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Title:
PROCESSING MACHINE FOR SIX-SIDED PROCESSING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/034530
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a processing machine (1) for processing preferably plate-shaped workpieces in a processing chamber, comprising a machine frame, a unit (3) which is movably arranged on the machine frame and which comprises an upper and a lower pressure beam (4a, 4b) for guiding and holding a workpiece and upper and lower processing tools (5a, 5b), a conveyor device (10) arranged on a longitudinal side of the machine frame, wherein at least one conveyor element (12) is guided on the conveyor device (10), as well as a gripping device (13), preferably comprising two pincers, which is attached to at least one conveyor element (12). A processing unit (14, 15, 16) is attached to at least one conveyor element (12), and the pressure beams (4a, 4b) holding a workpiece can perform a movement in the direction of the processing unit (14, 15, 16, 17) during a processing.

Inventors:
HEIMANN, Reinhard (Ossietzkystrasse 57, Gütersloh, 33332, DE)
ALBERS, Jürgen (Overbergstrasse 74, Oelde, 59302, DE)
Application Number:
EP2009/055925
Publication Date:
April 01, 2010
Filing Date:
May 15, 2009
Export Citation:
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Assignee:
WEEKE BOHRSYSTEME GMBH (Benzstrasse 10-16, Herzebrock-Clarholz, 33442, DE)
HEIMANN, Reinhard (Ossietzkystrasse 57, Gütersloh, 33332, DE)
ALBERS, Jürgen (Overbergstrasse 74, Oelde, 59302, DE)
International Classes:
B23Q7/04; B23Q39/02; B27C9/04; B27F4/00
Attorney, Agent or Firm:
SIEGERT, Georg et al. (Hoffmann · Eitle, Arabellastrasse 4, München, 81925, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Bearbeitungsmaschine (1) zum Bearbeiten von bevorzugt plattenformigen Werkstucken m einem Bearbeitungsraum, wobei die Bearbeitungsmaschine aufweist:

ein Maschmengestell,

eine am Maschmengestell beweglich angeordnete Einheit (3), welche Einheit (3) einen oberen und einen uπieren Druckbalken {4a, 4b) zum Fuhren und Halten eines Werkstücks sowie obere und untere Bearbeitungswerkzeuge {5a, 5b) aufweist,

eine an einer Längsseite des Maschmengestells angeordnete Fordereinrichtung (10), wobei an der Fordereinrichtung (10) zumindest ein Forderelement (12) gefuhrt wird,

eine Greifeinrichtung (13), bevorzugt zwei Zangen, welche an zumindest einem Forderelement (12) angebracht ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

an zumindest einem Forderelement {12) ein Bearbeitungsaggregat (14, 15, 16) angebracht ist, und die ein Werkstuck haltenden Druckbalken (4a, 4b) wahrend einer Bearbeitung eine Bewegung m Richtung des Bearbeitungsaggregats (14, 15, 16, 17) durchfuhren können.

2. Bearbeitungsmaschine (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an zumindest einem Forderelement {12} ein Bearbeitungsaggregat (14, 15, 16) und mindestens eine Greifeinrichtung (13) angebracht ist.

3. Bearbeitungsmaschine (1) gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Förderelement

(12) entlang zumindest einer Förderschiene (11) der Fördereinrichtung (10) geführt wird.

4. Bearbeitungsmaschine (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis

3, dadurch gekennzeichnet r dass mindestens ein Bearbeitungsaggregat (14, 15, 16) in zumindest einer Richtung (Z) bezüglich des entsprechenden Förderelements (12} beweglich ist.

5. Bearbeitungsmaschine (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis

4, dadurch gekennzeichnet, dass das Bearbeitungsaggregat (14, 15, 16) um zumindest eine Achse (x, y, z) bezüglich des entsprechenden Förderelements (12) drehbar ist,

6. Bearbeitungsmaschine (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis

5, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Bearbeitungsaggregate (14, 15, 16) und/oder Förderelemente (12) unabhängig voneinander bewegbar sind.

7. Bearbeitungsmaschine gemäß einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Förderelement (12) einen Kreuzschlitten aufweist, an dem mindestens ein Bearbeitungsaggregat (14, 15, 16) und bevorzugt auch mindestens ein Zangenbacken der Greifeinrichtung eines Förderelements in zwei voneinander abweichenden Richtungen verfahrbar ist.

8. Bearbeitungsmaschine (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Werkstück (W) mittels der Druckbalken (4a, 4b) mit einer vorbestimmten Klemmkraft klemmbar ist.

9. Bearbeitυngsmaschine (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis

8, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifeinrichtung (13) Bolzen (13a) aufweist, an welchen Bolzen (13a) ein

Werkstuck ausgerichtet werden kann.

10. Bearbeitungsmaschine (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis

9, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifeinrichtung (13) bevorzugt drei Bolzen (13a) aufweist, bei denen eine alle Bolzen berührende Tangente an der zu einem Werkstück hinweisenden Seite eine Nulllinie (0} definiert .

11. Bearbeitungsmaschine (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass an einem ein Bearbeitungsaggregat {14, 15, 16) aufnehmenden Förderelement (12) ein Stützelement vorgesehen ist, das eingerichtet ist, ein Werkstuck während der Bearbeitung in einer vertikalen Richtung zu stutzen.

12. Bearbeitungsmaschine gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Förderelement (12) an der Längsseite des Maschinengestells zum Einführen des Werkstücks angeordnet ist und mindestens ein weiteres Fόrderelement (12) an der Längsseite des Maschinengestells zum

Ausfuhren des Werkstucks angeordnet ist, wobei bevorzugt mindestens ein ausfuhrseitiges Förderelement (12) ein Bearbeitungsaggregat (14, 15, 16} aufweist.

13. Bearbeitungsmaschine gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet:, dass mindestens ein Bearbeitungsaggregat {14, 15, 16, 17) ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Bearbeitungsaggregat für formgebende, insbesondere spanende Bearbeitung, Montageaggregat zum Montieren von Bauteilen an dem Werkstuck, Beschichtungsaggregat , insbesondere Kantenanleimaggregat, und Kantennachbearbeitungsaggregat.

14. Bearbeitungsmaschine gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner mindestens ein Magazin (18} für Bearbeitungsaggregate und/oder für Bauteile (18') zur Versorgung von Bearbeitungsaggregaten aufweist.

Description:
Bearbeitungsmaschine für sechsseitige Bearbeitung

Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bearbeitungsmaschine zur Bearbeitung von bevorzugt plattenformigen Werkstucken m einem Bearbeitungsraum. Die Bearbeitung ist bevorzugt darauf gerichtet, Werkstücke aus Holz, Holzwerkstoffen, Kunststoffen oder Leichtmetallen bearbeiten zu können. Die aufgezahlten Werkstoffarten können auch in Kombination zueinander auftreten. Zwar werden mit der erfindungsgemaßen Bearbeitungsmaschine Werkstucke bevorzugt spanend bearbeitet, allerdings sind spanlose Bearbeitungsverfahren durchfuhrbar.

Stand der Technik

Aus dem Stand der Technik sind Bearbeitungsmaschinen bekannt, die eine beidseitige Bearbeitung von plattenformigen Werkstucken gestatten. Somit können identische oder spiegelbildliche Bauteile in einem Arbeitsgang und in einer Werkstuckaufspannung hergestellt werden. Solche Maschinen weisen gangigerweise einen Beschickungsbereich, einen Bearbeitungsbereich und einen Entnahmebereich auf.

In einem Bearbeitungsschritt werden bei diesen Maschinen plattenformige Werkstucke m den Beschickungsbereich eingelegt, von Zangen gegriffen und in den

Bearbeitungsbereich gefordert. Hier wird eine Auflageflache zur Abstutzung verwendet, wahrend die entsprechenden Bearbeitungsschritte an der Ober- und Unterseite durchgeführt werden. Wahrend der Bearbeitung halten die Zangen das Werkstuck gegriffen, um es gegen Verrutschen zu sichern. Nach Beendigung der Bearbeitung wird das Werkstück dann aus dem Bearbeitungsraum heraus in den Entnahmebereich gefördert.

Weiter sind Bearbeitungsmaschinen bekannt, bei denen es unter anderem vorgesehen ist, dass die das Werkstück greifenden Zangen eine Bewegung des Werkstücks in Richtung eines Bearbeitungswerkzeuges bedingen, wenn eine Bearbeitung an der durch die Zangen gegriffenen Seitenkante durchgeführt wird.

Allerdings haben solche Bearbeitungsmaschinen den Nachteil, dass eine Bearbeitung des Werkstücks an den durch die Zangen gegriffenen Bereichen der Seitenkante nicht durchführbar ist bzw. die Zangen jeweils versetzt werden müssen. Weiter erweisen sich die Zangen als hinderlich bei der Steuerung der Bearbeitungsaggregate. Somit können nicht alle vom Kunden gewünschten Bearbeitungsverfahren realisiert werden.

Inhalt der Erfindung

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Bearbeitungsmaschine bereitzustellen, mit deren Hilfe eine Bearbeitung an allen sechs Seiten eines Werkstücks durchgeführt werden kann. Dabei sollen die Nachteile von Bearbeitungsmaschinen nach dem Stand der Technik vermindert und die Flexibilität einer solchen Bearbeitungsmaschine erhöht werden.

Grundgedanke der vorliegenden Erfindung ist es demnach, die Bearbeitung eines Werkstücks von allen sechs Seiten zu gewährleisten.

Diese Aufgabe wird durch eine Bearbeitungsmaschine gemäß Anspruch 1 gelöst. Weitere bevorzugte Ausgestaltungen finden sich in den beigefügten Unteransprüchen. Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, die Arbeitsteilung der einzelnen Bauteile in der Maschine derart weiterzubilden, dass alle Seiten eines Werkstücks bearbeitet werden. Zu diesem Zweck ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass bei einer Bearbeitungsmaschine nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 an zumindest einem Förderelement ein Bearbeitungsaggregat angebracht ist, und die Druckbalken während einer Bearbeitung eine Bewegung in Richtung des Bearbeitungswerkzeuges durchführen können. Hierdurch kann in besonderer Weise die Flexibilität der Bearbeitungsmaschine erhöht werden, indem eine Bearbeitbarkeit des Werkstücks von allen sechs Seiten her sichergestellt wird. Dies wird nicht lediglich durch das Vorsehen mindestens eines an bzw. entlang der Fördereinrichtung verfahrbaren Bearbeitungsaggregats erreicht. Vielmehr ermöglicht die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Druckbalken, die zu bearbeitenden Werkstücke zumindest zeitweise mittels der Druckbalken zu greifen und für einen Bearbeitungsvorgang gegenüber dem an der Fördereinrichtung vorgesehenem Bearbeitungsaggregat zu verfahren.

Hierdurch wird im Ergebnis ermöglicht, dass die Werkstücke an jeder beliebigen Oberfläche bearbeitet werden können. Darüber hinaus ermöglicht die Erfindung auch eine deutliche Ausweitung der Bearbeitungsmöglichkeiten, da an der Fördereinrichtung unterschiedlichste Bearbeitungsaggregate vorgesehen werden können, die im Bedarfsfall zugeführt und ansonsten zurückgezogen sein können, so dass sie den übrigen Bearbeitungsbetrieb nicht stören.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass an zumindest einem Förderelement ein Bearbeitungsaggregat und mindestens eine Greifeinrichtung angebracht ist. Durch diese Verknüpfung, die ggf. auch lösbar sein kann, wird zunächst die Konstruktion der Maschine deutlich vereinfacht. Darüber hinaus ergibt sich jedoch auch ein beschleunigter Betrieb der Maschine, da zügig und ohne lange Verfahrwege von einem Fördern oder Halten der Werkstücke auf ein Bearbeiten der Werkstücke umgeschaltet werden kann (und umgekehrt) .

Ein Förderelement mit Greifeinrichtung kann dabei sowohl ein Förderelement sein, welches ein zu bearbeitendes Werkstück in die Bearbeitungsmaschine einführt oder welches ein zu bearbeitendes Werkstück aus der Bearbeitungsmaschine ausführt.. In diesem Zusammenhang können ferner zwei Förderelemente auf der Fördereinrichtung der Bearbeitungsmaschine mit Vorteil zusammenwirken. So kann z. B. während ein ausführseitiges Förderelement bei der Bearbeitung mitwirkt ein einführseitiges Förderelement bereits das nächste zu bearbeitende Werkstück zu der Bearbeitungsmaschine hin fördern. Während dem Ausfördern des bearbeiteten Werkstücks durch das ausführseitige Förderelement kann bereits das einführseitige Förderelement das nächste zu bearbeitende Werkstück in die Bearbeitungsmaschine einführen. Auf diese Weise kann die Bearbeitungsmaschine besonders effizient und mit einem Minimum an Stillstandzeit eingesetzt werden. Ferner können auch mehrere Förderelemente zusammenarbeiten, um beispielsweise besonders lange Werkstücke stabil zu fördern und zu halten.

In einer weiteren Ausführungsform ist es vorgesehen, dass zumindest ein Bearbeitungsaggregat und/oder zumindest ein Förderelement entlang zumindest einer Förderschiene der Fördereinrichtung geführt wird. In dieser Ausführungsform wird bei einfacher Konstruktion ein zügiger Materialfluss und Betriebsablauf gewährleistet und somit eine hohe Taktzeit erreicht.

Darüber hinaus kann gemäß einer Weiterbildung der Erfindung zumindest ein Bearbeitungsaggregat in zumindest einer Richtung bezüglich des entsprechenden Förderelements beweglich sein. Somit kann die Flexibilität der erfindungsgemäßen Bearbeitungsmaschine in besonderer Weise realisiert werden.

In einer Ausführungsvariante ist es bevorzugt, dass mindestens ein Bearbeitungsaggregat um zumindest eine Achse bezüglich des entsprechenden Förderelements drehbar ist. Dies ist unter anderem dann vorteilhaft, wenn es sich bei dem Bearbeitungsaggregat um ein Sägeaggregat oder dergleichen handelt. Auf diese Weise kann beispielsweise ein Eckenausklinken flexibel durchgeführt werden.

Zusätzlich zeichnet sich die Bearbeitungsmaschine gemäß einer Weiterbildung der Erfindung dadurch aus, dass mehrere Bearbeitungsaggregate und/oder Förderelemente unabhängig voneinander bewegt werden können. Somit können die Bearbeitungsaggregate bzw. Förderelemente an jeden Ort der Fördereinrichtung verfahren werden, ohne miteinander zu kollidieren. Dies gilt natürlich in dem Rahmen, dass die Förderelemente bzw. Bearbeitungsaggregate an einer Fördereinrichtung geführt werden. Alternativ können die Bearbeitungsaggregate sowie die Förderelemente abhängig voneinander bewegt werden, mit anderen Worten über einen gemeinsamen Antrieb verfügen oder gar gekoppelt sein. Für eine vollkommen unabhängige Bewegung können auch zwei Fördereinrichtungen vorgesehen sein.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung weist mindestens ein Förderelement einen Kreuzschlitten auf, an dem mindestens ein Bearbeitungsaggregat und bevorzugt auch mindestens ein Zangenbacken der Greifeinrichtung eines Förderelements in zwei voneinander abweichenden Richtungen verfahrbar ist. Mittels des Kreuzschlittens kann somit eine Verfahrbewegung beispielsweise entlang der Fördereinrichtung und in einer Richtung senkrecht hierzu ausgeführt werden. Dies eröffnet bei einfacher Konstruktion vielfältige Bearbeitungsmöglichkeiten. Ferner können auf den Kreuzschlitten weitere Verfahrmöglichkeiten vorgesehen sein, beispielsweise dass mindestens ein Zangenbacken mittels eines (Pneumatik-) Zylinders in Bezug auf den Kreuzschlitten und somit ggf. das Bearbeitungsaggregat verfahren werden kann. Hierdurch kann beispielsweise eine geeignete Vorpositionierung der Zangenbacke (n) erfolgen.

Darüber hinaus zeichnet sich die erfindungsgemäße Bearbeitungsmaschine gemäß einer Weiterbildung der Erfindung dadurch aus, dass ein Werkstück mittels der Druckbalken mit einer vorbestimmten und frei einstellbaren Klemmkraft klemmbar ist. Die Klemmkraft kann dabei derart eingestellt werden, dass ein Werkstück zwar sicher für die Bearbeitung gehalten, jedoch nicht beschädigt wird.

In einer weiteren Ausführungsform zeichnet sich die erfindungsgemäße Bearbeitungsmaschine dadurch aus, dass die Greifeinrichtung Bolzen aufweist, an welchen Bolzen ein Werkstück ausgerichtet werden kann. Die Bolzen erstrecken sich dabei bevorzugt in Z-Richtung, und somit senkrecht zu den auszurichtenden Kanten eines plattenförmigen Werkstücks.

Die Greifeinrichtung kann dabei drei Bolzen aufweisen, bei denen eine alle Bolzen berührende Tangente an der zu einem Werkstück hinweisenden Seite eine Nulllinie definiert. Die Nulllinie ist somit die Linie entlang der Bolzen, an weicher ein Werkstück ausgerichtet wird. Auf diese Weise lässt sich mit minimalem konstruktiven Aufwand eine präzise Positionierung der Werkstücke erreichen.

Bevorzugt ist es darüber hinaus, dass die Greifeinrichtung mindestens eine Zange aufweist. Eine Zange weist dabei gängigerweise zwei Zangenbacken auf, mit denen ein Werkstück gegriffen und geklemmt werden kann. Die zuvor genannten Bolzen verlaufen dabei senkrecht zu den Innenflächen der Zangenbacken. Im Rahmen der Erfindung liegt es, dass bei einer solchen Zange entweder das Oberteil (oberer Zangenbacken) oder Unterteil (unterer Zangenbacken) beweglich Ist, wahrend das andere unbeweglich ist. Auch können beide Teile beweglich sein, also gemeinschaftlich den Offnungsvorgang oder die Klemmbewegung durchfuhren.

Darüber hinaus kann an einem ein Bearbeitungsaggregat aufnehmenden Forderelement ein Stutzelement vorgesehen sein, welches Stutzelement eingerichtet ist, ein Werkstuck wahrend der Bearbeitung in einer vertikalen Richtung zu stutzen. Denkbar ist an dieser Stelle eine ausklappbare Stutzflache. Diese Ausfuhrungsform kann dann zum Einsatz kommen, wenn zu bearbeitende Werkstucke derart weit aus dem Klemmbereich der Druckbalken hervorstehen, dass wahrend der Bearbeitung eine Abstutzung sinnvoll oder gar erforderlich ist. Die Druckbalken fuhren eine Relativbewegung in Richtung des Werkstucks durch, wahrend das zusatzliche Stutzelement zum entsprechenden Forderelement unbeweglich ist.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausfuhrungsform ist mindestens ein Forderelement an der Längsseite des Maschmengestells zum Einführen des Werkstucks angeordnet und mindestens ein weiteres Forderelement an der Längsseite des Maschinengestells zum Ausfuhren des Werkstucks angeordnet, wobei bevorzugt das ausfuhrseitige Forderelement das Bearbeitungsaggregat aufweist. Auf diese Weise ist es möglich, das Werkstuck mit dem ausfuhrseitigen Bearbeitungsaggregat zu bearbeiten und mit diesem Forderelement das Werkstuck direkt nach der Bearbeitung aus der Bearbeitungsmaschine auszufuhren. Wahrend der Bearbeitung kann das emfuhrseitige Forderelement bereits das nächste zu bearbeitende Werkstuck zu der Bearbeitungsmaschine fordern. So wird eine optimale Auslastung der Bearbeitungsmaschine erreicht .

Zusatzlich zeichnet sich die Bearbeitungsmaschine gemäß einer Weiterbildung dadurch aus, dass die Greifeinrichtungen der Fordereinrichtung zum Halten oder Fixieren des Werkstucks zusammenwirken können. Dies Ist besonders vorteilhaft bei langen oder bei ubereinandergelegten Werkstucken, da auf diese Weise bei langen Werkstucken ein Verrutschen der Werkstücke in der Greifeinrichtung vermieden wird und bei ubereinandergelegten Werkstucken ein Spalt, welcher durch das Greifen der Werkstucke mit einer Greifeinrichtung zwischen den Werkstucken entstehen kann, verhindert bzw. geschlossen wird. Dies ermöglicht besonders vorteilhaft eine exakte Bearbeitung der Werkstucke.

Bei der erfindungsgemaßen Bearbeitungsmaschine können unterschiedlichste Bearbeitungsaggregate einzeln und in Kombination zum Einsatz kommen. Insbesondere kann es sich um Aggregate zum Herstellen und Veredeln von Werkstucken handeln, die zumindest abschnittsweise aus Holz, Holzwerkstoffen, Kunststoff oder dergleichen bestehen. Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist dabei vorgesehen, dass mindestens ein Bearbeitungsaggregat ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Bearbeitungsaggregat für formgebende, insbesondere spanende Bearbeitung, Montageaggregat zum Montieren von Bauteilen an dem Werkstuck,

Beschichtungsaggregat , insbesondere Kantenanleimaggregat, und Kantennachbearbeitungsaggregat.

Um einen möglichst flexiblen und gleichzeitig zugigen und störungsfreien Betrieb der Bearbeitungsaggregate zu ermöglichen, ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Bearbeitungsvorrichtung mindestens ein Magazin für Bearbeitungsaggregate und/oder für Bauteile zur Versorgung von Bearbeitungsaggregaten aufweist. Dabei ermöglicht ein Magazin für Bearbeitungsaggregate eine hohe Flexibilität der Bearbeitung bei einfacher Konstruktion, da die Bearbeitungsaggregate je nach Bedarf aus dem Magazin entnommen und beispielsweise auf ein Förderelement gesetzt bzw. automatisch "eingewechselt" werden können. Ein Magazin für Bauteile zur Versorgung von Bearbeitungsaggregaten ermöglicht einen zugigen und störungsfreien Betrieb, wobei es sich bei den Bauteilen beispielsweise um Beschläge, Beschichtungsmaterial wie Kantenmaterial, Dübel, etc. handeln kann .

Kurze Beschreibung der Figuren

Fig. Ia zeigt eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen

Bearbeitungsmaschine in einer Schnittansicht. Dabei ist als Bearbeitungswerkzeug ein Bohraggregat gezeigt .

Fig. Ib entspricht der in Fig. Ia gezeigten

Bearbeitungsmaschine wahrend der Bearbeitung eines Werkstücks.

Fig. 2a zeigt eine Ausführungsform der erfindungsgemaßen Bearbeitungsmaschine in einer Schnittansicht. Im Vergleich zu Fig. Ia und Ib ist allerdings als Bearbeitungswerkzeug ein Ξageaggregat vorgesehen,

Fig. 2b entspricht der in Fig. 2a gezeigten

Bearbeitungsmaschine während der Bearbeitung eines Werkstücks .

Fig. 3 zeigt die Fördereinrichtung der erfindungsgemaßen Bearbeitungsmaschine .

Fig. 4 veranschaulicht eine beispielhafte

Verfahrensvariante, bei der ein Bohraggregat zur Bearbeitung eines Werkstücks verwendet wird. Dabei ist der Verfahrensablauf in einer schematischen Draufsicht anhand der Schritte a) - k) dargestellt.

Fig. 5 veranschaulicht eine weitere Verfahrensvariante in einer schematischen Draufsicht, bei der ein Sägeaggregat zum Einsatz kommt. Es werden gegenüber der FIg. 4 alternative Schritte a) - k) dargestellt .

Fig. 6 illustriert die Verwendung eines Fräsers im Rahmen einer Bearbeitung mit der erfindungsgemäßen Bearbeitungsmaschine in einer schematischen Draufsicht .

Fig. 7 zeigt eine erfindungsgemäße Bearbeitungsmaschine in einer schematischen Darstellung mit einer Station zum Veredeln einer Schmalfläche eines Werkstücks.

Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen

Fig. 1 zeigt eine Bearbeitungsmaschine in einer Schnittansicht. An diesem Maschinengestell ist eine Einheit 3 angebracht, die hinsichtlich des Maschinengestells in Y- Richtung verfahrbar ist. An der Einheit 3 wiederum ist ein oberer Druckbalken 4a und ein unterer Druckbalken 4b vorgesehen, die jeweils in Z-Richtung beweglich sind. Mit Hilfe dieser Druckbalken 4a, 4b kann ein Werkstück W - oder auch mehrere Werkstücke - geklemmt und gehalten werden.

Die Einheit 3 nimmt weiter verschiedene Bearbeitungswerkzeuge 5a und 5b auf, und zwar jeweils eine Gruppe von Bearbeitungswerkzeugen 5a im Bereich oberhalb des Druckbalkens 4a, und eine weitere Gruppe von Bearbeitungswerkzeugen 5b im Bereich unterhalb des Druckbalkens 4b.

Zwischen den beiden Druckbalken 4a, 4b ist in Fig. Ia ein Werkstück W im geklemmten Zustand gezeigt. Weiter ist in Fig. Ia eine an der Längsseite des Maschinengestells angeordnete Fördereinrichtung 10 zu sehen (senkrecht zur Ansicht von Fig. Ia) . Die Fördereinrichtung 10 weist eine Förderschiene 11 auf, an welcher Förderschiene 11 ein Forderelement/Schlitten 12 gefuhrt wird. Das Forderelement 12 ist somit entlang der X-Achse auf der Forderschiene 11 verfahrbar.

In den Figuren Ia und Ib ist am Forderelement 12 ein Bohraggregat 14 angebracht. Dieses Bohraggregat 14 ist hinsichtlich des Forderelements 12 entlang der Z-Achse verfahrbar. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass der Antrieb mehrerer Forderelemente 12 zur Bewegung entlang der Forderschiene 11 jeweils einzeln, oder aber für alle Forderelemente gemeinsam erfolgen kann.

Das Bohraggregat 14 befindet sich in Fig. Ia in einer Situation, m der das Bohraggregat 14 noch nicht zur Bearbeitung bereit ist. Das Bohraggregat 14 muss zur Bearbeitung, wie in Fig. Ib dargestellt, in eine entsprechende Position entlang der Z-Achse verfahren werden. Ist das Bohraggregat nun in einer entsprechenden Bearbeitungsposition, so wird das Werkstuck W in Richtung des Bohraggregats 14 bewegt. Dies geschieht dadurch, dass die Einheit 3 horizontal (Y-Achse) in Richtung des Bohraggregats 14 bewegt wird. Durch diese Bewegung kommt das mittels der Druckbalken 4a, 4b geklemmte Werkstuck W mit dem Bohraggregat 14 in Eingriff. Wahrend der Bearbeitung wird der Vorschub mittels der Bewegung der Einheit 3 definiert. Ist die Bearbeitung dann abgeschlossen, so bewegt sich die Einheit 3 wiederum in der entgegen gesetzten Richtung vom Bohraggregat 14 weg.

Figuren 2a und 2b sind zu den Fig. Ia und Ib entsprechende Darstellungen, wobei anstelle des Bohraggregats 14 ein Sageaggregat 15 zu sehen ist. Dieses Sageaggregat 15 ist wie das Bohraggregat 14 an einem Forderelement 12 angebracht. Das Sageaggregat 15 hat, wie spater genauer beschrieben, die zusatzliche Eigenschaft, dass es um zumindest eine weitere Achse schwenkbar ist. Fig. 3 zeigt eine Draufsicht der Fördereinrichtung 10, an der verschiedene Förderelemente 12 an der Förderschiene 11 angebracht sind. Die verschiedenen Förderelemente 12 sind weiter zum einen mit Zangen 13 versehen, welche Zangen 13 jeweils drei Bolzen 13a aufweisen. Diese Bolzen 13a erstrecken sich in Z-Richtung und sind derart angeordnet, dass eine an die Bolzen 13a angelegte Tangente eine zur Fördereinrichtung 10 parallele Nulllinie 0 definiert.

An weiteren Förderelementen 12, die ebenfalls auf der Förderschiene 11 geführt werden, sind ein Bohraggregat 14, ein Sägeaggregat 15 so wie ein Fräsaggregat 16 angebracht. Alle in Fig. 3 dargestellten Förderelemente 12 sind entlang der Förderschiene 11 unabhängig voneinander in X-Richtung verfahrbar.

In Fig. 4 ist das horizontale Bohren als eine Verfahrensvariante in einzelnen Bearbeitungsschritten dargestellt.

Nachdem das Werkstück in den Bearbeitungsraum geführt wurde, befindet es sich in der im Schritt a) von Fig. 4 dargestellten Situation. Dabei ist die Nulllinie 0 zu sehen, welche sich entlang einer Seite der in den Zangen befindlichen Bolzen erstreckt, wobei das Werkstück W mittels der Bolzen entlang der Nulllinie 0 ausgerichtet werden kann.

Das Werkstück W mit der Werkstücksbreite B ist also im Bereich des Zangenüberstandsmaß Zu von einer Seite her durch die Zangen gegriffen. Weiter sind in der Draufsicht bewegliche Druckbalken 4a und 4b zu erkennen, mittels derer das Werkstück W von oben und unten geklemmt werden kann. In der im Schritt a) von Fig. 4 dargestellten Situation befinden sich die Druckbalken 4a, 4b von der Nulllinie 0 aus gesehen in einem Werkstücküberstandsmaß Wü . Das Zangenüberstandsmaß Zu ist dabei kleiner als das Werkstücküberstandsmaß Wü, so dass die Zangen nicht mit den Druckbalken kollidieren. Von der gegenüberliegenden Seite ist das Tischuberstandsmaß Tu angezeigt .

Befindet sich nun das Werkstück 1, wie im Schritt a) gezeigt, in einem Bearbeitungsraum, so werden die Druckbalken 4a und 4b, wie im Schritt b) von Fig. 4 durch den Pfeil angedeutet, von der Nulllinie 0 weg bewegt. Dies hat zur Folge, dass sich das Tischuberstandsmaß Tu verringert, wahrend das Werkstuckuberstandsmaß Wu vergrößert wird. Anschließend wird das Werkstuck W mittels der Druckbalken 4a, 4b im Bereich des Tischuberstandsmaß Tu geklemmt.

Im nächsten Schritt c) von Fig. 4 werden die Zangen 13 aus dem Bearbeitungsraum heraus bewegt und in die sogenannte Parkposition (nicht gezeigt) verfahren. Das Werkstuck wird nun lediglich im Bereich der Druckbaiken 4a, 4b geklemmt gehalten. Obwohl dies in Schritt c) von Fig. 4 nicht explizit gezeigt ist, kann das Werkstück durch eine Bewegung der Druckbalken 4a, 4b bereits an dieser Stelle um die spater beschriebene Freifahrung Yf rei von der Nulllinie 0 wegbewegt werden .

Im darauffolgenden Schritt d) wird nun ein

Bearbeitungswerkzeug, in diesem Fall ein Bohraggregat 14, in den Bereich des Bearbeitungsraumes geführt.

Für den nächsten Bearbeitungsschritt e) wird das Werkstück W mit Hilfe einer horizontalen Hubbewegung der Druckbalken 4a, 4b in Richtung des Bohraggregats 14 bewegt. Dabei dringt das Bohraggregat 14 um die Bohrtiefe t in das Werkstück W ein. Der maximale Hub der Druckbalken in Richtung des Bohraggregats 14 wird durch die Große Y max von der Nulllinie aus gesehen definiert. Somit wird sichergestellt, dass lediglich der Bohrer des Bohraggregats 14 in das Werkstuck eindringt, das Werkstuck jedoch nicht das Bohraggregat 14 berührt. Im nächsten Bearbeitungsschritt f) von Fig. 4, also nach Beendigung des Bohrvorgangs, wird das Werkstück W durch einen Hub der Druckbalken 4a, 4b wieder vom Bohraggregat 14 entfernt. Der in diesem Arbeitsschritt durchgeführte Hub fordert das Werkstuck m die sogenannte Freifahrposition. Die Freifahrposition ist dadurch gekennzeichnet, dass das Werkstuck von der Nulllinie 0 um eine bestimmte Große vom Bohraggregat 14 entfernt liegt. Dieser Differenzwert von der Nulllinie 0 wird als Freifahrung Y frei bezeichnet.

Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass sich das Bohraggregat 14 im nächsten Schritt j) von Fig. 4 gefahrlos entlang der Langskante des Werkstucks W bewegen lasst. Ist das Bohraggregat 14, wie im Schritt j) dargestellt, an einer weiteren Bearbeitungsstelle positioniert, so kann, wie im Schritt h) gezeigt, ein weiterer Arbeitsschritt durchgeführt werden. Dabei wird das Werkstück W wiederum mit Hilfe eines Hubs der Druckbalken 4a, 4b in Richtung des Bohraggregats 14 bewegt. Der im Schritt h) gezeigte Bohrtakt entspricht weitestgehend dem in Schritt e} von Fig. 4 gezeigten. Anschließend werden die Druckbalken 4a, 4b mit dem geklemmten Werkstuck W wiederum vom Bohraggregat 14 weg bewegt, und zwar auf die bereits im Zusammenhang mit Schritt f) beschriebene Freifahrposition. Das Bohraggregat bewegt sich, wie im Schritt i) durch den Pfeil angedeutet, aus dem Bearbeitungsraum heraus .

Im nächsten Schritt wiederum werden die Zangen 13 in den Bearbeitungsraum gefuhrt, wobei die Bolzen jeder Zange so ausgerichtet sind, dass die zum Werkstuck W hm weisende Seite der Bolzen auf der Nulllinie 0 liegt. Die Zangen können deshalb gefahrlos am Werkstück vorbei gefuhrt werden, weil dieses sich in der Freifahrposition befindet, mit anderen Worten der Abstand Yf rei zwischen Werkstuckkante und Nulllinie 0 gegeben ist. Im abschließenden dargestellten Schritt k) wird das Werkstuck W mit Hilfe eines Hubs der Druckbalken 4a, 4b in Richtung der Zangen bewegt, so dass die Langskante des Werkstücks gegen die Bolzen der Zangen anliegt. Demnach ist das Werkstück nun entlang der Nulllinie 0 ausgerichtet. Abschließend wird die Klemmung der Druckbalken 4a, 4b gelöst, nachdem die Zangen 13 das Werkstück W gegriffen haben. Somit kann das Werkstück W aus dem Bearbeitungsraum heraustransportiert werden.

Als weitere Alternative soll nun eine Verfahrensvariante beschrieben werden, bei der statt des Bohraggregats 14 ein Sägeaggregat 15 zur Bearbeitung des Werkstücks W verwendet wird.

Fig. 5 zeigt einen Schritt a) , bei dem das Werkstück W im Bearbeitungsraum von den Zangen 13 an die Druckbalken 4a, 4b übergeben wird. Dabei klemmen die Druckbalken 4a, 4b im Bereich des Tischüberstandsmaß Tu das Werkstück W, wonach die Zangen 13 gelöst und anschließend aus dem Bearbeitungsraum herausgefahren werden. Ziel des in den Schritten a) - k) von Fig. 5 dargestellten Verfahrens ist das sogenannte Eckenausklinken. Dabei soll eine z.B. durch ein Fräsaggregat erzeugte Ausfräsung mittels eines Sägeaggregats eine rechtwinklige Gestalt annehmen. Die im Schritt a) von Fig. 5 dargestellte Ausklinktiefe ist hierbei zu beachten.

Im Schritt b) von Fig. 5 befinden sich die Zangen 13 in der Parkposition, und das Sägeaggregat 15 wurde in den Bearbeitungsbereich bewegt. Das Sägeaggregat ist senkrecht zur Werkstücklängsseite ausgerichtet. Sobald sich das Sägeaggregat 15 wie gezeigt in der Position befindet, in welcher der Bearbeitungsschritt durchgeführt werden soll, wird mit Hilfe der Druckbalken 4a, 4b ein Bearbeitungshub in Richtung des Ξägeaggregats 15 durchgeführt (Schritt c) von Fig. 5} . Dabei dringt das Sägeblatt in das Werkstück W ein.

Das Bearbeitungsergebnis ist dann dem darauffolgenden Schritt d) zu entnehmen. Dabei wurde das Werkstück W mittels einer Hubbewegung der Druckbalken 4a, 4b vom Sageaggregat 15 weg bewegt, so dass der bearbeitete Bereich frei liegt.

Im weiteren Schritt e) von Fig. 5 wird das Sageaggregat m X- Richtung neu positioniert und um die Z-Achse geschwenkt, so dass das Sageblatt entlang der Langskante des Werkstucks W, oder mit anderen Worten parallel zur Nulllmie verlauft. Im nächsten Schritt f) wird nun ein Bearbeitungsschritt dargestellt, bei dem das Sageblatt einen Schnitt in X- Richtung durchfuhren soll. Dazu wird zuerst das Werkstuck m Y-Richtung m eine Bearbeitungsposition positioniert. Der Bearbeitungshub in dieser Variante wird dann vom Sageaggregat 15 selbst durchgeführt. Dazu wird das Sageaggregat 15 in X- Richtung parallel zur Nulllmie 0 auf das Werkstuck W zu gefuhrt.

Im Schritt g) befindet sich das Sageaggregat 15 im vollen Eingriff mit dem Werkstuck W, im nächsten Schritt h} wird das Sageaggregat parallel zur Nulllmie 0 vom Werkstuck W weg bewegt. Weiter ist eine Ruckhubbewegung der Druckbalken 4a, 4b mit Hilfe des im Schritt h) zu erkennenden Pfeils angedeutet .

Die Ruckhubbewegung der Druckbalken wird derart durchgeführt, dass die von den Druckoalken entfernt gelegene Längsseite des Werkstücks W um das sogenannten Freifahrung Y frex von der Nulllmie 0 entfernt liegt (Schritt i) von Fig. 5} . Anschließend wird das Sageaggregat 15 aus dem Bearbeitungsraum heraus gefuhrt.

Sind nun die gewünschten Bearbeitungsschrxtte durchgeführt worden, so werden die Zangen aus der Parkposition in den Bearbeitungsraum gefuhrt und wie im Schritt j) von Fig. 5 dargestellt positioniert. Eine freie Beweglichkeit der Zangen ist aufgrund des Freifahrung Yfrei möglich. Abschließend wird nun das Werkstuck W durch eine Hubbewegung der Druckbalken 4a, 4b in Richtung der Zangen 13 bewegt und an den Bolzen der Zange ausgerichtet. Somit befindet sich nun eine Längsseite des Werkstucks W entlang der Nulllinie,

Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass außer der dargestellten Schwenkbewegung des Sageaggregats 15 um 90°, auch eine Schwenkbewegung in der anderen 90 "-Richtung möglich ist. Mit anderen Worten ist das Sageaggregat um zumindest 180° schwenkbar. Auf diese Weise kann nicht nur, wie dargestellt, eine Ecke an einer rechten Seite des Werkstucks ausgeklinkt werden, sondern ebenfalls eine linke Seite. Die rechte bzw. linke Seite beschreibt dabei die entsprechenden Seiten des Werkstucks in der Draufsicht.

Weiter sei darauf aufmerksam gemacht, dass das dargestellte Eckenausklinken zwar rechtwinklige Eckenprofile betrifft, durch die stufenlose Schwenkbarkeit des Sageaggregats 15 aber auch andere Winkel möglich sind.

In den m Fig. 6 dargestellten Schritten a) und b) wird nun die Bearbeitung des Werkstucks W mittels eines Frasaggregats 16 erläutert. Bezüglich weiterer Arbeitsschritte sei auf die Figuren 4 und 5 verwiesen. Die Bearbeitungsschritte sind hier beispielhaft aufgeführt, da die Fraserlange meist großer ist als die eines in Fig. 4 dargestellten Bohraggregats 14.

Das Werkstuck mit der Werkstuckbreite B ist im Bereich des Tischuberstandsmaß Tu mit Hilfe der Druckbalken 4a, 4b geklemmt. Eine Längsseite des Werkstucks W ist entlang der Nulllinie 0 ausgerichtet, wobei der Abstand von dieser Längsseite des Werkstucks W zu den Druckbalken 4a, 4b als Werkstuckuberstandsmaß Wu definiert ist. Der Fräser selbst weist die Fraseraufspannlange Lb auf. Um das Werkstuck nun bearbeiten zu können, wird, wie m Schritt e) von Fig. 4 gezeigt, ein Hub der Druckbalken 4a, 4b m Richtung des Frasaggregats 16 durchgeführt. Dabei ergibt sich, wie im Schritt b) von Fig. 6 zu sehen, eine Frastiefe Ft gegenüber der einen Längsseite des Werkstucks W. Die Steuerung der Bearbeitungsmaschine verhindert im dargestellten Verfahrenschritt, dass die Fräserspitze bis in den Bereich der Druckbalken (Tischüberstandsmaß Tu) vordringt. Grundsätzlich kann der Fräser allerdings in den Bereich zwischen den Druckbaiken vordringen. Sichergestellt sein muss lediglich, dass der Fräser nicht mit den Druckbalken 4a, 4b in Kontakt kommt und diese beschädigt.

Bezugnehmend auf die Figuren 4-6 könnte ein Verfahren zur Bearbeitung von bevorzugt plattenförmigen Werkstücken in einem Bearbeitungsraum die folgenden Schritte aufweisen:

Klemmen eines mittels einer verfahrbaren Greifeinrichtimg 13 gegriffenen Werkstücks W im Bearbeitungsraum mittels einem oberen und einem unteren Druckbalken 4a, 4b, wobei die Greifeinrichtung 13 bevorzugt zumindest eine Zange aufweist,

Öffnen der Greifeinrichtung 13 und Fördern der Greifeinrichtung 13 aus dem Bearbeitungsraum heraus ( Parkposition) ,

Bearbeiten des Werkstücks W mittels eines Bearbeitungswerkzeuges 14, 15, 16,

Fördern der Greifeinrichtung 13 in den Bearbeitungsraum und Greifen des Werkstücks W,

Lösen der Druckbalken 4a, 4b und Ausfördern des Werkstücks mittels der Greifeinrichtung 13.

Bevorzugt zeichnet sich ein Verfahren zur Bearbeitung von bevorzugt plattenförmigen Werkstücken dadurch aus, dass das Werkstück W vor dem Klemmen gegenüber den Druckbalken 4a, 4b derart ausgerichtet wird, damit von einer Seite des Werkstücks W aus ein Werkstücküberstandsmaß größer ist als ein Zangenüberstandsmaß, so dass die Greifeinrichtung 13 nicht mit den Druckbalken 4a, 4b in Berührung kommt. Weiter kann es vorgesehen sein, dass zur Bearbeitung ein Bearbeitungswerkzeug 14, 15, 16 innerhalb des Werkstücküberstandsmaßes am Werkstück W angreift, wobei die Bearbeitung bevorzugt eine spanende Bearbeitung ist.

In einer Ausführungsvariante ist es bevorzugt, dass die Druckbalken 4a, 4b nach Beenden eines Arbeitsschrittes eine Bewegung entgegen dem Bearbeitungswerkzeug 14, 15, 16 durchführen, wobei bevorzugt eine zusätzliche Freifahrung zwischen dem Werkstück W und der Greifeinrichtung 13 freigelassen wird.

In einer weiteren Ausführungsform ist es vorgesehen, dass die Druckbalken 4a, 4b nach Ende der Bearbeitung eine Bewegung in Richtung der Greifeinrichtung 13 durchführen, damit das Werkstück W von der Greifeinrichtung 13 aufgenommen werden kann.

In einem derartigen Verfahren können die Druckbalken 4a, 4b das Werkstück W gegen einen in der Greifvorrichtung 13 vorgesehenen Anschlag 13a bewegen und es daran ausrichten.

Darüber hinaus ist es bevorzugt, dass nach Ende der Bearbeitung das Bearbeitungswerkzeug 14, 15, 16 in eine Parkposition fährt, in der das Bearbeitungswerkzeug 14, 15, 16 nicht mit der Greifeinrichtung 13 oder dem Werkstück W in Berührung kommen kann.

Die in den Verfahrensvarianten beschriebenen Bearbeitungsverfahren werden hier lediglich beispielhaft aufgeführt. Auch weitere spanende oder auch spanlose Bearbeitungsverfahren sind mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung denkbar. Auch können die Größe und die Ausgestaltung der verwendeten Bearbeitungswerkzeuge variieren . Fig. 7 zeigt eine weitere bevorzugte Ausfuhrungsform der erfmdungsgemaflen Bearbeitungsmaschine 1. Diese zeichnet sich zunächst dadurcn bei welcher ein ausfuhrseitiges Forderelement 12 eine Station 17 zum Veredeln einer schmalen Seitenfläche eines Werkstucks W aufweist. Genauer gesangt handelt es sich bei der Station 17 in der vorliegenden Ausfuhrungsform um eine Kantenanbringstation zum Anbringen eines Kantenmateπals 17' an eine Ξchmalflache eines Werkstucks. Mittels dieser Station 17 ist es möglich, eine Kante, insbesondere eine Dekor- und/oder eine Stutzkante, auf eine schmale Seitenfläche eines Werkstucks W aufzubringen und diese Kante anschließend mittels bekannter

Bearbeitungsverfahren nachzubehandeln bzw. zu veredeln. Um die Station 18 mit verschiedenen Kantenmaterialien versorgen zu können, ist ferner ein Kantenmagazin 18 vorgesehen, in welchem mehrere Kantenmateπalrollen 18' vorgehalten werden können, um diese nach Bedarf m die Station 17 einzuwechseln. Alternativ oder zusatzlich kann das Magazin 18 auch mit anderen Verbrauchsmateπalien und ggf. auch einwechselbaren Bearbeitungsaggregaten bestuckt werden. Ferner kann beispielsweise für Bearbeitungsaggregate auch ein zusätzliches Magazin vorgesehen sein.

Die Kantenanbringstation 17 kann auf unterschiedlichsten Fugetechnologien basieren, beispielsweise einer herkömmlichen Kantenanleimtechnik unter Einsatz von Schmelzkleber. Darüber hinaus können ]edoch auch Fugetechniken zum Einsatz kommen, bei denen beispielsweise ein Laser oder eine andere geeignete Energiequelle verwendet wird, um ein auf der Kante oder dem Werkstuck vorhandenes Haftmittel zu aktivieren oder überhaupt erst zu bilden. Ferner kann die Kantenanbringstation 17 geeignete Nachbearbeitungsaggregate mit sich fuhren wie beispielsweise ein Bundigfrasaggregat, eine Ziehklinge oder auch eine Bemαsterungsemheit (z.B. eine Tmtenstrahldruckemheit) zum Bemustern des Kantenmaterials. Ferner weist die in Fig. 7 gezeigte Bearbeitungsmaschine 1 neben der Kantenanbringstation 17 drei weitere Bearbeitungsaggregate 14, 15 und 16 auf, die jeweils auf einem Forderelement 12 angeordnet sind. Dabei sind die Förderelemente 12 jeweils als Kreuzschlitten ausgebildet, sodass die Bearbeitungsaggregate entlang der Fordereinrichtung 10 und in einer Richtung senkrecht hierzu (unabhängig voneinander) verfahrbar sind. Darüber hinaus ist in der vorliegenden Ausfuhrungsform auch jeweils ein oberer Zangenbacken der Greifeinrichtungen 13 mit dem jeweiligen Bearbeitungsaggregat 14, 15 bzw. 16 gekoppelt, sodass diese gemeinsam in vertikaler Richtung verfahrbar sind. Auf diese Weise kann mittels eines einzigen Verfahrantriebes eine Doppelfunktion erfüllt werden, nämlich eine Verstellbarkeit der Aggregate und ein Spannen der Werkstucke mittels der Greifeinrichtung 13. Für bestimmte Anwendungszwecke kann es darüber hinaus jedoch sinnvoll sein, eine weitere Verstellmöglichkeit des oberen Zangenbackens in Bezug auf das jeweilige Bearbeitungsaggregat 14, 15 bzw. 16 vorzusehen, beispielsweise mittels eines pneumatischen Stellzylinders .

Wie in Fig. 7 ferner zu erkennen ist, sind die oberen Zangenbacken 13' der Greifeinrichtungen 13 teilweise ineinandergreifen angeordnet. Auf diese Weise kann beispielsweise das mittlere Zangenbackenpaar (das dem Bearbeitungsaggregat 15 zugeordnet ist) eine Stütz- und Führungsfunktion des jeweiligen Werkstücks erfüllen, wahrend eines der Bearbeitungsaggregate 14 und 16 eine Bearbeitung durchfuhrt. Auch der umgekehrte Fall ist möglich.

Die in Fig. 7 gezeigte Ausfuhrungsform der erfindungsgemaßen Bearbeitungsmaschine 1 verdeutlicht besonders, dass im Rahmen der vorliegenden Erfindung vorteilhaft unterschiedlichste Bearbeitungsaggregate kombiniert werden können. Auf diese Weise ermöglicht die vorliegende Erfindung nicht nur eine sogenannte sechsseitige Bearbeitung der Werkstucke, sondern es werden auch völlig neue Möglichkeiten hinsichtlich der Art der Bearbeitungen geschaffen. Insbesondere können im Rahmen der Erfindung beispielsweise formgebende (bevorzugt spanende) Bearbeitungsaggregate zum Einsatz kommen, wie beispielsweise Bohrer, Fräser, Sägen und dergleichen. Eine weitere Hauptgruppe bevorzugter Bearbeitungsaggregate sind Montageaggregate zum Montieren von Bauteilen an dem Werkstück, wie beispielsweise Beschlagsetzaggregate, Dübelsetzaggregate (gegebenenfalls mit Verleimtechnik) und dergleichen. Ferner können vorteilhaft Beschichtungsaggregate zum Einsatz kommen, wie beispielsweise Kantenanleimaggregate oder allgemein Kaschieraggregate. Zu möglichen Beschichtungsaggregaten zählen jedoch auch Druck- und Lackieraggregate. Schließlich sind auch Kanten- bzw. Beschichtungsmaterialnachbearbeitungsaggregate als mögliche Bearbeitungsaggregate zu nennen, wie beispielsweise Bündigfräsaggregate r Ziehklingen, Kappaggregate und dergleichen. Diese können gegebenenfalls mit einem Beschichtungsaggregat integriert sein.