| JP04352662 | COVERING MATERIAL |
| WO/2012/141355 | BLISTER PACKING CONTAINER CAPABLE OF RESEALING |
| JP2001205762 | DEODORANT POLYESTER FILM |
Jacques, Pittet
Michel
Laurent, Jacques Pittet Michel
| 1. | Verfahren zur Herstellung von Veφackungsmaterial (C), das zur For¬ mung von selbsttragenden Veφackungen anwendbar ist, das die Form einer quasi endlosen, aufrollbaren Bahn hat und das aus einer Schaum¬ stoffschicht (B) aus einem ersten Polyolefin besteht, die mindestens ein seitig mit einem Beschichtungsfilm (A) beschichtet ist, dadurch gekenn¬ zeichnet, dass in einem Coextrusionsschritt (4) oder in einem Extrusions/ LaminationsSchritt (3) die Verbindung zwischen Beschichtungsfilm (A) und Schaumstoffschicht (B) erstellt wird, in welchem Coextrusionsschritt (4) oder Extrusions/LaminationsSchritt (3) ein weiteres Polyolefin auf die zu beschichtende Oberfläche der Schaumstoffschicht (B) extrudiert wird, wobei das weitere Polyolefin auf demjenigen Monomer basiert, das das Hauptmonomer des Polyolefins der Schaumstoffschicht (B) ist. |
| 2. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass alle Schichten des Beschichtungsfilms (A) oder der Beschichtungsfilme und die Schaum¬ stoffschicht (B) miteinander in demselben Coextrusionsschritt (4) coex trudiert werden, wobei die Schicht oder die Schichten, die unmittelbar auf die Schaumstoffoberfläche extrudiert werden, Verbindungsschichten (14) sind und aus dem weiteren Polyolefin bestehen. |
| 3. | Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbin¬ dungsschicht (14) eine minimale Dicke von 5 μm hat. |
| 4. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einem er¬ sten Verfahrensschritt (1) durch Extrusion oder Coextnision ein ein¬ schichtiger oder MultilayerBeschichtungsfilm (A) produziert wird, wel¬ cher Beschichtungsfilm (A) aus einem zweiten Polyolefin besteht oder auf mindestens einer seiner Oberflächen eine Verbindungsschicht (14) aus dem zweiten Polyolefin aufweist, dass in einem zweiten Verfahrensschritt (2) die Schaumstoffschicht (B) aus dem ersten Polyolefin durch Extrusion und Schäumung hergestellt wird und dass in einem dritten Verfahrens¬ schritt (3) durch Extrusion/Lamination die Schaumstoffschicht (B) mit dem Beschichtungsfilm (A) beschichtet wird, indem die Schaumstoff¬ schicht (B) mit dem Beschichtungsfilm (A) derart zusammengeführt wird, dass die Verbindungsschicht (14) gegen die Schaumstoffschicht (B) ge¬ wandt ist, indem zwischen die Schaumstoffschicht (B) und den Beschich¬ tungsfilm (A) eine weitere Verbindungsschicht (30) aus einem dritten Polyolefin extrudiert wird und indem die Schichten einem Pressdruck ausgesetzt werden, wobei das zweite und das dritte Polyolefin auf demje¬ nigen Monomer basieren, das das Hauptmonomer des Polyolefins der Schaumstoffschicht ist. |
| 5. | Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Verbindungsschicht (30) eine Dicke von 5 bis 30 μm hat. |
| 6. | Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Verfahrensschritt (3) zur Beschichtung der zweiten Oberfläche der Schaumstoffschicht (B) wiederholt wird. |
| 7. | Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaumstoffschicht, die im dritten Verfahrensschritt (3) durch Extrusion/ Lamination auf der einen Seite beschichtet wird, eine Schaumstoffschicht ist, die auf der anderen Seite in einem vorangehenden Coextrusionsschritt bereits beschichtet worden in. |
| 8. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Hauptmonomer des Polyolefins, aus dem die Schaumstoffschicht (B) besteht, Propylen ist. |
| 9. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7 und 8, dadurch gekennzei¬ chnet, dass der Beschichtungsfilm (A) hergestellt wird durch Coextnision einer Barriereschicht (11) aus EthylenVinylalkoholCopolymer, einer Verbindungsschicht (14) aus Polypropylen, die die eine Oberfläche des Beschichtungsfilms bildet, einer Anschlussschicht (15) aus Polyethylen, die die andere Oberfläche des Beschichtungsfilms bildet, einer ersten Adhe¬ sivschicht (12) zwischen Barriereschicht (11) und Verbindungsschicht (14) und einer zweiten Adhesivschicht (13) zwischen Barriereschicht (11) und Anschlussschicht (15), wobei die erste Adhesivschicht (12) aus einem PropylenCopolymer und die zweite Adhesivschicht (13) aus einem Ethy lenCopolymer besteht. |
| 10. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7 und 8, dadurch gekenn¬ zeichnet, dass der Beschichtungsfilm (A) hergestellt wird durch Coextni¬ sion einer Barriereschicht (11) aus EthylenVinylalkoholCopolymer, einer Verbindungsschicht (14) aus Polypropylen, die die eine Oberfläche des Beschichtungsfilms bildet, einer Schutzschicht aus Polypropylen, die die andere Oberfläche des Beschichtungsfilms bildet, einer ersten Adhesiv¬ schicht (12) zwischen Barriereschicht (11) und Verbindungsschicht (14) und einer zweiten Adhesivschicht (13) zwischen Barriereschicht (11) und Schutzschicht, wobei die erste und die zweite Adhesivschicht (12, 13) aus einem PropylenCopolymer bestehen. |
| 11. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7 und 8, dadurch gekenn¬ zeichnet, dass der Beschichtungsfilm (A) hergestellt wird durch Coextru sion einer Verbindungsschicht (14) aus Polypropylen, die die eine Ober¬ fläche des Beschichtungsfilms bildet, und einer Anschlussschicht (15) aus Polyethylen, die die andere Oberfläche des Beschichtungsfilms bildet, und einer Adhesivschicht (16) zwischen Verbindungsschicht (14) und An¬ schlussschicht (15). |
| 12. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Polyolefin, das für die Herstellung der Schaumstoffschicht (B) verwendet wird, eine Mischung ist aus einem Polypropylen mit Langket tenverzweigung und einem PropylenEthylenCopolymer. |
| 13. | Veφackungsmaterial (C) hergestellt nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bestehend aus einer Schaumstoff schicht (B) aus einem ersten Polyolefin, welche Schaumstoffschicht (B) mindestens auf der einen Seite mit einem Beschichtungsfilm (A) beschichtet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung der Schaumstoffschicht (B) unmittelbar auf der Oberfläche der Schaum¬ stoffschicht mindestens eine Verbindungsschicht (14, 30) aufweist, die aus einem weiteren Polyolefin besteht, wobei das weitere Polyolefin auf demjenigen Monomer basiert, das das Hauptmonomer des ersten Polyolefins ist. |
| 14. | Veφackungsmaterial nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass es ausserhalb der mindestens einen Verbindungsschicht (14, 30) weitere Schichten (11, 12, 13, 15, 16) aufweist. |
| 15. | Veφackungsmaterial nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine der weiteren Schichten eine Barriereschicht (11) ist. |
| 16. | Veφackungsmaterial nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch ge kennzeichnet, dass das erste und das weitere Polyolefin auf Propylen basierende Polyolefine sind. |
| 17. | Veφackungsmaterial nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsschicht (14) oder die Verbindungsschicht (14) zusammen mit der weiteren Verbindungsschicht (30) eine Dicke haben von 5 bis 60 μm. |
| 18. | Veφackungsmaterial nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch ge¬ kennzeichnet, dass mindestens eine der äussersten Schichten des Veφak kungmaterials eine Anschlussschicht (15) aus Polyethylen niedriger Dichte oder aus abschälbarem Polyethylen ist. |
| 19. | Veφackungsmaterial nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch ge¬ kennzeichnet, dass die Schaumstoffschicht (B) beidseitig beschichtet ist und dass die beiden Beschichtungsfilme (A, A') voneinander verschieden sind. |
Die Erfindung liegt im Gebiete der Verpackungsindustrie und betrifft ein Verfahren gemäss dem Oberbegriff des ersten Patentanspruchs, zur Herstel¬ lung von Verpackungsmaterial sowie Verpackungsmaterialien, die nach dem Verfahren hergestellt sind. Das nach dem Verfahren hergestellte Ver¬ packungsmaterial weist eine Schicht aus geschäumtem Polyolefin auf, die mindestens auf der einen Seite mit einem Beschichtungsfilm beschichtet ist.
Verpackungsmaterialien mit einer Schaumstoffschicht aus beispielsweise Poly- propylen in der Form von quasi endlosen, aufgerollten Bahnen werden ver¬ wendet zur Herstellung von wäπnegefoπnten, selbsttragenden Verpackungen wie beispielsweise Schalen für die Verpackung von Nahrungsmitteln. Derarti¬ ge Schalen werden, wenn sie gefüllt sind, beispielsweise mit einem durchsichti¬ gen Film verschlossen. Derartige Verpackungsmaterialien sind beispielsweise anwendbar in der sogenannten "FFS-Methode" (form-fill-seal). Für diese Me¬ thode wird das bahnförmige Verpackungsmaterial in eine Vorrichtung einge¬ speist, in dem es zu einer Bahn von Schalen geformt wird und in der die Schalen gefüllt und mit einem Film geschlossen werden. Erst dann werden die Schalen voneinander getrennt.
In den beschriebenen Verpackungsmaterialien ist die Schicht aus geschäum¬ tem Polypropylen entweder auf ihrer einen Seite oder auf beiden Seiten be¬ schichtet. Die Schaumstoffschicht verleiht dem Material die notwendige Steif- heit und der Beschichtungsfilm schliesst in erster Linie die Poren des Schaum¬ stoffes, sodass er dicht ist und keine Flüssigkeit in den Schaumstoff eindringen kann. Je nach Zusammensetzung und Dicke des Beschichtungsfilms kann der Film die Steifheit des Verpackungsmaterials erhöhen und/oder kann er als Schutz der Schaumstoffoberfläche oder als Gas- und/oder Aromabarriere dienen. Vielfach trägt der Beschichtungsfilm auf seiner Oberfläche, die vom Schaumstoff weggewandt ist, eine Anschlussschicht, die als Verbindungsschicht zwischen dem Verpackungsmaterial und einem die Verpackung verschliessen- den Film dient.
Verpackungsmaterialien mit einer Schicht von geschäumtem Polypropylen zur Herstellung von Schalen durch Wärmeverformung des Materials sind bei¬ spielsweise beschrieben in der Publikation EP-Al-0570222. Die beschriebenen Materialien werden hergestellt, indem durch eine Lamination, das heisst durch Einsatz von Wärme und Druck, eine Schaumstoffschicht und ein mehr¬ schichtiger Beschichtungsfilm miteinander verbunden werden. Der Beschich¬ tungsfilm enthält eine Barriereschicht, die das Verpackungsmaterial gas- und aromadicht macht. Der mehrschichtige Beschichtungsfilm braucht eine Ver¬ bindungsschicht, die gegen die Schaumstoffschicht gerichtet ist und die aus einem Material bestehen muss, das fähig ist, sich mit dem Schaumstoff zu verbinden, wenn es der Wärme und dem Druck der Lamination ausgesetzt wird. Die Temperaturen, die für den Laminations-Prozess angewandt werden, sind bestimmt durch den Schaumstoff, dessen Struktur bei der Lamination nicht verändert werden soll. Dies bedeutet, dass die Verbindungsschicht des Beschichtungsfilms aus einem Polymer bestehen muss, das bei einer beträcht-
lieh tieferen Temperatur plastisch wird als Polypropylen, also beispielsweise aus einem Ethylen-Copolymer.
Die relativ tief schmelzende Verbindungsschicht macht die ganze Schicht¬ struktur wärmeempfindlich und stellt bezüglich Recycling des Polypropylens ein Fremdmaterial dar. Zusätzlich schränkt sie die Auswahl an Polyolefinen, die für die Schaumstoffschicht anwendbar sind, ein, denn es muss ein Verbin¬ dungsmaterial bestehen, das bei einer niedrigeren Temperatur plastisch wird als das Polyolefin der Schaumstoffschicht und das trotzdem die minimalen Anforderungen an die Thermostabilität erfüllt, die an die herzustellenden Verpackungen gestellt sind. Des weiteren machen die Anforderungen an das Material der Verbindungsschicht die Struktur des Beschichtungsfilms kom¬ pliziert, wie dies aus dem Beispiel ersichtlich ist, das in der oben genannten Publikation gegeben wird.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren aufzuzeigen, mit dem Ver¬ packungsmaterialien mit einer Schaumstoffschicht aus einem Polyolefin her- stellbar sind, welches Verpackungsmaterial anwendbar ist für die Weiterver¬ arbeitung zu selbsttragenden Verpackungen, wie Schalen für die Verpackung von Nahrungsmitteln, und welches Verfahren es erlauben soll, ein Material herzustellen ohne eine Verbindungsschicht mit einer beträchtlich niedrigeren Thermostabilität als die Schaumstoffschicht sie aufweist. Mit dem erfindungs- gemässen Verfahren wird es aus diesem Grunde möglich, das Polyolefin für die Schaumstoffschicht aus einer grösseren Zahl von Polyolefinen auszuwäh¬ len, als dies mit den bekannten derartigen Verfahren möglich ist. Ferner soll das nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellte Verpackungsmateri¬ al weniger Fremdmaterial (anderes Material als das Material der Schaum- Stoffschicht) enthalten, als dies für bekannte derartige Materialien der Fall ist.
Trotzdem soll das erfindungsgemässe Verfahren nicht aufwendiger sein als bekannte Verfahren, die einem gleichen Zweck dienen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch das Verfahren, wie es in den Ansprüchen definiert ist.
Das erfindungsgemässe Verfahren basiert auf einem Coextrusionsschritt oder auf einem Extrusions/Laminations-Schritt, in dem die aus einem Polyolefin bestehende Schaumstoffschicht beschichtet wird. Wird der Coextrusionsschritt angewendet, wird die Schaumstoffschicht zusammen mit der Schicht oder den Schichten des Beschichtungsfilms extrudiert. Um dabei eine gute Verbindung zwischen Schaumstoffschicht und derjenigen Schicht des Beschichtungsfilms, die unmittelbar auf dem Schaumstoff aufliegt, zu erreichen, ist es notwendig, dass diese Verbindungsschicht aus einem Polyolefin besteht, das auf demjeni¬ gen Monomer basiert, das das Hauptmonomer des Schaumstoffmaterials ist, beispielsweise Propylen.
Dies bedeutet, dass in dem coextrudierten Verpackungsmaterial auf der Ober¬ fläche der Schaumstoffschicht eine Schicht aufliegt, die im wesentlichen aus demselben Material besteht wie die Schaumstoffschicht selbst. Diese Verbin¬ dungsschicht kann die einzige Schicht eines einschichtigen Beschichtungsfilms sein oder die innerste Schicht eines Multilayer-Beschichtungsfilms.
Wird der Extrusions/Laminations-Schritt angewendet, wird eine in einem separaten Extrusions- und Schäumschritt hergestellte Schaumstoffschicht durch Extudieren/Laminieren beschichtet mit einem einschichtigen Beschich-
tungsfilm, der in einem separaten Extrusionsschritt hergestellt wurde, oder mit einem Multilayer-Beschichtungsfilm, der in einem separaten Coextrusions¬ schritt hergestellt wurde. Dies bedeutet, dass die Schaumstoffschicht und der Beschichtungsfilm zusammengeführt werden und dass eine weitere Verbin- dungsschicht dazwischen extrudiert wird. Diese weitere Verbindungsschicht, die im Extrusions/Laminations-Schritt extrudiert wird, besteht aus einem Polyolefin, das auf dem Hauptmonomer des Schaumstoff-Polyolefins basiert. Unmittelbar nach der Extrusion der " weiteren Verbindungsschicht, werden die Schichten zusammengepresst mit einem Druck, der genügend hoch ist, um eine genügende Verbindung zu erzeugen, ohne die Struktur der Schaumstoff¬ schicht zu beeinträchtigen. Auch für die Methode mit Extrusion/Lamination, muss der Beschichtungsfilm eine gegen den Schaumstoff (oder vielmehr gegen die weitere Verbindungsschicht) gewandte Verbindungsschicht aufweisen, wel¬ che aus einem Polyolefin besteht, das auf demjenigen Monomer basiert, das das Hauptmonomer des Schaumstoff-Polyolefins ist (beispielsweise Propylen). Auch diese Verbindungsschicht kann die einzige Schicht eines einschichtigen Beschichtungsfilms sein oder die innerste Schicht eines Multilayer-Beschich- tungsfilms.
Das Verpackungsmaterial, das mit einem Extmsions/l--aminations-Schritt hergestellt wird, weist unmittelbar auf der beschichteten Oberfläche der Schaumstoffschicht zwei Schichten auf, die im wesentlichen aus demselben Polyolefin bestehen wie die Schaumstoffschicht.
Für eine beidseitige Beschichtung einer Schaumstoffschicht können in separa¬ ten Extrusions- bzw. Coextrusionsschritten eine Schaumstoffschicht und zwei Beschichtungsfilme hergestellt und diese durch zwei Bαn-sio--s/L--aminations- Schritte miteinander verbunden werden. Es können auch alle Schichten in
einem einzigen Schritt coextrudiert werden. Es kann ebenfalls in einem Coex¬ trusionsschritt eine einseitig beschichtete Schaumstoffschicht hergestellt wer¬ den, die dann in einem Extrusions/Laminations-Schritt mit einem separat durch Extrusion oder Coextnision hergestellten Beschichtungsfilm auf der anderen Seite beschichtet wird. In allen genannten Fällen weist das fertige Verpackungsmaterial auf den Oberflächen der Schaumstoffschicht mindestens eine Verbindungsschicht auf, die im wesentlichen aus demselben Polyolefin besteht wie die Schaumstoffschicht. '
Das erfindungsgemässe Verfahren und Verpackungsmaterialien, die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellt sind, werden im Zusammenhang mit den folgenden Figuren mehr im Detail beschrieben. Dabei zeigen:
Figur 1 eine beispielhafte Variante des erfindungsgemässen Verfahrens zur Herstellung eines einseitig mit einem Multilayer-Beschichtungsfilm beschichteten Verpackungsmaterials durch Extrusion/Lamination;
Figur 2 eine beispielhafte Variante des erfindungsgemässen Verfahrens zur Herstellung eines einseitig mit einem Multilayer-Beschichtungsfilm beschichteten Verpackungsmaterials durch Coextnision;
Figur 3 eine beispielhafte Variante des erfindungsgemässen Verfahrens zur Herstellung eines Verpackungsmaterials, das auf der einen Seite mit einem einschichtigen, auf der anderen Seite mit einem Multilay¬ er-Beschichtungsfilm beschichtet ist, durch Coextnision und Extru¬ sion/Lamination;
Figuren 4 bis 6 Querschnitte durch beispielhafte Beschichtungen von nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Verpackungsma¬ terialien.
Die im Zusammenhang mit den Figuren beschriebenen Beispiele betreffen alle Verpackungsmaterialien mit einer Schaumstoffschicht aus Polypropylen. Dies soll aber die Erfindung nicht beschränken auf die Herstellung von auf Polypropylen basierenden Verpackungsmaterialien. Dasselbe Verfahren kann angewendet werden zur Herstellung von auf Polyethylen oder anderen Polyo¬ lefinen basierenden Verpackungsmaterialien.
Figur 1 zeigt schematisch eine beispielhafte Variante des erfindungsgemässen Verfahrens mit drei Verfahrensschritten 1, 2 und 3. Verfahrensschritt 1 ist ein Coextrusions- oder Extrusionsschritt, in dem ein Multilayer-Beschichtungsfilm A (beispielsweise fünfschichtig) oder ein einschichtiger Beschichtungsfilm hergestellt wird. Verfahrensschritt 2 ist ein Extrusions/Expansionsschritt, in * dem die Schaumstoff Schicht B produziert wird. Verfahrensschritt 3 ist ein Extrusions/Laminations-Schritt, in dem das fertige Veφackungsmaterial C produziert wird, indem zwischen die Schaumstoffschicht B und den Beschich¬ tungsfilm A eine Polyolefinschicht 30 (weitere Verbindungsschicht) extrudiert wird und indem die Schichten dann zusammengepresst werden mit einem Pressdruck, der hoch genug ist, um eine genügende Verbindung zwischen den Schichten herzustellen.
Die Schaumstoffschicht hergestellt in Verfahrensschritt 3 besteht aus einem geschäumten Polyolefin. Für die Herstellung von selbsttragenden Veφackun- gen, wie beispielsweise Schalen für die Veφackung von Nahrungsmitteln, wird
vorteilhafterweise Polypropylenschaum verwendet, da ein derartiges Material schon mit einer geringen Dicke und einer geringen Dichte selbsttragend ist. Eine Mischung eines Polypropylen mit Langkettenverzweigung (mit hoher Schmelzfestigkeit) und eines Propylen-Ethylen-Copolymers (z.B. heterophasi- sches Propylen-Ethylen-Blockcopolymer) geschäumt mit Hilfe eines festen oder gasförmigen Schäummittels ergibt ein Veφackungsmaterial, das wärme- verformbar ist, das aber dank seiner verminderten Sprödheit auch durch Fal¬ ten zu Veφackungen, wie beispielsweise Schalen, geformt werden kann. Sehr gute Resultate werden erreicht mit einer Mischung, die die beiden Polymere zu gleichen Teilen und 2% eines festen Schäummittels enthält.
Schaumstoffschichten aus Polypropylen, die zur Herstellung von Veφackungs- materialien für die Formung von selbsttragenden Veφackungen dienen sollen, haben vorzugsweise eine Dicke von 0,5 bis 2 mm und eine Dichte von 0,1 bis 0,8 g/cm 3 , vorzugsweise von 0,3 g/cm 3 und weisen eine Zellenzahl von 100 bis 300 pro mm 3 auf. Dichte und Zellenzahl können durch Veränderung des Extrusionsdruckes und anderer Prozessparameter beeinflusst werden.
Das Polyolefin, das in Verfahrensschritt 3 extrudiert wird, muss auf demselben Monomer basieren wie das Polyolefin der Schaumstoffschicht. Für den Fall des oben beschriebenen Schaumstoffes, der aus einer Mischung eines Polypro¬ pylens und eines Propylen-Copolymers hergestellt wird, ist dies Polypropylen. Die extrudierte Verbindungsschicht hat vorteilhafterweise eine Dicke von 5 bis 30 μm.
Der Beschichtungsfilm A, der in Verfahrensschritt 1 hergestellt wird, muss mindestens im Bereiche seiner einen Oberfläche aus einem Polyolefin beste-
hen, das auf dem Monomer basiert, das das Hauptmonomer des Schaumstoff- Polyolefins ist, vorzugsweise aus demselben Polyolefin wie die weitere Ver¬ bindungsschicht 30, die in Verfahrensschritt 3 extrudiert wird. Diese Ober¬ fläche des Beschichtungsfilms A ist in Verfahrensschritt 3 gegen die Schaum¬ stoffschicht zu richten. Beispiele verschiedener Beschichtungsfilme werden im Zusammenhang mit den Figuren 4 bis 6 beschrieben.
Der dritte Verfahrensschritt kann wiederholt werden für eine Beschichtung der anderen Seite der Schaumstoffschicht, wobei die Beschichtungsfilme der beiden Seiten gleich sein können oder verschieden voneinander.
Es ist möglich, Verfahrensschritt 2 und Verfahrensschritt 3 in derselben Vor- richtung durchzuführen, sodass die Schaumstoffschicht innerhalb von Sekun¬ den nach der Extrusion beschichtet wird.
Figur 2 zeigt eine weitere Variante des erfindungsgemässen Verfahrens. Diese Verfahrensvariante basiert auf einem Coextrusionsschritt 4, in dem die Schaumstoffschicht B und die Schichten eines Multilayer-Beschichtungsfilms A oder die eine Schicht eines einschichtigen Beschichtungsfilms coextrudiert werden. Um zwischen Schaumstoffschicht und der darauf liegenden Schicht eine gute Verbindung zu erhalten, besteht die auf den Schaumstoff zu positio- nierende Schicht des Beschichtungsfilms aus einem Polyolefin, das auf dem¬ jenigen Monomer basiert, das auch das Hauptmonomer des Schaumstoff-Po¬ lyolefins ist. Diese Schicht ist, wie in der Figur 2 dargestellt, die Verbindungs¬ schicht 14 eines Multilayer-Beschichtungsfilms und hat eine Dicke von bis hinunter zu 5 μm. Es kann sich aber ebenfalls um die eine Schicht eines ein- schichtigen Beschichtungsfilms handeln, wobei die Schicht dann gleichzeitig
eine Verbindungs- und eine Schutzfunktion wahrnimmt und in diesem Falle vorteilhafterweise dicker ist.
Es ist offensichtlich, dass durch Addition von mehr Extrusionsdüsen zu den in der Figur 2 dargestellten eine Coextnision von noch mehr Schichten möglich wird, das heisst, dass in einem Coextrusionsschritt beispielsweise ein Veφak- kungsmaterial herstellbar ist, das aus einer beidseitig beschichteten Schaumstoffschicht besteht.
Figur 3 zeigt eine weitere, beispielhafte Variante des erfindungsgemässen Verfahrens. Nach dieser Variante wird in einem Coextrusionsschritt 4 eine mit einem einschichtigen Beschichtungsfilm A' beschichtete Schaumstoff- schicht B hergestellt, die dann in einem Extrusions/Laminations-Schritt 3 mit einem Multilayer-Beschichtungsfilm A beschichtet wird. Die Verfahrensva¬ riante gemäss Figur 3 ist eine Kombination der Verfahrensvarianten gemäss Figuren 1 und 2 und braucht aus diesem Grunde nicht weiter beschrieben zu werden. In allen drei Figuren sind gleiche Teile mit gleichen Bezugsnummern bezeichnet.
Figuren 4 bis 6 zeigen Querschnitte durch beispielhafte Beschichtungen von Schaumstoffschichten, wie sie nach dem erfindungsgemässen Verfahren her- stellbar sind. Alle dargestellten Beschichtungen sind mit Extrusion/Lamina- tion hergestellt und weisen deshalb alle zusätzlich zu der Verbindungsschicht 14, die ein Teil der Beschichtungsfilms ist, eine weitere Verbindungsschicht 30 auf, die im Extr ions/Laininations-Schritt extrudiert wurde. Alle dargestell¬ ten Beschichtungen können auch durch Coextnision hergestellt werden und
würden dann bis auf eine fehlende weitere Verbindungsschicht 30 gleich aus¬ sehen wie die dargestellten Beschichtungen.
Figur 4 zeigt einen Querschnitt durch ein beispielhaftes, mit dem erfindungs¬ gemässen Verfahren herstellbares Veφackungsmaterial. Es besteht aus drei Grundbestandteilen: aus dem Beschichtungsfilm 1, der Schaumstoffschicht B und der weiteren Verbindungsschicht 30, die in einem Extrusions/Lamina¬ tions-Schritt (Verfahrensschritt 3, Figur 1) zwischen Beschichtungsfilm A und Schaumstoffschicht B extrudiert wird.
Der fünfschichtige Beschichtungsfilm, wie er in der Figur 4 dargestellt ist, weist eine Barriereschicht 11, beispielsweise aus Ethylen-vinylalkohol-Copoly- mer, auf, Adhesivschichten 12 und 13 auf beiden Seiten der Barriereschicht 11, eine Verbindungsschicht 14, die gegen die weitere Verbindungsschicht 30 gewandt ist, und eine Anschlussschicht 15, beispielsweise aus Polyethylen mit niedriger Dichte oder aus abschälbarem Polyethylen, die beide verbindbar sind mit einem Filmmaterial, mit dem die Veφackung, beispielsweise eine Schale, bedeckt und damit verschlossen werden kann. Die Anschlussschicht 15 kann auch ersetzt sein durch eine Schutzschicht ohne Verschlussfunktion, beispielsweise aus Polypropylen wie die Verbindungsschicht 14. Veφackungs- materialien mit einer derartigen Schutzschicht sind anwendbar für die Her¬ stellung von Veφackungen die für einen Verschluss nicht wärmebehandelt werden müssen.
Die Adhesivschichten 12 und 13 bestehen aus einem Adhesiv-Material, das sich für Verbindungen mit Ethylen-Vinylalkohol-Copolymer eignet. Für den dargestellten Fall besteht die erste Adhesivschicht 12, die die Barriereschicht
11 mit der Verbindungsschicht 14 (Polypropylen) verbindet, aus einem Propy- lencopolymer und die zweite Adhesivschicht 13, die die Barriereschicht 11 mit der Anschlussschicht 15 (Polyethylen) verbindet, aus einem Ethylencopolymer.
Vorteilhafte Dicken für die verschiedenen Schichten in einem Veφackungs¬ material, wie es in der Figur 4 dargestellt ist, sind: Anschlussschicht 15: 10 bis 50 μm, Adhesivschichten 12 und 13: ' 3 bis 5 μm, Barriereschicht 11: bis zu 10 μm, Verbindungsschicht 14: 5 bis 15 μm, weitere Verbindungsschicht 30: 5 bis 30 μm und Schaumstoffschicht B: 0,5 bis 2 mm.
Figur 5 zeigt einen Querschnitt durch eine weitere beispielhafte Beschichtung eines Veφackungsmaterials, das mit dem erfindungsgemässen Verfahren her- stellbar ist. Die Grundbestandteile sind dieselben wie in Figur 4: Schaumstoff¬ schicht B aus Polypropylen, weitere Verbindungsschicht 30 aus Polypropylen und Beschichtungsfilm A. Der Beschichtungsfilm A besteht aus drei Schichten: Verbindungsschicht 14 aus Polypropylen, Anschlussschicht 15 und, wenn not¬ wendig, eine Adhesivschicht 16 dazwischen.
Figur 6 zeigt einen Querschnitt durch eine weitere, beispielhafte Beschichtung eines Veφackungsmaterials, das nach dem erfindungsgmässen Verfahren her¬ stellbar ist. Der Beschichtungsfilm A dieses Materials ist ein extrudierter, einschichtiger Film, der aus Polypropylen besteht und der als Verbindungs¬ schicht 14 und als Schutzschicht dient.
Die Figuren 4 bis 6 zeigen alle nur die eine, beschichtete Oberfläche der Schaumstoffschicht. Die andere Oberfläche kann entweder ebenfalls beschich-
tet sein oder nicht, wobei alle Kombinationen der drei dargestellten Beschich¬ tungen oder ähnlicher Beschichtungen denkbar sind.
Next Patent: COMPOUNDS OF CARBON AND NITROGEN ON A SUBSTRATE
