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Patent Searching and Data


Title:
PROTECTIVE DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/089244
Kind Code:
A1
Abstract:
Described is a scour protection device (1) comprising a collecting structure (10), at least one protective structure (20) on the collecting structure, and at least one fastening element (30) on the collecting structure, the fastening element being designed to be fastened to a supporting unit (60, 70). The invention is characterized in that the collecting structure has at least one hole (11, 12, 13, 14, 15) and the protective structure has at least one hole (21, 22, 23, 24, 25) that at least partially overlaps with the hole in the collecting structure.

Inventors:
NOWARA, Ekkehard (Wilhelmine-Siefkes-Str. 16, Pewsum, 26736, DE)
Application Number:
EP2016/078205
Publication Date:
June 01, 2017
Filing Date:
November 18, 2016
Export Citation:
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Assignee:
ABH INGENIEUR-TECHNIK GMBH (Nesserlander Straße 76, Emden, 26723, DE)
International Classes:
E02D31/06
Foreign References:
EP2767637A12014-08-20
GB2130276A1984-05-31
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
EISENFÜHR SPEISER (Patentanwälte Rechtsanwälte PartGmbB, Johannes-Brahms-Platz 1, Hamburg, 20355, DE)
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Claims:
ANSPRÜCHE

Kolkschutzvorrichtung (1 ) mit

einer Sammelstruktur (10),

mindestens einer an der Sammelstruktur angeordneten Schutzstruktur (20), und

mindestens einem an der Sammelstruktur angeordneten Befestigungselement (30), wobei das Befestigungselement ausgebildet ist, an einer Tragevorrichtung (60, 70) befestigt zu werden,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Sammelstruktur mindestens eine Aussparung (1 1 , 12, 13, 14, 15) aufweist und

die Schutzstruktur mindestens eine Aussparung (21 , 22, 23, 24, 25) aufweist, die mindestens teilweise mit der Aussparung der Sammelstruktur überlappt.

Kolkschutzvorrichtung (1 ) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzstruktur (20) mehrere Schutzelemente (220) umfasst

Kolkschutzvorrichtung (1 ) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzelemente (220) flächig und/oder gleichverteilt sind

Kolkschutzvorrichtung (1 ) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzelemente (220), vorzugsweise lösbar, miteinander verbunden sind.

Kolkschutzvorrichtung (1 ) nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzelemente (220) zumindest teilweise als geotextiler Container ausgebildet sind.

Kolkschutzvorrichtung (1 ) nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzelemente (220) rechteckig oder quadratisch oder radial oder kreisförmig oder ringförmig angeordnet sind.

7. Kolkschutzvorrichtung (1 ) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (1 1 ) der Sammelstruktur und/oder die Aussparung der Schutzstruktur (21 ) mittig in Bezug auf die Sammelstruktur und/oder die Schutzstruktur angeordnet ist.

8. Kolkschutzvorrichtung (1 ) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kolkschutzvorrichtung ein Dichtelement (41 , 42, 43, 44, 45) aufweist, das an der Aussparung (1 1 , 12, 13, 14, 15) der Sammel- struktur (10) und/oder an der Aussparung (21 , 22, 23, 24, 25) der Schutzstruktur (20) angeordnet ist.

9. Kolkschutzvorrichtung (1 ) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (41 , 42, 43, 44, 45) zwischen der Sammelstruktur (10) und der Schutzstruktur (20) angeordnet ist.

10. Kolkschutzvorrichtung (1 ) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (41 , 42, 43, 44, 45) derart angeordnet und ausgebildet ist, dass es von einer Stützstruktur (50, 51 , 52) eines pfahlartigen Wasserbauwerks durchgestoßen werden kann.

1 1 . Kolkschutzvorrichtung (1 ) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sammelstruktur (10) und/oder die Schutzstruktur (20) rechteckig oder quadratisch oder kreis- förmig oder ringförmig ausgebildet ist.

12. Kolkschutzvorrichtung (1 ) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzstruktur (20) zumindest teilweise zwei- oder mehrlagig ausgebildet ist.

13. Kolkschutzvorrichtung (1 ) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (30) derart angeordnet und ausgebildet ist, dass die Kolkschutzvorrichtung bei Befestigung an einer Tragevorrichtung (60, 70), vorzugsweise durch Schwerkraft, spannbar ist.

Verfahren zur Herstellung einer Kolkschutzvorrichtung (1 ), mit den Schritten,

eine Sammelstruktur (10) bereitzustellen,

mindestens eine Schutzstruktur (20) bereitzustellen,

die mindestens eine Schutzstruktur an der Sammelstruktur anzuordnen,

dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Schutzstruktur derart angeordnet wird, dass mindestens eine Aussparung (1 1 , 12, 13, 14, 15) der Sammelstruktur wenigstens teilweise mit einer Aussparung (21 , 22, 23, 24, 25) der Schutzstruktur überlappt.

Verfahren zur Herstellung einer Kolkschutzvorrichtung (1 ) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren weiter den Schritt umfasst:

die mindestens einen Schutzstruktur (20) an der Sammelstruktur (10) zu befestigen

Verfahren zur Ausbringung einer Kolkschutzvorrichtung (1 ), mit den Schritten,

eine Kolkschutzvorrichtung, vorzugsweise einer Kolkschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, bereitzustellen,

mindestens ein an der Kolkschutzvorrichtung angeordnetes Befestigungselement (30) an einer Tragevorrichtung (60, 70) zu befestigen, die Kolkschutzvorrichtung zu spannen,

die Kolkschutzvorrichtung zum Ausbringungsort zu transportieren, die Kolkschutzvorrichtung am Ausbringungsort anzuordnen, die Kolkschutzvorrichtung von der Tragevorrichtung zu lösen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolkschutzvorrichtung während des

Transports zum Ausbringungsort gespannt bleibt.

17. Verfahren zur Ausbringung einer Kolkschutzvorrichtung (1 ) nach Anspruch 16 mit dem weiteren Schritt,

eine Stützstruktur (50, 51 , 52) eines pfahlartigen Wasserbauwerks in den Meeresboden einzubringen,

dadurch gekennzeichnet, dass die Kolkschutzvorrichtung am Ausbringungsort derart positioniert wird, dass die Stützstruktur in Anordnung innerhalb der Aussparung (1 1 , 12, 13, 14, 15) der Sammelstruktur (10) und/oder der Aussparung (21 , 22, 23, 24, 25) der Schutzstruktur (20) eines pfahlartigen Wasserbauwerks gelangt.

18. Verfahren zur Ausbringung einer Kolkschutzvorrichtung (1 ) nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Schritt des Anordnens der Kolkschutzvorrichtung das Dichtelement (41 , 42, 43, 44, 45) von der Stützstruktur (50, 51 , 52) eines pfahlartigen Wasserbauwerks durchgestoßen wird.

Description:
SCHUTZVORRICHTUNG

Die Erfindung betrifft eine Kolkschutzvorrichtung, mit einer Sammelstruktur, mindestens einer an der Sammelstruktur angeordneten Schutzstruktur und mindestens einem an der Sammelstruktur angeordneten Befestigungselement. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung einer Kolkschutzvorrichtung, mit den Schritten eine Sammelstruktur bereitzustellen, mindestens eine Schutzstruktur bereitzustellen und die mindestens eine Schutzstruktur an der Sammelstruktur anzuordnen. Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Ausbringung einer Kolkschutzvorrichtung, mit den Schritten eine Kolkschutzvorrichtung bereitzustellen, mindestens ein an der Kolkschutzvorrichtung angeordnetes Befestigungselement an einer Tragevorrichtung zu befestigen, die Kolkschutzvorrichtung zu spannen, die Kolkschutzvorrichtung zum Ausbringungsort zu transportieren, die Kolkschutzvorrichtung am Ausbringungsort anzuordnen sowie die Kolkschutzvorrichtung von der Tragevorrichtung zu lösen.

Die Installation von pfahlartigen Wasserbauwerken, wie beispielsweise Offshore- Windenergieanlagen, gliedert sich in die Hauptphasen Fundamentierung, Kabelverlegung und Anlagemontage. In der Phase der Fundamentierung, die auch Gründung genannt werden kann, wird eine Stützstruktur des pfahlartigen Wasserbauwerks wie einer Offshore-Windenergieanlage in den Meeresboden als Fundament eingebracht. Diese Stützstruktur kann beispielsweise als Monopile oder Pfahl ausgebildet sein und beispielsweise aus Stahlstrukturen oder Stahlbeton bestehen. Die Stützstruktur kann auch als Bauwerk verstanden werden. Durch das Einbringen dieser Stützstruktur ändern sich die Strömungsverhältnisse und die Flussrichtung des Meerwassers, insbesondere am Meeresboden im fundamentnahen Bereich. Dadurch entstehen Unterwasser-Erosionserscheinungen, bei denen durch Verwirbelung des Wassers der Meeresboden in Form einer Vertiefung abgetragen wird. Diese Abtragung oder Erosion bezeichnet man auch als Kolkung oder Auskolkung. Kolkung tritt insbesondere in flachen, tidebe- einflussten Küstengewässern, wo üblicherweise Offshore-Windenergieanlagen aufgebaut werden, auf und wird durch diese begünstigt. Die Kolkung kann zur Veränderung der Fundamentierung beziehungsweise des Fundaments führen, was eine Schiefstellung der Fundamente und damit auch der Stützstrukturen der pfahlartigen Wasserbauwerke bewirken kann. Ebenfalls kann durch die Kolkung die Einbindetiefe eines Fundaments erheblich reduziert werden, wodurch die gesamte auf dem Fundament aufbauende Stabilität der pfahlartigen Wasserbauwerke gefährdet werden kann.

Daher wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Maßnahmen zum Schutz vor Kolkung, also zum Kolkschutz entwickelt, um die durch Kolkung auftretenden Effekte zu vermeiden. Beispielsweise ist es üblich, Steinschüttungen nach dem Einbringen der Stützstruktur am Ort des pfahlartigen Wasserbauwerks vorzunehmen, um Kolkung vorzubeugen. Dies ist jedoch ein sehr aufwändiger und zeitintensiver Prozess, insbesondere da die Schüttung der Steine meist unkontrolliert verläuft und die Steine nicht immer direkt an den Ort des Fundamentes ausgebracht werden können. Weiterhin können dabei Unebenheiten im Meeresboden nicht berücksichtigt werden. Außerdem kann die Meeresströmung dazu beitragen, dass auch die aufgeschütteten Steine durch Verwirbelungen abgetragen oder wenigstens in ihrer Lage verändert werden, sodass der Kolkschutz ins Leere läuft oder eine weitere Kolkung sogar begünstigt wird. Weiterhin ist dieses Vorgehen kostenintensiv, da das Spezialschiff sowie auch das Perso- nal auf dem Spezialschiff, das die Steinschüttung ausführt, nach Zeit, üblicherweise nach Betriebsstunde, vergütet werden.

Eine weitere Lösung sieht vor, dass man anstelle von Steinen sogenannte geo- textile Sandcontainer mit einem Transportschiff an den Einbringungsort ausbringt. Diese sind flexibler als Steine und unterliegen deshalb weniger den Meeresströmungen. Außerdem können die geotextilen Sandcontainer durch ihre flexible Struktur besser Unebenheiten am Meeresboden ausgleichen. Jedoch ist auch die Ausbringung und Anordnung am Meeresgrund dieser geotextilen Sandcontainer unkontrolliert, sodass ein sicherer Kolkschutz nicht garantiert werden kann. Ebenso ist die Ausbringung aus denselben Gründen wie die Ausbringung der Steine aufwändig.

Es wurde auch bereits vorgeschlagen, die geotextilen Sandcontainer vor dem Einbringen der Stützstruktur auf dem Meeresboden zu positionieren und dann die Stützstruktur durch die geotextilen Sandcontainer durchzurammen. Dadurch ist zwar eine genauere Positionierung der geotextilen Sandcontainer direkt an der Stützstruktur gewährleistet, jedoch werden die geotextilen Sandcontainer dabei beschädigt oder sogar zerstört, sodass der darin enthaltene Sand austritt und durch die Strömung abgetragen werden kann. Diese verletzten oder zerstörten Sandcontainer liegen vor allem direkt um die Stützstruktur des pfahlartigen Wasserbauwerks, wodurch genau an der entscheidenden Position der notwendige Kolkschutz fehlt und im schlimmsten Fall sogar eine Kolkung begünstigt wird. Um dies zu unterbinden, werden nach dem Durchrammen dann weitere, einzelne geotextile Sandcontainer auf die verletzten und zerstörten Sandcontainer aufgeschüttet, die die Kolkung wieder teilweise unterbinden sollen. Dieses Verfahren ist jedoch besonders kostenintensiv, da der Kolkschutz insgesamt doppelt ausgebracht werden muss, nämlich einmal vor dem Einbringen der Stützstruktur und einmal danach.

Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Kolkschutzvorrichtung, ein Verfahren zur Herstellung einer Kolkschutzvorrichtung sowie ein Verfahren zur Ausbringung einer Kolkschutzvorrichtung anzugeben, welche die zuvor genannten Nachteile beseitigen oder zumindest vermindern. Es ist insbesondere eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Kolkschutzvorrichtung, ein Verfahren zu Herstellung einer Kolkschutzvorrichtung sowie ein Verfahren zur Ausbringung einer Kolkschutzvorrichtung anzugeben, wodurch die Ausbringung günstiger und schneller vollzogen werden kann und eine Kolkung an pfahlartigen Wasserbauwerken sicherer verhindert werden kann.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Kolkschutzvorrichtung, mit einer Sammelstruktur, mindestens einer an der Sammelstruktur angeordneten Schutzstruktur, und mindestens einem an der Sammelstruktur angeordneten Befestigungselement, wobei das Befestigungselement ausgebildet ist, an einer Tragevorrichtung befestigt zu werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Sammelstruktur mindestens eine Aussparung aufweist und die Schutzstruktur mindestens eine Aussparung aufweist, die mindestens teilweise mit der Aussparung der Sammelstruktur überlappt.

Wann immer in diesem Dokument von einer Länge gesprochen wird, ist damit eine Ausdehnung oder Richtung gemeint, die im wesentlichen parallel zur Ebene der Erdoberfläche, insbesondere des Erdbodens oder Meeresbodens verläuft. Ebenso ist mit einer Breite eine Ausdehnung oder Richtung gemeint, die im wesentlichen parallel zur Ebene der Erdoberfläche, insbesondere des Erdbodens oder Meeresbodens und im wesentlichen rechtwinklig zu der Länge verläuft. Mit einer Höhe ist eine Ausdehnung oder Richtung gemeint, die im wesentlichen senkrecht zur Ebene der Erdoberfläche, insbesondere des Erdbodens oder Meeresbodens und ebenfalls senkrecht zur Länge und senkrecht zur Breite verläuft und somit ein dreidimensionales Koordinatenkreuz aufspannt.

Wann immer Merkmale in einer einzahligen Ausprägung oder für eine einzahlige Ausprägung beschrieben sind, versteht sich, dass diese Merkmale auch in einer mehrzahligen Ausprägung oder für eine mehrzahlige Ausprägung angewandt werden können.

Unter einer Sammelstruktur versteht man insbesondere ein strukturell zusammenhängendes, vorzugsweise flächiges Element, das derart ausgebildet ist, dass mindestens eine Schutzstruktur an ihm angeordnet werde kann. Die Sammelstruktur weist vorzugsweise eine größere Ausdehnung in der Breite und der Länge auf als in der Höhe. Vorzugsweise weist die Sammelstruktur eine im wesentlichen ähnliche Ausdehnung in der Breite wie in der Länge, weiter vorzugsweise eine im wesentlichen gleiche Ausdehnung in der Breite wie in der Länge, auf. Bevorzugt ist die Ausdehnung in der Länge und in der Breite größer als 1 m, weiter bevorzugt größer als 5 m, noch weiter bevorzugt größer als 10 m. In der Höhe ist die Ausdehnung bevorzugt kleiner als 1 m, weiter bevorzugt kleiner als 0,5 m, noch weiter bevorzugt kleiner als 0,1 m. Die Sammelstruktur ist vorzugsweise permeabel oder semipermeabel ausgestaltet, sodass sie teildurchlässig oder volldurchlässig für Wasser, insbesondere Meereswasser ist. Sie kann beispielsweise als Netz, beispielsweise aus natürlichen oder künstlichen Fasern ausgebildet sein. Das Netz weist dabei vorzugsweise eine grobe Maschigkeit auf, vorzugsweise sind die Maschen des Netzes mindestens 1 cm 2 , weiter bevorzugt mindestens 10 cm 2 , noch weiter bevorzugt mindestens 100 cm 2 groß.

Die Sammelstruktur weist dabei mindestens eine Aussparung auf, die vorzugsweise rund, weiter bevorzugt kreisförmig ausgebildet ist. Die Aussparung der Sammelstruktur kann als Materialentnahme oder Materialreduktion ausgebildet sein. Vorzugsweise ist die Aussparung der Sammelstruktur als Loch ausgebildet, an der vorzugsweise keine anderen Materialien angeordnet sind. Die Aussparung der Sammelstruktur hat vorzugsweise im Wesentlichen die Form eines Stützelements eines pfahlartigen Wasserbauwerks. Die Aussparung der Sammelstruktur weist weiter vorzugsweise eine im Wesentlichen gleiche Form sowie eine Breite und Länge auf, die im wesentlichen der Breite und der Länge eines Stützelements eines pfahlartigen Wasserbauwerks zuzüglich einer Toleranz entspricht. Die Toleranz kann auch als Positionierungsgenauigkeit verstanden werden. Die Toleranz liegt üblicherweise im Bereich von mindestens 1 cm, weiter bevorzugt mindestens 5 cm, noch weiter bevorzugt mindestens 10 cm. Vorzugsweise ist somit der Durchmesser der Aussparung der Sammelstruktur um einen Toleranzwert größer als der Durchmesser eines Stützelements eines pfahlartigen Wasserbauwerks. An der Sammelstruktur ist weiterhin mindestens ein Befestigungselement angeordnet, das ausgebildet ist, an einer Tragevorrichtung befestigt zu werden. Das Befestigungselement kann beispielsweise als Ring, Öse oder Schlaufe ausgebildet sein. Es kann entweder aus demselben Material wie die Sammelstruktur gefertigt sein oder aus einem davon verschiedenen. Für ein von der Sammelstruktur verschiedenes Material sind besonders bevorzugt besonders feste und/oder steife Materialien wie Stahl oder Kunststoffe. Ebenfalls bevorzugt sind besonders witterungsbeständige Materialien, insbesondere gegen Seewasser und Seeluft unempfindliche Materialien, beispielsweise rostfreie Materialien wie Edelstahl oder Aluminium. Vorzugsweise ist das mindestens eine Befestigungselement am Rand der Sammelstruktur angeordnet. Weiter vorzugsweise sind mindestens zwei Befestigungselemente an der Sammelstruktur angeordnet. Besonders bevorzugt sind mehr als zwei, bevorzugt mehr als zehn, besonders bevorzugt mehr als 100 Befestigungselemente an der Sammelstruktur angeordnet. Für den Fall dass mehrere Befestigungselemente an der Sammelstruktur angeordnet sind, sind diese bevorzugt im wesentlichen gleichverteilt, vorzugsweise äquidistant, am Rand der Sammelstruktur angeordnet. Eine Tragevorrichtung, an der das Befestigungselement befestigt werden kann, ist beispielsweise eine Traverse oder ein Kran. Die Tragevorrichtung ist dabei vorzugsweise an einem Schiff angeordnet und dient dem Transport der erfindungsgemäßen Kolkschutzvorrichtung zum Ausbringungsort.

Eine Schutzstruktur ist ein strukturell zusammenhängendes, vorzugsweise ebenfalls flächiges Element, das an der Sammelstruktur angeordnet ist. Die Schutzstruktur weist vorzugsweise eine größere Ausdehnung in der Breite und der Länge auf, als in der Höhe. Vorzugsweise weist die Sammelstruktur eine im wesentlichen ähnliche Ausdehnung in der Breite wie in der Länge, weiter vorzugsweise eine im wesentlichen gleiche Ausdehnung in der Breite wie in der Länge, auf. Bevorzugt ist die Ausdehnung in der Länge und in der Breite größer als 1 m, weiter bevorzugt größer als 5 m, noch weiter bevorzugt größer als 10 m. Weiterhin weist die Schutzstruktur bevorzugt ein höheres Gewicht, vorzugsweise ein Vielfaches des Gewichts der Sammelstruktur auf. Das Gewicht der Schutzstruktur ist bevorzugt größer als 100 kg, weiter bevorzugt größer als 500 kg, noch weiter bevorzugt größer als 1000 kg. Bevorzugt ist das Gewicht der Schutzstruktur größer als 10.000 kg, noch weiter bevorzugt größer als 100.000 kg. Die Schutzstruktur ist vorzugsweise geeignet, insbesondere aufgrund ihres Gewichts, einer Kolkung oder Auskolkung vorzubeugen oder diese zu reduzieren. Vorzugsweise weist die erfindungsgemäße Kolkschutzvorrichtung mehrere Schutzstrukturen auf, vorzugsweise mindestens zwei, weiter vorzugsweise mindestens drei.

Die Aussparung an der Schutzstruktur ist vorzugsweise rund ausgebildet, weiter bevorzugt kreisförmig ausgebildet. Die Aussparung der Schutzstruktur kann durch Materialentnahme oder Materialreduktion ausgebildet sein. Vorzugsweise ist die Aussparung der Schutzstruktur als Loch ausgebildet, an der vorzugsweise keine anderen Materialien angeordnet sind. Die Aussparung der Schutzstruktur hat vorzugsweise im Wesentlichen die Form eines Stützelements eines pfahlartigen Wasserbauwerks. Die Aussparung der Schutzstruktur weist weiter vorzugsweise eine im Wesentlichen gleiche Form sowie eine Breite und Länge auf, die im wesentlichen der Breite und der Länge eines Stützelements eines pfahlartigen Wasserbauwerks zuzüglich einer Toleranz entspricht. Die Toleranz kann auch als Positionierungsgenauigkeit verstanden werden. Die Toleranz liegt üblicherweise im Bereich von mindestens 1 cm, weiter bevorzugt mindestens 5 cm, noch weiter bevorzugt mindestens 10 cm. Vorzugsweise versteht sich somit der Durchmesser der Aussparung der Schutzstruktur als um einen Toleranzwert größer als der Durchmesser eines Stützelements eines pfahlartigen Wasserbauwerks.

Die Aussparung der Schutzstruktur ist derart angeordnet, dass sie mindestens teilweise mit der Aussparung der Sammelstruktur überlappt. Das bedeutet, dass mindestens ein Teil der Aussparung an der Schutzstruktur in einem gleichen Bereich der Aussparung der Sammelstruktur angeordnet ist. Vorzugsweise weist die Aussparung der Schutzstruktur eine im Wesentlichen selbe Form wie die Aussparung der Sammelstruktur auf. Die Schutzstruktur und/oder die Sammelstruktur können aber auch mehrere Aussparungen aufweisen, beispielsweise zwei, drei, vier oder mehr. Bevorzugt weist die Schutzstruktur dieselbe Anzahl an Aussparungen auf wie die Sammelstruktur. Weiter bevorzugt sind die mehreren Aussparungen der Schutzstruktur derart angeordnet, dass sie mit den korrespondierenden Aussparungen der Sammelstruktur mindestens teilweise überlappen. Noch weiter bevorzugt sind die Aussparungen der Schutzstruktur im wesentlichen an denselben Positionen angeordnet, wie die Aussparungen der Sammelstruktur. Vorzugsweise weisen die Aussparung der Schutzstruktur und/oder die Aussparung der Sammelstruktur ein Verstärkungselement auf. Dieses Verstärkungselement ist bevorzugt am Rand der Aussparung vorgesehen.

Vorzugsweise sind die Sammelstruktur und die Schutzstruktur übereinander oder untereinander angeordnet. Weiter vorzugsweise ist die Schutzstruktur auf oder über der Sammelstruktur angeordnet. Die Schutzstruktur und die Sammelstruktur weisen vorzugsweise im wesentlichen ähnliche, weiter vorzugsweise im wesentlichen gleiche Ausdehnungen in Länge und Breite auf. Vorzugswise weist die Schutzstruktur eine größere, vorzugsweise um ein Vielfaches größere Ausdehnung in der Höhe auf. Bevorzugt ist die Schutzstruktur an der Sammelstruktur befestigt. Weiter bevorzugt ist die Schutzstruktur, insbesondere in der Nähe der Aussparung der Sammelstruktur und/oder der Aussparung der Schutzstruktur und/oder am äußeren Rand der Sammelstruktur und/oder der Schutzstruktur, an der Sammelstruktur befestigt. Diese Befestigung kann beispielsweise über Spannbandfixierungen erreicht werden.

Die Erfindung hat unter anderem den Vorteil, dass beim Einbringen einer Stützstruktur, dessen Auskolkung die erfindungsgemäße Kolkschutzvorrichtung verhindern soll, die Kolkschutzvorrichtung, insbesondere die Schutzstruktur, nicht beschädigt wird, da eine Stützstruktur erfindungsgemäß durch die Aussparung der Sammelstruktur und die Aussparung der Schutzstruktur hindurch eingebracht wird.

Die Erfindung kann dadurch fortgebildet werden, dass die Schutzstruktur mehrere Schutzelemente umfasst. Unter einem Schutzelement versteht man ein Element, das einzeln für sich genommen bereits einen Schutz gegen Auskolkung bereitstellen kann. Durch die Ausbildung der Schutzstruktur aus mehreren Schutzelementen wird diese Schutzstruktur flexibel und variabel gestaltet. Weiterhin ergibt sich durch diese Ausgestaltung eine Modularität der Schutzstruktur. Diese Fortbildung hat unter anderem den Vorteil, dass, falls ein einzelnes Schutzelement zerstört oder beschädigt werden sollte, weitere Schutzelemente trotzdem einen Schutz vor Kolkung durch die erfindungsgemäße Vorrichtung bereitstellen können. Vorzugsweise umfasst die Schutzstruktur mindestens zwei Schutzelemente, weiter vorzugsweise mindestens zehn, weiter vorzugsweise mindestens 50, weiter vorzugsweise mindestens 100. Vorzugsweise umfasst die Schutzstruktur weiter eine Grundschutzstruktur. Diese weist vorzugsweise eine ähnliche Grundfläche wie die Sammelstruktur auf und definiert vorzugsweise die Außenmaße der Fläche der Schutzstruktur. Diese Grundschutzstruktur ist vorzugsweise zwischen der Sammelstruktur und den mehreren Schutzelementen angeordnet.

Die erfindungsgemäße Kolkschutzvorrichtung kann dadurch fortgebildet werden, dass die Schutzelemente flächig und/oder gleichverteilt sind. Vorzugsweise sind die Schutzelemente dabei gleichverteilt in Bezug auf die Schutzstruktur und/oder die Sammelstruktur angeordnet. Gleichverteilt bedeutet, dass in Bezug auf die Fläche der Sammelstruktur und/oder der Schutzstruktur im Wesentlichen gleiche Abstände zwischen den Schutzelementen herrschen.

Eine Fortbildung der erfindungsgemäßen Kolkschutzvorrichtung sieht vor, dass die Schutzelemente, vorzugsweise lösbar, miteinander verbunden sind. Eine lösbare Verbindung kann beispielsweise durch einen Klettverschluss oder einen Rastmechanismus hergestellt werden. Die Schutzelemente können auch unlösbar miteinander verbunden sein. Unter einer unlösbaren Verbindung versteht man eine Verbindung, die nur gelöst werden kann, indem mindestens ein Teil oder Bereich der verbundenen Elemente beim Lösen der Verbindung zerstört oder beschädigt wird. Insbesondere ist eine unlösbare Verbindung geeignet, den Strömungen und Verwirbelungen bei einer Anordnung unter Wasser zu widerstehen. Eine unlösbare Verbindung kann dabei beispielsweise durch Vernähen, Verkleben, Verlöten oder Verschweißen der einzelnen Elemente hergestellt werden. Vorzugsweise weisen die Elemente einen gesonderten Bereich zur Herstellung der Verbindung auf, beispielsweise einen vorkonfektionierten Naht-, Löt- oder Schweißbereich, der vorzugsweise aus einem gesonderten Material ausgebildet ist. Durch die Verbindung der Schutzelemente ergibt sich weiterhin der positive Effekt, dass sich die Masse der einzelnen Schutzelemente reduziert werden kann. Somit wird besonders effektiv verhindert, dass die Meeresströmung die Lage der gesamten Schutzstruktur verändern kann. Dadurch lässt sich weiterhin positiv die Gesamtmasse der Kolkschutzvorrichtung am Ausbringungsort reduzieren, was beispielsweise für die Ökologie am Meeresboden vorteilhaft ist.

Die Erfindung kann weiter dadurch fortgebildet werden, dass die Schutzelemente zumindest teilweise als geotextiler Container ausgebildet sind. Unter einem geotextilen Container versteht man einen Hohlraum, der mit einem Material gefüllt ist und aus einem geotextilen Material hergestellt ist. Ein geotextiles Material ist vorzugsweise permeabel oder semipermeabel, weiter vorzugsweise wasserdurchlässig, insbesondere durchlässig für Meerwasser und/oder für Mikroorganismen. Dadurch ergibt sich der positive Effekt, dass sich in den Containern ein ähnliches oder gleiches Ökosystem ausbildet wie in der Umgebung des Meeresbodens, wodurch der ökologische Eingriff durch die erfindungsgemäße Kolkschutzvorrichtung minimiert wird. Das geotextile Material besteht beispielsweise aus natürlichen Materialien wie Schilf, Jute oder Kokos, oder aus künstlichen Materialien wie Polypropylen, Polyamid, Polyester oder Polyethylen. Vorzugsweise ist die Grundschutzstruktur aus demselben Material hergestellt. Die geotextilen Container sind vorzugsweise mit einem Material gefüllt, das geeignet ist, Kolkung zu verhindern. Das Füllmaterial ist dabei vorzugsweise in einer solchen Menge in dem geotextilen Container vorhanden, dass ein hinreichendes Gewicht des geotextilen Containers erreicht wird, um eine strömungsindizierte Verlagerung oder Bewegung des Containers zu reduzieren oder zu verhindern. Als Füllmaterial eignet sich insbesondere Sand oder weitere, der Umgebung des Meeresbodens ähnliche ökologische Materialien wie Schlick oder Schlamm, aber auch andere Werkstoffe wie Kunstharz oder Beton sind möglich. Eine erfindungsgemäße Fortbildung sieht vor, dass die Schutzelemente rechteckig oder quadratisch oder radial oder kreisförmig oder ringförmig angeordnet sind.

Die Erfindung kann weiter dadurch fortgebildet werden, dass die Aussparung der Sammelstruktur und/oder die Aussparung der Schutzstruktur mittig in Bezug auf die Sammelstruktur und/oder die Schutzstruktur angeordnet ist. Eine mittige Anordnung bedeutet hier im wesentlichen zentral in Bezug auf die Sammelstruktur und/oder die Schutzstruktur.

Eine erfindungsgemäße Fortbildung sieht vor, dass die Kolkschutzvorrichtung ein Dichtelement aufweist, das an der Aussparung der Sammelstruktur und/oder an der Aussparung der Schutzstruktur angeordnet ist. Das Dichtelement kann beispielsweise als Netz ausgestaltet sein, vorzugsweise aus einem flexiblen Material, beispielsweise Gummi. Es kann aber auch als Folie oder Membran ausgestaltet sein. Vorzugsweise ist das Dichtelement derart an der Aussparung der Sammelstruktur und/oder der Aussparung der Schutzstruktur angeordnet, dass es die jeweilige Aussparung mindestens teilweise, vorzugsweise vollständig überdeckt. Vorzugsweise schließt das Dichtelement die Aussparung der Sammelstruktur und/oder der Aussparung der Schutzstruktur.

Eine Fortbildung der erfindungsgemäßen Kolkschutzvorrichtung sieht vor, dass das Dichtelement zwischen der Sammelstruktur und der Schutzstruktur angeordnet ist.

Die Erfindung kann ebenfalls dadurch fortgebildet werden, dass das Dichtelement derart angeordnet und ausgebildet ist, dass es von einer Stützstruktur eines pfahlartigen Wasserbauwerks durchstoßen oder durchgestoßen werden kann. Dabei wird das erfindungsgemäße Dichtelement typischerweise über mindestens eine Fläche, die der Querschnittsfläche der Stützstruktur eines pfahlartigen Wasserbauwerks entspricht, durchstoßen. Das Dichtelement ist in seiner Anordnung vorzugsweise ursprünglich gespannt, sodass es sich durch den Vorgang des Durchstoßens zusammenzieht und die Stützstruktur nach dem Durchstoßen mindestens teilweise berührt, vorzugsweise dichtend umschließt. Eine weitere erfindungsgemäße Fortbildung sieht vor, dass die Sammelstruktur und/oder die Schutzstruktur rechteckig oder quadratisch oder kreisförmig oder ringförmig ausgebildet sind. Vorzugsweise sind dabei die Schutzelemente rechteckig oder quadratisch angeordnet, wenn die Schutzstruktur und/oder die Sammelstruktur eine im Wesentlichen rechteckige oder quadratische Fläche aufweist, und radial oder kreisförmig angeordnet, wenn die Schutzstruktur und/oder die Sammelstruktur ein im wesentlichen runde oder kreisförmige Fläche aufweist.

Eine Fortbildung der erfindungsgemäßen Kolkschutzvorrichtung sieht vor, dass die Schutzstruktur zumindest teilweise zwei- oder mehrlagig ausgebildet ist. Eine mehrlagige Ausbildung der Schutzstruktur hat insbesondere den Vorteil, dass, wenn ein Teil oder die gesamte obere Schicht der Schutzstruktur beschädigt oder zerstört wird, eine weitere Schicht der Schutzstruktur zum Schutz gegen Kolkung vorhanden ist. Vorzugsweise sind dabei insbesondere die mehreren Schutzelemente zumindest teilweise zwei- oder mehrlagig ausgebildet, also übereinander angeordnet sind. Bei einer einlagigen Ausführung der Schutzstruktur sollte bevorzugt die Sammelstruktur deutlich stärker und/oder dicker dimensioniert sein als bei einer zwei- oder mehrlagigen Ausführung. Somit kann die Sammelstruktur in der einlagigen Ausführung zusätzlichen Schutz bereitstellen.

Die Erfindung kann weiter dadurch fortgebildet werden, dass das Befestigungselement derart angeordnet und ausgebildet ist, dass die Kolkschutzvorrichtung bei Befestigung an einer Tragevorrichtung, vorzugsweise durch Schwerkraft, spannbar ist.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird die eingangs genannte Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung einer Kolkschutzvorrichtung, mit den Schritten eine Sammelstruktur bereitzustellen, mindestens eine Schutzstruktur bereitzustellen, die mindestens eine Schutzstruktur an der Sammelstruktur anzuordnen, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Schutzstruktur derart angeordnet wird, dass mindestens eine Aussparung der Sammelstruktur wenigstens teilweise mit einer Aussparung der Schutzstruktur überlappt. Das Verfahren zur Herstellung einer Kolkschutzvorrichtung kann dadurch fortgebildet werden, dass das Verfahren weiter den Schritt umfasst die mindestens eine Schutzstruktur an der Sammelstruktur zu befestigen. Vorzugsweise umfasst das Verfahren den weiteren Schritt ein Dichtelement an der Aussparung der Sammelstruktur und/oder an der Aussparung der Schutzstruktur anzuordnen.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird die eingangs genannte Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zur Ausbringung einer Kolkschutzvorrichtung, mit den Schritten eine Kolkschutzvorrichtung, vorzugsweise eine Kolkschutzvorrichtung wie zuvor erörtert, bereitzustellen, mindestens ein an der Kolkschutzvorrichtung angeordnetes Befestigungselement an einer Tragevorrichtung zu befestigen, die Kolkschutzvorrichtung zu spannen, die Kolkschutzvorrichtung zum Ausbringungsort zu transportieren, die Kolkschutzvorrichtung am Ausbringungsort anzuordnen, die Kolkschutzvorrichtung von der Tragevorrichtung zu lösen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolkschutzvorrichtung während des Transports zum Ausbringungsort gespannt bleibt. Dabei wird die Kolkschutzvorrichtung bevorzugt an Land bereitgestellt, an einer Tragevorrichtung befestigt und gespannt. Dadurch ergibt sich der positive Effekt, dass der zeitintensive Prozess des Bereitstellens, Befestigens und Spannens bereits an Land vollzogen wird, sodass wesentlich kürze Betriebsstunden des Schiffs anfallen, was dann nur für den Transport benutzt werden muss.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Ausbringung einer Kolkschutzvorrichtung kann weiter dadurch fortgebildet werden, dass es den Schritt umfasst, eine Stützstruktur eines pfahlartigen Wasserbauwerks in den Meeresboden einzubringen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolkschutzvorrichtung am Ausbringungsort derart positioniert wird, dass die Stützstruktur innerhalb der Aussparung der Sammelstruktur und/oder der Aussparung der Schutzstruktur eines pfahlartigen Wasserbauwerks angeordnet ist.

Eine erfindungsgemäße Fortbildung des Verfahrens zur Ausbringung einer Kolkschutzvorrichtung sieht vor, dass bei dem Schritt des Anordnens der Kolkschutz- Vorrichtung das Dichtelement von der Stützstruktur eines pfahlartigen Wasserbauwerks durchgestoßen wird.

Diese fortgebildeten Verfahren weisen Merkmale bzw. Verfahrensschritte auf, die sie insbesondere dafür geeignet machen, für eine erfindungsgemäße Kolkschutzvorrichtung und dessen Fortbildungen verwendet zu werden.

Zu den Vorteilen, Ausführungsvarianten und Ausführungsdetails dieser weiteren Aspekte der Erfindung und ihrer Fortbildungen wird auf die vorangegangene Beschreibung zu den entsprechenden Vorrichtungsmerkmalen verwiesen.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden beispielhaft anhand der beiliegenden Figuren beschrieben. Es zeigen

Figur 1 a eine Draufsicht auf eine Sammelstruktur gemäß einer bevorzugten

Ausführung,

Figur 1 b eine Seitenansicht der Sammelstruktur von Figur 1 a, Figur 1 c eine Detailansicht A aus Figur 1 b, Figur 1 d eine Detailansicht B aus Figur 1 a,

Figur 2a eine Draufsicht auf eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen

Kolkschutzvorrichtung,

Figur 2b eine Seitenansicht der Kolkschutzvorrichtung von Figur 2a,

Figur 2c eine Detailansicht C aus Figur 2b,

Figur 3a eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Kolkschutzvorrichtung,

Figur 3b eine Seitenansicht der Kolkschutzvorrichtung von Figur 3a, Figur 3c eine Detailansicht D aus Figur 3b, Figur 3d eine Detailansicht E aus Figur 3a,

Figur 4a eine Draufsicht auf die Ausführungsform der Kolkschutzvorrichtung von Figur 3a, wie sie an einer Tragevorrichtung angeordnet ist,

Figur 4b eine Seitenansicht der Anordnung von Figur 4a,

Figur 4c eine Detailansicht F aus Figur 4b,

Figur 4d eine Detailansicht G aus Figur 4a,

Figur 5a eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Kolkschutzvorrichtung,

Figur 5b eine Seitenansicht der Kolkschutzvorrichtung von Figur 5a,

Figur 5c eine Detailansicht H aus Figur 5b,

Figur 5d eine Detailansicht I aus Figur 5a,

Figur 6a eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Kolkschutzvorrichtung,

Figur 6b eine Seitenansicht der Kolkschutzvorrichtung von Figur 6a,

Figur 6c eine Detailansicht J aus Figur 6b,

Figur 6d eine Detailansicht K aus Figur 6a,

Figur 7a eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Kolkschutzvorrichtung, Figur 7b eine Seitenansicht der Kolkschutzvorrichtung von Figur 7a, Figur 7c eine Detailansicht L aus Figur 7b, Figur 7d eine Detailansicht M aus Figur 7a,

Figur 8a eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Kolkschutzvorrichtung,

Figur 8b eine Seitenansicht der Kolkschutzvorrichtung von Figur 8a,

Figur 8c eine Detailansicht N aus Figur 8b,

Figur 8d eine Detailansicht O aus Figur 8a,

Figur 9a eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Kolkschutzvorrichtung,

Figur 9b eine Seitenansicht der Kolkschutzvorrichtung von Figur 9a,

Figur 9c eine Detailansicht P aus Figur 9b,

Figur 9d eine Detailansicht Q aus Figur 9a,

Figur 10a eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Kolkschutzvorrichtung,

Figur 10b eine Seitenansicht der Kolkschutzvorrichtung von Figur 10a,

Figur 10c eine Detailansicht R aus Figur 10b,

Figur 10d eine Detailansicht S aus Figur 10a, Figur 1 1 a eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Kolkschutzvorrichtung,

Figur 1 1 b eine Seitenansicht der Kolkschutzvorrichtung von Figur 1 1 a, Figur 1 1 c eine Detailansicht T aus Figur 1 1 b,

Figur 12a eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Kolkschutzvorrichtung,

Figur 12b eine Seitenansicht der Kolkschutzvorrichtung von Figur 12a,

Figur 12c eine Detailansicht U aus Figur 12b,

Figur 12d eine Detailansicht V aus Figur 12a,

Figur 13 eine Seitenansicht der Ausführungsform der Kolkschutzvorrichtung von Figur 12, wie sie an einer Tragevorrichtung angeordnet ist,

Figur 14 eine Draufsicht auf die Anordnung von Figur 13, und

Figur 15 eine Detailansicht aus Figur 13.

In den Figuren sind gleiche oder wesensgleiche Merkmale mit denselben Bezugszeichen nummeriert.

Die Figuren 1 a bis 1 d zeigen eine Sammelstruktur 10, an der an zwei gegenüberliegenden Seiten Befestigungselemente 30 angeordnet sind. Die Befestigungselemente sind hier als Öse ausgebildet, wie man insbesondere in Figur 1 c erkennen kann. Die Sammelstruktur weist eine im wesentlichen quadratische Form auf und ist hier als grobmaschiges Netz ausgebildet. In der Mitte der Sammelstruktur ist eine kreisförmige Aussparung 1 1 angeordnet. Diese Aussparung 1 1 weist eine Verstärkung 19 auf, die in Figur 1 d zu sehen ist. In der Seitenansicht 1 b kann man sehen, wie eine Stützstruktur 50 eines pfahlartigen Wasserbauwerks wie beispielsweise einer Offshore-Windenergieanlage durch die Aussparung 1 1 geführt ist. Ebenfalls an der Aussparung 1 1 angeordnet ist ein bevorzugtes Dichtelement 41 , das dieselbe Form wie die Aussparung der Sammelstruktur aufweist.

In den Figuren 2a bis 2c ist zu sehen, wie auf der Sammelstruktur 10 eine Schutzstruktur 20 angeordnet ist, die im vorliegenden Fall als eine flächige Grundschutzstruktur 210 ausgebildet ist. Diese Grundschutzstruktur 210 definiert die Außenmaße der Schutzstruktur 20 und weist eine im wesentlichen gleiche Fläche auf, wie die Sammelstruktur 10. Die Grundschutzstruktur 210 ist dabei vorzugsweise fest mit der Sammelstruktur 10 verbunden und weist an derselben Position wie die Sammelstruktur 10 eine kreisförmige Aussparung 21 auf, die die Aussparung 21 der Schutzstruktur 20 darstellt. In der Seitenansicht in Figur 2b und in Figur 2c kann man sehen, dass die Grundschutzstruktur 210, und damit die Schutzstruktur 20 auf der Sammelstruktur 10 angeordnet ist.

Die Figuren 3a bis 3d zeigen, wie die Schutzelemente 220 auf der Grundschutzstruktur 210 angeordnet sind. Diese sind als geotextile Sandcontainer ausgebildet und gleichmäßig über die Fläche der Grundschutzstruktur 210 verteilt. Dabei ist keines der Schutzelemente 220 innerhalb der Aussparung 1 1 der Sammelstruktur oder der Aussparung der Schutzstruktur 21 angeordnet, sodass diese freibleiben. In Figur 3c kann man sehen, wie die einzelnen Schutzelemente 220 über Nähte 230 fest und lösbar miteinander verbunden sind. Figur 3d zeigt den übereinander angeordneten Aufbau der Schutzstruktur 20, bestehend aus Grundschutzstruktur 210 und Schutzelementen 220, die auf der Sammelstruktur 10 angeordnet ist.

In den Figuren 4a bis 4d ist gezeigt, wie die erfindungsgemäße Kolkschutzvorrichtung 1 an einer Tragvorrichtung 60 befestigt ist. Die Tragevorrichtung weist zwei Längsbalken 61 , 62 auf, an denen die Kolkschutzvorrichtung 1 über die Befestigungselemente 30 befestigt ist, sowie zwei rechtwinklig mit den Längsbalken verbundene Querbalken 63, 64, und zwei Verstärkungsbalken 65, 66. Die Querbalken 63, 64 sind unterteilt in zwei Teile 63a, 63b und 64a, 64b, die ineinander verschieblich angeordnet sind. Diese zwei Teile 63a, 63b und 64a, 64b sind jeweils durch ein Teleskopelement 67, 68 miteinander verbunden. Dieses Teleskopelement bildet einen, bevorzugt hydraulisch oder pneumatisch arbeitenden, Aktuator wodurch die gegenüberliegenden Längsbalken 61 , 62 in ihrem Abstand zueinander verstellt werden können. Die Kolkschutzvorrichtung 1 kann durch die Anordnung an der Tragevorrichtung zum Ausbringungsort gebracht werden, beispielsweise durch Verbindung der Aufnahmeelemente 69 mit einem Kran über ein oder mehrere Seile. Unterstützend kann die Spannung der Kolkschutzvorrichtung durch die Teleskopelemente 67, 68 verstärkt werden, indem der Abstand der Längsbalken 61 , 62 zueinander durch Expansion der Teleskopelemente vergrößert wird.

Die in den Figuren 5a bis 5d gezeigte Ausführungsform entspricht im Wesentlichen der in den Figuren 3a bis 3d gezeigten Ausführungsform. Abweichend zu den Figuren 3a bis 3d ist die Schutzstruktur 20 hier über die gesamte Fläche zweilagig ausgebildet, und es wurde auf eine Grundschutzstruktur verzichtet. Insbesondere sind hier die mehreren Schutzelemente 220 in zwei Schichten übereinander angeordnet. Die Schutzelemente 220 sind dabei derart angeordnet, dass die Schutzelemente in der oberen Lage auf den Nähten bzw. Lücken der Schutzelemente der unteren Lage angeordnet sind, wie man in der Seitenansicht in Figur 5b sowie in Figur 5c erkennen kann. Die Schutzelemente der zweiten Lage sind dabei versetzt zu den Schutzelementen der ersten Lage angeordnet. Die Schutzelemente 220, die hier die Schutzstruktur 20 bilden, sind dabei direkt auf der Sammelstruktur 10 angeordnet.

Die in den Figuren 6a bis 6d gezeigte Ausführungsform entspricht im Wesentlichen der in den Figuren 3a bis 3d gezeigten Ausführungsform. Abweichend zu den Figuren 3a bis 3d weist die erfindungsgemäße Kolkschutzvorrichtung 1 hier nicht nur je eine Aussparung in der Sammelstruktur 10 und in der Schutzstruktur 20 auf, sondern jeweils vier Aussparungen 12, 13, 14, 15 in der Sammelstruktur und jeweils vier Aussparungen 22, 23, 24, 25 in der Schutzstruktur. Diese Aussparungen 12, 13, 14, 15, 22, 23, 24, 25 sind symmetrisch in Bezug auf die rechteckige Außenform der Kolkschutzvorrichtung 1 angeordnet. Das bedeutet, dass die vier Stützstrukturen 51 , 52 (nur zwei in der Seitenansicht gezeigt) in Länge und Breite im wesentlichen gleiche Abstände zueinander aufweisen. An den Aussparungen 12, 13, 14, 15, 22, 23, 24, 25 sind Dichtelemente 42, 43, 44, 45 angeordnet, die von entsprechenden Stützstrukturen durchstoßen werden können.

Die in den Figuren 7a bis 7d gezeigte Ausführungsform entspricht im wesentlichen der in den Figuren 6a bis 6d gezeigten Ausführungsform. Abweichend zu den Figuren 6a bis 6d ist hier die Schutzstruktur 20 in der Mitte der Kolkschutzvorrichtung 1 teilweise zweilagig ausgebildet, sodass die Schutzelemente 220 in einem Bereich überlappen, also übereinander angeordnet sind.

Die in den Figuren 8a bis 8d gezeigte Ausführungsform entspricht im wesentlichen der in den Figuren 5a bis 5d gezeigten Ausführungsform. Abweichend zu den Figuren 5a bis 5d weist die erfindungsgemäße Kolkschutzvorrichtung 1 hier nicht nur je eine Aussparung in der Sammelstruktur 10 und in der Schutzstruktur 20 auf, sondern jeweils vier Aussparungen 12, 13, 14, 15 in der Sammelstruktur und jeweils vier Aussparungen 22, 23, 24, 25 in der Schutzstruktur. Diese Aussparungen 12, 13, 14, 15 und 22, 23, 24, 25 sind symmetrisch in Bezug auf die rechteckige Außenform der Kolkschutzvorrichtung 1 angeordnet. Das bedeutet, dass die vier Stützstrukturen 52, 52 (nur zwei in der Seitenansicht gezeigt) in Länge und Breite im wesentlichen gleiche Abstände zueinander aufweisen. An den Aussparungen 12, 13, 14, 15 und 22, 23, 24, 25 sind Dichtelemente 42, 43, 44, 45 angeordnet, die von entsprechenden Stützstrukturen durchstoßen werden können.

Die in den Figuren 9a bis 9d gezeigte Ausführungsform entspricht im wesentlichen der in den Figuren 8a bis 8d gezeigten Ausführungsform. Abweichend zu den Figuren 8a bis 8d ist hier die Schutzstruktur 20 in der Mitte der Kolkschutzvorrichtung 1 teilweise dreilagig ausgebildet, sodass die Schutzelemente 220 in einem Bereich mehrfach überlappen, also übereinander angeordnet sind.

Die in den Figuren 10a bis 10d gezeigte Ausführungsform entspricht im wesentlichen der in den Figuren 3a bis 3d gezeigten Ausführungsform. Abweichend zu den Figuren 3a bis 3d weist die erfindungsgemäße Kolkschutzvorrichtung 1 hier eine kreisförmige Außenform auf. Darüber hinaus sind hier die Schutzelemente 200 nicht gleichverteilt über die gesamte Fläche der Schutzstruktur angeordnet, sondern nur auf einer Seite, die der Hälfte der Fläche der Schutzstruktur entspricht. Diese sind dabei halbkreisförmig angeordnet. Nicht gezeigt ist in diesem Beispiel die erfindungsgemäße Sammelstruktur.

Die in den Figuren 1 1 a bis 1 1 c gezeigte Ausführungsform entspricht im Wesentlichen der in den Figuren 3a bis 3d gezeigten Ausführungsform. Abweichend zu den Figuren 3a bis 3d weist die erfindungsgemäße Kolkschutzvorrichtung 1 hier eine kreisförmige Außenform auf.

Die in den Figuren 12a bis 12d gezeigte Ausführungsform entspricht im Wesentlichen der in den Figuren 5a bis 5d gezeigten Ausführungsform. Abweichend zu den Figuren 5a bis 5d weist die erfindungsgemäße Kolkschutzvorrichtung 1 hier eine kreisförmige Außenform auf.

In den Figuren 13 bis 15 ist zu sehen, wie die Kolkschutzvorrichtung 1 aus Figur 12 erfindungsgemäß an einer Tragevorrichtung 70 angeordnet ist. Die Tragevorrichtung ist bei der Ausbringung durch ein Schiff an einem Kran 74 über Seile 72 aufgehängt. Die Seile 72 sind an dem einen Ende mit jeweils einem Doppelwinkelhebel 71 verbunden, wie man insbesondere in Figur 15 erkennen kann. Die Doppelwinkelhebel 71 bestehen aus einem ersten Schenkel 71 a und einem zweiten Schenkel 71 b, wobei das Seil 72 am freien Ende des ersten Schenkels 71 a angeschlagen ist und das freie Ende des zweiten Schenkels 71 b mit einem Befestigungselement 30 der Kolkschutzvorrichtung 1 verbunden ist. Somit ist die Kolkschutzvorrichtung 1 über den Doppelwinkelhebel 71 an dem Kran 74 befestigt. Die Doppelwinkelhebel 71 sind drehbar über einen Umlenkpunkt 73 gelagert und an einem Tragerahmen 75 befestigt. Dabei sind die Doppelwinkel 71 schwenkbar um eine Achse, die tangential zum Kreisradius der Kolkschutzvorrichtung verläuft. Durch die Zugkraft des Krans 74 nach oben an dem Seil 72 und eine dem entgegengesetzte Gewichtskraft der Kolkschutzvorrichtung 1 ist es somit möglich, dass die Kolkschutzvorrichtung 1 durch Kraftumlenkung am Umlenkpunkt 73 allein durch die Schwerkraft selbst gespannt wird und so durch ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Ausbringungsort transportiert werden kann. Am Ausbringungsort steht bereits ein pfahlartiges Wasserbauwerk bereit, das zuvor in den Meeresboden gerammt wurde. Die Kolkschutzvorrichtung 1 wird dann von dem Kran 74 über der Stützstruktur des pfahlartigen Wasserbauwerk auf den Meeresgrund abgelassen, wobei die Kolkschutzvorrichtung 1 beim Absenken auf den Meeresgrund derart positioniert wird, dass die Stützstruktur des pfahlartigen Wasserbauwerks in Anordnung innerhalb der Aussparung der Sammelstruktur und der Aussparung der Stützstruktur gelangt. Dann wird die Kolkschutzvorrichtung 1 an den Befestigungselementen 30 von den daran befestigten Schenkeln 71 b und somit von dem Kran gelöst.

Bezugszeichenliste

1 Kolkschutzvorrichtung

10 Sammelstruktur

1 1 Aussparung der Sammelstruktur

12 Aussparung der Sammelstruktur

13 Aussparung der Sammelstruktur

14 Aussparung der Sammelstruktur

15 Aussparung der Sammelstruktur

19 Verstärkung

20 Schutzstruktur

21 Aussparung der Schutzstruktur

22 Aussparung der Schutzstruktur

23 Aussparung der Schutzstruktur

24 Aussparung der Schutzstruktur

25 Aussparung der Schutzstruktur

30 Befestigungselement

41 Dichtelement

42 Dichtelement

43 Dichtelement

44 Dichtelement Dichtelement

Stützstruktur

Stützstruktur

Stützstruktur

Tragevorrichtung

Längsbalken

Längsbalken

Querbalken

a erster Teil des Querbalkens 63

b zweiter Teil des Querbalkens 63

Querbalken

a erster Teil eines Querbalkens 64

b zweiter Teil eines Querbalkens 64

Verstärkungsbalken

Verstärkungsbalken

Teleskopelement

Teleskopelement

Aufnahmeelement

Tragevorrichtung

Doppelwinkelhebel

a erster Schenkel des Doppelwinkelhebels 71b zweiter Schenkel des Doppelwinkelhebels 71

Halteseil

Umlenkpunkt

Kran

Tragerahmen

0 Grundschutzstruktur

0 Schutzelement

0 Nähte