| JP2004351417 | APPARATUS FOR PRODUCING EMULSION |
| JP57099327 | ULTRASONIC EMULSIFYING DEVICE |
| JP2004148235 | MICROFLUID MIXER |
SCHÖPGENS, Jürgen (Schulstr. 46, Schwalmtal, 41366, DE)
WADLE, Armin (Willbecker Str. 105, Erkrath, 40699, DE)
FÖRSTER, Thomas (Kölner Landstr. 225 c, Düsseldorf, 40591, DE)
CHEN, Lisa (Schirmerstr. 5, Duesseldorf, 40211, DE)
JANßEN, Frank (Brunnenstr. 8, Neuss, 41470, DE)
SCHÖPGENS, Jürgen (Schulstr. 46, Schwalmtal, 41366, DE)
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| Patentansprüche 1. Verfahren zur Herstellung eines Färbemittels für Keratinfasern aus einer ersten Zusammensetzung A und einer zweiten Zusammensetzung B, bei welchem die erste Zusammensetzung A aus einem Behälter A mittels einer Einfüllvorrichtung über eine Einlassöffnung in einen die zweite Zusammensetzung B enthaltenden zweiten Behälter B geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung A in den Behälter B eingeleitet wird und der Behälter B durch die Einleitung der Zusammensetzung A und/oder die Einwirkung der Einfüllvorrichtung mindestens eine Austrittsöffnung ausbildet, aus welcher das Färbemittel für Keratinfasern als Mischung der Zusammensetzungen A und B aus dem Behälter B austritt. 2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung A mit einem Druck oberhalb 1 , 1 bar, vorzugsweise oberhalb 2,0 bar, bevorzugt oberhalb 5,0 bar und insbesondere zwischen 10 und 20 bar in den Behälter B eingeleitet wird. 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter B über eine Schwächungslinie verfügt, entlang derer sich durch die Einleitung der Zusammensetzung A und/oder die Einwirkung der Einfüllvorrichtung die Austrittöffnung ausbildet. 4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter über eine Membran verfügt, welche durch die Einleitung der Zusammensetzung A und/oder die Einwirkung der Einfüllvorrichtung unter Ausbildung der Austrittöffnung gegen einen Dorn gedrückt wird. 5. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter B in seinem Inneren ein statisches Mischelement aufweist. 6. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die die Zusammensetzung A ein Oxidationsmittel, vorzugsweise 0,5 bis 50 Gew.-%, bevorzugt 1 ,0 bis 20 Gew.-%, besonders bevorzugt 2,5 bis 16 Gew.-% und insbesondere 5,0 bis 14 Gew.-% Wasserstoffperoxid (berechnet als 100%iges H202), jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung A, enthält. 7. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung B mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt oder mindestens einen direktziehenden Farbstoff enhält. 8. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung B mindestens ein Oxidationsmittel, vorzugsweise 5,0 bis 50 Gew.-%, bevorzugt 10 bis 45 Gew.-%, besonders bevorzugt 15 bis 40 Gew.-% und insbesondere 20 bis 35 Gew.-% Persulfat, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung A, enthält. 9. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzungen A und B in einem Volumenverhältnis von 10: 1 bis 1 : 1 , vorzugsweise von 6:1 bis 2:1 eingesetzt werden. 10. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das haarfarbverändernde Mittel nach Austritt aus dem Behälter B auf das Haar aufgebracht wird. |
Menschliches Haar wird heute in vielfältiger Weise mit haarkosmetischen Zubereitungen behandelt. Dazu gehören etwa die Reinigung der Haare mit Shampoos, die Pflege und Regeneration mit Spülungen und Kuren sowie das Bleichen, Färben und Verformen der Haare mit Färbemitteln, Tönungsmitteln, Wellmitteln und Stylingpräparaten. Dabei spielen Mittel zur Veränderung oder Nuancierung der Farbe des Kopfhaares eine herausragende Rolle.
Für temporäre Färbungen werden üblicherweise Färbe- oder Tönungsmittel verwendet, die als färbende Komponente sogenannte Direktzieher enthalten. Hierbei handelt es sich um Farbstoffmoleküle, die direkt auf das Haar aufziehen und keinen oxidativen Prozess zur Ausbildung der Farbe benötigen. Zu diesen Farbstoffen gehört beispielsweise das bereits aus dem Altertum zur Färbung von Körper und Haaren bekannte Henna. Diese Färbungen sind gegen Shampoonieren in der Regel deutlich empfindlicher als die oxidativen Färbungen, so dass dann sehr viel schneller eine vielfach unerwünschte Nuancenverschiebung oder gar eine sichtbare "Entfärbung" eintritt.
Für dauerhafte, intensive Färbungen mit entsprechenden Echtheitseigenschaften werden sogenannte Oxidationsfärbemittel verwendet. Solche Färbemittel enthalten üblicherweise Oxidationsfarbstoffvorprodukte, sogenannte Entwicklerkomponenten und Kupplerkomponenten. Die Entwicklerkomponenten bilden unter dem Einfluss von Oxidationsmitteln oder von Luftsauerstoff untereinander oder unter Kupplung mit einer oder mehreren Kupplerkomponenten die eigentlichen Farbstoffe aus. Die Oxidationsfärbemittel zeichnen sich durch hervorragende, lang anhaltende Färbeergebnisse aus. Für natürlich wirkende Färbungen muss üblicherweise eine Mischung aus einer größeren Zahl von Oxidationsfarbstoffvorprodukten eingesetzt werden; in vielen Fällen werden weiterhin direktziehende Farbstoffe zur Nuancierung verwendet.
Die Herstellung dieser Färbemittel, insbesondere oxidativer Färbemittel oder Blondierpulver erfolgt in der Regel durch manuelle Vermischung vorgefertigter Wirkstoffzusammensetzungen, beispielsweise zweier oxidativer Färbemittel. Die manuelle Vermischung ist jedoch zeit- und arbeitsintensiv, da die Bestandteile vor der Vermischung beispielsweise eingewogen werden müssen. Bei der Verarbeitung fester Wirkstoffzusammensetzungen ist der Anwender zudem eventuell auftretenden Stäuben ausgesetzt. Es wurde nun gefunden, dass sich die zuvor aufgeführten Nachteile herkömmlicher Mischverfahren durch ein Verfahren zur Herstellung eines Färbemittels für Keratinfasern aus einer ersten Zusammensetzung A und einer zweiten Zusammensetzung B, beseitigen lassen, bei welchem die erste Zusammensetzung A aus einem Behälter A
mittels einer Einfüllvorrichtung
über eine Einlassöffnung
in einen die zweite Zusammensetzung B enthaltenden zweiten Behälter B geleitet wird,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung A in den Behälter B eingeleitet wird und der Behälter B durch die Einleitung der Zusammensetzung A und/oder die Einwirkung der Einfüllvorrichtung mindestens eine Austrittsöffnung ausbildet, aus welcher das Färbemittel für Keratinfasern als Mischung der Zusammensetzungen A und B aus dem Behälter B austritt.
Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens werden zwei voneinander verschiedene Zusammensetzungen A und B unter Ausbildung eines Färbemittels für Keratinfasern miteinander vermischt.
Die Zuleitung der Zusammensetzung A erfolgt aus einem Behälter A. Dieser Behälter A ist vorzugsweise als Vorratsbehälter ausgestaltet und umfasst bevorzugt die mehrfache für die Durchführung eines einzelnen Mischverfahrens notwendige Menge der Zusammensetzung A. Mit anderen Worten wird in einer bevorzugten Verfahrens Variante eine Teilmenge a der in dem Behälter A befindlichen Zusammensetzung A in den Behälter B eingeleitet, wobei eine Restmenge der in dem Behälter A befindlichen Zusammensetzung A bis zum Ende des Mischverfahrens in dem Behälter A verbleibt und diese Restmenge mindestens der doppelten, vorzugsweise mindestens der vierfachen und insbesondere mindestens der achtfachen Menge der Teilmenge a entspricht.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Behälter A zwei oder mehr Kammern (z.B.: A1 und A2) auf, in denen voneinander verschiedene Zusammensetzungen (z.B.: A1 und A2) voneinander getrennt vorliegen. Die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eingesetzte Vorrichtung ist dabei derart ausgestaltet, dass durch den Anwender zwischen den zwei oder mehr Kammern gewählt und alternativ beispielsweise in einem ersten Mischverfahren eine Zusammensetzung A1 und in dem nachfolgenden Mischverfahren eine Zusammensetzung A2 eingesetzt wird.
Alternativ zu der zuvor beschriebenen Mehrkammerausführung des Behälters A kann die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens auch zwei oder mehr separate Behälter für die Aufnahme unterschiedlicher Zusammensetzungen A vorsehen.
Die Einleitung der Zusammensetzung A aus dem Behälter A in den Behälter B erfolgt vorzugsweise mittels einer an den Behälter A anschließenden Leitungssystems. Am Ende dieses Leitungssystems befindet sich die zur Einleitung der Zusammensetzung A in den Behälter B vorgesehene Einfüllvorrichtung. Zur Verkürzung der Verfahrensdauer und zur Verbesserung des Verfahrensergebnisses, insbesondere der Güte der Vermischung, wird die Zusammensetzung A vorzugsweise mit einem Druck oberhalb 1 ,1 bar, vorzugsweise oberhalb 2,0 bar, bevorzugt oberhalb 5,0 bar und insbesondere zwischen 10 und 20 bar in den Behälter B eingeleitet.
Die Zusammensetzung A wird im Laufe des Verfahrens in den Behälter B eingeleitet, aus welchem nachfolgend das Färbemittel für Keratinfasern als Mischung der Zusammensetzungen A und B aus dem Behälter B austritt.
Der hierfür eingesetzte Behälter B wird vorzugsweise mittels eines Haft-, Rast-, Schnapp- oder Klemmmechanismus in der zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eingesetzten Vorrichtung befestigt.
Der Behälter B ist vorzugsweise in Form einer verschlossenen Kapsel ausgeführt. Diese verschlossene Kapsel wird in einer bevorzugten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens mittels der, die Zusammensetzung A führenden Leitungssystems geöffnet. Der Öffnungsvorgang erfolgt vorzugsweise durch Penetration der Behälterwand des Behälters B, beispielsweise mittels der am Ende des Leitungssystems befindlichen Einfüllvorrichtung. Diese Einfüllvorrichtung kann beispielsweise in Form eines Dorns ausgebildet sein. Nach Durchstoßen der Behälterwand wird die Zusammensetzung A wird dann in den Behälter B eingeleitet.
In einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird durch die Einleitung der Zusammensetzung A im Behälter B mindestens eine Austrittsöffnung ausgebildet. Ursache für die Ausbildung der Austrittsöffnung kann dabei beispielsweise der in dem Behälter B zunehmende Druck sein. Alternativ kann die Austrittsöffnung jedoch auch durch die Einwirkung der Einfüllvorrichtung ausgebildet werden, beispielsweise indem die Einfüllvorrichtung die Behälterwand des Behälters B an zwei Stellen durchstoßen oder indem der in dem Behälter durch die Penetration einer Behälterwand auftretende Druck die Bildung der Austrittsöffnung bewirkt. Die Ausbildung der Austrittsöffnung in der Behälterwand des Behälters B, insbesondere der exakte Ort, an welchem diese Austrittsöffnung ausgebildet wird, wird vorzugsweise durch die spezifische Konstruktion des Behälters B gesteuert.
In einer ersten bevorzugten Ausführungsform verfügt der Behälter B über eine Schwächungslinie, entlang derer sich durch die Einleitung der Zusammensetzung A und/oder die Einwirkung der Einfüllvorrichtung die Austrittöffnung ausbildet.
In einer zweiten bevorzugten Ausführungsform verfügt der Behälter über eine Membran, welche durch die Einleitung der Zusammensetzung A und/oder die Einwirkung der Einfüllvorrichtung unter Ausbildung der Austrittöffnung gegen einen Dorn gedrückt wird. Die Membran ist vorzugsweise Bestandteil der Behälterwand des Behälters B. Durch die Penetration der Membran mittels des Dorns wird die Austrittsöffnung erzeugt. Der Dorn kann dabei sowohl innerhalb des Behälters B, als auch außerhalb des Behälters B angeordnet sein. Bei einem innerhalb des Behälters B angeordneten Dorn wird die Behälterwand des Behälters B von innen nach außen geöffnet. Befindet sich der Dorn außerhalb des Behälters B, drückt der Dorn die Behälterwand von außen nach innen. Vorzugsweise weist die Behälterwand des Behälters B im Einwirkbereich des Dorn eine Schwächungslinie auf, durch welche beispielsweise die Größe der Austrittsöffnung beeinflusst werden kann.
Zur Verbesserung der Mischwirkung durchläuft die Zusammensetzung A und/oder das Gemisch der Zusammensetzungen A und B im Verlauf des Verfahrens vorzugsweise einen statischen Mischer. Dieser statische Mischer kann beispielsweise innerhalb des oben beschriebenen Leitungssystems angeordnet sein, befindet sich jedoch vorzugsweise in unmittelbarer Nähe der Austrittsöffnung des Behälters B, beispielsweise innerhalb des Behälters B oder außerhalb der Austrittsöffnung. Im letztgenannten Fall kann der statische Mischer als integraler Bestandteil des Behälters B ausgebildet sein. Alternativ ist der statische Mischer Bestandteil der zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eingesetzten Vorrichtung und ist beispielsweise dem zur Befestigung des Behälters B eingesetzten Haft-, Rast-, Schnapp- oder Klemmmechanismus zugeordnet.
Die im Behälter B befindliche Zusammensetzung B wird im Laufe des Verfahrens mittels der eingeleiteten Zusammensetzung A durch die Austrittsöffnung aus dem Behälter B ausgetragen. Der Austrag erfolgt dabei vorzugsweise im Wesentlichen vollständig. Mit anderen Worten wird die Zusammensetzung B aus dem Behälter zu mindestens 80 Gew.-%, vorzugsweise zu mindestens 90 Gew.-%, besonders bevorzugt zu mindestens 95 Gew.-% und insbesondere zu mindestens 98 Gew.-% ausgetragen. Das Volumenverhältnis der in dem Mischverfahren eingesetzten Zusammensetzungen A und B beträgt vorzugsweise 10:1 bis 1 :1 und insbesondere 6: 1 bis 2:1. Das absolute Volumen der eingesetzten Zusammensetzung A beträgt bevorzugt zwischen 5 und 500 ml, vorzugsweise zwischen 10 und 400 ml und insbesondere zwischen 20 und 300 ml.
Die Zusammensetzungen A und B werden im Verlauf des Mischverfahrens vorzugsweise nicht durch eine äußere Wärmequelle erwärmt. Die Temperatur der Zusammensetzung A sollte vorzugsweise weniger als 35°C, bevorzugt weniger als 30°C und insbesondere weniger als 25°C betragen. Die Temperatur des Färbemittels für Keratinfasern sollte bei Austritt aus dem Behälter B ebenfalls vorzugsweise weniger als 35°C, bevorzugt weniger als 30°C und insbesondere weniger als 25°C betragen.
Die in dem erfindungsgemäßen Verfahren miteinander vermischten Zusammensetzungen A und B können eine Vielzahl von haarfarbverändernden Wirkstoffen enthalten. So können beispielsweise zwei verschiedene oxidative Färbemittel,
zwei verschiedene Tönungsmittel,
zwei verschieden starke Blondiermittel,
ein Blondiermittel und ein oxidatives Färbemittel,
ein Blondiermittel und ein Tönungsmittel oder
ein oxidatives Färbemittel und ein Tönungsmittel
in dem erfindungsgemäßen Verfahren zu einem Färbemittel für Keratinfasern vermischt werden.
Die Zusammensetzung A ist vorzugsweise fließfähig und liegt in Form einer Flüssigkeit, eines Gels oder einer Paste vor. Besonders bevorzugte flüssige Zusammensetzungen A enthalten mindestens 30 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 40 Gew.-% und insbesondere mindestens 50 Gew.-% Wasser. Der Gewichtsanteil des Wassers beträgt vorzugsweise zwischen 30 und 98 Gew.-%, bevorzugt zwischen 40 und 96 Gew.-% und insbesondere zwischen 50 und 94 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung A.
In einer bevorzugten Verfahrens Variante enthält die Zusammensetzung A mindestens ein Oxidationsmittel, vorzugsweise 0,5 bis 50 Gew.-%, bevorzugt 1 ,0 bis 20 Gew.-%, besonders bevorzugt 2,5 bis 16 Gew.-% und insbesondere 5,0 bis 14 Gew.-% Wasserstoffperoxid (berechnet als 100%iges H 2 0 2 ), jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung A, enthält.
Zur Einstellung der Viskosität kann die Zusammensetzung A ein Verdickungsmittel enthalten, wobei vorzugsweise 1 ,0 bis 30 Gew.-%, bevorzugt 3,0 bis 25 Gew.-%, besonders bevorzugt 5,0 bis 20 Gew.-% mindestens eines Homo- oder Copolymers, das gebildet wird aus einem Monomerengemisch von ethylenisch ungesättigten Säuren und/oder deren einfachen d- bis C 6 - Alkylestern, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung A, eingesetzt werden. Die Zusammensetzung B kann in fließfähiger Form, beispielsweise als Flüssigkeit, Gel oder Paste, aber auch als Feststoff, insbesondere als Pulver oder verpresstes Pulver vorliegen. Hinsichtlich der Verfahrensdauer und zur Verbesserung des Verfahrensergebnisses, insbesondere der Güte der Vermischung, haben sich jedoch fließfähige gegenüber festen Zusammensetzungen B als erwiesen.
Die erfindungsgemäßen Verfahren dienen der einfachen und effizienten Herstellung von Färbemitteln für keratinische Fasern. Entsprechende Mittel enthalten demnach naturgemäß geeignete färbende oder entfärbende Aktivsubstanzen. Bevorzugte Verfahrens Varianten sind dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung B mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt oder mindestens einen direktziehenden Farbstoff enthält.
In einer ersten bevorzugten Ausführungsform enthält die Zusammensetzung B mindestens eine oxidatives Färbemittel (Oxidationsfarbstoffvorprodukt).
Unter oxidativen Färbemittel sind erfindungsgemäß haarfarbve rändernde Mittel zu verstehen, die durch Oxidation von Oxidationsfarbstoffvorprodukten eine dauerhafte Färbung der Fasern bewirken.
Hinsichtlich der in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen B einsetzbaren Farbstoffvorprodukte unterliegt die vorliegende Erfindung keinerlei Einschränkungen. Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen B können als Farbstoffvorprodukte Oxidationsfarbstoffvorprodukte vom Entwickler- und/oder Kuppler-Typ, und Vorstufen naturanaloger Farbstoffe, wie Indol- und Indolin- Derivate, sowie Mischungen von Vertretern dieser Gruppen enthalten.
Im Rahmen einer ersten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthalten die erfindungsgemäß eingesetzten Zusammensetzungen B mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt vom Entwickler- und/oder Kupplertyp.
Es kann erfindungsgemäß bevorzugt sein, als Entwicklerkomponente ein p-Phenylendiaminderivat oder eines seiner physiologisch verträglichen Salze einzusetzen. Besonders bevorzugt sind p- Phenylendiaminderivate der Formel (E1 )
wobei
G steht für ein Wasserstoffatom, einen Cr bis C 4 -Alkylrest, einen Cr bis C 4 - Monohydroxyalkylrest, einen C 2 - bis C 4 -Polyhydroxyalkylrest, einen (Cr bis C 4 )-Alkoxy-(d- bis d)-alkylrest, einen 4'-Aminophenylrest oder einen d- bis C 4 -Alkylrest, der mit einer stickstoffhaltigen Gruppe, einem Phenyl- oder einem 4'-Aminophenylrest substituiert ist;
G 2 steht für ein Wasserstoffatom, einen d- bis d-Alkylrest, einen d- bis C 4 - Monohydroxyalkylrest, einen C 2 - bis C 4 -Polyhydroxyalkylrest, einen (d- bis C 4 )-Alkoxy-(C-|- bis C 4 )-alkylrest oder einen d- bis C 4 -Alkylrest, der mit einer stickstoffhaltigen Gruppe substituiert ist;
G 3 steht für ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, wie ein Chlor-, Brom-, lod- oder Fluoratom, einen d- bis d-Alkylrest, einen d- bis d-Monohydroxyalkylrest, einen C 2 - bis C 4 - Polyhydroxyalkylrest, einen d- bis C 4 -Hydroxyalkoxyrest, einen d- bis d-Acetylaminoalkoxyrest, einen d- bis C 4 - Mesylaminoalkoxyrest oder einen d- bis d-Carbamoylaminoalkoxyrest;
G 4 steht für ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom oder einen d- bis d-Alkylrest oder wenn G 3 und G 4 in ortho-Stellung zueinander stehen, können sie gemeinsam eine verbrückende α,ω-Alkylendioxogruppe, wie beispielsweise eine Ethylendioxygruppe bilden.
Beispiele für die als Substituenten in den erfindungsgemäßen Verbindungen genannten d- bis C 4 - Alkylreste sind die Gruppen Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl und Butyl. Ethyl und Methyl sind bevorzugte Alkylreste. Erfindungsgemäß bevorzugte d- bis d-Alkoxyreste sind beispielsweise eine Methoxy- oder eine Ethoxygruppe. Weiterhin können als bevorzugte Beispiele für eine d- bis d-Hydroxyalkylgruppe eine Hydroxymethyl-, eine 2-Hydroxyethyl-, eine 3-Hydroxy propyl- oder eine 4-Hydroxybutylgruppe genannt werden. Eine 2-Hydroxyethylgruppe ist besonders bevorzugt. Eine besonders bevorzugte C 2 - bis d-Polyhydroxyalkylgruppe ist die 1 ,2-Dihydroxyethylgruppe. Beispiele für Halogenatome sind erfindungsgemäß F-, Cl- oder Br-Atome, Cl-Atome sind ganz besonders bevorzugt. Die weiteren verwendeten Begriffe leiten sich erfindungsgemäß von den hier gegebenen Definitionen ab. Beispiele für stickstoffhaltige Gruppen der Formel (E1 ) sind insbesondere die Aminogruppen, d- bis d-Monoalkylaminogruppen, C bis C 4 - Dialkylaminogruppen, Cr bis C 4 -Trialkylammoniumgruppen, Cr bis C 4 - Monohydroxyalkylaminogruppen, Imidazolinium und Ammonium.
Besonders bevorzugte p-Phenylendiamine der Formel (E1 ) sind ausgewählt aus p- Phenylendiamin, p-Toluylendiamin, 2-Chlor-p-phenylendiamin, 2,3-Dimethyl-p-phenylendiamin, 2,6-Dimethyl-p-phenylendiamin, 2,6-Diethyl-p-phenylendiamin, 2,5-Dimethyl-p-phenylendiamin, N,N-Dimethyl-p-phenylendiamin, N,N-Diethyl-p-phenylendiamin, N,N-Dipropyl-p-phenylendiamin, 4-Amino-3-methyl-(N,N-diethyl)-anilin, N ,N-Bis-(ß-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, 4-N,N-Bis-(ß- hydroxyethyl)-amino-2-methylanilin, 4-N,N-Bis-(ß-hydroxyethyl)-amino-2-chloranilin, 2-(ß- Hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, 2-(a,ß-Dihydroxyethyl)-p-phenylendiamin, 2-Fluor-p- phenylendiamin, 2-lsopropyl-p-phenylendiamin, N-(ß-Hydroxypropyl)-p-phenylendiamin, 2- Hydroxymethyl-p-phenylendiamin, N,N-Dimethyl-3-methyl-p-phenylendiamin, N,N-(Ethyl,ß- hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, N-(ß,Y-Dihydroxypropyl)-p-phenylendiamin, N-(4'-Aminophenyl)-p- phenylendiamin, N-Phenyl-p-phenylendiamin, 2-(ß-Hydroxyethyloxy)-p-phenylendiamin, 2-(ß- Acetylaminoethyloxy)-p-phenylendiamin, N-(ß-Methoxyethyl)-p-phenylendiamin, N-(4-Amino-3- methylphenyl)-N-[3-(1 H-imidazol-1 -yl)propyl]amin und 5,8-Diaminobenzo-1 ,4-dioxan sowie ihren physiologisch verträglichen Salzen.
Erfindungsgemäß ganz besonders bevorzugte p-Phenylendiaminderivate der Formel (E1 ) sind p- Phenylendiamin, p-Toluylendiamin, 2-(ß-Hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, 2-(a,ß-Dihydroxyethyl)- p-phenylendiamin und N,N-Bis-(ß-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin.
Es kann erfindungsgemäß weiterhin bevorzugt sein, als Entwicklerkomponente Verbindungen einzusetzen, die mindestens zwei aromatische Kerne enthalten, die mit Amino- und/oder Hydroxylgruppen substituiert sind.
Unter den zweikernigen Entwicklerkomponenten, die in den Färbezusammensetzungen gemäß der Erfindung verwendet werden können, kann man insbesondere die Verbindungen nennen, die der folgenden Formel (E2) entsprechen, sowie ihre physiologisch verträglichen Salze:
wobei:
1 . Z und Z 2 stehen unabhängig voneinander für einen Hydroxyl- oder NH 2 -Rest, der gegebenenfalls durch einen C-p bis C 4 -Alkylrest, durch einen C-p bis C 4 -Hydroxyalkylrest und/oder durch eine Verbrückung Y substituiert ist oder der gegebenenfalls Teil eines verbrückenden Ringsystems ist, die Verbrückung Y steht für eine Alkylengruppe mit 1 bis 14 Kohlenstoffatomen, wie beispielsweise eine lineare oder verzweigte Alkylenkette oder einen Alkylenring, die von einer oder mehreren stickstoffhaltigen Gruppen und/oder einem oder mehreren Heteroatomen wie Sauerstoff- , Schwefel- oder Stickstoffatomen unterbrochen oder beendet sein kann und eventuell durch einen oder mehrere Hydroxyl- oder d- bis C 8 -Alkoxyreste substituiert sein kann, oder eine direkte Bindung,
G 5 und G 6 stehen unabhängig voneinander für ein Wasserstoff- oder Halogenatom, einen d- bis C 4 -Alkylrest, einen d- bis C 4 -Monohydroxyalkylrest, einen C 2 - bis C 4 - Polyhydroxyalkylrest, einen d- bis d-Aminoalkylrest oder eine direkte Verbindung zur Verbrückung Y,
G 7 , G 8 , G 9 , G 0 , G und G 2 stehen unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom, eine direkte Bindung zur Verbrückung Y oder einen d- bis d-Alkylrest,
mit der Maßgabe, dass die Verbindungen der Formel (E2) nur eine Verbrückung Y pro Molekül enthalten.
Die in Formel (E2) verwendeten Substituenten sind erfindungsgemäß analog zu den obigen Ausführungen definiert.
Bevorzugte zweikernige Entwicklerkomponenten der Formel (E2) sind insbesondere: N,N'-Bis-(ß- hydroxyethyl)-N,N'-bis-(4'-aminophenyl)-1 ,3-diamino-propan-2-ol, N,N'-Bis-(ß-hydroxyethyl)-N,N'- bis-(4'-aminophenyl)-ethylendiamin, N,N'-Bis-(4-aminophenyl)-tetramethylendiamin, N,N'-Bis-(ß- hydroxyethyl)-N,N'-bis-(4-aminophenyl)-tetramethylendiamin, N,N'-Bis-(4-methyl-aminophenyl)- tetramethylendiamin, N,N'-Diethyl-N,N'-bis-(4'-amino-3'-methylphenyl)-ethylendiam in, Bis-(2- hydroxy-5-aminophenyl)-methan, N,N'-Bis-(4'-aminophenyl)-1 ,4-diazacycloheptan, N,N'-Bis-(2- hydroxy-5-aminobenzyl)-piperazin, N-(4'-Aminophenyl)-p-phenylendiamin und 1 ,10-Bis-(2',5'- diaminophenyl)-1 ,4J,10-tetraoxadecan und ihre physiologisch verträglichen Salze.
Ganz besonders bevorzugte zweikernige Entwicklerkomponenten der Formel (E2) sind N,N'-Bis-(ß- hydroxyethyl)-N,N'-bis-(4-aminophenyl)-1 ,3-diamino-propan-2-ol, Bis-(2-hydroxy-5-aminophenyl)- methan, 1 ,3-Bis-(2,5-diaminophenoxy)-propan-2-ol, N,N'-Bis-(4-aminophenyl)-1 ,4- diazacycloheptan und 1 , 10-Bis-(2,5-diaminophenyl)-1 ,4,7, 10-tetraoxadecan oder eines ihrer physiologisch verträglichen Salze.
Weiterhin kann es erfindungsgemäß bevorzugt sein, als Entwicklerkomponente ein p- Aminophenolderivat oder eines seiner physiologisch verträglichen Salze einzusetzen. Besonders bevorzugt sind p-Aminophenolderivate der Formel (E3)
wobei:
G 3 steht für ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, einen C-p bis C 4 -Alkylrest, einen C-p bis C 4 -Monohydroxyalkylrest, einen C 2 - bis C 4 -Polyhydroxyalkylrest, einen (d- bis C 4 )-Alkoxy-(d- bis C 4 )-alkylrest, einen d- bis C 4 -Aminoalkylrest, einen Hydroxy-(d- bis C 4 )-alkylaminorest, einen d- bis d-Hydroxyalkoxyrest, einen d- bis d-Hydroxyalkyl-(d-bis d)-arninoalkylrest oder einen (Di-d- bis d-Alkylamino)-(d- bis C 4 )-alkylrest, und
G 4 steht für ein Wasserstoff- oder Halogenatom, einen d- bis d-Alkylrest, einen d- bis C 4 -Monohydroxyalkylrest, einen C 2 - bis C 4 -Polyhydroxyalkylrest, einen (d- bis C 4 )-Alkoxy-(Ci- bis C 4 )-alkylrest, einen d- bis C 4 -Aminoalkylrest oder einen d- bis C 4 -Cyanoalkylrest,
G 5 steht für Wasserstoff, einen d- bis d-Alkylrest, einen d- bis C 4 - Monohydroxyalkylrest, einen C 2 - bis d-Polyhydroxyalkylrest, einen Phenylrest oder einen Benzylrest, und
G 6 steht für Wasserstoff oder ein Halogenatom.
Die in Formel (E3) verwendeten Substituenten sind erfindungsgemäß analog zu den obigen Ausführungen definiert.
Bevorzugte p-Aminophenole der Formel (E3) sind insbesondere p-Aminophenol, N-Methyl-p- aminophenol, 4-Amino-3-methyl-phenol, 4-Amino-3-fluorphenol, 2-Hydroxymethylamino-4- aminophenol, 4-Amino-3-hydroxymethylphenol, 4-Amino-2-(ß-hydroxyethoxy)-phenol, 4-Amino-2- methylphenol, 4-Amino-2-hydroxymethylphenol, 4-Amino-2-methoxymethyl-phenol, 4-Amino-2- aminomethylphenol, 4-Amino-2-(ß-hydroxyethyl-aminomethyl)-phenol, 4-Amino-2-(a,ß- dihydroxyethyl)-phenol, 4-Amino-2-fluorphenol, 4-Amino-2-chlorphenol, 4-Amino-2,6-dichlorphenol, 4-Amino-2-(diethyl-aminomethyl)-phenol sowie ihre physiologisch verträglichen Salze.
Ganz besonders bevorzugte Verbindungen der Formel (E3) sind p-Aminophenol, 4-Amino-3- methylphenol, 4-Amino-2-aminomethylphenol, 4-Amino-2-(a,ß-dihydroxyethyl)-phenol und 4- Amino-2-(diethyl-aminomethyl)-phenol.
Ferner kann die Entwicklerkomponente ausgewählt sein aus o-Aminophenol und seinen Derivaten, wie beispielsweise 2-Amino-4-methylphenol, 2-Amino-5-methylphenol oder 2-Amino-4-chlorphenol. Weiterhin kann die Entwicklerkomponente ausgewählt sein aus heterocyclischen Entwicklerkomponenten, wie beispielsweise den Pyridin-, Pyrimidin-, Pyrazol-, Pyrazol-Pyrimidin- Derivaten und ihren physiologisch verträglichen Salzen.
Bevorzugte Pyridin-Derivate sind insbesondere die Verbindungen, die in den Patenten GB 1 026 978 und GB 1 153 196 beschrieben werden, wie 2,5-Diamino-pyridin, 2-(4-Methoxyphenyl)-amino- 3-amino-pyridin, 2,3-Diamino-6-methoxy-pyridin, 2-(ß-Methoxyethyl)-amino-3-amino-6-methoxy- pyridin und 3,4-Diamino-pyridin.
Bevorzugte Pyrimidin-Derivate sind insbesondere die Verbindungen, die im deutschen Patent DE 2 359 399, der japanischen Offenlegungsschrift JP 02019576 A2 oder in der Offenlegungsschrift WO 96/15765 beschrieben werden, wie 2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin, 4-Hydroxy-2,5,6- triaminopyrimidin, 2-Hydroxy-4,5,6-triaminopyrimidin, 2-Dimethylamino-4,5,6-triaminopyrimidin, 2,4- Dihydroxy-5,6-diamino pyrimidin und 2,5,6-Triaminopyrimidin.
Bevorzugte Pyrazol-Derivate sind insbesondere die Verbindungen, die in den Patenten DE 3 843 892, DE 4 133 957 und Patentanmeldungen WO 94/08969, WO 94/08970, EP-740 931 und DE 195 43 988 beschrieben werden, wie 4,5-Diamino-1 -methylpyrazol, 4,5-Diamino-1-(ß- hydroxyethyl)-pyrazol, 3,4-Diaminopyrazol, 4,5-Diamino-1-(4'-chlorbenzyl)-pyrazol, 4,5-Diamino- 1 ,3-dimethylpyrazol, 4,5-Diamino-3-methyl-1-phenylpyrazol, 4,5-Diamino-1 -methyl-3- phenylpyrazol, 4-Amino-1 ,3-dimethyl-5-hydrazinopyrazol, 1-Benzyl-4,5-diamino-3-methylpyrazol, 4,5-Diamino-3-tert.-butyl-1-methylpyrazol, 4,5-Diamino-1-tert.-butyl-3-methylpyrazol, 4,5-Diamino- 1-(ß-hydroxyethyl)-3-methylpyrazol, 4,5-Diamino-1-ethyl-3-methylpyrazol, 4,5-Diamino-1-ethyl-3- (4'-methoxyphenyl)-pyrazol, 4,5-Diamino-1 -ethyl-3-hydroxymethylpyrazol, 4,5-Diamino-3- hydroxymethyl-1-methylpyrazol, 4,5-Diamino-3-hydroxymethyl-1 -isopropylpyrazol, 4,5-Diamino-3- methyl-1-isopropylpyrazol, 4-Amino-5-(ß-aminoethyl)-amino-1 ,3-dimethylpyrazol, 3,4,5- Triaminopyrazol, 1-Methyl-3,4,5-triaminopyrazol, 3,5-Diamino-1-methyl-4-methylaminopyrazol und 3,5-Diamino-4-(ß-hydroxyethyl)-amino-1 -methylpyrazol.
Bevorzugte Pyrazol-Pyrimidin-Derivate sind insbesondere die Derivate des Pyrazol-[1 ,5-a]- pyrimidin der folgenden Formel (E4) und dessen tautomeren Formen, sofern ein tautomeres Gleichgewicht besteht:
wobei: G , G , G und G unabhängig voneinander stehen für ein Wasserstoffatom, einen d- bis C 4 -Alkylrest, einen Aryl-Rest, einen d- bis C 4 -Hydroxyalkylrest, einen C 2 - bis C 4 - Polyhydroxyalkylrest einen (C bis C 4 )-Alkoxy-(C-|- bis C 4 )-alkylrest, einen C-p bis C 4 - Aminoalkylrest, der gegebenenfalls durch ein Acetyl-Ureid- oder einen Sulfonyl-Rest geschützt sein kann, einen (d- bis C 4 )-Alkylamino-(Ci- bis C 4 )-alkylrest, einen Di-[(d- bis C 4 )-alkyl]-(Ci- bis C 4 )- aminoalkylrest, wobei die Dialkyl-Reste gegebenenfalls einen Kohlenstoffzyklus oder einen Heterozyklus mit 5 oder 6 Kettengliedern bilden, einen d- bis d-Hydroxyalkyl- oder einen Di-(d- bis d)-[Hydroxyalkyl]-(d- bis C 4 )-aminoalkylrest,
die X-Reste stehen unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom, einen d- bis C 4 - Alkylrest, einen Aryl-Rest, einen d- bis C 4 -Hydroxyalkylrest, einen C 2 - bis C 4 - Polyhydroxyalkylrest, einen C bis C 4 -Aminoalkylrest, einen (C bis d)-Alkylamino-(d- bis C 4 )- alkylrest, einen Di-[(d- bis C 4 )alkyl]- (d- bis C 4 )-aminoalkylrest, wobei die Dialkyl-Reste gegebenenfalls einen Kohlenstoffzyklus oder einen Heterozyklus mit 5 oder 6 Kettengliedern bilden, einen d- bis d-Hydroxyalkyl- oder einen Di-(d- bis C 4 -hydroxyalkyl)-aminoalkylrest, einen Aminorest, einen d- bis d-Alkyl- oder Di-(d- bis C 4 -hydroxyalkyl)-aminorest, ein Halogenatom, eine Carboxylsäuregruppe oder eine Sulfonsäuregruppe,
i hat den Wert 0, 1 , 2 oder 3,
p hat den Wert 0 oder 1 ,
q hat den Wert 0 oder 1 und
n hat den Wert 0 oder 1 ,
mit der Maßgabe, dass
die Summe aus p + q ungleich 0 ist,
wenn p + q gleich 2 ist, n den Wert 0 hat, und die Gruppen NG 7 G 18 und NG 9 G 20 belegen die Positionen (2,3); (5,6); (6,7); (3,5) oder (3,7);
wenn p + q gleich 1 ist, n den Wert 1 hat, und die Gruppen NG 7 G 18 (oder NG 9 G 20 ) und die Gruppe OH belegen die Positionen (2,3); (5,6); (6,7); (3,5) oder (3,7);
Die in Formel (E4) verwendeten Substituenten sind erfindungsgemäß analog zu den obigen Ausführungen definiert.
Wenn das Pyrazol-[1 ,5-a]-pyrimidin der obenstehenden Formel (E4) eine Hydroxygruppe an einer der Positionen 2, 5 oder 7 des Ringsystems enthält, besteht ein tautomeres Gleichgewicht, das zum Beispiel im folgenden Schema dargestellt wird:
Unter den Pyrazol-[1 ,5-a]-pyrimidinen der obenstehenden Formel (E4) kann man insbesondere nennen:
Pyrazol-[1 ,5-a]-pyrimidin-3,7-diamin;
2.5- Dimethyl-pyrazol-[1 ,5-a]-pyrimidin-3,7-diamin;
Pyrazol-[1 ,5-a]-pyrimidin-3,5-diamin;
2J-Dimethyl-pyrazol-[1 ,5-a]-pyrimidin-3,5-diamin;
3-Aminopyrazol-[1 ,5-a]-pyrimidin-7-ol;
3-Aminopyrazol-[1 ,5-a]-pyrimidin-5-ol;
2-(3-Aminopyrazol-[1 ,5-a]-pyrimidin-7-ylamino)-ethanol;
2-(7-Aminopyrazol-[1 ,5-a]-pyrimidin-3-ylamino)-ethanol;
2-[(3-Aminopyrazol-[1 ,5-a]-pyrimidin-7-yl)-(2-hydroxy-ethyl)-amino]-ethanol;
2- [(7-Aminopyrazol-[1 ,5-a]-pyrimidin-3-yl)-(2-hydroxy-ethyl)-amino]-ethanol;
5.6- Dimethylpyrazol-[1 ,5-a]-pyrimidin-3,7-diamin;
2,6-Dimethylpyrazol-[1 ,5-a]-pyrimidin-3,7-diamin;
3- Amino-7-dimethylamino-2,5-dimethylpyrazol-[1 ,5-a]-pyrimidin;
sowie ihre physiologisch verträglichen Salze und ihre tautomeren Formen, wenn ein tautomeres Gleichgewicht vorhanden ist.
Die Pyrazol-[1 ,5-a]-pyrimidine der obenstehenden Formel (E4) können wie in der Literatur beschrieben durch Zyklisierung ausgehend von einem Aminopyrazol oder von Hydrazin hergestellt werden.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthalten die Zusammensetzungen B mindestens eine Kupplerkomponente.
Als Kupplerkomponenten werden in der Regel m-Phenylendiaminderivate, Naphthole, Resorcin und Resorcinderivate, Pyrazolone und m-Aminophenolderivate verwendet. Als Kupplersubstanzen eignen sich insbesondere 1-Naphthol, 1 ,5-, 2,7- und 1 ,7-Dihydroxynaphthalin, 5-Amino-2- methylphenol, m-Aminophenol, Resorcin, Resorcinmonomethylether, m-Phenylendiamin, 1-Phenyl- 3-methyl-pyrazolon-5, 2,4-Dichlor-3-aminophenol, 1 ,3-Bis-(2',4'-diaminophenoxy)-propan, 2-Chlor- resorcin, 4-Chlor-resorcin, 2-Chlor-6-methyl-3-aminophenol, 2-Amino-3-hydroxypyridin, 2-Methyl- resorcin, 5-Methylresorcin und 2-Methyl-4-chlor-5-aminophenol.
Erfindungsgemäß bevorzugte Kupplerkomponenten sind
(A) m-Aminophenol und dessen Derivate wie beispielsweise 5-Amino-2-methylphenol, N- Cyclopentyl-3-aminophenol, 3-Amino-2-chlor-6-methylphenol, 2-Hydroxy-4- aminophenoxyethanol, 2,6-Dimethyl-3-aminophenol, 3-Trifluoroacetylamino-2-chlor-6- methylphenol, 5-Amino-4-chlor-2-methylphenol, 5-Amino-4-methoxy-2-methylphenol, 5- (2'-Hydroxyethyl)-amino-2-methylphenol, 3-(Diethylamino)-phenol, N-Cyclopentyl-3- aminophenol, 1 ,3-Dihydroxy-5-(methylamino)-benzol, 3-Ethylamino-4-methylphenol und 2,4-Dichlor-3-aminophenol,
(B) o-Aminophenol und dessen Derivate,
(C) m-Diaminobenzol und dessen Derivate wie beispielsweise 2,4-Diaminophenoxy-ethanol, 1 ,3-Bis-(2',4'-diaminophenoxy)-propan, 1 -Methoxy-2-amino-4-(2'- hydroxyethylamino)benzol, 1 ,3-Bis-(2',4'-diaminophenyl)-propan, 2,6-Bis-(2'- hydroxyethylamino)-1-methylbenzol, 2-({3-[(2-Hydroxyethyl)amino]-4-methoxy-5- methylphenyl}amino)ethanol, 2-({3-[(2-Hydroxyethyl)amino]-2-methoxy-5- methylphenyl}amino)ethanol, 2-[3-Morpholin-4-ylphenyl)amino]ethanol, 3-Amino-4-(2- methoxyethoxy)-5-methylphenylamin und 1-Amino-3-bis-(2'-hydroxyethyl)-aminobenzol,
(D) o-Diaminobenzol und dessen Derivate wie beispielsweise 3,4-Diaminobenzoesäure und 2,3-Diamino-1-methylbenzol,
(E) Di- beziehungsweise Trihydroxybenzolderivate wie beispielsweise Resorcin, Resorcinmonomethylether, 2-Methylresorcin, 5-Methylresorcin, 2,5-Dimethylresorcin, 2- Chlorresorcin, 4-Chlorresorcin, Pyrogallol und 1 ,2,4-Trihydroxybenzol,
(F) Pyridinderivate wie beispielsweise 2,6-Dihydroxypyridin, 2-Amino-3-hydroxypyridin, 2- Amino-5-chlor-3-hydroxypyridin, 3-Amino-2-methylamino-6-methoxypyridin, 2,6- Dihydroxy-3,4-dimethylpyridin, 2,6-Dihydroxy-4-methylpyridin, 2,6-Diaminopyridin, 2,3- Diamino-6-methoxypyridin und 3,5-Diamino-2,6-dimethoxypyridin,
(G) Naphthalinderivate wie beispielsweise 1-Naphthol, 2-Methyl-1-naphthol, 2- Hydroxymethyl-1-naphthol, 2-Hydroxyethyl-1-naphthol, 1 ,5-Dihydroxynaphthalin, 1 ,6- Dihydroxynaphthalin, 1 ,7-Dihydroxynaphthalin, 1 ,8-Dihydroxynaphthalin, 2,7- Dihydroxynaphthalin und 2,3-Dihydroxynaphthalin,
(H) Morpholinderivate wie beispielsweise 6-Hydroxybenzomorpholin und 6-Amino- benzomorpholin,
(I) Chinoxalinderivate wie beispielsweise 6-Methyl-1 ,2,3,4-tetrahydrochinoxalin,
(J) Pyrazolderivate wie beispielsweise 1-Phenyl-3-methylpyrazol-5-on,
(K) Indolderivate wie beispielsweise 4-Hydroxyindol, 6-Hydroxyindol und 7-Hydroxyindol, (L) Pyrimidinderivate, wie beispielsweise 4,6-Diaminopyrimidin, 4-Amino-2,6- dihydroxypyrimidin, 2,4-Diamino-6-hydroxypyrimidin, 2,4,6-Trihydroxypyrimidin, 2- Amino-4-methylpyrimidin, 2-Amino-4-hydroxy-6-methylpyrimidin und 4,6-Dihydroxy-2- methylpyrimidin, oder
(M) Methylendioxybenzolderivate wie beispielsweise 1-Hydroxy-3,4-methylendioxybenzol, 1- Amino-3,4-methylendioxybenzol und 1-(2'-Hydroxyethyl)-amino-3,4- methylendioxybenzol
sowie deren physiologisch verträglichen Salze.
Erfindungsgemäß besonders bevorzugte Kupplerkomponenten sind 1-Naphthol, 1 ,5-, 2,7- und 1 ,7- Dihydroxynaphthalin, 3-Aminophenol, 5-Amino-2-methylphenol, 2-Amino-3-hydroxypyridin, Resorcin, 4-Chlorresorcin, 2-Chlor-6-methyl-3-aminophenol, 2-Methylresorcin, 5-Methylresorcin, 2,5-Dimethylresorcin und 2,6-Dihydroxy-3,4-dimethylpyridin.
Die erfindungsgemäß eingesetzten Zusammensetzungen B enthalten sowohl die Entwicklerkomponenten als auch die Kupplerkomponenten bevorzugt in einer Menge von 0,005 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis 5 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung Bl. Dabei werden Entwicklerkomponenten und Kupplerkomponenten im Allgemeinen in etwa molaren Mengen zueinander eingesetzt. Wenn sich auch der molare Einsatz als zweckmäßig erwiesen hat, so ist ein gewisser Überschuss einzelner Oxidationsfarbstoffvorprodukte nicht nachteilig, so dass Entwicklerkomponenten und Kupplerkomponenten in einem Mol-Verhältnis von 1 :0,5 bis 1 :3, insbesondere 1 :1 bis 1 :2, enthalten sein können.
In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthalten die Zusammensetzungen B als Oxidationsfarbstoffvorprodukt mindestens eine Vorstufe eines naturanalogen Farbstoffs. Als Vorstufen naturanaloger Farbstoffe werden bevorzugt solche Indole und Indoline eingesetzt, die mindestens eine Hydroxy- oder Aminogruppe, bevorzugt als Substituent am Sechsring, aufweisen. Diese Gruppen können weitere Substituenten tragen, z. B. in Form einer Veretherung oder Veresterung der Hydroxygruppe oder eine Alkylierung der Aminogruppe. In einer zweiten bevorzugten Ausführungsform enthalten die Zusammensetzungen B mindestens ein Indol- und/oder Indolinderivat.
Besonders gut als Vorstufen naturanaloger Haarfarbstoffe geeignet sind Derivate des 5,6- Dihydroxyindolins der Formel (IIa),
in der unabhängig
1. R steht für Wasserstoff, eine Ci-C4-Alkylgruppe oder eine Ci-C4-Hydroxy-alkylgruppe, 2. R 2 steht für Wasserstoff oder eine -COOH-Gruppe, wobei die -COOH-Gruppe auch als Salz mit einem physiologisch verträglichen Kation vorliegen kann,
3. R 3 steht für Wasserstoff oder eine C-|-C 4 -Alkylgruppe,
4. R 4 steht für Wasserstoff, eine C-|-C 4 -Alkylgruppe oder eine Gruppe -CO-R 6 , in der R 6 steht für eine Ci-C4-Alkylgruppe, und
5. R 5 steht für eine der unter R 4 genannten Gruppen,
sowie physiologisch verträgliche Salze dieser Verbindungen mit einer organischen oder anorganischen Säure.
Besonders bevorzugte Derivate des Indolins sind das 5,6-Dihydroxyindolin, N-Methyl-5,6- dihydroxyindolin, N-Ethyl-5,6-dihydroxyindolin, N-Propyl-5,6-dihydroxyindolin, N-Butyl-5,6- dihydroxyindolin, 5,6-Dihydroxyindolin-2-carbon-säure sowie das 6-Hydroxyindolin, das 6- Aminoindolin und das 4-Aminoindolin.
Besonders hervorzuheben sind innerhalb dieser Gruppe N-Methyl-5,6-dihydroxyindolin, N-Ethyl- 5,6-dihydroxyindolin, N-Propyl-5,6-dihydroxyindolin, N-Butyl-5,6-dihydroxyindolin und insbesondere das 5,6-Dihydroxyindolin.
Als Vorstufen naturanaloger Haarfarbstoffe hervorragend geeignet sind weiterhin Derivate des 5,6- Dihydroxyindols der Formel (IIb),
in der unabhängig voneinander
R steht für Wasserstoff, eine Ci-C4-Alkylgruppe oder eine Ci-C4-Hydroxyalkylgruppe,
R 2 steht für Wasserstoff oder eine -COOH-Gruppe, wobei die -COOH-Gruppe auch als Salz mit einem physiologisch verträglichen Kation vorliegen kann,
R 3 steht für Wasserstoff oder eine Ci-C4-Alkylgruppe,
R 4 steht für Wasserstoff, eine C-|-C 4 -Alkylgruppe oder eine Gruppe -CO-R 6 , in der R 6 steht für eine C-|-C 4 -Alkylgruppe, und
R 5 steht für eine der unter R 4 genannten Gruppen,
sowie physiologisch verträgliche Salze dieser Verbindungen mit einer organischen oder anorganischen Säure. Besonders bevorzugte Derivate des Indols sind 5,6-Dihydroxyindol, N-Methyl-5,6-dihydroxyindol, N-Ethyl-5,6-dihydroxyindol, N-Propyl-5,6-dihydroxyindol, N-Butyl-5,6-dihydroxyindol, 5,6- Dihydroxyindol-2-carbonsäure, 6-Hydroxyindol, 6-Aminoindol und 4-Aminoindol.
Innerhalb dieser Gruppe hervorzuheben sind N-Methyl-5,6-dihydroxyindol, N-Ethyl-5,6- dihydroxyindol, N-Propyl-5,6-dihydroxyindol, N-Butyl-5,6-dihydroxyindol sowie insbesondere das 5,6-Dihydroxyindol.
Die Indolin- und Indol-Derivate können in den erfindungsgemäß eingesetzten Zusammensetzungen B sowohl als freie Basen als auch in Form ihrer physiologisch verträglichen Salze mit anorganischen oder organischen Säuren, z. B. der Hydrochloride, der Sulfate und Hy- drobromide, eingesetzt werden. Die Indol- oder Indolin-Derivate sind in diesen üblicherweise in Mengen von 0,05-10 Gew.-%, vorzugsweise 0,2-5 Gew.-% enthalten.
In einer weiteren Ausführungsform kann es erfindungsgemäß bevorzugt sein, das Indolin- oder Indolderivat in den Zusammensetzungen B in Kombination mit mindestens einer Aminosäure oder einem Oligopeptid einzusetzen. Die Aminosäure ist vorteilhafterweise eine α-Aminosäure; ganz besonders bevorzugte α-Aminosäuren sind Arginin, Ornithin, Lysin, Serin und Histidin, insbesondere Arginin.
In einer zweiten bevorzugten Ausführungsform enthält die Zusammensetzung B mindestens einen direktziehenden Farbstoff.
Neben den Oxidationsfarbstoffvorprodukten oder alternativ zu diesen Färbemitteln können die Zusammensetzungen B auch direktziehende Farbstoffe enthalten.
Die direktziehenden Farbstoffe sind vorzugsweise ausgewählt aus den Nitrophenylendiaminen, den Nitroaminophenolen, den Azofarbstoffen, den Anthrachinonen oder den Indophenolen.
Besonders bevorzugte direktziehende Farbstoffe sind die unter den internationalen Bezeichnungen bzw. Handelsnamen HC Yellow 2, HC Yellow 4, HC Yellow 5, HC Yellow 6, HC Yellow 12, Acid Yellow 1 , Acid Yellow 10, Acid Yellow 23, Acid Yellow 36, HC Orange 1 , Disperse Orange 3, Acid Orange 7, HC Red 1 , HC Red 3, HC Red 10, HC Red 1 1 , HC Red 13, Acid Red 33, Acid Red 52, HC Red BN, Pigment Red 57: 1 , HC Blue 2, HC Blue 12, Disperse Blue 3, Acid Blue 7, Acid Green 50, HC Violet 1 , Disperse Violet 1 , Disperse Violet 4, Acid Violet 43, Disperse Black 9, Acid Black 1 , und Acid Black 52 bekannten Verbindungen sowie 1 ,4-Diamino-2-nitrobenzol, 2-Amino-4- nitrophenol, 1 ,4-Bis-(ß-hydroxyethyl)-amino-2-nitrobenzol, 3-Nitro-4-(ß-hydroxyethyl)-aminophenol, 2-(2'-Hydroxyethyl)amino-4,6-dinitrophenol, 1-(2'-Hydroxyethyl)amino-4-methyl-2-nitrobenzol, 1- Amino-4-(2'-hydroxyethyl)-amino-5-chlor-2-nitrobenzol, 4-Amino-3-nitrophenol, 1-(2'- Ureidoethyl)amino-4-nitrobenzol, 4-Amino-2-nitrodiphenylamin-2'-carbonsäure, 6-Nitro-1 ,2,3,4- tetrahydrochinoxalin, 2-Hydroxy-1 ,4-naphthochinon, Pikraminsäure und deren Salze, 2-Amino-6- chloro-4-nitrophenol, 4-Ethylamino-3-nitrobenzoesäure und 2-Chloro-6-ethylamino-1-hydroxy-4- nitrobenzol.
Ferner kann es erfindungsgemäß bevorzugt sein, dass die Zusammensetzungen B mindestens einen kationischen direktziehenden Farbstoff enthalten. Besonders bevorzugt sind dabei
1. kationische Triphenylmethanfarbstoffe, wie beispielsweise Basic Blue 7, Basic Blue 26, Basic Violet 2 und Basic Violet 14,
2. aromatischen Systeme, die mit einer quaternären Stickstoffgruppe substituiert sind, wie beispielsweise Basic Yellow 57, Basic Red 76, Basic Blue 99, Basic Brown 16 und Basic Brown 17, sowie
3. direktziehende Farbstoffe, die mindestens einen Heterocyclus enthalten, der mindestens ein quaternäres Stickstoffatom aufweist, wie sie beispielsweise in der EP-A2-998 908, auf die an dieser Stelle explizit Bezug genommen wird, in den Ansprüchen 6 bis 1 1 genannt werden.
Bevorzugte kationische direktziehende Farbstoffe der Gruppe (c) sind insbesondere die folgenden Verbindungen:
CH 3 S0 4 "
(DZ3)
Die Verbindungen der Formeln (DZ1 ), (DZ3) und (DZ5), die auch unter den Bezeichnungen Basic Yellow 87, Basic Orange 31 und Basic Red 51 bekannt sind, sind ganz besonders bevorzugte kationische direktziehende Farbstoffe der Gruppe (c).
Die kationischen direktziehenden Farbstoffe, die unter dem Warenzeichen Arianor ® vertrieben werden, sind erfindungsgemäß ebenfalls ganz besonders bevorzugte kationische direktziehende Farbstoffe.
Weiterhin können die Zusammensetzungen B auch in der Natur vorkommende direktziehende Farbstoffe wie sie beispielsweise in Henna rot, Henna neutral, Henna schwarz, Kamillenblüte, Sandelholz, schwarzem Tee, Faulbaumrinde, Salbei, Blauholz, Krappwurzel, Catechu, Sedre und Alkannawurzel enthalten sind, enthalten.
Die Zusammensetzungen B enthalten die direktziehenden Farbstoffe bevorzugt in einer Menge von 0,01 bis 20 Gew.-%, bezogen auf die gesamten Anwendungszubereitung in dem jeweiligen Behälter.
In einer dritten bevorzugten Ausführungsform wird als Zusammensetzung B ein Blondiermittel, vorzugsweise ein Blondierpulver eingesetzt. Zur Erzeugung der Blondierwirkung enthalten diese Blondiermittel vorzugsweise sogenannte "Booster". Dies sind in der Regel feste Peroxoverbindungen, die keine Anlagerungsprodukte von Wasserstoffperoxid an andere Komponenten darstellen. Die Auswahl dieser Peroxoverbindungen unterliegt prinzipiell keinen Beschränkungen; übliche, dem Fachmann bekannte Peroxoverbindungen sind beispielsweise Ammoniumperoxodisulfat, Kaliumperoxodisulfat, Natriumperoxodisulfat, Ammoniumpersulfat, Kaliumpersulfat, Natriumpersulfat, Kaliumperoxodiphosphat, Percarbonate wie Magnesiumpercarbonat und Peroxide wie Bariumperoxid. Unter diesen Peroxoverbindungen, die auch in Kombination eingesetzt werden können, sind erfindungsgemäß die anorganischen Verbindungen bevorzugt. Besonders bevorzugt sind die Peroxodisulfate, insbesondere Ammoniumperoxodisulfat.
Die Peroxoverbindungen sind in den erfindungsgemäß als Zusammensetzung B eingesetzten Blondiermitteln bevorzugt in Mengen von 2-50 Gew.-%, insbesondere in Mengen von 10-35 Gew.- %, enthalten. Erfindungsgemäß bevorzugte Verfahren sind dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung B mindestens ein Oxidationsmittel, vorzugsweise 5,0 bis 50 Gew.-%, bevorzugt 10 bis 45 Gew.-%, besonders bevorzugt 15 bis 40 Gew.-% und insbesondere 20 bis 35 Gew.-% Persulfat, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung B, enthält. Als weitere wichtige Komponente enthalten die erfindungsgemäß eingesetzten Blondiermittel ein Alkalisierungsmittel, das zur Einstellung des alkalischen pH-Wertes der Anwendungsmischung dient. Erfindungsgemäß können die dem Fachmann ebenfalls für Blondiermittel bekannten, üblichen Alkalisierungsmittel wie Ammonium-, Alkalimetall- und Erdalkalimetallhydroxide, - carbonate, -hydrogencarbonate, -hydroxycarbonate, -Silikate, insbesondere -metasilikate, sowie Alkaliphosphate verwendet werden. In einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen Blondiermittel mindestens zwei unterschiedliche Alkalisierungsmittel. Dabei können Mischungen beispielsweise aus einem Hydroxycarbonat und einem Metasilikat bevorzugt sein.
Der Gewichtsanteil des Alkalisierungsmittels am Gesamtgewicht des als Zusammensetzung B eingesetzten Blondiermittels beträgt vorzugsweise 5 bis 50 Gew.-%, bevorzugt 10 bis 45 Gew.-% und insbesondere 12 bis 40 Gew.-%.
Wird als Zusammensetzung B ein Blondiermittel eingesetzt, liegt dieses vorzugsweise in Pulverform vor, wobei in der Regel zusätzlich eine Komponente zur Entstaubung der feinpulverisierten Formulierung zugesetzt wird. Solche Entstaubungsmittel sind üblicherweise Öle, flüssige Wachse, Etherderivate aber auch bei 25°C flüssige Lösemittel, ausgewählt aus der Gruppe der Kohlenwasserstoffe, der Alkohole, der Ester sowie der Ketone, wie z.B. 3- Methoxybutanol, Benzylalkohol, 1 ,2-Propandiol, Hexanol, Cyclohexanon, Propylencarbonat und Ethyldiglykol.
Zur Einstellung der Viskosität kann die Zusammensetzung B ein Verdickungsmittel enthalten, wobei insbesondere feste Zusammensetzungen B, insbesondere feste, bleichmittelhaltige Zusammensetzungen B vorzugsweise 0,5 bis 20 Gew.-%, bevorzugt 1 ,0 bis 15 Gew.-%, besonders bevorzugt 1 ,5 bis 10 Gew.-% Xanthan und/oder Carboxycellulose enthalten.
Die erfindungsgemäß hergestellten Färbemittel bzw. die zur Herstellung eingesetzten Zusammensetzungen A und B können weitere Wirk-, Hilfs- und Zusatzstoffe, wie beispielsweise nichtionische Polymere wie beispielsweise Vinylpyrrolidon/Vinylacrylat-Copolymere, Polyvinylpyrrolidon und Vinylpyrrolidon/Vinylacetat-Copolymere und Polysiloxane,
kationische Polymere wie quaternisierte Celluloseether, Polysiloxane mit quaternären Gruppen, Dimethyldiallylammoniumchlorid-Polymere, Acrylamid-Dimethyldiallyl-ammonium- chlorid-Copolymere, mit Diethylsulfat quaternierte Dimethylamino-ethylmethacrylat-Vinyl- pyrrolidon-Copolymere, Vinylpyrrolidon-lmidazolinium-methochlorid-Copolymere und quaternierter Polyvinylalkohol,
zwitterionische und amphotere Polymere wie beispielsweise Acrylamidopropyl-tri- methylammoniumchlorid/Acrylat-Copolymere und Octylacrylamid/Methyl-methacrylat/tert- Butylaminoethylmethacrylat/2-Hydroxypropylmethacrylat-Copoly mere, anionische Polymere wie beispielsweise Polyacrylsäuren, vernetzte Polyacrylsäuren, Vinylacetat/Crotonsäure-Copolymere, Vinylpyrrolidon/Vinylacrylat-Copolymere, Vinylacetat/Butylmaleat/Isobornylacrylat-Copolymere, Methylvinylether/Malein-säureanhydrid- Copolymere und Acrylsäure/Ethylacrylat/N-tert.Butyl-acrylamid-Terpolymere,
Verdickungsmittel wie Agar-Agar, Guar-Gum, Alginate, Xanthan-Gum, Gummi arabicum, Karaya-Gummi, Johannisbrotkernmehl, Leinsamengummen, Dextrane, Cellulose-Derivate, z.
B. Methylcellulose, Hydroxyalkylcellulose und Carboxymethylcellulose, Stärke-Fraktionen und Derivate wie Amylose, Amylopektin und Dextrine, Tone wie z. B. Bentonit oder vollsynthetische Hydrokolloide wie z.B. Polyvinylalkohol,
Strukturanten wie Maleinsäure und Milchsäure,
haarkonditionierende Verbindungen wie Phospholipide, beispielsweise Sojalecithin, Ei-Lecitin und Kephaline,
Proteinhydrolysate, insbesondere Elastin-, Kollagen-, Keratin-, Milcheiweiß-, Sojaprotein- und Weizenproteinhydrolysate, deren Kondensationsprodukte mit Fettsäuren sowie quaternisierte Proteinhydrolysate,
Parfümöle, Dimethylisosorbid und Cyclodextrine,
Lösungsmittel und -vermittler wie Ethanol, Isopropanol, Ethylenglykol, Propylenglykol, Glycerin und Diethylenglykol,
faserstrukturverbessernde Wirkstoffe, insbesondere Mono-, Di- und Oligosaccharide wie beispielsweise Glucose, Galactose, Fructose, Fruchtzucker und Lactose,
quaternierte Amine wie Methyl-1-alkylamidoethyl-2-alkylimidazolinium-methosulfat
Entschäumer wie Silikone,
Farbstoffe zum Anfärben des Mittels,
Antischuppenwirkstoffe wie Piroctone Olamine, Zink Omadine und Climbazol,
Lichtschutzmittel, insbesondere derivatisierte Benzophenone, Zimtsäure-Derivate und Triazine, Substanzen zur Einstellung des pH-Wertes, wie beispielsweise übliche Säuren, insbesondere Genußsäuren und Basen,
Wirkstoffe wie Allantoin, Pyrrolidoncarbonsäuren und deren Salze sowie Bisabolol,
Vitamine, Provitamine und Vitaminvorstufen, insbesondere solche der Gruppen A, B 3 , B 5 , B 6 ,
C, E, F und H,
Pflanzenextrakte wie die Extrakte aus Grünem Tee, Eichenrinde, Brennessel, Hamamelis, Hopfen, Kamille, Klettenwurzel, Schachtelhalm, Weißdorn, Lindenblüten, Mandel, Aloe Vera, Fichtennadel, Roßkastanie, Sandelholz, Wacholder, Kokosnuß, Mango, Aprikose, Limone, Weizen, Kiwi, Melone, Orange, Grapefruit, Salbei, Rosmarin, Birke, Malve, Wiesenschaumkraut, Quendel, Schafgarbe, Thymian, Melisse, Hauhechel, Huflattich, Eibisch, Meristem, Ginseng und Ingwerwurzel,.
Cholesterin,
Konsistenzgeber wie Zuckerester, Polyolester oder Polyolalkylether,
Fette und Wachse wie Walrat, Bienenwachs, Montanwachs und Paraffine, Fettsäurealkanolamide,
Komplexbildner wie EDTA, NTA, ß-Alanindiessigsäure und Phosphonsäuren,
Quell- und Penetrationsstoffe wie Glycerin, Propylenglykolmonoethylether, Carbonate,
Hydrogencarbonate, Guanidine, Harnstoffe sowie primäre, sekundäre und tertiäre Phosphate,
Trübungsmittel wie Latex, Styrol/PVP- und Styrol/Acrylamid-Copolymere
Perlglanzmittel wie Ethylenglykolmono- und -distearat sowie PEG-3-distearat,
Konservierungsmittel,
Stabilisierungsmittel für Wasserstoffperoxid und andere Oxidationsmittel,
Treibmittel wie Propan-Butan-Gemische, N 2 0, Dimethylether, C0 2 und Luft,
Antioxidantien,
enthalten.
Bevorzugte erfindungsgemäße Verfahren dienen der Herstellung von Färbemitteln für Keratinfasern mit einer Viskosität von 10000 bis 100000 mPas, vorzugsweise von 30000 bis 50000 mPas (Brookfield RVF Viskosimeter, Spindel 4. 20U/min, 20°C) beträgt.
Das als Verfahrensendprodukt erhaltene Färbemittel für Keratinfasern weist vorzugsweise einen pH-Wert zwischen 5 und 12, vorzugsweise zwischen 7,5 und 1 1 auf.
Wie eingangs ausgeführt, dient das erfindungsgemäße Verfahren insbesondere der Herstellung von Färbemitteln für das menschliche Haar. Erfindungsgemäß bevorzugte Verfahren sind daher dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel für Keratinfasern nach Austritt aus dem Behälter B auf Keratinfasern, vorzugsweise menschliches Haar, aufgebracht wird. Die Auftragung des Färbemittels erfolgt dabei vorzugsweise unmittelbar, das heißt innerhalb eines Zeitraum von weniger als 30 Minuten, bevorzugt von weniger als 15 Minuten, besonders bevorzugt von weniger als 10 Minuten und insbesondere von weniger als 5 Minuten.
Besonders bevorzugt sind Verfahren zur Herstellung eines Färbemittels für Keratinfasern aus einer ersten Zusammensetzung A und einer zweiten Zusammensetzung B, bei welchem
die erste Zusammensetzung A, enthaltend 0 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 50 Gew.-% eines Oxidationsmittels aus einem Behälter A
mittels einer Einfüllvorrichtung
über eine Einlassöffnung
in einen die zweite Zusammensetzung B enthaltenden zweiten Behälter B geleitet wird, wobei die Zusammensetzung B 0,005 bis 20 Gew.-% eines Oxidationsfarbstoffvorprodukts enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung A mit einem Druck oberhalb 1 ,1 bar, vorzugsweise oberhalb 2,0 bar, bevorzugt oberhalb 5,0 bar und insbesondere zwischen 10 und 20 bar in den Behälter B eingeleitet wird und der Behälter B durch die Einleitung der Zusammensetzung A mindestens eine Austrittsöffnung ausbildet, aus welcher das Färbemittel für Keratinfasern als Mischung der Zusammensetzungen A und B aus dem Behälter B austritt.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist ein Behälter, umfassend
eine den Behälter nach außen abschließende Behälterwand
eine in die Behälterwand integrierte Schwächungslinie
eine in dem Behälter befindliche Zusammensetzung, umfassend mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt oder mindestens einen direktziehenden Farbstoff.
Ein zusätzlicher Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist ein Behälter, umfassend
eine den Behälter nach außen abschließende Behälterwand
eine in die Behälterwand integrierte Schwächungslinie
ein in den Behälter integrierten statischen Mischer
eine in dem Behälter befindliche Zusammensetzung, umfassend mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt oder mindestens einen direktziehenden Farbstoff.
Ferner ist ein Behälter Gegenstand der vorliegenden Anmeldung, umfassend
eine den Behälter nach außen abschließende Behälterwand
einen Dorn, welcher geeignet ist, bei Einwirkung einer Kraft auf den Dorn und/oder die Behälterwand diese Behälterwand zu durchstoßen
eine in dem Behälter befindliche Zusammensetzung, umfassend mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt oder mindestens einen direktziehenden Farbstoff.
Außerdem wird ein Behälter, umfassend
eine den Behälter nach außen abschließende Behälterwand
einen Dorn, welcher geeignet ist, bei Einwirkung einer Kraft auf den Dorn und/oder die Behälterwand diese Behälterwand zu durchstoßen
ein in den Behälter integrierten statischen Mischer
eine in dem Behälter befindliche Zusammensetzung, umfassend mindestens ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt oder mindestens einen direktziehenden Farbstoff
beansprucht.
Der Gewichtsanteil der Oxidationsfarbstoffvorprodukte am Gesamtgewicht der in den vorgenannten Behältern befindlichen Zusammensetzungen beträgt vorzugsweise 0,005 bis 20 Gew.-%.
Der Gewichtsanteil der direktziehenden Farbstoffe am Gesamtgewicht der in den vorgenannten Behältern befindlichen Zusammensetzungen beträgt vorzugsweise 0,01 bis 20 Gew.-%. Hinsichtlich der chemischen Natur des Oxidationsfarbstoffvorprodukts bzw. des direktziehenden Farbstoffs sowie der übrigen optionalen Inhaltsstoffe des Behälters wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf die obigen Ausführungen betreffend den Behälter B verwiesen.
Das Volumen der vorgenannten Behälter beträgt vorzugsweise 5 bis 100 ml, bevorzugt 10 bis 80 ml und insbesondere 20 bis 60 ml.
Bevorzugte Behälter weisen eine zylindrische Mantelfläche, eine plane Oberseite sowie eine dieser Oberseite gegenüberliegende plan oder konisch ausgeführte Unterseite auf. Besonders bevorzugte Behälter weisen eine die Flansch auf, an welchem eine den Behälter verschließende Siegelfolie befestigt ist. Ein solcher Flansch erleichtert beispielsweise die Befestigung des Behälters mittels eines Haft-, Rast-, Schnapp- oder Klemmmechanismus in der zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eingesetzten Vorrichtung.
Die vorgenannten Behälter werden vorzugsweise aus chemisch inerten Materialien gefertigt. Zur Gruppe dieser Materialien zählen beispielsweise Aluminium oder Kunststoffe wie Polypropylen.
