Olaf, Franzke
Gerd, Offermann
Peter, Schinkoreit
Wolfram
Olaf, Franzke
Gerd, Offermann
Peter, Schinkoreit
Wolfram
| 1. | Verfahren zur Herstellung textiler, netzartiger Abstandsflächenge bilde, dadurch gekennzeichnet, daß zwei parallel zueinander!iegende Teilnetzflächen jeweils aus in Verarbeitungsrichtung angeordneten Netzschenkelfadengruppen und diese quer zur Verarbeitungsrichtung verbindenden Flächenfunk tionsfäden erzeugt werden, mindestens ein Abstandsfunktionsfaden mit einer Netzschenkelfa¬ dengruppe einer Teilnetzfläche verbunden, der Abstandsfunktionsfaden aus der Ebene dieser Teilnetzfläche herausgeführt, zur Bildung einer Funktionsfadenreserve des Ab¬ standsfunktionsfadens zu einer Schleife kuliert und mit mindestens einer Netzschenkelfadengruppe der anderen Teil netzfläche verbunden wird. |
| 2. | Verfahren zur Herstellung textiler, netzartiger Abstandsflächenge bilde, dadurch gekennzeichnet, daß zwei parallel zueinanderliegende Teilnetzflächen aus jeweils mehreren nebeneinanderliegenden, die Netzmaschenschenkel in Verarbeitungsrichtung bildende Netzschenkelfadengruppen und mehreren Flächenfunktionsfäden erzeugt werden, wobei mindestens ein Flächenfunktionsfaden mit mindestens einer Netz¬ schenkelfadengruppe verbunden, der Flächenfunktionsfaden quer zur Verarbeitungsrichtung zur Bildung der anderen, quer zur Verarbeitungsrichtung liegenden Netzmaschenschenkel aus der Netzschenkelfadengruppe herausge¬ führt, mindestens ein Flächenfunktionsfaden zur Bildung einer Funk¬ tionsfadenreserve des Flächenfunktionsfadens zur Schleife ku liert und der Flächenfunktionsfaden mit mindestens einer Netzschenkelfa¬ dengruppe verbunden wird, und mindestens ein Abstandsfunktionsfaden mit einer Netzschenkelfa¬ dengruppe einer Teilnetzfläche verbunden, der Abstandsfunktionsfaden aus der Ebene dieser Teilnetzfläche herausgeführt, zur Bildung einer Funktionsfadenreserve des Ab standsfunktionsfadens zu einer Schleife kuliert und mit mindestens einer Netzschenkelfadengruppe der anderen Teil netzfläche verbunden wird. |
| 3. | Verfahren zur Herstellung textiler, netzartiger Abstandsflächenge bilde, dadurch gekennzeichnet, daß zwei parallel zueinanderliegende Teilnetzflächen aus jeweils mehreren nebeneinanderliegenden, die Netzmaschenschenkel in Verarbeitungsrichtung bildende Netzschenkelfadengruppen und mehreren Flächenfunktionsfäden erzeugt werden, wobei ein Flächenfunktionsfaden von einer Längsseite des zu erzeugen¬ den Flächengebildes zur Bildung der anderen, quer zur Verarbei¬ tungsrichtung liegenden Netzmaschenschenkel zur gegenüberlie¬ genden Längsseite des zu erzeugenden Flächengebildes geführt, der Flächenfunktionsfaden dabei an mindestens zwei, quer zur Verarbeitungsrichtung nebeneinander angeordneten Fixierstellen quer zur Verarbeitungsrichtung temporär in seiner Lage fixiert, der Flächenfunktionsfaden dabei zur Bildung von Funktionsfaden¬ reserven des Flächenfunktionsfadens zwischen zwei, quer zur Verarbeitungsrichtung angeordneten Fixierstellen zu mindestens einer Schleife kuliert, der mit mindestens einer Funktionsfadenreserve des Flächenfunk¬ tionsfadens versehene und quer zur Verarbeitungsrichtung tempo¬ rär fixierte Flächenfunktionsfaden gleichzeitig an mindestens zwei nebeneinanderliegenden Netzschenkelfadengruppen an bzw. eingebunden, die temporäre Fixierung des Flächenfunktionsfadens aufgehoben wird, und mindestens ein Abstandsfunktionsfaden mit einer Netzschenkelfa¬ dengruppe einer Teilnetzfläche verbunden, der Abstandsfunktionsfaden aus der Ebene dieser Teilnetzfläche herausgeführt, zur Bildung einer Funktionsfadenreserve des Ab¬ standsfunktionsfadens zu einer Schleife kuliert und mit mindestens einer Netzschenkelfadengruppe der anderen Tei1 netzfläche verbunden wird. |
| 4. | Verfahern zur Herstellung textiler, netzartiger Abstandsflächenge bilde, dadurch gekennzeichnet, daß zwei parallel zueinander!iegende Teilflächen zugeführt, mindestens ein Abstandsfunktionsfaden mit einer Teilfläche ver¬ bunden, der Abstandsfunktionsfaden aus der Ebene dieser Teilfläche her¬ ausgeführt, zur Bildung einer Funktionsfadenreserve des Ab ERSATZBLATT standsfunktionsfadens zu einer Schleife kuliert und mit der anderen Teilfläche verbunden wird. |
| 5. | Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zuge¬ führten Teilflächen geschlossene textile Flächen sind. |
| 6. | Verfahen nach Anspruch 1 oder 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Netzschenkelfadengruppe nach dem Kettenwirk oder Nähwirkver¬ fahren erzeugt wird. |
| 7. | Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der Flächenfunktionsfäden mit den Netzschenkelfadengrup¬ pen durch Einbinden als Maschen, oder durch Anbinden, oder durch Anstechen oder durch chemisches oder thermisches Verbinden erfolgt. |
| 8. | Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der Abstandsfunktionsfaden mit den Teilflächen durch Einbinden als Maschen, oder durch Anbinden, oder durch Anstechen oder durch chemisches oder thermisches Verbinden erfolgt. |
| 9. | Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandsfunktionsfaden nach Ausbildung der Funktionsfadenreserve des Abstandsfunktionsfadens mit der gegenüberliegenden Netzschen¬ kelfadengruppe der anderen Fontur verbunden wird. |
| 10. | Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandsfunktionsfaden nach Ausbildung der Funktionsfadenreserve des Abstandsfunktionsfadens mit einer versetzt gegenüberliegenden Netzschenkelfadengruppe der anderen Fontur verbunden wird. |
| 11. | Verfahren nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Flächenfunktionsfäden nicht und/oder um gleiche und/oder um unter¬ schiedliche Beträge kuliert werden. ERSATZBLATT . |
| 12. | Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandsfunktionsfaden nicht und/oder um gleiche und/oder um unter¬ schiedliche Beträge kuliert werden. |
| 13. | Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die kulierten Abstandsfunktionsfaden mit der gegenüberliegenden Teil flache senkrecht zur Ebene der Teilflächen verbunden werden. |
| 14. | Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die kulierten Abstandsfunktionsfaden mit der gegenüberliegenden Teilfä che in Verarbeitungsrichtung versetzt verbunden werden. |
| 15. | Einrichtung zur Herstellung textiler, netzartiger Abstandsflächen gebilde aus zwei Teilflächen, mit mindestens einer Flächenfunk tionsfadenzuführung und mindestens einer Kettfadenzuführung und/oder mindestens einer Nähfadenzuführung und/oder mindestens einer Stehschußfadenzuführung je Teilfläche und mindestens einer Abstandsfunktionsfadenzuführung und in zwei parallel zueinander, quer zur Verarbeitungsrichtung liegenden Reihen nebeneinander an¬ geordneten, aus den Netzschenkelfadengruppen die Netzmaschenschen¬ kel in Verarbeitungsrichtung bildenden Verfestigungsstellen, da¬ durch gekennzeichnet, daß mindestens zwei sich in derlTiefe gegen¬ überstehenden Verfestigungsstellen mindestens ein, auf den Ab Standsfunktionsfaden (14) einwirkendes, den Abstand zwischen den gegenüberliegenden Verfestigungseinrichtungen überbrückendes Ab standsfunktionsfadenführungselement (8) zugeordnet und mindestens zwei sich gegenüberliegenden Verfestigungsstellen mindestens ein zwischen ihnen auf den Abstandsfunktionsfaden (14) einwirkendes, mit Elementen zur Bildung der Funktionsfadenreserve (15) versehe¬ nes, steuerbares Funktionsfadenreservebildungssystem (11) zugeord¬ net ist. |
| 16. | Einrichtung zur Herstellung textiler, netzartiger Abstandsflächen gebilde nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zweier nebeneinanderliegender Verfestigungsstellen jeder Teilfläche der Länge eines quer zur Verarbeitungsrichtung liegenden unkulier ERSATZBLATT ten Netzmaschenschenkels entspricht, jeder Verfestigungseinrichtung mindestens ein, auf den Flächenfunktionsfaden (13) einwirkendes, den Abstand zwischen den nebeneinanderliegenden Verfestigungsstel len überbrückendes Flächenfunktionsfadenführungselement (7) zuge¬ ordnet ist und jeder Verfestigungseinrichtung mindestens ein zwi¬ schen zwei nebeneinanderliegenden Verfestigungsstellen, auf den Flächenfunktionsfaden (13) einwirkendes, mit Elementen zur Funk¬ tionsfadenreservebildung versehenes, steuerbares Funktionsfadenre servebildungssystem (11) zugeordnet ist. |
| 17. | Einrichtung zur Herstellung textiler, netzartiger Abstandsflächen gebilde nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zweier nebeneinanderliegender Verfestigungsstellen jeder Teilfläche der Länge eines quer zur Verarbeitungsrichtung liegenden unkulier ten Netzmaschenschenkels entspricht, jeder Verfestigungseinrichtung mindestens ein, den Abstand zwischen den nebeneinanderliegenden Verfestigungsstellen überbrückendes, den Flächenfunktionsfaden (13) temporär fixierendes und den Flächenfunktionsfaden (13) einlegendes Flächenfunktionsfadeneinlegesystem zugeorndet ist und diesem mit Fixierstellen versehenen Flächenfunktionsfadeneinlegesystem ein mindestens zwischen zwei nebeneinanderliegenden Fixierstellen, auf den Flächenfunktionsfaden (13) einwirkendes, mit Elementen zur Funktionsfadenreservebildung (15) versehenes, steuerbares Funk tionsfadenreservebildungssystem (11) zugeordnet ist. |
| 18. | Einrichtung zur Herstellung textiler, netzartiger Abstandsflächen gebilde nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei separate Einrichtungen zur Herstellung von textilen Flächenge bilden vorhanden sind. |
| 19. | Einrichtung nach Anspruch 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Verfestigungseinrichtung eine Kettenwirkarbeitsstelle ist. |
| 20. | Einrichtung nach Anspruch 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Verfestigungseinrichtung eine Nähwirkarbeitsstelle ist. ERSATZBLATT . |
| 21. | Einrichtung nach Anspruch 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Verfestigungseinrichtung eine Knüpfarbeitsstelle ist. |
| 22. | Einrichtung nach Anspruch 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Verfestigungseinrichtung eine Häkelgalonarbeitsstelle ist. |
| 23. | Einrichtung nach Anspruch 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Verfestigung durch thermisches Verbinden geschieht. |
| 24. | Einrichtung nach Anspruch 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Verfestigung durch chemisches Verbinden geschieht. |
| 25. | Einrichtung nach Anspruch 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsstelle eben ausgebildet ist. |
| 26. | Einrichtung nach Anspruch 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsstelle rund ausgebildet ist. |
| 27. | Einrichtung nach Anspruch 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Funktionsfadenreservebildungssystem (11) einen Antrieb (16) enthält, dem eine Veränderungssteuerung (17) und/oder eine Muster¬ steuerung (18) zugeordnet ist, welche mit den Steuerungen der Ein¬ richtung korellieren. |
| 28. | Einrichtung nach Anspruch 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß zur Realisierung unterschiedlicher, voneinander abhängiger Funk¬ tionsfadenreserven das Funktionsfadenreservebildungssystem (11) mit geometrisch unterschiedlich ausgebildeten Elementen, wie Nadeln, Häkchen, Greifer, Verdrängerorgane, Platinen, Luftblasröhrchen u.a. ausgestattet ist. ERSATZBLATT. |
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Herstel¬ lung von strukturierten dreidimensionalen Abstandsflächengebilden, ins¬ besondere Abstandsnetzen.
Aus der Fachliteratur ist bekannt, daß Abstandsflächengebilde und Zwei- wandflächengebilde nach dem Web- und dem Wirkverfahren hergestellt wer¬ den können. Das Spektrum der nach diesen Verfahren erzielbaren Pro¬ dukteigenschaften ist begrenzt, insbesondere im Hinblick auf den Ab¬ stand der beiden außenliegenden Teilflächengebilde.
Durch Anwendung mehrerer Fadensysteme und Ausnutzung bindungstechni¬ scher Möglichkeiten werden nach dem Wirkverfahren textile Strukturen bestehend aus zwei Flächengebilden mit, den Abstand zwischen diesen überbrückenden und haltenden Fadenabschnitten hergestellt, wobei die Anzahl und Verteilung der Überbrückungsfäden sowie die Struktur der Teilflächen nur begrenzt variiert werden kann. Nachteilig dabei ist der im Produkt über Breite und Länge feststehende Abstand der beiden Tei1- flächengebilde, der durch die Konstruktion der Arbeitsstelle der Ma¬ schine determiniert und nur mit sehr hohem Aufwand änderbar ist.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens und einer Ein¬ richtung zur Durchführung des Verfahrens zur Herstellung strukturierter dreidimensionaler Abstandsflächengebilde, insbesondere Abstandsnetzen mit besonders großen und variablen Abständen und an den Verwendungs¬ zweck angepaßten Formen und Strukturen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch das Kennzeichen der Patentan¬ sprüche gelöst; in den Unteransprüchen sind zweckmäßige Ausgestaltungen offenbart.
Vorteilhafterweise sind nach dem erfindungsgemäßen Verfahren bisher maschinell nicht realisierbare dreidimensionale Netzkonstruktionen bei hoher Strukturvariabilität, Produktivität und Erhöhung der Gebrauchs-
ERSATZB ATT
Werteigenschaften herstellbar, die beanspruchungsgerechte Netzstruktu¬ ren durch optimale Anordbarkeit der Netzmaschenschenkel und -stege in der dritten Dimension oder in der zweiten und dritten Dimension zur Lastaufnahme und -Verteilung entsprechend der auftretenden Belastungen, der geometrischen Einbaubedingungen und der örtlichen FlächengebiIde¬ funktion aufweisen.
Nachfolgend werden die erfindungsgemäßen Lösungen an einem Ausführungs- beispiel näher erläutert.
In den Zeichnungen zeigen
Fig. 1 Schematische Darstellung des Verfahrensschrittes: Bildung von Teilnetzflächen (Kettenwirken)
Fig. 2 Schematische Darstellung des Verfahrensschrittes:
Herausführung des Abstandsfunktionsfadens aus einer Teilnetzfläche
Fig. 3 Schematische Darstellung des Verfahrensschrittes:
Bildung der Funktionsfadenreserve des Abstandsfunk¬ tionsfadens und Einbindung des kulierten Abstands¬ funktionsfadens in die andere Teilnetzfläche
Schematische Darstellung des Verfahrensschrittes: Erreichen der Ausgangsstellung
Darstellung der Verfahrensschritte zur Ausbildung von Funktionsfadenreserven des Flächenfunktionsfa¬ dens nach einer ersten Variante (Nähwirken)
Darstellung der Verfahrensschritte zur Ausbildung von Funktionsfadenreserven des Flächenfunktionsfa¬ dens nach einer zweiten Variante (Kettenwirken)
ERSATZBLATT
Fig. 7 Arbeitsstelle einer Kettenwirkmaschine (Seitenan¬ sicht)
Fig. 8 Arbeitsstelle einer Kettenwirkmaschine (Perspektiv¬ ansicht)
Fig. 9 Nähwirkarbeitsstelle zur Realisierung von Flächen¬ funktionsfadenreserven/Teilnetzflachen
Fig. 10 Fadenreservebildungssystem
Fig. 11 Kettenwirkarbeitsstelle zur Realisierung von Flä- chenfunktionsfadenreserven/Teilnetzflachen - Sei- tenansicht
Fig. 12 Kettenwirkarbeitsstelle zur Realisierung von Flä- chenfunktionsfadenreserven/Teilnetzflachen - Drauf¬ sicht
Ausbildungsform einer Teilnetzfläche mit Funktions¬ fadenreserve des Flächenfunktionsfadens (Nähwirken)
Ausbildungsform einer Teilnetzfläche mit Funktions¬ fadenreserve des Flächenfunktionsfadens (Kettenwir¬ ken)
Fig. 15 Erste Ausbildungsform eines Abstandsnetzes
Fig. 16 Zweite Ausbildungsform eines Abstandsnetzes
In Fig. 1-4 sind die Verfahrensschritte zur Herstellung eines Abstands- flächengebildes in Form eines Abstandsnetzes, bestehend aus zwei parallelen Teilnetzflächen die jeweils aus nebeneinanderliegenden Netz- schenkelfadengruppen 5 und Flächenfunktionsfäden 13 mittels des Ketten- wirkverfahrens gebildet werden und mindestens einem die Teilnetzflächen verbindenden Abstandsfunktionsfaden 14 schematisch dargestellt.
ERSATZBLÄTT
Die in Verarbeitungsrichtung liegenden Verbindungen der beiden Teilnet¬ ze durch den Abstandsfunktionsfaden 14 sind der Übersicht halber in diesen Figuren nicht dargestellt. Desweiteren ist die Variation des Flächenfunktionsfadens 13 in diesen Figuren der Übersicht halber eben¬ falls nicht dargestellt. Diese Verfahrensschritte werden separat anhand der Fig. 5 und 6 dargestellt.
Nach dem bekannten Kettenwirkverfahren, in Fig. 1 schematisch darge- stellt, werden die Netzschenkelfadengruppen 5 aus Kett- 12, Flächen- funktions- 13 und Abstandsfunktionsfaden 14 in bekannter Weise gebil¬ det. Dabei entsteht durch Fransenlegung der Kettfäden 12 ein stabiler, aus einem Maschenstäbchen bestehender Netzmaschenschenkel in Verarbei¬ tungsrichtung. Zur Bildung des Netzmaschenschenkels quer zur Verarbei- tungsrichtung wird ein Flächenfunktionsfaden 13 in bekannter Art und Weise von einer zur anderen, nebenliegenden Netzschenkelfadengruppe 5 geführt und in dieser ein- oder angebunden. In den Fig. 1 bis 4 ist der Flächenfunktionsfaden 13 nicht variabel, d.h. mit keiner Funktionsfa¬ denreserve des Flächenfunktionsfadens 13 versehen; die Ausführung mit Funktionsfadenreserve des Flächenfunktionsfadens 13 ist in den Fig. 5 und 6 dargestellt.
In Fig. 2 ist der Verfahrensschritt dargestellt, bei dem während der Teilnetzflächenbildung auf beiden Fonturen der Abstandsfunktionsfaden 14 aus der jeweiligen Netzschenkelfadengruppe herausgeführt wird.
In Fig. 3 ist der Verfahrensschritt dargestellt, bei dem eine Funk¬ tionsfadenreserve des Abstandsfunktionsfadens 14 gebildet, der Ab¬ standsfunktionsfaden zu der Netzschenkelfadengruppe 5 der gegenüberlie- genden Fontur geführt und in diese eingebunden wird.
Als Funktionsfadenreserve wird eine während der Entstehung eines texti- len Netzes im Prozeß der Maschenbildung aufgebaute und durch die Über¬ führung des textilen Produktes aus seiner Herstellungslage in die Ge- brauchslage (Spreizen) aufhebbare, schlaufenförmige Fadenreserve im Abstandsfunktionsfaden oder im Flächenfunktionsfaden verstanden.
ERSATZBLATT
Der in Fig. 4 dargestellte Verfahrensschritt zeigt, daß der Abstands¬ funktionsfaden 14 bereits durch eine Maschenbildung in die Netzschen¬ kelfadengruppe 5 eingebunden wurde und sich alle Elemente in Ruheposi- tion befinden.
Zur Ausbildung der Funktionsfadenreserve können die Abstandsfunktions¬ faden 14 dabei nicht und/oder um gleiche und/oder unterschiedliche Be¬ träge kuliert werden. Der Abstandsfunktionsfaden kann nach Ausbildung der Funktionsfadenreserve des Abstandsfunktionsfadens 14 mit der gegen¬ überliegenden oder mit einer versetzt gegenüberliegenden Netzschenkel- fadengruppe 5 der anderen Fontur verbunden werden.
Die Einbindung der mit Funktionsfadenreserven versehenen Abstandsfunk- tionsfäden 14 in die gegenüberliegende Teilfläche kann dabei senkrecht zur Ebene der Teilflächen oder in Verarbeitungsrichtung versetzt erfol¬ gen, wobei unter senkrecht eine Einbindung im gleichen Arbeitszyklus und unter versetzt eine Einbindung in einem der nächsten Arbeitszyklen verstanden wird.
Gemäß der Erfindung ist die Bildung von Teilnetzflächen und die An- und Einbindung des Abstandsfunktionsfadens 14 in jeweils einer der beiden Fonturen möglich.
Es ist auch erfindungswesentlich, daß die Teilflächen in einem getrenn¬ ten Arbeitsgang erzeugt, diese Teilflächen je einer Fontur zugeführt und danach der Abstandsfunktionsfaden 14 auf erfindungsgemäße Art ein- bzw. angebunden wird.
Gleichfalls erfindungswesentlich ist die Ausbildung der Teilflächen entweder als Netz oder als volle textile Fläche.
Das beschriebene Verfahren ist für sich allein oder in Kombination mit einem der nachfolgend beschriebenen Verfahren zur Herstellung einer oder beider Teilnetzflächen mit Funktionsfadenreservebildung des Flä¬ chenfunktionsfaden 13 anwendbar.
ERSATZBLATT
In den Fig. 5 a bis 5c sind die Verfahrensschritte zur Bildung einer Teilnetzfläche mit Funktionsfadenreservebildung des Flächenfunktions¬ fadens 13 anhand einer Nähwirkarbeitsstelle schematisch dargestellt. Der Nähwirkarbeitsstelle werden die Netzschenkelfadengruppen 5, beste¬ hend aus einem Nähfaden 19, einem Stehschußfaden 20 und Flächenfunk¬ tionsfäden 13 und einem wegen der besseren Übersichtlichkeit nicht dar¬ gestellten Abstandsfunktionsfaden 14, in bekannter Weise zugeführt. Dabei entsteht durch Fransenlegung der Nähfäden 19 ein stabiler, aus einem Maschenstäbchen bestehender Netzöffnungsschenkel in Verarbei¬ tungsrichtung, wobei im Prozeß der Maschenbildung die bandförmigen Stehschußfäden 20 sowie die Abstands- 14 und die Flächenfunktionsfäden 13 durchstochen werden können und der Flächenfunktionsfaden mit der Netzschenkelfadengruppe 5 verbunden wird. Diese Bildung der Netzöff- nungsschenkel in Verarbeitungsrichtung kann in bekannter Weise durch das Weglassen der Stehschußfäden 20, durch die verbundene Anzahl der Maschenstäbchen im Netzmaschenschenkel und bei mehr als einem Maschen¬ stäbchen im Netzmaschenschenkel durch eine andere Bindung der Nähfäden 19 variiert werden.
In Fig. 5a ist der Verfahrensschritt dargestellt, der den Zeitpunkt zeigt, an dem während der Maschenbildung durch eine seitliche Versatz¬ bewegung die Flächenfunktionsfäden 13 nach links aus dem Bereich der Netzschenkelfadengruppe 5 herausgeführt werden.
In Fig. 5b ist gezeigt, daß die Unterlegung des Flächenfunktionsfadens 13 unter die benachbarte Schiebernadel und die Ausbildung der Funk¬ tionsfadenreserve des Flächenfunktionsfadens durch Auslenken der Flä¬ chenfunktionsfäden 13 in oder entgegen der Verarbeitungsrichtung und die Bildung einer Schlaufe abgeschlossen sind. Die gebildeten Funk¬ tionsfadenreserven des Flächenfunktionsfadens 13 werden freigegeben und gleichzeitig an- bzw. eingebunden und so in der benachbarten Netzschen¬ kelfadengruppe 5 fixiert.
Fig. 5c stellt die Bewegung in die Ausgangsstellung dar. Entsprechend der Netzmaschengeometrie erfolgt zu einem geeigneten Zeitpunkt wieder das Herausführen der Flächenfunktionsfäden 13 aus der Netzschenkelfa-
ERSATZBLATT
dengruppe 5 und ein erneutes Bilden der Funktionsfadenreserve des Flä¬ chenfunktionsfadens 13.
Der Flächenfunktionsfaden 13 kann nach dem erfindungsgemäßen Verfahren in einer der nebenliegenden Netzschenkelfadengruppen 5 oder in dersel¬ ben Netzschenkelfadengruppe 5 an- bzw. eingebunden werden. Die Bildung der Flächenfunktionsfadenreserven sowie die Einbindung der mit Funk¬ tionsfadenreserven versehenen Flächenfunktionsfäden 13 erfolgt analog der Einbindung des Abstandsfunktionsfadens.
Es ist auch möglich, die An- bzw. Einbindung und die Bildung der Netz¬ schenkelfadengruppe 5 aus mindestens einem Kettfaden 12, mindestens einem Flächenfunktionsfaden 13 und mindestens einem Abstandsfunktions- faden 14 oder mindestens einem Kettfaden 12, mindestens einem Steh¬ schußfaden 20, mindestens einem Flächenfunktionsfaden 13 und mindestens einem Abstandsfunktionsfaden 14 nach dem bekannten Häkelgalonverfahren zu realisieren.
Desweiteren ist es möglich, die An- bzw. Einbindung und die Bildung der Netzschenkelfadengruppe 5 aus mindestens einem Kettfaden 12, mindestens einem Flächenfunktionsfaden 13 und mindestens einem Abstandsfunktions¬ faden 14 oder mindestens einem Kettfaden 12, mindestens einem Steh¬ schußfaden 20, mindestens einem Flächenfunktionsfaden 13 und mindestens einem Abstandsfunktionsfaden 14 nach dem bekannten Kettenwirkverfahren zu realisieren.
Das An- bzw. Einbinden sowohl des Flächenfunktionsfadens 13 als auch des Abstandsfunktionsfadens 14 an die Netzschenkelfadengruppe 5 kann durch Anstechen des jeweiligen Funktionsfadens bei der Maschenbildung sowie durch dessen Einbindung als Teilschuß oder Masche erfolgen. Es ist auch möglich, die An- bzw. Einbindung durch thermische oder chemi¬ sche Fixierung zu realisieren.
Letztendlich ist es auch möglich das Ein- bzw. Anbinden des Abstands- funktions- 14 sowie des Flächenfunktionsfadens 13 durch das bekannte Netzknüpfverfahren zu realisieren.
E
In den Fig. 6a-d sind die Verfahrensschritte zur Bildung einer Teil¬ netzfläche mit Funktionsfadenreservebildung des Flächenfunktionsfadens 13 anhand einer Kettenwirkarbeitsstelle schematisch dargestellt. Die schematische Darstellung in Fig. 6a zeigt, daß der Flächenfunktionsfa¬ den 13 bereits in die nebeneinanderliegenden, die Netzmaschenschenkel in Verarbeitungsrichtung bildenden Netzschenkelfadengruppen 5 eingebun¬ den ist. Die Netzschenkelfadengruppen 5 werden dabei aus Kettfäden 12 und wegen der besseren Übersichtlichkeit nicht dargestellten Ab- standsfunktionsfäden 14 gebildet. Der nächste Flächenfunktionsfaden 13 wird von einer Längsseite der zu erzeugenden Teilnetzfläche zur Bild¬ ung der anderen, quer zur Verarbeitungsrichtung liegenden Netz¬ maschenschenkel zur gegenüberliegenden Längsseite geführt. Dabei wird der Flächenfunktionsfaden 13 an mehreren Stellen temporär fixiert und zwischen den Fixierstellen zur Bildung einer Funktionsfadenreserve zu einer Schleife kuliert.
In Fig. 6b ist die Rastlage, in der der beschriebene Vorgang abge¬ schlossen ist, dargestellt.
Die schematische Darstellung in Fig. 6c zeigt, daß der kulierte Flä¬ chenfunktionsfaden 13 gleichzeitig zu den Netzschenkelfadengruppen 5 geführt und mittels der Kettfäden 12 an- bzw. eingebunden wird. Nach der An- bzw. Einbindung wird die temporäre Fixierung aufgehoben. Bei diesem Verfahrensschritt ist nach einer ersten Variante eine Zuführung des Flächenfunktionsfadens 13 über die gesamte Breite und die Ein- bzw. Anbindung in einem Arbeitsspiel möglich. Nach einer zweiten Variante wird die Zuführung des Flächenfunktionsfadens 13 und die Ein- bzw. An¬ bindung auf mehrere Arbeitsspiele verteilt, so daß in der Herstellungs- läge während des Arbeitsprozesses ein gestufter, zeitweiliger Arbeits¬ rand entsteht.
In Fig. 6d ist dargestellt, wie der Flächenfunktionsfaden 13 entspre¬ chend des in Fig. 6a dargestellten Verfahrensschrittes zur Bildung des nächsten Netzmaschenschenkels zur Ausgangslängsseite geführt wird.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann ein endloser Flächenfunktions-
ERSATZBLATT
faden 13, wie in Fig. 6a bis 6d dargestellt, oder ein endlicher Flä¬ chenfunktionsfaden, welcher an jeder Längsseite von der Funktionsfaden- vorratsspule 23 getrennt wird, verwendet werden. Dazu ist es notwendig, daß das lose Ende temporär an der Längsseite fixiert wird.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, ein- oder mehrere Flächenfunktionsfäden 13 zu legen und zu kulieren und danach den oder diese Flächenfunktionsfäden 13 gleichzeitig in einem oder mehreren Ar- beitsspielen an- bzw. einzubinden. Desweiteren ist es möglich, den Flä¬ chenfunktionsfaden 13 zwischen den Fixierstellen nicht und/oder um gleiche und/oder um unterschiedliche Beträge auszulenken, wobei der in Verarbeitungsrichtung nächste Flächenfunktionsfaden 13 auch zum vorher¬ gehenden Flächenfunktionsfaden nicht und/oder um gleiche und/oder un- terschiedliche Beträge ausgelenkt werden kann.
Die Bildung der Netzschenkelfadengruppen 5 und die Ein- bzw. Anbindung erfolgt, wie in Fig. 6a bis 6d dargestellt, nach dem Kettenwirkverfah¬ ren aus mindestens einem Kettfaden 12 und mindestens einem nicht darge- stellten Abstandsfunktionsfaden 14, wobei es auch möglich ist, die
Netzschenkelfadengruppen 5 nach dem Kettenwirkverfahren aus mindestens einem Kettfaden 12, mindestens einem Abstandsfunktionsfaden 14 und min¬ destens einem Stehschußfaden 20 zu bilden. Die Bildung der Netzschen¬ kelfadengruppen 5 und die Ein- bzw. Anbindung kann auch nach dem be- kannten Nähwirkverfahren aus mindestens einem Nähfaden 19 und minde¬ stens einem Abstandsfunktionsfaden 14 oder aus mindestens einem Nähfa¬ den 19, mindestens einem Stehschußfaden 20 und mindestens einem Ab¬ standsfunktionsfaden 14 erfolgen. Desweiteren ist es möglich, die Netz¬ schenkelfadengruppen 5 und das Ein- bzw. Anbinden nach dem bekannten Häkelgalonverfahren aus mindestens einem Kettfaden 12 und mindestens einem Abstandsfunktionsfaden 14 oder mindestens einem Kettfaden 12, mindestens einem Stehschußfaden 20 und mindestens einem Abstandsfunk¬ tionsfaden 14 zu bilden. Letztendlich kann das Ein- bzw. Anbinden nach dem bekannten Netzknüpfverfahren realisiert werden. Das Ein- und Anbin- den kann auch auf thermischem Wege oder auf chemischem Wege erfolgen.
In Fig. 7 ist eine Einrichtung zur Durchführung des beschriebenen Ver-
fahrens mit einer Funktionsfadenreservebildung des Abstandsfunktions¬ fadens 14 in der Seitenansicht dargestellt, wobei die Verbindung der Netzschenkelfadengruppen 5, der Flächenfunktionsfäden 13 und des Ab- standsfunktionsfadens 14 mittels einer RR-Kettenwirkarbeitsstelle ge¬ schieht.
Die Arbeitsstelle besteht dabei aus zwei sich parallel gegenüberstehen¬ den Verfestigungseinrichtungen, wobei jede Verfestigungseinrichtung eine Fontur enthält, und aus einer Vielzahl von Verfestigungsstellen, wobei unter Verfestigungsstelle eine der nebeneinanderliegenden Stellen zur Bildung der Netzmaschenschenkel aus der Netzschenkelfadengruppe verstanden wird.
Die RR-Kettenwirkarbeitsstelle besteht dabei aus zwei sich parallel gegenüberliegenden Fonturen, wobei jede Fontur aus mehreren zu einer Nadelbarre 1 zusammengefaßten, gemeinsam beweglichen Zungennadeln 2 besteht, aus mehreren als Legeschienen ausgebildeten Fadenführern, mit meist als Lochnadeln ausgebildeten Kettfadenführungselementen 6 für die Kettfäden 12, Flächenfunktionsfadenführungselementen 7 für die Flächen¬ funktionsfäden 13 und den Abstandsfunktionsfadenführungselementen 8 für die Abstandsfunktionsfaden 14, aus dem, jeder Fontur zugeordneten Fräs¬ blech 9 sowie dem, jeder Fontur zugeordneten Stechkamm 10. Erfindungs¬ gemäß ist der Kettenwirkarbeitsstelle ein mindestens zwischen zwei, sich in den Fonturen gegenüberliegenden Zungennadeln 2 auf mindestens einen Abstandsfunktionsfaden 14 einwirkendes Funktionsfadenreservebil- dungssyste 11 zugeordnet. Das Funktionsfadenreservebildungssyste 11 besteht, wie in Fig. 8 dargestellt, aus mehreren, in einer Reihe quer zur Verarbeitungsrichtung über die gesamte Arbeitsbreite der Maschine angeordneten, in Richtung ihrer Längsachse beweglichen und zusätzlich vertikal schwenkbaren, als Hakennadeln ausgebildeten Elementen zur Funktionsfadenreservebildung 15. Im Funktionsfadenreservebildungssystem 11 ist jedem als Hakennadel ausgebildetem Element zur Funktionsfadenre¬ servebildung 15 ein als Getriebe ausgebildeter Antrieb 16 zur Bewegung der Hakennadel, jedem Antrieb 16 eine Veränderungssteuerung 17 zur
Steuerung der Hubbewegung der als Hakennadeln ausgeführten Elemente zur Funktionsfadenreservebildung 15 und dem Gesamtsystem eine Musterungs-
E
Steuerung 18 zur mustergemäßen Steuerung der Veränderungssteuerungen 17 zugeordnet. Als Elemente zur Funktionsfadenreservebildung können auch starre bzw. gemeinsam und/oder gruppenweise und/oder einzeln bewegliche Verdrängerelemente, Platinen, Zungen- bzw. Schiebernadeln, Greifer, Blasröhrchen etc. Verwendung finden.
Die Konstruktion der Netzöffnungsschenkel in Verarbeitungsrichtung kann in bekannter Weise durch die mit einer anderen Anordnungskombination Zungennadeln 2 / Elemente zur Funktionsfadenreservebildung 15 verbunde¬ ne Anzahl der Maschenstäbchen im Netzmaschenschenkel und bei mehr als einem Maschenstäbchen im Netzmaschenschenkel durch eine andere Bindung der Kettfäden 12 variiert werden. Die beschriebene Einrichtung ist für sich allein oder in Kombination mit einer der nachfolgend beschriebenen Einrichtungen zur Herstellung eines strukturierten, dreidimensionalen Abstandsflächengebildes mit Funktionsfadenreservebildung des Flächen¬ funktionsfadens 13 und/oder des Abstandsfunktionsfadens 14 anwendbar, wobei bei der Kombination der Einrichtungen die für die Durchführung des Verfahrens nicht zweckmäßigen Elemente aus den Einrichtungen ent- fallen.
In Fig. 9 ist eine Einrichtung zur Durchführung des beschriebenen Ver¬ fahrens mit einer Funktionsfadenreservebildung des Flächenfunktionsfa¬ dens 13 dargestellt, wobei die Verbindung der Netzschenkelfadengruppe 5 und des Flächenfunktionsfadens 13 mittels einer Nähwirkarbeitsstelle geschieht. Die Nähwirkarbeitsstelle besteht dabei aus mehreren auf ei¬ ner Nadelbarre 1 zusammengefaßten, gemeinsam beweglichen Schiebernadeln 3, denen jeweils ein Schließdraht 22 zugeordnet ist, aus ein oder meh¬ reren als Legeschiene ausgebildeten Fadenführern, mit meist als Loch- nadeln ausgebildeten Nähfadenführungselementen 4 und - wie in der dar¬ gestellten Ausführung über den Schiebernadeln 3 angeorndet, mit als Legeröhrchen ausgebildeten Flächenfunktionsfadenführungselementen 7 - aus mehreren jeweils zwischen den Schiebernadeln 3 angeordneten Ab¬ schlagelementen 24, sowie aus einer Gegenhalterschiene 25. Erfindungs- gemäß ist in der Nähwirkarbeitsstelle ein mindestens zwischen zwei quer zur Verarbeitungsrichtung benachbarten Schiebernadeln 3 auf mindestens einen Flächenfunktionsfaden 13 einwirkendes Funktionsfadenreservebil-
dungssystem 11 angeordnet. In der dargestellten Ausführung besteht es aus mehreren, in einer Reihe fest auf zwei, quer zur Verarbeitungsrich¬ tung über die gesamte Arbeitsbreite der Maschine reichende, übereinan- derliegende, senkrecht zu ihrer Längsachse bewegliche und zusätzlich schwenkbare Barren 26 befestigten, als Hakennadeln ausgebildeten Ele¬ menten zur Funktionsfadenreservebildung 15. Im Funktionsfadenreserve- bildungssystem 11 ist jeder Barre 26 ein als Getriebe ausgebildeter Antrieb 16, jedem Antrieb eine Veränderungssteuerung 17 und dem Gesamt- System eine Musterungssteuerung 18 zugeordnet.
Fig. 10 zeigt eine weitere, sowohl für die Ausbildung von Funktionsfa¬ denreserven an Flächenfunktionsfäden 13 als auch an Abstandsfunktions¬ faden 14 geeignete, mögliche Ausführungsform eines Funktionsfadenreser- vebildungssystems 11, wobei die Elemente zur Funktionsfadenreservebil¬ dung 15 einer Reihe fest, auf mehreren, quer zur Verarbeitungsrichtung in einer Reihe nebeneinander angeordneten, senkrecht zu ihrer Längsach¬ se beweglichen und zusätzlich schwenkbaren Barren 26 befestigt und als Hakennadeln ausgeführt sind. Im Funktionsfadenreservebildungssyste 11 ist jeweils jeder Barre 26 ein als Getriebe ausgeführter Antrieb 16 mit zugeordneter Veränderungssteuerung 17 und dem Gesamtsystem eine Muster¬ steuerung 18 zugeordnet.
Erfindungsgemäß sind auch andere Anordnungskombinationen der Wirk- bzw. Schiebernadeln 3 mit Funktionsfadenreservebildungssystemen 11 möglich. Als Elemente zu Funktionsfadenreservebildung 15 können auch starre bzw. gemeinsam und/oder gruppenweise und/oder einzeln bewegliche Verdränger¬ elemente, wie Platinen, Greifer etc. Verwendung finden.
In Fig. 11 ist eine Einrichtung zur Durchführung des beschriebenen Ver¬ fahrens mit einer Funktionsfadenreservebildung des Flächenfunktionsfa¬ dens 13 in der Seitenansicht dargestellt, wobei die Verbindung der Netzschenkelfadengruppe 5 und des Flächenfunktionsfadens 13 mittels einer Verfestigungseinrichtung, die als Kettenwirkarbeitsstelle ausge- führt ist, geschieht. Die Kettenwirkarbeitsstelle besteht dabei aus mehreren auf einer Nadelbarre zusammengefaßten, gemeinsam beweglichen Schiebernadeln 3, denen jeweils ein Schließdraht 22 zugeordnet ist, aus
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ein oder mehreren als Legeschiene ausgebildeten Fadenführern, mit meist als Lochnadeln ausgebildeten Kettfadenführungselementen, 6, aus einem zwischen den Schiebernadeln 3 angeordneten Fräsblech 9 sowie dem Stech- kämm 10. Erfindungsgemäß ist der Kettenwirkarbeitsstelle ein über min¬ destens zwei quer zur Verarbeitungsrichtung nebeneinanderliegenden Schiebernadeln 3 wirkendes Funktionsfadeneinlegesyste zugeordnet. In der dargestellten Ausführung besteht es aus mehreren, in einer Reihe fest auf einer, quer zur Verarbeitungsrichtung über die gesamte Ar- beitsbreite der Maschine reichenden, um ihre Längsachse drehbaren und senkrecht zu ihrer Längsachse horizontal beweglichen Barre 26 befestig¬ ten, als Platinen 21 ausgebildeten Elementen zur Aufnahme des Flächen¬ funktionsfadens 13 und zur Fixierung der Funktionsfadenreserven und einem sich quer zur Verarbeitungsrichtung über die gesamte Breite der Barre 26 translatorisch mit Rast hin und her bewegenden Funktionsfaden- reservebildungssystem 11, während dessen Bewegung der Flächenfunktions¬ faden 13 von der mittig zur Arbeitsstelle angeordneten Funktionsfaden- vorratsspule 23 abgezogen und in die Platinen 21 eingelegt wird. Dem Funktionsfadenreservebildungssystem 11 ist dabei ein drehbar angebrach- tes Flächenfunktionsfadenführungselement 7 zugeordnet, das jeweils in Bewegungsrichtung des Funktionsfadenreservebildungssystems 11 gedreht wird. Während des Abzugs des Flächenfunktionsfadens 13 von der Funk- tionsfadenvorratsspule 23 und dem Einlegen desselben in die Platinen 21 wird während der Bewegungsrast durch Absenken des Elementes zur Funk- tionsfadenreservebildung 15 die Funktionsfadenreserve gebildet. Im
Funktionsfadenreservebildungssystem 11 ist dem Element zur Funktions¬ fadenreservebildung 15 ein als Getriebe ausgebildeter Antrieb 16 und diesem eine Mustersteuerung 18 zugeordnet, wobei die Mustersteuerung 18 mit den Steuerungen der anderen Elemente und Systeme der Einrichtung korelliert.
Erfolgt die Zuführung des Flächenfunktionsfadens 13 und die Ein- bzw. Anbindung nicht in einem Arbeitszyklus gleichzeitig, sondern auf mehre¬ re Arbeitszyklen verteilt, sind mehrere Funktionsfadenreservebildungs- Systeme 11 unter einem Winkel gegenüber der Querarbeitungsrichtung an¬ geordnet. Mit dieser Einrichtung ist dann eine quasi kontinuierliche Arbeitsweise möglich.
Fig. 12 zeigt in der Vorderansicht das Funktionsfadeneinlegesyste mit dem Funktionsfadenreservebildungssystem 11 zum Zeitpunkt der Fadenre¬ servebildung zwischen zwei Platinen 21.
Auf die detailierte Darstellung der anderen bekannten Verfahren (Näh¬ wirken, Häkelgalon, Netzknüpfverfahren) zur Herstellung einer Netz¬ schenkelfadengruppe 5 und die An- bzw. Einbindung des erfindungsgemäß verarbeiteten Flächenfunktionsfadens 13 wird verzichtet, da der Vorgang der Bildung der Netzschenkelfadengruppe 5 und die An- bzw. Einbindung allgemein bekannt ist.
Anhand der Fig. 1 - 4 wird nachfolgend die Wirkungsweise der in den Fig. 7 und 8 gezeigten Ausführungsform der Kettenwirkarbeitsstelle mit dem auf dem Abstandsfunktionsfaden 14 einwirkenden Funktionsfadenreser- vebildungssystem 11 beschrieben. Fig. 1 zeigt die Draufsicht der Ar¬ beitsstelle nach dem Abschlagen. Die in der Tiefe liegenden Verbindun¬ gen der beiden Teilnetze durch den Abstandsfunktionsfaden 14 sind der Übersicht halber in dieser und den folgenden Figuren nicht mit darge- stellt. Der Kettenwirkarbeitsstelle werden die Netzschenkelfadengruppen 5, bestehend aus den Kett- 12, Flächenfunktions- 13 und Abstandsfunk¬ tionsfaden 14 in bekannter Weise zugeführt. Dabei entsteht durch Fran- senlegung der Kettfäden 12 ein stabiler, aus einem Maschenstäbchen be¬ stehender Netzöffnungsschenkel in Verarbeitungsrichtung. Das Herausfüh- ren der Flächenfunktionsfäden 13 aus den Netzschenkelfadengruppen 5 und die An- bzw. Einbindung erfolgt analog nach dem in den Fig. 5a bis 5c dargestellten Verfahren nach dem bekannten Kettenwirkverfahren, wobei bei dem hier beschriebenen Verfahren die Flächenfunktionsfäden 13, die in den Teilnetzflächen die anderen, quer zur Verarbeitungsrichtung lie- genden Netzmaschenschenkel bilden, nicht variiert werden und somit in den Teilnetzflächen quer zur Verarbeitungsrichtung gestreckt liegen. Die als nach unten geöffneten Hakennadeln ausgebildeten Elemente zur Funktionsfadenreservebildung 15 sind aus ihrer Ruheposition bereits in den Spalt der Arbeitsstelle gefahren. In Fig. 2 ist dargestellt, wie nach einer Maschenbildung auf beiden Fonturen der Abstandsfunktionsfa¬ den 14 durch das Abstandsfunktionsfadenführungselement 8 aus der Netz¬ schenkelfadengruppe 5 heraus, schräg von der Zungennadel 2 weg in den
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Spalt der Arbeitsstelle geführt wird, um ein Eingreifen des Funktions- fadenreservebildungselementes 15 - der Hakennadel - zu ermöglichen. Die Elemente zur Funktionsfadenreservebildung 15 greifen duch ihren Vor- schub in den Spalt und durch eine gleichzeitige vertikale Schwenkbewe¬ gung den Abstandsfunktionsfaden 14. Wie in Fig. 3 dargestellt, bewegen sich die als Hakennadeln ausgebildeten Elemente zur Funktionsfadenre¬ servebildung 15 nach einer weiteren Maschenbildung in Richtung der vor¬ deren Fontur. Das Abstandsfunktionsfadenführungselement 8 führt gleich- zeitig den Abstandsfunktionsfaden 14 zur sich an der gegenüberliegenden Fontur befindenden Netzschenkelfadengruppe 5 und legt ihn unter die Zungennadel 2. Fig. 4 zeigt, daß der Abstandsfunktionsfaden 14 bereits durch eine Maschenbildung in die Netzschenkelfadengruppe 5 eingebunden wurde. Die als Hakennadeln ausgeführten Elemente zur Funktionsfadenre- servebildung 15 befinden sich in Ruheposition.
Mit der in den Fig. 7 und 8 gezeigten Einrichtung ist keine Variation des Flächenfunktionsfadens 13 möglich. Bei Variationen des Flächenfunk¬ tionsfadens 13 wird die in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Arbeitsweise der in den Fig. 7 und 8 dargestellten Einrichtung durch die Arbeitswei¬ se der in den Fig. 9 und 10 oder 11 und 12 gezeigten Einrichtung gemäß Fig. 5a bis 5c oder Fig. 6 a bis 6d überlagert. Bei der Überlagerung der Wirkungsweisen entfallen für das Gesamtverfahren nicht zweckmäßige Verfahrensschritte der Einzelverfahren.
In den Fig. 5a - c ist die Wirkungsweise der in den Fig. 9 und 10 ge¬ zeigten Ausführungsform der Verfestigungseinrichtung als Nähwirkar¬ beitsstelle mit dem auf den Flächenfunktionsfaden 13 einwirkenden Funk- tionsfadenreservebildungssystems 11 schematisch dargestellt. Der Näh- wirkarbeitsstelle werden die Netzschenkelfadengruppen 5, bestehend aus den Näh- 19, Stehschuß- 20 und Flächenfunktionsfäden 13 in bekannter Weise zugeführt. Dabei entsteht durch Fransenlegung der Nähfäden 19 ein stabiler, aus einem Maschenstäbchen bestehender Netzöffnungsschenkel in Verarbeitungsrichtung, wobei im Prozeß der Maschenbildung die bandför- igen Stehschußfäden 20 und die Flächenfunktionsfäden 13 von den Schie¬ bernadeln 3 durchstochen werden können. Fig. 5a zeigt den Zeitpunkt, an dem während der Maschenbildung durch eine seitliche Versatzbewegung der
Flächenfunktionsfadenführungselemente 7 die Flächenfunktionsfäden 13 nach links aus dem Bereich der Netzschenkelfadengruppe 5 herausgeführt werden. Die als nach unten geöffnete Hakennadeln ausgebildeten Elemente zur Funktionsfadenreservebildung 15 erfassen die Flächenfunktionsfäden 13, indem sie in Richtung der als Lochnadeln ausgebildeten Nähfadenfüh- rungselementen 4 bewegt und ihre Hakenenden gleichzeitig durch eine Schwenkbewegung der gesamten Barre 26 nach unten geklappt werden. Die Ausbildung der Funktionsfadenreserve muß dabei mit der Unterlegung des Flächenfunktionsfadens 13 unter die Schiebernadel 3 bzw. mit dem Anste¬ chen des Flächenfunktionsfadens 13 durch die Schiebernadel 3 geschlos¬ sen sein. In Fig. 5b ist die Unterlegung der Schiebernadeln 3 und die Ausbildung der Funktionsfadenreserven durch die Rückbewegung der Haken¬ nadeln abgeschlossen. Durch eine Schwenkbewegung der Barre 26 nach oben werden die Funktionsfadenreserven freigegeben und gleichzeitig durch die Schiebernadeln 3 an- bzw. eingebunden und so in der benachbarten Netzschenkelfadengruppe 5 fixiert. Fig. 5c stellt die Bewegung des Funktionsfadenreservebildungssystems 11 in Richtung der Schiebernadel¬ spitzen in die Ausgangsstellung dar. Entsprechend der Netzmaschengeome- trie erfolgt zu einem geeigneten Zeitpunkt das Herausführen der Flä¬ chenfunktionsfäden 13 aus der Netzschenkelfadengruppe 5 nach rechts und ein erneutes Bilden der Funktionsfadenreserve des Flächenfunktionsfa¬ dens 13 durch das Funktionsfadenreservebildungssystem 11.
An Kettenwirk- oder Nähwirkarbeitsstellen mit zwei Nadelsystemen bzw. mit als Zungen- oder Spitzennadeln ausgebildeten Wirknadeln oder an Ketten-oder Nähwirkarbeitsstellen mit runder Arbeitsstelle ist die Er¬ findung gleichermaßen anwendbar.
In den Fig. 6a bis 6d ist die Wirkungsweise der in den Fig. 7 und 8 dargestellten Einrichtung - zweite Variante eines Verfahrens zur Her¬ stellung einer Teilnetzfläche mit Funktionsfadenreservebildung des Flä¬ chenfunktionsfadens 13 - dargestellt. Dabei ist die als Kettenwirkar¬ beitsstelle ausgeführte Verfestigungseinrichtung schematisch in der Draufsicht dargestellt. Fig. 6a zeigt das Funktionsfadenreservebil- dungssystem 11 beim Legen des Flächenfunktionsfadens 13 mittels Flä- chenfunktionsfadenführungselement 7 in die Platinen 21 des Funktions-
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fadeneinlegesystems, die temporäre Fixierung des Flächenfunktionsfadens 13 in den Platinen 21 und die dabei stattfindende Bildung der Funk¬ tionsfadenreserve des Flächenfunktionsfadens 13. Die Schiebernadeln 3 befinden sich dabei im hinteren Totpunkt, so daß die Nadelköpfe unter der Oberkante des Fräsblechs 9 stehen.
In Fig. 6b ist der Vorgang des Legens des Flächenfunktionsfadens 13 und der dabei stattfindenden Bildung der Funktionsfadenreserve des Flächen- funktionsfadens 13 abgeschlossen. Das Funktionsfadenreservebildungssy- stem 11 steht außerhalb des Arbeitsstellenbereicl.es in Warteposition und das Flächenfunktionsfadenführungselement 7 ist bereits um 180 ° in die anschließende Bewegungsrichtung geschwenkt.
Fig. 6c stellt die Arbeitsstelle im Moment des Einlegens des Flächen¬ funktionsfadens 13 dar. Dazu bewegt sich der Stechkamm 10 horizontal nach hinten aus der Arbeitsstelle heraus und die Barre 26 mit den Pla¬ tinen 21, die den Flächenfunktionsfaden 13 mit den Funktionsfadenreser¬ ven des Flächenfunktionsfadens 13 temporär fixiert haben, bewegt sich horizontal in die Arbeitsstelle hinein. Dabei werden durch eine Drehbe¬ wegung der Barre 26 um ihre Längsachse nach oben die Funktionsfadenre¬ serven des Flächenfunktionsfadens 13 über die Oberkante des Fräsbleches 9 gehoben und durch Zurückschwenken der Barre 26 auf die Rückseite des Fräsbleches 9 gebracht. Nach dem anschließenden Einstreichen befindet sich der Flächenfunktionsfaden 13 mit den Funktionsfadenreserven des Flächenfunktionsfadens 13 zwischen Schiebernadelrücken und Kettfaden 12. Während des Einstreichens übernehmen die Platinen 21 die Aufgabe des Stechkammes 10. Anschließend fährt die Barre 26 horizontal aus der Arbeitsstelle heraus, der Stechkamm 10 wieder horizontal hinein, die Kettfäden 12 werden zur Franse gelegt und es wird abgeschlagen. Damit ist der Flächenfunktionsfaden 13 angebunden.
Wie in Fig. 6d dargestellt, bewegt sich nun das Funktionsfadenreserve- bildungssystem 11 zurück. Dabei wird der Flächenfunktionsfaden 13 wie- der in die Platinen 21 der Barre 26 eingelegt und erfindungsgemäß zu mustergemäßen Funktionsfadenreserven des Flächenfunktionsfadens 13 aus¬ geformt. Gleichzeitig wird in der Arbeitsstelle gemäß der Netzgeometrie
ein weiteres Stück der Netzmaschenschenkel in Verarbeitungsrichtung hergestellt.
Auf die Darstellung der Schließdrähte 22, der Funktionsfadenvorratsspu- le 23 und der Mustersteuerung 18 des Funktionsfadenreservebildungssy- stems 11 wurde in den Fig. 6a bis 6d aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet. In Fig. 13a ist eine Teilnetzfläche mit Bildung der Funk¬ tionsfadenreserve des Flächenfunktionsfadens 13 nach dem Nähwirkverfah- ren in Herstellungslage und in Fig. 13b in Gebrauchslage dargestellt.
Fig. 13a zeigt, daß Stehschußfäden 20, Näh- 19 und Flächenfunktionsfä¬ den 13 die Netzschenkelfadengruppen 5 bilden und damit in der bereits beschriebenen Weise die Netzmaschenschenkel in Verarbeitungsrichtung. Die wechselweise in zwei benachbarte Netzschenkelfadengruppen 5 an¬ oder eingebundenen Flächenfunktionsfäden 13 bilden die Funktionsfaden¬ reserven.
Fig. 13b stellt die textile Teilnetzfläche in Gebrauchslage dar. Die Funktionsfadenreserven des Flächenfunktionsfadens 13 sind aufgehoben, die Flächenfunktionsfäden 13 sind ausgestreckt und bilden somit vor¬ zugsweise quer zur Verarbeitungsrichtung liegende Netzmaschenschenkel.
Es ist erkennbar, daß, von links nach rechts betrachtet, zwischen der ersten und zweiten Netzschenkelfadengruppe 5 der Flächenfunktionsfaden 13 in Verarbeitungsrichtung um einen abnehmbaren Betrag ausgelenkt bzw. nicht ausgelenkt, d.h. unterschiedliche Funktionsfadenreserven des Flä¬ chenfunktionsfadens 13 gebildet, zwischen der zweiten und dritten Netz¬ schenkelfadengruppe 5 der Flächenfunktionsfaden 13 um gleiche Beträge ausgelenkt, d.h. gleiche Funktionsfadenreserven des Flächenfunktions¬ fadens 13 gebildet und zwischen der dritten und vierten Netzschenkelfa¬ dengruppe 5 nicht ausgelenkt, d.h. keine Funktionsfadenreserven des Flächenfunktionsfadens 13 gebildet werden. Aus dieser Konstellation ergibt sich ein Produkt in Gebrauchslage wie es Fig. 13b zeigt.
Fig. 14a zeigt die Ausbildungsform einer Teilnetzfläche mit Bildung der Funktionsfadenreserve des Flächenfunktionsfadens 13 nach dem Ketten-
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wirkverfahren bei dem der letzte Flächenfunktionsfaden 13 quer zur Ver¬ arbeitungsrichtung zuerst nicht, dann um einen kleinen Betrag und zu¬ letzt um einen größeren, zum vorhergehenden Betrag unterschiedlichen
Betrag ausgelenkt wurde. Die nachfolgenden Flächenfunktionsfäden 13 werden quer zur Verarbeitungsrichtung und auch gegenüber dem in Verar¬ beitungsrichtung vorhergehenden Flächenfunktionsfaden 13 um unter¬ schiedliche Beträge, wobei der Betrag auch Null sein kann, ausgelenkt.
Fig. 14b stellt die Teilnetzfläche mit gestreckten Flächenfunktionsfä¬ den 13 dar. Es ist erkennbar, daß durch die unterschiedlichen Auslen¬ kungen quer und in Verarbeitungsrichtung jede denkbare Netzstruktur erreichbar ist. Es ist auch erkennbar, daß eine Netzbreite, die über der Arbeitsbreite liegt, erzielbar ist.
Auf die Darstellung der Abstandsfunktionsfaden 14 wurde in den Fig. 13 und 14 aufgrund der besseren Übersichtlichkeit verzichtet.
Fig. 15 stellt eine mögliche Struktur eines Abstandsnetzes dar. Die Flächenfunktionsfäden 13 sind in den Teilnetzflächen mit in Kettrich¬ tung konstantem Abstand voneinander ein- bzw. angebunden. Die Vertei¬ lung der Abstandsfunktionsfaden 14 innerhalb des Abstandsnetzes ist gleichmäßig, die Abstandsfunktionsfaden 14 sind zusammen mit den Flä- chenfunktionsfäden 13 in den beiden Teilnetzflächen ein- bzw. angebun¬ den, so daß der Abstand der Abstandsfunktionsfaden 14 untereinander in Verarbeitungsrichtung einer Netzmaschenlänge und der Abstand unterein¬ ander quer zur Verarbeitungsrichtung einer Netzmaschenbreite ent¬ spricht. In der hinteren Teilnetzfläche wurde der Flächenfunktionsfaden 13 nicht variiert, alle Netzmaschen haben die gleiche Größe. Die Ab¬ standsfunktionsfaden 14 wurden in der Mitte des Abstandsnetzes durch Bildung von Funktionsfadenreserven des Abstandsfunktionsfadens 14 in ihrer Länge modifiziert, die vordere Teilnetzfläche durch Bildung von Funktionsfadenreserven des Flächenfunktionsfadens 13 an die, durch die Funktionsfadenreserven des Abstandsfunktionsfadens 14 vorgegebene Geo¬ metrie angepaßt und so eine "Beule" in der vorderen Teilnetzfläche des Abstandsnetzes erzeugt.
Fig. 16 stellt eine weitere mögliche Struktur eines Abstandsnetzes dar. Die Abstandsfunktionsfaden 14 sind innerhalb des Abstandsnetzes so an¬ geordnet, daß quer zur Verarbeitungsrichtung von links nach rechts der Abstand der Abstandsfunktionsfaden 14 untereinander vom ersten zum zweiten sechs Netzmaschenbreiten, vom zweiten zum dritten und vom drit¬ tern zum vierten jeweils fünf Netzmaschenbreiten und vom vierten zum fünften wieder sechs Netzmaschenbreiten ausmacht, der Abstand der Ab¬ standsfunktionsfaden 14 untereinander in Verarbeitungsrichtung jeweils vier Netzmaschenlängen beträgt. In der hinteren Teilnetzfläche wurde der Flächenfunktionsfaden 13 nicht variiert, alle Netzmaschen haben die gleiche Größe. Die Abstandsfunktionsfaden 14 wurden in der Mitte des unteren Teiles des Abstandsnetzes durch Bildung von Funktionsfadenre¬ serven des Abstandsfuntionsfadens 14 in ihrer Länge modifiziert, die vordere Teilnetzfläche durch Bildung von Funktionsfadenreserven des
Flächenfunktionsfadens 13 an die, durch die Funktionsfadenreserven des Abstandsfunktionsfadens 14 vorgegebene Geometrie angepaßt und so eine Viertelkugel in die vordere Teilnetzfläche des Abstandsnetzes eingear¬ beitet.
ERSATZBLATT
BezugszeichenaufStellung
1 Nadelbarre 2 Zungennadel
3 Schiebernadel
4 Nähfadenführungselement
5 Netzschenkelfadengruppe
6 Kettfadenführungselement 7 Flächenfunktionsfadenführungsele ent
8 Abstandsfunktionsfadenführungselement
9 Fräsblech
10 Stechkamm
11 Funktionsfadenreservebildungssystem 12 Kettfaden
13 Flächenfunktionsfaden
14 Abstandsfunktionsfaden
15 Element zur Funktionsfadenreservebildung
16 Antrieb 17 Veränderungssteuerung
18 Mustersteuerung
19 Nähfaden
20 Stehschußfaden
21 Platine 22 Schließdraht
23 Funktionsfadenvorratsspule
24 Abschlagelement
25 Gegenhalterschiene
26 Barre
ERSATZBL
Next Patent: FILLINGS AND OTHER ASPECTS OF FIBERS
