GRAU, Werner (Rosenstrasse 32, Haberskirch, 86316, DE)
Patentansprttche
1. Schutzhelm, insbesondere Fahrradhelm, mit einem an der Helmkalotte befestigten Kopfband auf Kunststoff, welches zur Anpassung an die Kopf- Anatomie des Trägers höhenverstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopfband (4) an beiden Seiten der Helmkalotte (2) schwenkbar gelagert ist, und dass sich an beiden Endbereichen (6) des Kopfbandes (4) annähernd senkrecht zu diesem zur Helmober- bzw. -innenseite hin erstreckende Ansätze (8) vorgesehen sind, welche in Halteteile (10) eingreifen, die in der Helmkalotte (2) befestigt sind, wobei die Ansätze (8) relativ zu den Halteteilen (10) längsverstellbar sind.
2. Schutzhelm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteteile (10) eine Mehrzahl miteinander verbundener Rastausnehmungen (14) und die Ansätze (8) einen Rastvorsprung (15) aufweisen, wobei der Rastvorsprung (15) unter elastischer Aufweitung von Stegen (16) zwischen den Rastausnehmungen (14) zur Längen Verstellung wahlweise in unterschiedliche Rastausnehmungen (14) durch Längsverschiebung einrastbar ist.
3. Schutzhelm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteansatz (12) hülsenartig ausgebildet ist und die Rastausnehmungen (14) in einer Hülsen- Aussenwand (13) vorgesehen sind und der Ansatz (8) mit dem Rastvorsprung (15) in das Innere der Hülse (12) eingreift.
4. Schutzhelm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteansätze (10) in einer Schaumstoff- Auskleidung (3) des Schutzhelmes (1) verankert sind.
5. Schutzhelm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das
Kopfband (4) mit einer als Klettverschluss-Gegenfläche wirkenden aufge- rauten Oberfläche zur Befestigung von Polstereinlagen versehen ist. |
Schutzhelm, insbesondere Fahrradhelm
Die Erfindung richtet sich auf einen Schutzhelm, insbesondere einen Fahrradhelm, mit einem an der Helmkalotte befestigten Kopfband aus Kunst- stoff, welches zur Anpassung an die Kopf- Anatomie des Trägers höhenverstellbar ist. Ein derartiger Schutzhelm ist bekannt aus DE 298 21 855 Ul.
Kopfbänder der in Betracht stehenden Art weisen in der Regel einen veränderbaren Umfang auf, so dass sie an den Kopfumfang anpassbar sind. Aus DE 298 21 855 Ul ist es darüber hinaus bekannt, im Sinne einer noch besseren Anpassung das Kopfband auch höhenverstellbar auszubilden. Zur Bewerkstelligung einer solchen Höhenverstellung ist gemäß dem Stand der Technik eine Art Schlüssel erforderlich, der in einen Schlitz des Verstellmechanismus eingeführt werden muss. Dies bringt den Nachteil mit sich, dass der Schlüssel aufbewahrt werden und zur Durchführung einer Verstellung zur Hand sein muss.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Verstellung des Kopfbandes durch den Benutzer in einfacher Weise zu bewerkstelligen und gleichwohl eine Konstruktion zu schaffen, die kostengünstig realisierbar ist und einen sicheren und bequemen Sitz des Helms am Kopf des Trägers ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Kopfband an beiden Seiten der Helmkalotte schwenkbar gelagert ist, und dass sich an beiden Endbereichen des Kopfbandes annähernd senkrecht zu diesem zur Helmober- bzw. -innenseite hin erstreckende Ansätze vorgesehen sind, welche in Halteteile eingreifen, die in der Helmkalotte befestigt sind, wobei die Ansätze relativ zu den Halteteilen längsverstellbar sind.
Dementsprechend ist eine Höhenverstellung durch einfaches Schwenken des Haltebandes möglich, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die Halteteile eine Mehrzahl miteinander verbundener Rastausnehmungen und die Ansätze einen Rastvorsprung aufweisen, wobei der Rastvorsprung un- ter elastischer Aufweitung von Stegen zwischen den Rastausnehmungen zur Längenverstellung wahlweise in unterschiedliche Rastausnehmungen durch Längsverschiebung einrastbar ist.
Es kann auf diese Weise eine Längs- und damit Höhenverstellung vorge- nommen werden, ohne dass ein Werkzeug benötigt wird. Gleichzeitig ist eine Endlagenstabilität gewährleistet.
Günstigerweise ist jeder Halteansatz hülsenartig ausgebildet und die Rastausnehmungen sind in einer Hülsen-Außenwand vorgesehen, und der An- satz mit dem Rastvorsprung greift in das Innere der Hülse ein. Hierdurch wird eine definierte Führung erzielt und die Endlagenstabilität unterstützt.
Mit Vorteil sind die Halteansätze mittels Widerhaken in einer Schaumstoff- Auskleidung des Schutzhelms verankert.
Das Kopfband kann mit einer als Klettverschluss-Gegenfläche wirkenden aufgerauhten, einstückigen Oberfläche zur Befestigung von Polstereinlagen versehen sein.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausfuhrungs- beispiels in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Schutzhelms,
Fig. 2 eine Aufsicht auf die ineinandergreifenden Ansätze bzw. Halteteile und
Fig. 3 eine Fig. 2 entsprechende Darstellung aus einem um 90° versetzten
Blickwinkel.
Ein in der Zeichnung dargestellter Schutzhelm 1 für Fahrradfahrer weist eine glatte Helmkalotte 2 aus Kunststoff und eine Schaumstoff- Auskleidung 3 auf.
Ein Kopfband 4 ist mit einer Verstelleinrichtung 5 zur Verstellung des Um- fangs versehen.
Die Enden 6 des Kopfbandes 4 sind über Schwenklager 7 an der Helmkalotte 2 schwenkbar gelagert.
Ansätze 8 in Form von Kunststoff-Bändern sind mit einem gewissen Ab- stand von dem jeweiligen Schwenklager 7 mit dem Kopfband 4 über ein Schwenklager 9 verbunden.
In die Schaumstoff- Auskleidung 3 eingesetzt sind Halteteile 10, welche über Widerhaken 11 im Schaumstoff verankert sind. Sie weisen einen hül- senartigen Abschnitt 12 auf, wobei in einer Außenwand 13 des hülsenartigen Abschnitts eine Mehrzahl von Rastausnehmungen 14 ausgebildet ist, die ineinander übergehen.
Die Ansätze 8 sind mit einem Rastvorsprung 15 versehen, der jeweils in eine der Rastausnehmungen 14 eingreift und durch eine elastische Aufweitung von Stegen 16 zwischen den einzelnen Rastausnehmungen 14 verlagerbar ist, so dass hierdurch eine Längsverstellung und aufgrund des Ver- schwenkens um das Schwenklager 7 eine Höhenverstellung entsprechend dem Doppelpfeil 17 bewerkstelligt werden kann.
