Martin, Geling
Helmut
Martin, Geling
Helmut
| 1. | Verfahren zum gleichzeitigen Bewickeln einer Mehrdraht spule mit mehreren Drähten, insbesondere Drähten mit ei¬ ner geringen plastischen Verformbarkeit, wie Stahldrähten und/oder gleichzeitigem Abwickeln der Drähte von einer derart bewickelten Mehrdrahtspule für eine nachfolgende Verseilung derselben, dadurch gekennzeichnet, daß während des Bewickelvorganges in einer Wickeleinrichtung (1) ein¬ zelne Drähte (3) von stationären Abläufen (2) ablaufen und jeweils einer eigenen Tänzerspeichereinrichtung (7) zugeführt werden sowie mehrere dieser Drähte (3) , als ein Bündel von annähernd parallel nebeneinander angeordneten Drähte (3) auf eine gemeinsame Mehrdrahtspule (10) aufge¬ wickelt werden, und daß während des Abwickeins des Bün dels von Drähten (3) von einer derart bewickelten Mehr drahtεpule (10) , die von einer als Spulenträger (19) aus¬ gebildeten Abwickeleinrichtung einer Verseileinrichtung (12) aufgenommen wird, die einzelnen Drähte (3) über je¬ weils eine eigene Tänzerspeichereinrichtung (7') einem Verseilvorgang zugeführt werden. |
| 2. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Drähte (3) von den stationären Abläufen (2) ablaufen und mittels einer Drahtzieheinrichtung (11) in Form einer Mehrdrahtziehmaschine und/oder mehrerer Ein¬ zeldrahtmaschinen auf den gewünschten Drahtdurchmesser gezogen und anschließend jeweils der eigenen Tänzerspei¬ chereinrichtung (7) zugeführt werden. |
| 3. | Verfahren nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß zur Erzielung gleicher Drahtlängen auf der Mehrdrahtspule (10) die einzelnen Drähte (3), die von stationären Abläufen (2) ablaufen, unmittelbar vor Errei¬ chen der Tänzerspeichereinrichtung (7) zu einem Bündel von Drähten (3) zusammengefaßt werden und dieses Bündel einem Überdrehvorgang unterworfen wird, wobei das Bündel nachfolgend über eine AbzugTänzereinrichtung (5) und ge¬ gebenenfalls über geignete Führungsmittel (6) geführt so¬ wie anschließend das Bündel auseinandergefacht wird und alle Drähte (3) jeweils über ihre eigene Tänzerspeicher einrichtung (7) laufen und weiter über eine Verlegung (8) als Bündel annähernd parallel nebeneinander angeordneter Drähte (3) einem geregelten Mehrdrahtwickler (9) zuge¬ führt und dort auf die Mehrdrahtspule (10) aufgewickelt werden. |
| 4. | Verfahren und Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeich¬ net, daß die einzelnen Drähte (3), die von den stationä¬ ren Abläufen (2) ablaufen, unmittelbar vor der Tänzer¬ speichereinrichtung (7) über eine eigene, jeweils ge trennt angetriebene und geregelte Ziehscheibe (42) geführt und anschließend über die jeweilige Tänzerspei¬ chereinrichtung (7) einer gemeinsamen Abzugsscheibe (5a) mit Andrückrolle (43) zugeführt werden, wobei die Drähte (3) annähernd parallel nebeneinander liegend, die Abzugs scheibe (5a) in einer oder mehreren Windungen umschlingen und anschließend als Bündel annähernd parallel nebenein¬ ander angeordneter Drähte (3) dem geregelten Mehrdraht Wickler (9) zugeführt und dort auf die Mehrdrahtspule (10) aufgewickelt werden. |
| 5. | Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Bündel, von annä¬ hernd parallel nebeneinander angeordneten Drähte (3) , be¬ wickelte Mehrdrahtspule (10) in der als Spulenträger (19) ausgebildeten Abwickeleinrichtung der Verseileinrichtung (12) gelagert wird, wobei während der Verseilung das Bün¬ del von Drähten (3) mit konstanter Spannung abgezogen und auseinandergefacht wird, sowie jeder Draht (3) über je¬ weils eine eigene Tänzerspeichereinrichtung (7') geführt wird und abschließend sämtliche zu verseilenden Drähte (3) in einem einzigen Verseilpunkt (24) im Doppelschlag zu der in ihrer Struktur fertigen Drahtlitze (14) ver¬ seilt und nach Durchlauf von zwei synchron zueinander rotierenden Flyern (22a; 22b) einer AufWickeleinrichtung (17) zugeführt werden. |
| 6. | Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß während der Verseilung das Bündel von Drähten (3)mit kon¬ stanter Spannung von der Mehrdrahtspule (10) abgezogen und zur Erzielung einer geringen Drahtzugkraft flaschen zugförmig über ein Rollensystem (25) sowie eine Betäti¬ gungsrolle (25a) einer Drahtzugbremse (26) geführt wird, wobei im Anschluß daran die einzelnen Drähte (3) ausein¬ andergefacht und über ihre zugehörige Tänzerspeicherein¬ richtung (7') geführt und infolge einer Gleit und Ab wälzbewegung auf einer konischen Umlenkrolle (23) in einem einzigen Verseilpunkt (24) im Doppelschlag zu der in ihrer Struktur fertigen Drahtlitze (14) verseilt wer¬ den, wobei die in ihrer Struktur fertige Drahtlitze (14) bei Durchlauf von zwei synchron zueinander rotierenden Flyern (22a, 22b) in doppelter Drehzahl der Flyer (22a; 22b) um sich selbst rotiert, die Drahtlitze (14) gegebe¬ nenfalls vor ihrem Aufwickeln zum Abbau ihrer inneren TorεionsSpannung einem oder mehreren Überdrehvorgängen und/oder einem definierten Zugkraftanstieg und/oder einem oder mehreren Nachformvorgängen unterworfen und abschlie¬ ßend mit gleichbleibender Wickelkraft einer geregelten AufWickeleinrichtung (17) zugeführt wird. |
| 7. | Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die, von den stationären Ab¬ läufen (2) ablaufenden und gegebenenfalls mittels der Drahtzieheinrichtung (11) auf den gewünschten Drahtdurch¬ messer gezogenen Drähte (3) als Bündel von Drähten (3) mit einer Drehzahl, die eine Verformung der Drähte (3) im elastischen Bereich zuläßt, überdreht werden. |
| 8. | Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Drähte (3) , die von der auf dem Spulenträger (19) angeordneten Mehrdrahtspule (10) ablaufen, mit weiteren Drähten (3; 3') und/oder Lit¬ zen, die von auf Einzel und/oder Mehrdrahtspulen (10) ablaufen und die ihrerseits auf einem oder mehreren Spu¬ lenträgern (19) gelagert sind, gemeinsam verseilt werden. |
| 9. | Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Drähte (3) und/oder Litzen vor dem Einlauf in den Verseilpunkt (24) einer Vorformung unterworfen werden. |
| 10. | Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 biε 9, dadurch gekennzeichnet, daß die in ihrer Struktur fertige Drahtlitze (14) im Bereich zwischen dem Verseilpunkt (24) und der konischen Umlenkrolle (23) einer elastischen Um¬ formung durch Überdrehung unterworfen wird. |
| 11. | Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Bewik keln einer Mehrdrahtspule (10) eine Wickeleinrichtung (1) und/oder zum Abwickeln einer Mehrdrahtspule (10) eine Verseileinrichtung (12) aufweist, wobei die Wickelein¬ richtung (1) stationäre Abläufe (2) für die einzelnen Drähte (3) , gegebenenfalls eine diesen nachgeordnete Drahtzieheinrichtung (11) sowie mindestens einem Mehr¬ drahtwickler (9) mit Mehrdrahtspule (10) und die Versei¬ leinrichtung (12) mindestens eine Abwickeleinrichtung in Form eines Spulenträgers (19) und eine Aufwickeleinrich tung (17) aufweist, und daß jedem der von den stationären Abläufen (2) der Wickeleinrichtung (l) ablaufenden Drähte (3) zwischen den Abläufen (2) oder gegebenenfalls der Drahtzieheinrichtung (11) und dem Mehrdrahtwickler (9) mit der Mehrdrahtspule (10) und jedem der von einer Mehr drahtspule (10) ablaufenden Drähte (3) ortsfest an der Abwickeleinrichtung, in Form des Spulenträgers (19) der Verseileinrichtung (12) oder in Drahtlaufrichtung orts¬ fest hinter dem Spulenträger (1) eine Tänzerspeicherein¬ richtung (7; 7') zugeordnet ist. |
| 12. | Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Abläufen (2) oder der Drahtzieheinrichtung (11) der Wickeleinrichtung (1) und den Tänzerspeicherein¬ richtungen (7) in Drahtlaufrichtung nacheinander eine Überdreheinrichtung (4) , eine AbzugTänzereinrichtung (5) und gegebenenfalls Führungεmittel (6) und weiter in Drahtlaufrichtung hinter den Tänzerspeichereinrichtung (7) nacheinander eine Verlegung (8) und ein geregelter Mehrdrahtwickler (9) mit Mehrdrahtspule (10) angeordnet sind. |
| 13. | Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Abläufen (2) oder der Drahtzieheinrichtung (11) und den Tänzerspeichereinrichtungen (7) , jedem Draht (3) eine eigene, jeweils getrennt angetriebene und gere gelte Ziehscheibe (42) zugeordnet ist und in Drahtlauf¬ richtung hinter der Tänzerspeichereinrichtung (7) nach¬ einander eine gemeinsame Abzugsscheibe (5) mit Andrück¬ rolle (43) eine Verlegung (8) und ein geregelter Mehr¬ drahtwickler (9) mit Mehrdrahtspule (10) angeordnet sind. |
| 14. | Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Drahtzieheinrichtung (11) eine Mehrdrahtziehmaschine und/oder mehrere Einzel drahtziehmaschinen aufweist. |
| 15. | Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Abwickeleinrichtung in Form eines Spulenträgers (19) direkt ein Rollensystem (25) mit einer Betätigungs¬ rolle (25a) für die Drahtzugbremse (26) nachgeordnet ist, wobei über dieseε Rollensystem (25) jeder ablaufende Draht (3) in einer oder mehreren Windungen geführt ist. |
| 16. | Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Tänzerspeicherein¬ richtungen (7; 7*) jeweils separat gelagert sind und min¬ destens eine mit einstellbaren Kräften belastbare Tänzer¬ rolle (30) aufweisen. |
| 17. | Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 11 bis16 dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Tänzerspei¬ chereinrichtung (7') und dem Verseilpunkt (24) gegebenen¬ falls eine Vorformeinrichtung (27) sowie zwischen dem Verseilpunkt (24) und der konischen Umlenkrolle (23) eine Dralliereinrichtung (28) angeordnet ist und die nach dem Verseilen in ihrer Struktur fertige Drahtlitze (14) vor dem Aufwickeln über eine oder mehrere Überdreheinrichtun¬ gen (15) und/oder Nachformeinrichtungen (16) und/oder ei nen definierten Zugkraftanstieg erzeugenden Doppelschei¬ benabzug (13) geführt ist. |
| 18. | Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 11 bis17 dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Umlenk und Führungsrollen sowohl der Wickel als auch der Verseil einrichtung (1; 12) über die mehrere Drähte (3) in annä¬ hernd paralleler Anordnung nebeneinander geführt sind, eine oder mehrere Führungεrillen (38) mit flachem Rollen¬ querschnitt aufweisen. |
| 19. | Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 11 bis18 dadurch gekennzeichnet, daß die, die Abwickeleinrich¬ tung aufweisende Verseileinrichtung (12) eine Doppel¬ schlagverseilmaschine nach dem Prinzip "inout" (12a) oder "outin" (12b) ist. |
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bewickeln und/oder Abwickeln von Mehrdrahtspulen, wobei meh- rere Drähte, insbesondere Drähte mit einer geringen plasti¬ schen Verformbarkeit, wie Stahldrähte, gleichzeitig auf eine Mehrdrahtspule gewickelt und/oder derart aufgewickelte Dräh¬ te gleichzeitig in Verseileinrichtungen abgewickelt und an¬ schließend verseilt werden.
Zur Herstellung von Drahtlitzen werden in der Praxis solche Verfahren angewendet, die sich in drei Etappen, nämlich Zie¬ hen, Transportieren und Verseilen, mit den dazugehörigen Auf- und AbwiekelVorgängen, untergliedern. Durch die DE 21 39 244 AI ist es bekannt, mehreren Drahtzieh¬ maschinen eine Abzieheinrichtung mit Vorratsspule zuzuordnen, wobei die Anzahl der Drahtziehmaschinen der Anzahl der Drähte der herzustellenden Litze oder des Seiles entspricht. Die einzelnen hergestellten Drähte werden gleichzeitig auf eine gemeinsame Vorratsspule aufgewickelt. Im Anschluß daran wer¬ den die Drähte, wiederum gleichzeitig, von solchen stationär angeordneten Vorratsspulen abgezogen und einer Verseilmaschi¬ ne zugeführt. Durch die DE 39 22 974 AI ist es bekannt, mit einer Draht- ziehmaschine mehrere Drähte gleichzeitig zu ziehen und diese als Gesamtmenge oder unterteilt in Teilmengen einer oder meh¬ reren Wickeleinrichtungen zuzuführen, auf denen jeweils eine Vielzahl von Drähten als Bündel gemeinsam oder als Einzel- drahte aufgewickelt werden. Mit dem Verfahren soll eine Produktivitätssteigerung in der drahtherstellenden und -verarbeitenden Industrie erreicht werden. Bei Drähten, insbesondere Drähten mit einer geringen plastischen Verformbarkeit, wie Stahldrähten, wird jeder Draht des Drahtbündels während des Wickelvorganges durch ver- schiedene Wickelparameter beeinflußt. Die Beeinflussung tritt
beispielsweise durch die unterschiedliche Oberflächenstruktur im Auflaufbereich der einzelnen Drähte auf der Wickelspule ein. Es werden demzufolge auch unterschiedliche Längen und Spannungszustände pro Zeiteinheit und Draht erzeugt. Wenn so bewickelte Mehrdrahtwickelspulen in Verseilmaschinen als Ab- laufspulen eingesetzt werden, ist eine Einhaltung gleicher
Längen der Einzeldrähte und damit eine qualitätsgerechte Ver¬ seilung der Drähte zu Litzen nicht gewährleistet. Derartig gewickelte Stahldrahtbündel entsprechen nicht den Anforderun¬ gen die an eine weitere qualitätsgerechte Verseilung auf hochproduktiven Doppelschlagverseilmaschinen, wie sie durch die EP 0 563 586 bekannt sind, gestellt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bewickeln und/oder Abwickeln von Mehr- drahtspulen, wobei mehrere Drähte, insbesondere Drähte mit einer geringen plastischen Verformbarkeit, wie Stahldrähte, gleichzeitig auf eine Mehrdrahtspule gewickelt und/oder der¬ art aufgewickelte Drähte gleichzeitig in Verseileinrichtungen abgewickelt und anschließend verseilt werden, zu schaffen, bei der die Drähte qualitätsgerecht, das heißt bei Sicherung gleicher Längenverhältnisse in den Drahtlagen, nach dem Prin¬ zip der Mehrdrahtverseilung auf hochproduktiven Verseilma¬ schinen im Doppelschlag miteinander verseilt werden können.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß während des Bewickelvorganges in einer Wickeleinrichtung einzelne Drähte von stationären Abläufen ablaufen und jeweils einer eigenen Tänzerspeichereinrichtung zugeführt werden sowie meh¬ rere dieser Drähte, als ein Bündel von annähernd parallel nebeneinander angeordneten Drähten auf eine gemeinsame Mehr¬ drahtspule aufgewickelt werden, und daß während des Abwik- kelns des Bündels von Drähten von einer derart bewickelten Mehrdrahtspule, die von einer als Spulenträger ausgebildeten Abwickeleinrichtung einer Verseileinrichtung aufgenommen
wird, die einzelnen Drähte über jeweils eine eigene Tänzer¬ speichereinrichtung einem Verseilvorgang zugeführt werden.
In einer Weiterbildung der Erfindung laufen die einzelnen Drähte von den stationären Abläufen ab und werden mittels ei- ner Drahtzieheinrichtung, in Form einer Mehrdrahtziehmaschine und/oder mehrerer Einzeldrahtziehmaschinen, auf den gewünsch¬ ten Drahtdurchmesser gezogen und anschließend der eigenen Tänzerspeichereinrichtung zugeführt.
Zur Erzielung gleicher Drahtlängen auf der Mehrdrahtspule ist es vorgesehen die einzelnen Drähte, die von den stationären Abläufen ablaufen, unmittelbar vor Erreichen der Tänzerspei- chereinrichtung zu einem Bündel von Drähten zusammenzufassen und dieses Bündel einem Überdrehvorgang zu unterwerfen, wobei das Bündel nachfolgend über eine Abzug-Tänzereinrichtung und gegebenenfalls über geeignete Führungsmittel geführt sowie anschließend das Bündel auseinandergefacht wird und alle Drähte jeweils über ihre eigene Tänzerspeichereinrichtung laufen und weiter über eine Verlegung, als Bündel annähernd parallel nebeneinander angeordneter Drähte einem geregelten Mehrdrahtwickler zugeführt und dort auf die Mehrdrahtspule aufgewickelt werden.
Es ist weiterhin möglich, daß die einzelnen Drähte, die von den stationären Abläufen ablaufen, unmittelbar vor der Tän¬ zerspeichereinrichtung über eine eigene, jeweils getrennt an¬ getriebene und geregelte Ziehscheibe geführt und anschließend über die jeweilige Tänzerspeichereinrichtung einer gemeinsa¬ men Abzugsscheibe mit Andrückrolle zugeführt werden, wobei die Drähte, annähernd parallel nebeneinander liegend, die Abzugsscheibe in einer oder mehreren Windungen umschlingen und anschließend als Bündel annähernd parallel nebeneinander angeordneter Drähte dem geregelten Mehrdrahtwickler zugeführt und dort auf die Mehrdrahtspule aufgewickelt werden.
Eine weitere erfindungsgemäße Ausbildung besteht darin, daß die mit dem Bündel, von annähernd parallel nebeneinander an¬ geordneten Drähten bewickelten Mehrdrahtspule in der als Spu¬ lenträger ausgebildeten Abwickeleinrichtung der Verseilein¬ richtung gelagert wird, wobei während der Verseilung das Bün- dei von Drähten mit konstanter Spannung abgezogen und ausein¬ andergefacht wird sowie jeder Draht über jeweils eine eigene Tänzerspeichereinrichtung geführt wird und abschließend sämt¬ liche zu verseilenden Drähte in einem einzigen Verseilpunkt im Doppelschlag zu der in ihrer Struktur fertigen Drahtlitze verseilt und nach Durchlauf von zwei synchron zueinander ro¬ tierenden Flyern einer AufWickeleinrichtung zugeführt werden.
Vorteilhafterweise wird während der Verseilung das Bündel von Drähte mit konstanter Spannung von der Mehrdrahtspule abgezo- gen und zur Erzielung einer geringen Drahtzugkraft flaschen- zugförmig über ein Rollensystem sowie eine Betätigungsrolle einer Drahtzugbremse geführt, wobei im Anschluß daran die einzelnen Drähte auseinandergefacht und über ihre zugehörige Tänzerspeichereinrichtung geführt und infolge einer Gleit- und Abwälzbewegung auf einer konischen Umlenkrolle in einem einzigen Verseilpunkt im Doppelschlag zu der in ihrer Struk¬ tur fertigen Drahtlitze verseilt werden, wobei die in ihrer Struktur fertige Drahtlitze bei Durchlauf von zwei synchron zueinander rotierenden Flyern in doppelter Drehzahl der Flyer um sich selbst rotiert, die Drahtlitze gegebenenfalls vor ih¬ rem Aufwickeln zum Abbau ihrer inneren TorsionsSpannung einem oder mehreren Überdrehvorgängen und/oder einem definierten Zugkraftanstieg und/oder einem oder mehreren Nachformvorgän¬ gen unterworfen und abschließend mit gleichbleibender Wickel- kraft einer geregelten AufWickeleinrichtung zugeführt wird.
Eine annähernd gleiche Länge der Drähte ist auch dadurch er¬ reichbar, daß die von den stationären Abläufen ablaufenden und gegebenenfalls mittels der Drahtzieheinrichtung auf den gewünschten Drahtdurchmesser gezogenen Drähte als Bündel
von Drähten mit einer Drehzahl, die eine Verformung der Dräh¬ te im elastischen Bereich zuläßt, überdreht werden.
Um jede beliebige Drahtlitzenkombination zu realisieren kön¬ nen die Drähte, die von der auf dem Spulenträger angeordneten Mehrdrahtspule ablaufen, mit weiteren Drähten und/oder Lit¬ zen, die von Einzel- und/oder Mehrdrahtspulen ablaufen und die auf einem oder mehreren Spulenträgern gelagert sind, ge¬ meinsam verseilt werden.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung werden die einzelnen Drähte und/oder Litzen vor dem Einlauf in den Ver¬ seilpunkt einer Vorformung unterworfen.
Es ist auch möglich die in ihrer Struktur fertige Drahtlitze im Bereich zwischen dem Verseilpunkt und der konischen Um¬ lenkrolle gegebenenfalls einer elastischen Umformung durch Überdrehung zu unterwerfen.
In weiterer Ausbildung der Erfindung umfaßt diese eine Vor- richtung zum gleichzeitigen Bewickeln einer Mehrdrahtspule mit mehreren Drähten, insbesondere Drähten mit einer geringen plastischen Verformbarkeit, wie Stahldrähten und/oder gleich¬ zeitigem Abwickeln der Drähte von einer derart bewickelten Mehrdrahtspule für eine nachfolgende Verseilung derselben, so auszubilden, daß die Vorrichtung zum Bewickeln einer Mehr¬ drahtspule eine Wickeleinrichtung und/oder zum Abwickeln einer Mehrdrahtspule eine Verseileinrichtung aufweist, wobei die Wickeleinrichtung stationäre Abläufe für die einzelnen Drähte, gegebenenfalls eine diesen nachgeordnete Drahtzieh- einrichtung sowie mindestens einen Mehrdrahtwickler mit Mehr¬ drahtspule und die Verseileinrichtung mindestens eine Abwik- keleinrichtung in Form eines Spulenträgers und eine Aufwik- keleinrichtung aufweist, und daß jedem der von den statio¬ nären Abläufen der Wickeleinrichtung ablaufenden Drähte, zwischen den Abläufen oder gegebenenfalls der Drahtziehein-
richtung und dem Mehrdrahtwickler mit der Mehrdrahtspule und jedem der von einer Mehrdrahtspule ablaufenden Drähte orts¬ fest an der Abwickeleinrichtung in Form des Spulenträgers der Verseileinrichtung oder in Drahtlaufrichtung ortsfest hinter dem Spulenträger eine Tänzerspeichereinrichtung zugeordnet ist.
Eine vorteilhafte Ausführung besteht darin, daß zwischen den Abläufen oder der Drahtzieheinrichtung der Wickeleinrichtung und den Tänzerspeichereinrichtungen in Drahtlaufrichtung nacheinander eine Überdreheinrichtung, eine Abzug-Tänzer¬ einrichtung und gegebenenfalls Führungsmittel und weiter in der Drahtlaufrichtung hinter den Tänzerspeichereinrichtungen nacheinander eine Verlegung und ein geregelter Mehrdrahtwick¬ ler mit Mehrdrahtspule angeordnet sind.
Weiterhin kann zwischen den Abläufen oder der Drahtziehein¬ richtung der Wickeleinrichtung und den Tänzerspeichereinrich¬ tungen jedem Draht eine eigene, jeweils getrennt angetriebe¬ ne und geregelte Ziehscheibe zugeordnet sein und in Draht- laufrichtung hinter der Tänzerspeichereinrichtung nacheinan¬ der eine gemeinsame Abzugsscheibe mit Andrückrolle, eine Ver¬ legung und ein geregelter Mehrdrahtwickler mit Mehrdrahtspule angeordnet sein.
Es ist möglich, daß die Drahtzieheinrichtung eine Mehrdraht¬ ziehmaschine und/oder mehrere Einzeldrahtziehmaschinen auf¬ weist. Zweckmäßigerweise ist jeder Abwickeleinrichtung in Form eines Spulenträgers direkt ein Rollensystem mit einer Betätigungsrolle für die Drahtzugbremse nachgeordnet, wobei über dieses Rollensystem jeder ablaufende Draht in einer oder mehreren Windungen geführt ist.
Die Tänzerspeichereinrichtungen können separat gelagert sein und mindestens eine, mit einstellbaren Kräften belastbare Tänzerrolle aufweisen.
Es ist vorteilhaft, daß zwischen der Tänzerspeichereinrich¬ tung und dem Verseilpunkt gegebenenfalls eine Vorformeinrich- tung sowie zwischen dem Verseilpunkt und der konischen Um¬ lenkrolle eine Dralliereinrichtung angeordnet ist und die nach dem Verseilen in ihrer Struktur fertige Drahtlitze vor dem Aufwickeln über eine oder mehrere Überdreheinrichtungen und/oder Nachformeinrichtungen und/oder einen definierten Zugkraftanstieg erzeugenden Doppelscheibenabzug geführt ist.
Vorzugsweise weisen sämtliche Umlenk- und Führungsrollen so- wohl der Wickel- als auch der Verseileinrichtung, über die mehrere Drähte die in annähernd paralleler Anordnung neben¬ einander geführt sind, eine oder mehrere Führungsrillen mit flachem Rollenquerschnitt auf.
Die Verseileinrichtung, die die Abwickeleinrichtung aufweist, kann eine Doppelschlagverseilmaschine nach dem Prinzip "in- out" oder "out-in" sein.
Mit der erfindungsgemäßen Lösung wird erreicht, daß bei einem gleichzeitigen Aufwickeln auf Mehrdrahtspulen die aufzuwik- kelnden Drähte annähernd die gleicher Länge aufweisen. Den¬ noch vorhandene geringe Unterschiede in der Drahtlänge werden beim Abwickeln der Drähte in den Verseileinrichtungen kompen¬ siert. Dadurch wird eine qualitätsgerechte Verseilung auch bei hochproduktiven Doppelschlagverseilmaschinen erreicht.
Die Erfindung wird in einem Ausführungsbeispiel näher erläu¬ tert. In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. l die Vorderansicht einer Wickeleinrichtung zum
Aufwickeln von Drähten auf eine Mehrdrahtspule in schematischer Darstellung, Fig. 2 die Vorderansicht der Wickeleinrichtung nach Fig.
1 mit integrierter Zieheinrichtung, Fig. 3 die Vorderansicht einer Verseileinrichtung zum
Verseilen von auf Mehrdrahtspulen aufgewickelten
Drähten in schematischer Darstellung,
Fig. 4 die Seitenansicht einer dem Verseilpunkt nachge¬ ordneten Umlenkrolle, Fig. 5 die Vorderansicht des Spulenträgers nach Fig. 3, Fig. 6 die Draufsicht auf eine Tänzerspeichereinrich- tung,
Fig. 7 die Seitenansicht eines DoppelScheibenabzuges für die Litze, Fig. 8 die Seitenansicht einer Umlenk- und Führungsrolle für die parallele Führung mehrerer Drähte im Halbschnitt,
Fig. 9 die Vorderansicht einer Verseileinrichtung in ei¬ ner weiteren Ausführungsform in schematischer Darstellung, Fig. 10a bis
Fig. 10g die Vorderansicht von Konfigurationen der Ver¬ seileinrichtungen nach den Fig. 3 und 9 mit Draht- und Litzenläufen, Fig. ll die Vorderansicht der Wickeleinrichtung nach Fig. 2 in einer weiteren Ausführungsform.
Die Fig. 1 zeigt eine zur Vorrichtung gehörende Wickelein¬ richtung 1 in einer bevorzugten Ausführungsform, die mehrere stationäre Abläufe 2 für Drähte 3, eine Überdreheinrichtung 4, eine Abzug-Tänzereinrichtung 5, ein oder mehrere Fuhrungs- mittel 6, Tänzerspeichereinrichtungen 7, eine Verlegung 8 und einen geregelten Mehrdrahtwickler 9 mit Mehrdrahtspule 10 aufweist.
Alternativ kann gemäß Fig. 2 zwischen den stationären Abläu¬ fen 2 und der Überdreheinrichtung 4 eine Drahtzieheinrichtung 11 in Form einer Mehrdrahtziehmaschine angeordnet sein, mit der die einzelnen ablaufenden Drähte 3 auf den gewünschten Drahtdurchmesser gezogen werden können. Die Drahtzieheinrich- tung 11 kann auch eine Anzahl von Einzeldrahtziehmaschinen
aufweisen. Die stationären Abläufe 2 ihrerseits können bei¬ spielsweise als Coils (Fig. 1) oder Tangentialabläufe (Fig. 2) ausgeführt sein.
Während des Wickelprozesses werden die von den stationären Abläufen 2 ablaufenden Drähte 3 direkt oder über die Draht¬ zieheinrichtung 11 (Fig. 2) der Überdreheinrichtung 4 zuge¬ führt und als Bündel von Drähten 3 gemeinsam einem Überdreh¬ vorgang unterworfen, wobei der Überdrehvorgang mit einer Drehzahl erfolgt die eine Verformung der Drähte 3 im elasti- sehen Bereich zuläßt. Damit wird erreicht, daß die Drähte 3 bei dem folgenden Eintritt in die Abzug-Tänzereinrichtung 5, die eine Abzugsscheibe 5a und eine Tänzerscheibe 5b aufweist, annähernd gleiche Längen aufweisen.
Anschließend wird das Bündel von Drähten 3 dem Führungsmit¬ tel 6 zugeführt. Im vorliegenden Fall ist das Führungsmit¬ tel 6 als eine Führungsrolle ausgebildet. Bei Verlassen des Führungsmittels 6 wird das Bündel auseinandergefacht. Die einzelnen Drähte 3 werden der jeweils zugehörigen ortsfest angeordneten Tänzerspeichereinrichtung 7 und weiter in annä¬ hernd paralleler Anordnung nebeneinander über eine Verlegung 8 einer nicht näher dargestellten, an sich bekannten Verlege¬ einrichtung der Mehrdrahtspule 10 eines Mehrdrahtwicklers 9 zugeführt. Mit der jedem Draht 3 zugeordneten Tänzerspei- chereinrichtung 7 ist gewährleistet, daß während des Bewik- kelvorganges der Mehrdrahtspule 10 noch eventuell vorhandene unterschiedliche innere Spannungen und Längen der Drähte 3 pro Zeiteinheit ausgeglichen werden.
Eine weitere Ausführungsform der Wickeleinrichtung 1 ist in Fig. ll dargestellt. Die Wickeleinrichtung 1 weist ebenfalls eine Drahtzieheinrichtung 11 auf. Die einzelnen von den sta¬ tionären Abläufen 2 ablaufenden Drähte 3 durchlaufen einzeln die Drahtzieheinrichtung 11 mit ihren Ziehsteinen 40 und den Ziehscheiben 41. Anschließend laufen die einzelnen Drähte 3
über eine getrennt angetriebene und geregelte Ziehscheibe 42 und weiter über die jeweils zugehörige Tänzerspeichereinrich¬ tung 7. Es ist möglich die Tänzerspeichereinrichtung 7 als Regeleinrichtung für die Ziehscheibe 42 einzusetzen. Die Drähte 3 werden einer gemeinsamen Abzugsscheibe 5a mit einer Andrückrolle 43 zugeführt. Die Drähte 3 umschlingen in einer oder mehreren Windungen die Abzugsscheibe 5a annähernd paral¬ lel nebeneinander. Anschließend werden die annähernd parallel nebeneinander angeordneten Drähte 3 als Bündel über die Ver¬ legung 8 der Verlegeeinrichtung dem geregelten Mehrdrahtwick- 1er 9 zugeführt und dort auf die Mehrdrahtspule 10 aufgewik- kelt. Dabei weisen durch die Vorbehandlung die Drähte 3 glei¬ che Drahtlängen auf. Es ist auch möglich eine derartige Wik- keleinrichtung 1 ohne eine Drahtzieheinrichtung 11 einzuset¬ zen.
Die Anordnung der Andrückrolle 43 an der Abzugsscheibe 5a ist erforderlich um ein locker werden des Bündels von Drähten 3 auf der Abzugsscheibe 5a zu verhindern und somit einen für alle Drähte 3 gleichmäßigen Drahtzug zu gewährleisten.
In Fig. 3 ist eine Ausführungsform einer Verseileinrichtung 12 der Vorrichtung zum gleichzeitigen Bewickeln der Mehr¬ drahtspule 10 mit mehreren Drähten 3 und/oder dem gleichzei¬ tigen Abwickeln der Drähte 3 von der derart bewickelten Mehr- drahtspule 10 für die nachfolgende Verseilung derselben ge¬ zeigt. Die Verseileinrichtung 12 weist eine Doppelschlagver- seilmaschine 12a nach dem Prinzip "in-out", einen Doppel¬ scheibenabzug 13, eine oder mehrere in Abiaufrichtung der Drahtlitze 14 nacheinander angeordnete Überdreheinrichtungen 15 und Nachformeinrichtungen 16 sowie eine geregelte Aufwik- keleinrichtung 17 auf.
Wie in Fig. 3 gezeigt, weist die Doppelschlagverseilmaschine
12a ein rotierendes System mit einem nicht mitdrehenden Spu- lenträger 19 auf. Die mit dem Bündel, von annähernd parallel
nebeneinander angeordneten Drähten 3 bewickelte Mehrdrahtspu¬ le 10 ist in dem Spulenträger 19, innerhalb des rotierenden Systems, angeordnet. In dem Spulenträger 19 können aber auch mehrere Mehrdrahtspulen 10 und/oder Einzeldrahtspulen ange¬ ordnet sein.
Der Spulenträger 19 ist über endseitige Drehzapfen 19a; 19b, auf der, die Drehachse bildende Mittelachse der Doppelschlag- verseilmaschine 12a gelagert. Aufgrund seines Eigengewichtes dreht der Spulenträger 19, wie bereits dargelegt, beim Ver- seilvorgang nicht mit. Die endseitigen Drehzapfen 19a; 19b können hohl ausgebildet sein.
Es können weitere Ablaufspulen 10' in Form von Mehr- oder Einzeldrahtspulen vor dem Spulenträger 19 angeordnet sein. Von den Ablaufspulen 10' werden weitere Drähte und/oder gege¬ benenfalls der Kerndraht 3' der herzustellenden Drahtlitze 14 abgezogen. Dieser Kerndraht 3' kann ebenfalls eine aus mehre¬ ren Einzeldrähten bestehende Kernlitze sein. Der Kerndraht 3' läuft entlang der Mittelachse M zu dem Drehzapfen 19a und über eine Umlenkrolle 20a zu einem Führungselement 21a. Das Fuhrungselement 21a ist ein Bestandteil des Flyers 22a, der im Bereich des vorderen Endes des Spulenträgers 19 angeordnet ist. Von dort läuft der Kerndraht 3' in einer freien Flugkur¬ ve zu einem Führungselement 21b eines im Bereich des hinteren Endes des Spulenträgers 19 angeordneten Flyers 22b. Über eine dem Drehzapfen 19b zugeordnete Umlenkrolle 20b wird der Kern¬ draht 3' in den Bereich der Mehrdrahtspule 10 geführt.
Die Führungselemente 21a; 21b können als Fuhrungsrollen oder Führungsnippel ausgeführt sein. Eine konische Umlenkrolle 23 ist auf, oder in dem vorderen Drehzapfen 19a im Bereich der Mittelachse M gelagert. Die Längsachse der Umlenkrolle 23 verläuft im wesentlichen senkrecht zur Mittelachse M. Die Um¬ lenkrolle 23 bildet einen ersten Umlenkpunkt für das von der Mehrdrahtspule 10 und gegebenenfalls weiteren Ablaufspulen
abgezogene Verseilgut. Das Verseilgut besteht aus den Drähten 3 und gegebenenfalls dem Kerndraht 3 ' .
Wie in Fig. 4 gezeigt, läuft das Verseilgut auf dem größten Durchmesserabschnitt der konischen Umlenkrolle 23 auf. Das Verseilgut gleitet während der Umlenkung, unter Eigendrehung auf dem Mantel der Umlenkrolle 23, zum schmaleren Endteil hin ab. Hierdurch erfährt das Verseilgut eine vollständige Ver¬ seilung und bildet eine Drahtlitze 14. Der erste und zweite Verseilschlag werden dadurch in einem Verseilpunkt 24 (Fig. 5) vereinigt.
Wie in Fig. 3 und Fig. 5 gezeigt, werden die als Bündel von der Mehrdrahtspule 10 abgezogenen Drähte 3 und gegebenenfalls auch die Drähte weiterer Ablaufspulen, hier der Kerndraht 3 1 der Ablaufspule 10', über ein Rollensystem 25 geführt. Das
Rollensystem 25 ist in Form eines Flaschenzuges mit einer Be¬ tätigungsrolle 25a und einer Drahtzugbremse 26 ausgebildet. Alle von der Mehrdrahtεpule 10 ablaufenden Drähte 3 verlaufen dann in einem geringen seitlichen Abstand zur Mittelachse M zu dem Verseilpunkt 24 und danach als Drahtlitze 14 entlang der Mittelachse M durch den hohlen Drehzapfen 19a hindurch zum breiteren Endteil der konischen Umlenkrolle 23.
Der Abschnitt zwischen der Mehrdrahtspule 10 und der Um- lenkrolle 23 weist wie in Fig. 3 und Fig. 5 gezeigt, in Ab¬ iaufrichtung des Verseilgutes das oben beschriebene Rollen¬ system 25 auf. Entsprechend der Anzahl der ablaufenden Drähte 3 sind mit einstellbaren Kräften belastete Tänzerspeicherein- richtungen 7' angeordnet. Weiterhin ist gegebenenfalls eine Vorformeinrichtung in einer Legescheibe 27 sowie der gemein¬ samen Verseilpunkt 24 für den ersten und zweiten Verseil- schlag vorgesehen. Außerdem kann eine Dralliereinrichtung 28 angeordnet sein.
Während der Verseilung wird das Bündel der annähernd parallel
nebeneinander angeordneten Drähte 3 mit konstanter Spannung von der Mehrdrahtspule 10 abgezogen. Das Bündel wird über das Rollensystem 25 geführt und in einzelne Drähte 3 auseinander¬ gefacht. Die Drähte 3 werden jeweils einer eigenen zugehöri¬ gen, ortsfest am Spulenträger 19 angeordneten Tänzerspei- chereinrichtung 7' zugeführt. Mittels der Tänzerspeicher¬ einrichtung 7' erfolgt pro Zeiteinheit ein spannungs- und längenausgleichender Abwickelvorgang der Drähte 3, der sich vorteilhaft auf die Qualität der herzustellenden Drahtlitze 14 auswirkt.
In der Fig. 6 ist eine vorteilhafte Ausführungsform der Tän¬ zerspeichereinrichtung 7; 7' näher dargestellt. Diese weist einen separat gelagerten und mit einstellbaren Kräften bela¬ steten Hebelarm 29 mit einer Drahtführungsrolle 30 auf. Der Hebelarm 29 kann federbelastet sein. Es ist auch eine andere Belastung beispielsweise mit Gewichten oder pneumatisch mög¬ lich. In Fig. 5 wird der Einsatz der Tänzerspeichereinrich¬ tung 7' in der Verseileinrichtung 12 gezeigt. In den Fig. 1, 2 und 11 ist die Tänzerspeichereinrichtung 7 in der Wik- keleinrichtung 1 angeordnet, wobei die Drahtführungsrolle 30 als Tänzerrolle eine vertikale Bewegung ausführt.
Die Vorformung der einzelnen Drähte 3 mittels der Vorform- einrichtung in der Legescheibe 27 ist bei bestimmten zu ver- arbeitenden Materialien, insbesondere bei HT- und Ultra-HT- Drähten, erforderlich, damit diese ihre Lage im Verseilver¬ band erhalten. An sich bekannte und demzufolge nicht näher dargestellte Ausführungsformen von Vorformeinrichtungen sehen Vorformnippel oder auch Vorformrollen vor. Die vom Verseil- punkt 24 kommende, geometrisch fertige Drahtlitze 14 kann, in Abhängigkeit vom zu verarbeitenden Drahtmaterial, mittels der Dralliereinrichtung 28 (Fig. 5) überdreht werden. Damit er¬ hält jeder der einzelnen Drähte 3 im Verseilverband die er¬ forderliche Länge. Es iεt in diesem Fall eine plastische Ver- formung zu verzeichnen. Die Dralliereinrichtung 28 dreht
dabei in gleicher Richtung, jedoch mit einer höheren Drehge¬ schwindigkeit wie die Flyer 22a; 22b der Doppelschlagverseil- maschine 12a. Je nach gewünschtem Verseilaufbau hat sich eine 1,4 bis 1,95 fach höhere Drehgeschwindigkeit der Drallierein¬ richtung 28 gegenüber den Flyern 22a; 22b als vorteilhaft er- wiesen.
Die vom schmalen Endteil der Umlenkrolle 23 abgezogene, nun¬ mehr in ihrer Struktur fertige Drahtlitze 14 läuft gemäß Fig. 3 zum Führungselement 31a des ersten Flyers 22a und von die- sem in freier Flugkurve über das Fuhrungselement 31b des zweiten Flyers 22b zu einer in dem Drehzapfen 19b quer zur Mittelachse M gelagerten Umlenkrolle 32. Die Führungselemente 31a; 31b können als Führungsrollen oder als Führungsnippel ausgeführt sein. Die beiden Flyer 22a; 22b werden gemeinsam über an sich bekannte Getriebe, beispielsweise Zahnriemen¬ triebe, von einem Antriebsmotor 33 synchron angetrieben. Dabei rotiert die an dem Drehzapfen 19a gelagerte konische Umlenkrolle 23 zusammen mit dem Flyer 22a um die Mittelachse M. In der Fig. 5 ist der Spulenträger 19 mit einer Mehrdraht- spule 10 sowie der jeweils zugehörigen Drahtzugbremse 26 und dem Rollensystem 25 näher gezeigt. Die Drahtzugbremse 26 ist als eine sogenannte tänzergesteuerte Bremse ausgeführt und weist einen zweiarmigen Schwenkhebel 26a auf. An dem einen Arm des Schwenkhebels ist die von den ablaufenden Drähten 3 umschlungene Betätigungsrolle 25a gelagert. An dem anderen Arm des Schwenkhebels greift ein Federelement 26b an. Der, die Betätigungsrolle 25a tragende Arm ist über ein Gestänge 26c mit einem mit Bremsbacken 35 versehenen Bremsband 34 ver¬ bunden. Der Bremsbelag des Bremsbandes 34 drückt gegen die Bremsfläche einer auf der Welle der Mehrdrahtspule 10 be¬ festigten Bremsscheibe 36. Wie vorstehend beschrieben, ist der Drahtzugbremse 26 ein Rollensystem 25 in Form eines Fla¬ schenzuges zugeordnet. Die auf dem Schwenkhebel 26a gelagerte Betätigungsrolle 25a ist gleichzeitig ein Bestandteil des Rollensystems 25. Über die Betätigungsrolle 25a werden die
Drähte 3 dem Rollensystem 25 zugeführt und durchlaufen dieseε in mehreren Windungen.
Durch die Führung der Drähte 3 über das Rollensystem 25 in mehreren Windungen wird erreicht, daß bei großen Spulenmassen und damit großen Abzugskräften die Drahtzugkräfte über die gesamte Spulenfüllung gering und konstant gehalten werden können. Damit sind auch sehr dünne Drähte 3 zu verarbeiten.
Die bereits bei ihrem Einlauf in den ersten Flyer 22a fertig strukturierte Drahtlitze 14 bleibt in ihrer Struktur im Be¬ reich der freien Flugkurve zwischen den beiden Flyern 22a; 22b erhalten. Die Drahtlitze 14 wird beim Verlassen der Dop- pelschlagverseilmaschine 12a über die um die Mittelachse M umlaufende Umlenkrolle 32 dem Doppelscheibenabzug 13 zuge- führt. In Fig. 7 ist der Doppelseheibenabzug 13 näher darge¬ stellt. Er weist zwei, achsparallel im Abεtand zueinander angeordnete Rollen 13a; 13b auf. Dabei kann die Rolle 13a mit Umfangεrillen 13c versehen εein, während die Rolle 13b eine Stufe 13d aufweist. Die Drahtlitze 14 läuft in mehreren ge- ordneten Schlingen um die beiden Rollen 13a,- 13b, wobei die Stufe 13d einen Sprung von einem kleineren zu einem größeren Rollendurchmeεser verursacht. Hierdurch erfolgt ein definier¬ ter Zugkraftanstieg, durch den im Zusammenwirken mit der Überdrehung 15 TorsionsSpannungen in der Drahtlitze 14 abge- baut werden.
Zum weiteren vollständigen Abbau von inneren Spannungen und zur Erhaltung des Verseilverbandeε der Drahtlitze 14 ist im Bereich des DoppelScheibenabzuges 13, wie in Fig. 3 gezeigt, eine Nachformeinrichtung 16 hinter der Überdreheinrichtung 15 angeordnet. Die Überdreheinrichtung 15 ihrerseits weist eine zu den Flyern 22a; 22b der Doppelschlagverseilmaschine 12a entgegengesetzte Drehrichtung auf. Je nach gewünschtem Ver¬ seilaufbau dreht die Überdreheinrichtung 15 mit der 0,3 bis 1,0 fachen Drehgeschwindigkeit der Flyer 22a ; 22b. Die Über¬ dreheinrichtung 15 wird durch einen nicht näher dargestellten
Antrieb getrennt von der Doppelschlagverseilmaschine 12a an¬ getrieben. Die Regelung dieses Antriebes erfolgt in Abhängig¬ keit vom dargestellten Antriebsmotor 33 (Hauptantrieb) für die Doppelschlagverseilmaschine 12a und dem Doppelseheibenab- zug 13 durch eine nicht näher dargestellte Regel- und Steuer- einrichtung. Die Regelung der Drehrichtung und Drehgeschwin¬ digkeit der Überdreheinrichtung 15 erfolgt ebenfalls über die Regel- und Steuereinrichtung.
Die Drahtlitze 14 wird über Umlenkrollen 37 einer oder mehre- ren Nachformeinrichtungen 16 zugeführt, die mindestens eine Reihe von hintereinander, mit gegenseitiger Versetzung ange¬ ordnete Richtrollen aufweisen. Die gegenseitige Versetzung der Richtrollen kann nach den jeweiligen Produkt- und Be¬ triebsbedingungen eingestellt werden kann. Die Drahtlitze 14 läuft dabei in einer wellenförmigen Bahn über die Richtrol¬ len, und durch die dabei entstehenden Biege- und Walkwirkun¬ gen erfolgt ein Spannungsabbau sowie Lagekorrekturen der Drähte 3; 3' der Drahtlitze 14. Anschließend wird die Draht¬ litze 15 über eine weitere Umlenkrolle 37 und die Rollen 13a; 13b des Doppelscheibenabzuges 13 sowie einer Verlegeeinrich¬ tung 18 der geregelten und getrennt angetriebenen Aufwickel- einrichtung 17 zugeführt. Die von der Doppelschlagverseil¬ maschine 12a kommende Drahtlitze 14 wird in Pfeilrichtung, entlang den Führungsabschnitten a bis i geführt.
Der Kerndraht 3 1 wird, wie anhand der Fig. 3 beschrieben, von einer außerhalb des Spulenträgers 19 angeordneten Ablaufspule 10' abgezogen. Es ist aber auch möglich den Kerndraht 3', in an sich bekannter Weise, von einer weiteren im Spulenträger 19 angeordneten Ablaufspule abzuziehen.
Weiterhin können, wie in Fig. 8 dargestellt, sämtliche Um¬ lenk- und Fuhrungsrollen, über die die Drähte 3 in annähernd paralleler Anordnung nebeneinander geführt werden, eine oder mehrere Führungsrillen 38 mit flachem Rollenquerschnitt auf¬ weisen. Die Führungsrillen 38 gewährleisten eine annähernd
geordnete parallele Führung der Drähte 3 nebeneinander und verhindern insbesondere Schlaufenbildungen, die sich erheb¬ lich nachteilig, insbesondere bei der Verseilung, auswirken würden.
In der Fig. 9 ist eine weitere Ausführungsform der zu der
Vorrichtung gehörenden Verseileinrichtung 12 gezeigt. Bei der Verseileinrichtung 12 ist die Doppelschlagverseilmaschine 12a nach dem Prinzip "in-out" durch eine Doppelschlagverseilma¬ schine 12b nach dem Prinzip "out-in" ersetzt. Folglich sind die eingesetzten Mehrdrahtspulen 10 nicht innerhalb, sondern außerhalb des rotierenden Systems der Doppelschlagverseilma¬ schine 12b angeordnet.
Hierbei sind die Mehrdrahtspulen 10 jeweils mit einem Bündel parallel zueinander angeordneter Drähte 3 bewickelt und in einem außerhalb der Doppelschlagverseilmaschine 12b ortsfest angeordneten Spulenträger 19 gelagert. Entsprechend der Fig. 9 sind in dem Spulenträger 19 drei Mehrdrahtspulen 10 ange¬ ordnet, von denen jeweils drei Drähte 3 abgezogen werden. Den Mehrdrahtspulen 10 ist eine weitere Ablaufspule 10' zugeord¬ net. Von der Ablaufspule 10' kann ein Kerndraht 3 ' oder eine Kernlitze, die beispielsweise aus drei Einzeldrähten besteht, abgezogen werden.
Diese Anlagenkonfiguration ist geeignet zur Herstellung von Drahtlitzen 14 der Ausbildung 1+9 oder 3+9. Bei der Ausbil¬ dung 1+9 besteht die Drahtlitze 14 aus einem Kerndraht 3' und neun Drähten 3. Während bei der Ausbildung 3+9 die Drahtlitze 14 aus einer Kernlitze mit drei Einzeldrähten sowie neun Drähten 3 gebildet wird.
Zum Verseilen werden die einzelnen Drähte 3 und der Kerndraht 3' mit gleichbleibender Zugkraft abgezogen. In Drahtlaufrich¬ tung wird das Bündel annähernd parallel nebeneinander ange- ordneter Drähte 3, von der jeweiligen Mehrdrahtspule 10
kommend, über das Rollensystem 25 mit der Drahtzugbremse 26 geführt. Anschließend wird jeder einzelne Draht 3 über eine eigene ortsfest am oder hinter dem Spulenträger 19 angeord¬ nete Tänzerspeicherinrichtung 7' geführt. Im Anschluß daran werden die Drähte 3 über die Legescheibe 27 dem Verseilpunkt 24 zugeführt, wobei die Drähte 3 eine Vorformeinrichtung durchlaufen können. Der Kerndraht 3' wird seinerseits eben¬ falls über ein zugehöriges Rollensystem 25 mit einer Draht¬ zugbremse 26 geführt, läuft jedoch dann direkt über die Lege¬ scheibe 27 zum Verseilpunkt 24. Das Verseilgut, bestehend aus Drähten 3 und dem Kerndraht 3', wird nachfolgend dem rotie¬ renden System der Doppelschlagverseilmaschine 12b zugeführt. Der eigentliche VerseilVorgang erfolgt derart, daß das Ver¬ seilgut im ersten Umlenkpunkt über eine im ersten Drehzapfen 19a angeordnete und mitdrehende Umlenkrolle 20a sowie weiter über ein Führungselement 31a des zugehörigen Flyers 22a ge¬ führt wird. In freier Flugkurve wird das Führungselement 31b des synchron drehenden zweiten Flyers 22b erreicht und von dort, der im zweiten Drehzapfen 19b angeordneten sowie mit-- drehenden konischen Umlenkrolle 23 zugeführt. Auf der koni- sehen Umlenkrolle 23 läuft das Verseilgut auf dem größten
Durchmesserabεchnitt auf. Das Verseilgut gleitet während der Umlenkung, unter Eigendrehung auf dem Mantel der Umlenkrolle 23, zum schamleren Endteil hin ab. Hierdurch erfährt das Ver¬ seilgut eine vollständige Verseilung und bildet die Drahtlit- ze 14. Der erste und zweite Verseilschlag sind dadurch in dem Verseilpunkt 24 vereinigt. Von der konischen Umlenkrolle 23 kommend, wird die Drahtlitze 14 über einen Doppelscheibenab¬ zug 13, eine nachfolgende Überdreheinrichtung 15 und eine Nachformeinrichtung 16 der geregelten Aufwickeleinrichtung 17 mit der Verlegeeinrichtung 18 zugeführt. Der Doppelscheiben- abzug 13, die Überdreheinrichtung 15, die Nachformeinrichtung 16 und die Aufwickeleinrichtung 17 mit der Verlegeinrichtung 18 sind, in an sich bekannter Weise, in einem Spulenträger 39 ortsfest angeordnet. Der Spulenträger 39 ist zwar auf dem endseitigen Drehzapfen 19a; 19b drehbar gelagert, jedoch
dreht er auf Grund seines Eigengewichtes beim Verseilvorgang nicht mit.
Wie in Fig.9 gezeigt, besteht weiterhin die Möglichkeit, zwi¬ schen dem Verseilpunkt 24 und der ersten Umlenkrolle 20a, außerhalb des rotierenden Systems der Doppelschlagverseilma¬ schine 12b, eine Dralliereinrichtung 28 anzuordnen. Weitere Ausführungen zu den vorerwähnten Einrichtungen erübrigen sich, da diese in ihrer näheren Ausgestaltung und Funktions¬ weise den gleichlautenden und gleichbezeichneten und bereits zur Doppelschlagverseilmaschine 12a beschriebenen Einrichtun¬ gen entsprechen.
In den Figuren 10a bis 10g sind Konfigurationen der Verseil- einrichtung 12 mit Draht- und Litzenlauf gezeigt. Der Umfang der Erfindung wird jedoch nicht auf diese Beispiele be¬ schränkt.
Den Figuren 10a bis lOd sind Verseileinrichtungen 12 mit Dop- pelschlagverseilmaschinen 12a nach dem Prinzip "in-out" zu entnehmen.
Entsprechend der Fig. 10a ist im rotierenden System einer Doppelschlagverseilmaschine 12a eine Mehrdrahtspule 10 ange¬ ordnet, die entsprechend den Programmen 1x2; 1x3; 1x4 oder 2+2 mit einem Bündel von zwei bis vier einzelnen, parallel zueinander angeordneten Drähten 3 bewickelt ist. Das Bündel von Drähten 3 wird mit gleichbleibender Zugkraft abgezogen und auseinandergefacht. Im Anschluß daran werden die einzel¬ nen Drähte 3 über ihre jeweilige Tänzerspeichereinrichtung 7' geführt und verseilt. Nachdem die in ihrer Struktur fertige Drahtlitze 14 zum Abbau ihrer inneren Spannungen einem defi¬ nierten Zugkraftanstieg und einem oder mehreren Überdreh- und Nachformvorgängen, wie bereits beschrieben, unterworfen wird, wird die fertige Drahtlitze 14 mit gleichbleibender Aufwik- kelkraft der geregelten Aufwickeleinrichtung 17 zugeführt.
In der Fig. 10b sind entsprechend den Programmen 1+6 oder 3+6 in dem rotierenden System zwei Mehrdrahtspulen 10 für jeweils drei Drähte 3 angeordnet. Vor dem rotierenden System ist eine Ablaufspule 10 ' mit einem Kerndraht 3 ' oder einer aus drei miteinander verseilten Drähten bestehenden Kernlitze angeord- net. Der Kerndraht 3' bzw. die Kernlitze läuft in das rotie¬ rende System ein und wird mit den von im Spulenträger 19 an¬ geordneten Mehrdrahtspulen 10 ablaufenden Drähten 3 verseilt.
In der Fig. 10c ist entsprechend den Programmen 1+6 oder 3+6 der Ablaufspule 10' eine im rotierenden System angeordnete Mehrdrahtspule 10 mit sechs Drähten 3 zugeordnet. Statt des Kerndrahtes 3' kann eine Kernlitze, bestehend aus drei mit¬ einander verseilten Drähten, auf der Ablaufspule 10' aufge¬ wickelt sein. Der Verfahrensablauf ist vorstehend beschrie- ben.
In der Fig. lOd sind, entsprechend den Programmen (1+6) +12, der Ablaufspule 10' in dem rotierenden System vier Mehr¬ drahtspulen 10 mit jeweils drei Drähten 3 zugeordnet. Statt eines Kerndrahtes 3' ist eine Kernlitze vorgeεehen. Sie ent¬ spricht der Ausbildung 1+6.
Den Figuren lOe bis 10g sind Verseileinrichtungen 12 mit Dop- pelschlagverseilmaschinen 12b nach dem Prinzip "out-in" zu entnehmen.
Gemäß der Fig. lOe sind sowohl die Ablaufspule 10' für den Kerndraht 3' als auch die Mehrdrahtspule 10 für den Draht 3 außerhalb des rotierenden Systems angeordnet. Entsprechend den Programmen 1+6 ist auf der Mehrdrahtεpule 10 ein Bündel von sechs annähernd parallel nebeneinander angeordneten Dräh¬ ten 3 angeordnet, welches mit gleichbleibender Zugkraft abge¬ zogen wird. Diese Drähte 3 werden auseinandergefacht und je¬ weils ihrer Tänzerspeichereinrichtung 7' zugeführt sowie gemeinsam mit dem Kerndraht 3' im Verseilpunkt 24 zur Draht-
litze 14, wie vorstehend beschrieben, verseilt, gegebenen¬ falls über eine Dralliereinrichtung 28 geführt und aufgewik- kelt.
Die Fig. lOf zeigt eine Doppelschlagverseilmaschine 12b für ein Programm der Ausbildung 1+6, wobei von zwei Mehrdrahtspu¬ len 10 jeweils drei Drähte 3 abgezogen und mit einem von der Ablaufspule 10' ablaufenden Kerndraht 3' verseilt werden.
Gemäß Fig. 10g werden für eine parallel Ausbildung beispiels- weise 1+9+9, von sechs Mehrdrahtspulen 10 jeweils drei Drähte 3 abgezogen und mit dem von der Ablaufspule 10' ablaufendem Kerndraht 3' dem Verseilpunkt 24 zugeführt.
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