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Title:
PROTECTIVE SHEET FOR A DISPLAY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2001/053074
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a sheet which is used to protect displays, especially plasma displays.The invention is essentially comprised of a sheet (1) which is made of a thermoplastic synthetic material. The surface of the sheet facing the display is provided with electric screening (2). The inventive sheet (1), when detached from the display, can be used in a plurality of ways owing to the construction thereof It is light, shatterproof and offers a wide range of design opportunities.

Inventors:
Bier, Peter (Bethelstrasse 27, Krefeld, 47800, DE)
Elschner, Andreas (Lederstrasse 6, Mülheim, 45479, DE)
Zander, Klaus (Uranusbogen 12, Mülheim, 45478, DE)
Genz, Joachim (An Holthausens Kull 15, Krefeld, 47803, DE)
Application Number:
PCT/EP2001/000090
Publication Date:
July 26, 2001
Filing Date:
January 05, 2001
Export Citation:
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Assignee:
BAYER AKTIENGESELLSCHAFT (Leverkusen, 51368, DE)
Bier, Peter (Bethelstrasse 27, Krefeld, 47800, DE)
Elschner, Andreas (Lederstrasse 6, Mülheim, 45479, DE)
Zander, Klaus (Uranusbogen 12, Mülheim, 45478, DE)
Genz, Joachim (An Holthausens Kull 15, Krefeld, 47803, DE)
International Classes:
H01J17/16; H01J29/86; (IPC1-7): B32B27/00
Attorney, Agent or Firm:
BAYER AKTIENGESELLSCHAFT (Leverkusen, 51368, DE)
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Claims:
Patentansprüche :
1. Scheibe zur Verwendung als Schutz von Displays, insbesondere PlasmaDis plays, wobei die Scheibe im wesentlichen aus einer Scheibe (1) aus einem thermoplastischen Kunststoff besteht, wobei die dem Display zugewandte Oberfläche der Scheibe (1) mit einer elektrischen Abschirmung versehen ist und wobei die dem Betrachter zugewandte Oberfläche der Scheibe (1) mit einer kratzfesten Beschichtung (3) versehen ist.
2. Scheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als elektrische Ab schirmung eine oder mehrere Schichten (2) aus TCO (Transparent Conducting Oxyde) verwendet wird.
3. Scheibe nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dass die TCOSchichten (2) auf der dem Display zugewandten Oberfläche der Glasscheibe (3) vorgesehen ist.
4. Scheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die kratzfeste Beschichtung (3) eine Beschichtung aus organisch modifizierten Silikatgläsern ist.
5. Scheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als thermoplastischer Kunststoff für die Scheibe (1) Polycarbonat verwendet wird.
6. Scheibe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Polycarbonat aus Bisphenol A hergestellt ist.
7. Scheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an die Stirnseiten der Scheibe (1) aus thermoplastischem Kunststoff Elemente (5A, 5B) zur Halterung, Verzierung od. dgl. angespritzt sind.
8. Scheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeich dass die Scheibe (1) aus thermoplastischem Kunststoff eine Stärke von 0,1 mm bis 20 mm, bevorzugt von 2 mm bis 6 mm, aufweist.
9. Scheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Betrachter zugewandte Scheibe (1) mit einer AntireflexBeschichtung (4) versehen ist.
10. Scheibe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die AntireflexBe schichtung (4) eine alternierende Beschichtung aus TiO2/Si02 Schichten ist.
Description:
Scheibe zur Verwendun ! als Schutz von Displays Die Erfindung betrifft eine Scheibe zur Verwendung als Schutz von Displays, insbe- sondere Plasma-Displays.

Mit zunehmender Entwicklung der Datenverarbeitung finden auch Displays zur An- zeige von Daten immer weitere Verwendung. Dabei werden Flachbildschirme immer beliebter. Die hierzu verwendeten Plasma-Displays werden in vielen Bereichen der Informations-und Kommunikationstechnologie eingesetzt, beispielsweise in Verbin- dung mit Monitoren für die Verwendung mit Personalcomputern, Fernsehgeräten, Telefonendgeräten, Werbeflächen zur Anzeige wechselnder Information etc.

Herkömmlich werden solche Displays verbraucherseitig mit Glasplatten geschützt, die Verwendung von Glas hat zwar einen ausreichenden Schutz des Displays zur Folge, ist jedoch nachteilig hinsichtlich seines Gewichtes, seiner Eigenempfindlich- keit (Glasbruch) und seiner eingeschränkten Formgebung.

Zur Reduzierung des Gewichts wurden insbesondere im Bereich von Fahrzeugschei- ben bereits Verbundscheiben entwickelt, welche aus mehreren einzelnen Scheiben bestehen, wobei, bei ungefähr gleich starker Scheibenstärke, ein Teil des Glases durch thermoplastische Kunststoffscheiben ersetzt wurde. So ist beispielsweise seit langem aus der DE-OS 15 94 164 eine Verbundscheibe bekannt, die aus den Schicht- stoffen Polycarbonat und Glas besteht. Dabei ist eine Grundscheibe aus hochmole- kularem thermoplastischem Polycarbonat von zwei äußeren Glasscheiben umgeben, wobei die Verbindung der Scheiben mittels einer Schicht aus thermoplastischem Polyurethan erfolgt.

Aus der US-PS 54 82 896 ist eine Schutzschicht für LED-Displays bekannt, bei der ein ultradünnes transparentes Substrat auf die LED-Anordnung laminiert wird, wobei

als ultradünnes Substrat bevorzugt Glas verwendet wird, um die eigentliche LED- Anordnung zu schützen.

Des weiteren ist aus der GB 23 35 884 A ein flexibles Substrat bekannt, das aus einer einheitlichen Verbindung von Display und Schutzschicht besteht. Auch hierbei be- steht der Aufbau der Schutzschicht aus einer Kombination von einer Glasschicht und einer Kunststoffschicht.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Scheibe zur Verwendung als Schutz von Displays, insbesondere Plasma-Displays, anzugeben, welche losgelöst vom ei- gentlichen Display vielseitig einsetzbar ist, ein geringes Gewicht aufweist, splitterfrei ist und ein hohes Maß an Designfreiheit zulässt.

Diese Aufgabe ist durch eine Scheibe gelöst, die im wesentlichen aus einer Scheibe aus einem thermoplastischen Kunststoff besteht, wobei die dem Display zugewandte Oberfläche der Scheibe mit einer elektrischen Abschirmung versehen ist und wobei die dem Betrachter zugewandte Oberfläche der Scheibe mit einer kratzfesten Be- schichtung versehen ist.

Die Kratzfestigkeit des thermoplastischen Kunststoffs kann durch eine spezielle Lackierung erreicht werden. Dazu werden Beschichtungen aus organisch modifi- zierten Silikatgläsem (Ormocere) verwendet, die dem transparenten Kunststoff eine Kratzfestigkeit verleihen, die sich mit der von Glas messen kann. Auf diese Weise wird nicht nur ein sicherer Schutz des eigentlichen Displays, sondern auch der zuge- hörigen Schutzscheibe erreicht.

Die erfindungsgemäße Scheibe lässt sich aufgrund ihres geringen Gewichtes, anders als Glas oder ein Glas/Kunststoffverbund, insbesondere für großflächige Plasma-Dis- plays einsetzen, beispielsweise für Werbeträger oder Großleinwände. Auch ist ihr Einsatz besonders geeignet für öffentlich zugängliche Displays, wie sie beispiels- weise auf Bahnhöfen, Flughäfen od. dgl. anzutreffen sind. Ein weiteres bevorzugtes

Einsatzgebiet sind gewölbte Scheiben oder Scheiben mit gebogenen Rändern, die beliebige Formen einnehmen können und bedruckbar sind. Die Splitterfreiheit der erfindungsgemäßen Scheibe bietet zum einen einen noch besseren Schutz gegen eine Beschädigung des dahinter angeordneten und nicht mit der Scheibe in Kontakt ste- henden Displays, darüber hinaus verhindert sie auch zuverlässig Verletzungen bei Beschädigungen der Scheibe.

Bevorzugt wird als elektrische Abschirmung eine oder mehrere Schichten aus einem sogenannten TCO (Transparent Contacting Oxyde) verwendet. Insbesondere hat sich die Beschichtung mit Indium-Zinnoxid (ITO) bewährt. Zur Erhöhung der elektrischen Abschirmung sind bei Verwendung von mehreren Schichten, diese eletrisch leitend miteinander verbunden.

Bevorzugt wird für die Scheibe aus thermoplastischem Kunststoff Polycarbonat ver- wendet, da Polycarbonat auch in stärkeren Scheiben mit einer extrem hohen Transpa- renz herstellbar ist. Dies gilt insbesondere dann, wenn das Polycarbonat aus Bisphe- nol A hergestellt ist. Ein solches Polycarbonat wird von der Anmelderin unter der Bezeichnung Makrolon vertrieben.

Gemäß einer weiteren Lehre der Erfindung können an die Stirnseiten der Scheibe aus thermoplastischem Kunststoff Elemente zur Halterung, Verzierung od. dgl. ange- spritzt sein. Auf diese Weise ist es möglich, beispielsweise die Halterungen zur Be- festigung der Scheibe einstückig aus thermoplastischem Kunststoff auszubilden, so dass auf zusätzliche Halteelemente, wie sie bei Glasscheiben erforderlich sind, voll- kommen verzichtet werden kann. Denkbar ist weiterhin, dass die Scheiben im Rand- bereich von einstückig angeformten Zierelementen umgeben ist, so dass der designe- rischen Gestaltung der erfindungsgemäßen Scheiben keine Grenzen gesetzt sind.

Eine weitere Lehre der Erfindung sieht vor, dass die Scheibe aus thermoplastischem Kunststoff eine Stärke von 0,1 mm bis 20 mm, bevorzugt von 2 mm bis 6 mm, auf- weist. Scheiben in dieser Stärke sind auch für die Verwendung großflächiger Dis-

plays problemlos herstellbar. Gegenüber reinen Glasscheiben lässt sich-bei ver- gleichbarer Stärke-das Gewicht der Scheibe um bis zu 50 % reduzieren.

Schließlich ist in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass die dem Be- trachter zugewandte Oberfläche der Scheibe zusätzlich zur kratzfesten Oberfläche mit einer Antireflex-Beschichtung versehen ist. Hierzu eignen sich insbesondere alternierende Beschichtungen aus Ti02/Si02.

In der lediglich bevorzugte Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnungen ist die erfindungsgemäße Scheibe näher erläutert.

In den Zeichnungen zeigen Fig. 1 eine Schichtfolge einer erfindungsgemäßen Scheibe und Fig. 2A und 2B mögliche Ausführungen des Randbereiches der erfindungsgemäßen Scheibe.

In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Scheibe 1 schematisch dargestellt. Im wesent- lichen besteht die Scheibe 1 aus einem thermoplastischem Kunststoff, bevorzugt Polycarbonat, die displayseitig zur elektrischen Abschirmung eine oder mehrere Schichten 2 aus TCO (Transparent Conducting Oxyde) aufweist, die bevorzugt aus Indium-Zinnoxid (ITO) besteht. Betrachterseitig ist die Scheibe 1 mit einer kratz- festen Beschichtung 3 Antireflex-Beschichtung 4 versehen.

Die Fig. 2A und 2B zeigen mögliche Ausführungen des Randbereichs der erfin- dungsgemäßen Scheibe 1, wobei in Fig. 2A Halteelemente 5A angedeutet sind, die unmittelbar an die Scheibe 1 angespritzt werden können, so dass auf separate Halte- bzw. Befestigungsmittel verzichtet werden kann. Fig. 2B zeigt eine mögliche Rand- form 5B, die so gewählt ist, dass die dem Betrachter zugewandte Oberfläche der

Scheibe 1 vergrößert ist und so als Bestandteil des (nicht dargestellten) Gehäuses für das zugehörige Display dienen kann.

Die erfindungsgemäße Scheibe 1 ist beliebig bedruckbar und lässt sich-Rahmen der Darstellbarkeit des Displays-in beliebigen Formen herstellen ; insbesondere der Randbereich erlaubt eine große Designfreiheit, so dass die Scheibe 1 vielfältig ein- setzbar ist.