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Title:
QUENCHING DEVICE FOR A CONVERTER BRIDGE WITH LINE REGENERATION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/005563
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a quenching device (LOV) for a converter bridge (SRB) with line regeneration, whereby the converter bridge controlled by a network-timed control circuit (AST) by ignition pulses is connected with its three inputs (1U1, 1V1, 1W1) to the phases (U, V, W) of a three-phase network and the two outputs (1C1, 1D1) of the bridge are connected to a direct-current motor (MOT) which feeds, when operated as a generator, current back to the three-phase network via the bridge. The quenching device is controlled by a trigger unit (ALE) which emits trigger pulses depending on the monitoring of electrical and temporary variables. The inventive quenching device (LOV) comprises, for each bridge half (V11, V13, V15; V11', V13', V15' or V14, V16, V12; V14', V16', V12'), a quenching condenser (C1 or C2) that can be charged by a charging circuit (R1, S1, R2, S2 or R3, S3, R4, S4) to a defined quenching voltage. The quenching condensers, in the event of quenching, can be connected to the bridge halves by means of switches (V31, V32, V39 or V34, V33, V40) that are controlled by the trigger unit (ALE).

Inventors:
Biribauer, Thomas (Ziegelhofstr. 36/29/8, Wien, A-1220, AT)
Hackl, Franz (Pacassistr. 7, Wien, A-1130, AT)
Hofmüller, Wilfried (Anton-Wildgans-Gasse 3, Stockerau, A-2000, AT)
Pichorner, Heinz (Langobardenstrasse 126/9/45, Wien, A-1200, AT)
Ritschel, Wilhelm (Meldelssonhngasse 9-13/3/12, Wien, A-1220, AT)
Wöhrer, Franz (Wagramer Strasse 25/3/78, Wien, A-1220, AT)
Application Number:
PCT/EP2005/007492
Publication Date:
January 19, 2006
Filing Date:
July 11, 2005
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AG ÖSTERREICH (Siemensstrasse 92, Wien, A-1210, AT)
Biribauer, Thomas (Ziegelhofstr. 36/29/8, Wien, A-1220, AT)
Hackl, Franz (Pacassistr. 7, Wien, A-1130, AT)
Hofmüller, Wilfried (Anton-Wildgans-Gasse 3, Stockerau, A-2000, AT)
Pichorner, Heinz (Langobardenstrasse 126/9/45, Wien, A-1200, AT)
Ritschel, Wilhelm (Meldelssonhngasse 9-13/3/12, Wien, A-1220, AT)
Wöhrer, Franz (Wagramer Strasse 25/3/78, Wien, A-1220, AT)
International Classes:
H02P7/28; H02M5/25; H02M7/155; H02M7/515; H02P7/292; H02P7/295; (IPC1-7): H02P7/28; H02M5/25; H02M7/155; H02M7/515; H02P7/292; H02P7/295
Foreign References:
DE19539573A1
DE19543702A1
DE3030186A1
Attorney, Agent or Firm:
Peham, Alois (Siemens AG, Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE
1. Löschvorrichtung (LOV) für eine rückspeisende Stromrichterbrücke (SRB), wobei die von einer netzsynchronen Ansteuerschaltung (AST) mit Zündimpulsen ange¬ steuerte Stromrichterbrücke mit ihren drei Eingängen (IUI, IVl, IWl) an die Phasen (U, V7 W) eines Drehstromnetzes angeschlossen ist und die beiden Ausgänge (ICl, IDl) der Brücke zu einem Gleichstrommotor (MOT) geführt sind, welcher im generatorisehen Be¬ trieb über die Brücke in das Drehstromnetz rückspeist, und die Löschvorrichtung von einer Auslöseeinheit (ALE) ansteuerbar ist, welche zur Abgabe von Auslöseimpulsen in Abhängigkeit von der Überwachung elektrischer und zeitlicher Größen eingerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Löschvorrichtung (LOV) für jede Brückenhälfte (VIl, V13, V15; VIl', V13', V15' bzw. V14, V16, V12; V14', V16', V12') einen von einer Ladeschaltung (Rl, Sl, R2, S.
2. bzw. R3, S3, R4, S4) auf eine definierte Löschspannung aufladbaren Löschkondensator (Cl bzw. C2) besitzt, und die Löschkondensatoren im Löschfall mit Hilfe von der Auslöseeinheit (ALE) angesteuerter Schalter (V31, V32, V39 bzw. V34, V33, V40) an die Brückenhälften schaltbar sind.
3. 2 Löschvorrichtung (LOV) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den Verbindungen der Löschkondensatoren (Cl, C2) mit den an den Netzphasen liegenden Brückenpunkten zusätzlich zu gesteuerten Schaltern (V39, V40) Dioden (V41, ..., V46) in sechspoliger Brückenschaltung liegen.
4. 3 Löschvorrichtung (LOV) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösch¬ kondensatoren (Cl, C2) über die Dioden (V41, ..., V46) sowie zuschaltbare Widerstände (Rl, ..., R4) aufladbar sind.
5. Löschvorrichtung (LOV) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verbindung der Löschvorrichtung (Cl, C2) mit den gleichspannungsseitigen Brückenpunkten Kommutierungsdrosseln (Ll, L2) liegen.
6. Löschvorrichtung (LOV) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie zur Spannungsbegrenzung einen Schutzkondensator (C3) aufweist, dem ein Spannungsbegrenzer (SBG) parallel geschaltet ist, wobei der Löschkondensator über ge¬ steuerte Schalter (V35, V37 bzw. V36, V38) an den Gleichspannungsausgang der Brücke (VIl, ..., V16) schaltbar ist.
7. Löschvorrichtung (LOV) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schutz¬ kondensator (C3) über eine Brückenschaltung aus gesteuerten Schaltern (V35, ..., V38) wahlweise so an den Gleichspannungsausgang der Stromrichterbrücke (VIl, ..., V16) schaltbar ist, dass unabhängig von der Polarität des Gleichspannungsausgangs bzw. der Motorklemmenspannung die Polarität am Schutzkondensator (C3) und Spannungs¬ begrenzer (SBG) gleichbleibt.
8. Löschvorrichtung (LOV) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannungsbegrenzer (SBG) als Widerstandschopper ausgebildet ist.
9. Löschvorrichtung (LOV) nach Anspruch 2 und einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schutzkondensator (C3) über zwei Dioden (V47, V48) ständig an die Gleichspannungsseite der sechs in Brückenschaltung liegenden Dioden (V41, ..., V46) angeschlossen ist.
10. Löschvorrichtung (LOV) nach Anspruch 2 und einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Wechselspannungspunkte der Stromrichterbrücke (VIl, ..., V16') mit den Eingängen der sechs in Brückenschaltung liegenden Dioden (V41, ..., V46) über Induktivitäten (Lsu, Lsv, Lsw) verbunden sind.
11. Löschvorrichtung (LOV) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Indukti¬ vitäten (Lsu, Lsv, Lsw) von Luftspulen oder parasitären Induktivitäten gebildet sind.
12. Löschvorrichtung (LOV) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromrichter Thyristoren (VIl, ..., V16) sind.
Description:
LÖSCHVORRICHTUNG FÜR EINE RÜCKSPEISENDE STROMRICHTERBRÜCKE

Die Erfindung bezieht sich auf eine Löschvorrichtung für eine rückspeisende Stromrichter¬ brücke, wobei die von einer netzsynchronen Ansteuerschaltung mit Zündimpulsen ange¬ steuerte Stromrichterbrücke mit ihren drei Eingängen an die Phasen eines Drehstromnetzes angeschlossen ist und die beiden Ausgänge der Brücke zu einem Gleichstrommotor geführt sind, welcher im generatorischen Betrieb über die Brücke in das Drehstromnetz rückspeist, und die Löschvorrichtung von einer Auslöseeinheit ansteuerbar ist, welche zur Abgabe von Auslösermpulsen in Abhängigkeit von der Überwachung elektrischer und zeitlicher Größen eingerichtet ist.

Bei netzgeführten Stromrichtern, wie sie z. B. in der AT 404 414 B der Anmelderin beschrie¬ ben sind, können Störungen im Spannungs- oder Stromverlauf, insbesondere Überspannun¬ gen und/oder Kommutierungsfehler zu einer Zerstörung der teuren Thyristoren bzw. Schalter einer solchen Brücke führen.

Genauer gesagt tritt bei netzgeführten Stromrichtern das grundsätzliche Problem des Wech- selrichterkippens im rückspeisenden Betrieb auf. Dabei entsteht bei Netzspannungseinbruch und hinreichender Gleichspannung, z. B. einer entsprechenden Ankerspannung des Motors, ein Überstrom, der weiter zunimmt und auch nicht mehr durch den Stromrichter selbst zu löschen ist. Es kommt dann zwangsläufig zu einem Ansprechen der in der Regel vorgesehe¬ nen Sicherungen, welche die Thyristoren schützen sollen. Die Folge ist ein längerer Ausfall des Stromrichters und des davon gespeisten Motors, da es einer entsprechenden Zeit bedarf, um die Sicherungen, die üblicherweise als schnelle Halbleitersicherungen ausgebildet sind, auszutauschen. Man war daher bemüht, verschiedene, zum Teil aufwändige Vorrichtungen zur Begrenzung und Unterbrechung des Überstroms zu schaffen bzw. um ein Wechselrich¬ terkippen entweder zu verhindern oder kontrolliert zu beenden, wie z. B. in dem gemannten Patent der Anmelderin beschrieben.

Bekannt sind beispielsweise Gleichstrom-Schnellschalter, die in dem Gleichstrompfad liegen. Wenn deren sichere Funktion gewährleistet werden soll, sind jedoch zusätzlich hoch aussteuerbare Drosseln zur Begrenzung des Stromanstiegs erforderlich und dementspre¬ chend sind die Kosten beträchtlich, abgesehen von der problematischen Dimensionierung und einer für die sichere Funktion regelmäßigen Wartung. Es sind noch andere Verfahren zur direkten Thyristorlöschung mit Löschkondensatoren bekannt beispielsweise die Löschung nur einer der beiden Stromrichter-Brückenhälften mit einem Kondensator, wobei der Motorstrom bis zum völligen Abbau auf Null die Ventile der zweiten Brückenhälfte noch voll belastet und dadurch nicht in allen Fällen Schutz möglich ist. Ein ähnliches Verfahren ist die Löschung beider Brückenhälften mit zwei Kondensatoren und mit je einer Spannungsbegrenzung parallel zu diesen, was jedoch Überspannungen am Motor zulässt. Die genannten Verfahren schützen außerdem nicht vor einer Überspannung bei einer Netzunterbrechung, falls zwischen Netz und Stromrichterbrücke ein Transformator Hegt.

Eine Aufgabe der Erfindung liegt darin, eine Löschvorrichtung zu schaffen, die in der Lage ist, die Thyristoren eines rückspeisenden Stromrichters so schnell zu löschen, dass die den Thyristoren einzeln oder dem Stromrichter insgesamt vorgeschalteten Halbleitersicherungen im Falle insbesondere eines Wechsekichterkippens vor Schmelzen oder Vorschädigung (Alterung) geschützt werden. Sofern Sicherungen vorliegen, soll deren Schmelzintegral (i2t) nicht erreicht werden, bei sicherungslosem Betrieb darf das Grenzlastintegral (i2t) der Thy¬ ristoren nicht erreicht werden. Überdies soll die Löschvorrichtung den Stromrichter vor Überspannungen schützen, wie sie insbesondere bei Netzunterbrechungen, vor allem bei Betriöb mit einem Transformator, auftreten und die oft die Ursache für Kommutierungs¬ fehler sind und in Folge zur Zerstörung der Thyristoren führen.

Diese Aufgabe wird mit einer Löschvorrichung der eingangs genannten Art gelöst, bei welcher erfindungsgemäß die Löschvorrichtung für jede Brückenhälfte einen von einer Ladeschaltung auf eine definierte Löschspannung aufladbaren Löschkondensator besitzt, und die Löschkondensatoren im Löschfall mit Hilfe von der Auslöseeinheit angesteuerter Schalter an die Brückenhälften schaltbar sind.

Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass in den Verbindungen der Löschkondensatoren mit den an den Netzphasen liegenden Brückenpunkten zusätzlich zu gesteuerten Schaltern Dioden in sechspulsiger Brückenschaltung liegen. Dabei können die Löschkondensatoren über die Dioden und zuschaltbare Widerstände aufladbar sein. Auf diese Weise wird ohne großen zusätzlichen Aufwand das Laden der Löschkondensatoren möglich.

Weiters ist zweckmäßigerweise vorgesehen, dass in der Verbindung der Löschvorrichtung mit den gleichspannungsseitigen Brückenpunkten Kommutierungsdrosseln liegen, welche die Stoomanstiegsgeschwindigkeit beim Kommutierungsvorgang begrenzen. Es ist auch zweckmäßig, wenn die Löschvorrichtung zur Spannungsbegrenzung einen Schutzkondensator aufweist, dem ein Spannungsbegrenzer parallelgeschaltet ist, wobei der Löschkondensator über gesteuerte Schalter an den Gleichspannungsausgang der Brücke schaltbar ist. Damit wird sichergestellt, dass die Komponenten der Löschvorrichtung selbst und der Motor vor unzulässigen Überspannungen geschützt werden.

Dabei kann der Schutzkondensator über eine Brückenschaltung aus gesteuerten Schaltern wahlweise so an den Gleichspannungsausgang der Stromrichterbrücke schaltbar sein, dass unabhängig von der Polarität des Gleichspannungsausgangs bzw. der Motorklemmenspan¬ nung' die Polarität am Schutzkondensator und Spannungsbegrenzer gleich bleibt.

Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Spannungsbegrenzer als Widerstand- chopper ausgebildet, d. h. es wird ein Ballastwiderstand der benötigten Energie- Vernichtungsrate entsprechend immer wieder zu- bzw. abgeschaltet.

Wenn der Schutzkondensator über zwei Dioden ständig an die Gleichspannungsseite der sechs in Brückenschaltung liegenden Dioden angeschlossen ist, können auch alle von Netz kommenden Überspannungen begrenzt werden.

Sinnvoll ist es weiters, wenn die Wechselspannungspunkte der Stromrichterbrücke mit den Eingängen der sechs in Brückenschaltung liegenden Dioden über Induktivitäten verbunden sind. Solche Induktivitäten, die entweder von Luftspulen oder von parasitären (Leitungs-) Induktivitäten gebildet sein können, verhindern zu rasche Anstiege der Ströme, welche die Brückenschalter gefährden könnten.

Die Löschvorrichtung eignet sich besonders, wenn die Stromrichter Thyristoren sind.

Die Erfindung samt weiterer Vorteile ist im Folgenden anhand einer beispielsweisen Aus¬ führungsform naher erläutert, die in der Zeichnung veranschaulicht ist. Diese zeigt in einem schematischen Blockschaltbild eine von einer Ansteuerschaltung angesteuerte Stromrichter¬ brücke zur Versorgung eines Gleichstrommotors samt einer Löschvorrichtung nach der Erfindung mit einer zugehörigen Auslöseeinrichtung.

Wie der Zeichnung entnehmbar, sind die drei Phasen U, V, W eines Drehstromnetzes über Kommutierungsdrosseln Lu, Lv, Lw an die Drehstromseite einer Stromrichterbrücke SRB angeschlossen. Dabei liegt üblicherweise in jeder Phase eine in der Zeichnung nicht gezeigte Netzsicherung, wie z. B. in der AT 404414 B im Zusammenhang mit ihrer Fig. 2 beschrieben. Die gesteuerten Gleichrichterschalter VIl, ..., V16 -und V21, ..., V26 sind als Thyristoren oder vergleichbare Bauelemente ausgebildet.

Für beide Brücken ist eine Ansteuervorrichtung AST vorgesehen, die für ein netzsyπchrones Zünden der Thyristoren sorgt. Durch Verschieben der Zündzeitpunkte kann in bekannter Weise eine Drehzahl- bzw. Momentenregelung erfolgen. Der Ansteuerschaltung AST wer¬ den die drei Phasenspannungen des Netzes und die Motorklemmenspannung sowie über zwei Stromwandler Wu, Ww die Phasenströme zugeführt, damit entsprechende Informatio¬ nen für die Regelung und für die Ansteuerung der Stromrichterbrücke vorliegen.

Die beiden Gleichstromklemmen ICl, IDl der Brücke SRB sind zu einem Gleichstrommotor MOT geführt, der im generatorischen Betrieb über die Brücke bestehend aus den Schaltern VIl, ..., V16 in das Drehstromnetz rückspeist. Hier ist anzumerken, dass im Zusammenhang mit der Erfindung lediglich der generatorische Betrieb (Energiefluss ins Netz) von Interesse ist. Auch die andere Brücke V21, ..., V26 kann rückspeisend arbeiten, wenn die Motor-EMK umgekehrt anliegt (erfordert umgekehrte Drehrichtung). Der Einfachheit halber wird hier nun der Fall betrachtet, dass die Brücke bestehend aus den Schaltern VIl, ..., V16 soeben rückspeisend ist. In der soeben einspeisenden Brücke, gleich welche das gerade eiuch ist, kanrti kein Problem entstehen, das ein Eingreifen im Sinne des Löschens erfordert. Konkret erfolgt bei einem Netzspannungseinbruch in einer einspeisenden Brücke ein Rückgang des Strorήes. Für das weitere Verständnis soll daran erinnert werden, dass die Ersatzschaltung als Serienschaltung der Motor-EMK, der Ankerinduktivität Lanker und des Ankerwiderstan¬ des Ranker dargestellt werden kann. Der Ausgangsstrom der Brücke SRB entspricht dem eingezeichneten Motorstrom Ianker.

Die im Sinne der Erfindung ausgebildete und wirkende Löschvorrichtung LOV besitzt für jede Brückenhälfte VIl, V13, V15 bzw. V14, V16, V12 (bei umgekehrter EMK für V21, V23, V25 bzw. V24, V26, V22)einen Löschkondensator Cl bzw. C2, von welcher jeder, wie weiter unten, noch zu beschreiben ist, auf die eingezeichnete Polarität aufgeladen wird. Der Pluspol bzw.' der Minuspol der Kondensatoren Cl und C2 ist in der dargestellten Weise über Thy¬ ristoren V31, V32 und V34, V33 mit den Gleichspannungsanschlüssen ICl und IDl der Stromrichterbrücke SRB verbunden, im vorliegenden Fall über Kommutierungsdrosseln Ll, L2. Der Minuspol von Cl bzw. der Pluspol von C2 ist über einen Thyristor V39 und drei Dioden V41, V43, V45 bzw. über einen Thyristor V40 und drei Dioden V44, V46, V42.rnit den Wechselstromanschlüssen IUI, IVl, IWl der Stromrichterbrücke SRB verbunden. In den Verbindungen eingezeichnete Drosseln Lsu, Lsv, Lsw begrenzen den Stromanstieg, es kann sich um Luftspulen oder parasitäre (Leitungs)induktivitäten handeln. Die Löschvorrichtung nach der Erfindung weist weiters einen Schutzkondensator C3 auf, dem ein Spannungsbegrenzer SBG parallel geschaltet ist. Der Minuspol des Schutzkondensa¬ tors C3 ist über die Thyristoren V35, V36 und der Pluspol über die Thyristoren V38, V37 mit den Gleichspannungsklemmen ICl, IDl der Brücke SRB verbunden. Anzumerken ist, dass,- im Gegensatz zu den Löschkondensatoren Cl, C2 - der Schutzkondensator C3 immer mit einer Spannung derselben Polarität beaufschlagt ist und dass die Thyristoren V35, ..., V38 auch idurch Dioden ersetzt werden können, falls die Summe der Ladespannungen von Cl und C2 kleiner als die Vorspannung von C3 ist.

Die Gleichspannungsseite der in einer Brückenschaltung angeordneten Dioden V41, ..., V46 ist über Dioden V47 bzw. V48 mit dem Eingang des Spannungsbegrenzers SBG und mit dem Schutzkondensator C3 verbunden. Sie ermöglichen im Verlauf des Löschvorganges den Stromabbau in den Kommutierungsdrosseln einerseits und im Normalbetrieb der Stromrich¬ terbrücken (motorisch und generatorisch) das Übernehmen von transienten Über¬ spannungen aus dem Netz und von Kommutierungs-Spannungsspitzen vom Stromrichter selbst.

Im Folgenden soll zunächst der Löschvorgang (für die in der Zeichnung angegebene, Polung der Motor-EMK) erläutert werden, wobei gemäß der Zeichnung geladene Löschkondensato¬ ren Cl, C2 vorausgesetzt werden. Deren Laden wird weiter unten erläutert.

Bei Zündung der Lösch-Tyhristoren V31, V33 und V39, V40 durch die Auslöseeinheit ALE kornmutieren die Ströme sowohl von der oberen Halbbrücke VIl, V13, V15 in den Konden¬ sator Cl, als auch von der unteren Halbbrücke V14, V16, V12 in den Kondensator C2, wo¬ durch alle Ströme im rückspeisenden Stromrichter VIl, ..., V16 sofort gelöscht werden. Gleichzeitig mit der Abgabe der Löschimpulse (Zündimpulse für die Lösch-Thyristoren) werden auch die Zündimpulse für die Brücke SRB gesperrt.

Die Spannungen an den Kondensatoren Cl, C2 schwingen durch den Motorstrom um, bis dieser über die kurz vorher gezündeten Thyristoren V35 und V37 in den am Spannungs- begrenzer SBG liegenden Kondensator C3 kommutiert. Falls die Spannung an C3 noch nicht den Begrenzungspegel des Begrenzers SGB erreicht hat, wird er durch den Motorstrom dahin aufgeladen. Anzumerken ist hier, dass durch die Thyristoren V32, V34, V36 und V38 Ströme nur bei umgekehrter Motor-EMK fließen.

Im Folgenden wird noch näher auf den Spannungsbegrenzer SBG und dessen Funktion eingegangen, wobei vorausgesetzt werden soll, dass die Motorspannung (Spannung an den Motor- bzw. Geräteklemmen) durch den Löschvorgang kurzzeitig, etwa lms, umgepolt wird. Ist die ursprüngliche Motorspannung wieder erreicht, so ist der Motorstrom gegen¬ über seinem Anfangswert zum Löschzeitpunkt leicht gestiegen. Der Strom in der Ankerin¬ duktivität des Motors wird erst durch eine höhere Spannung bis auf Null abgebaut und diese Spannung muss durch den Spannungsbegrenzer SBG im Sinne einer Begrenzung auf einen Maximalwert geregelt werden.

Die Begrenzung erfolgt in bekannter Weise durch gesteuertes Anschalten von Ballastwider¬ ständen an die Eingangsklemmen des Begrenzers SBG und somit an den Schutzkondensator C3. Die Ballastwiderstände werden je nach Spannungshöhe in unterschiedlichem Takt zugeschaltet, wobei elektrische Energie in Wärmeenergie umgewandelt wird. De facto liegt z. B. ein Zweipunktregler mit etwa 10 % Hysteresis vor, der die Ballastwiderstände ein- und abschaltet. Um eine höhere Summen-Löschspannung zu ermöglichen, kann der Spannungs¬ begrenzer SBG erst während des Umschwingens der Kondensatoren Cl, C2 über die Thy¬ ristoren V35, ..., V38 zugeschaltet werden. Es könnten hier auch vier Dioden verwendet werden, aber da diese notwendigerweise einen Brückengleichrichter mit C3 bilden,, würde die genannte Summen-Löschspannung am Anfang Gleichrichtung den Wert der momenta¬ nen Spannung von C3 überschreiten und einen erheblichen (unbegrenzten / schädigenden Stromstoß) verursachen. Deshalb erfolgt der Einsatz von vier Thyristoren, die etwa zum Zeitpbnkt des Nulldurchganges der Kondensatorspannungen Cl und C2 gezündet werden. Dann ist nämlich die Gefährdung nicht mehr gegeben, weil der Motorstrom, der wie schon oben beschrieben in den Begrenzer kommutiert, vorgegeben (bzw. eingeprägt oder quasi konstant) ist. Der als Schutzkondensator bezeichnete Kondensator C3 könnte bei Verwen¬ dung eines anderen Begrenzers SBG auch entfallen, wobei hier z. B. spannungsabhängige Widerstände oder Zenerdioden in Frage kämen.

Der Spannungsbegrenzer SBG ist jedoch ständig über die bereits genannten Dioden V47, V48 an die Diodenbrücke V41, ..., V46 angeschlossen. Dies ermöglicht es, dass auch sämtliche von dem Netz kommende Überspannungen begrenzt werden. Beispielsweise können erhebliche Überspannungen bei Abschalten eines vorgeschalteten Transformators unter Last auftreten. Darauf wird weiter unten noch näher eingegangen.

Um an den genannten Widerständen des Spannungsbegrenzers SBG eine Dauerverlustleis¬ tung zu vermeiden, kann dieser einen weiteren Schalter mit einer etwas tieferen Spannungs¬ schwelle aufweisen, bei welchem die angetakteten („gechoppten") Widerstände bzw. ein Widerstand einen wesentlich höheren Widerstandswert besitzen bzw. besitzt, als die ge¬ nannten Werte des Spannungsbegrenzers. Dazu sei bemerkt, dass z. B. bei einer praktischen Ausführungsform der gechoppte Wider¬ stand effektiv 250 mOhm besitzt. Die Realisierung erfolgt parallel durch vier IGBT-Schalter und vier Widerstände mit je 1 Ohm. Durch jeden Widerstand fließt im Begrenzungsfall ein Strom von 900 A.

Die beiden Löschkondensatoren Cl, C2 müssen auf einen Teil - typischerweise 0,5 bis 0,9 - des Scheitelwerts der verketteten Netzspannung geladen werden. Die beiden Kondensatoren Cl und C2 sind nach einem Löschvorgang umgekehrt geladen. Durch die nachfolgend beschriebene Schaltung erfolgt also strenggenommen zuerst eine Entladung bis Null und erst danach eine Aufladung. Es ist für das Prinzip der Erfindung gleichgültig, auf welche Weise das Laden der beiden Kondensatoren erfolgt, doch wird im folgenden eine praxisbe¬ währte Möglichkeit einer Ladeschaltung, integriert in die gesamte Schaltung der Löschvor¬ richtung — beschrieben. Diese weist für jeden Kondensator Cl bzw. C2 zwei Ladewiderstän¬ de Rl, R2 bzw. R3, R4 auf, die zum Pluspol - Rl, R3 - bzw. zum Minuspol - R2, R4 -der Brückenschaltung V41..V46 führen. Schalter, Sl, S2, für Cl und S3, S4 für C2, die in Serie mit den Ladewiderständen Rl, R2 und R3, R4 liegen, werden von einem nicht gezeigten Zwei¬ punktregler gesteuert. Das Laden ist nur möglich, wenn die Löschthyristoren ausgeschaltet sind. Im übrigen wird bei dieser Schaltung dadurch eine doppelte Spannungsbelastung der Thyristoren V31 und V33, bzw. V32 und V34 vermieden.

Im Löschfall, müssen unmittelbar nach der Zündung der Löschthyristoren während des Umschwingens der Spannungen an den Löschkondensatoren Cl und C2 diese von der Ladeschaltung durch die vorhin genannten Halbleiterschalter Sl .. S4 getrennt werden, um zu verhindern, dass die Löschthyristoren nach dem erfolgreichen Stromabbau durch den Ladestrom leitend bleiben. Dadurch würde nämlich ein weiterer Ladevorgang verhindert werdfen und es käme folglich zu einer Überlastung der Ladewiderstände Rl, ..., R4. Sobald die Kondensatoren Cl und C2 wieder hinreichend geladen sind, kann ein neuer Löschvor¬ gang: erfolgen, wobei jedoch die Wiederholfrequenz von Löschvorgängen bzw. die Anzahl von Löschvorgängen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes durch die Dimensiαnierung der Sjchaltung, insbesondere der Ladewiderstände und des Spannungsbegrenzers bestimmt wird.

Die Steuerung der gesamten Schaltung, die nicht unmittelbar Gegenstand der Erfindung ist, kann durch eine analoge Schaltung mit Mikroprozessor-Unterstützung zur Kommunikation mit dem Stromrichter erfolgen. Die Auslösekriterien für die Ansteuerung der Löschthyristo¬ ren werden an Hand gemessener Spannungen und Ströme und/ oder Zeiten durch die Software ermittelt. Auch wenn diese, wie gesagt, nicht Gegenstand der Erfindung ist, seien einige Beispiele von Betriebs(Fehl)zuständen gegeben, welche durch die erfindungsgemäße Löschvorrichtung beherrscht werden.

Bei Blitzeinschlägen in Hoch- oder Mittelspanmαngseinrichtungen werden Schutzfunken¬ strecken oder gasgefüllte Überspannungs-Schutzelemente gezündet. Diese brennen dann bis zum nächsten Strom-Nulldurchgang. Dadurch entsteht ein niederohmiger Netzspannungs¬ einbruch mit der Dauer von 3 bis 20 ms. Es kann aber auch zu einem längeren Ausfall der Netzspannung kommen, bei dem ein oder mehrere Transformatoren oder sonstige Verbrau¬ cher das Netz niederohmig auf Null halten.

Bei einem Kurzschluss an einem parallelen Stromkreis am gleichen Netz entsteht zuerst ein Netzspannungs-Einbruch. Daraufhin schmilzt die zugeordnete Sicherung und trennt den fehlerhaften Stromkreis vom Netz. Es erfolgt auf diese Weise danach ein kurzer Überspan¬ ntmgs-Impuls, wobei die Dauer und Stärke des Einbruchs von der Netzimpedanz und dem Fehlerstrom abhängen.

Weitere Möglichkeiten für niederohmige Netzeinbrüche sind alle Arten von Kurzschlüssen am speisenden Netz.

Bei den genannten Beispielen, die alle niederohmige Netzeinbrüche betreffen, und bei gleichzeitiger Rückspeisung über den Stromrichter in das selbe Netz, steigt der Motorstrom sofort entsprechend der EMK und der Ankerinduktivität plus Netzimpedanz an, bis die Auslöseeinheit die Löscheinrichtung zum Abschalten auffordert. Die durchschnittliche Abschaltzeit, d. h. die Zeit bis der Motorstrom auf Null gesunken ist, beträgt etwa 5 ms. Allfällige Überspannungsspitzen bei Netzwiederkehr werden wie oben beschrieben be¬ grenzt.

Bei dem Abschalten eines Hauptschützes direkt vor dem Stromrichter müssen sich die Kommutierungsinduktivitäten und die Ankerinduktivität entladen können. Dies wird durch die immer im Eingriff befindliche Netzspannungsbegrenzung wie vorhin beschrieben erreicht. Es kommt dabei zu keinem Wechselrichterkippen, ohne einen solchen Überspan¬ nungsschutz aber meistens zu einem Querzünden. Der Abbau der Energie findet hauptsäch¬ lich in dem Hauptschütz statt, was jedoch allein schon wegen der Kontaktabnutzung zu vermeiden ist.

Bei dem Abschalten eines speisenden Transformators, z. B. auf Mittelspannungsebene, tritt durch den höheren Innenwiderstand des Netzes keine signifikante Stromerhöhung (beim Wechsellichterkippen) auf. Bestimmte Thyristoren im Stromrichter löschen jedoch nicht rnehr und ein Querzünder ist die Folge. Diese Bedingung wird gleichfalls rechtzeitig erkannt und die Löschvorrichtung veranlasst ein Abschalten des Stroms. Allfällige Überspannungen durch das Entmagnetisieren des genannten Transformators werden wiederum durch die Löschvorrichtung (Diodenbrücke V41, ..., V46 über V47, V48 an C3 parallel zurα Span¬ nungsbegrenzer) begrenzt.