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Patent Searching and Data


Title:
PROCESSING VALUE DOCUMENTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/045379
Kind Code:
A1
Abstract:
During the processing of value documents (3), in particular bank notes, in a device (1) for processing value documents (3), value documents (3) held in an input tray (2) are separated by means of a separating unit (19) and transported along a predetermined transport path (4) by means of a transport unit. A checking unit (6) integrated in the transport path (4) checks that the value documents (3) are fit for circulation. Value documents that have been checked and found to be fit for circulation are deposited in at least one deposit tray (12-14). An invalidation unit (20) for invalidating value documents that have been checked and found unfit for circulation, said unit being designed as a punching unit (22, 28), is provided, which is disposed in the device (1) such that value documents that are not fit for circulation can be invalidated in the course of being transported along the transport path (4).

Inventors:
EHINGER, Silvia (Anemonenstraße 9, Vaterstetten, 85591, DE)
LEICHTMANN, Erwin (Hochstraße 33, Vierkirchen, 85256, DE)
Application Number:
EP2010/065432
Publication Date:
April 21, 2011
Filing Date:
October 14, 2010
Export Citation:
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Assignee:
GIESECKE & DEVRIENT GMBH (Prinzregentenstraße 159, München, 81677, DE)
EHINGER, Silvia (Anemonenstraße 9, Vaterstetten, 85591, DE)
LEICHTMANN, Erwin (Hochstraße 33, Vierkirchen, 85256, DE)
International Classes:
G07D9/00
Attorney, Agent or Firm:
KSNH Patentanwälte Klunker.Schmitt-Nilson.Hirsch (Destouchesstraße 68, München, 80796, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung (1) zur Bearbeitung von Wertdokumenten (3), insbesondere Banknoten, umfassend

ein Eingabefach (2) zur Aufnahme der Wertdokumente (3);

eine dem Eingabefach (2) zugeordnete Vereinzelungseinrichtung (19); eine Transporteinrichtung zum Transport der Wertdokumente (3) entlang eines vorgegebenen Transportpfades (4);

eine in den Transportpfad (4) integrierte Prüfeinrichtung (6) zum Prüfen der Wertdokumente (3) auf Umlauffähigkeit; und

zumindest ein Ablagefach (12 - 14) zur Ablage von als umlauffähig geprüften Wertdokumenten;

gekennzeichnet durch eine als Stanzeinrichtung (22, 28) ausgebildete Entwertungseinrichtung (20) zum Entwerten von als nicht umlauffähig geprüften Wertdokumenten, welche derart in der Vorrichtung (1) angeordnet ist, dass nicht umlauffähige Wertdokumente im Laufe ihres Transports entlang des Transportpfads (4) entwertbar sind.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Entwertungseinrichtung (20) derart ausgebildet ist, dass nicht umlauffähige Wertdokumente jeweils durch Ausstanzen eines Stanzmusters einzeln entwertet werden.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein Sonderablagefach (15) für entwertete Wertdokumente und dadurch, dass nicht umlauffähige Wertdokumente durch die Entwertungseinrichtung (20) derart entwertbar sind, dass die Wertdokumente auch nach dem Entwerten zum Transportieren entlang des Transportpfades (4) geeignet sind und in dem Sonderablagefach (15) einzeln ablegbar sind.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Entwertungseinrichtung (20) separat von dem Sonderablagefach (15) angeordnet ist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Entwertungseinrichtung (20) in dem Transportpfad (4) unmittelbar vor dem Sonderablagefach (15) angeordnet ist.

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Sonderablagefach (15) derart ausgebildet ist, dass entwertete Wertdokumente darin geordnet anordbar sind.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stanzeinrichtung (22, 28) als rotierbare Stanzwalze (22) ausgebildet ist. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stanzeinrichtung (22, 28) als linear bewegbarer Stanzstempel (28) ausgebildet ist.

9. Verfahren zum Bearbeiten von Wertdokumenten (3), insbesondere Banknoten, umfassend die folgenden Schritte:

Vereinzeln von in einem Eingabefach (2) auf enommenen Wertdokumenten (3);

Transportieren der vereinzelten Wertdokumente (3) entlang eines vorgegebenen Transportpfades (4); Prüfen der Wertdokumente auf Umlauffähigkeit; und

Ablegen von als umlauffähig geprüften Wertdokumenten in zumindest einem Ablagefach (12 - 14);

dadurch gekennzeichnet, dass nicht umlauffähige Wertdokumente im Laufe ihres Transports entlang des Transportpfads (4) durch Stanzen entwertet werden.

10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass als nicht umlauffähig geprüfte Wertdokumente jeweils durch Ausstanzen eines Stanzmusters einzeln entwertet werden.

11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass nicht umlauffähige Wertdokumente derart entwertet werden, dass die Wertdokumente auch nach dem Entwerten zum Transportieren entlang des Transportpfades (4) geeignet sind und in einem Sonderablagefach (15) für entwertete Wertdokumente einzeln abgelegt werden können.

12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass nicht umlauffähige Wertdokumente außerhalb des Sonderablagefachs (15) entwer- tet werden.

13. Verfahren zum Bearbeiten von Wertdokumenten (3), insbesondere Banknoten, nach einem der Ansprüche 9 bis 12, welches derart ausgestaltet ist, dass es durch eine Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 ausgeführt werden kann.

Description:
B e arbe itu n g v o n Wertd o ku m e n ten

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bearbeitung von Wertdokumen- ten, insbesondere von Banknoten, sowie ein entsprechendes Verfahren zum Bearbeiten von Wertdokumenten.

Unter Wertdokumenten werden nachfolgend wertbehaftete, blattförmige Dokumente und Gegenstände verstanden, die häufig individualisiert sind und beispielsweise einen monetären Wert, einen Berechtigungsnachweis o- der dergleichen repräsentieren und daher vor Fälschungen durch Unbefugte geschützt werden müssen. Sie weisen daher gar nicht oder lediglich mit erheblichem Aufwand zu reproduzierende Sicherheitsmerkmale auf, bei deren Vorhandensein auf die Echtheit des betreffenden Dokuments bzw. dessen Herstellung und/ oder Ausgabe durch eine befugte Stelle rückgeschlossen werden kann, beispielsweise eine nationale Zentralbank oder dergleichen. Gängige Beispiele solcher Wertdokumente sind Wertcoupons, Gutscheine, Schecks, Aktien und insbesondere Banknoten. Die Bearbeitung und Handhabung derartiger Wertdokumente erfolgt mittels bekannter Vorrichtungen, wie z.B. Banknotenbearbeitungsmaschinen, welche insbesondere zum Prüfen und Sortieren von Banknoten ausgebildet sein können. Bei derartigen Vorrichtungen werden zumeist einzelne Wertdokumente entlang eines vorgegebenen Transportpfades transportiert, in den üb- licherweise eine Prüfeinrichtung zur Prüfung der Umlauffähigkeit und des Wertes der Wertdokumente integriert ist, wobei umlauffähige Wertdokumente abhängig von dem Prüfungsergebnis in entsprechenden Ablagefächern abgelegt werden. Insbesondere bei kleineren und kompakten Banknotenbearbeitungsmaschinen zur Verarbeitung kleinerer Mengen von Bankno- ten, werden die nicht umlauffähigen Wertdokumente in einem Sonderablagefach abgelegt, aus dem sie manuell entnommen und stapelweise entwertet oder vernichtet werden, z.B. manuell oder durch eine Banknotenvernichtungsanlage, wie z.B. einem Shredder oder dergleichen. Alternativ können Stapel von nicht umlauffähigen Banknoten auch manuell banderoliert und einer weiteren Prüfeinrichtung zugeführt werden, welche die Wertdokumente erneut prüft und automatisch entwertet oder vernichtet.

Bei diesem Vorgehen im Zusammenhang mit kleineren Banknotenbearbei- tungsmaschinen werden die noch nicht entwerteten aber bereits als nicht umlauffähig eingestuften Wertdokumente manuell bearbeitet und gegebenenfalls mittels eines Werttransports zum Vernichten transportiert. Dies stellt einen hohen Kostenfaktor sowie ein Sicherheitsrisiko aufgrund der dabei existierenden Manipulationsmöglichkeiten dar. Demgegenüber werden bei Bearbeitungsmaschinen mit großen Bearbeitungsvolumen, wie sie beispielsweise in zentralen Bearbeitungszentren eingesetzt werden, nicht umlauffähige Banknoten nach der Prüfung direkt vernichtet. In der Regel sind derartige Maschinen mit einem separaten Shreddermodul zur Vernichtung der Banknoten ausgestattet. Derartige Banknotenbearbeitungsmaschinen sind jedoch sperrig und unhandlich und für kleinere Anwendungen unerschwinglich.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, für Wertdokumente, die mit einer kompakten Bearbeitungsvorrichtung auf ihre Umlauffähigkeit ge- prüft werden, die Entwertung der nicht umlauffähigen Wertdokumente zu verbessern.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung zur Bearbeitung von Wertdokumenten, insbesondere Banknoten, sowie ein entsprechendes Ver- fahren gemäß den unabhängigen Ansprüchen. Weiterbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen sind in davon abhängigen Ansprüchen angegeben.

Eine Vorrichtung zur Bearbeitung von Wertdokumenten weist neben einem Eingabefach mit nachgeschalteter Vereinzelungseinrichtung und einer Transporteinrichtung, welche die vereinzelten Wertdokumente entlang eines vorgegebenen Transportpfades zu einer Prüfeinrichtung zur Umlauffähigkeitsprüfung und weiter zu Ablagefächern für umlauffähige Wertdokumente transportiert, erfindungsgemäß eine als Stanzeinrichtung ausgebildete Entwertungseinrichtung auf, welche derart in der Vorrichtung angeordnet ist, dass nicht umlauffähige Wertdokumente im Laufe ihres Transports entlang des Transportpfads entwertet werden können.

Durch die entlang des Transportpfades integrierte Entwertungseinrichtung wird eine manuelle Handhabung der bereits als nicht umlauffähig bewerteten Wertdokumente vermieden. Dadurch sinken die Kosten des Entwertens und die sich bei der manuellen Handhabung nicht umlauffähiger Wertdokumente ergebenden Sicherheitsprobleme werden vermieden.

Die Entwertungseinrichtung ist an einer geeigneten Stelle in der Bearbeitungsvorrichtung derart in den Transportpfad integriert, dass weitere Komponenten der Bearbeitungsvorrichtung, wie z.B. die Prüfeinrichtung, nicht beeinträchtigt werden und insbesondere der vorgesehene Transportpfad gegenüber der entsprechenden, noch nicht mit einer Entwertungseinrichtung versehenen Bearbeitungsvorrichtung nicht verlängert oder verändert werden muss. Sobald die Prüfeinrichtung ein Wertdokument als nicht umlauffähig geprüft hat, kann die Entwertung dieses Wertdokuments während des Transports erfolgen, so dass kein weiterer Platzbedarf zum Zwischenspeichern oder Stapeln zu entwertender Wertdokumente innerhalb der Bearbei- tungsvorrichtung benötigt wird und somit eine zu einem Zwischen- oder Stapelspeicher führende Abzweigung des Transportpfads entbehrlich ist.

Da die in den vorgegebenen Transportpfad integrierte Entwertungseinrich- tung nicht umlauffähige Wertdokumente einzeln entwertet, kann sie besonders platzsparend ausgeführt werden, so dass auch der erforderliche Bauraum gegenüber der entsprechenden, nicht mit einer Entwertungseinrichtung versehenen Bearbeitungsvorrichtung nicht oder nur unwesentlich größer ist. Auch bleibt der Platzbedarf einer mit einer erfindungsgemäßen Ent- wertungseinrichtung versehenen Bearbeitungs Vorrichtung im Wesentlichen unverändert, da kein zusätzliches Modul oder dergleichen erforderlich ist. Insofern eignet sich die erfindungsgemäße Entwertungseinrichtung insbesondere zum Aufrüsten bisher nicht mit einer Entwertungsmöglichkeit versehenen, z.B. kleineren Bearbeitungsvorrichtungen.

Der Transport eines nicht umlauffähigen Wertdokuments in der Vorrichtung muss zur Entwertung oder Stanzung nicht angehalten werden, so dass die Wertdokumente weiterhin im Wesentlichen kontinuierlich transportiert werden können. Ebenso wenig wird der Transport nachfolgender umlauffä- higer oder nicht umlauffähiger Wertdokumente beeinträchtigt.

Die Entwertung mittels einer Stanzeinrichtung ist irreversibel. Vorteilhaft werden die Wertdokumente jeweils durch Ausstanzen eines geeigneten Stanzmusters einzeln entwertet. Das Stanzmuster kann dabei nahezu belie- big ausgestaltet sein, z.B. können regelmäßige oder unregelmäßige Lochmuster ausgestanzt werden, die z.B. in einer oder mehreren Reihen angeordnet sind. Denkbar sind auch Ausstanzungen in Form von beliebigen Mustern, wie Linien oder Sternen, oder auch das Ausstanzen von Schriftzügen, wie beispielsweise den Worten„ENTWERTET" oder„VOID". Das Stanzmuster sollte jedenfalls die willentliche Entwertung deutlich machen und von einer versehentlichen und unwillkürlichen Entwertung z.B. aus Unachtsamkeit durch einen Besitzer eines Wertdokuments zu unterscheiden sein. Die Erfindung verbessert die Handhabung insbesondere von nicht umlauffähigen Wertdokumenten, da die Prüfung und die eventuelle anschließende Entwertung von nicht umlauffähigen Wertdokumenten vollständig während des Transports der Wertdokumente entlang des Transportpfads erfolgen kann. Hierbei berücksichtigt die Prüf einrichtung bei der Beurteilung der Umlauffähigkeit eines Wertdokuments insbesondere Kriterien wie Risse, Löcher, Verschmutzung, Lappigkeit, Eselsohren, Klebestreifen oder auch fehlende Teile.

Neben den Sensoren zur Prüfung auf Umlauffähigkeit können auch weitere Sensoren vorgesehen sein, um die Wertdokumente beispielsweise auf Wert, Gültigkeit oder Authentizität prüfen zu können. Abhängig von den Ergebnissen einer solchen weiterführenden Prüfung werden umlauffähige Wertdokumente zu entsprechenden Ablagefächern transportiert und dort abgelegt. Es kann beispielsweise jeweils ein Fach für eine Denomination vorgese- hen sein, um Banknoten nach Denomination sortiert in die Fächer einordnen zu können.

Zusätzlich zu solchen Ablagefächern ist ein Sonderablagefach für die entwerteten Wertdokumente vorgesehen. Dieses Sonderablagefach kann am Ende des Transportpfades als zusätzliches Ablagefach ergänzt werden oder an einer beliebigen Position innerhalb einer Reihe von Ablagefächern eingerichtet werden. Das Sonderablagefach unterscheidet sich nicht von den Ablagefächern zur Aufnahme umlauffähiger Wertdokumente, sondern vorzugsweise lediglich dadurch, dass es nicht umlauffähige Wertdokumente aufnimmt. Die Entwertungseinrichtung kann unmittelbar hinter der Prüf einrichtung angeordnet sein, so dass entwertete wie auch nicht entwertete Wertdokumente nach Passieren der Entwertungseinrichtung weiterhin entlang des Transportpfades zu dem jeweils vorgesehenen Ablagefach transportiert werden. Die Entwertungseinrichtung nimmt die Entwertung also derart vor, dass die Blatteigenschaft und Transportfähigkeit der Wertdokumente durch das Entwerten nicht beeinträchtigt wird. Ähnlich wie die umlauffähigen Wertdokumente in den entsprechenden Ablagefächern werden auch die entwerteten Wertdokumente in dem Sonderablagefach einzeln abgelegt. Bei dieser Variante muss die Entwertungseinrichtung zwischen zu entwertenden nicht umlauffähigen und nicht zu entwertenden umlauffähigen Wertdokumenten unterscheiden können, was über eine Signalverbindung von der Prüfeinrichtung zu der Entwertungseinrichtung erreicht werden kann.

Alternativ kann die Entwertungseinrichtung auch in dem Transportpfad unmittelbar vor dem Sonderablagefach und hinter allen Ablagefächern angeordnet sein. Dadurch wird erreicht, dass nur die nicht umlauffähigen Wertdokumente die Entwertungseinrichtung passieren, da alle umlauffähi- gen Wertdokumente an dieser Stelle im Transportpfad bereits in einem der Ablagefächer hinterlegt wurden. Die nicht umlauffähigen Wertdokumente werden hierbei nach dem Entwerten nur noch über eine kurze Transportstrecke in das Sonderablagefach transportiert. Bei dieser Variante muss die Entwertungseinrichtung nicht so ausgebildet sein, dass umlauffähige Wertdo- kumente ohne entwertet zu werden passieren können.

Dennoch ist die Entwertungseinrichtung bevorzugt separat von dem Sonderablagefach ausgebildet, so dass die Entwertung außerhalb des Sonderablagefachs erfolgt. Dadurch kann die Anordnung von Ablagefächern mit der Entwertungseiniichtung nachzurüstender Bearbeitungsvorrichtungen unverändert bleiben und eine besonders platzsparende und einfache Integration der Entwertungseinrichtung in der Bearbeitungsvorrichtungen erreicht werden, da lediglich die Entwertungseinrichtung im Bereich des Transport- pfades angebracht werden muss und eine entsprechende Sensorik vorzusehen ist, die entwertete Wertdokumente in das Sonderablagefach leitet.

Die Möglichkeit der von dem Sonderablagefach separaten Anordnung der Entwertungseinrichtung sowie der Anordnung des Sonderablagefachs an einer beliebigen Position innerhalb der Ablagefächer führt zu einer besonders einfachen Nachrüstung einer Bearbeitungsvorrichtung mit der erfindungsgemäßen Entwertungseinrichtung, die beispielsweise bei Zerstörung der nicht umlauffähigen Wertdokumente, z.B. durch einen Shredder, nicht gegeben wäre, da ein Shredder immer nur als zusätzliches Modul am Ende des Transportpfades möglich ist.

Bei der Entwertung, d.h. der Stanzung der nicht umlauffähigen Wertdokumente werden diese insbesondere nicht vollständig zerstört, sondern nur so weit mit dem Stanzmuster versehen, dass die Entwertung eindeutig und ir- reversibel deutlich wird. Dennoch bleiben die entwerteten Wertdokumente aufgrund des Erhalts ihrer Blatteigenschaft und Transportfähigkeit handhabbar und transportierbar. Auch das Sonderablagefach muss deshalb keine spezielle Ausgestaltung aufweisen, da die entwerteten Wertdokumente gehandhabt werden können, wie auch die umlauffähigen Wertdokumente. Auch dies erlaubt eine einfache Integration der Entwertungseinrichtung in bestehende Bearbeitungsvorrichtungen für Wertdokumente, da erst dies die getrennte und nahezu beliebige Anordnung der Entwertungseinrichtung und des Sonderablagefachs entlang des Transportpfades ermöglicht. Der Erhalt der Blatteigenschaft und Transportfähigkeit hat zudem den Vorteil, dass eine Bedienperson den Stapel der bereits entwerteten Wertdokumente bei Bedarf, z.B. bei auftretenden Unstimmigkeiten im Verfahrensablauf der Bearbeitungsvorrichtung, aus dem Sonderablagefach entnehmen und nachprüfen und zählen kann. Die entwerteten Wertdokumente werden in dem Sonderablagefach geordnet abgelegt, z.B. gestapelt, was eine einfache Weiterverarbeitung maschinell oder durch eine Bedienperson erlaubt. Da die Wertdokumente dann jedoch entwertet sind, sind besonderen Sicherheitsmaßnahmen dann nicht erforderlich.

Die Stanzeinrichtung kann als von der Transporteinrichtung koordinierte, rotierbare Stanzwalze ausgebildet sein, welche die Wertdokumente während des Transports entwertet. Auf der rotierenden Walze sind Stanzeinheiten angeordnet, welche im Zusammenspiel mit einem Gegenstück die vorbeitransportierten Wertdokumente durch die Rotation mit dem Stanzmuster versieht. Alternativ kann die Stanzeinrichtung auch als linear bewegbarer Stanzstempel ausgebildet sein, welcher sich senkrecht zur Transportrichtung der Wertdokumente auf und nieder bewegt.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der begleitenden Zeichnungen beispielhaft beschrieben. Darin zeigen schematisch:

Fig. 1 eine Vorrichtung zur Bearbeitung von Wertdokumenten,

Fig. 2 eine Entwertungseinrichtung mit einer Stanzwalze und

Fig. 3 eine Entwertungseinrichtung mit einem Stanzstempel. In Fig. 1 ist stark schematisiert eine Vorrichtung 1 zur Bearbeitung von Wertdokumenten 3 in Gestalt einer Banknotensortiermaschine dargestellt. Die Vorrichtung 1 weist ein Eingabefach 2 auf, in welches ein Stapel von Banknoten 3 eingelegt werden kann. Das Eingabefach 2 weist eine Neigung derart auf, dass die Kanten der Banknoten 3 an der Anschlagsfläche 5 ausgerichtet werden. Die Banknoten 3 werden aus dem Eingabefach 2 heraus mittels eines Vereinzlers 19 vereinzelt und einem Transportpfad 4 zugeführt.

Die Banknoten 3 werden in Pfeilrichtung entlang des Transportpfads 4 transportiert. Durch die im wesentlichen U-förmige Anordnung des Transportpfads 4 weist dieser trotz der kompakten Außenabmessungen der Vorrichtung 1 eine ausreichende Länge auf, so dass eine ausreichende Anzahl von Sensoren der Prüfeinrichtung 6 entlang der Transportstrecke 4 angeordnet werden können und entsprechende Stellglieder in Transportrichtung nach der Prüfeinrichtung 6 gestellt werden können, um die Banknoten 3 in einem auf Basis des Prüfungsergebnisses ermittelten Fach 10 oder 12 bis 15 ablegen zu können. Eine Benutzerschnittstelle 21 mit Display ist vorgesehen, um den Bearbeitungszustand anzuzeigen und/ oder um Eingaben vornehmen zu können.

Die Banknoten 3 werden einzeln über den Transportpfad 4 durch eine Prüfeinrichtung 6 transportiert. Diese kann unterschiedliche Merkmale der Banknoten 3 prüfen und auswerten. Dazu zählen beispielsweise der Wert, die Gültigkeit und/ oder die Authentizität. Insbesondere prüft die Prüfein- richtung 6 die einzelnen Banknoten 3 auf Umlauffähigkeit. Dabei spielen Kriterien wie Risse, Löcher, Verschmutzung, Lappigkeit, Eselsohren, Klebestreifen oder auch fehlende Teile einer Banknote 3 eine Rolle. Eine nicht dargestellte Steuereinrichtung wertet die Ergebnisse der Prüfeinrichtung 6 aus und steuert entsprechende Weichen oder Stellglieder an, um die Banknoten abhängig von dem Prüfungsergebnis weiter zu bearbeiten.

Nicht identifizierbare, beispielsweise aufgrund von Mehrfachabzügen, oder als falschgeldverdächtig erkannte Wertdokumente werden über eine Weiche 8 aus dem Transportpfad 4 abgezweigt. Über einen Spiralfachstapler 9 werden diese aussortierten Wertdokumente abgebremst und in einem speziellen Ablagefach 10 abgelegt. Das Ablagefach 10 ist für die Bedienperson frei zugänglich, so dass diese die Wertdokumente entnehmen und nachbearbeiten kann.

Die übrigen Banknoten 3 werden entlang des Transportpfades 4 weiter in Richtung einer Schnittstelle 16 transportiert, welche den Eingang zu einem Ablagemodul der Vorrichtung 1 bildet. Die Banknoten 3 werden mittels ei- ner Längs-/ Querfördereinrichtung 7 dem Transportpfad 11 zugeführt. Dabei wird die ursprüngliche Bewegungsrichtung, welche beispielsweise in Längsrichtung einer Banknote 3 verlaufen kann, in eine dazu senkrechte Bewegungsrichtung durch eine geeignete Mechanik geändert. Abhängig von dem Prüfungsergebnis werden die Banknoten 3 dann über entsprechende, nicht dargestellte Spiralfachstapler in den Ablagefächern 12, 13, 14, 15 abgelegt.

Falls aufgrund einer Betriebsstörung das korrekte Ablegen der Banknoten 3 nicht mehr sichergestellt ist, werden die Banknoten über den Ausgang 17 einem Not- Ausgabefach 18 zugeführt. Anstatt des Not-Ausgabefachs 18 kann auch ein weiteres Ablagemodul mit einer identischen Fächeranordnung, mit anderen Fächern oder beispielsweise mit einem sogenannten Safebag angeschlossen werden, an dessen Ausgang dann das Not- Ausgabefach 18 angeschlossen wird. Zur Entwertung von nicht umlauffähigen Banknoten, die durch die Prüf ein- richtung 6 der Vorrichtung 1 als nicht umlauffähig bewertet wurden, weist die Vorrichtung 1 eine Entwertungseinrichtung 20 auf, welche in dem

Transportpfad 4 integriert ist. Die nicht umlauffähigen Banknoten werden bei der Entwertung nicht vollständig zerstört, sondern lediglich irreversibel mit einem Stanzmuster versehen und erhalten ansonsten ihre Blatteigenschaften und -ausmaße. Insbesondere bleiben die Kanten der Banknoten im Wesentlichen erhalten, so dass ein Weitertransport der entwerteten Banknoten entlang des Transportpfades 4 möglich ist. Die entwerteten Banknoten können somit in einem der Ablagefächer 12 bis 15 abgelegt werden. In diesem Fall kann beispielsweise das Ablagefach 15 als Sonderablagefach für entwertete Banknoten ausgebildet sein. Das Sonderablagefach 15 kann für den Bediener nach vorne hin geschlossen sein und eventuell besondere Zugriffsrechte für die Entnahme der entwerteten Banknoten aufweisen. Na- türlich können auch eines oder mehrere der anderen Ablagefächer 12, 13, 14 als Sonderablagefach bestimmt sein.

Die entwerteten Banknoten werden in dem Sonderablagefach 15 wie auch die nicht entwerteten Banknoten in den Ablagefächern 12 bis 14 in einer ge- ordneten Weise abgelegt. Insbesondere werden die Banknoten gestapelt abgelegt, so dass eine weitere Bearbeitung einfach möglich ist. Die Stapel von Banknoten können von einer Bedienperson einfach entnommen werden und ohne aufwändige manuelle Nachbearbeitung beispielsweise verpackt oder einem anderen Prozess zugeführt werden.

Gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel können alle Ablagefächer 12, 13, 14, 15 für umlauffähige Banknoten vorgesehen sein. Es kann dann ein weiteres Modul angeschlossen sein, welches einen Safebag für die entwerteten Banknoten enthält. Ein Safebag zeichnet sich dadurch aus, dass die Bankno- ten nicht mehr ohne sichtbare Manipulation entnommen werden können, da beispielsweise der Deckel des Saf ebags einrastet und nicht ohne sichtbare Manipulation zu öffnen ist. Der bei der Entnahme zu verschließende Safebag mit entwerteten Banknoten kann nun manipulationssicher an einer zentralen Stelle zur letztendlichen Banknotenvernichtung entsorgt werden.

Die Entwertungseinrichtung 20 ist in dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel in dem Basismodul der Vorrichtung 1 in Transportrichtung vor der Schnittstelle 16 des Ablagemoduls angeordnet. Es kann aber auch vorgesehen sein, die Entwertungseinrichtung 20 im Bereich der Transportstrecke 11 innerhalb des Ablagemoduls oder auch unmittelbar vor dem Sonderablagefach 15 anzuordnen.

Im Falle der Anordnung der Entwertungseinrichtung 20 unmittelbar vor dem Sonderablagefach 15 müssen die entwerteten Banknoten nur noch über einen sehr kurzen Abschnitt des Transportpfades transportiert werden. Insbesondere können die entwerteten Banknoten direkt nach dem Stanzen nach einem nur geringen weiteren Transport in dem Sonderablagefach 15 abgelegt werden. Bei dieser Ausführungsform müssen umlauffähige, nicht zu entwertende Banknoten die Entwertungseinrichtung 20 nicht passieren, sondern lediglich die zu entwertenden, nicht mehr umlauffähigen Banknoten. Dies vereinfacht die Steuerung der Entwertungseinrichtung 20, da diese nicht zwischen zu entwertenden und nicht zu entwertenden Banknoten unterscheiden muss, sondern alle Banknoten, die die Entwertungseinrichtung 20 erreichen, entwerten kann. Umlauffähige Banknoten erreichen die Entwertungseinrichtung erst gar nicht, sondern werden zuvor schon in einem der Ablagefächer 12 bis 14 abgelegt. Durch die Möglichkeit der flexiblen Anordnung der Entwertungseinrichtung 20 an einer beliebigen Stelle entlang des Transportpfades (jedoch nach der Prüf einrichtung 6 und vor dem jeweiligen Sonderablagefach) und dadurch, dass die entwerten Banknoten weiterhin transportierbar bleiben, können Banknotenbearbeitungsvorrichtungen, wie z.B. die in Fig. 1 illustrierte Sortiervorrichtung, mit geringem Aufwand mit einer Entwertungseinrichtung aufgerüstet werden.

Die flexible Anordnung der Entwertungseinrichtung 20 an einer beliebigen Stelle im Transportpfad 4 wird ferner durch das einzelne Entwerten der Banknoten ermöglicht. Die Entwertung kann somit während des normalen Transports entlang des Transportpfads 4 erfolgen, ohne dass eine geeignete Stelle zum Sammeln von zu entwertenden Banknoten und eine stapelweise Entwertung eingerichtet werden muss. Die Entwertungseinrichtung 20 ist daher in ihren Abmessungen sehr kompakt und leicht integrierbar. Auch der Transportpfad 4 muss nicht zusätzlich verzweigt werden, so dass der Banknotentransport nicht durch zusätzliche Weichen und Pfade erschwert wird, die potentielle Staurisiken bilden. Unabhängig von der Stelle im Transportpfad 4, an der die Entwertungseinrichtung 20 angeordnet ist, ist die Entwertungseinrichtung 20 separat von dem Sonderablagefach 15 ausgebildet. Dadurch muss kein kombiniertes Entwertungs- und Ablagemodul bereitgestellt werden, wodurch das Ablagefach für die entwerteten Wertdokumente unveränderbar festgelegt wäre. Durch die separate Ausgestaltung und die damit verbundene Entwertung der Banknoten außerhalb des Sonderablagefachs kann bei Bedarf durch einfache Umprogrammierung einer Steuereinrichtung ein anderes der Ablagefächer als Sonderablagefach für die entwerteten Wertdokumente definiert werden. Es kann auch vorgesehen werden, dass im Laufe des Betriebs, z.B. wenn das Sonderablagefach 15 mit entwerteten Banknoten gefüllt ist, ein o- der mehrere zusätzliche Sonderablagefächer 12, 13, 14 definiert werden. Dies ist möglich, da sich die Ablagefächer 12 bis 15 aufgrund der Handhabbarkeit der Banknoten auch nach dem Entwerten nicht unterscheiden, so dass ledig- lieh die Steuereinrichtung andere Stellglieder im Transportpfad 4, 11 ansteuern muss.

Die Steuereinrichtung (nicht dargestellt) ist über Signalleitungen mit der Prüfeinrichtung 6 und der Entwertungseinrichtung 20 verbunden und steht mit diesen derart in Wechselwirkung, dass die Steuereinrichtung die Ergebnisse der Prüfung entgegen nehmen und damit die Entwertungseinrichtung 20 und etwaige Weichen zur Steuerung des Banknotentransports ansteuern kann. Die Steuereinrichtung bestimmt beispielsweise den Weg einer Banknote 3 abhängig von dem Prüfungsergebnis und weist jeder Banknote 3 ein be- stimmtes Ablagefach 10, 12, 13, 14, 15 zu. Die Steuereinrichtung gibt an die Entwertungseinrichtung 20 ein Entwertungssignal, falls die Prüfeinrichtung 6 eine Banknote für nicht umlauffähig hält. Falls die Entwertungseinrichtung 20 vor allen Ablagefächern 12 bis 15 angeordnet ist, können somit auch nicht zu entwertende Wertdokumente die Entwertungseinrichtung passieren, oh- ne entwertet zu werden. Es ist kein separater Transportpfad für zu entwertende Wertdokumente notwendig.

In den Figuren 2 und 3 ist stark schematisiert die Entwertungseinrichtung 20 der Vorrichtung 1 näher dargestellt. Fig. 2 zeigt die Entwertungseinrichtung 20 mit einer Stanzwalze 22. Die Banknoten 3 werden entlang des Transportpfades 4 über ein Rollenpaar 25 und ein Rollenpaar 23 der Entwertungseinrichtung 20 zugeführt. Durch die Rotation der Stanzwalze 22 werden in die zu entwertende Banknote 3 über ein Gegenstück 27 entsprechende Löcher zur Entwertung eingestanzt. Die entwertete Banknote bleibt jedoch hand- habbar und transportierbar und kann über das Rollenpaar 24 und das Rollenpaar 26 weiter entlang des Transportpfades 4 aus der Entwertungseinrichtung 20 heraus transportiert werden. Die Stanzwalze 22 ist vorzugsweise so eingerichtet, dass sie von dem Transportpfad 4 wegbewegt werden kann, falls umlauffähige Banknoten, welche nicht entwertet werden sollen, die Entwertungseinrichtung 20 passieren.

In Fig. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Entwertungseinrichtung 20 dargestellt. Diese weist grundsätzlich den gleichen Aufbau wie die in Figur 2 dargestellte Entwertungseinrichtung 20 auf. Jedoch erfolgt das Ausstanzen des Stanzmusters nicht über eine Stanzwalze, sondern über einen Stanzstempel 28, welcher senkrecht zur Transportrichtung linear auf und ab bewegt werden kann. Falls eine nicht zu entwertende Banknote die Entwertungseinrichtung 20 passiert, verbleibt der Stanzstempel 28 in der oberen, von der Transportstrecke 4 beabstandeten Position.