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Title:
PROTECTIVE HELMET
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/136519
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a protective helmet provided with a helmet shell (3) which, during the helmet use, surrounds at least partially a user's head except a face area, a chin guard (1), which, during the helmet use, surrounds the lower parts of the face area of the helmet user and a visor (4) preferably pivotally positioned on the helmet shell (3) and on the chin guard for forming an opening for the face between the helmet shell (3) and the chin guard (1), wherein said chin guard (1) is provided with two sections (1a,1b), which are movably mounted on the helmet shell (3). According to said invention, each chin guard section (1a,1b) is pivotally arranged on the helmet shell (3) and said pivotable arrangement of the chin guard section (1a,1b) of the helmet shell (3) takes place every time by means of a flexible plate element (2) which connects the helmet shell (3) to the corresponding chin guard section (1a,1b).

Inventors:
Wallerberger, Mark (Schlachthausgasse 14/9, Wien, A-1030, AT)
Application Number:
PCT/EP2006/063184
Publication Date:
December 28, 2006
Filing Date:
June 14, 2006
Export Citation:
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Assignee:
Wallerberger, Mark (Schlachthausgasse 14/9, Wien, A-1030, AT)
International Classes:
A42B3/32; A42B3/32
Attorney, Agent or Firm:
Henhapel, Bernhard c/o Kliment & Henhapel (Singerstrasse 8/3/8, Wien, A-1010, AT)
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Claims:
Patentansprüche :
1. Schutzhelm mit einer Helmschale (3), die beim Gebrauch den Kopf des Trägers mit Ausnahme des Gesichtsbereiches zumindest teilweise umgibt, einem Kinnbügel (1) , der beim Gebrauch die unteren Teile des Gesichtsbereiches des Trägers umspannt, sowie einem vorzugsweise schwenkbar an der Helmschale (3) angeordneten Visier (4) zum Abdecken der Gesichtsfeldöffnung zwischen Helmschale (3) und Kinnbügel (1), wobei der Kinnbügel (1) zwei relativ zueinander bewegbare Abschnitte (Ia, Ib) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der beiden Kinnbügelabschnitte (Ia, Ib) an der Helmschale (3) schwenkbar angeordnet ist, und die schwenkbare Anordnung der Kinnbügelabschnitte (Ia, Ib) an der Helmschale (3) jeweils mithilfe eines flexiblen Plattenelements (2) erfolgt, das die Helmschale (3) mit dem jeweiligen Kinnbügelabschnitt (Ia, Ib) verbindet .
2. Schutzhelm mit einer Helmschale (3), die beim Gebrauch den Kopf des Trägers mit Ausnahme des Gesichtsbereiches zumindest teilweise umgibt, einem Kinnbügel (1) , der beim Gebrauch die unteren Teile des Gesichtsbereiches des Trägers umspannt, sowie einem vorzugsweise schwenkbar an der Helmschale (3) angeordneten Visier (4) zum Abdecken der Gesichtsfeldöffnung zwischen Helmschale (3) und Kinnbügel (1), wobei der Kinnbügel (1) zwei relativ zueinander bewegbare Abschnitte (Ia, Ib) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der beiden Kinnbügelabschnitte (Ia, Ib) an der Helmschale (3) schwenkbar angeordnet ist, und die beiden Kinnbügelabschnitte (Ia, Ib) in ihren jeweils oberen Abschnitten über eine Gelenkverbindung (10) miteinander verbunden sind.
3. Schutzhelm nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kinnbügelabschnitte (Ia, Ib) jeweils in ihrem unteren Bereich eine seitlich in Richtung des Helminneren abstehende Kinnschutzfläche (6) aufweisen.
4. Schutzhelm nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kinnbügelabschnitte (Ia, Ib) an ihrem der Helmschale (3) zugewandten Ende jeweils einen Befestigungsbereich (7) aufweisen, und an ihrem der Helmschale (3) abgewandten Ende jeweils einen Schließbereich (13) mit einer Schließfläche (8), wobei die beiden Schließflächen (8) in einer Öffnungsposition der beiden Kinnbügelabschnitte (Ia, Ib) voneinander beabstandet sind, und in einer durch Verschwenken der beiden Kinnbügelabschnitte (Ia, Ib) erreichbaren Schließposition aneinander anliegen.
5. Schutzhelm nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Schließflächen (8) ein Schließmechanismus (11,14) angeordnet ist, der die beiden Kinnbügelabschnitte (Ia, Ib) in ihrer Schließposition aneinander räumlich fixiert .
6. Schutzhelm nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Schließflächen (8) eine Nut (9), und die andere Schließfläche (8) eine der Nut (9) zugeordnete Feder (15) aufweist, wobei in der Schließposition Nut (9) und Feder (15) ineinander greifen.
7. Schutzhelm nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kinnbügelabschnitte (Ia, Ib) in ihre Öffnungsposition vorgespannt sind.
8. Schutzhelm nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsbereich (7) der beiden Kinnbügelabschnitte (Ia, Ib) jeweils mit einer der Helmschale (3) zugewandten Seitenfläche (16) abschließt, die in der Schließposition der Kinnbügelabschnitte (Ia, Ib) an einer Stützfläche (17) der Helmschale (3) anliegt, und in der Öffnungsposition der Kinnbügelabschnitte (Ia, Ib) von der Stützfläche (17) beabstandet ist.
9. Schutzhelm nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenfläche (16) des Befestigungsbereiches (7) der Kinnbügelabschnitte (Ia, Ib) und die Stützfläche (17) der Helmschale (3) jeweils stufenförmig ausgebildet sind, wobei in der Schließposition der Kinnbügelabschnitte (Ia, Ib) die stufenförmigen Abschnitte ineinander greifen.
10. Schutzhelm nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kinnschutzfläche (6) auf ihrer dem Helminneren zugewandten Seite mit einer abnehmbaren Polsterung (12) versehen ist.
11. Schutzhelm nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenfläche (16) des Befestigungsbereiches (7) entlang ihrer Längserstreckung über eine Abschlussfläche (20) stumpf in die Kinnschutzfläche (6) übergeht, und sich die Abschlussfläche (20) in der Schließposition der Kinnbügelabschnitte (Ia, Ib) auf einer Halteschulter (19) der Helmschale (3) abstützt.
12. Schutzhelm nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kinnbügelabschnitte (Ia, Ib) in ihrer Schließposition vom Visier (4) übergriffen werden, oder an der Unterkante des Visiers (4) anliegen.
Description:
Schutzhelm

Die Erfindung betrifft einen Schutzhelm mit einer Helmschale, die beim Gebrauch den Kopf des Trägers mit Ausnahme des Gesichtsbereiches zumindest teilweise umgibt, einem Kinnbügel, der beim Gebrauch die unteren Teile des Gesichtsbereiches des Trägers umspannt, sowie einem vorzugsweise schwenkbar an der Helmschale angeordneten Visier zum Abdecken der Gesichtsfeldöffnung zwischen Helmschale und Kinnbügel, wobei der Kinnbügel zwei relativ zueinander bewegbare Abschnitte aufweist, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Derartige Schutzhelme mildern oder verhindern Verletzungen im Schädelbereich des Helmträgers, insbesondere bei Motorradunfällen. Dabei können mehrere Ausführungsvarianten unterschieden werden.

In der EP 0 433 182 wird etwa ein Helm mit zwei relativ zueinander bewegbaren Kinnbügelabschnitten beschrieben, die verschiebbar an der Helmschale gelagert sind. Bei diesem Helm lässt sich bei einem bloßen Verschieben der Kinnbügelabschnitte in Richtung des Helminneren die Öffnung des Helms nach unten aber nicht sehr erweitern. Außerdem ist keine Vorspannung weder in die geöffnete Position, noch in die geschlossene Position der Kinnbügelabschnitte verwirklichbar. Ein solcher Helm ist außerdem technisch nur aufwändig herzustellen, und lässt auch keine Gelenkverbindung zwischen den beiden Kinnbügelabschnitten zu. Dadurch kann aber auch keine Synchronisation der Kinnbügelabschnitte in ihrem jeweiligen Bewegungsweg erfolgen.

Des Weiteren sind etwa Helme bekannt, bei denen der Gesichtsbereich offen ist (sog. „Jet-Helme"). Diese Helme bieten zwar einen Frischluft-Vorteil, der sich aber bei Regen und Kälte nachteilig auswirkt . Außerdem sind Gesicht und Kinnpartie bei einem Unfall nur unzulänglich geschützt.

Crosshelme finden insbesondere im sportlichen Zweiradbereich Einsatz und weisen ebenfalls eine verhältnismäßig große

Visieröffnung auf, um die bei körperlicher Anstrengung wichtige Luftzufuhr sicher zu stellen. Diese Helme weisen aber im Gegensatz zu Jet-Helmen einen stabilen Kinnbügel auf, um bei den mitunter häufigen Stürzen ausreichend Schutz zu bieten.

Sogenannte Klapp- bzw. Systemhelme weisen einen einteiligen, massiven Kinnbügel auf, an den zumeist auch das Visier angeformt ist. Der Kinnbügel lässt sich über eine im Wesentlichen horizontale Schwenkachse nach oben klappen, sodass das Auf- und Absetzen erleichtert wird. Diese Helmtypen erleichtern zwar den Einstieg in den Helm, da der Helm mit aufgeklapptem Kinnbügel angelegt wird, da aber der Kinnbügel nur horizontal nach unten schwenkt, bieten sie keine zusätzliche Passgenauigkeit im Kinnbereich. Helme dieser Art können auch nicht mit Brille auf- oder abgesetzt werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante ist eine Helmschale vorgesehen, die beim Gebrauch den Kopf des Trägers mit Ausnahme des Gesichtsbereiches annähernd vollständig umgibt, einem Kinnbügel, der beim Gebrauch die unteren Teile des Gesichtsbereiches des Trägers umspannt, sowie einem vorzugsweise schwenkbar an der Helmschale angeordneten Visier zum Abdecken der Gesichtsfeldöffnung zwischen Helmschale und Kinnbügel. Die Befestigung am Kopf des Trägers erfolgt über einen Kinnriemen, der im Kinnbereich des Trägers nach dem Anlegen des Helms gespannt wird. Helme dieser Art (sog. „Integralhelme") sind weit verbreitet, weisen aber den Nachteil auf, dass das An- und Ablegen unpraktisch ist. Insbesondere bei Unfällen kann die schwierige Abnehmbarkeit des Helms mitunter auch zu gefährlichen Situationen führen, etwa bei Halsverletzungen.

Alle genannten Helmtypen weisen außerdem den Nachteil auf, dass zwar stets unterschiedliche Helmgrößen angeboten werden, um für unterschiedliche Kopfgrößen das jeweils bestpassende Modell auszuwählen, es erweist sich aber in der Praxis, dass auf diese Weise nur bedingt ein optimaler Sitz des Helms erreicht werden kann. In der Praxis steht der Konsument somit zumeist vor der Wahl zwischen einem Helm, der zwar guten Sitz bietet, aber

schwer auf- und abzusetzen ist, oder einen Helm, der leicht auf- und absetzbar ist, aber nur schlecht sitzt. Zudem bietet der bei Helmen dieser Art zur Fixierung des Helms am Kopf des Trägers zumeist notwendige Kinnriemen ohnehin bereits unzulänglichen Halt, insbesondere im Kiefer- und Nackenbereich, was sich bei schlechtem Sitz des Helms somit noch stärker auswirkt. Dieser Nachteil wird insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten bemerkbar, wo zusätzliche Winddruckkräfte wirken und den Helm hochschieben können. Zudem können aufgrund des mangelnden Abschlusses zwischen Helm und dem vorderen Halsbereich unter den Helm eintretende Luftströmungen den Fahrkomfort beeinträchtigen, da sie unangenehme Windgeräusche und Kälte verursachen.

Kinnriemen haben auch den Nachteil, dass sie mitunter schwer zu handhaben sind, insbesondere beim Tragen von Handschuhen. Sie können auch nur schwer mit einer Hand bedient werden. Zudem werden zahlreiche Verschlusssysteme für den Kinnriemen angeboten, deren Bedienung bei Unkenntnis mitunter Schwierigkeiten bereitet. In der Praxis zeigt sich tatsächlich, dass etwa in Unfallsituationen den Sanitätskräften das Öffnen von Verschlusssystemen der Kinnriemen schwer fällt und wertvolle Zeit in Anspruch nimmt .

Es ist daher das Ziel der Erfindung einen Schutzhelm zu verwirklichen, der leicht aufsetzbar und abnehmbar ist, sowie besseren Halt bietet, insbesondere im Kiefer- und Nackenbereich. Dadurch soll vor allem auch ein Abgleiten des Helmes über den Hinterkopf, etwa im Zuge von Unfallsituationen, vermieden werden. In der für das Erfindungsgebiet gängigen Ausdrucksweise wird dies auch als „Abstreifverhalten" bezeichnet, das somit beim erfindungsgemäßen Schutzhelm verbessert werden soll. Die Erfindung soll außerdem die Verwirklichung besserer aerodynamischer und aeroakustischer Eigenschaften, sowie einen besseren Schutz gegen Wind, Schmutz und Kälte ermöglichen.

Diese Ziele werden durch die Merkmale von Anspruch 1 oder 2 erreicht. Anspruch 1 und 2 beziehen sich jeweils auf einen Schutzhelm mit einer Helmschale, die beim Gebrauch den Kopf des

Trägers mit Ausnahme des Gesichtsbereiches zumindest teilweise umgibt, einem Kinnbügel, der beim Gebrauch die unteren Teile des Gesichtsbereiches des Trägers umspannt, sowie einem vorzugsweise schwenkbar an der Helmschale angeordneten Visier zum Abdecken der Gesichtsfeldöffnung zwischen Helmschale und Kinnbügel, wobei der Kinnbügel zwei relativ zueinander bewegbare Abschnitte aufweist. Erfindungsgemäß ist gemäß Anspruch 1 vorgesehen, dass jeder der beiden Kinnbügelabschnitte an der Helmschale schwenkbar angeordnet ist, und die schwenkbare Anordnung der Kinnbügelabschnitte an der Helmschale jeweils mithilfe eines flexiblen Plattenelements erfolgt, das die Helmschale mit dem jeweiligen Kinnbügelabschnitt verbindet. Erfindungsgemäß ist gemäß Anspruch 2 vorgesehen, dass die beiden Kinnbügelabschnitte in ihren jeweils oberen Abschnitten über eine Gelenkverbindung miteinander verbunden sind. Dadurch erfolgt stets ein synchrones Schließen der beiden Kinnbügelabschnitte, auch wenn mit den Händen auf die beiden Kinnbügelabschnitte unterschiedlicher Schließdruck ausgeübt wird. Insbesondere kann durch diese Maßnahme das Schließen der Kinnbügelabschnitte auch einhändig erfolgen .

Durch die schwenkbare Anordnung der Kinnbügelabschnitte ist es zunächst möglich, vor dem Aufsetzen und Abnehmen des Helms die Helmöffnung zu erweitern, wodurch das Aufsetzen und Abnehmen erleichtert wird. Beide Kinnbügelabschnitte werden dabei in der Regel in einer Weise schwenkbar angeordnet sein, dass jeder der beiden Kinnbügelabschnitte beim Öffnen um jeweils unterschiedliche Achsen nach unten und außen verschwenkt, sodass sich die beiden Kinnbügelabschnitte beim Öffnen voneinander entfernen. Beim Schließen der Kinnbügelabschnitte bewegen sie sich wieder aufeinander zu, wodurch sich die Helmöffnung verkleinert .

Es ist aber aufgrund der erfindungsgemäßen Maßnahmen auch möglich, die Kinnbügelabschnitte konstruktiv so zu gestalten, dass nach dem Aufsetzen des Helms die Helmöffnung noch zusätzlich verkleinert wird, wodurch sich der Halt vor allem im Kinnbereich deutlich verbessert, da durch die Verschwenkbarkeit

der Kinnbügelabschnitte eine hinreichend große Helmöffnung für das Auf- und Absetzen des Helms gewährleistet ist. So kann etwa gemäß Anspruch 3 vorgesehen sein, dass die beiden Kinnbügelabschnitte jeweils in ihrem unteren Bereich eine seitlich in Richtung des Helminneren abstehende Kinnschutzfläche aufweisen. Dadurch wird beim Schließen der Kinnbügelabschnitte die Helmöffnung zusätzlich verringert, wodurch nicht nur der Halt verbessert wird, sondern auch bessere aerodynamische und aeroakustische Eigenschaften des Helms, sowie besserer Schutz gegen Wind, Schmutz und Kälte ermöglicht werden, wie noch näher ausgeführt werden wird.

Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform für die Kinnbügelabschnitte ist in Anspruch 4 vorgeschlagen. Anspruch 4 sieht vor, dass die Kinnbügelabschnitte an ihrem der Helmschale zugewandten Ende jeweils einen Befestigungsbereich aufweisen, und an ihrem der Helmschale abgewandten Ende jeweils einen Schließbereich mit einer Schließfläche, wobei die beiden Schließflächen in einer Öffnungsposition der beiden Kinnbügelabschnitte voneinander beabstandet sind, und in einer durch Verschwenken der beiden Kinnbügelabschnitte erreichbaren Schließposition aneinander anliegen.

Vorteilhaft ist dabei das Merkmal von Anspruch 5, dem zu Folge im Bereich der Schließflächen ein Schließmechanismus angeordnet ist, der die beiden Kinnbügelabschnitte in ihrer Schließposition aneinander räumlich fixiert. Der Schließmechanismus kann im Bereich der Schließflächen etwa an den nach unten orientierten Flächen angeordnet sein, und etwa als Schnalle ausgeführt sein.

Anspruch 6 sieht vor, dass eine der Schließflächen eine Nut, und die andere Schließfläche eine der Nut zugeordnete Feder aufweist, wobei in der Schließposition Nut und Feder ineinander greifen. Dadurch können Scherkräfte der beiden Kinnbügelabschnitte im Falle eines Aufpralls besser aufgenommen und die Belastung der Gelenkverbindung und des Schließmechanismus verringert werden. So kann auch das ordnungsgemäße Funktionieren des Schließmechanismus im Fall

eines Unfalls und der dadurch verursachten Belastungen auf die Kinnbügelabschnitte sichergestellt werden.

Sind die beiden Kinnbügelabschnitte gemäß Anspruch 7 in ihre Öffnungsposition vorgespannt, so schwenken die beiden Kinnbügelabschnitte etwa nach dem Öffnen des Schließmechanismus automatisch in die Öffnungsposition. Ist etwa ein flexibles Plattenelement vorgesehen, so kann die Vorspannung dadurch erreicht werden, indem sich in der Öffnungsposition das Plattenelement in seiner spannungsfreien Lage befindet, während es im Zuge der Schließbewegung in Spannung versetzt wird.

Gemäß Anspruch 8 ist vorgesehen, dass der Befestigungsbereich der beiden Kinnbügelabschnitte jeweils mit einer der Helmschale zugewandten Seitenfläche abschließt, die in der Schließposition der Kinnbügelabschnitte an einer Stützfläche der Helmschale anliegt, und in der Öffnungsposition der Kinnbügelabschnitte von der Stützfläche beabstandet ist. Durch das Abstützen der Kinnbügelabschnitte an der Helmschale in der Schließposition wird besserer Schutz bei Kräften, die von unten auf die Kinnbügelabschnitte wirken, gewährleistet. Ist insbesondere gemäß Anspruch 9 vorgesehen, dass die Seitenfläche des Befestigungsbereiches der Kinnbügelabschnitte und die Stützfläche der Helmschale jeweils stufenförmig ausgebildet sind, wobei in der Schließposition der Kinnbügelabschnitte die stufenförmigen Abschnitte ineinander greifen, können wiederum Scherkräfte zwischen Kinnbügelabschnitt und Helmschale besser aufgenommen werden.

Gemäß Anspruch 10 ist die Kinnschutzfläche auf ihrer dem Helminneren zugewandten Seite mit einer abnehmbaren Polsterung versehen. Durch die Abnehmbarkeit können etwa Polsterungen mit unterschiedlicher Dicke eingesetzt werden, sodass der Helm besser auf unterschiedliche Kopfgroßen abgestimmt werden kann. Der Sitz des Helmes wird dadurch verbessert. Außerdem kann die abnehmbare Polsterung auch leichter gereinigt werden.

Anspruch 11 sieht vor, dass die Seitenfläche des

Befestigungsbereiches entlang ihrer Längserstreckung über eine

Abschlussfläche stumpf in die Kinnschutzfläche übergeht, und sich die Abschlussfläche in der Schließposition der Kinnbügelabschnitte auf einer Halteschulter der Helmschale abstützt. Dadurch werden Kräfte, die frontal auf die Kinnbügelabschnitte wirken, vom Helm besser aufgenommen.

Werden außerdem gemäß Anspruch 12 die beiden Kinnbügelabschnitte in ihrer Schließposition vom Visier übergriffen oder liegen an der Unterkante des Visiers an, so können die Kinnbügelabschnitte unabhängig vom Visier geöffnet und geschlossen werden.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Hierbei zeigt die

Fig. 1 eine perspektivische Seitenansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schutzhelms in der geschlossenen Position der Kinnbügelabschnitte,

Fig. 2 eine perspektivische Seitenansicht der Ausführungsform von Fig. 1 in einer offenen Position der Kinnbügelabschnitte,

Fig. 3 eine perspektivische Frontalansicht eines erfindungsgemäßen Schutzhelms der Ausführungsform von Fig. 1 in der geschlossenen Position der Kinnbügelabschnitte,

Fig. 4 eine perspektivische Frontalansicht eines erfindungsgemäßen Schutzhelms der Ausführungsform von Fig. 1 in einer offenen Position der Kinnbügelabschnitte,

Fig. 5 eine Schnittansicht der Darstellung gemäß Fig. 4, bei der sich die Kinnbügelabschnitte in einer offenen Position befinden,

Fig. 6 eine Schnittansicht der Darstellung gemäß Fig. 3, bei der sich die Kinnbügelabschnitte in der geschlossenen Position befinden,

Fig. 7 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der Helmschale eines erfindungsgemäßen Schutzhelms,

Fig. 8 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der Kinnbügelabschnitte eines erfindungsgemäßen Schutzhelms für deren geschlossene Position, und

Fig. 9 einen Detailausschnitt einer perspektivischen Ansicht der Ausführungsform von Fig. 1 eines erfindungsgemäßen Schutzhelms von unten gesehen.

Zunächst wird auf die Fig. 1 Bezug genommen, die eine perspektivische Seitenansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schutzhelms mit einer Helmschale 3 und Kinnbügelabschnitten Ia, Ib (in der Fig. 1 ist nur der Kinnbügelabschnitt Ia sichtbar) zeigt, wobei sich letztere in ihrer geschlossenen Position befinden. Gemäß der gezeigten Ausführungsform sind die Kinnbügelabschnitte Ia, Ib jeweils über ein flexibles Plattenelement 2 an der Helmschale 3 befestigt . Das Plattenelement 2 ist aus einem dauerhaft flexiblen, bruch- und reißfesten Material, etwa POM (Polyoxymethylen/Polyacetal) oder PC, gefertigt, und ist jeweils an der Außenfläche der Helmschale 3 durch eine Klebe-, Niet- oder Klippverbindung befestigt. Die Fig. 1 zeigt etwa eine Befestigung mithilfe von Nietverbindungen 5. Vorzugsweise können im Interesse einer besseren Aerodynamik die Plattenelemente 2 auch in der Helmschale 3 versenkt sein, sodass sich eine stufenfreie Außenfläche ergibt. Vorzugsweise ist an der Helmschale 3 auch ein Visier 4 schwenkbar angeordnet. Im Inneren der Helmschale 3 ist außerdem in der Regel eine Polsterung 12 vorgesehen.

Die Plattenelemente 2 sind über die Helmschale 3 und die jeweiligen Kinnbügelabschnitte Ia, Ib so abgewickelt, dass sich bei den Schwenkbewegungen der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib nur parallele Spannungslinien normal zur Schwenkachse einstellen. Somit unterbleiben Verformungen der Plattenelemente 2, die nicht der Führung der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib dienen. Dadurch verringert sich die Materialbeanspruchung der Plattenelemente 2.

Außerdem werden die Befestigungselemente 5 zwischen Plattenelement 2 und Helmschale 3 bzw. Kinnbügelabschnitt Ia, Ib weniger belastet . Vorzugsweise sind die beiden Kinnbügelabschnitte Ia, Ib in ihre Öffnungsposition vorgespannt. Eine solche Vorspannung kann dadurch erreicht werden, indem sich in der Öffnungsposition das Plattenelement 2 in seiner spannungsfreien Lage befindet, während es im Zuge der Schließbewegung in Spannung versetzt wird. Es sind aber auch andere Ausführungsvarianten einer schwenkbaren Anordnung der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib an der Helmschale 3 denkbar, sofern sie eine Verschwenkbarkeit der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib zur Vergrößerung der Helmöffnung im Zuge des Übergangs von der Schließposition in die Öffnungsposition sicherstellen, und eine sichere Befestigung der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib an der Helmschale 3 garantieren.

Beide Kinnbügelabschnitte Ia, Ib werden in der Regel in einer Weise schwenkbar angeordnet sein, dass jeder der beiden Kinnbügelabschnitte Ia, Ib beim Öffnen um jeweils unterschiedliche Achsen nach unten und außen verschwenkt, sodass sich die Schwerpunkte der beiden Kinnbügelabschnitte Ia, Ib beim Öffnen voneinander entfernen. Beim Schließen der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib bewegen sie sich wieder aufeinander zu, wodurch sich die Helmöffnung verkleinert. Die durch Helmschale 3, Kinnbügelabschnitte Ia, Ib und Plattenelement 3 definierte Schwenkachse ist somit jeweils schräg orientiert, in Bezug auf die Fig. 1 verläuft sie etwa von links unten nach rechts oben.

Die Fig. 2 zeigt eine perspektivische Seitenansicht der Ausführungsform von Fig. 1 in einer offenen Position der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib. Wie bereits erwähnt wurde, ist es aufgrund der erfindungsgemäßen Maßnahmen möglich, die Kinnbügelabschnitte Ia, Ib konstruktiv so zu gestalten, dass nach dem Aufsetzen des Helms die Helmöffnung noch zusätzlich verkleinert wird, wodurch sich der Sitz des Helms vor allem im Kinnbereich deutlich verbessert, da durch die Verschwenkbarkeit der Kinnbügelabschnitte eine hinreichend große Helmöffnung für

das Auf- und Absetzen des Helms gewährleistet ist. Aus der Fig. 2 ist etwa ersichtlich, dass die beiden Kinnbügelabschnitte Ia, Ib jeweils in ihrem unteren Bereich eine seitlich in Richtung des Helminneren abstehende Kinnschutzfläche 6 aufweisen. Dadurch wird beim Schließen der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib die Helmöffnung zusätzlich verringert, da sich die Kinnschutzflächen 6 aufeinander zu bewegen, und in der Schließposition der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib schließlich bündig aneinander liegen. Dadurch wird nicht nur der Sitz des Helms verbessert, sondern auch bessere aerodynamische und aeroakustische Eigenschaften des Helms, sowie besserer Schutz gegen Wind, Schmutz und Kälte erreicht .

Die Kinnbügelabschnitte Ia, Ib werden im folgenden in einen Befestigungsbereich 7, der sich am der Helmschale 3 zugewandten Ende befindet, und in einen Schließbereich 13, der sich am der Helmschale 3 abgewandten Ende befindet, unterteilt. Der Schließbereich 13 weist jeweils eine Schließfläche 8 auf, wobei die beiden Schließflächen 8 in einer Öffnungsposition der beiden Kinnbügelabschnitte Ia, Ib voneinander beabstandet sind, und in einer durch Verschwenken der beiden Kinnbügelabschnitte Ia, Ib erreichbaren Schließposition aneinander anliegen. Schließfläche 8 kann auch noch mit einer Gummiflächendichtung (in den Fig. 1 bis 9 nicht dargestellt) zum Schutz gegen Eindringen von Wind und Nässe versehen werden.

Die beiden Kinnbügelabschnitte Ia, Ib sind in ihren jeweils oberen Abschnitten der Schließbereiche 13 außerdem über eine Gelenkverbindung 10 miteinander verbunden. Dadurch erfolgt stets ein synchrones Schließen der beiden Kinnbügelabschnitte Ia, Ib, auch wenn mit den Händen auf die beiden Kinnbügelabschnitte Ia, Ib unterschiedlicher Schließdruck ausgeübt wird. Wie bereits erwähnt wurde, kann durch diese Maßnahme das Schließen der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib auch einhändig erfolgen, da durch die Gelenkverbindung 10 eine Bewegung etwa des ersten Kinnbügelabschnitts Ia auf den zweiten Kinnbügelabschnitt Ib übertragen wird. Im Bereich der Schließflächen 8 kann auch ein Schließmechanismus 11,14 angeordnet sein, der die beiden

Kinnbügelabschnitte Ia, Ib in ihrer Schließposition aneinander räumlich fixiert. In der Fig. 2 ist eine mögliche Ausführungsform eines solchen Schließmechanismus 11,14 mithilfe eines Hebels 14 angedeutet, der mit einem Stift 11 zusammenwirkt. Ein Anheben des Hebels 14 gibt dabei den Stift 11 frei, und die beiden Kinnbügelabschnitte Ia, Ib schwenken aufgrund der Vorspannung des Plattenelements 2 in ihre Öffnungsposition. Ein solcher Hebel 14 kann dabei auch einhändig bedient werden, was besonders vorteilhaft ist, und worauf bei der Auswahl des Schließmechanismus 11,14 auch Rücksicht genommen werden sollte.

Die Gelenkverbindung 10 sollte deshalb in den jeweils oberen Abschnitten der Schließbereiche 13 angeordnet sein, da vorzugsweise jeder der beiden Kinnbügelabschnitte Ia, Ib beim Öffnen nach unten und außen verschwenken soll, sodass sich die beiden Kinnbügelabschnitte Ia, Ib beim Öffnen voneinander entfernen .

Aus der Fig. 2 ist des Weiteren ersichtlich, dass eine der Schließflächen 8 eine Nut 9 aufweist, und die andere Schließfläche 8 eine der Nut 9 zugeordnete Feder 15 (siehe etwa Fig. 4), wobei in der Schließposition Nut 9 und Feder 15 ineinander greifen. Dadurch können Scherkräfte der beiden Kinnbügelabschnitte Ia, Ib im Falle eines Aufpralls besser aufgenommen und die Belastung der Gelenkverbindung 10 und des Schließmechanismus 11,14 verringert werden. So kann auch das ordnungsgemäße Funktionieren des Schließmechanismus 11,14 im Fall eines Unfalls und der dadurch verursachten Belastungen auf die Kinnbügelabschnitte Ia, Ib sichergestellt werden.

Fig. 3 zeigt eine perspektivische Frontalansicht eines erfindungsgemäßen Schutzhelms der Ausführungsform von Fig. 1 in der geschlossenen Position der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib. In den frontalen Abschnitten der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib sind hierbei auch Lüftungsschlitze 23 ersichtlich, die eine ausreichende Ventilation des Helminneren sicherstellen und ein Beschlagen des Visiers 4 verhindern. Fig. 4 zeigt eine perspektivische

Frontalansicht eines erfindungsgemäßen Schutzhelms der Ausführungsform von Fig. 1 in einer offenen Position der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib, wobei auch die Feder 15 ersichtlich ist, die mit der Nut 9 (siehe Fig. 2) zusammenwirkt.

Die Fig. 5 und 6 zeigen jeweils eine Schnittansicht der Darstellung gemäß Fig. 4, wobei sich bei der Fig. 5 die Kinnbügelabschnitte Ia, Ib in einer offenen Position befinden, und bei der Fig. 6 in der geschlossenen Position. Die Fig. 5 und 6 zeigen außerdem auch die innere Beschichtung der Helmschale 3. Die Helmschale 3 selber stellt hierbei die äußerste Schutzhülle dar und verteilt die Kräfte beim Aufprall. Zur Herstellung der Helmschale 3 empfehlen sich duroplastische Kunststoffe, in Kunststoff eingebettete Glasfasermaterialien (GFK) , oder thermoplastische Kunststoffe, etwa Polycarbonat (PC) , Polyamid

(PA) oder Acryl-Butadien-Styrol (ABS) . Die Polsterung 12 kann sich aus einer Schutzpolsterung 12a, die im Inneren des Helms die bei einem Aufprall freigesetzte Energie abfängt und etwa aus Polystyrol (Styropor) besteht, und einer Komfortpolsterung 12b, die den Helm fest und bequem auf dem Kopf des Trägers fixiert und etwa aus Schaumstoff besteht, zusammensetzen. Auch die Kinnbügelabschnitte Ia, Ib sowie deren Kinnschutzflächen 6 sind auf den dem Helminneren zugewandten Flächen mit einer Schutzpolsterung 12a und einer Komfortpolsterung 12b versehen. Dabei ist es vorteilhaft, wenn in der Öffnungsposition der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib deren Polsterung 12 die Polsterung 12 der Helmschale 3 stufenlos fortsetzt, um das Auf- und Absetzen des Helms zu erleichtern (siehe Fig. 5) . In der Schließposition der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib liegt aber die Polsterung 12 der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib unter den Ohren des Trägers dicht an, bietet aber im Bereich der Ohren selbst genug Freiraum für angenehmen Tragekomfort und uneingeschränktes Hörempfinden . Auch das Tragen einer Brille ist dabei leicht und angenehm möglich.

(Fig. 6) . Die Polsterung 12 der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib sowie deren Kinnschutzflächen 6 ist außerdem vorzugsweise abnehmbar. Durch die Abnehmbarkeit können etwa Polsterungen 12 mit unterschiedlicher Dicke eingesetzt werden, sodass der Helm besser auf unterschiedliche Kopfgroßen abgestimmt werden kann.

Der Sitz des Helmes wird dadurch verbessert. Außerdem kann die abnehmbare Polsterung 12 auch leichter gereinigt werden. Vorzugsweise verfügt die Helmschale 3 auch über einen Nackenschutz mit entsprechender Polsterung (in den Fig. 1 bis 9 nicht dargestellt) .

In den Fig. 5 und 6 ist außerdem ersichtlich, dass der Befestigungsbereich 7 der beiden Kinnbügelabschnitte Ia, Ib jeweils mit einer der Helmschale 3 zugewandten Seitenfläche 16 abschließt, die in der Schließposition der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib an einer Stützfläche 17 der Helmschale 3 anliegt (Fig. 6), und in der Öffnungsposition der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib von der Stützfläche 17 beabstandet ist (Fig. 5) . Durch das Abstützen der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib an der Helmschale 3 in der Schließposition wird besserer Schutz bei Kräften, die von unten auf die Kinnbügelabschnitte Ia, Ib wirken, gewährleistet. Insbesondere kann die Seitenfläche 16 des Befestigungsbereiches 7 der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib und die Stützfläche 17 der Helmschale 3 jeweils stufenförmig ausgebildet sein, sodass sich in der Seitenfläche 16 ein Falz 21 ausbildet, und in der Stützfläche 17 eine Stützleiste 22. In der Schließposition der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib greifen die stufenförmigen Abschnitte ineinander, indem die Stützleiste 22 im Falz 21 zu liegen kommt (Fig. 6). Dadurch können wiederum Scherkräfte zwischen Kinnbügelabschnitte Ia, Ib und Helmschale 3 besser aufgenommen werden (Fig. 6) .

Die Fig. 7 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der Helmschale 3 eines erfindungsgemäßen Schutzhelms, wobei die Polsterung 12 weggelassen wurde. Insbesondere ist die stufenförmige Ausführung der Stützfläche 17 unter Ausbildung der Stützleiste 22 erkennbar. Im Vergleich mit der Fig. 8, die eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib zeigt, ist ersichtlich, wie die Stützleiste 22 auf den Falz 21 der Seitenfläche 16 abgestimmt ist, sodass in der geschlossenen Position der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib die Stützleiste 22 vom Falz 21 aufgenommen wird. In dieser Position liegen die

Seitenfläche 16 und die Stützfläche 17 aufeinander. Die Fig. 7 zeigt ferner, dass im Interesse einer besseren Aerodynamik die Plattenelemente 2 in einem abgestuften Bereich 18 der Helmschale 3 und der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib versenkt sein können, sodass sich eine stufenfreie Außenfläche der Helmschale 3 ergibt.

Der Fig. 8 kann des Weiteren entnommen werden, dass die Seitenfläche 16 des Befestigungsbereiches 7 entlang ihrer Längserstreckung über eine Abschlussfläche 20 stumpf in die Kinnschutzfläche 6 übergeht. Der Fig. 7 kann wiederum entnommen werden, dass die Helmschale 3 eine Halteschulter 19 aufweist. Insbesondere in der geschlossenen Position der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib stützt sich die Abschlussfläche 20 auf der Halteschulter 19 der Helmschale 3 ab. Dadurch werden Kräfte, die frontal auf die Kinnbügelabschnitte Ia, Ib wirken, vom Helm besser aufgenommen. In der Fig. 8 ist ferner deutlich ersichtlich, wie die Kinnbügelabschnitte Ia, Ib sowie deren Kinnschutzflächen 6 auf den dem Helminneren zugewandten Flächen mit einer Polsterung 12 versehen sind. Die Polsterung 12 der Kinnschutzflächen 6 kann zur Anpassung an unterschiedliche Kopfgrößen in verschiedenen Stärken ausgeführt werden und ist vorzugsweise abnehmbar. Des weiteren werden in der Regel auch an den inneren Seitenflächen der Kinnbügelabschnitte Ia, Ib Polsterungen 12 vorgesehen sein, die aber in der Fig. 8 nicht eingezeichnet ist.

Die Fig. 9 zeigt einen Detailausschnitt einer perspektivischen Ansicht der Ausführungsform von Fig. 1 eines erfindungsgemäßen Schutzhelms von unten gesehen. Dabei ist insbesondere eine mögliche Ausführungsvariante der Schließflächen 8 sowie des Schließmechanismus 11,14 ersichtlich. Wie bereits erwähnt wurde, weist eine der Schließflächen 8 eine Nut 9 auf, und die andere Schließfläche 8 eine der Nut 9 zugeordnete Feder 15 (siehe auch Fig. 2 und Fig. 4), wobei in der Schließposition Nut 9 und Feder 15 ineinander greifen. Des Weiteren ist deutlich die Gelenkverbindung 10 ersichtlich. Der Schließmechanismus 11,14 besteht in der gezeigten Ausführungsform aus einem Hebel 14, der mit einem Stift 11 zusammenwirkt. Ein Anheben des Hebels 14 gibt

dabei den Stift 11 frei, und die beiden Kinnbügelabschnitte Ia, Ib schwenken aufgrund der Vorspannung des Plattenelements 2 in ihre Öffnungsposition. Es sind aber auch andere Ausführungsformen des Schließmechanismus 11,14 denkbar, sie sollen jedenfalls robust und einfach bedienbar sein.

Mithilfe der Erfindung wird somit ein Schutzhelm verwirklicht, der leicht aufsetzbar und abnehmbar ist, sowie besseren Sitz bietet, insbesondere im Kiefer- und Nackenbereich. Dadurch wird vor allem auch das Abstreifverhalten optimiert. Der erfindungsgemäße Helm verfügt außerdem über hervorragende aerodynamische und aeroakustische Eigenschaften und bietet verbesserten Schutz gegen Wind, Schmutz und Kälte. Gemäß erster Tests des Anmelders erweist sich der erfindungsgemäße Helm als leisester Vollvisierhelm, der derzeit verfügbar ist.