| JP2006272470 | CONTROL METHOD OF BIPEDAL WALKING ROBOT |
| JP3814241 | INDUSTRIAL ROBOT |
| JP2009061586 | REMOVABLE MEMORY DEVICE TO STORE ROBOTIC APPLICATION AND CONFIGURATION DATA |
| ANSPRÜCHE Schutzvorrichtung (10) zum Schutz von automatisch arbeitenden Anlagen, Maschinen, Robotern oder dergleichen vor unberechtigtem oder unbeabsichtigten Eingriff mit einer bedarfsweise eine Öffnung (12) freigebenden Rollladeneinrichtung (20) mit Lamelleneinheiten, die in einer Führungsprofileinrichtung (14) verschieblich geführt sind, - dadurch gekennzeichnet, dass - die Rollladeneinrichtung (20) im geschlossenen Zustand die Vorderseite (24), die Oberseite (28) und die Rückseite (26) der Schutzvorrichtung (10) umgibt, - die Führungsprofileinrichtung (14) teleskopierbar verschieblich in einer Grundprofileinrichtung (16) gelagert ist, - jeweils eine Endlamelle der Rollladeneinrichtung (20) auf der Vorder- und Rückseite (24, 26) mittels Mitteln zum Fixieren (32) bedarfsweise lösbar fixierbar ist und - eine Hubeinrichtung (18) vorhanden ist, die auf die teleskopierbare Führungsprofileinrichtung (14) einwirkt und die bei gelöster Endlamelle auf der Vorder- oder Rückseite (24, 26) zum Schaffen einer Öffnung (12) einen Hub weg (H) durchführt, wobei entweder auf der Vorderseite (24) oder der Rückseite (26) eine Öffnung (12) geschaffen wird, deren Höhe dem zweifachen Betrag des Hubweges (H) entspricht, wobei die Hubeinrichtung (18) zum Schließen der Öffnung (12) eine umgekehrte Hubbewegung durchführt. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, - dadurch gekennzeichnet, dass - in einer Draufsicht gesehen, in den vier Eckpunkten eines Vierecks jeweils vertikal eine Grundprofileinheit der Grundprofileinrichtung (16) angeordnet ist und die Führungsprofileinrichtung (14) zwei bügeiförmige FührungsprofileirLheiten aufweist, die jeweils in zwei Grundprofileinheiten teleskopierbar längsverschieblich gelagert sind. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, - dadurch gekennzeichnet, dass - die Seitenwände (22) der Schutzvorrichtung (10) geschlossen sind. Schutzvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, - dadurch gekennzeichnet, dass - jeweils im Bereich der Seitenwände (22) eine Hubeinrichtung (18) angeordnet ist. Schutzvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, - dadurch gekennzeichnet, dass - die Hubeinrichtung (18) als, insbesondere hydraulisch oder pneumatisch betriebenes, Kolben-Zylinder- Aggregat ausgebildet ist. Schutzvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, - dadurch gekennzeichnet, dass - die Hubeinrichtung als, insbesondere motorisch betriebene, Spindeleinrichtung ausgebildet ist. Schutzvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche, - dadurch gekennzeichnet, dass - die Hubeinrichtung eine, insbesondere motorisch betriebene, Zahnstange mit Ritzel aufweist. Schutzvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, - dadurch gekennzeichnet, dass - die Lamelleneinheiten der Rollladeneinrichtung (20) untereinander in ihrer Längsrichtung unverschieblich miteinander verbunden sind. Schutzvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, - dadurch gekennzeichnet, dass - die Grundprofileinheit der Grund rofileinrichtung (16) jeweils zwei miteinander verbundene Grundprofile (17.1, 17.2) aufweist, die innenseitig gegenüberliegend jeweils eine T-förmige, hinterschnittene Nut (34) aufweisen, wobei ein zur Innenseite der Schutzvorrichtung (10) weisender mit den Nuten (34) verbundener Schlitz (36) vorhanden ist und die Führungsprofileinheit der Führungsprofileinrichtung (14) jeweils zwei beabstandete T-förmige Führungsprofile (15.1, 15.2) aufweist, die bereichsweise in den Nuten (34) der Grundprofile (17.1, 17.2) längsverschieblich geführt sind, wobei der Abstand der Führungsprofile (15.1, 15.2) geringfügig größer ist als die Dicke der Lamellen der Rollladeneinrichtung (20). Schutzvorrichtung nach Anspruch 9, - dadurch gekennzeichnet, dass - die Grundprofile (17.1, 17.2) und die Führungsprofile (15.1, 15.2) aus metallischem Werkstoff oder Kunststoff bestehen, insbesondere als Aluminiumstrangpressprofile ausgebildet sind. Schutzvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, - dadurch gekennzeichnet, dass - im Bereich der Oberseite (28) eine obere Bügelprofileinrichtung (30) vorhanden ist, in deren Schlitz die Rollladeneinrichtung (20) geführt ist und deren Querschnitt im nach unten weisenden Endbereich dem Querschnitt der Grundprofileinheit (16) entspricht und in diesem Endbereich die Führungsprofileinrichtung (14) befestigt, insbesondere verklebt, ist. Schutzvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, - dadurch gekennzeichnet, dass - die Lamellen der Rollladeneinrichtung (20) aus durchsichtigem Material bestehen. Schutzvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, - dadurch gekennzeichnet, dass - die Schutzvorrichtung als mobile Schutzvorrichtung, insbesondere mit oder ohne eigenem Antrieb, ausgebildet ist. |
Schutzvorrichtung zum Schutz von automatisch arbeitenden Anlagen
TECHNISCHES GEBIET
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung zum Schutz von automatisch arbeitenden Anlagen, Maschinen, Robotern oder dergleichen vor unberechtigtem oder unbeabsichtigten Eingriff mit einer bedarfsweise eine Öffnung freigebenden RoIUadeneinrichtung mit Lamelleneinheiten, die in einer Führungsprofileinrichtung verschieblich geführt sind.
In automatisierten Anlagen müssen häufig Gefahrenstellen abgesichert werden. In jüngster Zeit werden aber auch verstärkt Anwendungen diskutiert, bei denen der Roboter mit dem Menschen kooperiert und Roboter auf mobilen Plattformen eingesetzt werden.
STAND DER TECHNIK
In vielen Fällen kommen sogenannte einfache Schutzgitter zum
Einsatz. Diese sind jedoch relativ unflexibel und aufwändig in ihrer Montage. Es ist weiterhin bekannt, Absicherungen mit Laserscannern oder Lichtgittern einzusetzen. Oftmals müssen aber große
Sicherheitsabstände eingehalten werden, um die Anlage stillzulegen, falls der Werker unabsichtlich in das Lichtgitter greift oder
beispielsweise durch Stolpern in die laufende Anlage hineinfällt. Da die Laserscanner auf einen vorgegebenen Sicherheitsabstand eingestellt sind, muss beispielsweise mit auskragenden Ablagestellen gearbeitet werden, damit der Roboter beim Heranfahren an die Anlage nicht infolge Kontakt der Anlage mit dem Scannerschutzfeld abgeschaltet wird. Zudem sind die Schutzfelder meist radial vorhanden, wodurch ein großer Platzbedarf entsteht, um die Sicherheitsabstände
einzuhalten.
BESTÄTIGUNGSKOPIE Es ist auch möglich, vor einer Maschine einen Schutzzaun aufzustellen, wobei der Roboter über einen mit einem Lichtgitter beaufschlagten Ein- beziehungsweise Ausgang einfährt beziehungsweise ausfährt. Die Energieversorgung des Roboters erfolgt zum Beispiel über eine
Schleifleitung. Sobald das Lichtgitter unbefugt durchbrochen wird, schaltet die Station auf Not- Aus und stoppt die Energiezufuhr der Station und des Roboters.
Es ist auch der Einsatz von horizontalen Scannern bekannt, bei denen ein Sicherheitsabstand eingehalten werden muss, der sich
zusammensetzt aus der maximalen Reichweite des Roboters und einem Verzögerungsweg, der sicherstellt, dass der Roboter bei Verletzung der Sicherheitszone in ausreichender Zeit gestoppt werden kann.
Desweiteren sind vertikale Scanner bekannt, die oberhalb des mobilen Roboters vor der Maschine angebracht sein können, wodurch drei Seiten abgesichert werden. Die beiden seitlichen Scanner können zum Beispiel auf klappbaren Armen an dem mobilen Roboter angebaut sein.
Bei bekannten Anlagen, bei denen der Roboter in Kooperation mit dem Werker arbeitet, bestehen nach wie vor Sicherheitsrisiken, Scanner, die nur eine Ebene abdecken, aber kein Volumen ab scannen, können nicht jede Gefährdung ausschließen. Auch Kamerasysteme sind besonders bei wechselnden Umgebungsbedingungen sehr aufwändig und sicherheitstechnisch nur bedingt einsetzbar.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
Ausgehend von dem genannten Stand der Technik liegt der
vorliegenden Erfindung die Aufgabe beziehungsweise das technische Problem zugrunde, eine Schutzvorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, die eine platzsparende, flexible und sichere Lösung bietet, um den Roboter vor dem Menschen zu schützen und
insbesondere auch für mobile Anwendungen geeignet sein soll. Die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung ist durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 gegeben.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung sind durch die Merkmale der von dem unabhängigen Anspruch 1 direkt oder indirekt abhängigen Ansprüche gegeben.
Die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung zeichnet sich demgemäß dadurch aus, dass die Rollladeneinrichtung im geschlossenen Zustand die Vorderseite, die Oberseite und die Rückseite der Schutzvorrichtung umgibt, die Führungsprofileinrichtung teleskopierbar verschieblich in einer Grundprofileinrichtung gelagert ist, jeweils eine Endlamelle der Rollladeneinrichtung auf der Vorder- und Rückseite mittels Mitteln zum Fixieren bedarfsweise lösbar fixierbar ist und eine Hubeinrichtung vorhanden ist, die auf die teleskopierbare Führungsprofileinrichtung einwirkt und die bei gelöster Endlamelle auf der Vorder- oder
Rückseite zum Schaffen einer Öffnung einen Hubweg durchführt, wobei entweder auf der Vorderseite oder der Rückseite eine Öffnung geschaffen wird, deren Höhe dem zweifachen Betrag des Hubweges entspricht, wobei die Hubeinrichtung zum Schließen der Öffnung eine umgekehrte Hubbewegung durchführt.
Die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung bietet beispielsweise für einen mobilen Roboter eine konstruktiv einfache und funktionelle Einhausung mit einem beweglichen Schutz mit Öffnungen links oder rechts des Fahrweges, wobei der Roboter nahe an die Maschine herangefahren werden kann und mit Ausnahme der zur Maschine hin weisenden Öffnung vollumfänglich mittels der Rollladeneinrichtung und den Seitenwänden abgedeckt ist. Über eine einfache vertikale Hubbewegung wird die Rollladeneinrichtung nach oben bewegt und die auf der jeweils gewünschten Seite erforderliche Öffnung
geschaffen. Gleichzeitig wird wechselweise über die Mittel zum
Fixieren, zum Beispiel eine Absteckung, entweder links oder rechts, das heißt auf der Vorderseite beziehungsweise Rückseite, die Endlamelle der Rollladeneinrichtung fixiert. Damit entsteht bei einem Hub H der Hubeinrichtung eine Öffnung der Rollladeneinrichtung in doppelter Höhe.
Eine konstruktiv besonders einfache Ausgestaltung der
erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass in einer Draufsicht gesehen, in den vier Eckpunkten eines Vierecks jeweils vertikal eine Grundprofileinheit der Grundprofileinrichtung angeordnet ist und die Führungsprofileinrichtung zwei bügeiförmige Führungsprofileinheiten aufweist, die jeweils in zwei Grundprofileinheiten teleskopierbar längsverschieblich gelagert sind.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die Seitenwände der Schutzvorrichtung geschlossen ausgebildet.
Bevorzugt ist die Hubeinrichtung unter jeder bügelartigen
Führungsprofileinrichtung im Bereich der 'Seitenwand vorhanden.
Die Hubeinrichtung selbst kann beispielsweise als insbesondere hydraulisch oder pneumatisch betriebenes Zy linde raggregat ausgebildet sein, oder als insbesondere motorisch betriebene
Spindeleinrichtung ausgebildet sein, oder eine insbesondere motorisch betriebene Zahnstange mit Ritzel aufweisen.
Um dauerhaft zuverlässige Führungseigenschaften der
Lamelleneinheiten der Rollladeneinrichtung innerhalb der
Führungsprofileinrichtung zu gewährleisten, sind die
Lamelleneinheiten der Rollladeneinrichtung untereinander in ihrer Längsrichtung unverschieblich miteinander verbunden.
Eine konstruktiv besonders einfache, eine dauerhaft zuverlässige Funktion und eine optimale Sicherungsfunktion gewährleistende Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die Grundprofileinheit der Grundprofileinrichtung jeweils zwei miteinander verbundene Grundprofile aufweist, die innenseitig gegenüberliegend jeweils eine T-förmige, hinterschnittene Nut aufweisen, wobei ein zur Innenseite der
Schutzvorrichtung weisender mit den Nuten verbundener Schlitz vorhanden ist und die Führungsprofileinheit der Führungsprofileinrichtung jeweils zwei beabstandete T-förmige Führungsprofile aufweist, die bereichsweise in den Nuten der Grundprofile
längsverschieblich geführt sind, wobei der Abstand der Führungsprofile geringfügig größer ist als die Dicke der Lamellen der
Rollladeneinrichtung.
Die Grundprofile oder die Führungsprofile können aus Metall, Nicht- Metall oder Kunststoff bestehen. Insbesondere werden bevorzugt Aluminiumstrangpressprofile eingesetzt.
Um gute Führungseigenschaften über den gesamten Verlauf der Führungsprofileinrichtung zu gewährleisten, zeichnet sich eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung dadurch aus, dass im Bereich der Oberseite eine obere Bügelprofileinrichtung vorhanden ist, in deren Schlitz die Rollladeneinrichtung geführt ist und deren Querschnitt im nach unten weisenden Endbereich dem Querschnitt der
Grundprofileinheit entspricht und in diesem Endbereich die
Führungsprofileinrichtung befestigt, insbesondere verklebt, ist.
Gemäß einer besonders bevorzugten Weiterbildung sind die Lamellen aus durchsichtigem Material ausgebildet, so dass der Werker von außen den innerhalb der Schutzvorrichtung arbeitenden Roboter jederzeit beim Einrichtebetrieb beobachten kann und bei
Fehlfunktionen sofort in den Steuerungsablauf eingreifen kann.
Die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung kann sowohl stationär eingesetzt werden als auch als mobile Schutzeinrichtung ausgebildet sein, wobei in der mobilen Form auch ein Antrieb zur Bewegung der Schutzvorrichtung mit Roboter vorhanden sein kann. Die Vorteile der erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung sind unter anderem folgende:
Der Arbeitsraum des Roboters ist komplett von vier Seiten geschützt. Ein auf der Rückseite des mobilen Roboters befindlicher Bediener kann nicht in die Gefahrenstelle hineingreifen. Der Schutzbereich kann sehr einfach links und rechts des Fahrweges liegen. Der mobile Roboter kann sehr nahe an die Maschine heranfahren. Engste Platzverhältnisse sind realisierbar. Es kann auf großflächige Schutzzäune oder
Schutzbereiche (Scanner) vollständig verzichtet werden. Der
Arbeitsraum ist auch nach oben hin geschützt, zum Beispiel bezüglich Absplitterungen, Lichtbögen oder ähnlicher Gefahren. Der Bediener kann nicht von oben in die Gefahrenstelle greifen. Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, dass ein innerhalb einer mobilen
erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung angeordneter Roboter auch während der Fahrt arbeiten kann, ohne dass Werker mit der
Gefahrenstelle kollidieren können.
Weitere Ausführungsformen und Vorteile der Erfindung ergeben sich durch die in den Ansprüchen ferner aufgeführten Merkmale sowie durch die nachstehend angegebenen Ausführungsbeispiele. Die Merkmale der Ansprüche können in beliebiger Weise miteinander kombiniert werden, insoweit sie sich nicht offensichtlich gegenseitig ausschließen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
Die Erfindung sowie vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen derselben werden im Folgenden anhand des in der
Zeichnung dargestellten Beispieles näher beschrieben und erläutert. Die der Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmenden Merkmale können einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination erfindungsgemäß angewandt werden. Es zeigen: Fig. 1 perspektivische Ansicht einer Schutzvorrichtung für Roboter mit einer Rollladeneinrichtung in geöffnetem Zustand,
Fig. 2 Perspektivdarstellung der Schutzeinrichtung gemäß Fig. 1 in geschlossenem Zustand von der Rückseite her gesehen,
Fig. 3 Perspektivdarstellung der Schutzeinrichtung gemäß Fig. 1 in geschlossenem Zustand von der Vorderseite her gesehen
Fig. 4 Seitenansicht der Schutzvorrichtung gemäß Fig. 1 in
geöffnetem Zustand,
Fig. 5 Seitenansicht der Schutzvorrichtung gemäß Fig. 1
beziehungsweise 2, 3 in geschlossenem Zustand,
Fig. 6 schematischer Detailschnitt durch die Schutzvorrichtung gemäß Fig. 4 entlang Schnittführung C-C,
Fig. 7 schematischer Detailschnitt durch die Schutzvorrichtung gemäß Fig. 4 entlang Schnittführung D-D,
Fig. 8 schematische Draufsicht auf eine Maschine mit angestellter
Schutzvorrichtung mit Roboter und
Fig. 9a, b stark schematisierte Seitenansicht der Schutzvorrichtung gemäß Fig. 1 in geschlossenem Zustand (Fig. 9a) und in angehobenem Zustand (Fig. 9b).
WEGE ZUM AUSFÜHREN DER ERFINDUNG
Eine Schutzvorrichtung 10 für einen Roboter 50 weist eine
rechteckförmige Basiseinrichtung 40 auf. An den vier Eckpunkten der Basiseinrichtung 40 ist eine Grundprofileinrichtung 16 angeschlossen, die in jedem Eckpunkt eine Grundprofileinheit mit zwei Grundprofilen 17.1, 17.2 aufweist, die senkrecht zur Basiseinrichtung 40 nach oben verlaufend vorhanden sind.
Die Grundprofileinrichtung 16 ist im Schnitt in Fig. 7 näher dargestellt. Die beiden Grundprofile 17.1, 17.2, die miteinander verbunden sind, weisen in ihrem Inneren jeweils eine gegenüberliegende,
hintergreifende, T- förmige Nut 34 auf, wobei an beiden Nuten 34 ein in das Innere der Schutzeinrichtung 10 weisender Schlitz 36 vorhanden ist.
Die Grundprofile 17.1, 17.2 sind beispielsweise als Aluminium- Strangpress-Profile ausgebildet.
Von oben her ist in die Grundprofileinrichtung 16 jeweils eine
Führungsprofileinrichtung 14 längsverschieblich eingesteckt, die bügeiförmig ausgebildet ist und in jeweils zwei an jeder Seitenwand 22 vorhandenen Grundprofileinrichtungen 16 eingeführt ist.
Fig. 1 zeigt die aus der Grundprofileinrichtung 16 teilweise
herausgezogene Führungsprofileinrichtung 14.
Die Führungsprofileinrichtung 14 ist im Querschnitt in Fig. 6 beziehungsweise Fig. 7 näher dargestellt. Sie besteht aus zwei parallel beabstandet angeordneten T-förmigen Führungsprofilen 15.1, 15.2, die jeweils in den Nuten 34 der Grundprofile 17.1 beziehungsweise 17,2 längsverschieblich gelagert sind. Der Abstand A ist geringfügig größer als die Dicke der Lamellen einer Rollladeneinrichtung 20, deren jeweiliger seitlicher Randbereich innerhalb der Führungsprofileinrichtung 14 längsverschieblich geführt ist. Die Lamelleneinheiten der Rollladeneinrichtung 20 sind im Bereich der Grundprofileinrichtung 16 durch den Schlitz 36 hinduchgefuhrt, wobei auch der Schlitz 36 eine geringfügig größere Breite aufweist als die Dicke der Lamelleneinheiten der Rollladeneinrichtung 20. Die Führungsprofile 15.1, 15.2 sind beispielsweise als Aluminium- Strangpress-Profile ausgebildet.
Beide Seitenwände 22 sind durchgehend vorhanden und schließen die Schutzvorrichtung 10 im Bereich der Seitenwände 22 nach außen hin hermetisch ab.
Die Schutzvorrichtung 10 besitzt eine Vorderseite 24, eine Rückseite 26 und eine Oberseite 28.
Im geschlossenen Zustand (Fig. 2 und 3) ist die Rollladeneinrichtung 20 vollumfänglich auf der Vorderseite 24, der Rückseite 26 und der Oberseite 28 vorhanden. Die Rollladeneinrichtung 20 besitzt auf der Vorderseite 24 und der Rückseite 26 im unteren Bereich einen
feststehenden Rollladenbereich 38, wobei der übrige Bereich der Rollladeneinrichtung 20 längsverschieblich innerhalb der
Führungsprofile inrichtung 14 vorhanden ist.
Die Rollladeneinrichtung 20 verläuft über die gesamte Breite der an den Seitenwänden 22 gegenüberliegend angeordneten Führungsprofileinrichtungen 14.
Im Bereich der Oberseite 28 ist eine obere Bügelprofileinrichtung 30 vorhanden, in deren Schlitz die Rollladeneinrichtung 20 geführt ist. Der nach unten weisende Endbereich besitzt einen Querschnitt, der im Wesentlichen dem Querschnitt der Grundprofileinrichtung 16 entspricht. Die Bügelprofileinrichtung 30 ist in diesem Endbereich mit der Führungsprofileinrichtung 14 fest verbunden, insbesondere verklebt.
Im Bereich jeder Seitenwand 22 ist innenseitig eine Hubeinrichtung 18 angeordnet, die unterseitig an der Seitenwand 22 angeschlossen ist und oberseitig auf die Führungsprofileinrichtung 14 beziehungsweise die die Führungsprofileinrichtung 14 umgebende obere
Bügelprofileinrichtung 30 einwirkt. Des Weiteren sind knapp oberhalb des feststehenden
Rollladenbereiches 38 an jeder Grundprofileinrichtung 16 schematisiert als Pfeil 32 dargestellte Mittel zum Fixieren der Randlamelle der beweglichen Rollladeneinrichtung 20 sowohl auf der Vorderseite 24 als auch auf der Rückseite 26 vorhanden.
Die Hub Vorrichtung 18 kann entlang ihres Hubweges H nach oben beziehungsweise nach unten verschoben werden, wodurch eine Öffnung 12 im dargestellten Ausführungsbeispiel auf der Vorderseite 22 oder auf der Rückseite 26 bewirkt werden kann, jenachdem, welche Mittel zum Fixieren 32 auf der Vorderseite 24 oder der Rückseite 26 aktiviert sind. Durch die erzeugte Öffnung 12 hindurch kann der Roboter 50 beispielsweise mit einer benachbart vorhandenen Anlage oder Maschine kommunizieren.
Die Öffnung 12 ist entweder auf der Vorderseite 24 oder auf der Rückseite 26 vorhanden, wobei der übrige Bereich der
Schutzvorrichtung 10 durch die Rollladeneinrichtung 20 und die Seitenwände 22 gegen unberechtigten oder unvorgesehenen Eingriff geschützt ist.
Soll beispielsweise eine Öffnung 12 auf der Vorderseite - wie in Fig. 1 dargestellt - erzeugt werden, werden die Mittel zum Fixieren 32 auf der Rückseite 26 aktiviert und die Mittel zum Fixieren 32 auf der Vorderseite 24 gelöst und anschließend die Hubeinrichtung 18 beaufschlagt - manuell oder mittels Aggregaten - um einen Hubweg H zurückzulegen, wobei dann im Ergebnis eine Öffnung 12 erzeugt wird, deren Öffnungshöhe dem Zweifachen des Hubweges H der
Hubeinrichtung 18 entspricht.
In den Fig. 2 und 3 ist die Schutzvorrichtung in vollständig von der Rollladeneinrichtung 20 umgebenen geschlossenen Zustand
dargestellt. Die Lamellen der Rollladeneinrichtung 20 können in einer vorteilhaften Ausgestaltung durchsichtig ausgebildet sein, so dass ein Werker jederzeit den Zustand innerhalb der Schutzvorrichtung 10 beobachten kann.
Die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung 10 stellt eine platzsparende, flexible und sichere Lösung für eine Schutzeinrichtung für
beispielsweise Roboter oder anders geartete im Rahmen einer automatisierten Fertigung arbeitende Anlagen oder Maschinen dar.
Wie in Fig. 8 schematisch dargestellt, kann die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung 10 sehr nahe an einer Maschine 52 angeordnet sein, wobei durch die Öffnung 12 hindurch eine Kommunikation des innerhalb der Schutzvorrichtung 10 vorhandenen Roboters mit der Maschine 52 problemlos möglich ist und im Übrigen die
Schutzvorrichtung 10 gewährleistet, dass ein Werker 54 in keinem Fall mit dem Gefährungsbereich innerhalb des Roboters beziehungsweise der Maschine 52 in Kontakt kommt, da die Schutzvorrichtung 10 aufgrund der Rollladeneinrichtung 20 und der Seitenwände 22 nach außen hin hermetisch abgeschlossen ist.
In den Fig. 9a und b ist stark schematisiert dargestellt, dass bei Anheben der Führungspro fileinrichtung 14 um den Hubweg H eine Öffnung 12 entsteht, die eine Höhe der zweifachen Höhe des
Hubweges aufweist. Durch die gewählte Konstruktion kann auch in Höhenrichtung eine kompakte Schutzvorrichtung 10 umgesetzt werden.
Die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung 0 kann als stationäre Einheit oder auch als mobile Einheit ausgebildet sein. Ein großer Vorteil bei der mobilen Ausgestaltung besteht auch darin, dass während des Fahrvorganges der innerhalb der Schutzvorrichtung 10 angeordente Roboter 50 arbeiten kann. Die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung 10 ist auch bei engsten Platzverhältnissen realisierbar. Auf großflächige Schutzzäune oder Schutzbereiche mittels Scannerabsicherung kann vollständig verzichtet werden, was einen großen wirtschaftlichen Vorteil innerhalb einer Fertigungsanlage bedeutet.
