| JP2004128732 | PHOTOGRAPHING APPARATUS |
| JP03192241 | CAMERA PROVIDED WITH HEATING ELEMENT FOR SELF-DEVELOPING FILM AT REAR PART |
| JP2011087021 | IMAGING APPARATUS |
| Ansprüche 1. Vorrichtung zur staub- und feuchtigkeitsdichten Befestigung von Kameras in einem Schutzgehäuse, wobei das Schutzgehäuse (2) aus einem wärmeleitenden Material besteht, mit zumindest einer Spanneinrichtung (4) und zumindest einem Wärmeleitblock (6), die zwischen sich einen Klemmraum zur Aufnahme einer Kamera (8) definieren, wobei der Wärmeleitblock (6) aus hochwärmeleitfähigem Material ge- macht ist und in großflächigem Kontakt mit der Innenwand des Schutzgehäuses (2) steht, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinrichtung aus Klemmblöcken und Exzenterschrauben gebildet ist. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Spanneinrichtung (4) und Wärme leitblock (6) verschieblich in dem Schutzgehäuse (2) angeordnet sind. 3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Spanneinrichtung (4) und Wärmeleitblock (6) in dem Schutzgehäuse (2) verklebt sind. 4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeleitblock (6) auf zumindest einer seiner Klemmflächen mit Wärmeleitfolie (10) versehen ist, die eine Anpassung an die Konturen der zu verklemmenden Kamera (8) und/oder der Innenwand des Schutzgehäuses (2) ermöglicht. |
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Gehäuse zur Aufnahme und Halterung von Industriekameras.
[0002] Industriekameras haben in der Produktion von Konsumgütern einen festen Platz eingenommen. Sie werden eingesetzt zur Überwachung der Produktion, zur Qualitätskontrolle und als Bestandteil von Steuerungssystemen. [0003] Aufgrund der oftmals widrigen Bedingungen in Produktionsumgebungen müssen die Kameras, um eine einwandfreie Funktion auch über einen langen Zeitraum zu gewährleisten, in einer Art und Weise montiert und vor Schmutz und Feuchtigkeit geschützt sein, die eine Beeinträchtigung der Kamera verhindert. Von besonderer Bedeutung ist ein entsprechender Schutz bei Kameras, die zur digitalen Bildverarbeitung eingesetzt werden, wie z.B. Smart Kameras, die einen Prozessor zur Bildverarbeitung enthalten, aber auch jeder andere Art von digitaler Kamera (auch Überwachungskameras). Als Smart Kameras werden digitale Kameras bezeichnet die die komplette Bildverarbeitung, also die Auswertung von Bilddaten in der Kamera selbst durchführen. Diese Kameras enthalten bereits einen Computer - inklusive Prozessor - der nach entsprechender Programmierung die Bilder auswertet und entweder Messergebnisse versendet oder über die digitalen Schnittstellen direkt Equipment ansteuern kann.
[0004] Mit zunehmender Rechenleistung - üblich sind mittlerweile Prozessoren mit 1 Ghz Taktfrequenz - steigt auch die Wärmeabgabe dieser Systeme - die Prozessortemperatur kann hierbei bis zu 90 Grad Celsius erreichen. [0005] Die konventionelle Montage dieser Kameras in geschlossenen Schutzgehäusen ohne Ableitung der freigesetzten Wärme würde zur Aufheizung der im Gehäuse befindlichen Luft und damit schließlich zur Überhitzung der Kamera führen. [0006] Die Kameras enthalten in der Regel Gewindebohrungen - entweder nur am Kamerafuß oder an mehreren Seiten des Kameragehäuses. [0007] Die Befestigung im Kameraschutzgehäuse erfolgt in Regel über ein Zwischen- blech, eine so genannte "Slide-out platform", mit dem die Kamera über die Gewindebohrungen an einem Fuß oder Kameragehäuse verschraubt wird. Dieses Zwischenblech mit montierter Kamera wird dann mit dem Schutzgehäuse verschraubt oder verklemmt. Hierzu werden die in der Kamera enthaltenen Gewindebohrungen verwendet. [0008] Diese herkömmlichen Lösungen schützen zwar hinlänglich vor Staub und Feuchtigkeit, fuhren jedoch oftmals dazu, dass sich aufgrund der Kapselung ein Wärmestau innerhalb des Gehäuses entwickelt, die die Elektronik der Kamera beschädigen kann. [0009] Es besteht also ein Bedarf an Kameraschutzgehäusen, die einen hinreichenden Schutz der Kamera vor Staub und Feuchtigkeit bieten und andererseits gewährleisten, dass ein Wärmestau innerhalb des Gehäuses vermieden wird.
[0010] Vorgesehen ist eine Vorrichtung zur staub- und feuchtigkeitsdichten Befestigung von Kameras in einem Schutzgehäuse, wobei das Schutzgehäuse aus einem wärmeleiteden Material besteht, mit zumindest einer Spanneinrichtung und zumindest einem Wärmeleit- block, die zwischen sich einen Klemmraum zur Aufnahme einer Kamera definieren, wobei der Wärmeleitblock aus hochwärmeleitfähigem Material gemacht ist und in großflächigem Kontakt mit der Innenwand des Schutzgehäuses steht. Bei dieser Vorrichtung wird die Kamera nicht wie üblich an vorgesehenen Gewindebohrungen befestigt (verschraubt), sondern mit Hilfe geeigneter Spanntechnik in das Gehäuse eingeklemmt, was nicht nur eine höhere Flächenpressung zwischen Kamera und Schutzgehäuse ermöglicht und somit einen deutlich besseren Wärmeübergang von der Kamera auf das Schutzgehäuse, sondern auch eine größere Freiheit bei der Anordnung der Kamera in dem Schutzgehäuse. Die in der Kamera freigesetzte Wärme wird maßgeblich über den Wärmeleitblock in das Schutzgehäuse abgeführt, wobei auch die Spanneinrichtung so ausgestaltet sein kann, dass sie zur Wärmeabfuhr beitragen kann.
[0011] Es ist weiterhin bevorzugt, dass die Spannvorrichtung zustellbare Keile aufweist, deren gegenläufiges Verschieben zu einer Änderung der Ausdehnung der Spannvorrichtung in Spannrichtung führt. Die Verwendung von anstellbaren Keilen ist nicht nur eine sehr effektive, stufenfreie und kostengünstige Lösung sondern bietet aufgrund des großflä- chigen Kontaktes zwischen den Keilen einerseits und zwischen Kamera und Innenwand des Schutzgehäuses andererseits ein großes Wärmeabfuhrpotential, insbesondere, wenn die Keile aus einem wärmeleitfähigen Material gemacht sind.
[0012] Alternativ kann die Spanneinrichtung aus zwei Klemmblöcken mit Exzen- terschrauben gebildet sein, die mit dem Boden der Kamera verschraubt sind und sich zwi- sehen Kameraboden und Innenwand des Gehäuses verspannen. Schließlich kann auch eine Mischform aus anstellbaren Keilen und Klemmblöcken mit Exzenterschrauben Anwendung finden, um die Kamera im Gehäuse zu fixieren. [0013] Der "Wärmeleitblock" wird auf die Kamera aufgelegt und greift vorzugsweise über die Gehäusekanten der Kamera und lässt sich daher im Gehäuse nur zusammen mit der Kamera bewegen.
[0014] Die Vorrichtung nach Maßgabe der Erfindung kann sich weiterhin dadurch aus- zeichnen, dass Spanneinrichtung und Wärmeleitblock verschieblich in dem Schutzgehäuse angeordnet sind. Dies wird insbesondere dadurch gewährleistet, dass sämtliche Elemente, nämlich Spanneinrichtung, Kamera und Wärmeleitblock durch Anstellung der Keile der Spanneinrichtung oder verdrehen der Exzenterschrauben gegen die Innenwände des Schutzgehäuses verklemmt verspannt werden und somit frei innerhalb des Schutzgehäuses angeordnet werden können.
[0015] Weiterhin kann die Vorrichtung so ausgestaltet sein, dass der Wärmeleitblock auf seinen Klemmflächen mit Wärme leitfolien versehen ist, die eine Anpassung an die Konturen der zu verklemmenden Kamera und der Innenwand des Schutzgehäuses ermöglichen. [0016] Weitere Eigenschaften der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschrei- bung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen, die jedoch rein illustrativ und nicht beschränkend zu verstehen sind. Darin zeigt:
[0017] Fig. leine seitliche Querschnittsansicht einer Ausführungsform des Schutzgehäuses; [0018] Fig. 2eine frontale Querschnittsansicht des Schutzgehäuses nach Fig. 1; und
[0019] Fig. 3 eine detaillierte Querschnittsansicht des Schutzgehäuses nach Fig. 1
[0020] Die Figuren 1 und 2 zeigen in unterschiedlichen Schnittansichten das Wirkprinzip der Ausführungsform der Erfindung. Gezeigt ist ein Schutzgehäuse 2, z.B. ein Alumini- umprofϊl, das an beiden Enden mit Glas oder Metal verschließbar ist, mit einer Spannein- richtung 4 aus anstellbaren Keilen 4a und 4b und mit einem der Spanneinrichtung 4 gegenüberliegenden Wärmeleitblock 6 aus hochwärmeleitfähigem Material, wobei die Spanneinrichtung und der Wärmeleitblock zwischen sich einen Klemmraum zur Aufnahme der Kamera 8 definieren. Wie den Figuren 1 und 2 zu entnehmen ist, steht der Wärmeleitblock 6 in großflächigem Kontakt mit der oberen Innenwand des Schutzgehäuses 2. Die Kamera 8 ist nicht wie üblich an vorgesehenen Gewindebohrungen verschraubt, sondern mit Hilfe der Spanneinrichtung 4 und des Wärmeleitblocks 6 in das Gehäuse 2 eingeklemmt, wodurch sich einerseits eine höhere Flächenpressung zwischen Kamera 8 und Schutzgehäuse 2 ergibt, und somit eine deutlich besseren Wärmeübergang von der Kamera 8 auf das Schutzgehäuse 2, und andererseits eine größere Freiheit bei der Anordnung der Kamera 8 in dem Schutzgehäuse 2. Die in der Kamera 8 freigesetzte Wärme wird, wie weiter unten noch detaillierter gezeigt, über den Wärmeleitblock 6 in das Schutzgehäuse 2 abgeführt. [0021] Spanneinrichtung 4 und Wärme leitblock 6 sind in der gezeigten Ausführungsform unabhängig voneinander verschieblich in dem Schutzgehäuse 2 angeordnet, indem Spanneinrichtung 4, Kamera 8 und Wärme leitblock 6 durch Anstellung der Keile 4a, 4b der Spanneinrichtung 4 gegen die Innenwände des Schutzgehäuses 2 verklemmt werden. Will man die Verschieblichkeit nicht und legt man Wert auf eine Fixierung der Elemente inner- halb des Schutzgehäuses 2 ist auch ein Verkleben der Elemente denkbar, wie auch eine Ausbildung des Wärmeleitblocks denkbar ist, bei dem dieser über die Kanten des Kameragehäuses hinweggreift.
[0022] Die Figur 3 zeigt im Grunde denselben seitlichen Querschnitt wie die Figur 1, jedoch in größerem Detail, wobei identische Merkmale auch mit identischen Bezugszei- chen versehen sind. Bei der in Figur 3 dargestellten Ausführungsform ist der Wärme leitblock 6 auf seinen Klemmflächen mit Wärme leitfolien 10 versehen, die eine Anpassung an die Konturen der Kamera 8 und der Innenwand des Schutzgehäuses 2 ermöglichen, so dass eine maximale Wärmeabfuhr sichergestellt ist, die durch den nach oben weisenden Pfeil 12 schematisch dargestellt ist. [0023] In einer nicht dargestellten Variante wird nur eine Wärme leitfolie zwischen Kamera und Wärmeleitblock eingesetzt - hauptsächlich damit die Klemmung der Kamera nur über Kameravorder- und Rückwand erfolgt, und nicht über den druckempfindlichen Mittelteil der Kamera. [0024] Durch Hinzufügen von Wärme leitfolien zwischen Kamera und Klemmblöcken kann auch eine komplette elektrische Isolierung der Kamera vom Gehäuse erreicht werden, ohne die Wärmeableitung zu beeinträchtigen.
[0025] Um die Montage zu erleichtern, ist es auch möglich, zwischen Wärmeleitblock und Gehäuse keine Folie vorzusehen, ohne die Wärmeabfuhr wesentlich zu beeinträchtigen, die schon durch den Anpressdruck gewährleistet wird. [0026] Der Figur 3 sind weitere Details der Kamera 8 zu entnehmen, wobei das Gehäuse der Kamera 8 aufgeschnitten dargestellt ist. Innerhalb der Kamera 8 befindet sich eine Schaltplatine 14, auf der ein Mikroprozessor 16 zur Verarbeitung der durch das Objektiv 18 gelieferten Kameradaten vorgesehen ist. Da der Mikroprozessor 16 Wärme erzeugt, die abgeführt werden muss, ist zwischen Prozessor 16 und der Gehäusewand 20 der Kamera 8 ebenfalls ein Wärmeleitblock 22 angeordnet, unter Zwischenschaltung einer weiteren Wärme leitfolie 24, um einen größtmöglichen Wärmeübergang zu gewährleisten. [0027] Durch die vorliegende Erfindung wird somit ein Konzept vorgeschlagen, bei dem die jeweilige Kamera ohne Verwendung der Befestigungs- Gewindebohrungen an Kameras mit Hilfe von Spanntechnik in das Gehäuse geklemmt wird. Durch die Zustellung der Keile oder eine andere geeignete Spanntechnik, wird die Kamera an den "Heatguide" - Wärmeleitblock gedrückt. Dieser Wärmeleitblock wiederum stützt sich an der Gehäusein- nenseite des Schutzgehäuses ab. Der Kraftschluss wird über das Schutzgehäuse geschlossen.
