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Title:
PROCESSING MACHINE COMPRISING A UNIT HAVING A STORAGE CONTAINER AND METHOD FOR OPERATING A STORAGE CONTAINER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/110807
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a processing machine, in particular a printing machine, comprising a unit having a storage container, and method for operating a storage container in a unit of a processing machine, in particular a printing machine, wherein the storage container comprises a roller (01) and a base (03) which delimit a storage chamber (04) for a medium, and wherein one or more sliders (06) are arranged along an edge of the base (03) to form, together with the roller (01), an outlet gap (13) for the medium. The invention is based on the problem of creating alternative processing machines having a unit and an alternative method for operating a storage container in a unit, more particularly a printing unit, of a processing machine. According to the invention, the problem is solved in that in the region of the slider(s) (06), pneumatic means are provided to seal the supply chamber (04) with respect to the medium.

Inventors:
PFORTE, Detlev (Waldstr. 32c, Radebeul, 01445, DE)
HALBACH, Lutz (Friedewaldstraße 11a, Coswig, 01640, DE)
TELLER, Jan (Bautzener Str. 121, Dresden, 01099, DE)
JENTZSCH, Peter (Nizzastr.16, Weinböhla, 01689, DE)
Application Number:
EP2018/083986
Publication Date:
June 13, 2019
Filing Date:
December 07, 2018
Export Citation:
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Assignee:
KOENIG & BAUER AG (Friedrich-Koenig-Str. 4, Würzburg, 97080, DE)
International Classes:
B41F31/04; B05C11/04; B41F9/06; B41F9/10; B41F22/00; B41F31/05; B41F31/06
Domestic Patent References:
WO2017121852A12017-07-20
WO2017121852A12017-07-20
Foreign References:
US4854234A1989-08-08
FR1416866A1965-11-05
DE102007003943A12008-07-31
DE8817107U11992-10-01
US4773327A1988-09-27
US4165688A1979-08-28
DE1961033A11971-10-07
DE3241124A11984-05-10
DE1269138B1968-05-30
Attorney, Agent or Firm:
KOENIG & BAUER AG (Lizenzen - Patente, Friedrich-Koenig-Str. 4, Würzburg, 97080, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Verarbeitungsmaschine, insbesondere Druckmaschine, mit einem Werk mit einem Vorratsbehälter,

wobei der Vorratsbehälter eine Walze (01 ) und einen Boden (03) umfasst, welche eine Vorratskammer (04) für ein Medium begrenzen, und

wobei ein oder eine Mehrzahl von Schiebern (06) entlang eines Randes des Bodens (03) angeordnet sind, um zusammen mit der Walze (01 ) einen Austrittsspalt (13) für das Medium zu bilden,

dadurch gekennzeichnet,

dass im Bereich des oder der Schieber (06) pneumatische Mittel zum Dichten der Vorratskammer (04) gegenüber dem Medium vorgesehen sind.

2. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 1 , wobei die pneumatischen Mittel den

Bereich des oder der Schieber (06) unterhalb des Bodens (03) außerhalb des Austrittspaltes (13) frei vom Medium halten.

3. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, wobei der oder die Schieber (06) und/oder Stirnwände (05) des Vorratsbehälters in unmittelbarem Kontakt mit dem Medium stehen.

4. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 1 , 2 oder 3, wobei die pneumatischen Mittel einen Spalt (25) zwischen Flanken (08) einer Stirnwand (05) und einem Schieber (06) und/oder Spalte (25) zwischen Flanken (08) von Schiebern (06) frei vom Medium halten.

5. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 1 , 2, 3 oder 4, wobei einander zugewandte Flanken (08) von Stirnwänden (05) und Schiebern (06) und/oder einander

zugewandte Flanken (08) von Schiebern (06) poliert sind.

6. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4 oder 5, wobei durch die

pneumatischen Mittel ein ein Eindringen des Mediums entgegenwirkender gegenüber dem Umgebungsdruck erhöhter Überdruck in Spalten (25) zwischen Schiebern (06) und/oder Spalten (25) zwischen Stirnwänden (05) und Schiebern (06) erzeugbar und/oder erzeugt ist.

7. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5 oder 6, wobei sich die

pneumatischen Mittel insbesondere ununterbrochen von einer die Vorratskammer (04) begrenzenden Stirnwand (05) zur gegenüberliegenden die Vorratskammer (04) begrenzenden Stirnwand (05) erstrecken.

8. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6 oder 7, wobei durch

Bohrungen (20, 21 ) in dem oder den Schiebern (06) und/oder in Stirnwänden (05) und in Schiebern (06) eine Druckgasleitung gebildet wird.

9. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8, wobei ein

Durchmesser von Bohrungen (20, 21 ) in Stirnwänden (05) und/oder in einem oder allen Schiebern (06) größer als eine Verstellbewegungsfreiheit des oder der Schieber (06) ist, derart, dass in jeder Stellung des oder der Schieber (06) die Bohrungen (20, 21 ) miteinander überlappen.

10. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 oder 9, wobei der oder die Schieber (06) jeweils einen um eine parallel zu einer Rotationsachse (02) der Walze (01 ) angeordnete Schwenkachse schwenkbaren Kopf (07) aufweisen.

1 1. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder 10, wobei

mehrere oder alle zwischen zwei Stirnwänden (05) angeordnete Schieber (06) baugleich und/oder von separaten Stelleinrichtungen (16) einzeln verlagerbar ausgebildet sind.

12. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 oder 1 1 , wobei der Vorratsbehälter ein Farbkasten, der Boden (03) ein Farbkastenboden (03), die Vorratskammer (04) eine Farbkammer (04) und die Walze (01 ) eine Duktorwalze (01 ) ist, wobei die Farbkammer von Stirnwänden (05) begrenzt ist und wobei eine

Mehrzahl von Farbschiebern (06) in zur Duktorwalze (01 ) radialer Richtung verstellbar sind, um die Breite des Farbaustrittsspalts (13) zonenweise zu steuern.

13. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 oder 12, wobei das Medium eine Druckfarbe, insbesondere UV-Druckfarbe, oder ein Lack, insbesondere UV-Lack, ist.

14. Verarbeitungsmaschine, insbesondere Offset-Druckmaschine, mit einem Druckwerk mit einem Farbkasten,

wobei der Farbkasten eine Duktorwalze (01 ), einen Farbkastenboden (03) und Stirnwände (05) umfasst, welche eine Farbkammer (04) für eine Druckfarbe begrenzen,

wobei der Farbkasten nach oben hin offen ist und

wobei ein oder eine Mehrzahl von Farbschiebern (06) entlang eines Randes des Farbkastenbodens (03) angeordnet sind, um zusammen mit der Duktorwalze (01 ) einen Farbaustrittsspalt (13) für die Druckfarbe zu bilden,

dadurch gekennzeichnet,

dass im Bereich des oder der Farbschieber (06) und/oder im Bereich einer Kante (26) zwischen einer Stirnwand (05) und der Duktorwalze (01 ) pneumatische Mittel zum Dichten der Farbkammer (04) gegenüber der Druckfarbe vorgesehen sind.

15. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 14, wobei der oder die Farbschieber (06) und/oder die Stirnwände (05) des Farbkastens in unmittelbarem Kontakt mit der Druckfarbe stehen.

16. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 14 oder 15, wobei durch die pneumatischen Mittel ein ein Eindringen der Druckfarbe entgegenwirkender gegenüber dem

Umgebungsdruck erhöhter Überdruck in Spalten (25) zwischen Farbschiebern (06) und/oder in Spalten (25) zwischen Stirnwänden (05) und Farbschiebern (06) und/oder in Spalten (27) zwischen Stirnwänden (05) und der Duktorwalze (01 ) erzeugbar und/oder erzeugt ist.

17. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 14, 15 oder 16, wobei sich die

pneumatischen Mittel insbesondere ununterbrochen von einer die Farbkammer (04) begrenzenden Stirnwand (05) zur gegenüberliegenden die Farbkammer (04) begrenzenden Stirnwand (05) erstrecken.

18. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 14, 15, 16 oder 17, wobei durch Bohrungen (20, 21 ) in dem oder den Farbschiebern (06) und/oder in den Stirnwänden (05) und im oder in Farbschiebern (06) eine Druckgasleitung gebildet wird.

19. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 , 12, 13, 14, 15, 16, 17 und/oder 18, wobei Spalte (25, 27) derart dimensioniert sind, dass ein

Druckabfall über diese Spalte (25, 27) auf einen Wert, insbesondere 25 %, begrenzt ist.

20. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 , 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18 und/oder 19, wobei Flanken (08) von Schiebern (06), insbesondere Farbschiebern (06), und/oder von Stirnwänden (05) und Schiebern (06),

insbesondere Farbschiebern (06), einander paarweise parallel gegenüberliegen.

21. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 , 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19 und/oder 20, wobei eine Druckgasleitung (20, 21 , 22) vorgesehen ist, über die wenigstens ein von sich gegenüberliegenden Flanken (08) zweier Schieber (06), insbesondere Farbschieber (06), begrenzter Spalt (25) mit Druckgas

beaufschlagbar ist.

22. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 1 1 , 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20 und/oder 21 , wobei eine Druckgasleitung (20, 21 , 22) Bohrungen (20) umfasst, die sich durch Schieber (06), insbesondere Farbschieber (06), hindurch von einer Flanke (08) zur Anderen erstrecken.

23. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21

und/oder 22, wobei Farbschieber (06) in einer Reihe zwischen Stirnwänden (05) eines Farbkastens angeordnet sind und ein von sich gegenüberliegenden Flanken (08) einer der Stirnwände (05) und eines der Farbschieber (06) begrenzter Spalt (25) über eine Druckgasleitung (20, 21 , 22) mit Druckgas beaufschlagbar ist.

24. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21 , 22 und/oder 23, wobei eine Druckgasleitung (20, 21 , 22) eine Bohrung (21 , 22) in wenigstens einer Stirnwand (05) eines Farbkastens umfasst.

25. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21 , 22, 23 und/oder 24, wobei der Farbkasten genau zwei Stirnwände (05) aufweist und/oder jede Stirnwand (05) Bohrungen (21 , 22) einer Druckgasleitung umfasst.

26. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21 , 22, 23, 24 und/oder 25, wobei der Farbkasten genau zwei einteilige Stirnwände (05) aufweist und in den Stirnwänden (05) Stichbohrungen (28) zur Versorgung einer in einer jeweiligen Dichtfläche (27) einer Stirnwand (05) zur Duktorwalze (01 ) angeordneten Nut (30) vorgesehen sind.

27. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10,11 , 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21 , 22, 24, 25 und/oder 26, wobei ein Spalt (27) zwischen einer Stirnwand (05) und der Walze (01 ), insbesondere Duktorwalze (01 ), an eine

Druckgasleitung (20, 21 , 22) angeschlossen ist.

28. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 , 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21 , 22, 23, 24, 25, 26 und/oder 27, wobei ein pneumatischer Steckverbinder (23) zum Versorgen einer Druckgasleitung (20, 21 , 22) an einer Stirnwand (05) des Vorratsbehälters, insbesondere Farbkastens, vorgesehen ist.

29. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 , 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21 , 22, 23, 24, 25, 26, 27 und/oder 28, wobei mehrere

pneumatische Anschlüsse, insbesondere Steckverbinder (23), an einer gemeinsamen Druckluftquelle angeschlossen sind.

30. Verarbeitungsmaschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 , 12, 13, 14, 15,

16, 17, 18, 19, 20, 21 , 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28 und/oder 29, wobei die Walze (01 ) oder Duktorwalze (01 ) im Betrieb der Verarbeitungsmaschine drehangetrieben ist.

31. Verfahren zum Betreiben eines Vorratsbehälters in einem Werk einer

Verarbeitungsmaschine, insbesondere Druckmaschine,

wobei eine Walze (01 ) und ein Boden (03) eine Vorratskammer (04) des

Vorratsbehälters für ein Medium begrenzen und

wobei ein oder eine Mehrzahl von Schiebern (06) entlang eines Randes des Bodens (03) angeordnet sind, um zusammen mit der Walze (01 ) einen Austrittsspalt (13) für das Medium zu bilden,

dadurch gekennzeichnet,

dass im Bereich des oder der Schieber (06) durch pneumatische Mittel Druckgas zum Dichten der Vorratskammer (04) gegenüber dem Medium eingepresst wird.

32. Verfahren nach Anspruch 31 , wobei das Druckgas den Bereich des oder der

Schieber (06) unterhalb des Bodens (03) außerhalb des Austrittspaltes (13) frei vom Medium hält.

33. Verfahren nach Anspruch 31 oder 32, wobei das Druckgas an verschiedenen Stellen (23) eingeleitet wird.

34. Verfahren nach Anspruch 31 , 32 oder 33, wobei das Druckgas zwischen einander paarweise gegenüberliegende Flanken (08) einer Stirnwand (05) und eines Schiebers (06) und/oder zwischen einander paarweise gegenüberliegende Flanken (08) von Schiebern (06) eingepresst wird.

35. Verfahren nach Anspruch 31 , 32, 33 oder 34, wobei durch das Druckgas einem

Eindringen des Mediums in Spalten (25) zwischen Schiebern (06) und/oder in Spalten (25) zwischen Stirnwänden (05) und Schiebern (06) entgegengewirkt wird.

36. Verfahren nach Anspruch 31 , 32, 33, 34 oder 35, wobei das Druckgas einen Spalt (25) zwischen Flanken (08) einer Stirnwand (05) und einem Schieber (06) und/oder Spalte (25) zwischen Flanken (08) von Schiebern (06) frei vom Medium hält.

37. Verfahren nach Anspruch 31 , 32, 33, 34, 35 oder 36, wobei durch das Druckgas einem Eindringen des Mediums in Spalten (27) zwischen Stirnwänden (05) und der Walze (01 ) entgegengewirkt wird.

38. Verfahren nach Anspruch 31 , 32, 33, 34, 35, 36 oder 37, wobei das Druckgas einen Spalt (27) zwischen einer Stirnwand (05) und der Walze (01 ) frei vom Medium hält.

39. Verfahren nach Anspruch 31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37 oder 38, wobei das Druckgas von einer Druckluftquelle oder einem Kompressor erzeugt wird.

40. Verfahren nach Anspruch 31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38 oder 39, wobei die Intensität und/oder die Wirkdauer des Druckgases eingestellt und/oder geändert werden kann.

41. Verfahren nach Anspruch 31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39 oder 40, wobei die

Intensität und/oder die Wirkdauer des Druckgases derart gewählt wird, dass an allen Spalten (25, 27) ein ausreichend großer Luftstrom entsteht.

42. Verfahren nach Anspruch 31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40 oder 41 , wobei das Druckgas über Bohrungen (20, 21 , 22, 28) und/oder Nuten (30) geführt wird.

43. Verfahren nach Anspruch 31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41 oder 42, wobei das Druckgas in jeder Stellung des oder der Schieber (06) durch einander

überlappende Bohrungen (20, 21 ) geführt wird.

44. Verfahren nach Anspruch 31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41 , 42 oder 43, wobei der oder die Schieber (06) während des anliegenden Druckgases zur Einstellung des Austrittsspaltes (13) verstellt werden.

45. Verfahren nach Anspruch 31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41 , 42, 43 oder 44, wobei der Vorratsbehälter ein Farbkasten, der Boden (03) ein Farbkastenboden (03), die Vorratskammer (04) eine Farbkammer (04) und die Walze (01 ) eine

Duktorwalze (01 ) ist, wobei eine Mehrzahl von Farbschiebern (06) in zur Duktorwalze (01 ) radialer Richtung verstellt werden, um die Breite des Farbaustrittsspalts (13) zonenweise zu steuern.

46. Verfahren nach Anspruch 31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41 , 42, 43, 44 oder 45, wobei mehrere Schieber (06) zur Einstellung des jeweiligen Austrittsspaltes (13) von separaten Stelleinrichtungen (16) einzeln verlagert werden.

47. Verfahren nach Anspruch 31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41 , 42, 43, 44, 45 oder 46, wobei der oder die Schieber (06) und/oder Stirnwände (05) in unmittelbarem Kontakt mit dem Medium stehen.

48. Verfahren nach Anspruch 31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41 , 42, 43, 44, 45, 46 oder 47, wobei durch das Werk eine Druckfarbe, insbesondere UV-Druckfarbe, oder ein Lack, insbesondere UV-Lack, verdruckt wird.

49. Verfahren nach Anspruch 31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41 , 42, 43, 44, 45,

46, 47 oder 48, wobei die Walze (01 ) während des Betriebes der Maschine um eine Achse (02) drehangetrieben ist.

50. Verfahren nach Anspruch 31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41 , 42, 43, 44, 45,

46, 47, 48 oder 49, wobei das Druckgas durch mindestens einen von einem

Steckverbinder (23) abnehmbaren Verbinder (24) zugeführt wird.

Description:
Verarbeitungsmaschine mit einem Werk mit einem Vorratsbehälter und Verfahren zum Betreiben eines Vorratsbehälters

Die Erfindung betrifft eine Verarbeitungsmaschine, insbesondere Druckmaschine, mit einem Werk mit einem Vorratsbehälter und ein Verfahren zum Betreiben eines Vorratsbehälters in einem Werk einer Verarbeitungsmaschine, insbesondere Druckmaschine.

Ein Farbkasten umfasst herkömmlicherweise eine Duktorwalze und einen Farbkastenboden, die eine im Betrieb mit Farbe, insbesondere UV-Druckfarbe, gefüllte Farbkammer begrenzen. Entlang eines unteren Rands des Farbkastenbodens sind in einer Reihe mehrere Farbschieber angeordnet, die zusammen mit der Duktorwalze am Farbkastenbogen der Farbkammer einen Spalt bilden, über den durch Drehung der Duktorwalze Farbe aus der Farbkammer herausgefördert wird. Der Abstand zwischen Farbschieber und Duktorwalze bestimmt die Dicke der aus der Farbkammer herausgeförderten Farbschicht. Dieser Abstand ist für jeden Farbschieber einzeln einstellbar, so dass eine Farbschicht von zonenweise variabler Dicke erhalten wird.

Da die Farbschieber in unmittelbarem Kontakt mit der Farbe in der Farbkammer stehen und gegeneinander beweglich sein müssen besteht die Möglichkeit, dass Farbe in einen Spalt zwischen einem Seitenteil und einem Farbschieber oder zwischen zwei Farbschiebern eindringt und die bei einem Wechsel der Farbe nötige Reinigung des Farbkastens erschwert oder sogar die Verstellung der Farbschieber behindert. Um dies zu verhindern werden derzeit die Farbschieber bei der Montage gefettet, so dass Fett in den Spalten zwischen den Seitenteilen und Farbschiebern und zwischen den Farbschiebern der Farbe den Weg versperrt. Da das Fett im Laufe der Zeit in die Farbe übergeht, ist regelmäßiges Nachfetten erforderlich. Aus DE - Gbm 69 47 168 bzw. DE - OS 1 961 033 ist eine Dichtvorrichtung an Farbwalzen für Druckmaschinen bekannt, wobei zwischen einem feststehenden Dichtrahmen und einer Duktorwalze eine Dichtfläche mit ringförmiger Ausnehmung für einen Farbübertritt verhindernde Luft unter Überdruck vorgesehen ist.

Aus der DE 32 41 124 A1 ist ein Farbabteilkeil in einem Farbkasten einer Rotationsdruckmaschine bekannt, wobei eine einer Farbkastenwalze angepasste abdichtende Stirnseite mit einer Längsnut versehen ist, in der Bohrungen münden, welche über Schläuche an eine Druckluftquelle angeschlossen sind.

Aus der WO 2017/121852 A1 ist ein Dichtungselement für eine Rakelkammer einer Flexodruckmaschine bekannt, wobei eine an einem Walzenkörper anliegende Dichtungsfläche eine Strömungsaustrittsöffnung aufweist, an der im Betrieb der Maschine ein Überdruck eines Fluides derart aufbaubar ist, dass das Fluid zwischen Dichtungsfläche und Walzenkörper einen dichtenden Strömungsfilm bildet.

Aus der DE - AS 1 269 138 ist ein Farbkasten für eine Druckmaschine mit einem biegsamen Farbmesser bekannt, wobei unterhalb des Farbmessers ein sich längs des Farbmessers erstreckender pneumatisch betätigbarer Körper angebracht ist und wobei über einzeln einstellbare Elemente jeweils örtlich eine dem pneumatischen Druck entgegenwirkende Kraft erzeugbar ist.

Mit den genannten Lösungen kann eine Dichtwirkung im Bereich von Schiebern, insbesondere Farbschiebern, bzw. zwischen Schiebern und Seitenwänden nicht erzielt werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, alternative Verarbeitungsmaschinen mit einem Werk bzw. ein alternatives Verfahren zum Betreiben eines Vorratsbehälters in einem Werk, insbesondere Druckwerk, einer Verarbeitungsmaschine zu schaffen. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen eines unabhängigen Vorrichtungsanspruches oder durch ein Verfahren mit den Merkmalen des unabhängigen Verfahrensanspruches gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen.

Die Erfindung hat den Vorteil, dass eine alternative Verarbeitungsmaschine, insbesondere Druckmaschine, mit einem Werk mit einem Vorratsbehälter bzw. ein alternatives Verfahren zum Betreiben eines Vorratsbehälters in einem Werk, insbesondere Druckwerk, bereitgestellt wird. Es wird insbesondere eine Verarbeitungsmaschine, insbesondere Bogen- und/oder Offsetdruckmaschine, mit einem entsprechenden Werk, insbesondere Druckwerk, bereitgestellt.

Eine Verarbeitungsmaschine, insbesondere Bogen- und/oder

Offsetrotationsdruckmaschine, weist mindestens ein Werk, insbesondere Druck- oder Lackwerk, zur Verarbeitung von Substraten auf. Bevorzugt weist die Maschine mehrere solcher beispielsweise baugleichen Werke zur sukzessiven Verarbeitung von transportiertem Substrat auf. In einem solchen Werk ist ein Vorratsbehälter angeordnet, welcher eine Walze und einen Boden umfasst, welche gemeinsam eine Vorratskammer für ein dem Substrat zuzuführendes Medium begrenzen. Über einen oder eine Mehrzahl von entlang eines Randes des Bodens angeordnete Schieber wird zusammen mit der Walze ein Austrittsspalt für das Medium gebildet, durch welchen das Medium beispielsweise über ein Verteilsystem auf das Substrat auftragbar ist bzw. aufgetragen wird.

Dabei sind im Bereich des oder der Schieber bzw. von Stirnseiten pneumatische Mittel zum Dichten des Vorratsbehälters bzw. der Vorratskammer gegenüber dem im Vorratsbehälter befindlichen Medium vorgesehen. Bevorzugt können die pneumatischen Mittel den Bereich des oder der Schieber unterhalb des Bodens insbesondere außerhalb des Austrittspaltes bzw. Dichtflächen von Stirnseiten frei vom Medium halten. Besonders bevorzugt halten die pneumatischen Mittel einen Freiraum zwischen Flächen einer Seitenfläche und einem Schieber und/oder Freiräume zwischen Flächen von Schiebern frei vom Medium. Dabei kann durch die pneumatischen Mittel ein Überdruck erzeugt werden, wobei dieser Druck ein oberhalb des Umgebungsdruckes liegender Druck ist. Dieser Überdruck wird so ausgelassen bzw. freigesetzt, dass dieser ein Eindringen des Mediums, insbesondere von Druckfarbe bzw. UV-Druckfarbe, in die Freiräume, insbesondere Spalte, reduziert bzw. verhindert. Die pneumatischen Mittel erstrecken sich dabei besonders bevorzugt ununterbrochen über den oder alle vorgesehenen Schieber zwischen den die Vorratskammer begrenzenden Seitenwänden.

Bevorzugt wird eine Verarbeitungsmaschine, insbesondere Bogen- bzw. Offsetrotationsdruckmaschine, mit einem oder mehreren Druckwerken ausgebildet, in dem oder in welchen jeweils ein Farbkasten angeordnet ist. Ein Farbkasten weist neben einer Duktorwalze insbesondere einen Farbkastenboden und zwei Seitenteile auf, welche gemeinsam eine nach oben offene Farbkammer bilden. Das heißt, dass im Farbkasten lediglich ein einziger Spalt für die Druckfarbe zur Duktorwalze gebildet ist, also insbesondere kein gegenüberliegendes Schließrakel vorgesehen ist. Bevorzugt sind dabei eine Mehrzahl von Farbschiebern entlang des der Duktorwalze zugewandten Farbkastenbodens ausgebildet, welche zusammen mit der Duktorwalze einen Farbaustrittsspalt bilden. Im Bereich des oder bevorzugt der Farbschieber und/oder im Bereich eines Spaltes zwischen einer Stirnwand und der Duktorwalze sind dabei pneumatische Mittel zum Dichten des Farbkastens bzw. der Farbkammer gegenüber der im Farbkasten befindlichen Druckfarbe vorgesehen. Die pneumatischen Mittel können dabei durch eine Druckgasleitung gebildet sein, beispielsweise zusammenwirkende Bohrungen sein.

Insbesondere vorteilhaft ist, dass durch ein bevorzugt kontinuierliches Einpressen von Druckgas, insbesondere Druckluft, in Spalte zwischen den Farbschiebern ein dynamischer Gegendruck aufgebaut werden kann, der dem hydrostatischen Druck der Farbe, speziell von UV-Druckfarbe, in einem Farbkasten entgegenwirkt und deren Eindringen in die Spalte zu verhindern vermag. Die Beaufschlagung mit Druckgas kann ein Einfetten der Farbschieber überflüssig machen und so den Arbeitsaufwand für die Wartung des Farbkastens erheblich verringern.

Eine Druckgasleitung kann bevorzugt zu einem großen Teil durch Bohrungen gebildet sein, die sich durch die Farbschieber hindurch von einer Flanke zur Anderen erstrecken. Die Flanken der Schieber, insbesondere Farbschieber, sind dabei bevorzugt sich parallel gegenüberliegend angeordnet. Indem die Bohrungen von einem Farbschieber zum Anderen miteinander überlappen, wird eine durchgehende Leitung bzw. Druckgasleitung gebildet.

Wenn ein oder mehrere Farbschieber in einer Reihe zwischen Stirnwänden des Farbkastens angeordnet sind, kann ein von sich gegenüberliegenden insbesondere parallelen Flanken einer der Stirnwände und des Farbschiebers begrenzter Spalt über eine oder die Druckgasleitung mit Druckgas beaufschlagt und dadurch frei von Farbe gehalten werden.

Die Druckgasleitung kann eine Bohrung in wenigstens einer Stirnwand des Farbkastens umfassen. Die Stirnwand ist gut geeignet, um dort einen Versorgungsanschluss für die Zufuhr des Druckgases zu platzieren.

Ein solcher Versorgungsanschluss kann insbesondere durch einen pneumatischen Steckverbinder gebildet sein.

Im Folgenden soll die Erfindung beispielhaft erläutert werden. Die dazugehörigen Zeichnungen stellen dabei schematisch dar: Fig. 1 : einen schematischen Schnitt I - I durch einen Farbkasten entlang einer ersten zur Achse der Duktorwalze senkrechten Ebene;

Fig. 2: einen schematischen Schnitt II - II durch einen Farbkasten entlang einer zweiten zur Achse der Duktorwalze senkrechten Ebene;

Fig. 3: einen Teilschnitt durch einen Farbkasten entlang einer von der

Achse der Duktorwalze aufgespannten Ebene;

Fig. 4: Ausführung einer bedienseitigen Stirnwand eines Farbkastens;

Fig. 5: Ausführung einer antriebsseitigen Stirnwand eines Farbkastens.

Im Falle einer nicht weiter dargestellten bogenverarbeitenden Maschine, beispielsweise einer Bogenoffsetrotationsdruckmaschine speziell in Aggregat- und Reihenbauweise, können ein oder mehrere Druckwerke und ggf. ein oder mehrere Lackwerke vorgesehen sein, in denen entsprechende Vorratsbehälter angeordnet sind. Insbesondere kann in einem jeweiligen Druckwerk ein Vorratsbehälter als Farbkasten ausgeführt sein, welcher eine Duktorwalze 01 , Seitenwände und einen Farbkastenboden 03 umfasst, welche gemeinsam eine nach oben hin offene Farbkammer 04 für Druckfarbe, insbesondere UV- Druckfarbe, begrenzen. Weiter kann aber auch eine Abdeckung oder ähnliches über dem Farbkasten vorgesehen sein. Bevorzugt weist die Maschine Trockner für die auf das Substrat, insbesondere Bedruckstoff, beispielsweise Bogen oder Bahnen aus Papier, Folie o. ä., aufgebrachte Druckfarbe auf. Insbesondere sind UV-Trockner bzw. UV- Zwischentrockner in der Maschine zum Trocknen bzw. Aushärten der bevorzugt eingesetzten UV-Druckfarbe vorgesehen.

Über mindestens einen bevorzugt aber eine Mehrzahl von entlang des Randes des Farbkastenbodens 03 angeordnete Farbschieber 06 des Farbkastens wird dabei zusammen mit der Duktorwalze 01 ein Farbaustrittsspalt 13 für die Druckfarbe gebildet, durch welchen die Druckfarbe beispielsweise über einen Walzenstuhl im Druckwerk zu einem Form- bzw. Plattenzylinder gefördert wird. Beispielsweise können bei einer mittelformatigen Maschine in etwa fünfunddreißig Farbschieber 06 nebeneinander in einer Reihe angeordnet sein, so dass entsprechend viele einzeln steuerbare Farbzonen gebildet werden. Bei großformatigen Maschinen können mehr Farbschieber 06, beispielsweise bis zu neunundvierzig oder mehr Farbschieber 06, zum Einsatz kommen.

Beispielsweise kann das Farbwerk im Druckwerk als Filmfarbwerk oder bevorzugt als Heberfarbwerk ausgebildet sein, wobei die Duktorwalze 01 (auch Farbkastenwalze genannt) mit einer Farbheberwalze zusammenwirkt, welche die Druckfarbe auf die folgenden Walzen des Walzenstuhles überträgt. Die Walzen des Walzenstuhles können bekannte Reib- und Changierwalzen aufweisen, die die Druckfarbe möglichst gleichmäßig verteilen. Der Walzenstuhl kann weiterhin mit dem Plattenzylinder in Oberflächenkontakt stehende Farbauftragwalzen enthalten, die die Druckfarbe auf eine auf den Plattenzylinder gespannte Druckplatte übertragen. Weiter kann das Farbwerk auch als Färb- und Feuchtwerk mit einem Feuchtwerk ausgeführt sein. Beispielsweise kann die Duktorwalze 01 einen eigenen Antrieb zum Antreiben dieser im Druckbetrieb aufweisen. Insbesondere kann dieser Antriebe als Duktor-Einzelantrieb ausgebildet sein, welcher alleinig die Duktorwalze 01 rotatorisch antreibt. Dabei kann der Einzelantrieb die Duktorwalze 01 auch mittels Übersetzungsgetriebe antreiben.

Die Fig. 1 zeigt beispielweise einen Farbkasten für eine Druckmaschine, insbesondere Bogendruckmaschine beispielsweise wie oben beschrieben, umfassend eine Duktorwalze 01 , die um eine zur Ebene der Figuren 1 und 2 senkrechte Achse 02 im Uhrzeigersinn drehangetrieben ist, und einen zur Duktorwalze 01 hin abschüssigen Farbkastenboden 03. Duktorwalze 01 und Farbkastenboden 03 bilden die Längsseiten einer Farbkammer 04. Stirnseiten der Farbkammer 04 sind durch Stirnwände 05 gebildet, in einer dieser Stirnwände 05 erstreckt sich die Schnittebene II - II der Figur 2. Die Stirnwände 05, der Farbkastenboden 03 und/oder Farbschieber 06 des Farbkastens können in unmittelbarem Kontakt mit der Druckfarbe, insbesondere UV-Druckfarbe, stehen. Alternativ kann ein oder können mehrere oder alle dieser Elemente mittelbar beispielsweise über eine Folie o. ä. im Farbkasten mit der Farbe in Kontakt stehen. Entlang des unteren, der Duktorwalze 01 zugewandten Randes des Farbkastenbodens 03 ist mindestens ein und sind insbesondere mehrere Farbschieber 06 bevorzugt in einer Reihe angeordnet. Die Farbschieber 06 haben beispielsweise jeweils einen in etwa quaderförmigen Kopf 07 mit einer schräg auf die Duktorwalze 01 zulaufenden Stirnseite und zwei senkrecht zur Achse 02 orientierten Flanken 08 (siehe Figur 3) und einen sich radial von der Achse 02 fort erstreckenden Schaft 09. Die Köpfe 07 der Farbschieber 06 sind beispielsweise in einer sich in Richtung der Achse 02 erstreckenden Rinne 10 am unteren Rand des Farbkastenbodens 03 aufgenommen, der Durchmesser der Schäfte 09 ist kleiner als der Abstand zwischen den Flanken 08 eines Kopfes 07, die Schäfte 09 verlaufen in Bohrungen 11 , die sich vom Boden der Rinne 10 radial von der Achse 02 fort erstrecken.

Eine Stirnseite eines jeden Kopfes 07 steht in unmittelbarem Kontakt mit der Farbe der Farbkammer 04. Eine der Duktorwalze 01 zugewandte Kante dieser Stirnseite ist bevorzugt durch eine Leiste 12 aus verschleißfestem Material wie etwa Hartmetall gebildet. Die Breite eines Farbaustrittsspalts 13 zwischen der Leiste 12 und der Duktorwalze 01 beträgt wenige 10 pm. Mit Einstellung des Abstandes der Leiste 12 zur Mantelfläche der Duktorwalze 01 (Farbaustrittsspalt 13) wird damit die Schichtdicke der aus dem Farbkasten austretenden Druckfarbe in der betreffenden Farbzone gestellt. Bevorzugt können einige oder alle Köpfe 07 bzw. Farbschieber 06 baugleich ausgeführt sein.

In der Bohrung 11 ist insbesondere eine Feder 14 untergebracht, die eine von der Achse 02 fort gerichtete Kraft auf den Farbschieber 06 ausübt und den Farbschieber 06 im Anschlag an einer Stelleinrichtung 16 hält. Bei der Feder 14 kann es sich insbesondere um eine sich um den Schaft 09 herum erstreckende und zwischen einer Schulter der Bohrung 11 und einem auf den Schaft 09 aufgesteckten Sprengring 15 eingespannte Schraubenfeder handeln. Die Stelleinrichtung 16 eines jeden Farbschiebers 06 ist unabhängig von den anderen Stelleinrichtungen 16 betätigbar, um die Breite des Farbaustrittsspalts 13 zonenweise steuern zu können. Im hier gezeigten Fall umfasst die Stelleinrichtung 16 einen exzentrisch um eine zur Achse 02 parallele Achse 17 drehbaren Zapfen 18, der in eine Gabel 19 am dem Kopf 07 gegenüberliegenden Ende des Schafts 09 eingreift. Alternativ kann die Stelleinrichtung 16 eine Stellbewegung aber auch anderweitig, beispielsweise über eine konturierte Oberfläche, auf den Farbschieber 06 übertragen. Insbesondere kann eine Stelleinrichtung 16 einen Farbschieber 06 um ein parallel zur Achse 02 bzw. Rotationsachse der Duktorwalze 01 angeordnete Schwenkachse verlagern bzw. verschwenken.

Durch die Köpfe 07 der Farbschieber 06 erstreckt sich parallel zur Achse 02 bzw. Rotationsachse der Duktorwalze 01 eine Bohrung 20. Der Durchmesser der Bohrung 20 kann größer sein als die Verstellbewegungsfreiheit der Farbschieber 06, um sicherzustellen, dass in jeder Stellung, die die Farbschieber 06 relativ zueinander einnehmen können, ihre Bohrungen 20 überlappen.

Wie in Fig. 3 zu sehen, überlappen die Bohrungen 20 auch mit einer axialen Bohrung 21 in wenigstens einer Stirnwand 05. Diese axiale Bohrung 21 kommuniziert mit einer in der Schnittebene der Figur 2 verlaufenden Bohrung 22. Die Bohrung 22 endet hier beispielsweise an einem pneumatischen Steckverbinder 23 an einem von der Achse 02 abgewandten Rand der Stirnwand 05. Die Bohrungen 20, 21 , 22 bilden gemeinsam eine Druckgasleitung. Der Steckverbinder 23 ist vorgesehen, um daran über einen komplementären Verbinder 24 eine Druckluftquelle wie etwa einen Kompressor anzuschließen. Die pneumatische Verbindung kann aber alternativ auch an anderer Stelle bzw. mit entsprechend geeigneten Anschlüssen erfolgen. Die Druckluftquelle kann dabei beispielsweise einen Druck von zumindest annähernd zwei bar am Farbkasten zur Verfügung stellen. Die Flanken 08 der Farbschieber 06 sowie die einem Farbschieber 06 gegenüberliegende Innenseiten der Stirnwände 05 sind bevorzugt poliert, um die Breite von Spalten 25 zwischen den Köpfen 07 sowie zwischen einer Stirnwand 05 und dem an sie angrenzenden Kopf 07, und damit die Neigung der Farbe in der Farbkammer 04, in die Spalte 25 einzudringen, zu minimieren. Vollständig unterdrücken lässt sie sich auf diese Weise in der Regel nicht, da Kapillarkräfte das Eindringen in die Spalte 25 begünstigen. Indem jedoch die Bohrungen 20 über die Bohrungen 22, 21 mit Pressluft beaufschlagt werden, wird in den Spalten 25 ein jeweils von den Bohrungen 20 radial nach außen gerichteter Luftstrom aufrechterhalten, der einen dem Eindringen der Farbe entgegenwirkenden Überdruck in den Spalten 25 erzeugt. Weiterbildend kann der im Spalt 25 austretende Luftstrom insbesondere durch Formgebung des Kopfes 07 auch gerichtet bzw. zumindest bereichsweise begrenzt werden.

Der Luftstrom ist umso stärker, je breiter der Spalt 25 ist, so dass eine Restwelligkeit der einander gegenüberliegenden polierten Flanken 08 automatisch durch einen verstärkten Luftstrom ausgeglichen wird. Die Anforderungen an die Ebenheit der Flanken 08 können daher geringer sein als bei einem Farbkasten mit durch eine stationäre Fettschicht abgedichteten Spalten 25.

Die Stirnwände 05 haben jeweils eine als Dichtfläche wirkende konkave Kante 26, die der Mantelfläche der Duktorwalze 01 gegenüberliegt. Wie zwischen den Farbschiebern 06 sollte ein Spalt 27 zwischen dieser Kante 26 und der Mantelfläche möglichst eng sein, um einem Eindringen der Farbe in den Spalt 27 entgegenzuwirken. Einer bevorzugten Ausgestaltung zufolge erstreckt sich zwischen dieser Kante 26 und der Bohrung 22 innerhalb der Stirnwand 05 eine Stichbohrung 28, über die Pressluft auch dem Spalt 27 zugeführt wird. Da die Drehung der Duktorwalze 01 die Ausbreitung der Luft im Spalt 27 in Drehrichtung begünstigt, kann sich ein Ausgangspunkt 29 der Stichbohrung 28 an einem oberen Ende der Kante 26 befinden. An der Kante 26 kann eine sich in Umfangsrichtung erstreckende Nut 30 vorgesehen sein, um die Verteilung der Pressluft entlang der Kante 26 zu begünstigen und den Spalt 27 insbesondere in der Nähe seines unteren Endes, in großer Entfernung vom Ausgangspunkt 29 der Stichbohrung 28, frei von Farbe zu halten.

Um die Fertigung der Stirnwände 05 zu vereinfachen, können beide mit identischen Bohrungen 21 , 22, 28 versehen sein. Die axiale Bohrung 21 erstreckt sich von einer Hauptoberfläche der Stirnwand 05 zur anderen und ist an ihrem jeweils von den Farbschiebern 06 abgewandten Ende mit einem Verschluss 31 versehen. Dann können außerdem die Bohrungen 20 der Farbschieber 06 von beiden Seiten her mit Druckluft beaufschlagt werden. Dies kann nötig sein, um in dem Fall, dass die Bohrungen 20 so schmal sind oder der Überlapp zwischen ihnen so klein ist, dass bei Versorgung über nur eine Stirnwand 05 in den Bohrungen 20 über die Länge der Anordnung von Farbschiebern 06 hinweg ein merklicher Druckabfall auftreten würde, eine ausreichende Versorgung aller Spalte 25 und/oder Spalte 27 mit Druckluft sicherzustellen.

Vorzugsweise sollte der Luftabfluss aus den Bohrungen 20 über die Spalte 25 bzw. Spalte 27 jedoch so gering sein, dass entlang der Bohrungen 20 kein nennenswerter Druckabfall auftritt, nicht zuletzt, um zu vermeiden, dass innerhalb der Farbe der Farbkammer 04 Luftblasen aufsteigen, die, wenn sie den Farbaustrittsspalt 13 passieren, zu Schwankungen der Farbschichtdicke führen könnten. Beispielsweise können die zwischen zwei Stirnwänden 05 angeordnete Spalte 25 und/oder zwischen Stirnwänden 05 und Duktorwalze 01 angeordnete Spalte 27 derart dimensioniert sein, dass ein Druckabfall über die Spalte 25, 27 auf einen Wert, insbesondere 25 %, begrenzt ist.

Die Fig. 4 zeigt eine Ausführung einer Stirnwand 05 eines Farbkastens in einem Druckwerk einer Verarbeitungsmaschine, insbesondere einer Offsetdruckmaschine, bevorzugt einer Bogenoffsetrotationsdruckmaschine in Aggregat- und Reihenbauweise, beispielsweise wie oben beschrieben. Die Stirnwand 05 kann beispielsweise auf der Bedienseite der Maschine angeordnet sein und die Farbkammer 04 des Farbkastens begrenzen. Die Stirnwand 05 weist eine Bohrung 22 auf, die mit einer Bohrungen 20 von Farbschiebern 06 versorgenden Bohrung 21 korrespondiert. Die Bohrung 21 ist hier lediglich in der den Farbschiebern 06 zugewandten Flanke 08 der Stirnwand 05 angeordnet, mitunter nicht durchgehend ausgeführt.

Winklig, insbesondere orthogonal, zur Bohrung 22 ist eine weitere Bohrung, insbesondere eine Stichbohrung 28, vorgesehen, welche mit einer weiteren Bohrung einen Ausgangspunkt 29 für eine Nut 30 in der zur Duktorwalze 01 weisenden Dichtungsfläche, insbesondere der zur Duktorwalze 01 weisenden Kante 26, der Stirnwand 05 bildet. Die Nut 30 verläuft hier insbesondere entlang der konkaven Kante 26 der Stirnwand 05. Der Ausgangspunkt 29 wird insbesondere in etwa mittig zur Nut 30 angeordnet, so dass sich der Unterdrück vom Ausgangspunkt 29 gleichmäßig entlang der Nut 30 ausbildet. Die Nut 30 kann beispielsweise eine insbesondere gleichmäßige Tiefe und/oder Breite von annähernd 3 mm aufweisen. Die Nut 30 kann an einem Ende oder bevorzugt an beiden Enden mit einem Krümmungsradius beispielsweise von 10 mm ausgeführt sein. Die den Ausgangspunkt 29 bildende Bohrung kann in der dargestellten Ausführungsform in einem Winkel von zumindest annähernd 20° zur Horizontalen in der Stirnwand 05 eingebracht sein und/oder einen Durchmesser von zumindest annähernd 3 mm aufweisen.

Die Stirnwand 05 kann eine weitere Bohrung aufweisen, wie hier im Schnitt A-A gezeigt. Diese Bohrung kann zusätzlich oder alternativ zur pneumatischen Versorgung der Bohrung 22 der Stirnwand eingesetzt werden. Wird diese Bohrung zur pneumatischen Versorgung eingesetzt wird bevorzugt die Eingangsöffnung der Bohrung 22 verschlossen. Die Eingangsöffnung der gemäß Schnitt B-B gezeigten Stichbohrung 28 wird im Betrieb der Maschine ebenfalls verschlossen.

Die Fig. 5 zeigt eine Ausführung einer Stirnwand 05 insbesondere des Farbkastens wie oben beschrieben. Die Stirnwand 05 kann beispielsweise auf der Antriebsseite der Maschine angeordnet sein und die Farbkammer 04 des Farbkastens begrenzen. Die Stirnwand 05 weist eine Bohrung 22 auf, die mit einer Bohrungen 20 von Farbschiebern 06 versorgenden Bohrung 21 korrespondiert. Die Bohrung 21 ist hier lediglich in der den Farbschiebern 06 zugewandten Flanke 08 der Stirnwand 05 angeordnet, mitunter nicht durchgehend ausgeführt.

Winklig, insbesondere orthogonal, zur Bohrung 22 ist eine weitere Bohrung, insbesondere eine Stichbohrung 28, vorgesehen, welche mit einer weiteren Bohrung einen Ausgangspunkt 29 für eine Nut 30 in der zur Duktorwalze 01 weisenden Dichtungsfläche, insbesondere der zur Duktorwalze 01 weisenden Kante 26, der Stirnwand 05 bildet. Die Nut 30 verläuft hier insbesondere entlang der konkaven Kante 26 der Stirnwand 05. Der Ausgangspunkt 29 wird insbesondere in etwa mittig zur Nut 30 angeordnet, so dass sich der Unterdrück vom Ausgangspunkt 29 gleichmäßig entlang der Nut 30 ausbildet. Die Nut 30 kann beispielsweise eine insbesondere gleichmäßige Tiefe und/oder Breite von annähernd 3 mm aufweisen. Die Nut 30 kann an einem Ende oder bevorzugt an beiden Enden mit einem Krümmungsradius beispielsweise von 10 mm ausgeführt sein. Die den Ausgangspunkt 29 bildende Bohrung kann in der dargestellten Ausführungsform in einem Winkel von zumindest annähernd 20° zur Horizontalen in der Stirnwand 05 eingebracht sein und/oder einen Durchmesser von zumindest annähernd 3 mm aufweisen.

Die Stirnwand 05 kann eine weitere Bohrung aufweisen, wie hier im Schnitt A-A gezeigt. Diese Bohrung kann zusätzlich oder alternativ zur pneumatischen Versorgung der Bohrung 22 der Stirnwand eingesetzt werden. Wird diese Bohrung zur pneumatischen Versorgung eingesetzt wird bevorzugt die Eingangsöffnung der Bohrung 22 verschlossen. Die Eingangsöffnung der gemäß Schnitt B-B gezeigten Stichbohrung 28 wird im Betrieb der Maschine ebenfalls verschlossen.

Die beiden Stirnwände 05 können sich beispielsweise jeweils seitlich dem Farbkastenboden 03 anschließen und dabei mit dem Farbkastenboden 03 und der Duktorwalze 01 die nach oben offene Farbkammer 04 bilden, in welcher das Medium, insbesondere die Druckfarbe, speziell UV-Druckfarbe, gehalten wird. Der Farbkasten umfasst dabei bevorzugt genau die zwei Stirnwände 05, welche insbesondere einteilig ausgebildet bzw. einstückig sind.

Über pneumatische Anschlüsse, beispielsweise die Steckverbinder 23, wird insbesondere beiden Stirnwänden 05 Druckgas, insbesondere Druckluft, zugeführt. Das Druckgas, insbesondere die Druckluft, kann beispielsweise durch einen oder zwei vom Steckverbinder 23 abnehmbare Verbinder 24 zugeführt werden. Dabei kann beidseitig ein Druck von beispielsweise konstant etwa zwei bar angelegt werden. Weiter kann aber bei Bedarf auch die Intensität und/oder die Wirkdauer des Druckgases, insbesondere der Druckluft, eingestellt und/oder geändert werden. Insbesondere wird aber die Intensität und/oder die Wirkdauer des Druckgases, insbesondere der Druckluft, derart gewählt, dass an allen Spalten 25, 27 des Vorratsbehälters, insbesondere Farbkastens, ein ausreichend großer Luftstrom entsteht, der dichtend gegenüber dem Medium, insbesondere der Druckfarbe, wirkt.

Dabei können auch der oder die Schieber, insbesondere Farbschieber 06, während des anliegenden Druckgases, insbesondere der Druckluft, zur Einstellung des Austrittsspaltes 13 verstellt werden. Bei mehreren Schiebern, insbesondere Farbschiebern 06, werden diese zur Einstellung des jeweiligen Austrittsspaltes 13 von separaten Stelleinrichtungen 16 einzeln verlagert, wobei die Walze, insbesondere Duktorwalze 01 , während des Betriebes der Maschine um die Achse 02 drehangetrieben ist.

Bezugszeichenliste

01 Duktorwalze 02 Achse

03 Farbkastenboden 04 Farbkammer 05 Stirnwand 06 Farbschieber 07 Kopf

08 Flanke

09 Schaft

10 Rinne

1 1 Bohrung

12 Leiste

13 Farbaustrittsspalt

14 Feder

15 Sprengring

16 Stelleinrichtung

17 Achse

18 Zapfen

19 Gabel

20 Bohrung

21 Bohrung

22 Bohrung

23 Steckverbinder

24 Verbinder

25 Spalt

26 Kante

27 Spalt Stichbohrung Ausgangspunkt Nut

Verschluss