| 1. | Verfahren zum Prüfen von FahrzeugStabilisatoren, die an orts¬ festen Lagern eingespannt und deren Schenkel durch Schwing¬ erreger gegeneinander (dreh) bewegt werden, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß man die Schenkel zusammen mit daran angekoppelten, beweg¬ baren Massenelementen bei der (ersten) Resonanzfrequenz des MasseFederSystems zu gegenphasigen Schwingungen um einen festen Nullpunkt durch den Schwingerreger anregt. |
| 2. | Vorrichtung zum Prüfung von FahrzeugStabilisatoren, mit orts¬ festen Lagermitteln zum Einspannen eines Stabilisators und mit Antriebsmitteln zum (Dreh) Bewegen eines Stabilisator¬ schenkels relativ zum anderen Stabilisatorschenkel, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß I die Antriebsmittel zwei bewegbare Massenelemente (18, 19) zur Bildung eines MasseFederResonators umfassen, die derart ausgebildet, beweglich angeordnet und von denen je¬ weils eines mit einem Schenkel (12, 13) des Stabilisators 5 (10) derart verbunden ist, daß sie über einen angekoppel¬ ten Schwingerreger (27) zusammen mit den Stabilisator¬ schenkeln (12, 13) in gegenphasige Schwingungen bringbar sind, deren Frequenz im wesentlichen durch die Massen der Massenelemente (18, 19) und die Federkraft das Stabilisa G tors (10) bestimmt ist. |
| 3. | Vorrichtung nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Massenelemente (18, 19) jeweils über Wellen (24, 5 25) um eine Achse drehbar gelagert sind, die mit einer Mittelachse (X) durch die ortsfesten Lagermittel (30, 31) fluchten. |
| 4. | Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, 0 d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Massenelemente (18, 19) über Kopplungsmittel (20, 21) jnit den BefestigungsEnden (14, 15) der Stabilisator¬ schenkel (12, 13) verbindbar sind, wobei die Kopplungs¬ mittel (20, 21) so ausgebildet sind, daß im wesentlichen 5 ausschließlich in der zu der Mittelachse (X) senkrechten Ebene wirkende Kräfte zwischen den Massenelementen (18, 19) und den Stabilisatorschenkeln (12, 13) übertragbar sind. |
| 5. | O. |
| 6. | Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Massenelemente (18,19) mit Ausgleichsmassenele enten (33, 34) versehen sind, die auf der zur Mittel¬ achse (X) gegenüberliegenden Seite der Massenelemente 35 (18, 19) angeordnet und hinsichtlich ihrer Abmessungen derart ausgestaltet sind, daß die Massenelemente (18, 19) im wesentlichen um ihre Drehachse tatisch ausgewuchtet sind. 1 6. |
| 7. | Vorrichtung nach Anspruch 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Kopplungsmittel (20, 21) Wälzlager (50), insbe¬ sondere Pendelrollenlager umfassen, deren Drehachsen im 5 wesentlichen parallel zur Mittelachse (X) verlaufen. |
| 8. | Vorrichtung nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Massenelemente (18, 18'; 19) jeweils über als 10 Lager ausgebildete Befestigungselemente (23, 23') drehbar direkt an Befestigungsenden (14, 15) der Stabilisator¬ schenkel (12, 13) angebracht sind, und daß der Schwing¬ erreger (27) über Kopplungsmittel (7787) mit einem Sta¬ bilisatorschenkel (12) verbindbar ist.*& 15. |
| 9. | Vorrichtung nach Anspruch 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Kopplungsmittel einen, mit seinem einen Ende am Stabilisatorschenkel (12) festlegbaren Koppelhebel (81) Q umfassen, der mit seinem anderen Ende in einem Lager (77) um eine Achse schwenkbar gehalten ist, die senk .. recht zu einer Mittelachse (X) durch die ortsfesten La¬ germittel (30, 31) verläuft und diese schneidet, wobei das Lager (77) mit einem hin und herdrehenden Schwing erreger (27) verbunden ist, dessen Drehachse mit der Mittelachse (X) fluchtet. |
| 10. | Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , gθ daß der Schwingerreger einen Hydraulik oder Elektromo¬ tor, vorzugsweise einen Scheibenlaufermotor (27) umfaßt. |
| 11. | Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , ,5 daß der Schwingerreger (27) mit einem Meßfühler (Winkel¬ geber 35) zum Abtasten der Schwingbewegung verbunden ist. |
| 12. | tέ. |
| 13. | Vorrichtung nach Anspruch 10, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Meßfühler (35) mit einer Signalausgangsleitung auf einen IstWerteingang eines Motorreglers (6769) zum Regeln der Motorleistung bzw. Amplitude auf einen SollWert geführt ist. |
| 14. | Vorrichtung nach Anspruch 11, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Meßfühler einen Drehwinkelgeber (35) umfaßt und der Regler (2769) so ausgebildet ist, daß die Drehbewe¬ gung des Motors (27) zu einem fest einstellbaren Winkel¬ wert (Nullpunkt) mit symmetrischen Amplituden erfolgen. |
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Prüfen von Stabilisatoren nach dem Oberbegriff des Patentan¬ spruches 1 bzw. des Patentanspruches 2.
Für die Entwicklung von Fahrzeugstabilisatoren ebenso wie für die Endkontrolle bei der Fertigung oder die Eingangskontrolle zugekaufter Teile muß man die Fahrzeugstabilisatoren unter wirk¬ lichkeitsnahen Belastungsbedingungen dynamisch prüfen. Dies be¬ deutet insbesondere, daß man die Stabilisatoren z.B. . einem Dauertest aussetzt, in welchem üblicherweise bis zu 10 Last¬ spiele gefahren werden. Die bisher bekannten Prüfstände für Stabilisatoren umfassen Exzenterantriebe, um die Prüfverfor¬ mungen entweder gegenphasig in beide Schenkel der Stabilisa-
I toren oder einseitig in einen Schenkel bei fester Einspannung des Gegenschenkels einzuleiten. Diese Art von Antrieb hat zum einen den Nachteil, daß die Versuchsfrequenz kaum 5 Hz übersteigen kann, da sonst die nicht ausgleichbaren Massen- 5 kräfte zu extremen Vibrationen des PrüfStandes, des Bodens usw. füh¬ ren. Die niedrige Frequenz des Lastwechsels führt wiederum zu einer äußerst langen Testdauer am Einzelstück (ca. 50 Stunden für 10 Lastwechsel bei 5 Hz Lastwechselfrequenz), was für die Entwicklung von Stabilisatoren bereits störend Q ist, eine stichprobenmäßige Überprüfung einer Fertigung jedoch unzulässig verzögert. Ein weiteres Problem der Exzεnteran- triebe liegt darin, daß auf solchen Prüfständen nur Schwing¬ versuche mit konstanten Amplituden durchgeführt werden können. Um wirklichkeitsnähere Beanspruchungsprofile zu erzielen, bei
• j _5 denen eine Vielzahl verschiedener Amplituden durchlaufen wer¬ den, sind servohydraulische Prüfanlagen bekannt. Derartige Prüfanlagen sind aber nicht nur in der Herstellung äußerst teuer, sie erregen auch wegen der unausgleichbaren Massen Vibrationen am Aufstellort und sind im Betrieb sehr kostspielig.
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Ausgehend vom oben genannten Stand der Technik, ist es Auf¬ gabe der vorliegenden Erfindung, Verfahren und Vorrichtung der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, daß Stabilisatoren auf einfache, kostengünstige Art erheblich
2g schneller als bisher geprüft werden können.
Diese Aufgabe wird verfahrensmäßig dadurch gelöst, daß die Schenkel eines zu prüfenden Stabilisators zusammen mit daran angekoppelten, bewegbaren Massenelementen bei der Resonanz¬ aσ frequenz des Masse-Feder-Systems zu gegenphasigen Schwingun¬ gen um einen festen Nullpunkt angeregt werden. Die zur Lö¬ sung der gestellten Aufgabe geeignete Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, daß die Antriebsmittel bewegbare Massen- elemente. zur Bildung eines Masse-Feder-Resonators umfassen, die derart ausgebildet, beweglich angeordnet und
35 jeweils mit einem Schenkel des Stabilisators verbunden sind, " daß sie über einen angekoppelten Schwingerreger zusammen mit
den Stabilisatorschenkeln in Schwingungen bringbar sind, deren Frequenz durch die Masse der Massenelemente und die Federkraft des Stabilisators bestimmt ist.
Im Prinzip dreht es sich also bei der Erfindung darum, daß man durch die Ankopplung jeweils einer Masse an jedem Schenkel ein in sich abgeschlossenes, schwingungsfähiges System aufbaut, dessen einer Teil (nämlich die Feder) der Prüfling und dessen andere Teile zwei in der PrüfVorrichtung angeordnete Teile sind. Bei dieser Lösung muß der Schwing¬ erreger lediglich die im System auftretenden Verluste kom¬ pensieren, die sich aus der durch die benutzte Vorrichtung ergebenden Reibung, Luftdämpfung und der Materialdämp¬ fung zusammensetzen. Der entstehende Energiebedarf ist somit äußerst gering (unter 1 kW für die Prüfung eines Sta¬ bilisators für einen Mittelklasse-Pkw) .
Als Schwingerreger eignet sichwegen seiner guten Regelbarkeit be¬ sonders ein Scheibenläufermotor, der ein über eine Welle um eine Achse reh- ar gelagertes Massenelement hin- und herdreht, n demein Ende des Sta¬ bilisatorschenkels befestigt ist. Der andere Stabilisator¬ schenkel ist mit einem zweiten, ebenso drehbar beweglichen Massenelement gekoppelt, das so ausgestaltet ist, daß es gegenphasig zum ersten Massenelement schwingen kann, so ver- doppelt sich die Gesamt-Belastungsamplitude des Stabilisa¬ tors bei gleichbleibender Schwingamplitude (Drehwinkel) des Schwingerregers bzw. des ersten Massenelementes. Hierbei müssen die Trägheitsmomente auf beiden Seiten (von der Mitte des Prüflings aus gesehen) gleich groß sein.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung versieht man die Massenelemente mit Ausgleichsmassenelementen, die auf der zur Lagerachse gegenüberliegenden Seite der Massenele¬ mente angeordnet und hinsichtlich ihrer Abmessungen derart ausgestaltet sind, daß die Massenelemente im wesentlichen um ihre Drehachse statisch ausgewuchtet sind. In diesem Fall haben also die Massenelemente zusammen mit den Ausgleichs-
assen rein rotatorisch wirkende Massenträgheitsmomente, die sich gegenseitig derart kompensieren, daß keine Schwingungen nach außen (auf den AufStellboden) übertragen werden.
Bei den vorgenannten Lösungen, bei denen die Massenelemente jeweils gelagert sind, kann selbstverständlich auch eine Torsionsfeder (Drehstab) anstelle eines Stabilisators ge¬ prüft werden, wobei dann die Kopplungsmittel zwischen den Massenelementen und den Enden der Torsionsfeder entsprechend ausgestaltet sein müssen.
Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Massenelemente nicht gelagert, sondern jeweils über 5 Befestigungselemente direkt an Befestigungsenden der Stabili¬ satorschenkel drehbar angebracht. Dadurch wird die Einleitung einer momentenfreden Kraft wie im Fahrzeug gewährleistet. Der Schwingerreger ist hierbei über Kopplungsmittel mit einem Stabilisatorschenkel verbindbar. Vorzugsweise umfassen hier- Q bei die Kopplungsmittel einen, mit seinem einen Ende am Stabilisator¬ schenkel festlegbaren Koppelhebel, der mit seinem anderen Ende in einem Lager um eine Achse schwenkbar gehalten ist, die senkrecht zu einer Mit¬ telachse durch die ortsfesten Lagermittel verläuft und diese schneidet, wobei das Lager mit einem hin- und herdrehenden g Schwingerreger verbunden ist, dessen Drehachse mit der Mittel¬ achse fluchtet. Bei dieser Anordnung ist die Anpassung der Vorrichtung auf verschiedene Formen von Stabilisatoren be¬ sonders leicht möglich und die Konstruktion der Anordnung wird durch den Fortfall der zwei Lager für die Massenele¬ 0 mente vereinfacht.
Weitere erfindungswesentliche Merkmale ergeben sich aus den ünteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung einer be¬ vorzugten Ausführungsform der Erfindung, die anhand von Ab¬ 5 bildungen näher erläutert wird. Hierbei zeigen:
Fig. 1 eine schematisierte, teilgeschnittene Seiten¬ ansicht der Vorrichtung;
1 Fig. 2 einen Längsschnitt entlang der Linie II-II aus Fig. 1;
Fig. 3 einen Teil-Längsschnitt entlang der Linie 5 III-III aus Fig. 2;
Fig. 4 eine teilgeschnittene Seitenansicht eines
Massenelement-Endabschnittes mit Kopplungs¬ element; 10
Fig. 5 einen Teil-Längsschnitt durch das Oberteil ei¬ nes Lagerelementes entlang der Linie V-V aus Fig. 6;
15 Fig. 6 eine Vorderansicht entlang der Linie VI-VI aus
Fig. 5;
Fig. 7 eine Teil-Seitenansicht einer weiteren bevor¬ zugten Ausführungsform der Vorrichtung;
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Fig. 8 eine Ansicht entlang der Linie VIII-VIII aus Fig. 7; und
Fig. 9 ein schematisiertes Blockschaltbild der elek- 25 * trischen Schaltung des Gesamtsystems.
Bei der folgenden Beschreibung werden für gleiche oder äqui¬ valente Teile dieselben Bezugsziffern verwendet.
an Wie in Fig. 1 gezeigt, umfaßt das hier gezeigte Ausführungs¬ beispiel der Vorrichtung ein Maschinenbett 32, auf dem zwei Lager 16, 17 festgesetzt sind, in denen ein zu prüfender Stabilisator 10 an den Stellen seines Mittelabschnittes 11 drehbeweglich gelagert ist, an denen der zu prüfende Stabi¬ oc lisator 10 auch im eingebauten Zustand am Fahrzeugrahmen ge¬ lagert ist.
Weiterhin sind auf dem Maschinenbett 32 Massenelement-Lager 30 und 31 festgesetzt, in denen jeweils ein im wesentlichen stabförmiges Massenelement 18 bzw. 19 mit seiner Welle 24 bzw. 25 drehbeweglich gelagert ist. Die Wellen 24, 25 der Massenelemente 18, 19 weisen eine gemeinsame Drehachse X auf, welche gleichzeitig die durch die Stabilisator-Lager 16, 17 verlaufende Mittelachse darstellt.
Die eine Massenelement-Welle 24 ist über eine Wellenkupplung 26 mit der Motorwelle 71 eines Scheibenläu ermotors 27 dreh¬ fest verbunden, dessen scheibenförmiger Rotor 29 auf der Mo¬ torwelle 71 festgesetzt ist und dessen Stator 28 am Maschi¬ nenbett 32 befestigt ist.
5 D-j_ e Massenelemente 18 und 19 sind über Kopplungselemente 20, 21 und Befestigungsbolzen 22, 23 mit den Befestigungsenden 14, 15 des Stabilisators 10 verbunden. Diese Kopplungsele¬ mente 20, 21, die weiter unten näher beschrieben werden, sind so ausgestaltet, daß sie lediglich Kräfte übertragen können, Q die in der zur Drehachse X normalen Ebene wirken, während
Kräfte parallel oder senkrecht zur Drehachse X lediglich zu einer Verformung in den Kopplungselementen 20, 21 führen.
An den Befestigungsenden 14, 15 des zu prüfenden Stabilisa¬ 5 tors 10 sind weiterhin Abstimm-Massen 37, 38 angeordnet, die (zusätzlich zu den Massenelementen 18, 19) die Resonanzfre¬ quenz des Systems bestimmen.
An dem Massenelement 19, das nicht mit dem Scheibenläufermo- 0 tor 27 gekoppelt ist, ist eine Kompensationsmasse 39 ange¬ bracht, die derart bemessen ist, daß die Gesamt-Massenträg- heitsmomente auf beiden Seiten des Stabilisators 10 gleich sind. Da die Massenträgheitsmomente der Wellen 24 und 25 im wesentlichen gleich und diejenigen der Kupplung 26 und der 5 Motorwelle 71 fast vernachlässigbar sind, kompensiert somit mit die Kompensationsmasse 39 im wesentlichen das Massenträg¬ heitsmoment des Rotors 29 des Scheibenläufermotors 27.
1 W ie in Fig. 1 weiterhin gezeigt, sind mit jeder Massenelemen- ten-Welle 24 bzw. 25 Winkelgeber 35 bzw. 36 gekoppelt, über deren A usgangssignale die jeweilige Winkelposition (relativ zur Drehachse X) der Massenelemente 18 bzw. 19 und damit der
5 Schenkel 12 bzw. 13 des zu prüfenden Stabilisators 10 me߬ bar sind.
Im folgenden werden anhand der Figuren 2 und 3 die Massenele¬ ment-Lager 30 und 31 näher beschrieben, die im wesentlichen 10 gleichartig bzw. identisch ausgeführt sind.
Jedes der Massenelement-Lager 30 bzw. 31 weist eine Bohrung auf, in der zwei über Distanzhülsen 45, 46 voneinander, in Abstand gehaltene Wälzlager 41, 42 sitzen, die auf der zu
£5 lagernden Welle 24 bzw. 25 im Massenelement-Lager 30 bzw.
31 über Sicherungsringe 43, 44 gehalten sind. Die Massenele¬ mente-Lager 30, 31 sind jeweils in einer Führung 48 im Ma¬ schinenbett 32 längsverschiebbar gelagert, wobei zur Ver¬ schiebung gegebenenfalls eine Spindel 40 mit motorischem An-
2Q trieb vorgesehen sein kann. Das Maschinenbett 32 weist auf beiden Seiten der Führung 48 Langlöcher 32' auf, die derart ausgestaltet sind, daß mit ihrem einen Ende am jeweiligen Massenelement-Lager 30 bzw. 31 befestigte Feststellbolzen 49, 49' durch die Langlöcher 32' hindurchragen können, wobei
25 die unter dem Maschinenbett 32 liegenden Enden der Feststell¬ bolzen 49, 49' über einen Wippbalken 47 miteinander verbunden sind. Der eine Bolzen 49' muß nicht verstellbar sein, während der andere Bolzen 49 mit seinem unteren Ende in einer ent¬ sprechenden Gewindebohrung im Wippbalken 47 sitzt, so daß 0 bei Festziehen des Bolzens 49 der Wippbalken 47 an das Ma¬ schinenbett 32 herangezogen und das Massenelement-Lager 30 bzw. 31 auf diesem festgesetzt wird.
Diese Ausgestaltung der Führung eignet sich auch besonders 5 9 ut für die Stabilisator -Lager 16, 17, wobei eines der Lager (in Fig. 1 das Lager 17) vorzugsweise mit einer Meßmarke 76 versehen ist, der gegenüber am Maschinenbett 32 ein Maßsstab
1 74 sitzt. Das andere Lager 16 ist mit einer Null-Marke 75 auf dem Maschinenbett 32 fest angeordnet, wobei der Maßstab 74 die Entfernung zwischen den Marken 75 und 76 bzw. zwischen den Lagern 16 und 17 wiedergibt. Das Lager 17 ist über eine
5 Spindel mechanisch oder elektromotorisch verstellbar, so daß die Anordnung sehr leicht und genau auf den Prüfling einge¬ stellt werden kann.
Das Kopplungselement 20 bzw. 21, das in Fig. 1 als L-förmi- 0 ges Blech angedeutet ist, wird vorzugsweise in der in Fig. 4 gezeigten Art ausgebildet. Hierbei sind die Massenelemente 18 bzw. 19 mit einem über einen Teil ihrer Länge (radial zur Achse X) verlaufenden Langloch 73 versehen, so daß ein Schlitten 52 über einen Befestigungsbolzen 53 am jeweiligen 5 Massenelement 18 bzw. 19 mit variablem Abstand zur Drehachse befestigt werden kann. Im Schlitten 52 ist ein Wälzlager 50 mit seinem Außenring gehalten, in dessen Innenring ein Befe¬ stigungsbolzen 22 bzw. 23 einschraubbar ist, um das mit ei¬ ner entsprechenden Bohrung versehene Befestigungsende 14 bzw. J X 15 eines Stabilisatorschenkels 12 bzw. 13 mit dem dazugehö¬ rigen Massenelement 18 bzw. 19 zu verbinden. Um beim Fest¬ ziehen des Bolzens 22 bzw. 23 ein Verspannen des Stabilisa¬ torSchenkels zu vermeiden, sind Kugelscheiben 51, 51' auf beiden Seiten des Befestigungsendes 14 bzw. 15 des Stabili- 5 sators zwischengelegt. Durch diese Ausbildung der Kopplungs¬ elemente 20, 21 lassen sich die wesentlichen Verformungen des Stabilisatorschenkels, welche das Testergebnis beeinflus¬ sen könnten, auffangen.
33 Im folgenden werden die Lager 16, 17 näher beschrieben, über welche der zu prüfende Stabilisator 10 auf dem Maschinenbett 32 gelagert ist.
Wie in den Fig. 5 und 6 gezeigt, umfassen die Lager jeweils α^. Pendelrollenlager 58, die einen Außenring 59 mit einem In¬ nenring 60 drehbar verbinden. Im Innen- bzw. Außenring ist das Lager 58 ' über Spännringe 63, 64 festgesetzt, so daß der
1 Außenring 59 mit dem Innenring 60 auch in Axialrichtung fest aber drehbar verbunden ist.
Zwischen dem Innenring 60 und den Stabilisator 10 sind zwei 5 Halb-Haltescheiben 61, 61' eingesetzt, die (vorzugsweise mittig) jeweils eine Bohrung aufweisen, in denen Spannbolzen 66, 66' sitzen. Der Außen- und der Innendurchmesser der Hal¬ tescheiben 61, 61" ist so bemessen, daß dann, wenn die Spann¬ bolzen 66, 66' nicht festgezogen sind, die Haltescheiben 61,
10 61' in den Raum zwischen Stabilisator 10 und Innenring 60 einschiebbar sind, bis sie an einem radial nach innen ragen¬ den Bund 65 am Innenring 60 anschlagen. Die Haltescheiben 61, 61' sind aus einem elastisch verformbaren Kunststoff gefer¬ tigt, so daß beim Festspannen der Spannbolzen 66, 66' das
15 Material der Haltescheiben 61, 61' radial nach außen und nach innen ausweicht und so die Haltescheiben 61, 61' sich zwi¬ schen den Innenring 60 und den Stabilisator 10 einspreizen. Durch die Materialwahl wird nicht nur diese äußerst einfach zu montierende und zu demontierende Halterung geschaffen, es
2 Q wird vielmehr auch jeglicher Reibverschleiß auf dem Prüfling vermieden, der bei metallischer Lagerung unvermeidbar wäre.
Der Außenring 59 der Anordnung weist vorzugsweise einen sich stumpf-kegelförmig verringernden Querschnitt auf, so daß der 5 Außenring 59 in einer entsprechend ausgebildeten Nut mit hohlkegelförmigem Querschnitt in einem Sockel 54 bzw. einer Kappe 55 eines Lagerbocks festgespannt werden kann. Die Kappe 55 ist über ein Gelenk 5 ' 5 mit dem Sockel 54 auf der einen Seite und auf der anderen Seite über einen Spannbolzen
30 57 verbunden. Diese Möglichkeit des Herauslösens des Lagers 58-60 ist mindestens für ein Lager (16 oder 17) notwendig, während das Lager 58 bis 60 jeweils im anderen Lager 16 bzw. 17 fest angeordnet sein kann, so daß man einen zu prüfenden Stabilisator 10 zunächst in das eine Lager einfädelt, dann gc das Lager 56 bis 60 auf das andere Ende auffädelt, bis zur richtigen Position im geöffneten zweiten Lagerbock schiebt und schließlich die Kappe 55 dieses Lagers mit dem Sockel 54
1 über den Spannbolzen 57 verbindet. Abschließend werden die Haltescheiben 61, 61' eingesetzt und die Bolzen 66 festge¬ spannt.
5 Im folgenden wird eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung anhand der Fig. 7 und 8 näher erläutert.
Der wesentliche Unterschied zu der zuvor gezeigten Anordnung liegt darin, daß die Massenelemente 18 bzw. 19 hier nicht 0 gelagert sind, sondern direkt an die Befestigungsenden 14 bzw. 15 angeschraubt sind. In Fig. 7 ist nur eine Seite des Stabilisators gezeigt, wobei die andere Seite bzw. der ande¬ re Schenkel mit gleichartigen Massenelementen verbunden ist.
5 Um möglichst gleichförmige Kräfte auf die Stabilisatorschen¬ kel 12 bzw. 13 wirken zu lassen, ist es von Vorteil, wenn die Massenelemente zweigeteilt sind, wie dies in Fig. 7 ge¬ zeigt ist, wobei zwischen den Teil-Massenelementen 18, 18' und dem jeweiligen Befestigungsende 14 (bzw. 15) des Stabi- 0; lisatorschenkels 12 (bzw. 13) Lager 23, 23' vorgesehen sind.
Die Schwingerregung erfolgt bei dieser bevorzugten Ausfüh- rungsform über einen Koppelhebel 81, der an einem Ende in einem Lager 77 sitzt. Das Lager 77 weist eine relativ breite
25 Lagergabel 78 auf, in welcher eine Lagerachse 80 und von dieser hervorstehend ein Arm 83 befestigt ist. Die Gabel 78 ist auf der Welle 24 so befestigt, daß die Drehachse X der Welle 24 durch die Drehachse des Lagers 77 rechtwinkelig diese schneidend verläuft. Der Arm 83 weist somit einen Dreh- g jQ punkt 79 auf, der mit dem Schnittpunkt der Achse X und der Drehachse des Lagers 77 zusammenfällt.
An seinem, dem Lager 77 gegenüberliegenden Ende geht der Arm 83 in eine V-förmige Gabel 82 über, deren Schenkel jeweils 32 mit einem Schutzschlauch 84 aus Kunststoff überzogen sind.
Die Gabel 82 ist vorzugsweise gegenüber dem Arm 83 gekröpft. Bei dieser Anordnung kann man nun zum Einspannen eines Prüf-
1 lings 10 zunächst den Koppelhebel 81 nach hinten (in Fig. 7 nach links) klappen, um dann nach dem Einspannen den Koppel¬ hebel 81 derart wieder nach vorne (in Fig. 7 im Uhrzeiger¬ sinn) zu schwenken, daß der Stabilisatorschenkel 12 in der 5 Gabel 82 zu liegen kommt, woraufhin man den Koppelhebel 81 über eine Spannbrücke 85 und ein Spannband 86, das in einer Nase 87 am Koppelhebel 81 eingehängt werden kann, mit dem Schenkel 12 verbindet. Der Koppelhebel 81 wird vorzugsweise aus Leichtmetall gefertigt, so daß die Anordnung nur ein ge-
1.0 ringes Massenträgheitsmoment aufweist. Durch diese Ausbil¬ dung der Erfindung ist eine Erhöhung der Resonanzfrequenz des Systems und ein leichteres Wechseln von Prüflingen er¬ zielbar. Falls nötig, kann man auf der anderen, in Fig. 7 nicht gezeigten Seite des Stabilisators 10 einen "Blind-
15 ' Koppelhebel" vorsehen, der ebenfalls gelagert ist und ein
Trägheitsmoment aufweist, das demjenigen auf der Antriebs¬ seite entspricht. An diesem "Blind-Koppelhebel" auf der an¬ deren Seite kann wie bei der Ausführungsform nach Fig. 1 ein zweiter Drehwinkelgeber vorgesehen sein. Die Lager 16 und 17 0 sind, wie zu Fig. 1 beschrieben, einstellbar.
Im folgenden wird das Grundprinzip des Antriebs der be¬ schriebenen Vorrichtung anhand der Fig. 9 näher beschrieben, wobei die Einzelelemente der Anordnung bekannt sind.
25 Der Motor 27 wird über einen Servoverstärker 67 mit Strom versorgt, an dessen Steuereingang der Ausgang eines Reglers 68 liegt. Der Regler 68 steht mit seinem Eingang mit dem Ausgang eines Vergleichers 69 in Verbindung, an dessen posi¬ tivem Eingang ein Sollwert ansteht, der mit dem Ausgangs- 0 signal des Winkelgebers 35 über den invertierenden Verglei¬ chereingang verglichen wird. Je nach dem am Sollwert-Ein¬ gang (+) stehenden Wert dreht somit die Ausgangswelle 71 des Motors 27 auf einen bestimmten Winkelbetrag.
Der Sollwert-Eingang des Vergleichers 69 steht über einen 5 Kondensator C und ein Amplituden-Regelpotentiometer R2 mit dem Ausgang eines Sinusgenerators 72 in Verbindung, dessen Ausgangsfrequenz über ein Stellglied R3 einstellbar ist. Wei-
terhin ist auf den Sollwert-Eingang (+) des Vergleichers 69 ein über ein Einstellorgan Rl einstellbares Gleichstrompo¬ tential geführt.
Zwischen die Ausgänge der beiden Winkelgeber 35 und 36 ist ein Meßorgan 70 geschaltet, wobei die Anordnung derart ge¬ troffen ist, daß die Phasenlage zwischen den Ausgangssigna¬ len der beiden Winkelgeber 35 und 36 meßbar bzw. anzeigbar ist.
Beim Prüfen eines Stabilisators 10 geht man (nach den oben beschriebenen mechanischen Vorbereitungen) so vor, daß man zunächst über das Einstellorgan Rl die Ruheposition ein¬ stellt, in welcher die Schenkel 12 und 13 des Stabilisators 5 " 10 im wesentlichen vertikal nach oben ragen. Daraufhin stellt man über das Einstellorgan R3 die Ausgangsfrequenz des Sinusgenerators 72 (bei geringer Amplitude) auf die Re¬ sonanzfrequenz des Systems ein, die dann erreicht ist, wenn das Ausgangssignal des Winkelgebers 35 um 180° zum Ausgangs- Q signal des Winkelgebers 36 verschoben ist. Daraufhin kann die gewünschte Amplitude eingestellt werden, wobei die Ein¬ stellung nicht nur von Hand (über das Einstellorgan R2), sondern auch "programmgesteuert" über ein Standardprogramm erfolgen kann,nach welchem verschiedene Belastungsamplituden 5 nacheinander durchgefahren werden.
Zur Einstellung der Resonanzfrequenz sind bei einer anderen Ausfuhrungsform keine Drehwinkelgeber vorgesehen, deren Pha¬ senlage zueinander gemessen wird, sondern ein rückgekoppel- 0 ter Regelkreis, der zusammen mit dem angekoppelten Masse- Feder-Masse System einen geschlossenen Schwingkreis bildet, wobei der dem Motor 27 zugeführte Strom als Regelgröße ver¬ wendbar ist, da dieser bei Erreichen der Resonanzfrequenz minimal wird. Zur Einstellung der Nullpunktlage genügt dann 5 ein einziger Drehwinkelgeber am Motor 27.
