächsten Verpackuπgsvorgang gem. Fig. 1 bereit ist.
Das Ausführungsbeispiel der Figuren 9 bis 11 zeigt eine Ballenpresse (1) in Form einer Karussellpresse, bei der die Preßkästen mit dem Ballen (14) über ein drehbares Karussell (4) von der Vo rp reßstat i on (2) in die Fertigpreßstation ( 3) gedreht werden. Die Verpackungs orri chtung (8) ist mit ihren Führungsschienen (26) innerhalb des Pressengeste l Les gelagert. Durch die Reihenanordnung ihrer Teile kann sie bis über den Seitenpfosten (28) des Pressengestelles zurückgefahren werden, vor dem sich dann nur noch die aufgespannte Gewebe- oder Folienbahn erstreckt. Der Presseπberei ch ist dadurch voll von der Seite zugänglich. Auf der anderen Seite kann die Verpackungsvorrichtung (8) bis über die Mittelsäu-le (27) der Karussellpresse fahren, wobei sich nach dem Trennen und Schweißen die aufgespannte Folien- oder Gewebebahπ nachgiebig um die Mittelsäule (27) legt und beim Rückfahren wieder gestrafft wird. Auch in dieser Endstellung ist der Pressenbereich von der Seite her voll zugänglich, so daß der fertigverpackte Ballen entnommen we-rden kann. Mit dieser Gestaltung und Lagerung kann die Verpackuπgsvorrichtung (8) an jede vorhandene Karussellpresse nachgerüstet werden, ohne daß Pressenteile, Fördervorrichtungeπ oder dergleichen mit großem Aufwand umgerüstet werden müssen.
Die Deckel- und Bodenfolie (16,18) läßt sich auch bei der
Karusse 11presse in ähnlicher Weise wie im
Ausfüh rungsbe i spi e l der Figuren 1 bis 7 einlegen. Die
Wi c e Lvo r ri chtung (17) wird dazu lediglich vor dem oberen
Preßsste pel (6) im Sch enkbereich des Karussells (4) angeordne .
Fig. 10 und 11 zeigen eine weitere Möglichkeit zum Einbringen von Deckel und Boden, die ihrerseits auch bei einer Verschiebepresse nach Fig. 1 bis 7 Verwendung finden ' kann. Neben der Fertigpresse (3) ist eine Greifvorrichtung (20) verfahrbar angeordnet, die über schwenkbare Legearme (29) mit Trennvorrichtungen verfügt, denen die Deckel- und
BodenfoLie (16,18) von Wickeln (17,19) zugeführt wird. Nach dem Auswerfen des letzten Ballens (14 ) und dem Rückzug der Transportvorr chtung (8) fährt die Grei fvorn " chtung ( 20 ) von der Seite her in den Pressenbereich ein und hält mit ihren ausgeschwenkten Legearmen (29) die bereits abgetrennten Folien (16,18) über bzw. unter die Preßstempel (6,7). Die Legearme (29) sind gabelförmig gestaltet und spannen zwischen sich die Folien (16,18) auf.
Zunächst wird die Bodenfolie (18) auf den leeren unteren Preßstempel (7) gelegt und durch KlemmitteL oder dergleichen festgehal en. Danach senkt der abgezogene Pressenkasten (5) wieder ab und das Karussell (4) schwenkt um 180 . Der leere Pressenkasten (5) mit der eingelegten BodenfoLie (18) wird dann in der Vorpreßstation (2 ) befüLlt und vorverdichtet, während in die Fertigpreßstation ( 3 ) ein vorgepreßter Ballen (14) mit bereits eingelegter Bodenfolie (18) gelangt. Die Grei fvorri chtung (20) ist gegebenenfalls während des Karusse L Lschwenks kurz zurückgefahren. Sie wird anschließend wieder zugestellt und hält mit ihren oberen Legearmen (29) die Deckelfolie (16) unter den oberen Preßstempel (6). Wenn dieser abgesenkt wird, nimmt er die Deckelfolie (16) mit und drückt sie auf den Ballen (14). Die Greifvσrri chtung (20) fährt dann wieder in ihre Ruhestellung aus dem Pressenbere ch zurück. Nach dem Fertigpressen wird der Preßkasten (5) über Kopf vom Ballen (14) abgezogen und der Verpackungsvorgang findet in der vorbeschriebenen Weise statt.
Fig. 13 - 17 zeigen eine Variante der Trenn- und Sc weißvorrichtung (13), die hier mit einem Ultraschall-Schweißgerät (33) und einer Spannvorrichtung ( 32) ausgerüstet ist.
In der Draufsicht von Fig. 13 ist die Stellung der einzelnen Vorr chtungstei Le vor Beginn des Trenn- und Schweißvorganges dargestellt. Die Verpackungs orri chtung ( 8 ) , sowie die U rei fungsvorπ " chtung (12) sind hier auf
zwei, beidseits des Ballens synchron auf Bodenschienen verfahrbaren Trolleys (47,48) angeordnet. Im Gegensatz zu Fig. 8, die einen auf der rechten Coilseite abwickelnden Folien- oder Gewebeträger (9) zeigt, wird in Fig. 13 die Mantelbahn (15) von der jeweils linken Seite der Coils (10,11) abgewickelt und über Spannrollen ( 43) in eine zu den Längssei en des Ballens (14) parallele Lage umgelenkt. Fig. 13 verdeutlicht hierbei die Endstellung der Verpackungsvorrichtung (8), in der die beiden letzten Umreifungen gelegt sind und in der die U-förmig gelegte Mantelbahn (15) sich noch ein Stück über das Ballenende hinaus in Längsrichtung erstreckt.
Die Trenn- und Schweißvorrichtung (13) ist wiederum zwischen den Coils (10,11) und der Umrei fungsvorri chtung (12) angeordnet. Die Spannvorrichtung (32) besteht aus zwei um vertikale Achsen (39,40) auf den Trolleys ( 47,48) drehbar gelagerte Schwenkarme (37,38) . Beide Schwenkarme (37,38) sind abge inkelt und schwenken gemeinsam auf die Ballenmitte unter Mitnahme der vor ihnen verlaufenden Mantelbahn (15) zu.
Wie im Detai l aus der perspektivischen Ansicht von Fig. 14 und der Draufsicht von Fig. 15 und 16 besser ersichtlich, trägt der Schwenkarm (37) an seinem Ende das U 11 rascha l l-Sch ei ßge r t (33), das über einen nicht dargestellten Antrieb und eine entsprechende Führung in der Höhe verfahrbar gelagert ist. Am Schwenkarm (37) befinden sich außerdem noch ein am Ende abgewinkeltes Leitblech (42) und eine Andruckrolle (41), die am Armende über eine Feder (46) (vgl. Fig. 15) verstellbar gelagert ist. Der Schwenkarm (38) trägt an seinem freien Ende ein Messer (44), das eine schräge Druckfläche (45), vorzugsweise aus gehärtetem Stahl, als Gegenarbei ts f Läche für das Ultraschall-Schweißgerät (33) aufweist. Die Teile ( 41,42 und 44) sind gemäß Fig. 2 länger als die Balleπhöhe und stehen über dessen Boden und Deckfläche vor.
Fig. 14 - 17 verdeutlichen die Trenn- und Schwei ßste L Lung . Bei der Ei nk Lappbewegung nehmen das Leitblech (42 ) und die enseits des Ultraschall-Schweißgerätes (33) angeordnete Andruckrolle (41) auf der einen Seite, sowie das Messer (44 ) auf der anderen Seite die Mantelbahn (15) mit und Legen diese dicht um die Ecken und die rückwärtige Front des Ballens (14). Die beiden Gewebe- oder FoLienbahnen werden hierbei durch die spitzen Kanten des Messers (44) und des Leitbleches (42) in der Ballenmitte und unmittelbar an der Ba L lenoberf Lache zusammengeführt und dann ein Stück überlappend entlang der Druckfläche (45) schräg vom Ballen ( 14 ) weggeführt, über die federbelastete Andruckrolle (41) werden die beiden Gewebe- oder FoLienbahnen hierbei gegen die Druckfläche (45) angepreßt und nach deren Verlassen wieder auseinaπdergeführt.
Wie Fig. 16 in vergrößerter Ansicht deutlicher zeigt, ist das U Itrascha L l-Schwei ßgerät (33) mit seinem Schweißkopf ( 34 ) in Arbei tssteL lung vorzugsweise rechtwinklig zur Druckfläche (45) ausgerichtet. Der Schweißkopf ist außerdem in unmittelbarer Nachbarschaft der ballennahen Kanten des Leitbleches ( 42 ) und des- Messers (44) und damit auch sehr nahe der Ba L lenoberfLache angeordnet. Die beiden Gewebe¬ oder FoLienbahnen (15) stehen damit vom Ballenrand bis zur Trenn- und Schweißstelle nur ein kurzes Stück ab. Nach dem Abtrennen und Verschweißen der Bahnenden liegt die Mantelbahn (15) damit praktisch ohne Lose am Ballen (14) an.
Der Schweißkopf (34) besteht aus einem zylindrischen Schaft, der am Ende eine zentrale und vertikal ausgeri htete Schneide (35) mit seitlichen schrägen Flanken ( 36 ) aufweist (vgl. Fig. 17). Die beiden Flanken (36) schließen einen stumpfen Winkel miteinander ein, der für Bändcheπgewebe oder ähnliche Materialien zwischen 140 und *_
1 50 L i e g en s o l l t e . M i t d i e s e r F L a n k e n g e o m e t r i e k ö n n e n i n
.
einem Zug die überlappten Folien- oder Gewebebahnen (15) durchgetrennt werden, wobei beidseits zugleich die offenen Bahnenden wieder verschweißt werden. Die Flanken ( 36 ) gehen nach einem angeschrägten Freischπitt in den Schaft des Schweißkopfes (34) über. Wie die Seitenansicht in der rechten Hälfte von Fig. 17 zeigt, ist die Schneide (35) in Längrichtung ballig gewölbt. An den Flanken (36) herrscht eine Betriebstemperatur von 90 C, während die Schneide (35) ca. 140° C hat.
In ähnlicher Weise wie die AndruckroLle (41) ist auch der Schweißkopf (34) federnd gelagert und wird mit konstanter Kraft angedrückt. Während seiner Fahrbewegung kann er hierdurch Buckeln in der Mantelbahn (15) folgen und auch an diesen Stellen eine ordnungsgemäße Trennung und Verschweißung sicherstellen. Dies ist vor allem für das in der Oberflächenstruktur etwas unregelmäßige Bändchengewebe nützlich. Die federnde Lagerung der AndruckroLle ( 41) gleicht hingegen unterschiedliche Ballendicken oder sonstige Unregelmä igkeiten in der Endstellung der Spannvorri chtung (32) aus und sichert die überlappende Lage der Gewebe- oder F ' olienbahnen auf der Druckfläche (45).
Alternativ kann der Schweißkopf (34) statt der Schneide (35) auch eine abgeflachte Stirnfläche aufweisen. Er dient dann nur zum Verschweißen der Gewebe- oder Folienbahnen. Das Abtrennen der Mantelbahπ (15) erfolgt durch eine andere Vorrichtung, beispielsweise ein Trenπmesser. Außerdem kann die Ultraschall-Schweißvorrichtung (33) auch einen langgestreckten Schweißkopf (34) aufweisen und stationär angeordnet sein.
Zusätzlich kann auch eine Ultraschall-Schweißvorrichtung (33) zum Heft s chwei ßen der Mantelbahn (15) und der Deckel- und Bodeπteile (16,18) mit einem entsprec enden Fahrantrieb vorgesehen sein.
In den Figuren 18 - 20 ist die zusätzliche Anordnung einer Entnahmevorr htung (49) an der Verpackungsvo ri chtung (8) dargestellt. Fig. 18 und 20 zeigen hierbei zwei verschiedene Ausführungsformen in Draufsicht, während Fig. 19 einen Schnitt entlang der Linie VII - VII von F g. 18 darstellt. Fig. 21 verdeutlicht den schematischen Arbeitsablauf der Entnahmevorrichtung (49).
Die Eπtnahmevorri chtung (49) besteht in beiden Ausführungsbeispielen aus einer Ladegabel (50) mit L-förmigen Zinken (53,54), die entsprechend dem Abstand der Kanäle (30) im unteren Preßstempel (7) voneinander distanziert sind. Zum Aufnehmen des Ballens (14) können damit die horizontalen Zinken (53) in die besagten Kanäle (30) einfahren. Die Ladegabel (50) ist um eine horizontale längsgerichtete Schwenkachse (51) am Übergang zwischen den Zinken (53,54) drehbar gelagert. Sie ist hierzu auf einem quer zur Fahrtrichtung des Trolleys (48) verfahrbar angeordneten Schlitten (52) gelagert, über die Se Li ttenbewegung kann die Ladegabel (50) mit ihren horizontalen Zinken (53) in die Kanäle des Preßstempels (7) einfahren.
Beidseits der Ladegabel (50) ist ein Kettenförderer (55) angeordnet, der eine etwas größere Bauhöhe als die Zinken (53,54) aufweist. Der Kettenförderer (55) arbeitet ebenfalls quer zur Fahrtrichtung des Trolleys (48).
Die Entnahmevorrichtung (49) ist in den Ausführungsbei spieLen auf dem einen Trolley (48) in unmittelbarer Nachbarschaft und hinter der
Umreifuπgsvorri chtung (12), insbesondere den Umlenkbahnen (22) angeordnet. Nach Beendigung der Ba lLenverpackuπg, d. der Umhüllung und Umreifung und dem Abtrennen und Verschweißen der Mantelbahn (15) fährt die Verpackungsvorrichtung (8) noch ein Stück vor, bis die Entnahmevorrichtung (49) vor den inzwischen vom oberen
Preßstempel (6) freigegebenen Ballen (14 ) gelangt.
Im Ausführungsbeispiel der Fig. 20 ist diese Fahrbewegung unnötig, da hier die Entnahmevorrichtung (49) mit der Umreifungsvorrichtung (12) überlappend angeordnet ist. Die Umreifungsvorrichtuπg (12), aus Platzgründeπ sollten dies hier ebenfalls die beiden Umlenkbahnen (22) sein, ist über eine vertikale Achse (39) auf dem TroLley (48 ) schwenkbar und außerdem ggf. in der Höhe verstellbar gelagert und kann zur Entnahme des Ballens (14) in die gestrichelt gezeichnete Stellung ausgeschwenkt werden. Hierzu sind die beiden Umlenkbahπen (22) mit einem oder mehreren Bügeln (58) verbunden. Zweckmäßigerweise wird für den Schweπkarm ( 37) der Spanπvo rr i chtung (32) und die Umreifungsvorrichtung (12) die gleiche Achse ( 39 ) verwendet. Die Gabelzinken (53) und die Umleπkbahneπ ( 22 ) sind versetzt zueinander angeordnet. Hierbei empfiehlt es sich auch, für die Umlenkbahnen (22) bzw. Umreifungsköpfe ( 21) einen größeren Abstand als in den anderen Ausführungsbeispielen zu wählen. Mit Legen der letzten Umreifung kommen damit auch die Gabelzinken ( 53) in Deckung mit den zugeordneten Kanälen und können somit gleichzeitig mit der Umreifung einfahren.
Fig. 21 verdeutlicht die Balleneπtnahme in schemati sehen Stirnansichten von oben nach unten.
Zur Entnahme fährt zunächst die Ladegabel (50) mittels des Schlittens (52) unter den Ballen (14) . Gemäß des zweiten Bi ldes ird sodann die Ladegabel (50) um ihre Schwenkachse (51) gedreht, wobei der Ballen auf allen Zinken (53,54) abgestützt ist. In dieser tei lweise gekippten Stellung ist die Gabel (50) bereits außer Eingriff m t dem unteren Preßstempel (7) gekommen und die Trolleys (47,48 ) können wieder zurüc fahren.
Am Ende der Schwenkbewegung entsprechend dem dritten Bild sitzt der Ballen (14) auf dem Kettenförderer ( 55) auf. Im Ausführuπgsbei spi e L der Fig. 20 kann der Kettenförderer (55) sofort den Ballen (14) wieder auf einen stationären Förderer (57), be spielswe se einen Rolleπgang, abladen. In diesem Fall ist die Entladestelle (56) innerhalb der Fertigpreßstation (3) . Die Entnahmevorrichtung kann aber auch analog dem Ausführungsbei spie L der Fig. 18 mit aufgeladenem Ballen aus der Presse fahren. Die Entladestelle (56) befindet sich dann in der Ausgangsstellung des Trolleys (48) außerhalb der Fertigpreßstation (3).
Nach erfolgter Abgabe des Ballens (14) schwenkt die Ladegabel (50) in ihre Ausgangsstellung zurück, wobei gleichzeitig der Schlitten (52) aus seiner pressennahen Stellung zurück in die im vierten Bild von Fig. 21 gezeigte Ausgangsstellung fährt. Die Entnahmevorrichtung (49) steht nun wieder bereit und kann mit Einleitung des nächsten Verpackungsvorganges mit d « er Verpackungsvorr chtung ( 8 ) ieder vorbewegt werden.
S t ü c k l i s t e
Ballenpreßanlage, Karussellpresse Vorpreßstation Fert i gpreßstat i on Preßwagen, Karussell Preßkasten Preßstempel, oberer Preßstempel, unterer Verpackungsvorri chtung Folien- oder Gewebeträger Coil Coil Umreifungsvorrichtung Trenn- und Schweißvorrichtung Ballen Mantelbahn, Gewebe- oder Folienbahn Deckel, Deckelfolie Wickel, Wi cke Ivorri chtung Boden, Bodenfolie Wickel, Wickelvorri chtung Greifvorrichtung Umreifungskopf Umlenkbahn Backen Trennelement, Messer Heizdraht Schienen Mittelsäule Seitenpfosten Legearm Kanal lemmvorrichtung Spannvo r ri chtung Ultraschall-Schweißgerät Schweißkopf Schneide
Flanke Schwenkarm Schwenkarm Achse Achse Aπdruckrol Le Leitblech Spannrolle Messer Druckfläche Feder Trolley Trolley Entnahmevorr chtung Ladegabel Schwenkachse Schlitten Zinken, horizontal Zinken, vertikal Kettenförderer Entladestelle Förderer, Rollgang Bügel
