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Title:
PROCESS FOR WORKING ON SHOES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1998/008406
Kind Code:
A1
Abstract:
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (1) zur Bearbeitung von Schuhen (4), insbesondere zum Schneiden von Sohlen (11) und Abs�tzen. Um den Arbeits- und Zeitaufwand zu vermindern und den Materialaufwand zu reduzieren, schl�gt die Erfindung eine Vorrichtung (1) vor, mit einer Grundplatte (2), auf der eine Aufspannvorrichtung (3) f�r einen Schuh (4) angebracht ist, und mit einer motorisch angetriebenen Schneideinrichtung (5), die an der Grundplatte (2) in F�hrungen (8, 9) bewegbar gelagert ist, wobei die Lauffl�che eines auf die Aufspannvorrichtung (3) aufgespannten Schuhs (4) von der Grundplatte (2) aus gesehen nach au�en gerichtet ist und das Schneidwerkzeug (6) der Schneideinrichtung (5) l�ngs durch die Sohle (11) bzw. den Absatz des Schuhs (4) f�hrbar ist.

Inventors:
Pilzberg, Herbert (Paddenbett 11, Bochum, D-44803, DE)
Application Number:
PCT/EP1997/004718
Publication Date:
March 05, 1998
Filing Date:
August 29, 1997
Export Citation:
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Assignee:
Pilzberg, Herbert (Paddenbett 11, Bochum, D-44803, DE)
Fischer, Klaus (Wankelstrasse 9, Korschenbroich, D-41352, DE)
International Classes:
A43D87/00; A43D115/00; B23D53/04; A43D87/00; A43D115/00; B23D53/00; (IPC1-7): A43D27/02; A43D115/00
Attorney, Agent or Firm:
Schneiders, Behrendt Finkener Ernesti (S�dring 8, Bochum, D-44787, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Vorrichtung ( 1 ) zur Bearbeitung von Schuhen (4), insbesondere zum Schneiden von Sohlen ( 1 1 ) und Absätzen, mit einer Grundplatte (2), auf der eine Aufspannvorrichtung (3) für einen Schuh (4) angebracht ist, und mit einer motorisch angetriebenen Schneideinrichtung (5), die an der Grund¬ platte (2) in Führungen (8, 9) bewegbar gelagert ist, wobei die Lauffläche eines auf die Aufspannvorrichtung (3) aufgespannten Schuhs (4) von der Grundplatte (2) aus gesehen nach außen gerichtet ist und das Schneidwerk zeug (6) der Schneideinrichtung (5) längs durch die Sohle ( 1 1 ) bzw. den Ab¬ satz des Schuhs (4) führbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß das Schneidwerkzeug (6) längs parallel zur Grundplatte (2) geführt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß das Schneidwerkzeug (6) senkrecht zur Grundplatte (2) geführt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß das Schneidwerkzeug (6) bezüglich der Grundplatte (2) verkippbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß die Schneideinrichtung eine Bandsäge (5) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandsäge (5) portalartig mit Abstand zur Grundplatte (2) zwischen zwei Vertikalträgern (7) angeordnet ist, die in Längsrichtung an der Grund¬ platte (2) verschiebbar gelagert sind, wobei das Sägeplatt (6) der Grund¬ platte (2) zugewandt quer zur Verschieberichtung verläuft.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandsäge (5) an den Vertikalträgern (7) senkrecht zur Grundplatte (2) ver¬ schiebbar gelagert ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandsäge (5) an den Vertikalträgern (7) drehbar gelagert ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß an der Bandsäge (5) Haltegriffe (10) angebracht sind.
10. 1 0. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß an den Haltegriffen ( 1 0) ein Schalter ( 1 2) für den Antrieb der Bandsäge (5) an geordnet ist.
11. 1 1 . Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß die Aufspannvorrichtung (3) als spreizbarer Leisten ausgebildet ist.
12. 1 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen (8, 9) arretierbar sind.
13. 1 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen (8, 9) motorisch antreibbar sind.
Description:
Vorrichtung zur Bearbeitung von Schuhen

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bearbeitung von Schuhen, insbe- sondere zum Schneiden von Sohlen und Absätzen.

In der Orthopädie sind als therapeutische Maßnahme häufig an die jeweiligen anatomischen Besonderheiten individuell angepaßte Schuhe erforderlich. Solche orthopädischen Schuhe müssen beispielsweise zum Ausgleich von unterschiedlich langen Knochen oder Gelenkverschiebungen mit Sohlen- oder Absatzerhöhungen versehen sein.

Orthopädische Schuhe werden entweder - wenn dies die anatomische Be¬ sonderheiten des Fußes erfordern - vom orthopädischen Schuhmacher voll¬ ständig in Handarbeit gefertigt, oder es werden handelsübliche Schuhe durch eine Überarbeitung angepaßt. In der Regel werden dazu nachträglich Sohlen- oder Absatzerhöhungen eingebracht, die gegebenenfalls unter Berücksichti¬ gung der individuellen Besonderheiten auch als asymmetrische Innen- oder Außenranderhöhung ausgeführt werden.

Zur Anbringung einer Sohlen- oder Absatzerhöhung ist es nach dem Stand der Technik üblich, die Sohle und/oder den Absatz längs der Lauffläche auf- zutrennen, d. h. aufzuschneiden oder die Lauffläche schräg abzuschneiden und anschließend Material in der erforderlichen Stärke zwischenzukleben oder die schrägen Schnittflächen mit einer neuen, angepaßten Lauffläche auszufüttern.

Das Aufschneiden der Sohlen und Absätze erfolgt bisher ausschließlich in mühsamer Handarbeit. Gemäß der hierbei üblichen handwerklichen Vorge¬ hensweise wird zunächst der Rand eingeschnitten und anschließend unter ständigem Auseinanderziehen der Schnittflächen mittels des Handwerkzeugs der Schnitt solange vorangetrieben, bis die Lauffläche abgetrennt ist. Be¬ dingt durch die Handarbeit und das in der Regel widerstandsfähige Sohlen¬ material sind die dabei entstehenden Schnittflächen uneben und müssen deswegen in einem weiteren Arbeitsgang glattgeschliffen werden, bevor eine Erhöhung aufgeklebt werden kann. Gleichzeitig muß entsprechend dem Verschnitt neues Material eingefügt werden. Es ist somit offensichtlich, daß durch den bisher üblichen Einsatz manueller Schneidwerkzeuge ein erheblicher Arbeits-, Zeit- und Materialaufwand entsteht, was zu hohen Kosten führt.

Daraus ergibt sich die Aufgabe der Erfindung, dem Schuhmacher eine Vor- richtung zur Verfügung zu stellen, die die vorgenannten Probleme löst und dabei insbesondere den Arbeits- und Zeitaufwand vermindert. Soweit im Ein¬ zelfall möglich, soll auch der Verschnitt und damit der Materialaufwand re¬ duziert werden.

Zur Lösung dieser Probleme schlägt die Erfindung eine Vorrichtung vor, mit einer Grundplatte, auf der eine Aufspannvorrichtung für einen Schuh ange¬ bracht ist und mit einer motorisch angetriebenen Schneideinrichtung, die an der Grundplatte in Führungen bewegbar gelagert ist, wobei die Lauffläche eines auf die Aufspannvorrichtung aufgespannten Schuhes von der Grund¬ platte aus gesehen nach außen gerichtet ist und das Schneidwerkzeug der Schneideinrichtung längs durch die Sohle bzw. den Absatz des Schuhes führbar ist.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist bevorzugt eine waagerechte Grundplatte auf, auf der nach oben abstehend eine Aufspannvorrichtung für einen Schuh montiert ist. Auf dieser ist der Schuh mit nach oben gerichteter Sohlenseite, d. h. Lauffläche aufsetzbar und in dieser Lage mittels auf- spreizbarer Spannelemente oder dergleichen festlegbar.

Die motorisch angetriebene Schneidvorrichtung, deren Schneidwerkzeug bei¬ spielsweise ein Sägeblatt, -band oder -draht, eine Messerklinge oder ein Schneiddraht, gegebenenfalls auch ein beheizbarer Schneiddraht, sein kann, ist mit ihrem Schneidwerkzeug quer zur Längserstreckung des auf die Auf- Spannvorrichtung aufgespannten Schuhs ausgerichtet. Die freie Schnittbreite des Schneidwerkzeugs ist dabei etwas breiter ausgelegt als die maximal auftretende Breite einer Lauffläche.

In den Führungen an der Grundplatte ist die Schneideinrichtung derart be¬ wegbar gelagert, daß das Schneidwerkzeug in Höhe der Aufspannvorrich- tung in einem Schnitt längs durch die Sohle bzw. den Absatz des Schuhs hindurchbewegt werden kann.

Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung hat der Schuhmacher erstmals die Möglichkeit, die Lauffläche oder Teile davon mit einem sauberen Schnitt ab¬ zutrennen. Durch die motorisch angetriebene Schneideinrichtung, beispiels- weise eine feine Säge, entsteht eine glatte, regelmäßige Schnittfläche. Die Führung des Schneidwerkzeuges, d. h. der Schneideinrichtung an der Grundplatte relativ zur Aufspannvorrichtung sorgt dafür, daß der jeweils ge¬ wünschte Schnitt mit relativ geringem Kraftaufwand exakt ausführbar ist. Dadurch wird der Arbeits- und Zeitaufwand erheblich reduziert.

Als weitere Vorteile ergeben sich, daß die Schnittflächen von vornherein re¬ lativ glatt sind und vor dem Verkleben keiner oder nur sehr geringer Nachbe¬ arbeitung bedürfen. Darüber hinaus ist es möglich, die sauber abgetrennten Teile der Lauffläche wiederzuverwenden, indem sie nach Einbringen der Er¬ höhung wieder auf deren Lauffläche aufgeklebt werden. Auf diese Weise läßt sich hochwertiges Material einsparen.

Zweckmäßigerweise sind die Führungen so ausgestaltet, daß das Schneid¬ werkzeug in Längsrichtung parallel zur Grundplatte geführt ist. Damit ist es möglich, die Sohle und den Absatz parallel zur Lauffläche gerade durchzu- trennen. Zwischen den Schnittflächen wird eine gerade oder keilförmige Er- höhung eingeklebt.

Bevorzugte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sehen vor, daß das Schneidwerkzeug darüber hinaus senkrecht zur Grundplatte geführt ist und/oder bezüglich dieser verkippbar ist. Durch derartige Ausgestaltungen lassen sich auch schräge Schnitte geführt in allen erforderlichen Neigungen durchführen, wobei dennoch die vorgenannten Vorteile erhalten bleiben.

Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, daß die Schneid¬ einrichtung eine Bandsäge ist. Diese hat eine hohe Schnittleistung, so daß sich auch zähe und widerstandsfähige Materialien wie Gummi und derglei¬ chen leicht durchtrennen lassen. Die Verwendung eines Feinsägeblatts ergibt eine glatte und gleichmäßige Schnittfläche, die praktisch keiner Nachbear¬ beitung vor dem Verkleben bedarf.

Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, daß die Bandsäge portalartig mit Abstand zur Grundplatte zwischen zwei Vertikalträgern angeordnet ist, die in Längsrichtung an der Grundplatte verschiebbar gelagert sind, wobei das Sä- geplatt der Grundplatte zugewandt quer zur Verschieberichtung verläuft. In dieser Ausführungsform laufen die Vertikalträger beispielsweise in seitlich an der Grundplatte angebrachten Rollschienen. Aufgrund der offenen Bauweise ist die Aufspannvorrichtung zum Aufspannen und Entnehmen von Schuhen besonders gut zugänglich, wenn die Schneideinrichtung nach vorne oder hinten weggeschoben wird.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich, wenn an der Bandsäge Haltegriffe, bevorzugt ein Paar von Haltegriffen, angebracht sind. An diesen Haltegriffen kann der Schuhmacher die Bandsäge beidseitig greifen und führen. Beim Aufschnei¬ den von Sohle bzw. Absatz zieht er die Bandsäge an den Haltegriffen in Längsrichtung bequem auf den Körper zu. Währenddessen kann er den Schnitt jederzeit einsehen und gegebenenfalls korrigieren.

Indem die Bandsäge an den Vertikalträgern senkrecht zur Grundplatte ver¬ schiebbar gelagert ist, lassen sich bei paralleler Verstellung beliebige Schnitte parallel zur Grundplatte ausführen; bei unterschiedlicher Höhenein- Stellung an den beiden Vertikalträgern wird die Lauffläche entsprechend

schräg angeschnitten. Auch diese Bewegungen können vom Schuhmacher bequem an den Handgriffen nachgeführt werden.

Eine zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung sieht weiterhin vor, daß die Bandsäge an den Vertikalträgern bezüglich einer parallel zum Sägeblatt lie- genden Drehachse drehbar gelagert ist. Durch diese Maßnahme lassen sich auch in Längsrichtung abfallende Schnitte bequem durchführen. Die Hand¬ habung wird wiederum durch die Handgriffe erleichtert.

Insbesondere im Hinblick auf die Betriebssicherheit ist es vorteilhaft, daß an den Haltegriffen ein Schalter für den Antrieb der Bandsäge angeordnet ist. Einerseits ergibt sich somit eine bequeme Handhabung, andererseits wird durch zwei, jeweils an einem Handgriff angeordnete, in Serie geschaltete Si¬ cherheitsschalter erreicht, daß es unmöglich ist, die Bandsäge mit einer Hand zu starten und mit der anderen Hand in das laufende Sägeblatt zu greifen. Auf diese Weise werden Verletzungen nahezu ausgeschlossen.

Ein Schuh wird besonders sicher fest auf der Aufspannvorrichtung gehalten, wenn diese nach Art eines quer aufspreizbaren Leistens ausgebildet ist.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht weiterhin vor, daß die Führungen in einer voreinstellbaren Position arretierbar sind. Die Handhab¬ barkeit und die Reproduzierbarkeit der Schnitte wird dadurch noch weiter erleichtert, indem beispielsweise der Abstand relativ zur Grundplatte und die Verkippung des Schneidwerkzeuges fest eingestellt werden, so daß zum Auftrennen der Sohle bzw. des Absatzes die Schneideinrichtung nur noch in Längsrichtung verfahren werden muß.

Die Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergeben sich für den Schuhmacher bereits bei einer manuellen Führung der Schneideinrichtung in den Führungen. Darüber hinaus ist es jedoch auch denkbar, die manuelle Führungsbewegung dadurch zu unterstützen, daß die Führungen motorisch antreibbar sind. Dies eröffnet darüber hinaus die Möglichkeit einer halb- oder vollautomatischen Steuerung der erfindungsgemäßen Vorrichtung.

Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtungen sind im folgen¬ den anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen im einzelnen:

Fig. 1 eine Ansicht von oben auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung;

Fig. 2 eine Ansicht von vorn auf die

Vorrichtung gemäß Fig. 1 .

In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Ansicht von oben dargestellt und als ganzes mit dem Bezugszeichen 1 versehen. In dieser An¬ sicht blickt man auf eine waagerecht angeordnete Grundplatte 2 auf der - gestrichelt eingezeichnet - eine Aufspannvorrichtung 3 für einen Schuh 4 angebracht ist. Dieser ist so aufgespannt, daß man in dieser Ansicht auf seine Lauffläche blickt.

Als Schneideinrichtung ist eine motorsich angetriebene Bandsäge 5 vorgese¬ hen, deren gestrichelt eingezeichnetes Sägeband 6 quer zur Längser- Streckung der Grundplatte 2 verläuft.

Die Bandsäge 5 ist um eine in Richtung des Sägebandes 6 liegende Achse drehbar zwischen zwei Vertikalträgern 7 angeordnet. Diese sind mittels Rol¬ len 8, die zusammen mit seitlich an der Grundplatte in Längsrichtung verlau¬ fenden Führungsschienen 9 eine Längsführung bilden, relativ zur Grund- platte 2 und damit relativ zur Aufspannvorrichtung 3 längsverschieblich ge¬ lagert.

In dieser Ausführungsform sind seitlich an den Vertikalträgern 7 Hand¬ griffe 1 0 montiert, die jedoch auch direkt am Gehäuse der Bandsäge 5 ange¬ bracht sein können. Mittels dieser läßt sich die Bandsäge 5 bequem in der aus den Rollen 8 und den Führungsschienen 9 bestehenden Rollenführung in Längsrichtung über die Grundplatte 2 bewegen, wie dies mit den Pfeilen an¬ gedeutet ist. Außerdem ist eine Drehbewegung möglich, wie dies ebenfalls mit Pfeilen angedeutet ist.

Fig. 2 zeigt die Vorrichtung 1 gemäß Fig. 1 in einer Ansicht in Längsrichtung von vorn. Darin ist besonders deutlich die portalartige Anordnung der Band¬ säge 5 mit Abstand zur Grundplatte 2 erkennbar. Über dies kann man dieser Darstellung entnehmen, wie mit dem Sägeband 6 die Sohle bzw. der Ab- satz 1 1 des Schuhs 4 waagerecht, d. h. parallel zur Grundplatte 2, durch¬ trennt werden kann.

Aus dieser Darstellung geht weiterhin hervor, daß die Bandsäge 5 an den Vertikalträgern 7 senkrecht zur Grundplatte 2 verschieblich gelagert ist, was mit Pfeilen angedeutet ist. Hierdurch läßt sich das Sägeband 6 relativ zur Grundplatte 2 schräg einstellen, so daß auch schräge Schnitte, beispielswei¬ se zur Seitenranderhöhung einer Sohle 1 1 , gesetzt werden können.

In den Handgriffen 1 0 sind Schalter 1 2 für den elektrischen Antrieb der Bandsäge 5 angebracht.

Die Handhabung der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 ist denkbar einfach: Auf die Einspannvorrichtung 3 wird ein Schuh 4 derart aufgespannt, daß die Sohle 1 1 nach oben gerichtet parallel zur Grundplatte 2 angeordnet ist. Die Bandsäge 5 wird an den Handgriffen 1 0 gegriffen und in den Vertikalträ¬ gern 7 senkrecht zur Grundplatte 2 so eingestellt, daß deren Sägeband 6 gemäß dem gewünschten Schnitt relativ zur Sohle bzw. Absatz 1 1 des Schuhes 4 verläuft. Anschließend braucht der Schuhmacher die Bandsäge 5 an den Handgriffen 1 0 lediglich in Längsrichtung zu verschieben, was dank der Rollenführung mit den Rollen 8 und den Führungsschienen 9 bequem durchführbar ist. Dabei wird die Sohle bzw. der Absatz 1 1 durch das Säge¬ band 6 in Längsrichtung sauber aufgeschnitten. Auf diese Weise erspart die erfindungsgemäße Vorrichtung Zeit und mühsame Handarbeit. Darüber hin¬ aus ist die Schnittfläche sauber und bedarf höchstens einer geringen Nach¬ bearbeitung, so daß auch die abgetrennten Stücke der Lauffläche wieder¬ verwendet werden können.




 
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