| 1. | Verfahren zur Herstellung von expandierten Lebensmitteln, wobei ein Teig aus der Düse eines Extruders austritt und das Extrudat einer Nachbehandlung in einem heißen Medium unterzogen wird, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß das Extrudat nach dem Austritt aus der Düse auf einer Temperatur gehalten wird, die etwa der Austrittstemperatur des Teiges entspricht, und daß die Nachbehandlung unmittelbar nach dem Extrudieren erfolgt. |
| 2. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h¬ n e t , daß der Teig direkt in heißes l oder Fett extrudiert wird. |
| 3. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e e n n ¬ z e i c h n e t , daß das Extrudat durch einen Kanal geleitet wird, in dem eine Temperatur und eine ζ Feuchtigkeit ^herrschen, die gleich sind der Temperatur und der Feuchtigkeit des Extrudates beim Austritt aus der Düse. |
| 4. | Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch g e k e n n ¬ z e i c h n e t , daß in dem Kanal Dämpfe des Mediums sind, in welchem die Nachbehandlung des Extrudates erfolgt. |
| 5. | Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß das Medium zur Nachbehandlung heißes Fett., öl, heiße Luft, oder Heißdampf ist,. |
-5 Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von expandierten Lebensmitteln, wobei ein Teig aus der Düse eines Extruders austritt und das Extrudat einer ° Nachbehandlung in einem heißen Medium unterzogen wird.
Es sind im wesentlichen zwei Verfahren zur extrusionstechnischen Herstellung von expandierten
Lebensmitteln, sogenannten Snacks, bekannt. 10
. Bei der sogenannten Direktexpansion wird der Teig bei hohen 'Temperaturen und Drücken verarbeitet und expandiert beim Austritt aus der Düse des Extruders in seine endgültige Form.
15 Bei der sogenannten indirekten Expansion wird der Teig bei geringerer Temperatur und geringerem Druck durch die Düse eines Extruders gedrückt. Dabei verkleistert der Teig im Extruder. Das sich ergebende Produkt hat Ähnlichkeit mit Teigwaren. In einem anschließenden 4 bis 8 Stunden dauernden
20 komplizierten Trocknungsprozeß wird die Feuchte des
Extrudates auf ca. 11% reduziert und nach einer weiteren Konditionierzeit wird das Extrudat entweder in heißem Fett oder in heißer Luft zur Expansion gebracht.
25 Bei dem Extrusionsverfahren mit Direktexpansion wird üblicherweise mit Extrusionsfeuchten von 13% bis 22% gearbeitet, während bei der Extrusion mit indirekter Expansion die Feuchte des Rohmaterials bei ca. 28% bis 40% liegt. Die Reduzierung auf einen Feuchtigkeitsgehalt von ca.
30 11% erfolgt, wie vorstehend erwähnt, in einem Trocknungsprozess.
Es sind ferner verschiedene Verfahren zur Herstellung von expandierten Nahrungsmitteln bekannt, welche die Extrusion 35 mit Direktexpansion mit einer Nachbehandlung in heißem Fett
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kombinieren. Dabei wird das Extrudat nach dem Austritt aus der Düse und dem Schneiden im heißen Fett gebacken. Bei dem Austritt aus der Düse wird das Extrudat durch die stattfindende Expansion und Wasserverdampfung einer Abkühlung unterworfen. Die Nachbehandlung in heißem Fett hat demnach primär einen trocknenden und röstenden Charakter,während eine Volumen- oder Texturveränderung des Lebensmittels nicht erreicht wird.
Der Vorteil der Extrusion mit indirekter Expansion über den Weg des getrockneten Halbproduktes (in der Regel in Form von ^•elet-ts) liegt darin, daß sehr spezifische Geschmacks- und Texturergebnisse des Lebensmittels erzielt werden können, welche in ihrer Qualität höher als die der direktexpandierten Extrudate sind. Der Nachteil des Herstellungsverfahrens mit indirekter Expansion liegt aber darin, daß eine derartige Anlage zur Herstellung der Halbprodukte und deren Trocknen sehr aufwendig und teuer ist. Außerdem ist eine Qualitätskontrolle und die Erreichung einer konstanten Qualität sehr aufwendig und nur sehr schwierig zu 'erreichen. Ferner ist der Energieverbrauch zur Herstellung mit diesem Verfahren sehr hoch.
D er Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, welches Lebensmittel mit Geschmacks- und Textureigenschaften erbringt, die denen der Lebensmittel entsprechen, die mit einem Verfahren mit indirekter Expansion hergestellt werden, wobei gleichzeitig die Nachteile dieses Verfahrens, insbesondere die hohen Kosten und die schwierige Qualitätsüberwachung, vermieden " werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Extrudat nach dem Austritt aus der Düse auf einer Temperatur gehalten wird, die etwa der Austrittstemperatur des Teiges
entspricht, und daß die Nachbehandlung unmittelbar nach dem Extrudieren erfolgt.
^ Erfindungsgemäß wird das Extrudat bei höheren Temperaturen (105° bis 130°C) als bei dem bekannten Verfahren ohne Zwischenabkühlung direkt einer starken Wärmebehandlung in heißem öl, in Heißluft, oder in Heißdampf unterzogen. Die bei der Expansion nach dem Austritt aus der Düse durch 0 Wasserverdampfung dem Extrudat entzogene Wärme bewirkt dabei nicht eine sonst übliche Verhornung des Teiges und eine Beendigung der Expansion, sondern durch den Wärmeträger, in welchen das Extrudat geleitet wird, wird in erheblichem Umfang Wärme zugeführt, wodurch eine Viskositätssenkung des Teiges und eine wesentlich stärkere Expansion bewirkt werden. Die dabei entstehende Textur, insbesondere die Knusprigkeit und das Kaugefühl des extrudierten Lebensmittel, ist identisch mit dem sonst nur durch die Extrusion mit indirekter Expansion herstellbaren Produkt. 0 Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren werden demnach
Lebensmittel hoher Güte erreicht, wobei auf aufwendige Anlagen zur Trocknung und Konditionierung von Halbprodukten verzichtet wird. Während eine konventionelle Anlage zur Herstellung von Pellets und Durchführung der erforderlichen 5 Prozeßschritte ca. 2 Millionen DM kostet, kostet eine Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens weniger als die Hälfte dieser Summe. Da eine langwierige Trocknung von Halbprodukten entfällt, ist die Qualitätskontrolle und die Qualitätskonstanz extrudierter und expandierter Lebensmittel einfacher. Darüber hinaus ist der
Energieverbrauch bei dem erfindungsgemäßen Verfahren stark reduziert.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird der Teig aus dem Extruder direkt in heißes Öl oder Fett extrudiert. Die
Düse des Extruders ist dabei vorzugsweise in dem heißen Fett
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oder öl angeordnet.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird das Extrudat durch einen Kanal geleitet, in dem eine Temperatur und eine Feuchtigkeit herrschen*, die gleich sind der Temperatur und άer Feuchtigkeit des Extrudates, so daß weder ein Wärme- noch ein FeuchtigTceitsverlust des Extrudates auftritt, bevor dieses beispielsweise in heißes öl oder Fett eingeleitet wird. In dem Kanal, durch welchen das Extrudat geleitet wird, sind vorzugsweise Dämpfe des Mediums enthalten, in welchem die Nachbehandlung des Extrudates erfolgt. Das Medium zur Nachbehandlung des Extrudates kann heißes Fett, l, heiße Luft oder Heißdampf sein. Beispielsweise ist es möglich, an die Düse Heißluft mit einer Temperatur von beispielsweise 600°C zu leiten.
