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| JP08158253 | CLOTH FOR SPORTSWEAR |
ROSENFELDER, Bernd (Waldstrasse 2, Obersimten, 66957, DE)
ROSENFELDER, Bernd (Waldstrasse 2, Obersimten, 66957, DE)
| Patentansprüche: 1. Schutzbekleidung, beispielsweise Handschuh, Mundschutz, Kopfhaube, Schürze und dergleichen, aus Kunststoff, insbesondere aus vulkanisiertem natürlichem oder synthetischem Kautschuk, dadurch gekennzeichnet, dass in den Kunststoff gleichmäßig verteilt Partikel eingebettet sind, die mittels induktiver oder kapazitiver Sensoren oder Magnetfeldsensoren detektierbar sind. 2. Schutzbekleidung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Partikel aus Edelstahl bestehen. 3. Schutzbekleidung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Partikel aus austenitischem Edelstahl bestehen. 4. Schutzbekleidung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Partikel aus ferritischem Edelstahl bestehen. 5. Schutzbekleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil der Partikel an der Schutzbekleidung mindestens 15 Gew.-% beträgt. 6. Schutzbekleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Größe der einzelnen Partikel < 100 μm beträgt. |
Schutzbekleidung, insbesondere Schutzhandschuh.
Technisches Gebiet:
Die Erfindung betrifft eine Schutzbekleidung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 , insbesondere einen Schutzhandschuh.
Stand der Technik:
Der Einsatz von Schutzbekleidung ist in vielen Bereichen weitverbreitet und dient im Allgemeinen dem Schutz der die Bekleidung tragenden Person. Auf manchen Gebieten steht auch der Schutz einer Person oder eines Produkts im Vordergrund, zu der oder dem der Kontakt hergestellt wird. So ist beispielsweise in der Nahrungsmittelindustrie die Einhaltung hygienischer Vorschriften vorrangig, um sicherzustellen, dass Nahrungsmittel frei von Fremdstoffen und Keimen zum Konsumenten gelangen. Entsprechendes gilt für die Pharmazie, wo das oberste Gebot darin besteht, Medikamente frei von Verunreinigungen herzustellen und abzupacken. Im medizinischen Bereich stellt sich zusätzlich die Problematik des Schutzes der die Schutzbekleidung tragenden Person vor Infektionen.
In diesem Zusammenhang bekannte Schutzbekleidungen sind vielfältiger Natur und umfassen Handschuhe, Kopfhauben, Mundschutze, Schürzen und dergleichen. Die Verwendung derartiger Schutzbekleidung in der herstellenden Industrie bringt jedoch die Gefahr mit sich, dass sich infolge äußerer Einwirkung Materialteilchen aus der Schutzbekleidung lösen und ungünstigstenfalls in den Produktstrom gelangen, mit der Folge, dass auf diese Weise mit Fremdstoffen verunreinigte Produkte, wie zum Beispiel Nahrungsmittel oder Medikamente in Umlauf gebracht würden. Um dies mit Sicherheit ausschließen zu können, sind Betriebe bereit, große Chargen aus der Produktionskette auszusondern, in der Annahme, dass sich der gesuchte Fremdstoff in dieser Charge befindet. Speziell in der Nahrungsmittelindustrie werden in vielen Produktionsabschnitten Lebensmittel auf einem Förderband transportiert und gleichzeitig verarbeitet, beispielsweise werden nicht verwertbare Bestandteile von verwertbaren Bestandteilen von Hand getrennt und ausgesondert. Aus hygienischen Gründen trägt das damit befasste Personal eine Schutzbekleidung zu der auch
Schutzhandschuhe gehören. Derartige Schutzhandschuhe bestehen für gewöhnlich aus Gummi oder PVC und umschließen die Hand aufgrund ihrer großen Elastizität und geringen Dicke wie eine zweite Haut und werden daher kaum wahrgenommen.
Beim Arbeiten mit solchen Handschuhen ist es nicht auszuschließen, dass sich aufgrund äußerlicher Einwirkung ein Bestandteil aus dem Handschuh löst und unbemerkt in den Nahrungsmittelstrom gelangt. Wenn die dadurch bedingte Verunreinigung der Nahrungsmittel erst beim Wechseln der Schutzbekleidung auffällt, ist eine Eingrenzung der davon betroffenen Charge nur noch innerhalb großer Grenzen möglich. Um mit Sicherheit die Verunreinigung aus dem
Nahrungsmittelstrom wieder zu entfernern ist es daher notwendig, eine große Menge ansonsten einwandfreier Ware als Ausschuss zu behandeln und auszusondern, was natürlich nicht ohne Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit eines davon betroffenen Betriebs bleibt.
Darstellung der Erfindung:
Vor diesem Hintergrund besteht die Aufgabe der Erfindung darin, Schutzbekleidungen derart weiterzuentwickeln, dass sich die beschriebene Problematik nicht oder nur in einem wesentlich verminderten Umfang einstellt.
Diese Aufgabe wird durch eine Schutzbekleidung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen. Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass durch Verkürzung der Reaktionszeit von der Kontamination des Produktionsguts bis zur Ergreifung geeigneter Gegenmaßnahmen die als verunreinigt in Frage kommende Charge auf eine Größe reduziert werden kann, die sich wirtschaftlich nicht mehr nennenswert auswirkt.
In Umsetzung dieses Gedankens sieht die Erfindung vor, Schutzbekleidung derart weiterzuentwickeln, dass Bestandteile dieser im Produktstrom mit Hilfe einer Detektionseinheit ohne menschliches Zutun erfassbar sind. Durch die erfindungsgemäßen Modifikationen an der Schutzbekleidung ist eine unmittelbare maschinelle Erfassung von Teilen der Schutzbekleidung im Produktstrom erstmals möglich. Eine zu diesem Zweck geeignete Detektionseinheit kann beispielsweise oberhalb eines Förderbandes angebracht sein und den darunter passierenden Produktionsstrom mittels geeigneter Sensoren überwachen. Im Sinne der Erfindung geeignete Sensoren sind induktive oder kapazitive Sensoren oder auch Magnetfeldsensoren, die möglichst unmittelbar stromabwärts einer Bearbeitungsstation angeordnet sind.
Um die automatische Erfassung durch die Detektionseinheit zu ermöglichen, sieht die Erfindung eine Beimengung geeigneter Partikel in einer einheitlichen Verteilung über die gesamte Schutzbekleidung vor. Durch die Beschaffenheit der Partikel ist es den Sensoren möglich, Teile der Schutzbekleidung im Produktstrom zu detektieren. Durch die einheitliche Verteilung ist sichergestellt, dass jedes beliebige Teil einer Schutzbekleidung die mit den Sensoren zusammenwirkenden Partikel aufweist. Auf diese Weise werden mit sehr hoher Sicherheit und innerhalb kürzester Zeit Fremdkörper im Produktstrom erkannt, so dass sich die mit Fremdkörpern belastete Charge innerhalb enger Grenzen ermitteln lässt. Die als Ausschuss zu entsorgende Charge bleibt daher gering.
Von der Erfindung bevorzugt verwendete Partikel bestehen aus Edelstahl. Diese stehen in großen Mengen zur Verfügung und sind daher kostengünstig verfügbar. Edelstahlpartikel zeichnen sich zudem durch eine gute Detektierbarkeit aus, so dass Bestandteile damit ausgerüsteter Schutzbekleidungen sehr zuverlässig von entsprechenden Sensoren erkannt werden.
Durch Verwendung austenitischen Edelstahls ist der Einsatz induktiver oder kapazitiver Sensoren möglich. Hingegen erlaubt die Verwendung ferritischer Partikel auch den Einsatz von Magnetfeldsensoren. Es ist auch möglich, unterschiedliche Sensoren in einer Detektionseinheit anzuordnen um eine möglichst hohe Detektionsrate zu erzielen.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung beträgt der Partikelanteil an der Schutzbekleidung mindesten 15 Gew.-%. Da die Detektion allein von den Partikeln in der Schutzbekleidung abhängt, kann durch eine stärkere Anreicherung von Partikeln in der Schutzbekleidung die Detektionssicherheit erhöht werden, beziehungsweise die Sensibilität der Detektionseinheit gesteigert werden, da die Sensoren bei einem höheren Partikelanteil auch sehr kleine Bestandteile der Schutzbekleidung erfassen.
Die Größe der einzelnen Partikel liegt vorzugsweise unter 100 μm, wobei durch geeignete Wahl des Partikeldurchmessers ein Schwebezustand der Partikel in der Herstellungsmasse der Schutzbekleidung erzielt wird. Es wird somit ein Sedimentieren der Partikel in der Herstellungsmasse und damit Entmischen verhindert, mit dem Vorteil, dass die Partikel gleichmäßig verteilt in der Herstellungsmasse vorliegen und daher auch eine erfindungsgemäße Schutzbekleidung eine entsprechende Verteilung der Partikel aufweist mit den oben beschriebenen Vorteilen.
Die Erfindung wird im Weiteren am Beispiel eines Gummihandschuhs näher erläutert. Zur Herstellung eines solchen Handschuhs wird natürlicher oder synthetischer Kautschuk in eine flüssige bis zähflüssige Konsistenz gebracht. In diese Kautschukmasse werden dann etwa 15 Gew.-% oder mehr Edelstahlpartikel eingemischt, wodurch eine Suspension entsteht. Dabei sind die Partikel in Größe, Form und Gewicht so auf die Suspension abgestimmt, dass eine Sedimentation der Partikel und damit Entmischen der Suspension unterbleibt.
Die Formgebung des Schutzhandschuhs erfolgt dann mittels entsprechend geformter Tauchkörper, die in die Kautschukmasse getaucht werden und an denen die anhaftende Suspension zum Vulkanisieren gebracht wird. Der so hergestellte Schutzhandschuh zeichnet sich somit durch eine gleichmäßige Partikelverteilung aus. Solche Handschuhe eignen sich beispielsweise zur Verwendung als Hygienehandschuhe in der Nahrungsmittelindustrie.
Löst sich nun beim Arbeiten mit solchen Handschuhen ein Bestandteil aus dem Handschuh und gelangt dabei in den laufenden Lebensmittelstrom, so passiert dieser Bestandteil auf dem Förderband die der Bearbeitungsstation nachgeordnete Detektionseinheit, deren Sensoren auf die Partikel in dem Bestandteil ansprechen und ein Signal an eine Steuereinheit geben. Die Steuereinheit verhindert daraufhin, dass die mit dem Fremdkörper befrachtete Charge an Lebensmittel im
Lebensmittelstrom verbleibt. Dies kann durch Anhalten des Förderbandes und Alarmieren des Bedienpersonals geschehen, das dann von Hand die betroffene Charge entsorgt. Es ist aber auch möglich, durch das Vorsehen einer Weiche im Produktionsstrom die unbrauchbar gewordene Charge auszusondern.
Next Patent: FLIP-FLOP SANDAL
