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Patent Searching and Data


Title:
PUMP FOR A MOTOR VEHICLE, HOLDING DEVICE, ASSEMBLY AND METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/020420
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a pump (1), more particularly a high-pressure fuel pump, for a motor vehicle, having: - a pump housing (2), - a housing cover (3), wherein the pump housing (2) and the housing cover (3) enclose a damper chamber (4), - a damper capsule (5), which is arranged in the damper chamber (4); and - a holding device (8) for the damper capsule (5), characterised in that the holding device (8) is formed in a single piece and arranged in the damper chamber (4), wherein the damper capsule (5) is received in the holding device (8). The invention also relates to a holding device (8), an assembly, and a method.

Inventors:
KULZER STEFAN (DE)
Application Number:
DE2019/200083
Publication Date:
January 30, 2020
Filing Date:
July 22, 2019
Export Citation:
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Assignee:
CONTINENTAL AUTOMOTIVE GMBH (DE)
International Classes:
F02M55/04; F02M37/00; F04B39/00
Foreign References:
US20130276929A12013-10-24
US20180202401A12018-07-19
JP2016079895A2016-05-16
DE102008047303A12009-08-20
DE102006027780A12007-12-20
JP5146825B22013-02-20
JP2012184757A2012-09-27
JP2012251467A2012-12-20
JP2011220196A2011-11-04
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Claims:
Patentansprüche

1. Pumpe (1), insbesondere eine Kraftstoffhochdruckpumpe, für ein Kraftfahrzeug, aufweisend:

- ein Pumpengehäuse (2),

- einen Gehäusedeckel (3), wobei das Pumpengehäuse (2) und der Gehäusedeckel (3) einen Dämpferraum (4) einschließen,

- eine Dämpferkapsel (5), die in dem Dämpferraum (4) angeordnet ist; und

- eine Haltevorrichtung (8) für die Dämpferkapsel (5), dadurch gekennzeichnet, dass

die Haltevorrichtung (8) einstückig ausgebildet und im Dämp ferraum (4) angeordnet ist, wobei die Dämpferkapsel (5) in der Haltevorrichtung (8) aufgenommen ist.

2. Pumpe (1) nach Anspruch 1, wobei die Dämpferkapsel (5) unter Vorspannung stehend in der Haltevorrichtung (8) gehalten ist, wobei die Haltevorrichtung (8) die Vorspannung aufbringt.

3. Pumpe (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Haltevorrichtung (8) einen zylinderförmigen Abschnitt (16) aufweist, der an einer dem Gehäusedeckel (3) zugewandten Seite einen Deckelabschnitt (17) aufweist, und wobei der zylinder förmige Abschnitt (16) mit einer dem Gehäusedeckel (3) abge wandten Seite am Pumpengehäuse (2) abgestützt ist und mit dem Deckelabschnitt (17) in Kontakt mit dem Gehäusedeckel (3) ist.

4. Pumpe (1) nach Anspruch 3, wobei der Deckelabschnitt (17) im Wesentlichen an eine Formgebung des Gehäusedeckels (3) angepasst ist .

5. Pumpe (1) nach Anspruch 2, wobei die Haltevorrichtung (8) zumindest ein Federelement (21) und zumindest ein Abstands- halteelement (20) aufweist, wobei die Dämpferkapsel (5) zwischen dem zumindest einen Federelement (21) und dem zumindest einen Abstandshalteelement (20) unter Vorspannung gehalten ist.

6. Pumpe (1) nach Anspruch 5 in Verbindung mit Anspruch 3 oder 4, wobei das zumindest eine Federelement (21) in dem Deckel abschnitt (17) ausgebildet ist und in Richtung des Pumpengehäuses (2) gebogen ist, und wobei das zumindest eine Abstandshal- teelement (20) an dem zylinderförmigen Abschnitt (16) ausge bildet ist und in Kontakt mit dem Pumpengehäuse (2) steht.

7. Pumpe (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Gehäusedeckel (3) eine Wölbung (19) in eine Richtung weg vom Pumpengehäuse (2) aufweist und die Haltevorrichtung (8) einen durchgehenden Mittelbereich (18) aufweist, wobei der Mittel bereich (18) in Kontakt mit dem Gehäusedeckel (3) ist, ins besondere im Bereich der Wölbung.

8. Haltevorrichtung (8) für eine Pumpe (1) nach Anspruch 1, wobei die Haltevorrichtung (8) einstückig ausgebildet ist und ein gerichtet ist, eine Dämpferkapsel (5) der Pumpe (1) aufzunehmen und in einem betriebsgemäß montierten Zustand der Pumpe (1) in einem Dämpferraum (4) der Pumpe (1) zu halten.

9. Baugruppe für eine Pumpe (1) nach Anspruch 1, wobei die Baugruppe eine Haltevorrichtung (8) nach Anspruch 8 und eine Dämpferkapsel (5) aufweist, die in der Haltevorrichtung (8) aufgenommen ist.

10. Verfahren zum Herstellen einer Baugruppe nach Anspruch 9, aufweisend die folgenden Schritte:

- Bereitstellen einer einstückigen Haltevorrichtung (8) für eine Dämpferkapsel (5), wobei die Haltevorrichtung (8) zumindest ein Federelement (21) und zumindest ein Abstandshalteelement (20) aufweist, wobei das zumindest eine Abstandshalteelement (20) in einer Montageposition ausgebildet ist, in der die Dämpferkapsel (5) in die Haltevorrichtung (8) einlegbar ist,

- Einlegen der Dämpferkapsel (8) in die Haltevorrichtung (8) derart, dass die Dämpferkapsel (8) in Kontakt mit dem zumindest einen Federelement (21) ist, - Einfedern des zumindest einen Federelements (21) durch Drücken der Dämpferkapsel (5) entgegen einer Federkraft des zumindest einen Federelements (21),

- Umformen des zumindest einen Abstandshalteelements (20) in eine Endposition derart, dass die Dämpferkapsel (5) unter Vorspannung zwischen dem zumindest einen Federelement (21) und dem zumindest einen Abstandshalteelement (20) gehalten ist.

Description:
Beschreibung

Pumpe für ein Kraftfahrzeug, Haltevorrichtung, Baugruppe und Verfahren

Es wird eine Pumpe für ein Kraftfahrzeug angegeben, insbesondere eine Kraftstoffhochdruckpumpe .

Derartige Pumpen sind aus dem Stand der Technik vielfach bekannt und werden beispielsweise in Kraftfahrzeugen eingesetzt, um Kraftstoff in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine mit hohem Druck einspritzen zu können. Derartige Pumpen sind eingerichtet, den Kraftstoff mit einem Druck zu beaufschlagen, der bei Benzinbrennkraftmaschinen beispielsweise in einem Bereich von 150 bar bis 600 bar und bei Dieselbrennkraftmaschinen bis zu 3000 bar oder mehr betragen kann. Im Betrieb der Pumpe können Druckpulsationen im Kraftstoffzufuhrsystem auftreten. Um diese Druckpulsationen zu dämpfen, ist im Niederdruckbereich der Pumpe typischerweise ein Niederdruckdämpfer vorgesehen. Solche Niederdruckdämpfer sind beispielsweise in Form von Dämpfer kapseln ausgeführt.

Eine Aufgabe, die der Erfindung zugrunde liegt, ist es, ein Konzept für eine derartige Pumpe anzugeben, welches einen verlässlichen Betrieb der Pumpe ermöglicht und zu einer einfachen Montage beiträgt.

Gemäß einem ersten Aspekt wird eine Pumpe offenbart, insbesondere eine Kraftstoffhochdruckpumpe, für ein Kraftfahrzeug. Die Pumpe weist ein Pumpengehäuse auf. Die Pumpe weist einen Gehäusedeckel auf, wobei das Pumpengehäuse und der Gehäusedeckel einen Dämpferraum einschließen. Die Pumpe weist eine Dämpferkapsel auf, die in dem Dämpferraum angeordnet ist. Die Pumpe weist weiter eine Haltevorrichtung für die Dämpferkapsel auf. Die Halte vorrichtung ist einstückig ausgebildet und im Dämpferraum angeordnet, wobei die Dämpferkapsel in der Haltevorrichtung aufgenommen ist. Durch die Ausbildung der Haltevorrichtung als einstückiges Element zum Halten der Dämpferkapsel an einer vorbestimmten Position in dem Dämpferraum kann auf die typischerweise ver wendeten, mindestens zwei separaten Halterungen oder Hal teelemente verzichtet werden. Dadurch wird die Montage der Dämpferkapsel erheblich vereinfacht, weil die Dämpferkapsel in der Haltevorrichtung gehalten ist und somit mit der Halte vorrichtung eine (Vorbau-) Gruppe bildet, die die Fixierung der Dämpferkapsel während der Montage der Pumpe sicherstellt. Bei einer mehrteiligen Haltevorrichtung ist die Montage erheblich aufwändiger, weil die beteiligten Komponenten zueinander ausgerichtet werden müssen, insbesondere während der Montage der Pumpe selbst. Da die Dämpferkapsel typischerweise vorgespannt gehalten ist, würden andererseits beim Zusammenführen der Komponenten und dem Einklemmen beziehungsweise Einfedern der Dämpferkapsel und der mehrteiligen Haltevorrichtung Schwie rigkeiten entstehen.

Durch die erfindungsgemäße Lösung wird auch dazu beigetragen, ein Verschieben oder Bewegen der Bauteile und der mehrteiligen Halterung zu vermeiden, was im schlimmsten Fall dazu führen kann, dass die Dämpferkapsel in einem nicht vorgesehenen Bereich durch Anliegen an der Haltevorrichtung, an dem Pumpengehäuse und/oder an dem Gehäusedeckel in ihrer Funktion beeinträchtigt werden kann. Bei der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung erfolgt das Verspannen der Dämpferkapsel, etwa das Einklemmen der Dämp ferkapsel in der Haltevorrichtung, nur mit einem Teil, nämlich mittels der Haltevorrichtung selbst. Die Haltevorrichtung selbst erzeugt die (minimale) Klemmkraft. Die Klemmkraft ist etwa nur durch die Geometrie der Haltevorrichtung selbst bestimmt, wodurch die Klemmkraft besser, das heißt definierter, einge stellt werden kann. Die Klemmkraft wird nicht erst durch den Zusammenbau der Haltevorrichtung mit den weiteren beteiligten Komponenten wie dem Gehäusedeckel und dem Pumpengehäuse erzeugt.

Die Haltevorrichtung ist formschlüssig zwischen dem Gehäuse deckel und dem Pumpengehäuse angeordnet. Mit anderen Worten steht die Haltevorrichtung sowohl mit dem Gehäusedeckel als auch mit dem Pumpengehäuse in Kontakt (etwa unmittelbar) und ist sicher zwischen diesen beiden Elementen in einem betriebsgemäß mon tierten Zustand der Pumpe angeordnet. Die Haltevorrichtung ermöglicht eine definierte Positionierung der Kapsel. Die Haltevorrichtung kann auch als Rückhaltevorrichtung oder Ab- standshalteeinrichtung bezeichnet werden, da sie die Dämp ferkapsel in vorbestimmten Abständen zu Gehäusedeckel und Pumpengehäuse hält. Beispielsweise ist die Haltevorrichtung mittels Umformverfahren hergestellt.

Die Dämpferkapsel ist beispielsweise durch zwei Membranen gebildet, die in einem Randbereich miteinander fest mechanisch und abdichtend verbunden sind. Beispielsweise sind die beiden Metallmembranen miteinander verschweißt. Die Haltevorrichtung ist beispielsweise ausgebildet, die Dämpferkapsel im Randbereich der beiden miteinander verbundenen Membranen zu halten und einzuklemmen. Zudem wirkt die Haltevorrichtung unterstützend hinsichtlich der Membranverbindung im Randbereich.

Gemäß einer Ausführungsform ist die Dämpferkapsel unter Vor spannung stehend in der Haltevorrichtung gehalten, wobei die Haltevorrichtung die Vorspannung aufbringt. Dies trägt zu den genannten Vorteilen und Funktionen bei. Mit anderen Worten ist die Dämpferkapsel in der Haltevorrichtung eingeklemmt oder eingespannt .

Gemäß einer Ausführungsform weist die Haltevorrichtung einen zylinderförmigen Abschnitt auf, der an einer dem Gehäusedeckel zugewandten Seite einen Deckelabschnitt aufweist. Der zylin derförmige Abschnitt ist mit einer dem Gehäusedeckel abgewandten Seite an dem Pumpengehäuse abgestützt und mit dem Deckelabschnitt im Kontakt mit dem Gehäusedeckel. Dadurch ist die Haltevor richtung sicher mechanisch zwischen dem Pumpengehäuse und dem Gehäusedeckel der Pumpe angeordnet. Durch die Ausbildung mit zylinderförmigen Abschnitt und Deckelabschnitt ist die Hal tevorrichtung zu einer Seite hin, im Betrieb dem Pumpengehäuse zugewandt, im Wesentlichen geöffnet. Über diese Seite wird die Kapsel in die Haltevorrichtung montiert.

Gemäß einer Ausführungsform ist der Deckelabschnitt der Hal tevorrichtung im Wesentlichen an eine Formgebung des Gehäu sedeckels angepasst. Das trägt zu einer guten Krafteinleitung bei der Montage des Gehäusedeckels an das Pumpengehäuse bei.

Insbesondere können somit Schwingungen und Druckpulsationen, die auf die Dämpferkapsel und somit die Haltevorrichtung einwirken, besonders gut über das Gehäuse und dem Gehäusedeckel abgeleitet werden .

Gemäß einer Ausführungsform weist die Haltevorrichtung zumindest ein Federelement und zumindest ein Abstandshalteelement auf, wobei die Dämpferkapsel zwischen dem zumindest einen Fe derelement und dem zumindest einen Abstandshalteelement unter Vorspannung in der Haltvorrichtung gehalten ist. Beispielsweise ist die Dämpferkapsel, etwa mit dem Randbereich der zwei Membranen, zwischen dem Federelement und dem Abstandshal teelement eingeklemmt. Das Abstandshalteelement kann auch als Abstandshaltelasche, als Abstandshalter oder Abstandshalter lasche bezeichnet werden. Für die Montage der Dämpferkapsel in der Haltevorrichtung ist beispielsweise das Abstandshal teelement zunächst in einer Montageposition, in welcher die Kapsel in die Haltevorrichtung eingelegt oder in dieser platziert werden kann. Für die endgültige Festlegung in der Haltevor richtung wird das Abstandshalteelement in eine Endposition gebracht, beispielsweise umgeformt, etwa umgebogen. Mit anderen Worten wird das Abstandshalteelement erst nach Platzieren der Dämpferkapsel in der Haltevorrichtung in die endgültige Lage gebracht. Diese Ausführungsform trägt zu den genannten Vorteilen und Funktionen bei und erlaubt insbesondere eine einfache und präzise Montage.

Bevorzugt weist die Haltevorrichtung mehrere, insbesondere eine Vielzahl solcher Federelemente beziehungsweise korrespondie render Abstandshalteelemente auf. Dies trägt dazu bei, dass die Dämpferkapsel besonders sicher und - hinsichtlich einer Kraftverteilung - besonders homogen in der Haltevorrichtung gehalten und aufgenommen ist.

Gemäß einer Ausführungsform ist das zumindest eine Federelement in dem Deckelabschnitt der Haltevorrichtung ausgebildet und in Richtung des Pumpengehäuses gebogen. Das zumindest eine Ab- standshalteelement ist an dem zylinderförmigen Abschnitt ausgebildet und steht in Kontakt (etwa unmittelbar) mit dem Pumpengehäuse. Beispielsweise ist das Abstandshalteelement aus dem zylinderförmigen Abschnitt herausgeformt, etwa nach innen, zu einer Mitte der Haltevorrichtung hin, gebogen. Dies ermöglicht eine besonders wirksame Form der Haltevorrichtung.

Gemäß einer Ausführungsform weist der Gehäusedeckel eine Wölbung in eine Richtung weg von dem Pumpengehäuse auf und die Hal tevorrichtung weist einen durchgehenden Mittelbereich auf, wobei der Mittelbereich im Kontakt mit dem Gehäusedeckel ist, ins besondere im Bereich der Wölbung. Der Mittelbereich ist ins besondere ein im Wesentlichen vollflächig ausgebildeter Bereich der Haltevorrichtung. Mit anderen Worten sind in dem Mittel bereich keine Ausnehmung oder Durchbrüche gebildet. Mit dem Mittelbereich ist die Haltevorrichtung insbesondere im Kontakt (etwa unmittelbar) mit einer Mitte oder einem entsprechenden Mittelbereich des Gehäusedeckels. Die Kontaktstelle zwischen der Haltevorrichtung und dem Gehäusedeckel ist somit an einer Stelle des Gehäusedeckels, an dem im Betrieb aufgrund von Schwingungen und Druckpulsationen in der Regel eine maximale Deformation stattfindet. Durch die gewölbte Ausbildung und den Kontakt in diesem Bereich mit der Halterung wird eine Gesamtsteifigkeit des Systems erhöht und Schwingungen können wirksam reduziert werden.

Gemäß einem weiteren Aspekt wird eine Haltevorrichtung für eine Pumpe gemäß einer der obigen Ausführungsformen offenbart. Die Haltevorrichtung ist einstückig ausgebildet und eingerichtet, eine Dämpferkapsel der Pumpe aufzunehmen und in einem be triebsgemäß montierten Zustand der Pumpe in einem Dämpferraum der Pumpe zu halten. Die Haltevorrichtung ermöglicht im Wesentlichen die vorgenannten Vorteile und Funktonen. Die im Zusammenhang mit der Pumpe beschriebenen Ausführungsformen sind analog auf die Halte vorrichtung anwendbar.

Gemäß einem weiteren Aspekt wird eine Baugruppe für eine Pumpe gemäß einer der obigen Ausführungsformen beschrieben. Die Baugruppe weist eine Haltevorrichtung und eine Dämpferkapsel auf, die in der Haltevorrichtung aufgenommen ist.

Die Baugruppe ermöglicht im Wesentlichen die vorgenannten Vorteile und Funktionen. Insbesondere kann die durch die Haltevorrichtung und die Dämpferkapsel gebildete Baugruppe einfach in einer Hochdruckpumpe montiert werden, ohne dass aufwändige Justagemaßnahmen vonnöten sind. Die obigen Aus führungen zu entsprechenden Weiterbildungen der Pumpe gelten analog auch für die Baugruppe.

Gemäß einem weiteren Aspekt wird ein Verfahren zum Herstellen einer oben beschriebenen Baugruppe offenbart. Das Verfahren weist die folgenden Schritte auf:

- Bereitstellen einer einstückigen Haltevorrichtung für eine Dämpferkapsel, wobei die Haltevorrichtung zumindest ein Fe derelement und zumindest ein Abstandshalteelement aufweist, wobei das zumindest eine Abstandshalteelement in einer Mon tageposition ausgebildet ist, in der die Dämpferkapsel in die Haltevorrichtung einlegbar ist,

- Einlegen der Dämpferkapsel in die Haltevorrichtung derart, dass die Dämpferkapsel in Kontakt mit dem zumindest einen Federelement ist,

- Einfedern des zumindest einen Federelements durch Drücken der Dämpferkapsel entgegen einer Federkraft des zumindest einen Federelements, und

- Umformen, etwa Umbiegen, des zumindest einen Abstandshal- teelements in eine Endposition derart, dass die Dämpferkapsel unter Vorspannung zwischen dem zumindest einen Federelement und dem zumindest einen Abstandshalteelement gehalten ist. Das Verfahren ermöglicht im Wesentlichen die vorgenannten Vorteile und Funktionen. Die oben erläuterten Weiterbildungen gelten analog beziehungsweise sinngemäß auch für das Verfahren.

Die Montageposition des Abstandshalteelements bedeutet, dass die Kapsel ohne durch das Abstandshalteelement behindert zu werden in die Haltevorrichtung eingelegt werden kann. Etwa bei einer Ausführungsform der Haltevorrichtung mit zylinderförmigen Abschnitt und Deckelabschnitt ist das Abstandshalteelement derart ausgebildet, dass die Kapsel an der offenen Seite in die Haltevorrichtung eingelegt werden kann, ehe später das Ab standshalteelement umgeformt wird, um die Kapsel gegen das Federelement zu sichern.

Für das Einfedern des Federelements durch Drücken der Dämp ferkapsel können ein oder mehrere Montagehilfsmittel verwendet werden. Diese können beispielsweise helfen, die Lage der Dämpferkapsel zum Abstandshalteelement bei der Montage si cherzustellen, bis dieses in die Endposition (plastisch) um geformt ist.

Weitere Vorteile, Merkmale und Weiterbildungen ergeben sich aus der nachfolgenden, in Verbindung mit den Figuren erläuterten Beschreibung eines Ausführungsbeispiels. Gleiche, gleichartige und gleich wirkende Elemente können figurenübergreifend mit den gleichen Bezugszeichen versehen sein.

Es zeigen:

Figur 1 eine schematische Teilschnittansicht einer Pumpe, und

Figur 2 eine schematische, perspektivische Ansicht einer Haltevorrichtung für eine Dämpferkapsel gemäß einem Ausfüh rungsbeispiel der Erfindung,

Figuren 3 und 4 schematische Teilschnittansichten einer Pumpe mit der Haltevorrichtung gemäß Figur 2, und Figur 5 ein schematisches Ablaufdiagramm zur Herstellung einer Baugruppe aus der Haltevorrichtung und einer Dämpfer kapsel .

Figur 1 zeigt eine schematische Teilschnittansicht einer Pumpe 1, insbesondere einer Hochdruckpumpe, für ein Kraftfahrzeug . Die Pumpe 1 ist insbesondere ausgebildet, Drücke von 350 bar oder mehr bereitzustellen. Die Pumpe 1 ist ausgebildet, Kraftstoff aus einem Kraftstofftank (allgemein aus einem Niederdruckbereich) mit einem Druck zu beaufschlagen, um diesen nachfolgend in ein oder mehrere Brennräume einer Brennkraftmaschine einzuspritzen.

Die Pumpe 1 weist ein Pumpengehäuse 2 und einen Gehäusedeckel 3 auf. Gehäusedeckel 3 und Pumpengehäuse 2 sind fluiddicht me chanisch verbunden und schließen einen Dämpferraum 4 ein. In dem Dämpferraum 4 ist eine Dämpferkapsel 5 angeordnet. Die Dämp ferkapsel 5 ist durch zwei metallische Membranen 6 gebildet, die in einem Randbereich 7 miteinander verbunden, insbesondere stoffschlüssig durch Schweißen verbunden, sind. Die Dämpfer kapsel 5 ist im Inneren mit einem Druck beaufschlagt. Die Dämpferkapsel 5 ist eingerichtet die eingangs erwähnte

Druckpulsationen zu dämpfen. Hierzu ist die Dämpferkapsel 5 durch eine Haltevorrichtung 8, die durch zwei ringförmige, federnde Halteelemente gebildet ist, an einer vorbestimmten Position in dem Dämpferraum 4 gehalten. Die Haltevorrichtung 8 fungiert insbesondere auch als Abstandshalteelement , so dass die

Dämpferkapsel 5 in Abstand zu Gehäusedeckel 3 und Pumpengehäuse 2 angeordnet ist. Die Pumpe 1 weist einen Zulauf 9 in Form eines Anschlussstutzens, etwa einer Tülle, auf, der in einen im Gehäusedeckel 3 angeordneten Fluideinlass 10 mündet. Die Pumpe 1 weist zudem einen Fluidauslass 11 aus dem Dämpferraum 4 auf, der in einen Ablaufkanal 12 mündet.

In einem betriebsgemäßen Zustand strömt über den Zulauf 9 und den Fluideinlass 10 Fluid, etwa Kraftstoff, aus dem Niederdruck bereich in den Dämpferraum 4 ein. Das Fluid strömt durch die Haltevorrichtung 8 (siehe Öffnungen) und um die Dämpferkapsel 5 herum zum Fluidauslass 11 und über den Ablaufkanal 12 zu einem Einlassventil 13. In Strömungsrichtung hinter dem Einlassventil 13 folgt ein Kolben, über welchen das Fluid in einem Kolbenraum mit Druck beaufschlagt wird und über ein Auslassventil 14 einem Hochdruckbereich, beispielsweise einem Common Rail, zugeführt wird. Die Strömungsrichtung vom Zulauf 9 zum Fluidauslass 11 ist über die beiden Pfeile zusätzlich angedeutet. Im Zulauf 9, etwa im Bereich des Fluideinlasses 10, ist beispielsweise ein Filterelement 15 angeordnet.

Anhand der Figuren 2 bis 4 wird eine verbesserte Haltevorrichtung für eine Pumpe 1 beschrieben.

Figur 2 zeigt in einer schematischen, perspektivischen Ansicht die verbesserte Haltevorrichtung 8. Im Gegensatz zu der anhand von Figur 1 beschriebenen Haltevorrichtung ist die Haltevor richtung 8 gemäß Figur 2 einstückig ausgebildet. Die Halte vorrichtung 8 weist einen zylinderförmigen Abschnitt 16 auf, an dessen einen Seite ein Deckelabschnitt 17 anschließt. Der Deckelabschnitt 17 hat einen durchgehenden Mittelbereich 18, das heißt einen Bereich, in welchem der Deckelabschnitt 17 im Wesentlichen vollflächig und ohne Ausnehmungen ausgebildet ist.

Figuren 3 und 4 zeigen Detailschnittansichten einer Pumpe 1 mit der Haltevorrichtung 8 gemäß Figur 2, wobei die Pumpe 1 ansonsten analog zu Figur 1 aufgebaut sein kann. Es sei erwähnt, dass der Fluideinlass 10 nicht im Gehäusedeckel 2 angeordnet ist wie bei der Pumpe 1 nach Figur 1. Figuren 3 und 4 zeigen, dass der Gehäusedeckel 3 eine Wölbung 18 zu einer Mitte hin aufweist. Die Wölbung 19 erstreckt sich in einer Richtung weg von dem Pum pengehäuse 2. Der Deckelabschnitt 17 der Haltevorrichtung 8 ist in seiner Formgebung an die Formgebung des Gehäusedeckels 3, das heißt an die Wölbung 19, angepasst. Insbesondere ist der De ckelabschnitt 17 mit dem Mittelbereich 18 im Kontakt mit einem entsprechenden Mittelbereich 22 des Gehäusedeckels 3.

Wie insbesondere in Figur 2 zu erkennen ist, sind in dem zy linderförmigen Abschnitt 16 ringförmig umlaufend Abstands- halteelemente 20 vorgesehen. Im Deckelabschnitt 17 weist die Haltevorrichtung zu den Abstandshalteelementen 20 korrespon dierende, ebenfalls ringförmig umlaufende Federelemente 21 auf. Die Federelemente 21 sind laschenförmig ausgebildet und nach innen leicht gebogen. Die Abstandshalteelemente 20 sind ebenfalls nach innen, radial gebogen. Mittels der Federelemente 21 und der Abstandshalteelemente 20 ist die Dämpferkapsel in der Haltevorrichtung 8 aufnehmbar, wie insbesondere anhand der Figuren 3 und 4 verdeutlicht ist.

Die Dämpferkapsel 5 ist im Randbereich 7 zwischen den Fe derelementen 21 und den Abstandshalteelementen 20 eingeklemmt. Mit anderen Worten werden durch die Federelemente 21 Federkräfte auf die Dämpferkapsel 5 gegen die Abstandshalteelemente 20 aufgebracht, sodass diese vorgespannt ist. Die Dämpferkapsel 5 ist somit mechanisch sicher unter Vorspannung stehend in der Haltevorrichtung 8 aufgenommen.

Durch die beschriebene Haltevorrichtung 8 werden die eingangs genannten Vorteile und Funktionen ermöglicht. Insbesondere kann die Dämpferkapsel 5 zusammen mit der Haltevorrichtung 8 als eine vormontierte Baugruppe in dem Dämpferraum 4 zwischen Pumpen gehäuse 2 und Gehäusedeckel 3 montiert werden. In dem montierten Zustand stützt sich die Haltevorrichtung 8 mit dem zylinder förmigen Abschnitt 16 und insbesondere den Abstandshalteele menten 20 direkt an dem Pumpengehäuse 2 ab, während sie sich wie bereits beschrieben mit dem Deckelabschnitt 17 direkt am Ge häusedeckel 3 abstützt. In dem montierten Zustand ist somit die Haltevorrichtung 8 zwischen Gehäusedeckel 3 und Pumpengehäuse 2 festgelegt. Dadurch ist auch die Dämpferkapsel 5 mittelbar an ihrer gewünschten Position gehalten. Die aufwändigen Justa gemaßnahmen bei mehrteiligen Haltevorrichtungen können somit entfallen. Das Verspannen der Dämpferkapsel 5 erfolgt lediglich über die einstückige Haltevorrichtung 8, wobei die aufzu bringende Klemmkraft lediglich durch die Geometrie und Aus gestaltung der Haltevorrichtung 8 selbst bestimmt ist. Anhand des schematischen Ablaufdiagramms der Figur 5 wird die Herstellung der Haltevorrichtung 8 gemäß Figuren 2 bis 4 be schrieben .

In einem ersten Schritt S1 wird die Haltevorrichtung 8, wie in Figur 2 gezeigt, bereitgestellt, wobei die Abstandshalteelemente

20 noch nicht radial nach innen gebogen sind, sondern sich in einer Montageposition befinden, sodass die Dämpferkapsel 5 in die Haltevorrichtung 8 über die nach unten geöffnete Seite der Haltevorrichtung 8 eingelegt werden kann.

In einem nächsten Schritt S2 wird die Dämpferkapsel 5 so eingelegt, dass diese in direkten Kontakt mit den Federelementen

21 im Inneren der Haltevorrichtung 8 tritt.

In einem nächsten Schritt S3 wird die Dämpferkapsel 5 weiter so gegen die Federelemente 21 gedrückt (eingefedert) , dass die Federelemente 21 entgegen einer Federkraft nach außen gebogen werden, d.h. in Richtung Deckelabschnitt 17.

In einem nächsten Schritt S4 werden die Abstandshalteelemente 20 in die in Figur 2 bis 4 gezeigte Endposition gebogen, sodass die Dämpferkapsel 5 zwischen den Abstandshalteelementen 20 und den Federelementen 21 unter Vorspannung stehend gehalten ist. Dabei kann die im Schritt des Drückens und Einfederns aufgebrachte Kraft auf die Dämpferkapsel 5 wieder weggenommen werden.