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Patent Searching and Data


Title:
PROTECTION DEVICE FOR A MOTOR VEHICLE INTERIOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/206600
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a protection device having a flexible textile fabric which is displaceable along a guide direction between a compact, stored rest position and a protection position, outstretched flat at least in sections, a guide device fixed to the vehicle - in a mounted state - on which the flexible textile fabric is guided in a linear manner along the guide direction, and at least one diode associated with the flexible textile fabric, which emits light onto the flexible textile fabric in an operating state, is known. According to the invention, there is at least one carrier element, by means of which the diode is interlockingly joined together with the guide device. The invention further relates to the use in an automobile

Inventors:
HIEMSTRA, David L. (441 E. Roosevelt Avenue, Suite 100Zeeland, MI, 49464, US)
SEABOLT, William C. (441 E. Roosevelt Avenue, Suite 100Zeeland, MI, 49464, US)
DRIY, Christopher L. (441 E. Roosevelt Avenue, Suite 100Zeeland, MI, 49464, US)
BOETSMA, Justin P. (441 E. Roosevelt Avenue, Suite 100Zeeland, MI, 49464, US)
BAKONYI, Zoltan, J. (441 E. Roosevelt Avenue, Suite 100Zeeland, MI, 49464, US)
HERNANDEZ, Everardo A. (2956 Waterview Drive, Rochester Hills, MI, 48309, US)
CABRAL, Roberto (2956 Waterview Drive, Rochester Hills, MI, 48309, US)
Application Number:
EP2018/061917
Publication Date:
November 15, 2018
Filing Date:
May 08, 2018
Export Citation:
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Assignee:
BOS GMBH & CO. KG (Ernst-Heinkel-Straße 2, Ostfildern, 73760, DE)
International Classes:
B60Q3/208; B60J7/00; B60J7/02; B60Q3/43; B60Q3/51; B60Q3/53; B60Q3/62; B60Q3/64; B60Q3/66; B60Q3/74; B60R5/04
Foreign References:
DE202014009548U12016-03-07
FR2991931A12013-12-20
FR2948068A12011-01-21
KR20100020318A2010-02-22
DE102011103319A12011-12-01
DE102009044704A12011-02-03
DE8816505U11990-01-18
EP2042361A22009-04-01
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWÄLTE RUFF, WILHELM, BEIER, DAUSTER & PARTNER MBB (Kronenstraße 30, Stuttgart, 70174, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Schutzvorrichtung (1 ) für einen Kraftfahrzeuginnenraum (R), aufweisend ein flexibles Flächengebilde (7), das entlang einer Führungsrichtung (F) zwischen einer kompakt abgelegten Ruheposition und einer wenigstens abschnittsweise flächig ausgebreiteten Schutzposition verlagerbar ist, eine - in einem montierten Zustand - fahrzeugfeste Führungseinrichtung (8), an der das flexible Flächengebilde (7) entlang der Führungsrichtung (F) lineargeführt ist, und wenigstens ein dem flexiblen Flächengebilde (7) zugeordnetes Leuchtelement (10), das in einem Betriebszustand Licht auf das flexible Flächengebilde (7) abgibt, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Trägerelement (1 1 ) vorgesehen ist, mittels dessen das Leuchtelement (10) formschlüssig mit der Führungseinrichtung (8) zusammengefügt ist.

2. Schutzvorrichtung (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtelement (10) formschlüssig mit dem Trägerelement (1 1 ) zusammengefügt ist.

3. Schutzvorrichtung (1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (1 1 ) einen ersten Formschlussabschnitt (12) aufweist, der mit einem Formschlusselement (13) der Führungseinrichtung (8) derart formschlüssig zusammenwirkt, dass eine erste Schnappverbindung (14) gebildet ist, und/oder einen zweiten Formschlussabschnitt (15) aufweist, der mit dem Leuchtelement (10) derart formschlüssig zusammenwirkt, dass eine zweite Schnappverbindung (16) gebildet ist.

4. Schutzvorrichtung (1 ) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schnappverbindung (14) in Form einer Schnappzylinder- oder Schnappringverbindung ausgebildet ist und/oder dass die zweite Schnappverbindung (16) in Form einer Schnappzylinder- oder Schnappringverbindung ausgebildet ist.

5. Schutzvorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (1 1 ) einen Aperturabschnitt (17) aufweist, durch welchen das Leuchtelement (10) Licht auf das flexible Flächengebilde (7) abgibt.

6. Schutzvorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (1 1 ) einen Kanalabschnitt (20) aufweist, in dem eine mit dem Leuchtelement (10) verbundene Versorgungsleitung zu dessen Energie- und/oder Lichtversorgung angeordnet ist.

7. Schutzvorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement in Form eines Längsprofils (1 1 ) ausgebildet und/oder im Wesentlichen parallel zur Führungsrichtung (F) längserstreckt angeordnet ist.

8. Schutzvorrichtung (1 ) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Längsprofil (1 1 ), vorzugsweise einstückig, aus Kunststoff gefertigt ist.

9. Schutzvorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtelement (10) in Form einer längserstreckten LED- Anordnung oder eines Lichtleitkabels (10) ausgebildet und/oder im Wesentlichen parallel zur Führungsrichtung (F) längserstreckt angeordnet ist.

10. Trägerelement (1 1 ) für eine Schutzvorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ausgebildet gemäß der das Trägerelement (1 1 ) betreffenden Merkmale wenigstens eines der vorhergehenden Ansprüche.

Description:
Schutzvorrichtung für einen Kraftfahrzeuginnenraum

Die Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung für einen Kraftfahrzeuginnenraum, aufweisend ein flexibles Flächengebilde, das entlang einer Führungsrichtung zwischen einer kompakt abgelegten Ruheposition und einer wenigstens abschnittsweise flächig ausgebreiteten Schutzposition verlagerbar ist, eine - in einem montierten Zustand - fahrzeugfeste Führungseinrichtung, an der das flexible Flächengebilde entlang der Führungsrichtung lineargeführt ist, und wenigstens ein dem flexiblen Flächengebilde zugeordnetes Leuchtelement, das in einem Betriebszustand Licht auf das flexible Flächengebilde abgibt.

Eine derartige Schutzvorrichtung ist in Form einer Beschattungseinrichtung zur Beschattung einer Seiten-, Heck- oder Dachscheibe eines Personenkraftwagens allgemein bekannt. Die bekannte Beschattungseinrichtung weist ein flexibles Flächengebilde in Form einer Rollobahn auf. Die Rollobahn ist auf einer Wickelwelle auf- und abwickelbar gehalten und entlang einer Führungsrichtung zwischen einer kompakt aufgewickelten Ruhe- und einer flächig abgewickelten Schutzposition verlagerbar. In der Schutzposition beschattet die Rollobahn die entsprechende Seiten-, Heck- oder Dachscheibe. Die Rollobahn ist zur Verlagerung zwischen der Ruhe- und der Schutzposition an einer fahrzeugfesten Führungseinrichtung entlang der Führungsrichtung lineargeführt. Zu diesem Zweck kann die Rollobahn stirnendseitig mit einem Auszugprofil versehen sein, das mittels Gleitelementen an der Führungseinrichtung linearbeweglich abgestützt ist. Zudem weist die bekannte Beschattungseinrichtung ein der Rollobahn zugeordnetes Leuchtelement auf. Das Leuchtelement ist zur Beleuchtung der Rollobahn vorgesehen.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schutzvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Eigenschaften aufweist und insbesondere eine vereinfachte Montage und/oder eine reduzierte Geräuschentwicklung ermöglicht. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass wenigstens ein Trägerelement vorgesehen ist, mittels dessen das Leuchtelement formschlüssig mit der Führungseinrichtung zusammengefügt ist. Durch die erfindungsgemäße Lösung kann auf eine aufwändige Befestigung des Leuchtelements an der Schutzvorrichtung verzichtet werden. Stattdessen ermöglicht das Trägerelement eine einfache formschlüssige Verbindung des Leuchtelements mit der Führungseinrichtung. Dadurch kann auf gesonderte Befestigungsmittel, ein Verschrauben, ein Verkleben oder dergleichen verzichtet werden. Dies erlaubt eine besonders einfache Montage des Leuchtelements an der Schutzvorrichtung. Zudem ermöglicht das Trägerelement ein verbessertes Geräuschverhalten der Schutzvorrichtung, da aufgrund der formschlüssigen Verbindung einer unerwünschten Geräuschentwicklung entgegengewirkt ist. Das Trägerelement dient der Befestigung des Leuchtelements an der Führungseinrichtung, wobei das Leuchtelement an dem Trägerelement festgelegt ist und das Trägerelement formschlüssig mit der Führungseinrichtung zusammenwirkt. Das Trägerelement kann beispielsweise in Form einer Rast- oder Schnappverbindung mit der Führungseinrichtung zusammenwirken. Die Schutzvorrichtung ist vorzugsweise in Form einer Beschattungseinrichtung für ein Schiebedachsystem eines Personenkraftwagens ausgebildet und somit zur Beschattung einer dachseitigen Glasfläche des Personenkraftwagens vorgesehen. Das flexible Flächengebilde ist vorzugsweise in Form einer Rollobahn ausgebildet, die auf einer - in einem montierten Zustand - fahrzeugfest drehbar gelagerten Wickelwelle auf- und abwickelbar gehalten ist. Die Führungseinrichtung weist vorzugsweise zwei Führungsprofile auf, die in Querrichtung des flexiblen Flächengebildes zu beiden Seiten desselben angeordnet und entlang der Führungsrichtung parallel zueinander längserstreckt sind. Das flexible Flächengebilde kann mittels eines stirnendseitig fest mit dem flexiblen Flächengebilde verbundenen Auszugprofils lineargeführt an der Führungseinrichtung abgestützt sein. Das dem flexiblen Flächengebilde zugeordnete Leuchtelement ist vorzugsweise eine Lichtquelle oder ein Lichtleiter. Die Lichtquelle kann insbesondere in Form einer LED-Anordnung realisiert sein. Der Lichtleiter ist vorzugsweise in Form eines Lichtbands oder eines Lichtkabels, insbesondere eines Glasfaserkabels, ausgebildet.

Die erfindungsgemäße Lösung eignet sich in besonders bevorzugter Weise für eine Schutzvorrichtung in Form einer Beschattungseinrichtung für ein Schiebedachsystem eines Personenkraftwagens. Die erfindungsgemäße Lösung kann aber auch in Form einer Beschattungseinrichtung für eine Seiten- oder Heckscheibe eines Personenkraftwagens oder in Form einer Trennvorrichtung für den Laderaum eines Personenkraftwagens eingesetzt werden.

In Ausgestaltung der Erfindung ist das Leuchtelement formschlüssig mit dem Trägerelement zusammengefügt. Dies ist eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung, da auf gesonderte Befestigungsmittel zur Verbindung des Leuchtelements mit dem Trägerelement verzichtet werden kann. Das Leuchtelement kann beispielsweise in Form einer Rast- oder Schnappverbindung mit dem Trägerelement zusammenwirken.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist das Trägerelement einen ersten Formschlussabschnitt auf, der mit einem Formschlusselement der Führungseinrichtung derart formschlüssig zusammenwirkt, dass eine erste Schnappverbindung gebildet ist, und/oder das Trägerelement weist einen zweiten Formschlussabschnitt auf, der mit dem Leuchtelement derart formschlüssig zusammenwirkt, dass eine zweite Schnappverbindung gebildet ist. Die erste Schnappverbindung kann insbesondere in Form einer Schnapphaken-, Schnappkugel-, Schnappring- oder Schnappzylinderverbindung ausgebildet sein. Die erste Schnappverbindung kann lösbar oder unlösbar ausgestaltet sein. Vorzugsweise ist die erste Schnappverbindung lösbar ausgestaltet. Um eine anforderungsgerechte formschlüssige Schnappverbindung zu gewährleisten, ist vorzugsweise der erste Formschlussabschnitt elastisch nachgiebig ausgebildet. Alternativ oder zusätzlich kann das Formschlusselement der Führungseinrichtung elastisch nachgiebig ausgebildet sein. Die zweite Schnappverbindung kann insbesondere in Form einer Schnapphaken-, Schnappkugel-, Schnappring- oder Schnappzylinderverbindung ausgebildet sein. Dabei kann die zweite Schnappverbindung lösbar oder unlösbar ausgestaltet sein. Vorzugsweise ist die zweite Schnappverbindung lösbar ausgestaltet. Um eine anforderungsgerechte formschlüssige Schnappverbindung zu gewährleisten, ist der zweite Formschlussabschnitt vorzugsweise elastisch nachgiebig ausgebildet. Alternativ oder zusätzlich kann das Leuchtelement wenigstens abschnittsweise elastisch nachgiebig ausgebildet sein. Dies ist eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung, da mittels der ersten Schnappverbindung und/oder der zweiten Schnappverbindung eine besonders einfache Montage ermöglicht ist. Zudem wirken die erste Schnappverbindung und/oder die zweite Schnappverbindung einer unerwünschten Geräuschentwicklung entgegen, die ansonsten beispielsweise infolge spielbehafteter Befestigungsmittel nicht ausgeschlossen werden kann. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die erste Schnappverbindung in Form einer Schnappzylinder- oder Schnappringverbindung ausgebildet und/oder die zweite Schnappverbindung ist in Form einer Schnappzylinder- oder Schnappringverbindung ausgebildet. Schnappring- und/oder Schnappzylinderverbindungen sind im Bereich der Verbindungstechnik als solche grundsätzlich bekannt. Bei dieser Ausgestaltung der Erfindung ist das erste Formschlusselement vorzugsweise in Form eines konkaven Ring- oder Zylinderabschnitts ausgebildet und/oder das Formschlusselement der Führungseinrichtung ist vorzugsweise in Form eines konvexen Ring- oder Zylinderabschnitts ausgebildet. Zum Herstellen der ersten Schnappverbindung wird der konkave erste Formschlussabschnitt mittels einer elastischen Aufweitung auf das konvexe Formschlusselement aufgeschnappt. Der zweite Formschlussabschnitt ist vorzugsweise in Form eines konkaven Ring- oder Zylinderabschnitts ausgebildet und/oder das Leuchtelement ist vorzugsweise mit einem runden, besonders bevorzugt kreisförmigen, Querschnitt versehen. Zum Herstellen der zweiten Schnappverbindung wird das Leuchtelement in den konkaven zweiten Formschlussabschnitt eingedrückt, wobei dieser elastisch aufgeweitet wird, bis das Leuchtelement in den zweiten Formschlussabschnitt einschnappt. Die erste Schnappverbindung und/oder die zweite Schnappverbindung sind vorzugsweise spielfrei ausgebildet. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist das Trägerelement einen Aperturabschnitt auf, durch welchen das Leuchtelement Licht auf das flexible Flächengebilde abgibt. Der Aperturabschnitt bildet eine Art Blende, die die Lichtabgabe des Leuchtelements auf das flexible Flächengebilde steuert. Der Aperturabschnitt kann in Form eines Schlitzes, einer Bohrung oder dergleichen ausgebildet sein. Vorzugsweise ist der Aperturabschnitt in Form eines im Wesentlichen parallel zur Führungsrichtung erstreckten Längsschlitzes ausgebildet. Der Längsschlitz ist vorzugsweise über im Wesentlichen die gesamte Länge des flexiblen Flächengebildes in der Schutzposition und/oder im Wesentlichen über die gesamte Länge der Führungseinrichtung längserstreckt. Mittels einer konstruktionsseitigen Variation der Abmaße des Aperturabschnitts kann die Lichtabgabe des Leuchtelements an das flexible Flächengebilde hinsichtlich einer Orientierung, Intensität, Fokussierung oder dergleichen mit einfachen Mitteln beeinflusst werden.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist das Trägerelement einen Kanalabschnitt auf, in dem eine mit dem Leuchtelement verbundene Versorgungsleitung zu dessen Energie- und/oder Lichtversorgung angeordnet ist. Der Kanalabschnitt kann im Querschnitt vollständig geschlossen oder abschnittsweise geöffnet sein. Der Kanalabschnitt dient einer geordneten Verlegung der Versorgungsleitung und schützt diese gegen Beschädigung. Die Versorgungsleitung kann zur Energieversorgung des Leuchtelements vorgesehen sein und somit einen elektrischen Leiter zur Spannungs- und/oder Stromversorgung des Leuchtelements aufweisen. Alternativ oder zusätzlich kann die Versorgungsleitung zur Lichtversorgung des Leuchtelements vorgesehen sein und somit einen Lichtleiter, insbesondere ein Glasfaserkabel, aufweisen. Dies ist eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung, da das Trägerelement mittels des Kanalabschnitts einer Leitungsführung und/oder einem Leitungsschutz dient. Somit wird eine nochmals verbesserte Funktionsintegration erreicht. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Trägerelement in Form eines Längsprofils ausgebildet und/oder im Wesentlichen parallel zur Führungsrichtung längserstreckt angeordnet. Das Längsprofil ist vorzugsweise ein Strangpress- oder Extrusionsprofil. Das Längsprofil kann aus Kunststoff oder Metall gefertigt sein. Vorzugsweise ist das Längsprofil aus einem wenigstens abschnittsweise elastisch nachgiebig ausgebildeten Kunststoff gefertigt. Das Längsprofil ist vorzugsweise über im Wesentlichen die gesamte Länge der Führungseinrichtung längserstreckt. Sofern ein erster Formschlussabschnitt und/oder ein zweiter Formschlussabschnitt vorgesehen sind, sind diese vorzugsweise über die gesamte Länge des Längsprofils längserstreckt ausgebildet. Sowohl der erste Formschlussabschnitt als auch der zweite Formschlussabschnitt können hierbei einen rinnenförmigen längserstreckten Verlauf aufweisen. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Längsprofil, vorzugsweise einstückig, aus Kunststoff gefertigt. Das Längsprofil kann mittels eines Kunststoffspritzgussverfahrens oder mittels eines Extrusionsverfahrens gefertigt sein. Es ist besonders vorteilhaft, wenn das Längsprofil einstückig ausgebildet ist. Dies ist eine besonders kostengünstig herstellbare und einfach montierbare Ausgestaltung der Erfindung.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Leuchtelement in Form einer längserstreckten LED-Anordnung oder eines Lichtleitkabels ausgebildet und/oder im Wesentlichen parallel zur Führungsrichtung längserstreckt angeordnet. Vorzugsweise ist das Leuchtelement hierbei im Wesentlichen über seine gesamte Länge formschlüssig mit dem Trägerelement zusammengefügt. Mit anderen Worten: Die zweite Schnappverbindung erstreckt sich in Längsrichtung vorzugsweise im Wesentlichen über das gesamte Leuchtelement und/oder im Wesentlichen über die gesamte Länge des Trägerelements. Entsprechendes gilt vorzugsweise für die erste Schnappverbindung.

Die Erfindung betrifft zudem ein Trägerelement für eine eingangs genannte Schutzvorrichtung, wobei das Trägerelement gemäß den vorstehenden Ausführungen ausgebildet ist.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels, das anhand der Zeichnungen dargestellt ist.

Fig. 1 zeigt in abgeschnittener, stark vereinfachter Schnittdarstellung eine

Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung in Form einer

Beschattungseinrichtung für ein Schiebedachsystem eines Personenkraftwagens und

Fig. 2 in vergrößerter Detaildarstellung die Schutzvorrichtung nach Fig. 1 im Bereich eines Trägerelements. Gemäß Fig. 1 ist eine Schutzvorrichtung in Form einer Beschattungseinrichtung 1 ausgebildet und im Bereich eines Schiebedachsystems 2 eines nicht näher dargestellten Personenkraftwagens angeordnet.

Das Schiebedachsystem 2 weist einen beweglichen Dachteil 3 auf. Der bewegliche Dachteil 3 ist auf grundsätzlich bekannte Weise zwischen einer Schließ- und einer Öffnungsstellung verfahrbar und zu diesem Zweck mittels einer nicht näher bezeichneten Verlagerungsmechanik an einer fahrzeugfesten Führungsschiene 4 linearbeweglich abgestützt. Das bewegliche Dachteil ist vorliegend in Form eines Glasbauteils 3 ausgebildet und insoweit lichtdurchlässig. Die Führungsschiene 4 ist im Wesentlichen parallel zu einer Fahrzeuglängsrichtung X längserstreckt angeordnet und auf grundsätzlich bekannte Weise karosseriefest und in Fahrzeughochrichtung Z zwischen einer Dachaußenhaut 5 und einem Innenverkleidungsteil 6 angeordnet. Das Innenverkleidungsteil ist vorliegend ein Fahrzeuginnenhimmel 6.

Die Beschattungseinrichtung 1 ist vorliegend zur Beschattung des Glasbauteils 3 vorgesehen. Mittels der Beschattungseinrichtung 1 kann somit ein in einen Fahrzeuginnenraum R gelangender Lichteinfall gesteuert werden. Sowohl das Schiebedachsystem 2 als auch die Beschattungseinrichtung 1 weisen einen - in Bezug auf eine parallel zur X-Z-Ebene parallel erstreckte Mittellängsebene - im Wesentlichen symmetrischen Aufbau auf. Insoweit weist das Schiebedachsystem 2 vorliegend zwei in einer Fahrzeugquerrichtung Y gegenüberliegend angeordnete und parallel längserstreckte Führungsschienen 4 auf. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird insbesondere im Zusammenhang mit der Beschattungseinrichtung 1 lediglich auf die anhand der Fig. 1 und 2 ersichtlichen Bauteile und Abschnitte näher eingegangen, wobei nicht jedes Mal ausdrücklich auf eine entsprechend symmetrische Anordnung der Bauteile und/oder Abschnitte in Bezug auf die besagte Mittellängsebene hingewiesen wird.

Die Beschattungseinrichtung 1 weist ein flexibles Flächengebilde 7 auf. Das flexible Flächengebilde ist vorliegend in Form einer Rollobahn 7 ausgebildet und entlang einer Führungsrichtung F zwischen einer kompakt abgelegten Ruheposition und einer wenigstens abschnittsweise flächig ausgebreiteten Schutzposition verlagerbar. Die Führungsrichtung R ist vorliegend im Wesentlichen parallel zur Fahrzeuglängsrichtung X erstreckt und kann einen geraden oder wenigstens abschnittsweise gekrümmten Verlauf aufweisen. Die Rollobahn 7 ist vorliegend auf einer nicht näher ersichtlichen Wickelwelle auf- und abwickelbar gehalten. Dabei ist die Wickelwelle auf grundsätzlich bekannte Weise fahrzeugfest drehbar gelagert. In einem auf der Wickelwelle aufgewickelten Zustand nimmt die Rollobahn 7 die Ruheposition ein. In einem wenigstens abschnittsweise von der Wickelwelle abgewickelten Zustand nimmt die Rollobahn 7 die Schutzposition ein. In der Schutzposition (Fig. 1 ) ist der Fahrzeuginnenraum R mittels der Rollobahn 7 in Fahrzeughochrichtung Z gegenüber dem Glasbauteil 3 nach oben abgedeckt. Umgekehrt ist das Glasbauteil 3 in der Schutzposition mittels der Rollobahn 7 in Fahrzeughochrichtung Z gegenüber dem Fahrzeuginnenraum R nach unten abgedeckt. Mit anderen Worten: Das Glasbauteil 3 bzw. der Fahrzeuginnenraum R sind mittels der Rollobahn beschattet. Dabei kann die Rollobahn 7 entweder manuell oder mittels einer nicht näher ersichtlichen Antriebsvorrichtung entlang der Führungsrichtung F zwischen der Ruhe- und der Schutzposition verlagerbar sein.

Zur Führung der Verlagerungsbewegung der Rollobahn 7 zwischen der Ruhe- und der Schutzposition ist eine Führungseinrichtung 8 vorgesehen. Die Führungseinrichtung 8 weist vorliegend ein Führungsprofil 9 auf. Es versteht sich, dass aufgrund der vorliegend symmetrischen Ausgestaltung der Beschattungseinrichtung 1 in Fahrzeugquerrichtung Y gegenüberliegend ein weiteres nicht näher dargestelltes Führungsprofil vorgesehen ist. Das Führungsprofil 9 ist vorliegend einstückig an der Führungsschiene 4 des Schiebedachsystems 2 angeformt, was jedoch nicht zwingend der Fall sein muss. Bei einer nicht näher dargestellten Ausführungsform kann das Führungsprofil 9 separat von der Führungsschiene 4 gefertigt und/oder getrennt von derselben fahrzeugfest angebracht sein. Die Führungsschiene 9 ist entlang der Fahrzeuglängsrichtung X längserstreckt. Die Rollobahn 7 ist mittels eines nicht näher ersichtlichen Gleitelements lineargeführt gleitbeweglich an dem Führungsprofil 9 abgestützt. Zu diesem Zweck kann die Rollobahn 7 beispielsweise mit einem in Führungsrichtung F stirnendseitig angeordneten, im Wesentlichen formstabilen Auszugprofil verbunden sein, das in Fahrzeugquerrichtung Y längserstreckt und stirnendseitig mit Gleitelementen versehen ist. Dabei können die Gleitelemente formschlüssig gleitbeweglich an entsprechenden Führungsflächen des Führungsprofils 9 geführt sein.

Zudem weist die Beschattungseinrichtung 1 wenigstens ein der Rollobahn 7 zugeordnetes Leuchtelement 10 auf, das in einem Betriebszustand Licht auf die Rollobahn 7 abgibt. Aufgrund der vorliegend symmetrischen Ausgestaltung der Beschattungseinrichtung 1 sind zwei in Fahrzeugquerrichtung Y einander gegenüberliegend angeordnete Leuchtelemente 10 vorgesehen. Mittels des Leuchtelements 10 kann die Rollobahn 7 wenigstens abschnittsweise, nämlich in einem in Fahrzeugquerrichtung Y der Führungseinrichtung 8 zugewandten Außenbereich, beleuchtet werden. Auf diese Weise können die Lichtverhältnisse im Fahrzeuginnenraum R im Hinblick auf gestalterische und/oder technische Erfordernisse beeinflusst werden. Das Leuchtelement ist vorliegend ein Lichtleiter 10. Der Lichtleiter ist in Form eines Lichtkabels 10, insbesondere eines Glasfaserkabels, ausgebildet. Bei einer nicht näher dargestellten Ausführungsform kann das Leuchtelement in Form einer Lichtquelle, insbesondere einer LED-Anordnung, realisiert sein. Das Leuchtelement 10 ist vorliegend in Führungsrichtung F und damit in Fahrzeuglängsrichtung X im Wesentlichen über die gesamte Länge der Führungseinrichtung 8 längserstreckt. Dies ist nicht zwingend. Stattdessen kann bei einer nicht näher dargestellten Ausführungsform anstelle eines durchgängig längserstreckten Leuchtelements 10 eine Mehrzahl von abschnittsweise oder punktuell angeordneten Leuchtelementen, die in Fahrzeuglängsrichtung X zueinander benachbart angeordnet sind, vorgesehen sein.

Weiter weist die Beschattungseinrichtung 1 ein Trägerelement 1 1 auf. Mittels des Trägerelements 1 1 ist das Leuchtelement 10 formschlüssig mit der Führungseinrichtung 8 zusammengefügt. Vorliegend ist diese formschlüssige Verbindung mit der Führungsschiene 9 bewirkt. Aufgrund der vorliegend symmetrischen Gestaltung der Beschattungseinrichtung 1 sind wenigstens zwei Trägerelemente vorgesehen, die in Fahrzeugquerrichtung Y einander gegenüberliegend und symmetrisch zu der besagten Mittellängsebene beabstandet angeordnet sind. Weitere Merkmale des Trägerelements 1 1 sind insbesondere anhand Fig. 2 ersichtlich. Anhand Fig. 2 ist ersichtlich, dass das Trägerelement zum einen formschlüssig mit dem Führungsprofil 9 der Führungseinrichtung zusammengefügt ist. Zum anderen ist das Leuchtelement 10 formschlüssig mit dem Trägerelement 1 1 zusammengefügt. Aufgrund dieser noch näher zu beschreibenden Ausgestaltung wird insbesondere eine besonders einfache Montage ermöglicht. Zudem wirken die besagten formschlüssigen Fügeverbindungen einer unerwünschten Geräuschentwicklung im Fahrbetrieb entgegen.

Das Trägerelement 1 1 weist einen ersten Formschlussabschnitt 12 auf, der mit einem Formschlusselement 13 der Führungseinrichtung 8 derart formschlüssig zusammenwirkt, dass eine erste Schnappverbindung 14 gebildet ist. Zudem weist das Trägerelement 1 1 einen zweiten Formschlussabschnitt 15 auf, der mit dem Leuchtelement 10 derart formschlüssig zusammenwirkt, dass eine zweite Schnappverbindung 16 gebildet ist. In der Querschnittsdarstellung der Fig. 2 ist der erste Formschlussabschnitt 12 konkav ringförmig ausgebildet. Dementsprechend ist das Formschlusselement 13 konvex ringförmig ausgebildet. Der zweite Formschlussabschnitt 15 ist vorliegend ebenfalls konkav ringförmig ausgebildet, wobei das Leuchtelement 10 einen kreiszylindrischen Querschnitt aufweist. Der erste Formschlussabschnitt 12 und das Formschlusselement 13 sind hinsichtlich ihrer Abmessungen derart aufeinander abgestimmt, dass eine spielfreie Verbindung zwischen dem Trägerelement 1 1 und der Führungseinrichtung 8 bewirkt ist. Der zweite Formschlussabschnitt 15 und das Leuchtelement 10 sind hinsichtlich ihrer Abmessungen derart aufeinander abgestimmt, dass eine spielfreie Verbindung zwischen dem Leuchtelement 10 und dem Trägerelement 1 1 bewirkt ist. Um eine funktionsgerechte Ausbildung der ersten Schnappverbindung 14 und der zweiten Schnappverbindung 16 zu gewährleisten, ist das Trägerelement 1 1 wenigstens im Bereich des ersten Formschlussabschnitts 12 und/oder des zweiten Formschlussabschnitts 15 elastisch nachgiebig ausgestaltet. Aufgrund dieser elastisch nachgiebigen Ausgestaltung des Trägerelements 1 1 kann dieses - kurz gesagt - auf das Formschlusselement 13 aufgeschnappt und somit formschlüssig mit der Führungseinrichtung 8 zusammengefügt werden. Dementsprechend kann das Leuchtelement 10 - kurz gesagt - in den zweiten Formschlussabschnitt 16 eingeschnappt werden, so dass eine formschlüssige Fügeverbindung zwischen dem Leuchtelement 10 und dem Trägerelement 1 1 bewirkt ist. Vorliegend sind sowohl die erste Schnappverbindung 14 als auch die zweite Schnappverbindung 16 jeweils in Form einer - wenigstens in der Querschnittdarstellung der Fig. 2 - ringförmigen Schnappringverbindung ausgebildet.

Vorliegend ist das Trägerelement 1 1 - in Bezug auf die Fahrzeughochrichtung Z - unterseitig der Führungseinrichtung 8 und zwischen der Rollobahn 7 und der Innenverkleidung 6 angeordnet.

Weiter weist das Trägerelement 1 1 einen Aperturabschnitt 17 auf. Durch den Aperturabschnitt 17 gibt das Leuchtelement im Betriebszustand Licht auf die Rollobahn 7 ab. Der Aperturabschnitt 17 fungiert somit als Blende. Mittels einer konstruktionsseitigen Anpassung der Abmessungen des Aperturabschnitts 17 kann der von dem Leuchtelement 10 ausgehende Lichteinfall auf die Rollobahn 7 insbesondere im Hinblick auf eine Orientierung und/oder Intensität angepasst werden. Der Aperturabschnitt ist vorliegend ein Spalt 17. Der Spalt 17 ist zwischen einem Fortsatz 18 des Trägerelements 1 1 und einem Wandabschnitt 19 des Führungsprofils 9 ausgebildet.

Zudem weist das Trägerelement 1 1 einen Kanalabschnitt 20 auf. In dem Kanalabschnitt 20 ist eine nicht näher ersichtliche, mit dem Leuchtelement 10 verbundene Versorgungsleitung angeordnet. Die Versorgungsleitung kann zur Energie- und/oder Lichtversorgung des Leuchtelements 10 vorgesehen sein. Da das Leuchtelement 10 vorliegend ein Lichtleiter ist, dient die Versorgungsleitung einer Lichtversorgung desselben. Der Kanalabschnitt 20 dient einer geordneten Führung und einem Schutz der Versorgungsleitung. Dabei ist der Kanalabschnitt 20 in Fahrzeughochrichtung Z mit einem Durchläse 21 versehen. In formschlüssig zusammengefügtem Zustand ist der Durchläse 21 mittels des Wandabschnitts 19 des Führungsprofils 9 verschlossen.

Weiter ist anhand Fig. 2 ersichtlich, dass der Fortsatz 18 an einem der Führungseinrichtung 8 zugewandten nicht näher bezeichneten Wandabschnitt der Innenverkleidung 6 abgestützt ist. Das Trägerelement ist vorliegend in Form eines Längsprofils 1 1 ausgebildet. Das Längsprofil 1 1 ist im Wesentlichen parallel zur Führungsrichtung F längserstreckt angeordnet. Dabei erstreckt sich das Längsprofil 1 1 im Wesentlichen über eine gesamte Länge der Führungseinrichtung 8 und/oder damit im Wesentlichen über eine gesamte Länge des Führungsprofils 9. Dies ist jedoch nicht zwingend der Fall. Bei einer nicht näher dargestellten Ausführungsform können auch mehrere in Fahrzeuglängsrichtung X zueinander beabstandete und im Vergleich zu der vorliegenden Ausführungsform verkürzte Längsprofile 1 1 vorgesehen sein. Das Längsprofil 1 1 ist aus Kunststoff gefertigt. Zudem ist das Längsprofil 1 1 einstückig ausgebildet. Vorliegend ist das Längsprofil 1 1 als Extrusionsbauteil hergestellt.

Aufgrund der Gestaltung des Trägerelements in Form eines Längsprofils 1 1 sind sowohl der erste Formschlussabschnitt 12 als auch der zweite Formschlussabschnitt 15 jeweils entlang der Fahrzeuglängsrichtung X und/oder entlang der Führungsrichtung F längserstreckt ausgebildet. Dabei erstrecken sich die Formschlussabschnitte 12, 15 im Wesentlichen über die gesamte Länge des Längsprofils 1 1 . Entsprechendes gilt für den Aperturabschnitt 17 und den Kanalabschnitt 20. Demgemäß ist auch das Formschlusselement 13 in Fahrzeuglängsrichtung X und/oder damit in Führungsrichtung F längserstreckt. Somit ist die erste Schnappverbindung 14 in Form einer Schnappzylinderverbindung ausgebildet. Entsprechendes gilt vorliegend für die zweite Schnappverbindung zwischen dem zweiten Formschlussabschnitt 15 und dem Leuchtelement 10.