Patentansprüche
1. Schützende Kopfbedeckung für Radfahrer, Skifahrer, Skilangläufer, Rollerskater oder Inline-Skater, mit einer aus zueinander beabstandeten Versteifungen (14; 42) gebildeten Schutzstruktur (12) und mindestens einer in Tragerichtung gesehen jeweils vorne und hinten an der Kopfbedeckung (10; 40) gehaltenen Beleuchtungseinrichtung (20, 32; 46, 50), dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinrichtungen LED-Lampen (20, 32; 46, 50) sind und dass zumindest eine der LED-Lampen (20, 32; 46, 50) in zwischen den Versteifungen (14; 42) der Schutzstruktur (12) vorgesehenen Ausnehmungen (44) und/oder öffnungen (18) angeordnet ist.
2. Kopfbedeckung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die LED- Lampen (20, 32; 46, 50) an den Versteifungen (14; 42) der Schutzstruktur (12), vorzugsweise lösbar, befestigt sind.
3. Kopfbedeckung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der LED-Lampen (20; 50), vorzugsweise die in Tragerichtung gesehen vorne angeordnete LED-Lampe (20; 50), beweglich an den Versteifungen (14; 42) der Schutzstruktur (12) befestigt ist.
4. Kopfbedeckung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die LED- Lampen an einem gemeinsamen Tragnetz gehalten sind, welches an der Kopfbedeckung derart zu befestigen und auf die Kopfbedeckung aufzuziehen ist, dass die LED-Lampen in den Ausnehmungen und/oder öffnungen der Schutzstruktur (12) angeordnet und in diesen definiert gehalten sind.
5. Kopfbedeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeich- net, dass die Kopfbedeckung ein Schutzhelm (10; 40) ist und dass die Schutz- struktur eine aus mehreren Versteifungsrippen (14; 42) gebildete feste Helmstruktur (12) ist.
6. Kopfbedeckung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die LED- Lampen (46) in hierzu vorgesehenen Aufnahmen (44) lösbar gehalten, vorzugs- weise geklemmt sind.
7. Kopfbedeckung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an der Helmstruktur ein Zubehörteil (48) lösbar befestigt ist, vorzμgsweise ein in Tragerichtung vorne zu befestigender Sonnenschutz, und dass das Zubehörteil (48) mit einer LED-Lampe (50) ausgestattet ist.
8. Kopfbedeckung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der LED-Lampen (20, 32; 46, 50) mit einer eigenen Spannungsversorgung ausgestattet ist.
9. Kopfbedeckung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die LED- Lampe (20, 32; 46, 50) mit eigener Spannungsversorgung weniger als 50 Gramm wiegt.
10. Kopfbedeckung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei LED-Lampen an einer gemeinsamen Spannungsversorgung angeschlossen sind, und dass die Spannungsversorgung vorzugsweise in die Kopfbedeckung integriert ist.
11. Kopfbedeckung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine in Tragerichtung gesehen vorne angeordnete LED-Lampe (20; 50) derart beweglich einstellbar ist, dass die LED-Lampe (20; 50) bei Betrieb einen vorbestimmten Bereich ausleuchtet. |
Schützende Kopfbedeckung
Die Erfindung betrifft eine schützende Kopfbedeckung für Radfahrer, Skifahrer, Skilangläufer, Rollerskater oder Inline-Skater, mit einer aus zueinander beabstan- deten Versteifungen gebildeten Schutzstruktur und mindestens einer in Tragerich- tung gesehen jeweils vorne und hinten an der Kopfbedeckung gehaltenen Beleuchtungseinrichtung.
Eine Kopfbedeckung der eingangs genannten Art ist aus der DE 203 19 126.9 U1 bekannt. Bei dieser Kopfbedeckung handelt es sich um einen starren Schutzhelm, an dessen Außenseite mehrere Lampen als Beleuchtungseinrichtungen befestigt sind.
Dieser bekannte Schutzhelm eignet sich beispielsweise für Skifahrer, die bei schlechten Witterungsbedingungen, wie Nebel oder starkem Schneefall, unterwegs sind, und für die eine Beleuchtung insbesondere unter dem Gesichtspunkt der besseren gegenseitigen Erkennbarkeit von großer Bedeutung ist. Für Radfah- rer eignet sich der bekannte Schutzhelm insbesondere deshalb, weil sie einerseits gesetzlich verpflichtet sind, ihre Fahrräder mit geeigneten Beleuchtungseinrichtungen auszustatten, die es bei Dunkelheit einerseits den Radfahrern ermöglichen, Hindernisse rechtzeitig und zweifelsfrei zu erkennen, und die es andererseits anderen Verkehrsteilnehmern, beispielsweise Autofahrern, erleichtern, einen Radfahrer im Dunkeln rechtzeitig zu erfassen. Entsprechendes gilt auch für Rollerskater und Inline-Skater, die sich auf öffentlichem Verkehrsgrund bewegen. Sowohl bei Mountainbikes als auch bei Off-Road-Rädem oder Straßenrennrädern fehlen konsfruktionsbedingt häufig geeignete Beleuchtungseinrichtungen. So sind bei Mountainbikes Dynamos zum Betrieb der Beleuchtungseinrichtung aufgrund des groben Reifenprofils häufig nicht einsetzbar. Bei Skifahrern, Rollerskatern und Iniineskatern besteht dagegen keine Möglichkeit geeignete Beleuchtungseinrichtungen vorzusehen.
Hier setzt die in der DE 203 19 126 U1 beschriebene Erfindung an. So nimmt insbesondere bei Radfahrern, Mountainbikern, Rollerskatern, Inline-Skatern und Skifahrern die Zahl derer, die schützende Kopfbedeckungen während ihrer sportlichen Aktivitäten tragen, immer mehr zu. Durch die Kombination aus Kopfbede- ckung und Beleuchtungseinrichtung werden auf einfache und elegante Weise gleichzeitig zwei Funktionen erfüllt, nämlich die Bereitstellung eines ausreichenden Schutzes sowie die Bereitstellung einer geeigneten Beleuchtung.
Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung eine schützende Kopfbedeckung bereitzustellen, die verglichen mit der bekannten Kopfbedeckung verbessert ist und insbesondere einen noch besseren Schutz für den Benutzer gewährleistet.
Diese Aufgabe wird durch eine Kopfbedeckung mit den Merkmale nach An- spruchi und insbesondere dadurch gelöst, dass die Beleuchtungseinrichtungen LED-Lampen sind und dass zumindest eine der LED-Lampen in zwischen den Versteifungen der Schutzstruktur vorgesehenen Ausnehmungen und/oder öffnungen angeordnet ist.
Bei der erfindungsgemäßen Kopfbedeckung werden als Beleuchtungseinrichtung LED-Lampen (LED = lichtemittierende Diode) verwendet. Als LED-Lampe wird in erfindungsgemäß insbesondere eine in einem Gehäuse aufgenommene LED mit oder ohne eigene Spannungsversorgung verstanden. Derartige LED-Lampen zeichnen sich durch eine vergleichsweise hohe Beleuchtungsstärke bei geringstem Stromverbrauch aus, während sie gleichzeitig ein verglichen mit herkömmlichen Beleuchtungseinrichtungen äußerst geringes Gewicht und damit auch ein äußerst geringes Bauvolumen besitzen. Gerade diese Eigenschaften von LED- Lampen, nämlich die hohe Leistungsdichte, das geringe Gewicht sowie das geringe Bauvolumen stellen für die Erfindung wesentliche Kriterien dar. So ist es durch die hohe Leistungsdichte, das geringe Gewicht und das geringe Bauvolumen möglich, die Beleuchtungseinrichtungen in die Schutzstruktur der Kopfbedeckung
zu integrieren, in dem die LED-Lampen in die Ausnehmungen und/oder öffnungen, die zwischen die Versteifungen der Schutzstruktur ausgebildet sind, positioniert sind.
Als schützende Kopfbedeckungen werden in diesem Zusammenhang sowohl stei- fe Schutzhelme mit einer aus steifen Versteifungsrippen gebildeten starren Helmstruktur als auch elastische Kopfbedeckungen, beispielsweise Schutzhauben für Radfahrer, verstanden. Bei letzteren sind die Versteifungen der Schutzstruktur durch entsprechend verstärkte und gepolsterte Abschnitte gebildet, welche auf die Kopfbedeckung einwirkende Kräfte ableiten und auf diese Weise eine punktförmi- ge Kraftein Wirkung auf den Kopf des Trägers verhindern.
Durch das Anordnen der LED-Lampen in Ausnehmungen und/oder öffnungen zwischen die Versteifungen der Schutzstruktur ragen die LED-Lampen nicht über die von der Schutzstruktur bestimmte Kontur der Kopfbedeckung hervor. Hierdurch wird einerseits verhindert, dass die LED-Lampen beispielsweise bei einem Sturz beschädigt oder abgerissen werden, andererseits wird verhindert, dass die LED-Lampen in das Innere der schützenden Kopfbedeckung gedrückt werden.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus der Beschreibung, den Unteransprüchen sowie der Zeichnung.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die LED-Lampen an den Versteifungen der Schutzstruktur befestigt. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die Versteifungen ihrerseits eine hohe Steifigkeit besitzen, so wenn die Kopfbedeckung als Schutzhelm ausgebildet ist. Die dann steifen Versteifungen bieten ausreichende Stabilität für die Befestigung, die beispielsweise durch Vernieten oder Verkleben erfolgen kann. Besonders von Vorteil ist es bei diesem Ausführungsbeispiel, wenn die LED-Lampen lösbar, beispielsweise durch Ver- schrauben oder durch Verklemmen, an den Versteifungen befestigt sind. Auf diese Weise ist ein sehr einfacher Austausch der LED-Lampen, beispielsweise im
Wartungsfall, möglich. Darüber hinaus ergibt sich eine entsprechend hohe Flexibilität bei der Fertigung. So können Kopfbedeckungen bereitgestellt werden, die mit entsprechenden Aufnahmen für die LED-Lampen versehen sind, ohne dass LED- Lampen montiert sind. Diese können beispielsweise später als Nachrüstsatz er- worben werden.
Von besonderem Vorteil ist es bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform ferner, wenn zumindest eine der LED-Lampen, vorzugsweise die in Tragerichtung gesehen vorne angeordnete LED-Lampe, beweglich an den Versteifungen der Schutzstruktur befestigt ist. Auf diese Weise lässt sich die LED-Lampe vom Be- nutzer in gewünschter Weise justieren. So kann beispielsweise ein Radfahrer die vorne angeordnete LED-Lampe an seiner Kopfbedeckung so einstellen, dass der Lichtkegel über das Lenkrad strahlt und den Bereich unmittelbar vor seinem Vorderrad ausleuchtet. Ein Skifahrer kann beispielsweise die hinten vorgesehene LED-Lampe, die vorzugsweise rot leuchtet, zur Horizontalen betrachtet nach oben neigen, damit er im Gelände von hinten für andere Skifahrer gut erkennbar ist.
Bei einer alternativen Ausführungsform der Kopfbedeckung sind die LED-Lampen an einem gemeinsamen Tragnetz gehalten sind, welches an der Kopfbedeckung derart zu befestigen und auf die Kopfbedeckung aufzuziehen ist, dass die LED- Lampen in den Ausnehmungen und/oder öffnungen der Schutzstruktur angeord- net und in diesen definiert gehalten sind. Diese Ausführungsform bietet insbesondere den Vorteil, dass die LED-Lampen beispielsweise erst bei Einbruch der Dunkelheit oder auch bei schlechten Witterungsverhältnissen auf die Kopfbedeckung aufgezogen werden können, bei Nichtbenutzung dagegen geschützt mitgeführt werden. Ferner ist auf diese Weise ein nachträgliches Ausrüsten entsprechend hierzu erfindungsgemäß ausgelegter Kopfbedeckungen möglich.
Besonders bevorzugt ist die Kopfbedeckung als Schutzhelm ausgebildet, bei dem die Schutzstruktur eine aus mehreren Versteifungsrippen gebildete feste Helmstruktur ist. Die Helmstruktur ist vorzugsweise aus einem geeigneten Kunststoff-
material gebildet, wobei zusätzlich an der Innenseite der starren Helmstruktur entsprechend weichere Kunststoffmaterialien, wie Polymerschäume, Polystyrol und ähnliches, vorgesehen sind, damit der Benutzer einerseits ein angenehmes Tragegefühl hat und andererseits bei einem Sturz auftretende Kräfte wirksam ge- dämpft werden. Die Versteifungsrippen sind vorzugsweise mit in das Material des Schutzhelmes eingebettete Versteifungselemente, so Glasfaserstäbe, Kunststoffstäbe oder auch Metalleinlagen, versteift. Sind die LED-Lampen an den Versteifungen befestigt, wird ferner vorgeschlagen, an den in die Versteifungen eingebrachten Versteifungselementen beispielsweise Gewinde oder öffnungen vorzu- sehen, an denen die Gehäuse der LED-Lampen auf einfache Weise befestigt werden können.
Des weiteren wird bei der zuvor beschriebenen Ausführung als Weiterbildung vorgeschlagen, an der Helmstruktur entsprechend ausgebildete Aufnahmen vorzusehen, in die die LED-Lampen lösbar eingesetzt sind. Diese Weiterbildung der Kopfbedeckung eignet sich insbesondere dann, wenn die LED-Lampen an einem gemeinsamen Tragnetz gehalten sind. Vorzugsweise sind die LED-Lampen dabei durch entsprechend vorgesehene Rastnasen oder Klemmkanten in den hierfür vorbereiteten Aufnahmen geklemmt. Sind die LED-Lampen beweglich, sind diese an einem Sockel beweglich gelagert, welcher seinerseits in der Aufnahme bei- spielsweise durch Verklemmen gehalten ist.
Kann an der Helmstruktur der als Schutzhelm ausgebildeten Kopfbedeckung ein Zubehörteil lösbar befestigt werden, so ein in Tragerichtung gesehen vorne zu befestigender Sichtschutz, wie ein Sonnenschutz, wird vorgeschlagen, das Zubehörteil mit mindestens einer LED-Lampen auszustatten.
Generell ist es von besonderem Vorteil, wenn jede LED-Lampe mit einer eigenen Spannungsversorgung ausgestattet ist. Hierdurch ist es möglich die LED-Lampen unabhängig voneinander zu betätigen. Dies ist beispielsweise bei Skifahrern von Vorteil, die bei schlechten Sichtverhältnissen nur die hinten angeordnete, vor-
zugsweise rot leuchtende LED-Lampen aktiveren möchten, jedoch die vorderen LED-Lampen nicht benutzen möchten, um nicht das eigene Sehvermögen zu beeinträchtigen.
Vorzugsweise Sind die LED-Lampen mit eigener Spannungsversorgung so aus- gebildet, dass sie weniger als 50 Gramm wiegen. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass der Tragekomfort der Kopfbedeckung trotz vorgesehener LED- Lampen nicht beeinträchtigt wird. Durch das geringe Gewicht der LED-Lampen ist die Gewichtszunahme des Schutzhelmes unbedeutend und kaum feststellbar.
Ferner ist es möglich, zumindest zwei LED-Lampen an einer gemeinsamen Span- nungsversorgung anzuschließen. Die Spannungsversorgung, so ein wiederauf- ladbarer Akkumulator oder eine Batterie, kann beispielsweise vom Benutzer an seiner Kleidung, wie dem Gürtel, getragen und durch eine Kabelverbindung mit einem in der Kopfbedeckungen vorgesehenen Verteiler verbunden sein, an welchem die LED-Lampen angeschlossen sind. Alternativ kann die Spannungsver- sorgung auch in die Kopfbedeckung integriert sein. Des weiteren wird auch eine kombinierte Verwendung von LED-Lampen mit eigener Spannungsversorgung und LED-Lampen mit zentraler Spannungsversorgung vorgeschlagen. So ist es besonders von Vorteil, wenn mehrere weiß leuchtende LED-Lampen an der Vorderseite der Kopfbedeckung vorgesehen sind, die durch eine gemeinsame Span- nungsversorgung versorgt und gemeinsam ein- und ausgeschaltet werden können, während die hinten an der Kopfbedeckung vorgesehene LED-Lampe über eine eigene Spannungsversorgung verfügt.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand zweier Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Darin zeigt:
Fig. 1 eine Vorderansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Schutzhelmes, in der drei vorne in die Helmstruktur integrierte, schwenkbar gelagerte, weiß strahlende LED-Lampen dargestellt sind;
Fig. 2 eine Rückansicht des Schutzhelmes nach Fig. 1 , in der eine hinten in die Helmstruktur integrierte, rot leuchtende LED-Lampe gezeigt ist;
Fig. 3 eine Schnittansicht eines Schnittes entlang der Längssymmetrieachse durch den Schutzhelm nach den Fig. 1 und 2;
Fig. 4 eine vergrößerte Seitenansicht einer der vorne am Schutzhelm schwenkbar gelagerten LED-Lampen mit Sockel;
Fig. 5 eine vergrößerte Draufsicht auf die in Fig. 4 gezeigte LED-Lampe; und
Fig. 6 eine Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Schutzhelmes mit einer an einer schwenkbaren Konsole gehaltenen LED- Lampe.
Fig. 1 zeigt in Vorderansicht einen erfindungsgemäßen Schutzhelm 10. Der Schutzhelm 10 hat eine starre Helmstruktur 12, die aus mehreren sich von vorne nach hinten erstreckenden Versteifungsrippen 14 gebildet ist. Die Versteifungsrippen 14 sind derart mit Abstand zueinander angeordnet, dass Ausnehmungen 16 und durchgehende öffnungen 18 an der Helmstruktur 12 ausgebildet sind. Drei der öffnungen 18 dienen bei dem dargestellten Schutzhelm 10 als Lüftungsöffnungen und gleichzeitig als Aufnahmen für drei LED-Lampen 20, wie Fig. 3 zeigt.
Die LED-Lampen 20 sind mit weiß leuchtenden LEDs ausgestattet und verfügen über eine eigene Spannungsversorgung.
In den Fig. 4 und 5 ist eine der drei LED-Lampen 20 vergrößert dargestellt. Die Stirnseite sowie der Mantel jeder LED-Lampe 20 ist durch eine mit einem Innengewinde (nicht dargestellt) versehene Hülse 22 gebildet, die auf ein hohlzylindri- sches Gehäuse 24 der LED-Lampe 20 aufgeschraubt ist. In dem Gehäuse 24 ist eine Knopfzelle (nicht dargestellt) als Spannungsversorgung aufgenommen, wäh- rend in der Hülse 22 ein Leuchtmittel, im vorliegenden Fall eine LED, gehalten ist.
Um die LED zu aktivieren, muss lediglich die Hülse 22 soweit auf das Gehäuse 24 aufgeschraubt werden, dass die LED mit den von der Knopfzelle mit Strom versorgten Kontaktpunkten in Berührung kommt. Soll die LED wieder ausgeschaltet werden, muss die Hülse 22 lediglich soweit gelöst werden, bis die LED die Kon- taktpunkte nicht mehr berührt. Durch eine gleichfalls nicht dargestellte Dichtung, die zwischen der Hülse 22 und dem Gehäuse 24 angeordnet ist, wird das Eindringen von Wasser oder Feuchtigkeit in die LED-Lampe 20 verhindert.
Das Gehäuse 24 ist in einem Sockel 26 aufgenommen, welcher seinerseits durch eine Achse 28 an zwei Versteifungsrippen 14 schwenkbar gelagert ist, welche die öffnung 18, in der die LED-Lampe 20 aufgenommen ist, begrenzen. Die LED- Lampen 20 sind dabei so in den öffnungen 18 gehalten, dass sich ihre Strahlungsachsen bei einer mittleren Schwenkposition in einem gemeinsamen Punkt schneiden.
Damit die LED-Lampe 20 einerseits gedämpft in der Helmstruktur 12 gehalten ist, die LED-Lampe andererseits in der eingestellten Schwenkposition verbleibt, sind beiderseits des Sockels 26 an den Versteifungsrippen 14 zwei in der Mitte gelochte, elastische Scheiben 30 verklebt, die den Sockel 26 mit geringer Vorspannung zwischen den beiden Versteifungsrippen 14 halten, wobei die Achse 28 mit ihren Enden in den mittig gelochten Scheiben 30 gelagert ist. Dabei bewirkt das elasti- sehe Material der Scheiben 30 zum einen eine ausreichende Vorspannung. Zum anderen hat das elastische Material der Scheiben 30 einen so hohen Reibkoeffizienten, dass die LED-Lampe 20 in der jeweils eingestellten Schwenkposition verharrt.
In Fig. 2 ist eine Rückansicht des Schutzhelms 10 gezeigt. Im unteren Drittel des Schutzhelms 10 ist mittig eine weitere hintere LED-Lampe 32 vorgesehen. Die LED-Lampe 32 ist in entsprechender Weise wie die zuvor beschriebenen LED- Lampen 20 ausgebildet, weist jedoch eine rot strahlende LED auf. Wie Fig. 3 zeigt, ist die hintere LED-Lampe 32 mit ihrem Gehäuse in einer Durchgangsöff-
nung 34 gehalten, welche von einer im Bereich der Durchgangsöffnung 34 auseinander gezogenen Versteifungsrippe 14 umschlossen ist. Um ein Verdrehen der hinteren LED-Lampe 32 zu verhindern, ist deren Gehäuse mit einem rechteckigem Querschnitt versehen, mit dem die LED-Lampe 32 in der Durchgangsöffnung 34 gehalten ist.
Bei Verwendung kann der Benutzer die vorderen LED-Lampen 20 und die hintere LED-Lampe 32 durch Drehen der Hülsen 22 aktivieren oder deaktivieren. Ferner hat der Benutzer die Möglichkeit, die vorderen LED-Lampen 20 relativ zum Schutzhelm 10 zu schwenken, um einen gewünschten Bereich vor dem Schutz- heim 10 ausleuchten zu können.
In Fig. 6 ist ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schutzhelms 40 für Skifahrer gezeigt. Der Schutzhelm 40 hat eine sich über die Oberseite des Schutzhelms 40 nach hinten erstreckende Versteifungsrippe 42, welche, ähnlich der in Fig. 2 im ersten Ausführungsbeispiel gezeigten Versteifungsrippe 14 eine Aufnahme 44 begrenzt, in welcher eine rot leuchtende LED-Lampe 46 geklemmt ist.
Des weiteren ist an dem Skihelm 40 eine schwenkbare Konsole 48 lösbar befestigt, an welcher eine nach vorne ausgerichtete LED-Lampe 50 gehalten ist, um den vorderen Bereich auszuleuchten.
Mit der erfindungsgemäßen Kopfbedeckung wird eine Reihe von Vorteilen erreicht. Durch die einstellbare und individuell regulierbare Beleuchtung, insbesondere hinten, wird ein hohes Maß an Sicherheit geschaffen. Beispielsweise beim Skihelm mit Beleuchtung. Bei Nebel sind insbesonder Kinder und Anfänger des Skilaufs, oder Gruppen frühzeitig zu erkennen. Dadurch können folgenschwere Zusammenstöße auf der Skipiste vermieden werden.
Durch das besonders leichte Gewicht der LED Lampen ist die Gewichtszunahme der erfindungsgemäßen Kopfbedeckung unbedeutend und kaum feststellbar.
Die Sicherheit welcher ein Fahrradhelm mit eingebauter Beleuchtung bietet, kann in vielen Fällen bei Bergabfahrten mit erhöhter Geschwindigkeit, lebensrettend sein. So ist die erfindungsgemäße Kopfbedeckung insbesondere für die Benutzer von Mountainbikes und Off-Road-Räder von großer Bedeutung. Ein Dynamo ist aus technischen Gründen wegen der groben Reifenprofile bei derartigen Fahrradtypen häufig nicht anwendbar. Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Kopfbedeckung kann der Radfahrer, wenn er unversehens, aus vielerlei Gründen bei einer Radtour in die Dunkelheit gerät, seine Beleuchtung aktivieren und so folgendschwere Stürze insbesondere in unzugänglichem Gelände vermeiden.
Bezugszeichenliste:
10 Schutzhelm
12 Helmstruktur
14 Versteifungsrippen 16 Ausnehmungen
18 öffnungen
20 vordere LED-Lampen
22 Hülse
24 Gehäuse 26 Sockel
28 Achse
30 Scheiben
32 hintere LED-Lampe
34 Durchgangsöffnung
40 Schutzhelm
42 Versteifungsrippe
44 Aufnahme
46 hintere LED-Lampe
48 Konsole 50 vordere LED-Lampe
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