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Title:
PROJECTILE LOOM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/039242
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a projectile loom (10) which comprises on one or both ends of the shed yarn-tensioning devices (17) with a plurality of winding arms (39.1 to 39.8) for every weft thread supplied by the yarn-tensioning devices, said winding arms (39.1 to 39.8) being driven individually and preferably being controlled individually.

Inventors:
FARNER, Markus (Kapfsteig 32, Zürich, CH-8032, CH)
SIMEON, Alex (Tulpenweg 5, Jona, CH-8645, CH)
Application Number:
EP2006/009472
Publication Date:
April 12, 2007
Filing Date:
September 29, 2006
Export Citation:
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Assignee:
FARNER, Markus (Kapfsteig 32, Zürich, CH-8032, CH)
SIMEON, Alex (Tulpenweg 5, Jona, CH-8645, CH)
International Classes:
D03D47/34; D03D47/24; D03D47/34; D03D47/00
Attorney, Agent or Firm:
KOHLER SCHMID MÖBUS PATENTANWÄLTE (Ruppmannstrasse 27, Stuttgart, 70565, DE)
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Claims:

Patentansprüche:

1. Projektil-Webmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass sie auf einer oder beiden Seiten des Webfachs Fadenspanner (17,17') mit mehreren Wickelarmen (39.1 bis 39.8) für jeden von Fadenspeichern zugeführten Schussfaden aufweist, wobei die Wickelarme (39.1 - 39.8) einzeln angetrieben und vorzugsweise einzeln angesteuert sind.

2. Projektil-Webmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Wickelarme (39.1 bis 39.8) in Abhängigkeit von den Fadeneigenschaften der einzelnen Schussfäden derart ansteuerbar ist, dass die Fadenspannung konstant bleibt oder geregelt veränderbar ist.

3. Projektil-Webmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass sie auf einer oder auf beiden Seiten des Webfachs einen Fadenspanner (50) aufweist, der mit mindestens einem Element (51, 52) für jeden von Fadenspeichern zugeführten Schussfaden (53) versehen ist, das zum Spannen, zum übergeben an ein Projektil und zur Freigabe des Schussfadens (53) eine

Linearbewegung ausführt.

4. Projektil-Webmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Element (51, 52) ein Hubzylinder, vorzugsweise ein elektrisch oder pneumatisch angetriebener Hubzylinder ist.

5. Projektil-Webmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Schussfaden-Auswahlvorrichtung in Gestalt einer Luftdüse (56) aufweist, die den Schussfaden(53) vom Fadenspanner (50) an ein Projektil übergibt.

6. Projektil-Webmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Projektil (21, 21') zu seiner zentralen Querachse (37') an beiden Enden eine Klemmvorrichtung (35, 36) für einen Schussfaden aufweist und ein Gewicht von maximal 100 g, vorzugsweise von 20 g aufweist.

7. Projektil-Webmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmvorrichtungen (35, 36) an beiden Enden zum Klemmen unterschiedlicher Garnqualitäten unterschiedlich gestaltet sind.

8. Projektil-Webmaschine nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmvorrichtungen (35. 36) den Sc'πussfaden (53) mit magnetischer Kraft klemmen.

9. Projektil-Webmaschine nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine der Klemmbacken der beiden Klemmvorrichtungen (35, 36) an einem gemeinsamen Kipphebel (37) angeordnet ist.

Description:

Proiektil-Webmaschine

Beschreibung:

Bisher sind bei Webmaschinen Fadenspanner bekannt, die den Schussfaden mittels Kurvenscheiben spannen. Um die verschiedenen Spannungen der verschiedenen Schussfäden zu beeinfiussen, ist der Einsatz diverser Kurvenscheiben nötig. Dabei muss die Webmaschine stillgesetzt werden, was zu erhöhten Produktionszeiten führt.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Projektil- Webmaschine zu schaffen, mit der geringere Produktionszeiten möglich sind.

Die Aufgabe wird mit einer Projektil-Webmaschine gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, dass auf einer oder beiden Seiten des Webfachs

Fadenspanner mit mehreren Wickelarmen für jeden von Fadenspeichern zugeführten Schussfaden vorgesehen ist, wobei die Wickelarme einzeln angetrieben und vorzugsweise einzeln angesteuert sind.

Mit diesen neuen Fadenspannern ist eine individuelle Spannung der

Schussfäden gemäß ihren Eigenschaften auch bei laufender Webmaschine möglich. Es kommt zu keiner Erhöhung der Produktionszeiten. Der erfindungsgemäße Fadenspanner kann auch bei anderen hier nicht beschriebenen Webmaschinen eingesetzt werden. Ebenfalls ist der erfindungsgemäße Fadenspanner in Alleinstellung überall dort einsetzbar, wo ein einzelner Faden oder mehrere Fäden während des Betriebs einer Vorrichtung gespannt werden müssen. Mit dem hier beschriebenen

Fadenspanner lassen sich Fäden unterschiedlicher Art individuell spannen bzw. belasten.

Hierzu kann der Antrieb der Wickelarme in Abhängigkeit von den Fadeneigenschaften der einzelnen Schussfäden derart ansteuerbar sein, dass die Fadenspannung konstant bleibt oder geregelt veränderbar ist. Insbesondere der Zeitpunkt und die Geschwindigkeit des Aufwickeins lassen sich so individuell auf die einzelnen Garnqualitäten anpassen.

Eine zweite Variante einer erfindungsgemäßen Webmaschine weist auf einer oder auf beiden Seiten des Webfachs einen Fadenspanner auf, der mit mindestens einem Element für jeden von einem Fadenspeicher zugeführten Schussfaden versehen ist, das zum Spannen, zum übergeben an ein Projektil und zur Freigabe des Schussfadens eine Linearbewegung durchführt.

Bei dieser Variante weist der Fadenspanner also anstelle der eine rotatorische Bewegung ausführenden Wickelarme mindestens ein linear bewegliches Element zum Spannen und Freigeben des Schussfadens sowie zu seiner übergabe an ein Projektil auf. Lineare Bewegungen lassen sich präziser steuern als Rotationsbewegungen, die dafür benötigten Elemente sind vorzugsweise Hubzylinder, insbesondere elektrische oder pneumatische Hubzylinder. Sind mehrere Elemente vorgesehen, so können diese einzeln angetrieben und vorzugsweise auch einzeln angesteuert sein.

Weitere Vorteile ergeben sich, wenn die Webmaschine eine Schussfaden- Auswahlvorrichtung in Gestalt einer Luftdüse aufweist, die den Schussfaden vom Fadenspanner an ein Projektil übergibt.

Die erfindungsgemäße Projektil-Webmaschine lässt sich auch durch eine neue Ausgestaltung der Projektile für Schussfäden, welche unterschiedlich sein können, hinsichtlich Leistungsfähigkeit und Kosten optimieren. So kann das mindestens eine Projektil an beiden Enden eine Klemmvorrichtung für einen Schussfaden aufweisen und ein Gewicht von maximal 100 g, vorzugsweise von

20 g, aufweisen. Die beiden Klemmvorrichtungen erlauben, das Projektil von beiden Seiten in das Webfach einzutragen, ohne es vorher drehen zu müssen. Durch das geringe Gewicht lässt sich das Projektil auf hohe Geschwindigkeiten beschleunigen, sodass die Webmaschine mit einer hohen Schlagzahl betrieben werden kann. Die Klemmvorrichtungen an den beiden Enden können auch unterschiedlich ausgebildet sein, insbesondere unterschiedliche Klemmflächen und Klemmkräfte aufweisen, sodass Schussfäden unterschiedlicher Qualität eingetragen werden können. Durch das Vorsehen zweier Klemmvorrichtungen an den Enden des Projektils kann außerdem der Schussfadenabfall minimiert werden.

Zum Klemmen des Schussfadens können magnetische Kräfte eingesetzt werden. Dadurch lässt sich ein besonders geringes Gewicht der Projektile realisieren. Außerdem können die Klemmvorrichtungen an einem gemeinsamen Kipphebel angeordnet sein und im Wechsel öffnen und schließen. Auch dieser sehr einfache Aufbau trägt zur Gewichtsreduktion des Projektils bei.

Die Projektil-Webmaschine kann außerdem mindestens eine Beschleunigungsvorrichtung für mindestens ein Projektil zum

Schussfadeneintrag aufweisen, wobei die Beschleunigungsvorrichtung ein ungleichmäßig übersetzendes Getriebe zum Antrieb eines gegen das Projektil bewegbaren Beschleunigungselements aufweisen kann, der das Projektil in das während des Webvorgangs gebildete Webfach schießt. Die Webmaschine kann auch auf beiden Seiten des Webfachs eine Beschleunigungsvorrichtung für das mindestens eine Projektil aufweisen.

Das Ersetzen des üblicherweise zur Beschleunigung des Projektils verwendeten Torsionsstabs durch ein ungleichmäßig übersetzendes Getriebe zur Bereitstellung der Energie für die Beschleunigung des Projektils erhöht den Wirkungsgrad der Webmaschine entscheidend. Im Gegensatz zu einem Torsionsstab benötigt ein solches Getriebe auch keine ölkühlung.

Der Schussfadeneintrag kann somit von beiden Seiten in das Webfach erfolgen. Dazu ist es ausreichend, ein einziges Projektil vorzusehen, das im Wechsel von links und von rechts in das Webfach eingetragen wird. Dadurch entfällt die Vorrichtung zum Zurückführen der Projektile, wie sie bei Projektil- Webmaschinen mit einseitigem Schussfadeneintrag erforderlich ist. Zwar sind bei einer solchen Ausgestaltung der Webmaschine zwei

Beschleunigungsvorrichtungen erforderlich, doch werden diese jeweils weniger stark belastet als die Beschleunigungsvorrichtung einer Projektil-Webmaschine mit einseitigem Schussfadeneintrag, da immer ein Beschleunigungselement in Ruhe ist, während das andere Beschleunigungselement das Projektil beschleunigt. Die Vorrichtungen können somit schwächer ausgelegt werden und sind daher günstiger in der Herstellung ais eine für eine Dauerbeiastung ausgelegte Vorrichtung. Außerdem lassen sich durch das Vorsehen zweier Beschleunigungsvorrichtungen, die ein Projektil im Wechsel von links und von rechts in das Webfach eintragen, Webgeschwindigkeiten erreichen, die mit einer Projektil-Webmaschine mit einseitigem Schussfadeneintrag nicht zu erzielen sind. Ein weiterer Vorteil des beidseitigen Schussfadeneintrags liegt in der Möglichkeit, gleichmäßigere Gewebe herstellen zu können als mit Maschinen mit einseitigem Schussfadeneintrag, da die stets vorhandenen Spannungsunterschiede der Schussfäden zwischen der Eintragseite und der Austragseite bei zweiseitigem Schussfadeneintrag besser ausgeglichen werden können als bei einseitigem Schussfadeneintrag.

Es besteht außerdem die Möglichkeit, von den beiden Seiten des Webfachs und mittels zweier unterschiedlicher Klemmvorrichtungen im Projektil Schussfäden unterschiedlicher Farben und unterschiedlicher Qualitäten einzutragen und dadurch neuartige Gewebe herzustellen.

Für die Ausgestaltung des ungleichmäßig übersetzenden Getriebes sind verschiedene Varianten denkbar. Bei einer bevorzugten Ausgestaltung kann das Getriebe exzentrisch gelagerte und/oder von der runden Form abweichende Zahnräder aufweisen, um die erforderliche kurzzeitige hohe

Beschleunigung des Beschleunigungselements zu erreichen. Es kann außerdem ein Kurventrieb vorgesehen sein.

Grundsätzlich lässt sich das Beschleunigungselement, hier ein Hebel, zur Beschleunigung des Projektils über den Zentralantrieb der Webmaschine mit antreiben. Die Beschleunigungsvorrichtung kann jedoch auch einen eigenen Motor, wie einen Elektromotor, vorzugsweise einen Asynchronmotor, aufweisen. Dadurch kann die für die Beschleunigung des Projektils notwendige Energie sofort nach dem Einschalten der Webmaschine zur Verfügung gestellt werden. Auch die Auslegung des Getriebes wird bei Vorhandensein eines eigenen Antriebs einfacher. Es versteht sich, dass auch hydraulische oder pneumatische Antriebe für die Beschleunigungsvorrichtung einsetzbar sind.

Die erfindungsgemäße Webmaschine kann außerdem in an sich bekannter Weise auf einer oder auf beiden Seiten des Webfachs eine Vorrichtung zur Auswahl der von verschiedenen Fadenspeichern zugeführten Schussfäden aufweisen. Dabei lässt sich die Leistungsfähigkeit der Webmaschine dadurch steigern, dass die Vorrichtung zur Auswahl der Schussfäden mehrere nebeneinander angeordnete und quer zur Schussfadeneintragsrichtung linear verschiebbare Fadenzangen aufweist. Bekannte Vorrichtungen zur Schussfadenauswahl, insbesondere zur Farbauswahl, weisen mehrere rotatorisch verstellbare Fadenklemmen auf, die wahlweise dem Projektil ihren Schussfaden zuführen. Die Verstellung dieser Klemmen ist jedoch aufwändiger als die lineare Verschiebung der Fadenzangen bei der Auswahlvorrichtung der erfindungsgemäßen Webmaschine. Dabei kann diese Auswahlvorrichtung mit Vorteil auch bei Webmaschinen mit einem anderen Prinzip des Schussfadeneintrags, also auch bei Greifer-Webmaschinen oder Schleppschützen-Webmaschinen eingesetzt werden. Selbstverständlich ist auch der Einsatz bei klassischen Projektil-Webmaschinen mit einem Torsionsstab-Antrieb des Projektils möglich.

Zweckmäßigerweise kann zur Verschiebung der Fadenzangen ein motorisch angetriebenes Zugmittel, vorzugsweise ein Endlos-Seil oder ein Endlos-Band

vorgesehen sein, an dem die Fadenzangen befestigt sind. Ein solcher Seilantrieb mit einem Schrittmotor ist günstiger als ein Antrieb mit einem Linearmotor. Ketten- und Riemenantriebe über eine oder zwei Rollen sind ebenfalls einsetzbar.

Jede der Fadenzangen kann wahlweise in eine Auswahlposition gebracht werden, aus der sie zur Fadenübergabe auf das Projektil und zur Fadenübernahme auf die Gewebekante zu bewegbar ist. Die Auswahlposition liegt in der Verlängerung der Längsachse des Projektils. Durch die übergabe des Schussfadens von der ausgewählten Fadenzange an das Projektil bleibt der Schussfaden ständig geführt, d.h. es entsteht ein so genannter positiver Schussfadenεintrag. Außerdem hat das Abholen des Schussfadens an der Gewebekante den Vorteil, dass weniger Schussfadenabfall entsteht.

Zur Bewegung der ausgewählten Fadenzange auf das Projektil und/oder auf die Gewebekante zu und zurück in die Auswahlposition kann ein mit der ausgewählten Fadenzange in Eingriff bringbarer Mitnehmer vorgesehen sein. Dies hat den Vorteil, dass nur ein Antrieb für den Mitnehmer und nicht für alle Fadenzangen erforderlich ist.

Auch der Mitnehmer kann an einem angetriebenen Zugmittel, vorzugsweise einem Endlos-Seil oder einem Endlos-Band, befestigt sein, womit sich die gleichen Vorteile wie bei der Bewegung der Fadenzangen erzielen lassen.

Bei der erfindungsgemäßen Webmaschine kann weiterhin beidseitig des

Webfachs eine Vorrichtung zum Abbremsen des mindestens einen Projektils vorgesehen sein, die zwei relativ zueinander bewegliche Klemmbacken aufweist, die das Projektil seitlich klemmen und dadurch abbremsen. Diese Vorrichtung kann gleichzeitig dazu verwendet werden, das Projektil vor dem Abschuss in einer definierten Abschussposition zu halten. Dabei sind die

Klemmbacken geöffnet, stützen das Projektil jedoch von unten ab und bilden beim Start eine seitliche Führung.

Außerdem können von unten ins Webfach ragende Stützelemente vorgesehen sein, die das mindestens eine Projektil während seines Fluges durch das Webfach von unten und seitlich führen. Bekannte Stützelemente für Projektile sind C-förmig ausgebildet und führen daher das Projektil auch auf der Oberseite, wodurch jedoch eine höhere Reibung entsteht und damit keine so hohen Geschwindigkeiten des Projektils erzielbar sind wie bei einer Führung des Projektils ausschließlich von unten und von den Seiten. Des Weiteren wird durch die Reduktion der Reibung der Verschleiß niedrig gehalten.

Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer εrfindungsgemäßen Projektil-Webmaschine anhand der Zeichnung näher beschrieben.

Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der wesentlichen Komponenten einer erfindungsgemäßen Projektil-Webmaschine;

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der Fadenspanner der Webmaschine aus Fig. 1;

Fig. 3a - d eine perspektivische Ansicht einer alternativen Ausgestaltung eines

Fadenspanners in unterschiedlichen Arbeitspositionen;

Fig. 4 eine Ansicht einer dritten Ausgestaltung eines Fadenspanners in

übergabeposition des Schussfadens an ein Projektil;

Fig. 5a, b eine perspektivische Ansicht des Projektils der Webmaschine aus Fig. 1 für links- und rechtsseitigen Schussfadeneintrag;

Fig. 6 eine Detailansicht der Beschleunigungsvorrichtung für das Projektil der Webmaschine aus Fig. 1;

Fig. 7 a, b eine perspektivische Ansicht der Schussfaden-Auswahlvorrichtung der Webmaschine aus Fig. 1 in zwei verschiedenen Stellungen;

Fig. 8 eine vergrößerte Detaildarstellung zu Fig. 6 a;

Fig. 9 eine perspektivische Ansicht der Abbremsvorrichtung der Webmaschine aus Fig. 1.

Fig. 1 zeigt eine Projektil-Webmaschine 10 in ihren wesentlichen Komponenten in einer perspektivischen Ansicht. Die Projektil-Webmaschine 10 ist für einen Schussfaden.eintrag von beiden Seiten in das während des Webvorgangs gebildete Webfach, dass durch zwei Kettfäden 12, 13 angedeutet ist, ausgelegt. Das Webfach, durch das das Projektil transportiert wird, liegt auf der gegenüberliegenden Seite des Webschaftes 43, welches in der Figur nicht zu erkennen ist. Sie weist dazu auf beiden Seiten des Webfachs eine symmetrische Aggregat-Anordnung auf. So sind zwei Beschleunigungsvorrichtungen 14, 14' für Projektile, zwei Schussfaden- Auswahlvorrichtungen 15, 15', zwei Abbremsvorrichtungen 16, 16' sowie zwei Fadenspann-Vorrichtungen 17, 17' vorgesehen. Diese Aggregate werden in den folgenden Figuren 2 bis 8 noch deutlicher dargestellt und beschrieben. Außerdem ist in Fig. 1 der Webschaft 43 der Webmaschine 10 zu erkennen.

In Fig. 2 ist der Fadenspanner 17 der Webmaschine 10 näher gezeigt. Er weist insgesamt acht Wickelarme 39.1 bis 39.8 auf, die jeweils von einem eigenen Elektromotor 40.1 bis 40.8 angetrieben sind. Jeder der Wickelarme 39.1 bis 39.8 kann das Ende eines Schussfadens aufwickeln, sobald der Schussfaden abgeschnitten worden ist. Das Ende wird von den Fadenzangen 26.1 bis 26.8 geklemmt gehalten, welche in der Figur 6 dargestellt sind, wobei die Schussfäden durch die ösen 27 von den Wickelarmen 39.1 bis 39.8 kommend verlaufen. Die Wickelarme 39.1 bis 39.8 dienen als Zwischenspeicher für die Schussfäden, um die Fadenspannung konstant halten zu können. Der einzelmotorische Antrieb der Wickelarme 39.1 bis 39.8 ermöglicht es, jeden

Schussfaden individuell nach seinen Eigenschaften so aufzuwickeln, dass die Fadenspannung konstant bleibt. Ein Umstellen auf Schussfäden anderer Qualitäten ist ohne Umbaumaßnahmen an der Webmaschine und bei laufender Maschine einfach durch eine entsprechende änderung der Ansteuerung der Motoren 40.1 bis 40.8 möglich. Außerdem ist es durch den Fadenspanner 17 mit den einzeln angetriebenen Wickelarmen 39.1 bis 39.8 leichter möglich, für das Gewebe Schussfäden unterschiedlicher Qualitäten bereitzustellen, als bei mechanisch arbeitenden Fadenspannern nach dem Stand der Technik.

Die Figuren 3a bis 3d zeigen eine alternative Ausgestaltung eines

Fadenspanners 50 in Kombination mit einer Schussfaden-Auswahlvorrichtung einer erfindungsgemäßεn Webmaschine. Im Gegensatz zum Fadenspanner 17 weist der Fadenspanner 50 keine drehbaren Wickelarme, sondern zwei linear bewegliche Elemente 51, 52 auf, die als Zylinder, vorzugsweise elektrische oder pneumatische Hubzylinder ausgestaltet sind, wobei die Kolben an der

Spitze jeweils eine öse 51.1, 52.1 aufweisen. Durch beide ösen 51.1 und 52.1 ist ein Schussfaden 53 geführt, der von einem nicht dargestellten Fadenspeicher zugeführt wird. Außer durch die ösen 51.1 und 52.1 ist der Schussfaden durch zwei feststehende ösen 54, 55 sowie eine Luftdüse 56 geführt. Fig. 3a zeigt die Elemente 51, 52 in der Ausgangsposition, d.h. beide Elemente sind vollständig eingefahren. Aus dieser Position wird die Luftdüse 56 betätigt und zeitgleich der Hubzylinder 52 ausgefahren und somit der Schussfaden an das Projektil übergeben (Fig. 3b). Jetzt ist das Element 52 ausgefahren, sodass der Schussfaden 53 zwischen den ösen 55, 52.1 und der Luftdüse 56 einen geraden Verlauf nimmt. Nachdem das Projektil 21 den

Schussfaden erfasst hat, wird auch das Element 51 ausgefahren, sodass das Projektil 21 nach seiner Beschleunigung den Schussfaden reibungsfrei durch sämtliche ösen 54, 51.1, 55, 52.1 und die Luftdüse 56 abziehen kann, wie Fig. 3c zeigt. Nachdem der Schussfaden 53 durch das Webfach hindurchgeführt wurde, wird er abgeschnitten und zunächst durch das Element 51, das nach unten verfährt, zurückgezogen. Dies ist in Fig. 3d dargestellt. Anschließend verfährt auch das Element 52 nach unten, sodass sich wieder die in Fig. 3a

dargestellte Ausgangspositionen ergibt, aus der der Schussfaden 53 wieder an ein Projektil 21 übergeben werden kann.

In Fig. 4 ist ein Fadenspanner 50' dargestellt, der zum Fadenspanner 50 aus Fig. 3 ähnlich ist, jedoch nur ein linear bewegliches Element 51' in Gestalt eines elektrischen oder pneumatischen Zylinders aufweist. An der Spitze des Kolbens des Zylinders 51' ist wieder eine öse 51.1' angeordnet, durch die der Schussfaden 53 geführt ist. In Fig. 4 befindet sich die öse 51.1' in einer mittleren Position. Diese entspricht der in Fig. 3b gezeigten übergabeposition des Fadenspanners 50. In dieser Position wird der Schussfaden 53 durch die Luftdüse 56 an das Projektil 21 übergeben. Der Schussfaden 53 ist dabei im Gegensatz zur vollständig eingefahrenen Position der öse 51.1' nicht mehr vollständig gespannt, aber auch noch nicht völlig freigegeben, was durch Ausfahren der öse 51.1' in die äußerste Position bewirkt wird. Die vollständige Freigabe des Schussfadens 53 erfolgt im nächsten Schritt, wenn das Projektil 21 durch das Webfach bewegt wird. Fig. 4 verdeutlicht also, dass die beiden Zylinder 51, 52 des Fadenspanners 50, die jeweils ihre ösen 51.1 und 52.1 zwischen einer vollständig eingefahrenen und einer vollständig ausgefahrenen Position bewegen können, durch einen einzigen Pneumatikzylinder 51' ersetzt werden können, wenn dessen öse 51.1' insgesamt drei verschiedene

Positionen, eine vollständig eingefahrene, eine vollständig ausgefahrene und eine dazwischen liegende Position einnehmen kann.

Fig. 5a, 5b zeigen eine mögliche Ausgestaltung eines Projektils 21. Dieses weist an beiden Enden eine Klemmvorrichtung 35, 36 auf, sodass ein

Schussfaden sowohl am einen als auch am anderen Ende geklemmt werden kann. Das Klemmen lässt sich beispielsweise durch Magnetkräfte erreichen. Im dargestellten Beispiel sind die Klemmvorrichtungen 35, 36 an einem gemeinsamen Kipphebel 37 angeordnet, sodass im Wechsel immer eine der Klemmvorrichtungen 35,36 geschlossen und die andere geöffnet ist. Die Klemmvorrichtungen 35,36 können identisch ausgebildet sein oder aber insbesondere unterschiedliche Klemmflächen und/oder Klemmkräfte

aufweisen, so dass Schussfäden 53 unterschiedlicher Garnqualitäten von den beiden Seiten des Webfachs in dieses eingetragen werden können.

Fig. 6 zeigt eine vergrößerte Detailansicht der Beschleunigungsvorrichtung 14 mit einem eigenen Elektromotor 18, der über ein ungleichmäßig übersetzendes Getriebe 19 ein Beschleunigungselement 20 antreibt, wobei das Beschleunigungselement 20 gegen ein insbesondere aus Fig. 5 ersichtliches Projektil 21 bewegbar ist und dieses dadurch in das Webfach schießt. Das hier dargestellte Getriebe 19 weist mehrere von der runden Form abweichende Zahnräder 22, 23, 24, 25 auf, die zudem exzentrisch gelagert sind. Es kann zudem ein Kurvenantrieb vorgesehen sein, um die kurzzeitige starke Beschleunigung des Beschieunigungseiements zu bewirken. Mit Hilfe dieses Getriebes 19 ist die erforderliche kurzzeitige und starke Beschleunigung des Beschleunigungselements 20 über einen gewissen Winkelbereich erzielbar.

Die auf der anderen Seite des Webfachs angeordnete Beschleunigungsvorrichtung 14' ist identisch aufgebaut wie die Beschleunigungsvorrichtung 14.

Die Fig. 7a, b zeigen eine alternative Ausgestaltung einer Schussfaden- Auswahlvorrichtung 15 zu der in Fig. 3 gezeigten, die eine Luftdüse aufweist. Die Vorrichtung 15 weist im dargestellten Beispiel acht nebeneinander angeordnete Fadenzangen 26.1 bis 26.8 auf. Jeder der Fadenzangen 26.1 bis 26.8 wird von hier nicht dargestellten Fadenspeichern durch in einer Platte angeordnete ösen 27 ein Schussfaden zugeführt (nicht dargestellt), wobei sich die einzelnen Schussfäden insbesondere in der Farbe und Qualität voneinander unterscheiden können. Die Fadenzangen 26.1 bis 26.8 sind lösbar an einem Endlos-Seil 28 befestigt, das über eine Umlenkrolle 29 geführt und mittels eines Schrittmotors 30 angetrieben ist. Dadurch lassen sich die Fadenzangen 26.1 bis 26.8 quer zur Längsrichtung des Projektils 21 verschieben, so dass jede der Fadenzangen 26.1 bis 26.8 in eine Auswahlposition bringbar ist, in der sie sich in Verlängerung der Längsachse des Projektils 21 befindet. Im dargestellten Beispiel befindet sich die Fadenzange 26.1 in Auswahlposition

und ist gleichzeitig aus dieser auf das Projektil 21 zu bewegt worden. In dieser Position kann die Fadenzange 26.1 den von ihr gehaltenen Schussfaden an eine Klemmvorrichtung des Projektils 21 übergeben. Nach erfolgter übergabe verfährt die Fadenzange an die Gewebekante, um nach dem Eintrag den Schussfaden wieder zu halten (Reduzierung des Schussgarnabfalls). Nach der übergabe verfährt die Fadenzange 26.1 wieder in die Auswahlposition, in der sie sich wieder parallel zu den übrigen Fadenzangen 26.2 bis 26.8 befindet. Zum Verfahren der Fadenzangen 26.1 bis 26.8 auf das Projektil 21 zu ist ein Mitnehmer 31 vorgesehen, der jeweils mit derjenigen Fadenzange in Eingriff bringbar ist, die sich in Auswahlposition befindet. Der Mitnehmer 31 ist ebenfalls an einem Endlos-Seil 32 befestigt, das durch einen Elektromotor 33 angetrieben wird.

Fig. 7b zeigt eine der Fig. 7a entsprechende Darstellung, wobei jetzt jedoch die Fadenzange 26.3 in Auswahlposition gebracht und vom Mitnehmer 31 auf das Projektil 21 zu bewegt worden ist.

In Fig. 8 sind die Fadenzange 26.1 und ein Projektil 21', das im Aufbau vom Projektil 21 aus Fig. 7a leicht abweicht, in vergrößerter Darstellung gezeigt. Zum übergeben des Schussfadens fährt die Fadenzange 26.1 in eine U- förmige Aussparung 34 am Ende des Projektils 21'. In der U-förmigen Aussparung 34 ist eine hier nicht näher ersichtliche Klemmvorrichtung des Projektils 21' angeordnet, die den Schussfaden von der Fadenzange 26.1 übernimmt. Die Klemmvorrichtung des Projektils 21' wird über einen Hebel 35' und eine Magnetanordnung 36' betätigt. Das Projektil 21' ist symmetrisch zu seiner zentralen Querachse 37' ausgebildet und weist daher an seinem anderen, in Fig. 7 nicht zu sehenden Ende ebenfalls eine Klemmvorrichtung auf, die über einen Hebel 35" betätigbar ist. Aus Fig. 7 ist außerdem zu erkennen, wie der Mitnehmer 31 mit einem Vorsprung 31.1 in eine Nut 38 auf der Unterseite der Fadenzange 26.1 eingreift.

Fig. 9 zeigt schließlich die Abbremsvorrichtung 16 in vergrößerter Darstellung. Die Abbremsvorrichtung 16 weist zwei Klemmbacken 16.1 und 16.2 auf, die in

Pfeilrichtungen 16.3relativ zueinander beweglich sind und das Projektil 21 zwischen sich einklemmen können. Sind die Klemmbacken 16.1, 16.2, wie in Fig. 9 dargestellt, geöffnet, so stützen sie das Projektil 21 in der Abschussposition sowohl seitlich als auch von unten ab. Dazu sind in den Klemmbacken 16.1 und 16.2 jeweils Nuten 41.1 und 41.2 vorgesehen, in denen das Projektil 21 wie in Schienen geführt werden kann. In der in Fig. 9 gezeigten Abschussposition des Projektils 21 kann das Beschleunigungselement 20 der Beschleunigungsvorrichtung 14 gegen das Ende des Projektils 21 bewegt werden und dieses dadurch in das Webfach 11 einschießen. Zum Führen des Projektils 21 im Webfach sind von unten in das Webfach ragende und insbesondere aus den Figuren 7a, b ersichtliche Stützeiemente 42 vorgesehen, die das Projektii 21 während seines Fiuges durch das Webfach 11 von unten und seitlich abstützen. Dazu sind die Stützelemente 42 im Wesentlichen U-förmig ausgebildet. über dem Klemmbacken 16.2 ist eine Führungsschiene 44 angeordnet, die die jeweilige Fadenzange, hier die Fadenzange Nr. 1, von der Auswahlposition in eine übergabeposition des Schussfadens an das Projektil 21 vor zum Geweberand und wieder zurück in die Auswahlposition führt. Das Endlosseil 32, das den Mitnehmer für die Fadenzange verschiebbar hält, ist über Umlenkrollen an einem Träger 45 gehalten.

Mit 46 ist der vordere öffner für die Fadenzange, welche den Schussfaden nahe dem Geweberand übernimmt, gezeigt. Nach der übernahme wird der Schussfaden abgeschnitten. Die dafür notwendige Schneidvorrichtung ist in der Figur nicht gezeigt.