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Patent Searching and Data


Title:
PROTECTION DEVICE FOR A VEHICLE INTERIOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/202491
Kind Code:
A1
Abstract:
2.1 Known protection devices of this type comprise a flexible sheet material that is held on a winding shaft so that the material can be wound and unwound, wherein the winding shaft is rotatably mounted in a support structure having a slot, through which the sheet material passes during the winding or unwinding process and the slot can be closed by means of a closing part. 2.2 According to the invention, a light projection system is provided in the region of the slot, said system projecting optical effects onto the sheet material in the operational mode. 2.3 The protection device can be used as a sun-shade for panes in a passenger car.

Inventors:
HINTENNACH, Markus (Haldenstr. 2, Baltmannsweiler, 73666, DE)
Application Number:
EP2016/059496
Publication Date:
December 22, 2016
Filing Date:
April 28, 2016
Export Citation:
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Assignee:
BOS GMBH & CO. KG (Ernst-Heinkel-Straße 2, Ostfildern, 73760, DE)
International Classes:
B60R5/04; B60J1/20; B60J7/00; B60Q3/02
Foreign References:
DE602004010766T22008-08-07
DE10158722C12003-05-28
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWÄLTE RUFF, WILHELM, BEIER, DAUSTER & PARTNER MBB (10 40 36, Stuttgart, 70035, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Schutzvorrichtung für einen Fahrzeuginnenraum mit einem flexiblen Flächengebilde (4, 4a bis 4c), das auf einer Wickelwelle (3, 3a bis 3c) zwischen einer aufgewickelten Ruheposition und einer ausgezogenen Schutzposition auf- und abwickelbar gehalten ist, wobei die Wickelwelle (3, 3a bis 3c) in einer Tragstruktur (2, 2a bis 2c) drehbar gelagert ist, die einen Durchtrittschlitz (5, 5a bis 5c) aufweist, durch den das Flächengebilde (4, 4a bis 4c) bei einem Auf- oder Abwickelvorgang hindurchtritt, und wobei der Durchtrittschlitz (5, 5a bis 5c) durch ein Schließteil (6, 6a bis 6c) verschließbar ist, das zwischen einer den Durchtrittschlitz (5, 5a bis 5c) freigebenden Freigabestellung und einer den Durchtrittschlitz (5, 5a bis 5c) verschließenden Schließstellung beweglich gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Durchtrittschlitzes (5, 5a bis 5c) eine Lichtprojektionseinrichtung vorgesehen ist, die in einem Betriebszustand optische Effekte auf das Flächengebilde (4, 4a bis 4c) projiziert, wobei die Lichtprojektionseinrichtung in der Schließstellung des Schließteiles durch das Schließteil (6, 6a bis 6c) verdeckt ist..

2. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtprojektionseinrichtung wenigstens ein Strahlungsmittel (7, 7a, 10, 12) aufweist.

3. Schutzvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Lichtstrahlungsmittel als Lichtquelle oder als Lichtleiter gestaltet ist.

4. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem wenigstens einen Lichtstrahlungsmittel (7, 10, 12) wenigstens ein Strah- lenleitmittel (8, 12, 13, 14, 15) zugeordnet ist.

5. Schutzvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Strahlenleitmittel ein Optikmodul in Form eines Ein- oder Mehrflächenreflektors, einer Blende oder einer Linse vorgesehen ist.

6. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Lichtstrahlungsmittel und/oder das wenigstens eine Strahlenleitmittel beweglich an der Tragstruktur angeordnet ist.

7. Schutzvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Antriebssystem für eine Bewegung des Lichtstrahlungsmittels und/oder des Strahlenleitmittels vorgesehen ist.

8. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Strahlenleitmittel (8, 15) an dem Schließteil (6, 6c) befestigt ist.

9. Schutzvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Reflektor (8, 15) auf eine Innenseite des Schließteils (6, 6c) aufgebracht ist.

10. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schließteil (6, 6a bis 6c) zwischen der Schließstellung und der Freigabestellung schwenkbeweglich an der Tragstruktur (2, 2a bis 2c) gelagert ist.

Description:
Schutzvorrichtung für einen Fahrzeuginnenraum

Die Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung für einen Fahrzeuginnenraum mit einem flexiblen Flächengebilde, das auf einer Wickelwelle zwischen einer aufgewickelten Ruheposition und einer ausgezogenen Schutzposition auf- und abwickelbar gehalten ist, wobei die Wickelwelle in einer Tragstruktur drehbar gelagert ist, die einen Durchtrittschlitz aufweist, durch den das Flächengebilde bei einem Auf- oder Abwickelvorgang hindurchtritt, und wobei der Durchtrittschlitz durch ein Schließteil verschließbar ist, das zwischen einer den Durchtrittschlitz freigebenden Freigabestellung und einer den Durchtrittschlitz verschließenden Schließstellung beweglich gelagert ist.

Aus der DE 101 58 722 C1 ist eine derartige Schutzvorrichtung in Form einer Laderaumabdeckung für einen Kombi-Personenkraftwagen bekannt. Ein flexibles Flächengebilde in Form einer Abdeckplane ist auf einer Wickelwelle auf- und abwickelbar gehalten, die in einer Tragstruktur in Form eines Kassettengehäuses drehbar gelagert ist. Das Kassettengehäuse ist in dem Laderaum stationär im Bereich einer Rückenlehnenanordnung einer Fondsitzbank befestigt. Die Abdeckplane ist im Bereich ihrer Unterseite mit Elektrolumineszenz-Streifen versehen, die sich in Längsrichtung der Abdeckplane erstrecken. In ausgezogener Schutzposition der Abdeckplane ist es durch die Elektrolumineszenz-Streifen möglich, den Laderaum unterhalb der Abdeckplane zu beleuchten.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schutzvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine verbesserte Funktionalität aufweist.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass im Bereich des Durchtrittschlitzes eine Lichtprojektionseinrichtung vorgesehen ist, die in einem Betriebszustand optische Effekte auf das Flächengebilde projiziert, und die in der Schließstellung des Schließteiles durch das Schließteil verdeckt ist. Die Lichtprojektionseinrichtung ist vorzugsweise an der Tragstruktur angeordnet. Alternativ kann die Lichtprojektionseinrichtung auch an einem anderen Funktionsteil des Fahrzeuginnenraums in unmittelbarer Nähe des Durchtrittschlitzes der Tragstruktur positioniert sein. Die Tragstruktur ist als Tragrahmen oder als Kassettengehäuse gestaltet, wobei die Wickelwelle in dem Tragrahmen im Wesentlichen offen gelagert ist, wohingegen die Wickelwelle in dem Kassettengehäuse geschlossen, d.h. von geschlossenen Wandungen des Kassettengehäuses umgeben, gelagert ist. Die erfindungsgemäße Lösung eignet sich sowohl für Schutzvorrichtungen, die zur Abdeckung und/oder Abtrennung eines Laderaums dienen, als auch für Schutzvorrichtungen, die zur Beschattung eines transparenten Begrenzungsteils des Fahrzeuginnenraums dienen. Transparente Begrenzungsteile sind insbesondere Fahrzeugseitenscheiben und Fahrzeug- heckscheiben oder Dachbereiche, die vorzugsweise durch Glasdachteile realisiert sind. Dadurch, dass die Lichtprojektionseinrichtung in aktivierter Funktion optische Effekte auf das Flächengebilde projiziert, weist das Flächengebilde in seiner ausgezogenen Schutzposition eine zusätzliche Funktionalität auf. So ist es möglich, optische Effekte in Form von ästhetisch ansprechenden Projektionsbildern zu generieren. Alternativ oder ergänzend ist es möglich, optische Effekte über optisch dargestellte Bild- oder Textinhalte zu erzielen, so dass das Flächengebilde vorteilhaft als Werbefläche einsetzbar ist. Die optischen Effekte können in unterschiedlichen Farben und unterschiedlicher Helligkeit generiert werden. Dadurch, dass das Schließteil die Lichtprojektionseinrichtung in der Schließstellung des Schließteiles überdeckt, ist die Lichtprojektionseinrichtung nicht sichtbar, wenn die Schutzvorrichtung sich in der Ruhelage befindet. Je nach Einsatzzweck der Schutzvorrichtung ist es möglich, die optischen Effekte auf ein Design des Fahrzeuginnenraums oder auch auf eine farbliche Gestaltung der Fahrzeugkarosserie abzustimmen. Das Schließteil kann linearbeweglich, schwenkbeweglich oder längs- oder kur- venbahnbeweglich gelagert sein.

In Ausgestaltung der Erfindung weist die Lichtprojektionseinrichtung wenigstens ein Lichtstrahlungsmittel auf. Als Lichtstrahlungsmittel ist vorzugsweise eine Lichtquelle oder ein Lichtleiter anzusehen. Die Lichtquelle ist insbesondere durch eine LED-Anordnung realisiert. Lichtleiter sind vorzugsweise in Form von Lichtbändern oder Lichtkabeln, insbesondere Glasfaserkabeln, vorgesehen.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist dem wenigstens einen Lichtstrahlungsmittel wenigstens ein Strahlenleitmittel zugeordnet. Als Strahlenleitmittel ist in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ein Optikmodul, insbesondere in Form eines Ein- oder Mehrflächenreflektors, einer Blende oder einer Linse, vorgesehen. Durch die Kombination des Lichtstrahlungsmittels mit dem Strahlenleitmittel sind je nach Auswahl des Lichtstrahlungsmittels und des Strahlenleitmit- tels unterschiedliche Arten von optischen Effekten auf das Flächengebilde projizierbar, die als statische Bilder oder als bewegte Bilder gestaltet sind.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das wenigstens eine Lichtstrahlungsmittel und/oder das wenigstens eine Strahlenleitmittel beweglich an der Tragstruktur angeordnet. Hierdurch ist es möglich, sich ändernde Lichtprojektionen zu produzieren.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist ein Antriebssystem für eine Bewegung des Lichtstrahlungsmittels und/oder des Strahlenleitmittels vorgesehen. Das Antriebssystem umfasst vorzugsweise einen Elektromotor sowie eine elektronische Steuerung, die in geeigneter Weise auf den Einsatzzweck der Schutzvorrichtung abgestimmt ist. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das wenigstens eine Strahlenleitmittel an dem Schließteil befestigt. Dabei wird die Beweglichkeit des Schließteils verwendet, um eine Beweglichkeit des Strahlenleitmittels zu erzielen und hierdurch individuell gewünschte Lichtprojektionen zu generieren.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist ein Reflektor auf eine Innenseite des Schließteils aufgebracht. Der Reflektor kann vorzugsweise durch eine Spiegelfolie verwirklicht sein, die flächig auf die Innenseite des Schließteils aufgeklebt oder in anderer Art und Weise aufgebracht ist.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Schließteil zwischen der Schließstellung und der Freigabestellung schwenkbeweglich an der Tragstruktur gelagert. Diese Ausgestaltung ist vorteilhaft, falls ein Reflektor oder ein anderes Strahlenleitmittel an dem Schließteil befestigt ist, da eine Verschwenkung des Schließteils zwangsläufig auch eine Verschwenkung des Strahlenleitmittels bewirkt.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung, die anhand der Zeichnungen dargestellt sind.

Fig. 1 zeigt in einem perspektivischen Ausschnitt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung,

Fig. 2 in schematischer Querschnittdarstellung eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung,

Fig. 3 in schematischer Querschnittdarstellung ähnlich Fig. 2 eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung und

Fig. 4 in schematischer Querschnittdarstellung ähnlich den Fig. 2 und 3 eine letzte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung.

Eine Schutzvorrichtung in Form einer Beschattungsvorrichtung 1 ist für eine Seitenscheibe eines Personenkraftwagens vorgesehen. Eine Tragstruktur 2 in Form eines Kassettengehäuses ist an einer Seitentür unterhalb einer Seitenscheibe hinter einer Türinnenverkleidung angeordnet. Das Kassettengehäuse 2 ist an entsprechenden Karosseriestrukturteilen der Seitentür befestigt. Das Kassettengehäuse 2 weist in einem oberen Bereich einen in Längsrichtung des Kassettengehäuses 2 erstreckten Durchtrittschlitz 5 auf, der durch ein Schließteil in Form einer Klappe 6 verschließbar ist. In dem Kassettengehäuse 2 ist eine Wickelwelle 3 drehbar gelagert, auf der ein flexibles Flächengebilde 4 auf- und abwickelbar gehalten ist. Das flexible Flächengebilde 4 wird durch den Durchtrittschlitz 5 hindurch nach oben ausgezogen und überspannt in einer ausgezogenen Schutzposition die Seitenscheibe auf einer dem Fahrzeuginnenraum zugewandten Seite. Das flexible Flächengebilde 4 kann von Hand oder mittels einer Antriebsvorrichtung ausgezogen werden. Das flexible Flächengebilde ist als textiles Gewebe oder Gewirke oder als ein- oder mehrschichtige Folienbahn oder als mehrschichtige Kombination aus einem textilen Flächenmaterial und einer Kunststofffolie hergestellt.

Die Klappe 6 ist zwischen einer in Fig. 1 gezeigten Freigabestellung und einer den Durchtrittschlitz 5 verschließenden Schließstellung an dem Kassettengehäuse 2 schwenkbeweglich gelagert. Die Klappe 6 ist im Bereich einer Türseitenbrüstung in betriebsfertig montiertem Zustand der Beschattungsvorrichtung 1 positioniert. Die Klappe 6 wird in der Freigabestellung gehalten, solange das Flächengebilde 4 durch den Durchtrittschlitz 5 nach oben ausgezogen ist. Sobald das Flächengebilde 4 in den Durchtrittschlitz 5 und in das Innere des Kassettengehäuses 2 hinein abgesenkt ist, wird die Klappe 6 verschlossen und schließt im Wesentlichen bündig mit einer Türinnenverkleidung im Bereich der Türseitenbrüstung ab.

Bei der Beschattungsvorrichtung 1 nach Fig. 1 ist dem Flächengebilde 4 zusätzlich eine Lichtprojektionseinrichtung 7 bis 9 zugeordnet, die optische Effekte auf das Flächengebilde 4 in zumindest teilweise ausgezogener Schutzposition projiziert. Die Lichtprojektionseinrichtung weist ein Lichtstrahlungsmittel 7 auf, das bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 durch ein Lichtleiterband aus Leuchtdioden (LEDs) gebildet ist. Das Lichtstrahlungsmittel 7 ist in einem Halteprofil 9 befestigt, das den Durchtrittschlitz 5 flankiert und das an dem Kassettengehäuse 2 gelagert ist. Das Halteprofil 9 weist eine nach oben offene Haltenut auf, in die das Lichtstrahlungsmittel 7 eingezogen ist. Das Halteprofil 9 ist zudem um eine nicht näher bezeichnete Schwenkachse begrenzt schwenkbeweglich an dem Kassettengehäuse 2 gelagert. Eine Schwenkachse des Halteprofils 9 erstreckt sich parallel zu einer Drehachse der Wickelwelle 3. Die Haltenut, in die das Lichtstrahlungsmittel 7 eingezogen ist, ist in der Darstellung gemäß Fig. 1 über seine gesamte Länge nach oben offen. Dieser offene Bereich bildet einen Lichtschlitz, der parallel zu dem Durchtrittschlitz 5 zumindest weitgehend über eine gesamte Länge des Durchtrittschlitzes 5 verläuft. Der Lichtschlitz kann über die Länge des Halteprofils 9 alternativ auch mit geschlossenen Abschnitten versehen sein, so dass sich eine Reihe von unterbrochenen Lichtschlitzabschnitten ergibt. Dem Lichtstrahlungsmittel 7 ist im Bereich einer Innenseite der Klappe 6 ein Strahlenleitmittel 8 in Form eines Reflektors zugeordnet. Der als Strahlenleitmittel 8 dienende Reflektor ist an einer Innenseite der Klappe 6 befestigt. In geöffnetem Zustand der Klappe 6, d.h. in der Freigabestellung der Klappe 6, ragt der Reflektor demzufolge schräg nach oben. Das Halteprofil 9 kann derart relativ zu dem Reflektor 8 verschwenkt werden, dass Lichtstrahlen, die durch das Lichtstrahlungsmittel 7 nach oben gesandt werden, an dem Reflektor reflektiert und auf eine Oberfläche des Flächengebildes 4 projiziert werden. Ein Schwenkwinkel des Halteprofils 9 kann relativ zu dem Durchtrittschlitz 5 verschwenkt werden. Eine entsprechende Ver- schwenkung kann - je nach Ausführung - manuell oder durch einen elektromotorischen Schwenkantrieb erfolgen. Durch eine Verschwenkung des Halteprofils 9 ist eine Neigung des Halteprofils 9 relativ zu dem Durchtrittschlitz 5 und demzufolge zu der Klappe 6 einstellbar. Das Lichtstrahlungsmittel 7 wird in nicht näher dargestellter Weise mit elektrischer Energie versorgt. Zudem ist eine geeignete Steuerelektronik vorgesehen, die das Lichtstrahlungsmittel 7 ansteuert, um eine gewünschte Lichtstrahlung zu erzielen.

Die Ausführungsformen nach den Fig. 2 bis 4 zeigen ebenfalls Beschattungsvorrichtungen 1 a bis 1 c, deren Aufbau im Wesentlichen identisch ist zu dem Aufbau der zuvor beschriebenen Beschattungsvorrichtung 1 nach Fig. 1. Funktionsgleiche oder identische Bauteile und Abschnitte werden mit gleichen Bezugszeichen unter Hinzufügung von Buchstaben a, b und c für die unterschiedlichen Ausführungsformen nach den Fig. 2 bis 4 versehen. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird bezüglich des grundsätzlichen Aufbaus auf die Beschreibung zur Beschattungsvorrichtung 1 nach Fig. 1 verwiesen. Bei allen Beschattungsvorrichtungen 1 bis 1 c ist das Schließteil in Form der jeweiligen Klappe 6, 6a bis 6c derart angeordnet, dass die Lichtprojektionseinrichtung in der Schließstellung des Schließteiles durch das Schließteil überdeckt ist.

Nachfolgend wird auf die Unterschiede der Ausführungsformen nach den Fig. 2 bis 4 eingegangen.

Auch die Beschattungsvorrichtungen 1 a bis 1 c nach den Fig. 2 bis 4 sind zur Beschattung einer Seitenscheibe einer Seitentür eines Personenkraftwagens vorgesehen. Ein flexibles Flächengebilde 4a bis 4c ist in einem Kassettengehäuse 2a bis 2c auf einer Wickelwelle 3a bis 3c auf- und abwickelbar gehalten. Das Flächengebilde 4a bis 4c wird durch einen Durchtrittschlitz 5a bis 5c im Bereich einer Oberseite des Kassettengehäuses 2a bis 2c aus dem Kassettengehäuse 2a bis 2c nach oben ausgezogen. Anhand der Fig. 2 bis 4 sind im Bereich des Durchtrittschlitzes 5a nicht näher bezeichnete elastisch nachgiebige Stützmittel vorgesehen, die nach Art von Lippen oder Laschen schräg nach innen ragen. Diese dienen dazu, ein formstabiles Auszugprofil an einem Stirnendbereich des Flächengebildes 4a bis 4c in der aufgewickelten Ruhestellung des flexiblen Flächengebildes 4a bis 4c im Durchtrittschlitz 5a sicher zu stützen. Auch bei den Ausführungsformen nach den Fig. 2 bis 4 ist der Durchtrittschlitz 5a bis 5c durch eine schwenkbewegliche Klappe 6a bis 6c, die als Schließteil im Sinne der Erfindung dient, ver- schließbar. Die Klappe 6a bis 6c ist um eine Schwenkachse S schwenkbeweglich im Bereich einer Oberseite des Kassettengehäuses 2a bis 2c gelagert. Die Schwenkachse S wird definiert durch eine entsprechende Scharnieranordnung für die Klappe 6a bis 6c, die nicht näher bezeichnet ist.

Im Bereich der Oberseite des Kassettengehäuses ist bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ein Lichtstrahlungsmittel 7a an einem den Durchtrittschlitz 5a über seine gesamte Länge flankierenden Randbereich befestigt. Das Lichtstrahlungsmittel 7a erstreckt sich vorzugsweise ebenfalls über zumindest einen Großteil der Länge des Durchtrittschlitzes 5a. Das Lichtstrahlungsmittel 7a sendet Lichtstrahlen gemäß dem gestrichelten Pfeil in Fig. 2 auf eine Oberfläche des Flächengebildes 4a. Das Lichtstrahlungsmittel 7a ist als Lichtquelle in Form eines LED-Bands ausgeführt. Im Bereich einer Unterseite des seitlich abragenden oberen Randbereichs des Kassettengehäuses 2a ist eine lediglich schematisch dargestellte Steuerelektronik SE befestigt, die mit dem Lichtstrahlungsmittel 7a verbunden ist und eine entsprechende Steuerung und Energieversorgung des Lichtstrahlungsmittels 7a bewirkt. Die in Fig. 2 gezeigte Lichtprojektionseinrichtung besteht demzufolge lediglich aus dem Lichtstrahlungsmittel 7a und aus der zugeordneten Steuerelektronik SE.

Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 weist der obere Randbereich des Kassettengehäuses 2b ebenfalls ein Lichtstrahlungsmittel 10 und eine Steuerelektronik SE auf, die Teil der Lichtprojektionseinrichtung 7b sind. Zusätzlich ist unmittelbar benachbart zu dem Lichtstrahlungsmittel 10 noch ein Strahlenleitmittel 1 1 in Form eines Drehspiegels vorgesehen, der mittels eines elektromotorischen Drehantriebs verdrehbar ist. Der Drehspiegel ist mit mehreren, über seinen Umfang verteilten Reflektorflächen versehen, die Lichtstrahlen des Lichtstrahlungsmittels 10 in unterschiedliche Richtungen auf das Flächengebilde 4b projizieren. Hierdurch ist es möglich, dynamische Lichteffekte zu erzielen, die durch die Welle G gemäß Fig. 3 symbolisiert sind. Die gestrichelten Pfeile sollen die sich in ihrer Richtung ändernden Lichtstrahlen verdeutlichen.

Bei geschlossener Klappe 6b ist die Lichtprojektionseinrichtung 7b durch die Klappe 6b überdeckt. In der Schließstellung der Klappe 6b ist das Flächengebilde 4b vollständig in das Kassettengehäuse 2b eingezogen und ein Auszugprofil an einem vorderen Stirnendbereich des Flächengebildes 4b ist sicher zwischen den Stützlippen im Bereich des Durchtrittschlitzes 5b gehalten.

Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 weist die Lichtprojektionseinrichtung ein Lichtstrahlungsmittel 14 auf, das in einer drehbaren Leiste 14 angeordnet ist, die eine Oberseite des Durchtritt- Schlitzes 5c seitlich flankiert. Die Leiste 14 ist gemäß dem symbolisierten Pfeil verdrehbar gelagert. Zur Verdrehung der Leiste 14 ist ein nicht näher dargestellter Drehantrieb vorgesehen.

Zudem ist oberhalb des in der drehbaren Leiste 14 integrierten Lichtstrahlungsmittels 12 ein Strahlenleitmittel 13 in Form einer Blende befestigt. Das Strahlenleitmittel 13 ist an dem Kassettengehäuse 2c befestigt und ist in Abstand oberhalb des Lichtstrahlungsmittels 12 angeordnet.

Zusätzlich ist auch eine Innenseite der Klappe 6c mit Strahlenleitmitteln in Form von Reflektoren 15 versehen, die im Bereich der Unterseite der Klappe 6c über deren Länge flächig mit der Unterseite der Klappe 6c verbunden ist. Durch die Blende 13 werden Lichtstrahlen, die durch die gestrichelten Pfeile symbolisiert sind, entweder direkt auf das Flächengebilde 4c projiziert oder indirekt über die Strahlenleitmittel 15 umgelenkt und anschließend auf das Flächengebilde 4c projiziert. Durch eine Verdrehung der Drehleiste 14 sind zusätzliche dynamische Effekte erzielbar.




 
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