Ansprüche
1. Verfahren zum Herstellen eines bahnförmigen linoleumähnlichen Materials mit einer Sicht- und Deckschicht aus vornehmlich nachwachsenden Rohstoffen und mit einer Trägerschicht, dadurch gekennzeichnet, dass - Lederstücke und / oder Lederpulver mit einem thermisch aktivierbaren Bindemittel gemischt werden, und - das Gemisch als Sicht- und Deckschicht auf eine Trägerbahn aufgebracht wird. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das thermisch aktivierbare Bindemittel spätestens nach dem Aufbringen auf die Trägerbahn erhitzt wird. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch aus Lederstücken und / oder Lederpulver und Bindemittel in einen Extruder gebracht und aus diesem heraus auf die Trägerbahn extrudiert wird. 4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch aus Lederstücken und / oder Lederpulver und Bindemittel unter Umrühren und Zufuhr von Wärme gemischt und kleb fähig gemacht wird, insbesondere die Stücke mit dem Bindemittel benetzt werden, und das Gemisch auf der Trägerbahn verteilt wird. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das bahnförmige Material nach dem Aufbringen des Gemisches auf die Trägerbahn gepresst, insbesondere kalandert wird. 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das bahnförmige Material im noch warmen Zustand des Gemisches kalandert wird. 7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das bahnförmige Material unter Einwirkung von Wärme kalandert wird. 8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das bahnförmige Material dreidimensional verformt wird. 9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das bahnförmige Material strukturiert wird. 10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Lederstücken und / oder Lederpulver unterschiedlicher Farbe und Größe mit dem Bindemittel gemischt werden. 11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Ledersstücken Lederspäne sehr kleiner Abmessung verwendet werden.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Bindemittel ein Polymer, ein Gemisch aus Polymeren oder ein Bitumen wird. 13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Auftragen des die Sicht- und Deckschicht bildenden Gemisches auf die Trägerschicht und gegebenenfalls eines ersten Kalanderns eine weitere Lage eines Kunststoffmaterials aufgetragen und das bahnförmige Material insbesondere nochmals kalandert wird. 14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das bahnförmige Material in Fliesen, Planken od. dgl. aufgeteilt wird. 15. Nach dem Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche hergestelltes bahnförmiges Material ( 1 ), dadurch gekennzeichnet, dass das bahnförmige Material ( 1 ) eine Sicht- und Deckschicht (2) aufweist, die zwischen 20% und 80%, insbesondere zwischen 40% und 60% Lederstücken und / oder Lederpulver und ein Bindemittel enthält. 16. Bahnförmiges Material nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicht- und Deckschicht (2) neben den Lederstücken und / oder dem Lederpulver noch Wolle aufweist. 17. Bahnförmiges Material nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicht- und Deckschicht (2) textile Fasern aufweist. 18. Bahnförmiges Material nach Anspruch 15, 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicht- und Deckschicht (2) aus dem Gemisch aus feinteiligen Lederstücken und / oder Lederpulver, dem Bindemittel und gegebenenfalls der Wolle eine abriebfeste Masse ist. 19. Bahnförmiges Material nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel in der Sicht- und Deckschicht (2) transparent ist und die feinteiligen Lederstücken und / oder Lederpulver und gegebenenfalls die Wolle und die Fasern von der Sichtseite des bahnförmigen Materials (1) sichtbar sind. 20. Bahnförmiges Material nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die textilen Fasern natürliche oder künstliche Fasern sind. 21. Bahnförmiges Material nach einem der Ansprüche 15 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschicht (3) aus einem Gelege, einem Gewebe, einem Spunbond oder aus einem Non-woven besteht. 22. Bahnförmiges Material nach einem der Ansprüche 15 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel in der Sicht- und Deckschicht (2) aus einem polymeren Material, vorzugsweise aus einem Gemisch verschiedener polymerer Materialien oder aus einem Bitumen besteht. 23. Bahnförmiges Material nach einem der Ansprüche 15 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel in der Sicht- und Deckschicht (2) aus einem Material besteht, welches zumindest nach dem Binden in dem fertigen bahnförmigen Material (1) transparent ist. 24. Bahnförmiges Material nach einem der Ansprüche 15 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Sicht- und Deckschicht (2) eine weitere Schicht (4) aus einem Kunststoffmaterial angeordnet, die besonders abriebfest ist. |
Beschreibung
Verfahren zum Herstellen eines bahnförmigen, linoleumähnlichen Materials und bahnförmiges Material
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines bahnförmigen, linoleumähnlichen nach Oberbegriff des Anspruches 1 und ein damit hergestelltes bahnförmiges Material.
Stand der Technik
Als bahnförmige Materialien werden hier z.B. Boden- und Wandbeläge, Matten, Decken, Abdeckungen od. dgl. angesehen. Bekannte bahnförmige Materialien können aus Kunststoff, z.B. PVC -Bahnen, aus textilen Fasern, z.B. Teppiche, aus nachwachsenden Rohstoffen, z.B. Linoleum oder anderen Stoffen bestehen. Dabei können die bahnförmigen Materialien wasserdurchlässig oder wasserundurchlässig. Sie können eine glatte oder eine unebene, z.B. rauhe Oberfläche aufweisen. Die bahnförmigen Materialien können aus einem bestimmten Stoff bestehen oder aus mehreren. In der Regel weisen diese Bahnen einen Träger bzw. eine Trägerschicht auf, die der Bahn eine bessere mechanische Stabilität gibt. Ein solches bahnförmiges Material kann z.B. Linoleum sein, das schon sehr lange hergestellt wird und fast genauso lange wird daran gearbeitet einen linoleum- ähnlichen Bodenbelag herzustellen. Das herkömmliche Linoleum besteht im Wesentlichen aus einem Gemisch aus Leinöl und gemahlenem Kork, das auf einer Trägerschicht, insbesondere ein Gewebe aufgetragen wird. Das aufgetragene und abgebundene Gemisch aus nachwachsenden Rohstoffen bildet eine wasserdichte Sicht- und Deckschicht. Der gesamte Produktionsprozess dauert bei der Produktion von Linoleum insbesondere wegen der langen Reifezeit des Linoleums sehr lange, weshalb schon vor weit über 100 Jahren nach einem Verfahren gesucht wurde einen linoleum- ähnlichen Bodenbelag herzustellen. In der DE 97 932 aus dem Jahre 1897 wird beschrieben, dass es damals schon bekannt war, den Kork durch andere Stoffe zu ersetzen, und auf die DE 60 0015 verwiesen, in der beschrieben ist, anstelle des Korkes gemahlenes Leder in Form von
Rohleder einzusetzen. Die DE 97 932 selbst lehrt, anstelle des gemahlenen Korkes bzw. des gemahlenen Rohleders geröstetes Leder in fein gemahlenen Zustand (sogenannte Lederkohle oder Ledermehl) zu benutzen, dieses mit oxidierten Leinöl und eventuell von Klebemitteln und Harzen zu einem steifen Brei zu mischen und diesen Brei auf ein festes, grobes Gewebe so aufzutragen, dass das Gewebe nicht hervortritt. Das Ganze wird dann noch dicht gewalzt oder gepresst. Das Linoleum und auch die bisher bekannten linoleum-ähnlichen Bodenbeläge sind relativ schwer, insbesondere aber auch schwer zu verlegen. Auch sind die Herstellungsverfahren sehr aufwendig. Bekannt sind auch Bodenbeläge aus Kunststoff, insbesondere aus PVC, bei dem auf einer z.B. aus einem Gewebe bestehenden Trägerschicht eine Schicht aus PVC angeordnet ist, die auf die Trägerschicht extrudiert wird und mit dieser verbunden ist. Auch diese Bodenbeläge können als bahnförmiges Material vorliegen und verlegt werden. Wenngleich bahnförmiges Material aus PVC sehr preiswert hergestellt werden kann und auch gut haltbar ist, wird es jedoch aus Umweltschutzgründen inzwischen nicht mehr so viel verwendet. Bahnförmige Materialien werden auch aus Polyäthylen hergestellt, diese haben dann aber den Nachteil, dass die Oberflächen der Bahnen leicht verletzt werden können und sehr schnell Riefen bekommen. Bahnförmige Materialien aus Polyurethan sind sehr teuer und nicht so leicht zu verarbeiten. Diese bekannten bahnförmigen Materialien sind entweder sehr schwer und langwierig herzustellen, wie z.B. Linoleum oder nicht besonders umweltfreundlich, wie z.B. PVC-Bodenbeläge. Allen zuvor beschriebenen bahnförmigen Materialien aus Kunststoff ist gemeinsam, dass sie ein ungünstiges Trittschall- Verbesserungsmaß haben und nur von Spezialisten aufwändig zu verlegen sind.
Erfindung
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde ein gattungsgemäßes Verfahren zum Herstellen eines bahnförmigen Materials mit einer Sicht- und Deckschicht zu schaffen, das nicht nur leichter als herkömmliche Linoleum- oder linoleum-ähnliche Bodenbeläge ist, eine vielfältige Möglichkeit der Musterung
bietet, trittschalldämmend ist und aus einem hohen Maß an natürlich nachwachsenden Rohstoffoffen ist. Auch soll es im Gebrauch nicht sehr leicht verletzbar und pflegeleicht sein. Aufgrund der Verwendung eines ganz anderen Verfahrens soll das bahnförmige Material auch einfacher und preiswerter hergestellt werden können. Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 beschriebene Erfindung gelöst. Erfindungsgemäß zeichnet sich ein Verfahren zum Herstellen eines bahnförmigen linoleumähnlichen Materials mit einer Sicht- und Deckschicht aus vornehmlich nachwachsenden Rohstoffen und mit einer Trägerschicht, dadurch aus, dass Lederstücken und / oder Lederpulver mit einem thermisch aktivierbaren Bindemittel gemischt werden, und das Gemisch als Sicht- und Deckschicht auf eine Trägerbahn gebracht wird. Anstelle des bisher für die Linoleum-Herstellung verwendeten Korks, der immer knapper wird, werden insbesondere feinteilige Lederstücken und / oder Lederpulver verwendet, die vielfach bei der Bearbeitung von Lederartikeln als Rest übrigbleiben. Vorteilhafterweise wird das thermisch aktivierbare Bindemittel spätestens nach dem Aufbringen auf die Trägerbahn erhitzt. Vorzugsweise wird das Gemisch aus Lederstücken und / oder Lederpulver und Bindemittel in einen Extruder gebracht und aus diesem heraus auf die Trägerbahn extrudiert. Alternativ wird das Gemisch aus Lederstücken und / oder Lederpulver und Bindemittel unter Umrühren und Zufuhr von Wärme gemischt und klebfahig gemacht, insbesondere werden die Stücke mit dem Bindemittel benetzt, und das Gemisch wird auf der Trägerbahn verteilt. Damit das bahnförmige Material eine gleichmäßige insbesondere ebene Oberfläche erhält, wird das bahnförmige Material nach dem Aufbringen des Gemisches auf die Trägerbahn kalandert. Dabei kann .das bahnförmige Material dreidimensional verformt und / oder strukturiert werden. Wenn dabei das bahnförmige Material im noch warmen Zustand des Gemisches kalandert wird, wird insbesondere die Einbindung der Sicht- und Deckschicht in und an die Trägerbahn verbessert. Insbesondere kann aber auch das bahnförmige Material unter Zuführung weiterer Wärme kalandert werden. Vorzugsweise werden die Lederstücken und / oder das Lederpulver unterschiedlicher Farbe und Größe mit dem Bindemittel gemischt. Da das Bindemittel auch transparent sein kann, bilden diese Unterschiede eine sichtbare
Musterung und Strukturierung der Sicht- und Deckschicht. Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung werden als feinteilige Ledersstücken Lederspäne sehr kleiner Abmessung verwendet. Diese können durch Raspeln von Lederabfällen erhalten werden. Diese Lederspäne können in ihrer maximalen Abmessung kleiner als 5 mm. insbesondere kleiner als 3 mm sein. Gemäß einer vorteilhaften Ausfuhrungsform des Verfahrens wird ein Bindemittel verwendet, welches mit den Lederteilchen eine gute Bindung eingeht. Dies kann z. B. Polyurethan in thermoplastischer Form, Polyolefine, Acrylat- Polymere, aber auch PVC sein, aber auch Bitumen oder ähnliches sein. Es können auch Gemische aus Polymeren verwendet werden, welche dann spätestens beim heißen Kalandern zum Polymerisieren gebracht werden. Je nach für die Sicht- und Deckschicht verwendeten Bindemittels kann es zweckmäßig sein, nach dem Auftragen des die Sicht- und Deckschicht bildenden Gemisches auf die Trägerschicht und gegebenenfalls eines ersten Kalanderns eine Lage eines insbesondere anderen Kunststoffmaterials aufzutragen und das bahnförmige Material insbesondere nochmals zu kalandern, um z.B. die Gleitfähigkeit auf der Oberfläche der Sicht- und Deckschicht zu verringern. Ein nach dem Verfahren hergestelltes bahnförmiges Material, weist eine Sicht- und Deckschicht auf, die zwischen 20% und 80%, insbesondere 40% bis 60% feinteilige Lederstücken und / oder Lederpulver und ein Bindemittel enthält. Dieses lässt sich sehr einfach verlegen und pflegen. Neben den feinteiligen Lederstücken und / oder Lederpulver kann die Sicht- und Deckschicht noch Wolle aufweisen, es können aber auch oder alternativ in der die Sicht- und Deckschicht textile Fasern vorhanden sein, die die Sicht- und Deckschicht verstärken. Vorteilhafterweise bildet die Sicht- und Deckschicht aus dem Gemisch aus feinteiligen Lederstücken und / oder Lederpulver, dem Bindemittel und gegebenenfalls der Wolle und / oder den Fasern eine abriebfeste Masse. Vorzugsweise ist das Bindemittel in der Sicht- und Deckschicht transparent und die feinteiligen Lederstücken und / oder Lederpulver und gegebenenfalls die Wolle und die Fasern sind von der Sichtseite des bahnförmigen Materials sichtbar. Durch die feinteiligen Lederstücken und / oder das Lederpulver und die gegebenenfalls unterschiedlich gefärbte Wolle und die textilen Fasern lassen sich aufgrund der Transparenz des Kunststoffmaterials unterschiedlich gemusterte
bahnförmige Materialien erzeugen. Die textilen Fasern können natürliche oder künstliche Fasern sein und insbesondere als Kurzfasern vorliegen. Die Trägerschicht kann aus einem Gelege, einem Gewebe, einem Spunbond oder aus einem Non-woven bestehen, wie sie z.B. anderen bahnfbrmigen Materialen wie Bodenbelägen od. dgl. allgemein bekannt sind, was auch mit dem späteren Verwendungszweck des bahnfbrmigen Materials zusammenhängt, wobei der Fachmann hier die zweckmäßigste Trägerschicht auswählen wird. Das Kunststoffmaterial in der Sicht- und Deckschicht besteht aus einem polymeren Material, vorzugsweise aus einem Gemisch verschiedener polymerer Materialien, wobei das Kunststoffmaterial in der Sicht- und Deckschicht vorzugsweise aus einem Material besteht, welches zumindest nach dem Binden in dem fertigen bahnfbrmigen Material transparent ist. Auf der Sicht- und Deckschicht kann eine weitere Schicht aus einem Kunststoffmaterial angeordnet sein, die besonders abriebfest ist. Diese Schicht kann relativ dünn sein und schützt die zuvor beschriebene Sicht- und Deckschicht. Insbesondere dann kann der Anteil an Lederstücken in der Sicht- und Deckschicht auch über 50% und bis 80% betragen. Diese zusätzlich Schicht ist transparent, so dass die Sicht- und Deckschicht durch diese Schicht sichtbar ist. Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und aus einem im Folgenden anhand der Zeichnung beschriebenen Ausführungsbeispiel.
Ausführungsbeispiel
Die Zeichnung mit ihrer einzigen Figur zeigt einen Querschnitt durch einen Abschnitt eines bahnfbrmigen linoleumähnlichen Materials 1. Für die Herstellung eines bahnfbrmigen linoleumähnlichen Materials 1 mit einer Sicht- und Deckschicht 2 aus vornehmlich nachwachsenden Rohstoffen und mit einer Trägerschicht 3 werden Lederstücken und Lederpulver mit einem Bindemittel in einem Mischer innig gemischt und nach dem Mischen als Sicht- und Deckschicht 2 auf eine kontinuierlich vorbeilaufende Trägerbahn aufgebracht. Nach dem Mischen kann dabei das Gemisch in einen Extruder gebracht und aus diesem heraus auf die Trägerbahn 3 mittels einer Breitschlitzdüse extrudiert werden. Alternativ kann das Gemisch unter Umrühren und Erwärmen klebfähig gemacht und danach auf einer Trägerbahn 3 verteilt werden.
Die Trägerbahn 3 mit der darauf befindlichen Sicht- und Deckschicht 2 aus dem vorgenannten Gemisch sofort kalandert, wobei die noch vorhandene Wärme des Gemisches ausgenutzt wird. Sollte das Gemisch schon zu weit abgekühlt sein, was unter anderem von der Art des Bindemittels und dem Abstand zwischen der Auftragsvorrichtung, wie dem genannten Extruder, und dem Kalander abhängt, so kann beim Kalandern über die Walzen oder durch eine Heizung noch Wärme zugeführt werden. Es dabei darauf zu achten, dass sich das Gemisch 2 ausreichend fest und unlösbar mit der Trägerbahn 3 verbindet. Beim Mischen werden feinteilige Lederstücken und / oder Lederpulver unterschiedlicher Farbe und Größe mit dem Bindemittel, wie einem Kunststoffmaterial, gemischt, sodass eine Strukturierung des Gemisches und später der Sicht- und Deckschicht erhalten wird. Als Ledersstücken werden Lederspäne sehr kleiner Abmessung verwendet, die z.B. eine maximale Längenausdehnung von 3 mm und einen maximalen Querschnitt von weniger als 1 mm aufweisen. Diese Lederspäne werden z.B. durch Raspeln von Lederresten oder Lederabfällen erhalten. Als Kunststoffmaterial wird ein Polymer oder ein Gemisch aus Polymeren verwendet. Es kann auch ein Bitumen oder ein ähnlicher Stoff verwendet werden. Bei einer besonderen Ausführungsform, bei das bahnförmige Material 1 als Bodenbelag verwendet werden soll, wird nach dem Auftragen des die Sicht- und Deckschicht 2 bildenden Gemisches auf die Trägerschicht 3 und eines ersten Kalanderns eine Lage eines anderen Kunststoffmaterials 4 aufgetragen und das bahnförmige Material 1 insbesondere nochmals kalandert wird. Durch dieses andere Kunststoffmaterial 4 wird dem bahnförmigen Material 1 eine rutschhemmende Wirkung verliehen. Das durch das vorgenannte Verfahren hergestellte bahnförmige Material 1 weist eine Sicht- und Deckschicht 2 aufweist, die etwa 50 Gewichtsprozent feinteilige Lederspäne, etwa 25 Gewichtsprozent Lederpulver und etwa 20 Gewichtsprozent eines polymeren Kunststoffmaterials auf, wobei der Rest des Gewichtes auf natürliche oder synthetische Kurzfasern enthält, die dem Gemisch anfangs beim Mischen zugemischt wurden. Bei diesen Kurzfasern kann es sich um WoIl-, Baumwoll-, Jute oder andere textile Fasern handeln. Die Sicht- und Deckschicht aus dem zuvor beschriebenen Gemisch bildet eine
abriebfeste Masse, auf der noch eine dünnere Lage eines Kunststoffmaterials angeordnet ist, das dem bahnförmigen Material einen Gleitschutz bietet. Das Kunststoffmaterial in und auf der Sicht- und Deckschicht ist zumindest nach dem Binden transparent, so dass die feinteiligen Lederstücke, das Lederpulver und die Fasern von der Sichtseite des bahnförmigen Materials sichtbar sind. Die Trägerschicht besteht aus einem Gelege, einem Gewebe, einem Spunbond oder aus einem Non-woven und verleiht dem bahnförmigen Material die notwendige Flächenstabilität.
