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Patent Searching and Data


Title:
PULSE DETONATION DRIVE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/176190
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device serving for repeated production of explosions. The device comprises: an explosion chamber (11), a feed line for feeding a free-flowing explosive material, a vent opening for directed venting of a gas pressure produced by ignition of the explosive material in the explosion chamber (11), and a movable closure element (21, 31) for partial or complete closure of the vent opening (17). The device has an outlet nozzle (15) having a nozzle inlet area (13) and a nozzle outlet area (14), and has an adjustment device (23). The adjustment device (23) is designed such that, after the vent opening (17) is opened and explosion gases flow out through the outlet nozzle (15), an area ratio between the nozzle inlet area (13) and the nozzle outlet area (14) is adjusted to at least approximately correspond to an ideal area ratio for producing a maximum exit velocity of the explosion gases as a function of the pressure in the explosion chamber (11).

Inventors:
RÜEGG, Hans (Rebhaldenstrasse 3, Waltenschwil, CH-5622, CH)
Application Number:
CH2015/000077
Publication Date:
November 26, 2015
Filing Date:
May 18, 2015
Export Citation:
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Assignee:
EXPLO ENGINEERING AG (Rebhaldenstrasse 3, Waltenschwil, CH-5622, CH)
International Classes:
F23R7/00; F02B71/06; F02K1/08; F02K7/02; F02K7/06; F02K9/44; F02K9/52; F02K9/58
Foreign References:
US5797260A1998-08-25
US5941062A1999-08-24
EP1482162A12004-12-01
US4726184A1988-02-23
EP2319036A22011-05-11
US20110180020A12011-07-28
US5797260A1998-08-25
US5941062A1999-08-24
Attorney, Agent or Firm:
FREI PATENTANWALTSBÜRO AG (Postfach 1771, 8032 Zürich, CH)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

Vorrichtung zum wiederholten Erzeugen von Explosionen, insbesondere zum Antrieb eines Luftfahrzeuges, aufweisend einen Explosionsraum (1 1 ), eine Zufuhrleitung zum Zufuhren eines fliessfähigen explosionsfähigen Materials, eine Ablassöffnung zum gerichteten Ablassen eines durch Zündung des explosionsfähigen Materials im Explosionsraum ( 1 1 ) erzeugten Gasdrucks, und ein bewegliches Verschlusselement (21 , 31) zum teilweisen oder gänzlichen Verschliessen der Ablassöffnung (17),

dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Austrittsdüse (15) mit einer Düseneintrittsfläche (13) und einer Düsenaustrittsfläche (14) aufweist, sowie eine Stelleinrichtung (23), welche dazu ausgebildet ist, nach einem Öffnen der Ablassöffnung (17) und einem Ausströmen von Explosionsgasen durch die Austrittsdüse (15) ein Flächenverhältnis zwischen der Düseneintrittsfläche (13) und der Düsenaustrittsfläche (14) einzustellen, welches mindestens annähernd einem idealen Flächenverhältnis zur Erzeugung einer maximalen Austrittsgeschwindigkeit der Explosionsgase in Abhängigkeit des Drucks im Explosionsraum (1 1) folgt.

Vorrichtung gemäss Anspruch 1 , wobei ein Regelventil (21 ) zur Variation der Düseneintrittsfläche (13) angeordnet ist, und die Stelleinrichtung (23) ein Regelventilantrieb ist, welcher eine Bewegung des Regelventils (21 ) zum Einstellen der Düseneintrittsfläche (13) mindestens annähernd entsprechend dem genannten idealen Flächenverhältnis steuert.

Vorrichtung gemäss Anspruch 2, wobei das Regelventil (21 ) eine Regelventilnadel (22) aufweist, und die Düseneintrittsfläche (13) durch die Position der Regelventilnadel (22) bezüglich der Ablassöffnung (17) bestimmt ist.

4. Vorrichtung gemäss Anspruch 3, wobei die Regelventilnadel (22) eine sich zu einer Ventilspitze hin verjüngende Aussenkontur aufweist, insbesondere eine zumindest annähernd kegelförmige Aussenkontur. 5. Vorrichtung gemäss Anspruch 2 oder 3 oder 4, wobei das Regelventi! (21 ) und ein Ventilsitz (12) einen konvergent-divergenten Teil der Austrittsdüse (15) bilden.

6. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 2 bis 5, wobei die Stelleinrichtung (23) ein Antriebsmittel zum Antrieb einer Öffnungsbewegung des Regelventils

(21 ) aufweist, insbesondere indem das Antriebsmittel durch eine 1 1 i 1 fsexplo s ions Vorrichtung (231 ) realisiert ist, in welcher eine Hilfsexplosion eine Kraft, welche die Öffnungsbewegung unterstützt, erzeugt. 7. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 2 bis 6, wobei die Stelleinrichtung (23) ein Bremsmittel zum Verzögern einer Öffnungsbewegung des Regelventils (21 ) aufweist, insbesondere indem das Bremsmittel durch eine Gasdruckfeder (232) oder durch eine Nockenwelle (233) oder durch eine Gasdruckfeder (232) in Kombination mit einer Nockenwelle (233) realisiert ist.

Vorrichtung gemäss einem der vorangehenden Ansprüche, in welcher das Verschlusselement (21 , 3 1 ) dazu eingerichtet ist, die Ablassöffnung ( 17) zeitweise gänzlich zu verschliessen. 9. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 2 bis 8, in welcher das Regelventil (21 ) als Verschlusselement zum teilweisen oder gänzlichen Verschliessen der Ablassöffnung (17) wirkt.

10. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 8, aufweisend ein zusätzlich zum Regelventil (21 ) wirkendes Schliessventil (31 ), welches als Verschlusselement zum teilweisen oder gänzlichen Verschliessen der Ablassöffnung (17) wirkt.

Vorrichtung gemäss Anspruch 10, wobei das Regelventil (21 ) und das Schliessventil (3 1 ) konzentrisch zueinander angeordnet sind.

Verfahren zum wiederholten Erzeugen von Explosionen, mit der wiederholten Ausführung der folgenden Schritte:

• Zuführen eines fliessfähigen explosionsfähigen Materials in einen Explosionsraum (1 1 ), wobei eine Ablassöffnung (17) des Explosionsraums (1 1 ) mittels eines beweglichen Verschlusselements (21 , 31 ) zumindest teilweise verschlossen ist. und Erzeugen eines Überdrucks im Explosionsraum (1 1 ) bezüglich eines Umgebungsdrucks;

• Öffnen der Ablassöffnung (17);

• Zünden des explosionsfähigen Materials im Explosionsraum (1 1);

• Abführen von Explosionsgasen durch die Ablassöffnung (17) und eine Austrittsdüse (15);

• Einstellen eines Flächenverhältnisses zwischen der Düseneintrittsfläche ( 13) und der Düsenaustrittsfläche (14) der Austrittsdüse ( 15), welches mindestens annähernd einem idealen Flächenverhältnis zur Erzeugung einer maximalen Austrittsgeschwindigkeit der Explosionsgase in Abhängigkeit des sinkenden Drucks im Explosionsraum (1 1 ) folgt; und

• zumindest teilweises Verschliessen der Ablassöffnung ( 17) mittels des beweglichen Verschlusselements (21 , 31 ).

13. Verfahren gemäss Anspruch 12, wobei der Schritt des Einstellens des Flächenverhältnisses mittels eines Regelventils (21) erfolgt, welches eine Düseneintrittsfläche (13) der Austrittsdüse (15) variiert. 14, Verfahren gemäss Anspruch 12 oder 13, wobei der Schritt des Öffnens der Ablassöffnung (17) vor dem Schritt des Zündens stattfindet.

15. Verfahren gemäss Anspruch 12 oder 13 oder 14, wobei das Zünden des explosionsfähigen Materials im Explosionsraum (I I ) durch Leiten einer Explosion aus einer Hilfsexplo s ionsvorrichtung (235) durch eine Leitung (232) zum Explosionsraum (1 1 ) geschieht.

Description:
PULSDETONATIONSANTRIEB

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zum wiederholten Erzeugen von Explosionen zur Schuberzeugung, insbesondere in Luftfahrzeugen. Es sind Antriebsmaschinen bekannt, sog. Pulse Detonation Engines (PDE), bei denen anstelle einer kontinuierlichen Verbrennung unter konstantem Druck die Temperatur- und Drucksteigerung der isoc hören Verbrennung unter konstantem Volumen, d.h. durch Explosionen, verwendet wird, im Gegensatz zum Explosionsmotor, in welchem der erzeugte Druck direkt den Kolben antreibt, wird eine Maximierung der kinetischen Energie der ausströmenden Verbrennungsgase angestrebt. Es sollen also die bei der Explosion erzeugten Rauchgase zur Erzeugung von maximalem Schub auf Maximalgeschwindigkeit beschleunigt werden und für Antriebszwecke eingesetzt werden. Bekannt wurden die Holzwarth-Turbine sowie Pulsstrahltriebwerke welche mit hoher Frequenz mittels Explosionen Schub erzeugten.

US 7'062'901 zeigt gemäss einer Ausführungsform (Fig. 4) eine einzelne Detonationskammer, und eine Düse mit einer flexiblen Seitenwand. Eine Austrittsfläche und/oder eine Eintritts fläche der Düse sollen mittels einer Steuernocke variierbar sein. Ziel ist, optimale Expansion zu gewährleisten. Brauchbare Angaben zur Konstruktion einer solchen flexiblen Seitenwand liegen aber keine vor. Im Betrieb wird eine Explosionskammer unter atmosphärischem Druck mit einem explosiven Gas gefüllt und dieses gezündet. Es findet also keine Druckerhöhung vor der Zündung statt.

In der Europäischen Patentanmeldung EP 2 319 036 A2 (und ebenfalls US 201 1/1 80020 AI) wird ein Verfahren zur Erzeugung von Druckimpulsen mittels Explosionen beschrieben. Dabei wird in einem durch ein Ventil verschlossenen Behälter eine Mischung aus Oxydationsmittel und Brennstoff gezündet und eine Explosion erzeugt. Das Ventil wird kurz vor der Zündung geöffnet und die Druckwelle der Explosion kann über die Austrittsöffnung an ihren Bestimmungsort geleitet werden. Das Gerät, auch Explosionsgenerator (EG) genannt, wird heute für die Reinigung von verschmutzten Dampfkesseln eingesetzt. US 5,797,260 und die davon abgeleitete US 5,941 ,062 beschreiben einen pulsierenden Antrieb mit einem beweglichen Kolben. Durch den Druck eines zugeführten Brennstoffes wird der Kolben in Richtung einer Düse bewegt, es öffnet sich dadurch eine Zuführung zu einer Injektionskammer, die durch den Kolben von einer Brennkammer abgetrennt ist. Durch Injektionskanäle im Kolben und ein katalytisches Bett wird der Brennstoff katalytisch umgeformt, gelangt in die - J> -

Brennkammer und entzündet sich. Durch die entstehende Explosion wird der Kolben von der Düse weg zurück bewegt. Dadurch wird verstärkt Brennstoff durch die Injektionskanäle getrieben, insbesondere nachdem die Zuführung wieder verschlossen ist, wodurch der Druck in der Brennkammer stark ansteigt. Nach dem Absinken des Drucks in der Brennkammer kann sich der Zyklus wiederholen. Gemäss einer Ausführungsform (Fig. 7) kann ein Vorsprung des Kolbens den Düsenhals mehr oder weniger stark verschliessen. Dadurch könne der Betrieb des Antriebs optimiert werden, wozu aber keine weiteren Angaben gemacht werden. Eine Aufgabe der Erfindung ist, eine Vorrichtung und ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, welche eine verbesserte Umsetzung der bei der Explosion freigesetzten Energie in kinetische Energie des Rauchgases bewirken.

Diese Aufgabe lösen eine Vorrichtung und ein Verfahren mit den Merkmalen der entsprechenden unabhängigen Patentansprüche.

Die Vorrichtung dient zum wiederholten Erzeugen von Explosionen. Sie weist auf: einen Explosionsraum, eine Zufuhrleitung zum Zuführen eines fliessfähigen explosionsfähigen Materials, eine Ablassöffnung zum gerichteten Ablassen eines durch Zündung des explosionsfähigen Materials im Explosionsraum erzeugten Gasdrucks, und ein bewegliches Verschlusselement zum teilweisen oder gänzlichen Verschliessen der Ablassöffnung. Dabei weist die Vorrichtung eine Austrittsdüse mit einer Düseneintrittsfläche und einer Düsenaustrittsfläche auf. sowie eine Stelleinrichtung. Die Stelleinrichtung ist dazu ausgebildet, nach einem Öffnen der Ablassöffnung und einem Ausströmen von Explosionsgasen durch die Austrittsdüse ein Flächenver- hältnis zwischen der Düseneintrittsfläche und der Düsenaustritts fläche einzustellen, welches mindestens annähernd einem idealen Flächenverhältnis zur Erzeugung einer maximalen Austrittsgeschwindigke it der Explosionsgase in Abhängigkeit des Drucks im Explosionsraum fo lgt. Im Gegensatz zu bekannten pulsierenden Antrieben kann dank des mindestens teilweise verschliessbaren Explosionsraums ein Druck im Explosionsraum vor der Zündung erhöht werden. Der bei der Explosion entstehende Druck ist proportional zum Druck vor der Zündung. Somit entsteht durch den erhöhten Druck vor der Explosion en entsprechend höhere Druck nach der Explosion, und die Austrittsgeschwindigkeit der austretenden Explosionsgase kann um ein Vielfaches erhöht werden.

Die Erfindung realisiert eine Düse, insbesondere eine konvergent-divergente, welche gewährleistet, dass während der gesamten Ausströmzeit immer das optimale, ideale Flächenverhältnis zwischen Düsenende (Düsenaustrittsfläche) und Düsenhals (Düseneintrittsfläche) zumindest annähernd eingestellt wird.

Im Gegensatz zum bekannten Explosionsgenerator der Europäischen Patent- anmeldung EP 2 319 036 A2 wird die Umsetzung der bei der Explosion frei werdenden Energie in kinetische Energie zumindest annähernd optimiert.

In die Explosionskammer wird ein fliessfähiger, explosionsfähiger Stoff oder ein fliessfähiges, explosionsfähiges Gemisch, welches durch Vermischung von vorzugs- weise an sich nicht explosions fähigen Komponenten gebildet wird, eingeführt. Die fliessfähigen Stoffe und/oder Stoffgemische sind beispielsweise gasförmig, flüssig, puderförmig. staubförmig oder pulverförmig oder eine Mischung von solchen Komponentenstoffen. Typischerweise ist eine Komponente ein Brennstroff und eine andere Komponente ein Oxydator. Beispielsweise besteht ein Gemisch aus zwei unter Druck stehenden Gasen. Es werden hier und im Folgenden sämtliche Varianten und mögliche Kombinationen von Stoffen und Gemischen vereinfacht fliessfähiges explosionsfähiges Material genannt, ohne dass dies als Einschränkung auf einen einzelnen Stoff oder auf ein bestimmtes Gemisch zu verstehen ist. Bei isochorer Verbrennung unter konstantem Volumen werden höhere Verbrennungstemperaturen erreicht als bei der Verbrennung unter konstantem Druck. Bei explosiver Verbrennung wird zusätzlich eine enorme Drucksteigerung erzielt. Z.Bsp wird bei einer stöchio metrischen Verbrennung von Luft und Erdgas unter konstan- tem Volumen ein Druckanstieg um den Faktor 7.5 erzielt, d.h. bei einem Vordruck von 10 bar der Mischung beträgt der Spitzendruck im Explosionsraum ca. 75 bar. Bei solchen Anwendungen mit isochorer Verbrennung ist das Ziel, einen Gasstrahl zu erzeugen, der mit maximaler Geschwindigkeit den Explosionsraum verlässt. Dies ist aber bei überkritischen Überschalldüsen mit einer fixen Düsengeometrie nur für einen ganz bestimmten Druck möglich: Durch das Ausströmen der Explosionsgase aus dem Explosionsraum sinkt jedoch der Druck im Explosionsraum infolge ad iabati scher Entspannung und sinkender Dichte. An der engsten Stelle wird dabei höchstens die kritische Schallgeschwindigkeit erreicht.

Soll eine geordnete Umsetzung der Wärmeenergie in Strömungsenergie erreicht werden, so kann eine konvergent-divergente Düse (Lavaldüse) verwendet werden. Dabei wird entlang eines Stromfadens die Strömungsgeschwindigkeit von Unterschall im Explosionsraum auf Schallgeschwindigkeit im engsten Querschnitt (dem Dü Senhals) und auf Überschallgeschwindigkeit im divergenten Düsen teil beschleunigt. Im divergenten Düsenteil wird der Düsenquerschnitt kontinuierlich erweitert. Der Druck sinkt dabei ebenfalls kontinuierlich bis zum Düsenende. Die maximale Austrittsgeschwindigkeit erreicht die Strömung, wenn der Austrittsdruck =

Umgebungsdruck ist. Das ideale Flächenverhältnis £ = Ae/At zwischen Düsenende und Düsen hals berechnet sich gemäss der Formel

Dabei ist p c der Brennkammerdruck im Explosionsraum oder Düseneintrittsdruck, p e der Druck am Düsenende oder Düsenaustrittsdruck, A e die Düsenaustrittsfläche, A t die Düseneintrittsfläche, und X der Isentropenexponent.

Da der Brennkammerdruck als Folge des Ausströmens der Verbrennungsgase sinkt, müsste auch das Flächenverhäitnis £ sinken. Durch die Explosion eines stöchiometri- schen Gemisches von Luft und Wasserstoff unter beispielsweise 20 bar Vordruck bei 300 °K wird eine maximale Verbrennungstemperatur von ca 2400 °C und ein Explosionsdruck von ca 150 bar erreicht. Beim Ausströmen sinkt der Druck im Explosionsraum bis zum Druckausgleich mit der Umgebung. Um jederzeit während des Ausströmens immer die maximale Gasgeschwindigkeit am Düsenende zu erreichen, sollte das ideale Flächenverhältnis £ deshalb idealerweise gemäss obiger Formel kontinuierlich von max. 15 auf ca 2 reduziert werden, dh das Düsenflächenverhäitnis sollte idealerweise um den Faktor 7.5 variiert werden können.

Figur 3 zeigt einen entsprechenden Zeitverlauf eines Drucks p c in einer Explosionskammer und eines daraus resultierenden idealen Flächenverhältnisses £ = Ae/At.

Es soll also die Düse, beispielsweise eine konvergent-divergente Düse, gewährleisten, dass während der gesamten Ausströmzeit zumindest annähernd das optimale, ideale Flächenverhältnis zwischen Düsenende und Düsenhals eingestellt wird. Düsen üblicher Bauart, welche an Raketentriebwerken eingesetzt werden, haben eine fixe Geometrie. Da während des Betriebs die Leistung nicht verändert wird, ist es nicht notwendig, dass ihre Geometrie verstellt werden kann. Flugzeugtriebwerke mit Nachbrenner benötigen eine verstellbare Düse, da der engste Düsenquerschnitt bei Nachbrennerbetrieb vergrößert werden muss. Auch bei Gasturbinen sind verstellbare Düsen bekannt. Bei diesen Anwendungen werden die Düsen jeweils der Leistungsabgabe entsprechend verstellt aber dies immer relativ langsam, d.h. im Sekunden- bis Minutenbereich. Im Gegensatz dazu benötigt das Ausströmen aus dem Explosionsvolumen eines Impuls- oder Explosionsgenerators höchstens ein paar Millisekunden, d.h. die Düsengeometrie muss der Ausströmgeschwindigkeit und Explosionsfrequenz entsprechend sehr schnell verstellt werden können. Angestrebt werden hohe spezifische Leistungen des Generators und um dies zu erreichen sind hohe Explosionsfrequenzen notwendig, d.h. es werden Frequenzen von bis zu 50 Hz angestrebt.

Der Schub F eines Triebwerks berechnet sich zu:

F = m · W e + A e ' (p e - Pa)

wobei rh = Massenstrom im Düsenhals

w e = Düsenaustrittsgeschwindigkeit

p a = Umgebungsdruck

Eine zu kurze Düse mit zu kleinem Flächenverhältnis ί vergibt Energie, da nicht die maximale Austrittsgeschwindigkeit erreicht wird. Eine zu lange Düse mit zu grossem

Flächenverhältnis £ führt zu Überexpansion und der Schub wird durch den Gegendruck gebremst. Prinzipiell gibt es bei gegebenen Brennkammer- und Umgebungsdrücken jeweils genau ein optimales Flächenverhältnis E. In einer Ausführungsform wird diese Aufgabe gelöst durch eine ringförmige Düse mit einem roh dorm igen Aussenteil und einem konzentrischen, im wesentlichen kegelförmigen Innenteil, welche zueinander in axialer Richtung verstellbar sind. Ihre Kontur bildet jederzeit während des Ausströmens zumindest annähernd eine ideale Lavaldüse. Eine Aussengeometrie der Düse mit Hals- und Austrittsdurchmesser wird dabei vorzugsweise vorgängig festgelegt und für den maximal erreichbaren Schub ausgelegt. Der konzentrische Innenteil der Düse ist beweglich und verändert die Düsenhalsfläche oder Düseneintrittsfläche zumindest annähernd entsprechend dem idealen Flächenverhältnis.

Es gibt verschiedene konvergent-divergente Düsenformen. Gebräuchlich sind beispielsweise eine konische Düse und eine Glockendüse.

In einer Ausführungsform ist ein Regelventil zur Variation der Düseneintrittsfläche angeordnet,, und ist die Stelleinrichtung ein Regelventilantrieb, welcher eine Bewegung des Regelventils zum Einstellen der Düseneintrittsfläche mindestens annähernd entsprechend dem genannten idealen Flächenverhältnis steuert.

Es wird dabei also das gewünschte Flächenverhältnis durch Variation der Düseneintrittsfläche erreicht.

Das Regelventil kann dabei mittels einer axialen Bewegung entlang einer Längsachse der Austrittsdüse bewegt werden. Die Austrittsdüse kann im wesentlichen rotationssymmetrisch geformt sein; eine Symmetrieachse dieser Rotationssymmetrie ist dabei gleich der Längsachse.

In einer Ausführungsform weist das Regelventil eine Regelventilnadel auf, und ist die Düseneintrittsfläche durch die Position der Regelventilnadel bezüglich der Ablassöffnung bestimmt. In einer Ausführungsform weist die Regelventilnadel eine sich zu einer Ventilspitze hin verjüngende Aussenkontur auf, insbesondere eine zumindest annähernd kegelförmige Aussenkontur. In einer Ausführungsform bilden das Regelventil und ein Ventilsitz einen konvergent-divergenten Teil der Austrittsdüse.

In einer Ausführungsform weist die Stelleinrichtung ein Antriebsmittel zum Antrieb einer Öffnungsbewegung des Regelventils auf, insbesondere indem das Antriebsmittel durch eine Hilfsexplosionsvorrichtung realisiert ist, in welcher eine Hilfsexplosion eine Kraft, welche die Öffnungsbewegung unterstützt, erzeugt.

Details zum Antrieb mit einer solchen Hi lfsexp losio nsvorrichtung sind in der eingangs erwähnten EP 2 31 9 036 A2 beschrieben. Insbesondere ist gemäss einer Ausführungsform möglich, die Explosion in der Hilfsexplosionsvorrichtung mit jener in der Explosionsraum mittels einer Leitung, auch Verzögerungsleitung genannt, zu synchronisieren.

Eine weitere Kraft oder Kraftkomponente, welche die Öffnungsbewegung unterstützt, kann durch den Ri ' ickstoss der ausströmenden Explosionsgase gegen das Regelventil entstehen.

In einer Ausführungsform weist die Stelleinrichtung ein Bremsmittel zum Verzögern einer Öffnungsbewegung des Regelventils auf, insbesondere indem das Bremsmittel durch eine Gasdruckfeder oder durch eine Nockenwelle oder durch eine Gasdruckfeder in Kombination mit einer Nockenwelle realisiert ist.

Antriebsmittel und Bremsmittel können auch durch eine einzige Vorrichtung realisiert sein, beispielsweise durch einen Kurbelantrieb. Beim Einsatz einer Nockenwelle oder eines Kurbelantriebs kann ein Schwungrad zum Ausgleich einer Drehbewegung der Nockenwelle respektive des Kurbelantriebs vorliegen. In einer Ausiuhrungsform ist das Verschlusselement, dazu eingerichtet, die Ablassöffnung zeitweise gänzlich zu verschliessen. Damit ist es möglich, den Druck im Explosionsraum vor der Zündung über den Umgebungsdruck zu erhöhen.

In einer Ausführungsform wirkt das Regelventil als Verschlusselement zum teilweisen oder gänzlichen Verschliessen der Ablassöffnung. Damit ist eine einfache Konstruktion mit wenigen bewegten Teilen möglich.

In einer Ausfuhrungsform liegt ein zusätzlich zum Regelventil wirkendes Schliessventil vor, welches als Verschlusselement zum teil weisen oder gänzlichen Verschliessen der Ablassöffnung wirkt. Damit kann das Regelventil vor Verschleiss geschützt werden.

Ein Schliessventilantrieb zum Antreiben und/oder Abbremsen des Schliessventils kann in gleicher Weise wie eine der beschriebenen Ausführungsformen für den Regelventilantrieb gestaltet sein.

Das Schliessventil kann dabei mittels einer axialen Bewegung entlang der Längsachse der Austrittsdüse bewegt werden. In einer Ausführungsform sind das Regelventil und das Schliessventil konzentrisch zueinander angeordnet.

Das Schliessventil kann beispielsweise das Regelventil umschliessen und im Bereich der Ablassöffnung ein Ringventil bilden. Damit wird eine starke thermische und mechanische Beanspruchung durch das Schliessventil aufgenommen und nicht durch das Regelventil.

In anderen Ausführungsformen wird das Flächenverhältnis durch Variation der Düsenaustrittsfläche erreicht. Dies kann durch Variation der Form respektive der Kontur der Düse über die Zeit geschehen, synchron mit den wiederholten Explosionen.

In einer Ausführungsform geschieht dies durch Verschieben der Austrittsdüse oder eines Teiles der Austrittsdüse relativ zum Regelventil, insbesondere relativ zum sich verjüngenden Teil des Regelventils, also der Regelventilnadel. Es liegt dabei also vor: eine Vorrichtung gemäss mindestens einer der vorangehenden Ausführungsformen, wobei ein verstellbarer Düsenteil zur Variation der Düsenaustrittsfläche angeordnet ist, und eine Düsenverstelleinrichtung dazu eingerichtet ist, eine Bewegung des verstellbaren Düsenteils zum Einstellen der Düsenaustrittsfläche mindestens annähernd entsprechend dem genannten idealen Flächenverhältnis zu steuern. Insbesondere kann dabei der verstellbare Düsenteil in axialer Richtung relativ zum Regelventil verschoben werden. Die Düsenverstelleinrichtung kann dabei in gleicher Weise wie eine der hier beschriebenen Ausführungsformen von Regelventilantrieben oder Schliessventil- antrieben realisiert werden.

Falls auch die Düseneintrittsfläche variiert wird, ist die Änderung der Düseneintrittsfläche mit jener der Düsenaustrittsfläche koordiniert.

Das Verfahren zum wiederholten Erzeugen von Explosionen weist die wiederholte Ausführung der folgenden Schritte auf, insbesondere in der angegebenen Reihenfo lge: • Zuführen eines fliessfähigen explosionsfähigen Materials in einen Explosionsraum, wobei eine Ablassöffnung des Explosionsraums mittels eines beweglichen Verschlusselements zumindest teilweise verschlossen ist. und Erzeugen eines Überdrucks im Explosionsraum bezüglich eines Umgebungsdrucks;

• Öffnen der Ablassöffnung;

• Zünden des explosionsfähigen Materials im Explosionsraum;

• Abführen von Explosionsgasen durch die Ablassöffnung und eine Austrittsdüse;

· Einstellen eines Flächenverhältnisses zwischen der Düseneintrittsfläche und der Düsenaustrittsfläche der Austrittsdüse, welches mindestens annähernd einem idealen Flächenverhältnis zur Erzeugung einer maximalen Austrittsgeschwindigkeit der Explosionsgase in Abhängigkeit des sinkenden Drucks im Explosionsraum folgt;

· zumindest teilweises Verschliessen der Ablassöffnung mittels des beweglichen Verschlusselements.

In einer Ausführungsform findet der Schritt des Öffnens der Ablassöffnung vor dem Schritt des Zündens statt. Durch eine derart verzögerte Zündung wird eine thermische Beanspruchung des Ventilsitzes reduziert. Das Öffnen geschieht, je nach Ausführungsform, durch Öffnen des Regelventils oder des Schliessventils.

Die Verzögerung zwischen dem Öffnen der Ablassöffnung (beispielsweise durch eine Hilfsexplosion zum Antrieb des entsprechenden Ventils) und der Zündung im Explosionsraum liegt typischerweise im Bereich von Bruchteilen von Millisekunden bis wenigen Millisekunden, beispielsweise zwischen 0.1 und 10 Millisekunden, z.B. zwischen 0.5 und 1 Millisekunde.

In einer Ausführungsform geschieht das Zünden des explosionsfähigen Materials im Explosionsraum durch Leiten einer Explosion aus einer Hilfsexplosionvorrichtung durch eine Leitung zum Explosionsraum. Damit kann das folgende Problem vermieden werden: Bei Verwendung von Luft als Oxydator kann ein Übergang von einer Deflagration zur Detonation f ..Deflagration-Detonation-Time", DDT) ziemlich lange dauern und ist abhängig von der Zündenergie. Bei einer direkten Zündung der Hauptexplosion mit einer Zündkerze könnte es dabei geschehen, dass in der Explosionskammer überhaupt keine Detonation mit starkem Druckanstieg erzeugt werden kann, oder dass die DDT zu lange dauert und ein Grossteil der Druckgase schon vor der Ausbildung der Hauptexplosion den Explosionsraum verlassen haben. Wird eine Hilfsexplosionvorrichtung mit beispielsweise einer Vorexplosionskammer verwendet, und die Explosion respektive Zündung mit einer Leitung (einem Rohr) der Zündung zum Explosionsraum übertragen, so ist d ie im Explosionsraum eingebrachte Energie um ein Vielfaches höher als bei der Zündkerze und es erfolgt zuverlässig eine Detonation. Die Hilfsexplosionsvorrichtung kann in der beschriebenen Weise nur zur Zündung im Explosionsraum eingesetzt werden, oder sie kann auch als Antrieb oder Teil des Antriebs des Regelventils oder des Schliessventils dienen.

Weitere bevorzugte Ausführungsformen gehen aus den abhängigen Patentansprüchen hervor. Dabei sind Merkmale der Verfahrensansprüche sinngemäss mit den Vorrichtungsansprüchen kombinierbar und umgekehrt.

Im folgenden wird der Erfindungsgegenstand anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen, welche in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt sind, näher erläutert. Es zeigen jeweils schematisch:

Figur 1 eine Ausführungsform mit einem kombinierten Schliessventil und

Regelventil;

Figur 2 eine Ausführungsform mit einem separaten Schliessventil u d

Regelventil; Figur 3 Zeitverlauf eines Drucks in einer Explosionskammer und eines daraus resultierenden idealen Flächenverhältnisses; und

Figur 4 beispielhaft einen inneren Aufbau eines Regelventilantriebs oder

Schliessventilantriebs.

Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche oder gleich wirkende Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.

Figur 1 zeigt eine Vorrichtung zum wiederholten Erzeugen von Explosionen: Ein Explosionsraum 1 1 ist über eine Zuführleitung 16 mit einem Füllventil 18 mit einem fliessfahigen explosionsfähigen Material befüllbar, beispielsweise einem explosiven Gasgemisch. Das Material kann mit einer Zündvorrichtung 19, beispielsweise einer Zündkerze, gezündet und zur Explosion gebracht werden. In einer anderen Ausführungsform wird das Material im Explosionsraum 1 1 über eine ebenfalls mit explosionsfähigem Material gefüllte Leitung oder Verzögerungsleitung 232 durch eine von einer Hilfsexplosionskammer einer Hilfsexplosionsvorrichtung 231 ausgehende und durch die Verzögerungsleitung 232 geführte Explosion gezündet.

Ein Austritt des Explosionsraums 1 1 führt durch eine Ablassöffnung 1 7 und eine Austrittsdüse 1 5. Die Austnttsdüse 1 5 ist eine Lavaldüse, mit einem konvergenten Düsenabschnitt 151 , einem verstellbaren divergenten Düsenabschnitt 152 und einem fixen divergenten Düsenabschnitt 1 53. Die Verstellbarkeit des verstellbaren divergenten Düsenabschnitts 152 ist realisiert durch ein axial (also entlang einer Längsachse der Austrittsdüse 15) verstellbares Regelventil 21 mit einer Regelventilnadel 22. Die Regelventilnadel 22 ist im Bereich des verstellbaren divergenten Düsenabschnitts 152 angeordnet und ist sich verjüngend geformt, beispielsweise konisch. Dadurch nimmt die Düsenfläche im Bereich der Regelventilnadel 22 in Richtung der Düsenaustrittsfläche 14 hin zu, entsprechend der Abnahme eines Querschnittes der Regelventilnadel 22. In einem geschlossenen Zustand des Regelventils 21 verschliesst das Regelventil 21 an einem Ventilsitz 12 die Ablassöffnung 1 7 vollständig oder zumindest annähernd vollständig. Das Regelventil 21 kann somit auch als Schliessventi l dienen.

Bei einer Bewegung der Regelventilnadel 22 von der Düsenaustrittsfläche 14 weg nimmt an jedem Ort des verstellbaren divergenten Düsenabschnitts 152 und im Bereich der Ablassöffnung 17 der Querschnitt der Düse über die Zeit zu. Insbesondere nimmt eine Düsenhaisfläche oder Düseneintrittsfläche 13 im Bereich der Ablassöffnung 17 über die Zeit zu. Während des Füllens des Explosionsraums 1 1 mit einer explosionsfähigen Mischung aus Oxydator und Brennstoff dichtet das Regelventil 21 den Explosionsraum 1 1 gegen die Austrittsdüse 15 ab. Dadurch kann ein Überdruck erzeugt werden, mit dem wiederum ein hoher Explosionsdruck erzeugbar ist. Figur 2 zeigt eine Ausfuhrungsform mit einem separaten Schliessventil 3 1 und Regelventil 21. Die übrigen Elemente sind dieselben wie bei der Figur 1 . Diese Variante ist sinnvoll, wenn das Schliessventil 31 unabhängig vom Lavalventil oder Regelventil 21 sehr schnell bewegt werden soll Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das Regelventil 21 mit H i lle einer 231 Hilfsexplosionsvorrichtung angetrieben ist. beispielsweise wie in EP 2 319 036 A2 beschrieben. Das Schliessventil 3 1 kann separat vom Regelventil 21 bewegt werden. Ein Schliessventilantrieb 33 des Schliessventils 31 kann analog zu einem der möglichen Regelventilantriebe 23 ausgebildet sein. Die beiden Antriebe 23, 33 sind miteinander und mit einer Taktung der Explosionen im Explosionsraum 1 1 synchronisiert.

Das Schliessventil 3 1 verschliesst die Ablassöffnung 17 an einer Schl iessventilringfläche 32.

Es kann mit dem Schliessventil 3 1 sichergestellt werden, dass durch ein schnelles Öffnen vor der Zündung der Hauptexplosion nur wenig Gas durch die Austrittsdüse 15 entweicht. Damit wird eine Schwierigkeit gelöst, die bei einem kombinierten Schliess.- und Regelventil auftritt: bei einem solchen sollte gemäss einer Variante des Betriebsverfahrens das Ventil zunächst ganz und dicht geschlossen sein, dann sollte es sehr schnell öffnen, bis die optimale Düseneintrittsfläche 1 3 bei der Explosion vorliegt, und dann durch Vergrössern der Düseneintrittsfläche 13 relativ langsam dem idealen Flächenverhältnis folgen, und zuletzt wieder schnell schliessen.

Durch die Trennung der Schliessfunktion von der Regelfunktion mittels des separaten Schliessventils 3 1 und die getrennnte Bewegbarkeit der beiden Ventile kann beispielsweise das Regelventil 21 bei der Zündung schon etwas geöffnet sein, und muss nicht vorher besonders schnell bewegt werden und auf die langsamere Bewegung zum Folgen des Flächenverhältnisses abgebremst werden. Das Schliessventil 31 wiederum kann sehr schnell geöffnet werden, insbesondere durch Antrieb mittels einer Hilfsexplosion.

Der Antrieb des Regelventilantriebs 23 und oder des Schliessventilantriebs 33 kann durch irgendeine Kraft erfolgen, also beispielsweise pneumatisch, hydraulisch, durch einen Kurbelantrieb oder einen Nockenantrieb, oder mit einem (Hilfs- ) Explosionsantrieb wie in EP 2 319 036 A2 beschrieben. Es können auch mehrere Antriebsprinzipien miteinander kombiniert werden, wie beispielhaft in Figur 4 gezeigt: so kann ein (Hilfs-)Explosionsantrieb 231 mit einer Hiifs-Zündvorrichtung 235. beispielsweise einer Zündkerze, und einer I i i ! fsexplosio nskammer 236 zum ersten Beschleunigen des Regelventils 21 bei der Öffnung eingesetzt werden (Mit der Verzögerungsleitung 232 wird die Explosion zum Explosionsraum 1 1 geführt). Dann kann ein Nockenantrieb oder eine Nockenwelle 234 oder ein Kurbelantrieb zum Bremsen und/oder zur Kontrolle der Geschwindigkeit des Regelventils 21 eingesetzt werden. Die Bewegung der Nockenwelle kann mit einem separaten Antrieb, beispielsweise elektrisch oder pneumatisch oder hydraulisch etc. gesteuert und/oder mit einem Schwungrad stabilisiert sein. Ferner kann eine Gasdruckfecler 233 zum Abbremsen der Bewegung des Regelventils 21 eingesetzt werden. Dabei können der Nockenantrieb 234 respektive der Kurbelantrieb mechanisch parallel (wie in der Figur gezeichnet) oder in Serie zur Gasdruckfeder 233 angeordnet sein.

Die Vorrichtung gemäss den Figuren 1 oder 2 kann folgendermassen betrieben werden:

1 . Füllen des Explosionsraums 1 mit dem explosionsfähigen Material, beispielsweise einer Mischung aus einem Oxydator und einem Brennstoff. Das Regelventil 21 respektive das Schliessventil 31 , falls vorhanden, ist in dieser Position geschlossen, eines oder mehrere Füllventile 18 sind geöffnet. Wird Luft als Oxydator verwendet, so kann diese aus dem Kompressor einer Gasturbine, einem Speicher oder einem sonstigen druckerzeugenden Aggregat stammen. Es ist auch denkbar, dass der Staudruck eines Flugzeugs die Luft verdichtet. Bei Verwendung von reinem Sauerstoff kann dieser aus einem Drucktank stammen.

2. Kurz vor Zündung der Explosion im Explosionsraum 1 1 werden das oder die Füllventile 18 geschlossen und kann das Regelventil 21 soweit geöffnet werden, dass das Flächenverhältnis £ zwischen Düsenende und Düsenhals einem idealen Flächenverhältnis beim Druck vor der Zündung entspricht.

3. Zündung des explosionsfähigen Materials. Das Schliessventil 31 , falls vorhanden, wird geöffnet, ansonsten wird das Regelventil 21 geöffnet. Die hohe Explosionstemperatur kann es erforderlich machen, dass das entsprechende Ventil schon vor Zünden der Explosion etwas geöffnet ist. Das Ausströmen der Verbrennungsgase beginnt, und der Druck im Explosionsraum 1 1 sinkt. Nach dem Zünden wird durch einen Ventilweg, also durch Verschieben des Regelventils 21 in axialer Richtung bezüglich der Austrittsdüse 15, entsprechend einer Querschnittskontur respektive einer Kontur der Regelventilnadel 22 der Düsenhaisquerschnitt respektive die Düseneintrittsfläche 13 über die Zeit und mit dem abnehmenden Druck in der Explosionsraum 1 1 zumindest annähernd gemäss dem idealen Flächenverhältnis E eingestellt. Die Verbrennungsgase werden im Düsenhals bis Schallgeschwindigkeit beschleunigt und anschliessend im divergenten Düsenteil weiter bis zur maximal erreichbaren Überschallgeschwindigkeit beschleunigt. Das Regelventil 21 wird kontinuierlich weiter geöffnet, bis die Düseneintrittsfläche 13 komplett frei gegeben ist und das minimale

Flächenverhältnis E erreicht ist und sich der Explosionsraum 1 1 weitgehend entleert hat.

Ist das Druck- Verhältnis von Umgebungsdruck und Brennkammerdruck im Gerät unter das kritische Druckverhältnis gesunken, wird das Regelventil 21 respektive das Schliessventil 31 geschlossen und die Vorrichtung ist bereit für den nächsten Takt.