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Title:
PROJECTION HEADLIGHT ARRANGEMENT FOR VEHICLES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/121013
Kind Code:
A1
Abstract:
A projection headlight arrangement (1) for vehicles having a left-hand and a right-hand projection headlight (2, 3) which each contain a reflector (5) which has two focal points, a light source which is arranged at a first focal point of the reflector, a lens (6) which is arranged in front of the reflector (5) in the light irradiation direction and whose focal point is arranged in the vicinity of the second focal point of the reflector (5), and a diaphragm shaft (7) which is arranged between the lens (6) and the reflector and which can be adjusted, by means of an actuating unit (21, 22), into a plurality of rotational positions about a horizontal rotational axis (D) which runs transversely with respect to the optical axis, wherein the rotational positions are each assigned a diaphragm edge (12) of the diaphragm shaft (7) for the purpose of creating a light/dark boundary for a predefined light distribution, wherein an image-recording unit (23) for recording objects (P) which are located in an area in front of the vehicle is provided, wherein a light function sector (10) of the diaphragm shaft (7) is embodied as a marking light function sector (10), with a diaphragm edge (16) having a recess (14), wherein in a marking light function the actuating unit (21, 22), with a marking actuation signal (25) rotates, the diaphragm shaft (7) about the rotational axis (D) thereof and/or pivots the left-hand and/or right-hand projection headlight (2, 3) about a vertical axis, such that at least part of the object which is to be marked is illuminated by means of a partial light beam which runs through the recess (14).

Inventors:
EHM, Matthias (Leipziger Ring 20, Lippstadt, 59558, DE)
Application Number:
EP2011/054894
Publication Date:
October 06, 2011
Filing Date:
March 30, 2011
Export Citation:
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Assignee:
HELLA KGAA HUECK & CO. (Rixbecker Straße 75, Lippstadt, 59552, DE)
EHM, Matthias (Leipziger Ring 20, Lippstadt, 59558, DE)
International Classes:
F21V14/08; B60Q1/08; B60Q1/14
Attorney, Agent or Firm:
HELLA KGAA HUECK & CO. (Rixbecker Straße 75, Lippstadt, 59552, DE)
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Claims:
Projektionsscheinwerferanordnung für Fahrzeuge

Patentansprüche

1. Projektionsscheinwerferanordnung für Fahrzeuge mit einem linken Projektionsscheinwerfer und mit einem rechten Projektionsscheinwerfer, die jeweils enthalten:

- einen zwei Brennorte aufweisenden Reflektor,

- eine in einem ersten Brennort des Reflektors angeordnete Lichtquelle, eine dem Reflektor in Lichtabstrahlrichtung vorgelagerte Linse, deren Brennpunkt in der Nähe des zweiten Brennportes des Reflektors angeordnet ist und

eine zwischen der Linse und dem Reflektor angeordnete Blendenwelle, die mittels einer Stelleinheit um eine horizontale und quer zur optischen Achse verlaufenden Drehachse in mehrere Drehstellungen verstellbar ist, wobei den Drehstellungen jeweils eine Blendkante der Blendenwelle zugeordnet ist zur Erstellung einer Hell-Dunkel-Grenze für eine vorgegebene Lichtverteilung,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine Bilderfassungseinheit (23) zur Erfassung von in einem Vorfeld des Fahrzeugs befindlichen Objekten vorgesehen ist,

- dass eine Bildverarbeitungseinheit (26) zur Verarbeitung der von der Bilderfassungseinheit (23) erzeugten .Bilddaten vorgesehen ist,

- dass ein Lichtfunktionssektor (10) der Blendenwelle (7) als ein Markie- rungslichtfunktionssektor (10) ausgebildet ist mit einer eine Ausnehmung (14) aufweisenden Blendkante (16), wobei in einer Markierungslichtfunktion die Stelleinheit (21, 22) mit einem Markierungsstellsignal (25) derart zum einen die Blendenwelle (7) um die Drehachse (D) derselben verdreht und/oder zum anderen den linken Projektionsscheinwerfer (2) und/oder den rechten Projektionsscheinwerfer (3) um eine vertikale Achse verschwenkt, dass mindestens ein Teil des zu markierenden Objektes mittels eines durch die Ausnehmung (14) verläufenden Teillichtbündels (TL1) beleuchtet wird.

2. Projektionsscheinwerferanordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass eine Beleuchtungshöhe (H) des zu markierenden Objektes abhängig ist von einem Drehwinkel der Blendenwelle (7) um die Drehachse (D) derselben.

3. Projektionsscheinwerferanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der linke Projektionsscheinwerfer (2) und der rechte Projektionsscheinwerfer (3) derart gleich oder unterschiedlich um einen

Schwenkwinkel bezüglich der vertikalen Achse verschwenkbar sind, dass eine vorgegebene oder variable Beleuchtungsbreite (B) und/oder eine vorgegebene oder variable Beleuchtungsstärke des zu markierenden Objektes einstellbar ist.

4. Projektionsscheinwerferanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (4) des linken Projektionsscheinwerfers (2) und/oder des rechten Projektionsscheinwerfers (3) in der Markierungslichtfunktion entsprechend einer vorgegebenen Frequenz ein- und/oder aussschaltbar ist zur optischen Hervorhebung des zu markierenden Objektes.

5. Projektionsscheinwerferanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung der Markierungslichtfunktion sich die Blendenwelle (7) des linken Projektionsscheinwerfers (2) und/oder des rechten Projektionsscheinwerfers (3) in einer Drehstellung befinden, in der der Markieruhgslichtfunktionssektor (10) der Blendenwelle (7) wirksam ist.

6. Projektionsscheinwerferanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (14) in einem mittleren Bereich der Blendkante (16) angeordnet ist. Projektionsscheihwerferanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausnehmung (14) benachbarte Bereiche der Blendkante (16) derart ausgebildet sind, dass eine Abblendlichtverteilung (AL1) erzeugbar ist.

Projektionsscheinwerferanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (14) im Längsschnitt der Blendenwelle (7) rechteckförmig oder trapezförmig oder dreieckförmig oder bogenförmig ausgebildet ist.

Projektionsscheinwerferanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Blendenwelle (7) als weiteren Lichtfunktionssektor einen Abblendlichtfunktionssektor (9) zur Erzeugung einer adaptiven Abblendlichtverteilung (AL1 , AL2) und einen Fernlichtfunktionssektor (11) zur Erzeugung einer Fernlichtverteilung aufweist.

Projektionsscheinwerferanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Markierungslichtfunktionssektor (10) einen Drehwinkelbereich um die Drehachse (D) der Blendenwelle (7) im Bereich von 90° umfasst.

Description:
Projektionsscheinwerferanordnung für Fahrzeuge

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Projektionsscheinwerferanordnung für Fahrzeuge mit einem linken Projektionsscheinwerfer und mit einem rechten Projektionsscheinwerfer, die jeweils einen zwei Brennorte aufweisenden Reflektor, eine in einem ersten Brennort des Reflektors angeordnete Lichtquelle, eine dem Reflektor in Lichtabstrahlrichtung vorgelagerte Linse, deren Brennpunkt in der Nähe des zweiten Brennportes des Reflektors angeordnet ist und eine zwischen der Linse und dem Reflektor angeordnete Blendenwelle, die mittels einer Stelleinheit um eine horizontale und quer zur optischen Achse verlaufenden Drehachse in mehrere Drehstellungen verstellbar ist, wobei den Drehstellungen jeweils eine Blendkante der Blendenwelle zugeordnet ist zur Erstellung einer Hell-Dunkel-Grenze für eine vorgegebene Lichtverteilung enthalten.

Aus der EP 0 900 972 A1 ist eine Projektionsscheinwerferanordnung bestehend aus im eckseitigen Bugbereich eines Fahrzeugs angeordneter und gleich ausgeführter linker und rechter Projektionsscheinwerfer bekannt, die jeweils über eine Lichtquelle, über einen Reflektor, eine Linse und über eine zwischen der Linse und dem Reflektor angeordnete Blendeneinrichtung verfügen. Die Blendeneinrichtung weist eine Blendenwelle auf, die um ihre eigene Längsachse drehbar in mehrere Drehstellungen verstellbar angeordnet ist. Die Blendenwelle wird mittels einer Stelleinheit um die Drehachse bewegt, die in horizontaler Richtung und quer zur optischen Achse des Projektionsscheinwerfers verläuft. Die Blendenwelle weist vier Blendkanten auf, die in Drehrichtung versetzt um 90° zueinander angeordnet sind. Durch Verdrehen der Blendenwelle in eine Arbeitsstellung, in der eine der Blendkanten wirksam ist, kann eine Hell- Dunkel-Grenze zur Erzeugung eines symmetrischen Abblendlichtes (Basis-, Stadtoder Schlechtwetterlicht) oder einer asymmetrischen Abblendlicht- oder einer Autobahnlicht- oder einer Fernlichtverteilung gebildet werden. Die bekannte Projektionsscheinwerferanordnung ist auf die Abbildung von standardisierten Lichtverteilungen beschränkt, die keine Anpassung an die aktuelle Verkehrssituation ermöglichen. Die bekannte Projektionsscheinwerferanordnung weist insbesondere keine Mittel auf, um eine Markierungslichtfunktion zu erzeugen. Eine Markierungslichtfunktion dient - wie es in der DE 10 2008 025 947 A1 beschrieben ist - zur Beleuchtung eines in einem Fahrzeugvorfeld befindlichen Objektes, wie beispielsweise eines die Straße kreuzenden Lebewesens oder ein Straßenschild. Durch die Markierungslichtfunktion soll der Fahrzeugführer gezielt auf Objekte im Fahrzeugvorfeld hingewiesen werden, damit er schnell auf die hierdurch implizierte Verkehrssituation reagieren kann.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Projektionsscheinwerferanordnung für Fahrzeuge derart weiterzubilden, dass neben der durch eine Konturierung einer Blendenwelle hervorgerufenen Anzahl von Lichtfunktionen zusätzlich eine Markierungslichtfunktion erzeugbar ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Erfindung in Verbindung mit dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 dadurch gekennzeichnet, dass eine Bilderfassungseinheit zur Erfassung von in einem Vorfeld des Fahrzeugs befindlichen Objekten vorgesehen ist, dass eine Bildverarbeitungseinheit zur Verarbeitung der von der Bilderfassungseinheit erzeugten Bilddaten vorgesehen ist, dass ein Lichtfunktionssektor der Blendenwelle als ein Markierungslichtfunktionssektor ausgebildet ist mit einer eine Ausnehmung aufweisenden Blendkante, wobei in einer Markierungslichtfunktion die Stelleinheit mit einem Markierungsstellsignal derart zum einen die Blendenwelle um die Drehachse derselben verdreht und/oder zum anderen den linken Projektionsscheinwerfer und/oder den rechten Projektionsscheinwerfer um eine vertikale Achse verschwenkt, dass mindestens ein Teil des zu markierenden Objektes mittels eines durch die Ausnehmung verlaufenden Teillichtbündels beleuchtet wird.

Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, dass neben einer Anzahl von vorzugsweise standardisierten Lichtfunktionen zusätzlich eine Markierungslichtfunktion durch Konturierung einer Blendenwelle der Projektionsscheinwerferanordnung erzeugt werden kann. Die Markierungslichtfunktion wird somit platzsparend in einem nach dem Projektionsprinzip arbeitenden Scheinwerfer integriert. Die langgestreckte Blendenwelle, die sich quer zur Hauptabstrahlrichtung erstreckt, weist mehrere Lichtfunktionssektoren auf, die sich in Umfangsrichtung der Blendenwelle erstrecken. In der Markierungslichtfunktion ist die Blendenwelle um eine vertikale Achse verschwenkbar und/oder um eine Drehachse der Blendenwelle verdrehbar angeordnet, so dass stets zumindest ein Teil des zu markierenden Objektes beleuchtet werden kann. Der Mar- kierungslichtfunktionssektor der Blendenwelle weist eine Blendkante auf, die abschnittsweise eine Ausnehmung oder eine Vertiefung aufweist für den Durchtritt eines das Objekt beleuchtenden Teillichtbündels. Vorteilhaft ermöglicht die Erfindung, dass ohne Bauraumanpassung und ohne weitere Bauteile eine Markierungslichtfunktion in eine auf einer Blendenwelle basierenden Projektionsscheinwerferanordnung integriert wird.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung wird durch Verdrehung der Blendenwelle um eine Drehachse derselben eine Beleuchtungshöhe des zu markierenden Objektes variiert. Vorteilhaft wird hierdurch auf einfache Weise sichergestellt, dass bei Veränderung des Relativabstandes des Fahrzeugs zu dem Objekt stets das Objekt erkannt werden kann.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind die Blendenwelle eines linken Projektionsscheinwerfers und eines rechten Projektionsscheinwerfers derart gleich oder unterschiedlich um einen Schwenkwinkel bezüglich der vertikalen Achse verschwenkbar angeordnet, dass eine vorgegebene oder variable Beleuchtungsbreite und/oder eine vorgegebene oder variable Beleuchtungsstärke des zu markierenden Objektes einstellbar ist. Um eine hohe Beleuchtungsstärke zu erzielen, können beispielsweise die Markierungslichtausnehmungen der Blendenwellen des linken und rechten Projektionsscheinwerfers auf denselben Bereich des zu markierenden Objektes ausgerichtet und damit überlagert sein. Um eine relativ große Beleuchtungsbreite des zu markierenden Objektes zu erzielen, sind die Markierungslichtausnehmungen der beiden Projektionsscheinwerfer auf unterschiedliche Bereiche des zu markierenden Objektes ausgerichtet. Beispielsweise können ein erster Teilbereich des Objektes der Markie- rungslichtausnehmung des linken Projektionsscheinwerfers und ein zweiter Teilbereich des Objektes der Markierungslichtausnehmung des rechten Projektionsscheinwerfers zugeordnet sein. Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist die einzige Ausnehmung in einem mittleren Bereich der Blendkante angeordnet, so dass durch Verschwenken der Blendenwelle um die vertikale Achse ein relativ großer horizontal verlaufender Bereich des Fahrzeugvorfeldes markiert werden kann.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind benachbarte Konturenbereiche der Markierungslicht-Blendkante derart ausgebildet, dass eine Abblendlichtfunktion erzeugbar ist. Vorteilhaft kann in der Markierungslichtfunktion somit eine im Wesentlichen für den Gegenverkehr blendfreie Lichtverteilung erzeugt werden, die eine ausreichende Ausleuchtung des Fahrzeugvorfeldes ermöglicht.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist die Lichtquelle mindestens eines der Projektionsscheinwerfer in der Markierungslichtfunktion mit einer vorgegebenen Frequenz ein- und ausschaltbar, so dass das zu markierende Objekt optisch hervorgehoben wird. Die Erkennbarkeit des zu markierenden Objektes kann hierdurch erhöht werden.

Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer Blendenwelle von einer ersten Seite gesehen,

Fig. 2 eine perspektivische Darstellung der Blendenwelle von einer zur Figur 1 gegenüberliegenden Seite aus gesehen,

Fig. 3a eine schematische Darstellung einer Markierungslichtverteilung, wobei sich eine Blendenwelle des linken Projektionsscheinwerfers in einer Markierungslichtstellung und ein eine Blendenwelle des rechten Projektions- Scheinwerfers in einer Abblendlichtstellung befindet,

Fig. 3b einen schematischen Vertikalschnitt durch die in der Markierungslichtstellung befindliche Blendenwelle des linken Projektionsscheinwerfers,

Fig. 4a eine schematische Darstellung einer Abblendlichtverteilung, wobei sich die

Blendenwelle des linken Projektionsscheinwerfers und des rechten Projektionsscheinwerfers in der Abblendlichtstellung befinden,

Fig. 4b einen schematischen Vertikalschnitt durch die Blendenwelle in der Abblendlichtstellung mit einem 15°-Anstieg und

Fig. 5 eine schematische Draufsicht auf ein Fahrzeug mit einer Projektionsscheinwerferanordnung bestehend aus dem rechten Projektionsscheinwerfer und dem linken Projektionsscheinwerfer.

Eine erfindungsgemäße Projektionsscheinwerferanordnung 1 besteht im Wesentlichen aus einem linken Projektionsscheinwerfer 2 und einem rechten Projektionsscheinwerfer 3, die jeweils eckseitig an einer Front eines Fahrzeugs angeordnet sind.

Wie aus Figur 5 ersichtlich ist, weisen der linke Projektionsscheinwerfer 2 und der rechte Projektionsscheinwerfer 3 jeweils einen schalenförmigen Reflektor 5 auf, an dessen ersten Brennort eine Lichtquelle 4 angeordnet ist. In der Nähe eines zweiten Brennortes des Reflektors 5 ist eine Linse 6 angeordnet. Der linke Projektionsscheinwerfer 2 und der rechte Projektionsscheinwerfer 3 weisen die gleichen Blendenwellen 7 auf, die jeweils um eine horizontale Drehachse D verschwenkbar angeordnet sind. Die Drehachse D verläuft horizontal und senkrecht zu einer optischen Achse der Reflektoren 5. Zur Verstellung der Blendenwellen 7 ist denselben eine Stelleinheit 21 bzw. 22 zugeordnet, an deren Eingang ein von einer Bildverarbeitungseinheit 23 bereitgestelltes Objekterkennungssignal 24 liegt. Die Bildverarbeitungseinheit 23 dient zur Verarbeitung von Bilddaten, die von einer Bilderfassungseinheit 26 bereitgestellt werden. Die Bilderfassungseinheit 26 kann beispielsweise als ein Kamerasystem aus- gebildet sein, dass das gesamte Vorfeld (vorderseitiger Straßenraum) des Fahrzeugs erfasst und darin befindliche Objekte, wie beispielsweise am Straßenrand stehende Menschen oder Tiere oder Straßenschilder detektiert. Die Bilderfassungseinheit 26 ist derart aufgebaut, dass sich die Lage und/oder die Entfernung der Projektionsscheinwerfer 2, 3 zu dem zu markierenden Objekt im Vorfeld erfasst. Die Stelleinheit 21 , 22 kann einen Mikrokontroller bzw. einen Mikroprozessor mit einem Speicher umfassen, in dem ein Lichtsteuerungsprogramm integriert ist.

Die Blendenwelle 7 ist langgestreckt ausgebildet und über stirnseitige Stifte 8 um die Drehachse D drehbar gelagert. Im Querschnitt ist die Blendenwelle 7 halbkreisförmig ausgebildet, wobei die Blendenwelle 7 in Umfangsrichtung mindestens drei Lichtfunktionssektoren 9, 10 und 11 für unterschiedliche Lichtfunktionen aufweist.

Der erste Lichtfunktionssektor 9 ist als ein adaptiver Abblendlichtfunktionssektor ausgebildet, der sich in einem rechten Winkel um die Drehachse D der Blendenwelle 7 erstreckt und der an einer Mantelfläche desselben eine Mehrzahl von im Wesentlichen axial verlaufenden Blendkanten 12 aufweist, deren Konturen unterschiedlichen Lichtverteilungen zugeordneten sind. Die Blendkante 12 kann beispielsweise derart kontu- riert sein, dass in der Abblendlichtstellung eine Hell-Dunkel-Grenze zur Erzeugung einer asymmetrischen Abblendlichtverteilung für Rechtsverkehr gemäß ECE-Norm erzeugt wird, siehe Figur 4b. Eine zweite Blendkante kann im Umfangsrichtung um einen spitzen Winkel versetzt zu der Blendkante 12 angeordnet sein und zur Erzeugung einer Stadtlichtverteilung dienen. In dem ersten Lichtfunktionssektor 9 können weiteren Blendkanten für Autobahnlichtverteilung und dergleichen angeordnet sein.

Der zweite Lichtfunktionssektor 10 ist als ein Markierungslichtfunktionssektor ausgebildet. Der Markierungslichtsektor 10 erstreckt sich in Umfangsrichtung der Blendenwelle 7 in einem Winkel von etwa 90°. Beispielsweise kann der Markierungslichtfunk- tionssektor auch einen Umfangswinkel von kleiner oder größer 90° umgeben. Vorzugsweise umspannen der Abblendlichtfunktionssektor und der Markierungslichtfunk- tionssektor 10 einen Umfangswinkel von 180°. Der Markierungslichtfunktionssektor 10 weist in einem mittleren Bereich 13 der Blendenwelle 7 eine rechteckförmige Aus- nehmung 14 auf, deren Boden 15 im Bereich der Drehachse D angeordnet ist. Zu der Ausnehmung 14 benachbarte Bereiche 17 des Markierungslichtfunktionssektors 10 sind im Querschnitt im Wesentlichen kreis- oder bogenförmig ausgebildet, so dass in der Markierungslichtstellung im Wesentlichen eine gerade Blendkante 16 wirksam ist, die in dem mittleren Bereich 3 die stufenförmige Ausnehmung 14 aufweist.

Die Ausnehmung 14 in der Blendenwelle 7 bzw. der Blendkante 16 ermöglicht, dass zumindest ein Teil des im Fahrzeugvorfeld befindlichen zu markierenden Objektes beleuchtet wird, ohne dass weitere Verkehrsteilnehmer, wie beispielsweise entgegenkommende Fahrzeuge oder vorausfahrende Fahrzeuge P geblendet werden. Das zu markierende Objekt wird hierbei durch ein durch die Ausnehmung 14 verlaufendes Teillichtbündel TL1 beleuchtet. Nach der in Figur 3a dargestellten Ausführungsform befindet sich nur der linke Projektionsscheinwerfer 2 in der Markierungslichtstellung unter Bildung einer Markierungslichtverteilung M1 mit einem Höcker 19 zur Erzeugung der Markierungslichtfunktion, während der rechte Projektionsscheinwerfer 3 sich in einer Abblendlichtstellung unter Bildung einer Abblendlichtverteilung AL 2 befindet. Die zur Ausnehmung 14 benachbarten Blendenbereiche 17 entsprechen mit ihrer Konturierung einer Abblendlichtverteilung und ermöglichen somit eine relativ große Beleuchtungsstärke in einem zentralen Bereich 18 der sich aus der Markierungslichtverteilung M1 des linken Projektionsscheinwerfers 2 und der Abblendlichtverteilung AL2 des rechten Projektionsscheinwerfers 3 zusammensetzenden Gesamtlichtverteilung.

Damit das Teillichtbündel TL1 dem zu markierenden Objekt in horizontaler Richtung nachgeführt werden kann, ist der linke Projektionsscheinwerfer 2 zusammen mit der Blendenwelle 7 um einen Schwenkwinkel um eine vertikale Achse schwenkbar angeordnet. Zur Einstellung einer vorgegebenen Beleuchtungshöhe H des zu markierenden Objektes wird die Blendenwelle 7 um einen entsprechenden Drehwinkel um die Drehachse D verdreht. Vorzugsweise wirkt die Stelleinheit 21 mit einem Markierungsstellsignal 25 so auf einen die Blendenwelle 7 des Projektionsscheinwerfers 2 verstellenden Aktor ein, dass das zu markierende Objekt stets mit einer an die Größe des Objektes angepassten Beleuchtungshöhe H ausgeleuchtet wird. Befindet sich auch der rechte Projektionsscheinwerfer 3 in der Markierungslichtfunktion, kann ein nicht dargestellter Höcker der Markierungslichtfunktion des zweiten Projektionsscheinwerfers 3 mit dem Höcker 19 der ersten Markierungslichtverteilung M1 überlagert werden. Sind die Projektionsscheinwerfer 2 und 3 in einem unterschiedlichen Schwenkwinkel in horizontaler Richtung unterschiedliche ausgerichtet, können die Höcker 19 der Markierungslichtverteilungen beispielsweise nebeneinander angeordnet sein, so dass eine Beleuchtungsbreite einstellbar ist, die größer ist als eine Beleuchtungsbreite B des Höckers 19. Überdecken sich die beiden Höcker 19 des linken und rechten Projektionsscheinwerfers 2, 3, kann die Beleuchtungsstärke im Bereich des zu markierenden Objektes erhöht werden.

Durch eine aufeinander abgestimmte Ansteuerung des ersten linken Projektionsscheinwerfers 2 und des rechten Projektionsscheinwerfers 3 kann somit die Beleuchtungshöhe H und die Beleuchtungsbreite B im Bereich des zu markierenden Objektes eingestellt bzw. variiert werden.

Darüber hinaus können die Lichtquellen 4 des in der Markierungslichtfunktion befindlichen linken Projektionsscheinwerfers 2 und/oder rechten Projektionsscheinwerfers 3 mit einer vorgegebenen Frequenz ein- und ausgeschaltet werden, so dass das zu markierende Objekt optisch hervorgehoben wird und somit für den Fahrzeugführer besser wahrnehmbar ist. Da zu diesem Zweck vorzugsweise lediglich ein einziger Projektionsscheinwerfer 2 oder 3 angesteuert wird und sich der andere Projektionsscheinwerfer beispielsweise in der Abblendlichtfunktion befindet, ist eine ausreichende Ausleuchtung des Fahrzeugvorfeldes stets gegeben.

Der dritte Lichtfunktionssektor 11 ist als ein Fernlichtfunktionssektor ausgebildet, der sich in einem Umfangswinkelbereich von 180° auf einer zu dem Abblendlichtfunktionssektor 9 und Markierungslichtfunktionssektor 10 gegenüberliegenden Seite angeordnet ist. Es ergibt sich somit eine im Wesentlichen ebene Fläche 20 des Fernlichtfunktionssektors 11 , die bei entsprechender Drehstellung der Blendenwelle 7 eine Blendkante erzeugt zur Erzeugung der Fernlichtverteilung. Wie aus der Figur 4a ersichtlich ist, befinden sich zur Erzeugung einer Abblendlichtfunktion sowohl die Blendenwelle 7 des linken Projektionsscheinwerfers 2 als auch des rechten Projektionsscheinwerfers 3 in einer Drehstellung, in der die Blendkante 12 wirksam ist. Ein vorausfahrendes Fahrzeug P wird somit nicht geblendet.

Nach einer alternativen Ausführungsform kann zur Erzeugung der Markierungslichtfunktion die Blendenwelle 7 des rechten Projektionsscheinwerfers 3 in einer Drehstellung sein, in der die Blendkante 16 zur Erzeugung der Markierungslichtfunktion wirksam ist, während sich die Blendenwelle 7 des linken Projektionsscheinwerfers 2 in einer Drehstellung befindet, in der die Abblendlicht-Blendkante 12 zur Erzeugung einer Hell-Dunkel-Grenze mit einem 15°-Anstieg wirksam ist.

Nach einer alternativen Ausführungsform kann die Ausnehmung 14 statt rechteckför- mig auch trapezförmig oder dreieckförmig oder bogenförmig ausgebildet sein. Wesentlich ist, dass die Ausnehmung 14 so groß ausgebildet ist, dass zumindest ein Teilbereich des zu markierenden Objektes, das sich oberhalb einer Hell-Dunkel- Grenze für Abblendlicht befindet, beleuchtbar ist.

Bezugszeichenliste

1 Projektionsscheinwerferanordnung H Beleuchtungshöhe

2 linker Projektionsscheinwerfer B Beleuchtungsbreite

3 rechter Projektionsscheinwerfer D Drehachse

4 Lichtquelle P Fahrzeug

5 Reflektor M1 Markierungslichtverteilung

6 Linse AL1 Abblendlichtverteilung

7 Blendenwelle

8 Stift

9 Lichtfunktionssektor

10 Lichtfunktionssektor

11 Lichtfunktionssektor

12 Blendkante

13 mittlerer Bereich

14 Ausnehmung

15 Boden

16 Blendkante

17 Blendenbereiche

18 zentraler Bereich

19 Höcker

20 ebene Fläche

21 Stelleinheit

22 Stelleinheit

23 Bilderfassungseinheit

24 Objekterkennungssignal

25 Markierungsstellsignal

26 Bilderfassungseinheit