Vasile, Ifrim (Söllingstraße 31a, Kehl, D-7640, DE)
| 1. | Verfahren zum Herstellen einer Spitze bei einem Kon¬ taktstift, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß an mindestens drei gleichmäßig zueinander versetz¬ ten Stellen jeweils eine Keilfläche (13) angeformt wird, die jeweils, in Seitenansicht gesehen, spitz¬ winklig zur Stiftachse (5) verlaufen, sodann die dazwi¬ schen liegenden Stellen in gleicher Weise verformt werden und diese Schritte unter Querschnittsverengung des Stifts so lange wiederholt werden, bis die Spitze zu einem Pyramidenstumpf verformt ist. |
| 2. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß benachbarte aufeinanderfolgend verformte Stellen um 60 zueinander versetzt sind und die Spitze zu einem sechskantigen Pyramidenstumpf vei— formt wird. |
| 3. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n ¬ z e i c h n e t , daß benachbarte aufeinanderfolgend verformte Stellen um 45 zueinander versetzt sind und die Spitze zu einem achtkantigen Pyramidenstumpf ver¬ formt wird. |
| 4. | Verfahren nach Anspruch 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der erste Verformungsvorgang auf die Kanten (7) eines vierkantigen Stifts (1) wirkt. |
| 5. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n ¬ z e i c h n e t , daß mit mindestens vier Verformungs¬ vorgängen eine keilförmige Spitze gebildet wird. 3 . |
| 6. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß an den Stellen je¬ weils zwei stumpfwinklig zueinander verlaufende Keil¬ flächen (13) zur Bildung zweier Spitzen angeformt werden. |
| 7. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 3 bis 6, da¬ durch g e k e n n z e i c h n e t , daß benachbarte Keilflächen (13) im Querschnitt gesehen um 90 zueinan¬ der verlaufend angeformt werden. |
| 8. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 2, 5 oder 6, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß benachbarte Keilflächen (13) im Querschnitt gesehen um 120 zu¬ einander verlaufend angeformt werden. |
| 9. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch g e k e n n z e i c h n e t daß bei den ersten Ver¬ formungsvorgängen im Bereich des kleinsten Stiftquer¬ schnitts seitlich von den Keilflächen (13) Schrägflä¬ chen (16) mit angeformt werden. |
| 10. | Verfahren nach Anspruch 9, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß im Querschnitt gesehen die Schrägflächen (16) rechtwinklig zueinander und unter 45 zur zugehörigen Keilfläche (13) verlaufen. |
| 11. | Verfahren nach Anspruch 9, dadurch g e k e n n ¬ z e i c h n e t daß im Querschnitt gesehen die Schrägflächen (16) im Winkel von 120 zueinander und unter 60 zur zugehörigen Keilfläche (13) verlaufen. λo . |
| 12. | Kontaktstift mit einer Spitze, die nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11 hergestellt wurde. |
| 13. | Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch g e k e n n ¬ z e i c h n e t , daß es acht jweils um 45 zueinander versetzte Stempel (2) aufweist, von denen jeweils vier gegeneinander geführt sind und diese vier Stempel (2K bzw. 2F) jeweils mit einer Kei lfläche (3) versehen sind, hierbei benachbarte Keilflächen (3) im Querschnitt gesehen rechtwinklig zueinander verlaufen und die Keil¬ flächen (3) in Seitenansicht gesehen unter einem spit¬ zen Winkel zur Stiftachse (5) verlaufen. |
| 14. | Werkzeug nach Anspruch 13, dadurch g e k e n n ¬ z e i c h n e t , daß an jede Kei lfläche (3) eine Schrägfläche (6) sich seitlich anschließt und diese Schrägflächen (6) im Querschnitt gesehen rechtwinklig zueinander und unter 45 zur Keilfläche (6) verlaufen. |
| 15. | Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch g e k e n n ¬ z e c h n e t , daß es sechs jeweils um 60 zueinan¬ der versetzte Stempel (2) aufweist, von denen jeweils drei gegeneinander geführt sind und diese drei Stempel (2K bzw. 2F) jeweils mit einer Kei lfläche (3) versehen sind, hierbei benachbarte Keilflächen (3) im Querschnitt gesehen im Winkel von 120 zueinander verlaufen und die Keilflächen (3) in Seitenansicht gesehen unter einem spitzen Winkel zur Stiftachse (5) verlaufen. /A . |
| 16. | Werkzeug nach Anspruch 15, dadurch g e k e n n ¬ z e c h n e t , daß an jede Keilfläche (3) eine Schrägfläche (6) seitlich sich anschließt und diese Schrägflächen (6) im Querschnitt gesehen parallel zu¬ einander verlaufen und der Abstand zwischen den bei¬ den Schrägflächen (6) etwa dem Radius des Stifts (1) entspricht. |
| 17. | Werkzeug nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß jeder Stempel (2) zwei stumpfwinklig zueinander verlaufende Keilflächen (3A, 3B) aufweist. |
Verfahren zum Herstellen einer Spitze bei einem Kontaktstift sowie Werkzeug zum Durchführen des Verfahrens
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum HersteLLen einer Spitze bei einem Kontaktstift nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 sowie ein Werkzeug zum Durchführen des Ver¬ fahrens.
Bei Kontaktstiften, die beispielsweise in eine metalli¬ sierte Bohrung eingesetzt werden, ist es erforderlich, eine Spitze anzuformen. Dies ist schwierig durchzuführen / da die Stifte nur einen sehr geringen Querschnitt von beispielsweise 1 mm aufweisen. ■ Nach einem bekannten Ver¬ fahren wird die Spitze durch Anformen von vier Flächen erzeugt, jedoch sind die Flächen der Spitze unregelmäßig geformt und außerdem sind deren Kanten nicht gratfrei. Es ist weiter bekannt, die Spitzen durch ein elektrome- chanisches Verfahren zu bilden, jedoch ergeben sich hier¬ bei ballige Spitzen. Hierbei fließt Strom durch den Stift, der sich erhitzt und dabei gleichzeitig gezogen wird, bis er abreißt.
Es besteht die Aufgabe, das Verfahren -so auszubilden, daß mehrflächige, regelmäßig geformte und gratfreie Spit¬ zen sich ergeben.
Gelöst wird diese Aufgabe mit den kennzeichnenden Merk¬ malen des Anspruches 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen und ein Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens sind den Unteransprüchen entnehmbar.
Ein Ausführungsbe spiel wird nachfolgend anhand der Zeich¬ nungen näher erläutert. Es zeigen:
Figuren 1 und 2: eine Seitenansicht und einen Schnitt durch den Stiftnach dem ersten Verformungsvorgang mit einer Darstellung der verwendeten Stempel;
Figuren 3 und 4: eine Seitenansicht und einen Schnitt nach dem zweiten Verformungsvorgang;
Figuren 5 und 6: eine Seitenansicht und einen Schnitt nach dem dritten Verformungsvorgang;
Figuren 7 und 8: eine Sei enansicht und einen Schnitt nach dem vierten Verformungsvorgang;
Figuren 9 und 10: eine Seitenans cht und einen Schnitt nach dem fünften Verformungsvorgang mit einer
Darstellung der Stempel;
F guren 11 und 12: eine Seitenans cht und einen Schnitt nach dem sechsten Verformungsvorgang und
Figuren 13 und 14: Frontansichten der Werkzeuge für Stifte aus Vierkant- und Runddraht.
Der Stift 1 weist einen quadra ischen Querschnitt von bei¬ spielsweise 1 mm Kantenlänge auf. Er wird zur Bildung der Spitze von zweimal vier Stempeln 2 schrittweise zunehmend verformt. Hierbei werden abwechselnd die Stempel 2K und 2F betätigt.
Die acht Stempel 2 sind um 45 zueinander versetzt ange¬ ordnet. Jeder Stempel weist zwei Keilflächen 3A, 3B auf, die kegelstumpfförm g zueinander verlaufen. Die Schnitt¬ linie der Keilflächen 3A, 3B bildet eine Keilflächenkante 4. Die Keilflächen 3A, 3B und somit auch die Keilflächen¬ kante 4 benachbarter Stempel 2 verlaufen jeweils um 45 zueinander, so daß an jeder Stelle der Keilflächen 3A, 3B die gedachten Schnittkanten von Schnitten quer zur Stiftachse 5 auf Tangenten von gedachten Kreisen um die Stiftachse 5 liegen. An die Keilflächen 3A, 3B schließen sich seitlich Schrägflächen 6A, 6B an, die rechtwinklig zueinander verlaufen, so daß im Schnitt gesehen jeder Stem¬ pel ein pyramidenstumpfförmiges Aussehen hat, geb ldet von den Flächen 3A bzw. 3B sowie 6A und 6B.
Beim ersten Verformungsschritt gemäß den Figuren 1 und 2 wirken die Stempel 2K diagonal auf die Kanten 7 des Stif¬ tes 1. Hierbei werden am Stift die Keilflächen 13A, 13B erzeugt, die sich an der Keilflächenkante 14A schneiden, sowie die Schrägflächen 16A und 16B. Die Keilflächen 13A, 13B verlaufen von der Kei If Lächenkante 14A gesehen stumpf¬ winklig in entgegengesetzte R chtung, während die Schräg¬ flächen 16A und 16B im Bereich der Keilflächenkante 4 sich seitlich zw ckeiförmig an diese Keilflächen an¬ schließen. Im Querschnitt gesehen verlaufen die Flächen
16A, 16B unter 45 zur Keilflächenkante 14A. Durch diese Verformung entstehen also jeweils vier Keilflächen 13A, 13B, die im Bereich ihrer Schnittkante 14A im Querschnitt gesehen eine pyramidenförmige Einprägung 20 ergeben. Durch die Materialverdrängung wird gleichzeitig der Stift 1 im Bereich der zu bildenden Spitze gelängt.
Nach diesem Verformungsvorgang werden die vier Stempel 2K, die als Kantenstempel zu bezeichnen sind, in ihre Aus¬ gangslage gebracht und sodann die vier Stempel 2F, die als Flächenstempel zu bezeichnen sind, betätigt. Der Stift wird nunmehr einem zweiten Verformungsvorgang unterworfen, mit dem die Keilflächen 13C, 13D erzeugt werden. Diese schneiden sich längs der Keilflächenkante 14B und sind seitlich durch die Schrägflächen 16C und 16D begrenzt. Die einander abwechselnden Keilflächenkanten 14A, 14B bil¬ den somit ein Achteck gemäß Figur 4. Die Stempel 2F werden danach in ihre Ausgangsstellung gebracht.
Der Stift 1 wird nun mit den vier Kantenstempeln 2K einer dritten Verformung unterworfen. Dieser Verformungsschritt nach den Figuren 5 und 6 entspricht demjenigen nach der Figur 1, so daß die Keilflächen 13E und 13F erzeugt werden, die sich längs der Kei If lächenkante 14C schneiden. Im mitt¬ leren Bereich längs der Keilflächen 13C und 13D sind die Keilflächen 13E und 13F durch die Schrägflächen 16E und 16F begrenzt.
Der Stift 1 wird nunmehr mit den vier Flächenstempeln 2F einer vierten Verformung unterworfen, was dem zweiten Ver¬ formungsschritt entspricht, so daß nunmehr die Keilflächen 13G und 13H entstehen. Somit werden zwei Spitzenbereiche
gebildet. Im einen Spitzenbereich wechseln die Keilflächen 13E und 13G miteinander ab, während der andere Spitzen¬ bereich gebildet wird durch die einander abwechselnden Keilflächen 13F und 13H. Längs der einander abwechselnden Kei If lächenkanten 14C und 14D weist der Stift den Quer¬ schnitt eines regelmäßigen Achtecks auf.
Der Stift 1 wird nunmehr durch die Stempel 2K entsprechend den Figuren 9 und 10 weiter verformt, so daß eine erste Spitzenhälfte aus den Keilflächen 131 und eine zweite Spit¬ zenhälfte aus den Keilflächen 13K entsteht, wobei jeweils acht Keilflächen vorhanden sind. Längs der Keilflächen- kanten 14E weist der Stiftleinen unvollständigen achtkan¬ tigen Querschnitt auf. Bei diesem fünften Verformungsvor¬ gang werden die Stempel 2K soweit gegeneinander geführt, daß benachbarte Schrägflächen 6A, 6B einander berühren.
Der Stift wird letztlich durch die Flächenstempel 2F einer sechsten Verformung unterworfen, wie in den Figuren 11 und 12 dargestellt. Hierbei werden die Stempel 2F soweit zusammengefahren, wie anhand der Figuren 9 und 10 darge¬ stellt. Dabei werden die Keilflächen 13L an der einen Spit¬ zenhälfte und 13M an der anderen Spitzenhälfte erzeugt. Die eine Spitzenhälfte wird also gebildet durch die einan¬ der abwechselnden Keilflächen 131 und 13L, während die andere Spitzenhälfte gebildet wird durch die Keilflächen 13K und 13M. Längs der einander abwechselnden Keilflächen¬ kanten 14G und 14F weist der Stift 1 einen achtkantigen Querschnitt auf.
Im Bereich der Kei lflächenkanten 14G, 14F bricht der Stift in zwei Hälften auseinander. Es entstehen somit zwei Stifte mit jeweils einer Spitze, die einerseits aus den Keilflä¬ chen 13J und 13L und andererseits aus den Keilflächen 13K und 13M sowie einer achtkantigen Stirnfläche 12 besteht. Entsprechend der verformten Materialmenge wurde der Stift entsprechend länger. Die Spitze wird somit ohne Material¬ verlust gratfrei hergestellt.
Das Verfahren kann auch mit vier Stempeln 2K bzw. 2F durch¬ geführt werden, wobei dann nach jedem Verformungsvorgang der Stift um 45 gedreht wird.
Der Stift 1 kann auch einen runden Querschnitt von bei¬ spielsweise 1 mm aufweisen und wird dann wie vorbeschrieben schrittweise verformt.
Gemäß Figur 13 werden 8 Stempel verwendet, die um 45 ver¬ setzt zueinander angeordnet sind. Die jeweils um 90 zu¬ einander versetzt angeordneten Stempel 2K und 2F werden alternierend betätigt.
Die Stempelanordnung kann auch entsprechend Figur 14 erfol¬ gen. Hier sind sechs Stempel 2 vorhanden, wobei benach¬ barte Stempel um 60 zueinander versetzt angeordnet sind. Die Stempel 2K und 2F wechseln einander ab. Abwechselnd werden die Stempel 2K und 2F betätigt. Auf diese Weise entsteht ein sechskantiger Pyramidenstumpf. Bei diesem Ausführungbeispiel verlaufen die Schrägflächen 6A und 6B parallel zueinander in einem Abstand, welcher annähernd dem Radius des für die Erzeugung der Spitze verwendeten Drahts entspricht.
Auch hier ist es möglich, nur drei Stempel 2K oder 2F zu verwenden, die um 120 zueinander angeordnet sind. In die¬ sem Fall wird dann der Stift nach jedem Verformungsvorgang um 60 um seine Achse 5 gedreht.
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