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Title:
PYROTECHNIC ACTUATOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/010562
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to an actuator comprising an actuator element that is movably mounted on an actuator housing, a pyrotechnic pressure element for moving the actuator element, and a control means for controlling a force which is applied by the pressure element to the actuator element in order to move the same.

Inventors:
Bretfeld, Anton (Kreutzsteinweg 28, Fürth, 90765, DE)
Albrecht, Uwe (Borsigstrasse 5, Nürnberg, 90478, DE)
Lang, Bernhard (Ahornstrasse 11, Feucht, 90537, DE)
Application Number:
PCT/EP2005/007987
Publication Date:
February 02, 2006
Filing Date:
July 21, 2005
Export Citation:
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Assignee:
DELPHI TECHNOLOGIES, INC. (P.O. Box 5052, Troy, MI, 48007, US)
Bretfeld, Anton (Kreutzsteinweg 28, Fürth, 90765, DE)
Albrecht, Uwe (Borsigstrasse 5, Nürnberg, 90478, DE)
Lang, Bernhard (Ahornstrasse 11, Feucht, 90537, DE)
International Classes:
F15B15/19
Attorney, Agent or Firm:
MANITZ, FINSTERWALD & PARTNER GBR (Postfach 31 02 20, München, 80102, DE)
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Claims:
Ansprüche
1. Aktor mit einem an einem Aktorgehäuse (10) beweglich gelagerten Aktorelement (24), einem pyrotechnischen Druckelement (12) zum Bewegen des Aktorelements (24) und einem Steuermittel (40, 42) zum Steuern einer zum Bewegen des Aktorelements (24) durch das Druckelement (12) auf das Aktorelement (24) ausgeübten Kraft.
2. Aktor nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass das Steuermittel (40, 42) zwischen dem Druckelement (12) und dem Aktorelement (24) angeordnet ist.
3. Aktor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass das Steuermittel eine Blende (40, 42) umfasst.
4. Aktor nach Anspruch 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die Blende (40, 42) in ein Distanzmittel (16) für das Druckele¬ ment (12) integriert ist.
5. Aktor nach Anspruch 3 oder 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die Blende eine Öffnung (42) in einem Distanznapf (16) für das Druckelement (12) und insbesondere in einem Boden (40) des Dis¬ tanznapfs (16) umfasst.
6. Aktor nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass eine Verdammung für das Druckelement (12) vorgesehen ist.
7. Aktor nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass ein Verdämmelement (48) zwischen dem Aktorelement (24) und dem Aktorgehäuse (10) angeordnet ist.
8. Aktor nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass das Aktorelement (24) durch ein Verdämmelement (48) in einer Ausgangslage fixiert ist.
9. Aktor nach Anspruch 7 oder 8, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass das Verdämmelement (48) einen Scherabschnitt (50) aufweist, welcher mit dem Aktorgehäuse (10) derart zusammenwirkt, dass ei¬ ne wesentliche Bewegung des Aktorelements (24) relativ zu dem Ak torgehäuse (10) erst nach einem Abscheren des Scherabschnitts (50) von dem Verdämmelement (48) möglich ist.
10. Aktor nach Anspruch 9, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass sich der Scherabschnitt (50) in einer Ausgangslage des Aktor¬ elements (24) an einer Schulter (46) des Aktorgehäuses (10) ab¬ stützt.
11. Aktor nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass eine Halteeinrichtung vorgesehen ist, um das Aktorelement (24) nach einer Bewegung durch das Druckelement (12) in einer Endlage zu halten.
12. Aktor nach Anspruch 11, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die Halteeinrichtung eine Rändelung (54) des Aktorelements (24) umfasst, die bei einer Bewegung des Aktorelements (24) in eine Bohrung (30) des Aktorgehäuses eingepresst wird.
13. Aktor nach Anspruch 11 oder 12, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die Halteeinrichtung eine selbsthemmende Schrägfläche (56) des Aktorgehäuses (10) umfasst, in der sich das Aktorelement (24) bei seiner Bewegung verklemmt.
14. Aktor nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass das Aktorelement (24) durch einen in dem Aktorgehäuse ( 10) verschiebbar gelagerten Kolben (24) gebildet ist.
Description:
Pyrotechnischer Aktor

Die Erfindung betrifft einen Aktor mit einem an einem Aktorgehäuse beweglich gelagerten Aktorelement und einem pyrotechnischen Druckele¬ ment zum Bewegen des Aktorelements.

Ein derartiger Aktor ist grundsätzlich bekannt und wird beispielsweise zur Unterbrechung von elektrischen Verbindungen oder zur Einleitung oder Auslösung schneller Schaltvorgänge eingesetzt, z.B. im Kraftfahrzeug- Sicherheitsbereich.

Das pyrotechnische Druckelement, welches im Falle einer elektrischen Aktivierung auch als pyroelektrischer Anzünder bezeichnet wird, hat neben einer besonders raschen Kraftentfaltung den Vorteil, dass die zum Bewegen des Aktorelements benötigte Energie mittels geeigneter chemi¬ scher Stoffe über einen langen Zeitraum drucklos gespeichert und bei Bedarf mittels einer vergleichsweise geringen elektrischen oder mechani¬ schen Energie freigesetzt werden kann.

Eine Aktivierung des Druckelements löst eine Umsetzung der chemischen Stoffe aus und führt zur Erzeugung eines Druckimpulses, durch welchen das Aktorelement relativ zum Aktorgehäuse bewegt wird, z.B. aus diesem heraus geschoben wird. Da die Beaufschlagung des Aktorelements sehr plötzlich erfolgt, wird das Aktorelement in kurzer Zeit und unkontrolliert aus einer Ausgangslage in eine Endlage bewegt. Diese schnelle und unkontrollierte Bewegung des Aktorelements erweist sich bei solchen Anwendungen als nachteilig, bei denen der Bewegungs¬ vorgang des Aktorelements über eine gewisse Zeit andauern soll und/ oder ein Prellen des Aktorelements vermieden werden muss, z.B. bei Ver- bzw. Entriegelungsvorgängen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen pyrotechnischen Aktor zu schaffen, bei dem die Bewegung des Aktorelements kontrolliert erfolgt.

Zur Lösung der Aufgabe ist ein Aktor mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vorgesehen.

Der erfindungsgemäße Aktor umfasst ein an einem Aktorgehäuse beweg¬ lich gelagertes Aktorelement, ein pyrotechnisches Druckelement zum Bewegen des Aktorelements und ein Steuermittel zum Steuern einer zum Bewegen des Aktorelements durch das Druckelement auf das Aktorele¬ ment ausgeübten Kraft.

Durch das Steuermittel lässt sich die bei einer Auslösung des Druckele- ments auf das Aktorelement ausgeübte Kraft so einstellen, dass die Bewe¬ gung des Aktorelements mit einer gewünschten Geschwindigkeit erfolgt. Insbesondere ist das Steuermittel derart einstellbar, dass die Bewegung des Aktorelements über einen gewünschten Zeitraum erfolgt und/ oder ein Prellen des Aktorelements vermieden wird. Durch das Steuermittel ist also eine definierte Bewegung des Aktorelements vorgebbar und eine Anpas¬ sung des Aktors an seinen jeweiligen Einsatzbereich möglich.

Vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Steuermittel zwischen dem Druckelement und dem Aktorelement angeordnet. Dadurch wird erreicht, dass sich der durch das pyrotechnische Druckelement erzeugte Gasdruck nicht schlagartig, sondern ansteigend vor einer zu beaufschla- genden Fläche des Aktorelements aufbaut. Dies trägt zu einer noch kon- trollierteren Bewegung des Aktorelements bei.

Vorteilhafterweise umfasst das Steuermittel eine Blende. Diese stellt eine besonders einfache Form eines Steuermittels dar. Bei einer Aktivierung des Druckelements entsteht vor der Blende, d.h. auf der Druckelementsei¬ te der Blende, ein Hochdrucksystem und hinter der Blende, d.h. auf der Aktorelementseite der Blende, ein Niederdrucksystem. Durch eine geeigne¬ te Wahl des Blendenquerschnitts kann der Druckaufbau im Niederdruck¬ system, d.h. der Druckanstiegsgradient, und somit letztlich, die auf das Aktorelement wirkende resultierende Kraft eingestellt werden. Der Quer¬ schnitt der Blende bildet mit anderen Worten einen Steuerparameter des Steuermittels.

Bevorzugt ist die Blende in ein Distanzmittel für das Druckelement integ- riert. Das Distanzmittel dient zur korrekten Positionierung des Druckele¬ ments in dem Aktorgehäuse. Durch die gleichzeitige Integration der Blen¬ de erfüllt das Distanzmittel eine Doppelfunktion, wodurch die Anzahl der Bauteile reduziert und der Aufbau des Aktors vereinfacht ist.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist eine Verdammung für das Druckelement vorgesehen. Die Verdammung bewirkt im Falle einer Akti¬ vierung des Druckelements eine gleichmäßigere Umsetzung der im Druck¬ element enthaltenen chemischen Stoffe und führt somit zu einem gleich¬ mäßigeren Gasdruck. Letztlich wird dadurch eine gleichmäßigere Beauf- schlagung des Aktorelements und folglich eine noch kontrolliertere Bewe¬ gung des Aktorelements erreicht.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Aktorelement durch ein Verdämmelement in einer Ausgangslage fixiert. Das Verdämmelement erfüllt eine Doppelfunktion, indem es einerseits eine Verdammung für das Druckelement bildet und andererseits für eine Fixierung des Aktorele¬ ments sorgt. Dadurch ist der Aufbau des Aktors noch weiter vereinfacht.

Bevorzugt weist das Verdämmelement einen Scherabschnitt auf, welcher mit dem Aktorgehäuse derart zusammenwirkt, dass eine wesentliche Bewegung des Aktorelements relativ zu dem Aktorgehäuse erst nach einem Abscheren des Scherabschnitts von dem Verdämmelement möglich ist. Beispielsweise kann sich der Scherabschnitt in einer Ausgangslage des Aktorelements an einer Schulter des Aktorgehäuses abstützen.

Aufgrund des Scherabschnitts wird das Aktorelement bei einer Aktivie¬ rung des Druckelements nicht sofort in Bewegung versetzt, sondern es muss sich an der zu beaufschlagenden Seite des Aktorelements zunächst ein Druck aufbauen, der ausreicht, um den Scherabschnitt des Ver- dämmelements abzuscheren. Auf diese Weise wird eine Kraftschwelle geschaffen, unterhalb der keine Bewegung des Aktorelements erfolgt. Dadurch ist sichergestellt, dass die Kraft, mit welcher das Aktorelement beaufschlagt wird und die das Aktorelement seinerseits aufbringen kann, eine Mindestkraft nicht unterschreitet.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist eine Halteein¬ richtung vorgesehen, um das Aktorelement nach einer Bewegung durch das Druckelement in einer Endlage zu halten. Die Halteeinrichtung be- wirkt, dass das Aktorelement nach einer Auslösung des Aktors nicht einfach aus seiner Endlage wieder in seine Ausgangslage zurückgeführt werden kann. Die Bewegung des Aktorelements ist mit anderen Worten irrreversibel.

Die Halteeinrichtung kann eine Rändelung des Aktorelements umfassen, die bei einer Bewegung des Aktorelements in eine Bohrung des Aktorge¬ häuses eingepresst wird. Alternativ oder zusätzlich kann die Halteeinrich¬ tung eine selbsthemmende Schräge des Aktorgehäuses umfassen, in der sich das Aktorelement bei seiner Bewegung verklemmt. Beide Varianten stellen eine besonders einfache Form einer Halteeinrichtung für das Aktorelement dar und tragen somit zu einem einfachen Aufbau des Aktors bei.

Bevorzugt ist das Aktorelement durch einen in dem Aktorgehäuse ver- schiebbar gelagerten Kolben gebildet. Grundsätzlich sind aber auch ande¬ re Ausbildungen des Aktorelements denkbar, z.B. könnte das Aktorele¬ ment hebelartig ausgebildet sein und im Falle einer Auslösung des Druck¬ elements ver schwenkt werden.

Nachfolgend wird die Erfindung rein beispielhaft anhand vorteilhafter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 eine Querschnittsansicht einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Aktors in einem Ausgangszustand;

Fig. 2 eine Querschnittansicht des Aktors von Fig. 1 in einem ausge¬ lösten Zustand; Fig. 3 eine Querschnittsansicht einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Aktors in einem Ausgangszustand;

Fig. 4 eine Querschnittsansicht des Aktors von Fig. 3 in einem ausgelösten Zustand;

Fig. 5 eine Querschnittsansicht einer dritten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Aktors in einem Ausgangszustand;

Fig. 6 eine Querschnittsansicht des Aktors von Fig. 5 in einem ausgelösten Zustand;

Fig. 7 eine Querschnittsansicht einer vierten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Aktors in einem Ausgangszustand; und

Fig. 8 eine Querschnittsansicht des Aktors von Fig. 7 in einem ausgelösten Zustand.

In Fig. 1 und 2 ist eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen pyrotechnischen Aktors dargestellt.

Der Aktor weist ein Aktorgehäuse 10 auf, in dem ein pyrotechnisches Druckelement 12 angeordnet ist. Das Druckelement 12 ist durch einen Druckelementträger 14 in einem hinteren, in der Figur unteren, Bereich des Aktorgehäuses 10 gehalten.

Zur korrekten Positionierung des Druckelementträgers 14 in dem Aktor¬ gehäuse 10 ist ein becherförmiger Distanznapf 16 vorgesehen, dessen offene Seite zum Druckelementträger 14 weist und der das Druckelement 12 zumindest bereichsweise umgibt. Mittels einer Clinchung 18 ist der Druckelementträger 14 an dem Aktorgehäuse 10 fixiert.

In dem pyro technischen Druckelernent 12 sind entzündbare chemische Stoffe enthalten, die bei einer Auslösung des Druckelements 12, bei¬ spielsweise durch elektrische Energie, zur Reaktion gebracht werden können. Derartige Druckelemente sowie geeignete Zündmechanismen sind hinlänglich bekannt.

Durch eine rasche Umsetzung der chemischen Stoffe entsteht ein Gas¬ druckimpuls in dem Druckelement 12, welcher eine in den Distanznapf 16 hineinragende zylindrische Hülse 20 des Druckelements 12 öffnet. An der Stirnseite 22 der Hülse 20 sind Sollbruchstellen vorgesehen, z.B. in Form von Prägungen, um eine stirnseitig Öffnung der Hülse 20 sicherzustellen.

Das Druckelement 12 dient zur Betätigung eines Aktorelements 24, wel¬ ches in einem vorderen, in der Figur oberen, Bereich des Aktorgehäuses 10 angeordnet ist. Das Aktorelement 24 weist die Form eines Kolbens auf, welcher in axialer Richtung verschiebbar in dem Aktorgehäuse 10 gelagert ist.

Der Kolben 24 umfasst einen zylindrischen Hauptabschnitt 26, welcher in einer an einer vorderen Stirnseite 28 des Aktorgehäuses 10 vorgesehenen Bohrung 30 geführt ist. Wie Fig. 1 zeigt, schließt eine vordere Stirnseite 32 des Kolbens 24 im Ausgangszustand des Aktors bündig mit der vorderen Stirnseite 28 des Aktorgehäuses 10 ab.

Im Bereich des hinteren Endes des Hauptabschnitts 26 weist der Kolben 24 einen scheibenförmigen Kopfabschnitt 34 auf, der in einer Ausgangsla- ge des Kolbens 24 durch einen Wandabschnitt 36 des Aktorgehäuses 10 geführt ist und mit diesem im Wesentlichen gasdicht abschließt (Fig. 1).

Wird das Druckelement 12 gezündet, so wird durch die Reaktion der im Druckelement 12 befindlichen chemischen Stoffe ein Gasdruck in dem Druckelement 12 aufgebaut, der zu einer Öffnung der Hülse 20 des Druckelements 12 führt. Durch die Öffnung der Hülse 20 kann das ent¬ stehende Gas aus dem Druckelement 12 ausströmen und in einem durch den Distanznapf 16 und das Druckelement 12 bzw. den Druckelementträ- ger 14 begrenzten Raum 38 einen Gasdruck aufbauen.

Wie Fig. 1 zeigt, liegt der Kolbenkopfabschnitt 34 in der Ausgangslage des Kolbens 24 an einem Boden 40 des Distanznapfs 16 an. In dem Boden 40 des Distanznapfs 16 ist eine Öffnung 42 vorgesehen, durch welche das erzeugte Gas hindurchströmen und den Kopfabschnitt 34 des Kolbens 24 beaufschlagen kann. Dadurch wird der Kolben 24 von dem Distanznapf 16 wegbewegt und nach vorne aus dem Aktorgehäuse 12 hinaus gescho¬ ben.

Der Boden 40 und die Öffnung 42 des Distanznapfs 16 bilden eine Blende, auf deren zum Druckelement 12 weisenden Seite ein Hochdrucksystem und auf deren zum Kolben 24 weisenden Seite ein Niederdrucksystem gebildet wird. Dabei erfolgt der Druckaufbau im Niederdrucksystem in Abhängigkeit vom Blendenquerschnitt, d.h. vom Durchmesser der Öff- nung 42. Der Blendenquerschnitt stellt also einen Steuerparameter dar, über den der Druckanstiegsgradient im Niederdrucksystem und damit letztlich die auf dem Kolben 24 wirkende Kraft eingestellt werden kann.

Die Verschiebung des Kolbens 24 wird durch eine Schulter 46 des Aktor- gehäuses 10 begrenzt, die einen Anschlag für den Kopfabschnitt 34 des Kolbens 24 bildet. Fig. 2 zeigt den Kolben 24 in einer Endlage, in welcher der Kolben 24 maximal aus dem Aktorgehäuse 10 herausgeschoben ist und der Kopfabschnitt 34 an die Schulter 46 des Aktorgehäuses 10 an¬ stößt.

In Fig. 3 und 4 ist eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Aktors dargestellt, die sich von der ersten Ausführungsform lediglich darin unterscheidet, dass eine Verdammung zur Vergleichmäßigung der Umset¬ zung der chemischen Stoffe des Druckelements 12 und des dabei entste- henden Gasdrucks vorgesehen ist.

Die Verdammung wird durch ein Verdämmelement 48 erreicht, welches den Hauptabschnitt 26 des Kolbens 24 hülsenartig umgibt. Im Bereich seines vom Kopfabschnitt 34 wegweisenden vorderen Endes weist das Verdämmelement 48 einen nach außen abgewinkelten Abschnitt 50 auf. Wie Fig. 3 zeigt, ist das Verdämmelement 48 derart dimensioniert, dass der abgewinkelte Abschnitt 50 in der Ausgangslage des Kolbens 24 mit der Schulter 46 des Aktorgehäuses 10 zusammenwirkt und sich insbesondere an dieser abstützt. Das Verdämmelement 48 ist in axialer Richtung gese- hen also zwischen dem Kopfabschnitt 34 und der Schulter 46 angeordnet. Dadurch ist der Kolben 24 in seiner Ausgangslage am Aktorgehäuse 10 fixiert und an einer Verschiebung relativ zum Aktorgehäuse 10 gehindert.

Der abgewinkelte Abschnitt 50 des Verdämmelements 48 bildet einen Scherabschnitt, welcher abgeschert werden muss, um eine Verschiebung des Kolbens 24 aus dem Aktorgehäuse 10 hinaus zu ermöglichen. Die zum Abscheren des Scherabschnitts 50 erforderliche Kraft kann durch die Wahl eines entsprechenden Materials und /oder einer entsprechenden Geometrie des Scherabschnitts 50, z.B. der Dicke des Scherabschnitts 50 und/ oder der Anordnung von Sollbruchkerben, eingestellt werden. Auf diese Weise ist eine optimale Verdämmkraft und eine besonders gleich¬ mäßige Umsetzung der chemischen Stoffe erreichbar. Dies ermöglicht die Einstellung eines definierten Gasdrucks und somit letztlich einer definier¬ ten Ausstoßkraft des Kolbens 24.

Fig. 4 zeigt den Aktor im ausgelösten Zustand, wobei sich der Kolben 24 in seiner Endlage befindet, d.h. maximal aus dem Aktorgehäuse 10 her¬ ausgeschoben ist. Wie der Figur zu entnehmen ist, stößt der Kopfab¬ schnitt 34 des Kolbens 24 in diesem Fall nicht direkt an die Schulter 46 des Aktorgehäuses 10 an, sondern lediglich indirekt über den dazwi- schengelegenen abgescherten Scherabschnitt 50.

Damit die Bewegung des Kolbens 24 in axialer Richtung nicht durch den am Kolben 24 verbleibenden Teil des Verdämmelements 48 blockiert wird, weist der Innendurchmesser des zwischen der vorderen Stirnseite 28 und der Schulter 46 gelegenen Abschnitts 52 des Aktorgehäuses 10 eine Weite auf, die größer ist als ein Außendurchmesser des Verdämmelements 48 im abgescherten Zustand.

In Fig. 5 und 6 ist eine dritte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Aktors dargestellt, die sich von der zweiten Ausführungsform lediglich darin unterscheidet, dass der Hauptabschnitt 26 des Kolbens 24 mit einer Rändelung 54 versehen ist.

Die Rändelung 54 ist in einem in axialer Richtung gesehen mittleren Bereich des Hauptabschnitts 26 so positioniert, dass sie beim Ausstoßen des Kolbens 24 in die Bohrung 30 der vorderen Stirnseite 28 des Aktorge¬ häuses 10 eingepresst wird. Ferner ist die Rändelung 54 derart ausgebil¬ det, dass eine optimale Pressung vorliegt, wenn der Kolben 24 seine End- läge erreicht hat, d.h. also maximal aus dem Aktorgehäuse 10 herausge¬ schoben ist (Fig. 6).

Die in die Bohrung 30 eingepresste Rändelung 54 verhindert, dass der vollständig aus dem Aktorgehäuse 10 herausgeschobene Kolben 24 wieder in das Aktorgehäuse 10 hineingedrückt werden kann. Der Aktor gemäß der dritten Ausführungsform stellt also ein irreversibles System dar, bei dem sich der Kolben 24 zwar aus dem Aktorgehäuse 10 herausbewegen, nicht aber wieder in dieses hineinschieben lässt.

Dabei ist der Ausdruck "irreversibel" hier so zu verstehen, dass die Bewe¬ gung des Kolbens 24 zumindest unter Aufbringung von bei normalem Gebrauch des Aktors auftretenden Kräften unumkehrbar ist. Anders als bei den Aktoren gemäß der ersten und zweiten Ausführungsform lässt sich der Kolben 24 des Aktors gemäß der dritten Ausführungsform also nicht ohne weiteres wieder in seine Ausgangslage zurückschieben.

In Fig. 7 und 8 ist eine vierte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Aktors dargestellt, die sich von der dritten Ausführungsform lediglich darin unterscheidet, dass anstelle der Rändelung 54 eine selbsthemmende Schrägfläche 56 vorgesehen ist, in der sich der Kolben 24 beim Ausfahren verklemmt. Die Schrägfläche 56 ist in Ausstoßrichtung des Kolbens 24 gesehen vor der Schulter 46 an der Innenseite des Aktorgehäuses 10 derart ausgebildet, dass eine optimale Klemmung des Kopfabschnitts 34 dann erreicht wird, wenn der Kolben 24 seine Endlage erreicht hat, d.h. maximal aus dem Aktorgehäuse 10 ausgefahren ist (Fig. 8). Wie bei der dritten Ausführungsform lässt sich der vollständig ausgefahrene Kolben 24 nicht mehr in das Aktorgehäuse 10 zurückbewegen, so dass es sich auch bei der vierten Ausführungsform um einen irreversiblen Aktor han- delt. Bezugszeichenliste

10 Aktorgehäuse 12 Druckelement 14 Druckelementträger 16 Distanznapf 18 Clinchung 20 Hülse 22 Stirnseite 24 Aktorelement/ Kolben 26 Hauptabschnitt 28 Stirnseite 30 Bohrung 32 Stirnseite 34 Kopfab schnitt 36 Wandabschnitt 38 Raum 40 Boden 42 Öffnung 46 Schulter 48 Verdämmelement 50 Scherabschnitt 52 Abschnitt 54 Rändelung 56 Schrägfläche