SCHOLER, Jochen (Schönstr. 61a, München, 81543, DE)
SCHMIDT, Tobias (Albrechtstraße 32, München, 80636, DE)
SCHOLER, Jochen (Schönstr. 61a, München, 81543, DE)
| PATENTANSPRÜCHE Abstellbehälter (1 ) zur Montage in einer Tür eines Kältegeräts, insbesondere eines Haushaltskältegeräts, umfassend einen Behälterkorpus (2) mit einem Boden (3), zwei Stirnwänden (4, 4'), optional einer an der Frontseite des Abstellbehälters (1 ) angeordneten Vorderwand (9), und einer an der Frontseite des Abstellbehälters (1 ) aufgesetzten Dekorblende (10, 20, 30, 40), die ein vom Behälterkorpus (2) separates Teil bildet, insbesondere fest an dem Behälterkorpus (2) gehaltert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnwände (4, 4') des Behälterkorpus (2) zur Frontseite hin zumindest teilweise von der Dekorblende (10, 20, 30, 40) bedeckt sind. Abstellbehälter (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Dekorblende (10, 20, 30, 40) sich über die gesamte Breite und, zumindest an den Stirnseiten (4, 4') des Abstellbehälters (1 ), über die gesamte Höhe der Frontseite des Abstellbehälters (1 ) erstreckt. Abstellbehälter (1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dekorblende (10, 20, 30, 40) durch eine Kraftschluss- und/oder Formschlussverbindung am Behälterkorpus gehaltert ist, insbesondere durch eine Steckverbindung, deren Steckrichtung zumindest im Wesentlichen senkrecht zur Frontseite liegt. Abstellbehälter (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dekorblende (10, 20, 30, 40) im Bereich der Stirnwände (4, 4') an der Frontseite des Behälterkorpus (2) gehaltert ist. Abstellbehälter (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnwände des Behälterkorpus (2) jeweils eine zur Frontseite hin offene Öffnung (13) aufweisen, in die jeweils ein entsprechender Vorsprung (1 1 ) der Dekorblende (10, 20, 30, 40) eingesteckt ist. 6. Abstellbehälter (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälterkorpus (2) keine oder eine halbhohe Vorderwand (9) aufweist. 7. Abstellbehälter (1 ) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dekorblende (20) durch eine Nut-Feder Verbindung (26) an der Oberseite der halbhohen Vorderwand (9) befestigt ist. 8. Abstellbehälter (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälterkorpus (2) zumindest teilweise transparent ist. 9. Abstellbehälter (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Dekorblende (20, 30) im Bereich zwischen den die Stirnwände (4, 4') bedeckenden Abschnitten (22, 22') der Dekorblende (20, 30) zumindest eine Aussparung aufweist, welche sich optional bis zum unteren Rand der Dekorblende (20, 30) erstreckt. 10. Abstellbehälter (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dekorblende (10, 20, 30, 40) aus Kunststoff, gefärbtem Kunststoff, metallisierten Kunststoff, Holz, Metall oder aus einem Verbund aus einem Kunststoff- Rückteil und einer Oberseite aus Holz oder Metall hergestellt ist. 1 1 . Satz aus einem Abstellbehälter (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche und weiteren Dekorblenden (10, 20, 30, 40), wobei die Dekorblenden (10, 20, 30, 40) unterschiedliche Farben und/oder Formen aufweisen und/oder aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sind, und jeweils mit dem gleichen Behälterkorpus (2) verbindbar sind. 12. Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät, mit einem Abstellbehälter (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche. |
Die Erfindung betrifft einen Abstellbehälter zur Montage in einer Tür eines Kältegeräts, insbesondere einen Türabsteller mit einer an der Frontseite des Abstellbehälters aufgesetzten Dekorblende.
Zur Differenzierung der unterschiedlichen Baureihen, die von einem Hersteller von Kältegeräten gefertigt werden, ist es bekannt, Abstellbehälter für Kühlgut aus jeweils baugleichem Behälterkorpussen herzustellen, die mit unterschiedlichen Dekorleisten versehen werden. So ist aus der DE 101 17 763 A1 ein Abstellbehälter zur Montage in einer Tür eines Kältegeräts bekannt, der aus einem Behälterkorpus und einer Dekorleiste aufgebaut ist, die am Behälterkorpus durch eine Steckverbindung montierbar ist. Gemäß einer Ausführungsform wird die Dekorleiste in ein vertieftes Feld in der Frontseite des Korpus eingesetzt, wobei das Feld jeweils an den Seiten und nach unten durch vorstehende Ränder begrenzt ist. Gemäß einer anderen Ausführungsform erstreckt sich ein entsprechendes vertieftes Feld über die gesamte Breite der Frontseite und einen Teil der Breite der darin angrenzenden Schmalseiten. Komplementär zur Form dieses vertieften Feldes ist die Dekorleiste klammerförmig mit einem sich über die Frontseite erstreckenden zentralen Bereich und zwei daran angrenzenden Seitenwangen ausgebildet. Nachteilig an beiden diesen Ausgestaltungen ist jedoch, dass die Dekorleiste sich nicht über die gesamte Flä- che der Frontseite des Abstellbehälters erstreckt, sondern jeweils zumindest Teil der Stirnwände sichtbar bleiben.
Die DE 102 08 063 A1 und DE 102 08 067 A1 offenbaren einen Türabsteller für ein Kältegerät mit einer Vorderwand, einem Boden und zwei Seitenwänden, wobei die Vorderwand durch ein Strangpressprofil gebildet ist, das Aufnahmen für die Anbringung einer den Boden bildenden Platte und zweier die Stirnwände bildende Kopfstücke aufweist. Auch der Hintergrund dieser Dokumente ist die Austauschbarkeit der Vorderwand, die für verschiedene Modellreihen aus unterschiedlichen Strangpressprofilen bestehen soll. Die Strangpressprofile weisen Kanäle auf, die an den Stirnseiten der Vorderwand jeweils Aufnahmen für entsprechende Steckzapfen in den Stirnwänden bzw. der Bodenplatte bilden. Aufgrund dieser Art der Befestigung der Vorderwand an der Bodenplatte bzw. den Stirnwänden ist es nicht möglich, dass die Vorderwand die Stirnwände zur Frontseite des Behälters hin bedeckt. Diese bleiben also sichtbar, auch wenn sie aus weniger werthaltigem Material gefertigt sind.
Das gleiche Befestigungsprinzip zwischen Vorderwand und Stirnwänden wird auch in der DE 10 2005 022 516 A1 verwendet. Hierbei ist die Vorderwand zudem aus mehreren in- einandergreifenden Elementen zusammengefügt.
Aus der DE 10 2008 026 381 A1 ist ein Türabsteller für ein Kältegerät bekannt, der eine offene Vorderseite aufweist. Die Vorderseite ist durch eine schwenkbare Klappe verschließbar.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gesetzt, ein neues Konzept eines modularen Abstellbehälters für Kältegeräte bereitzustellen, durch das verschiedene Türabsteller mit möglichst vielen Gleichteilen und einem hohen Differenzierungsgrad realisiert werden können. Die Abstellbehälter sollen zur Frontseite ein möglichst einheitliches Bild abgeben.
Gelöst wird diese Aufgabe durch einen Abstellbehälter gemäß Anspruch 1 und das Kältegerät gemäß Anspruch 12. Der erfindungsgemäße Abstellbehälter umfasst einen Behälterkorpus mit einem Boden, zwei Stirnwänden, optional einer an der Frontseite des Abstellbehälters angeordneten Vorderwand und einer an der Frontseite des Abstellbehälters aufgesetzten Dekorblende. Die Dekorblende bildet bevorzugt ein vom Behälterkorpus separates Teil, ist jedoch fest an dem Behälterkorpus gehaltert. Insbesondere handelt es sich nicht um eine Klappe oder Schiebetür. Erfindungsgemäß sind die Stirnwände des Behälterkorpus zur Frontseite hin zumindest teilweise von der Dekorblende bedeckt. Vorzugsweise sind die Stirnwände zumindest im Wesentlichen, insbesondere vollständig von der Dekorblende bedeckt. Dadurch ist der Behälterkorpus, der unter Umständen aus einem einfachen Kunststoff als Spritzgussteil gefertigt ist, jedenfalls an den Seiten vollständig von der Dekorblende bedeckt und damit nicht sichtbar, was zu einem werthaltigen Aussehen des Abstellbehälters beiträgt. Mit„Frontseite" ist diejenige Seite des Abstellbehälters gemeint, die, wenn der Abstellbehälter in einer Tür eines Kältegerätes montiert ist, bei geschlossener Tür dem Innenraum des Kältegeräts zugewandt ist. Der ästhetische Eindruck des Abstellbehälter wird daher was ausschließlich durch die Frontseite bestimmt. Bevorzugt erstreckt sich die Dekorblende über die gesamte Breite und, zumindest an den Stirnseiten des Abstellbehälters, über die gesamte Höhe der Frontseite des Abstellbehälters. Hierdurch werden wiederum die Stirnwände des Behälterkorpus von der Dekorblende überdeckt, und zu der beim Öffnen der Tür dem Benutzer zugewandten Frontseite hin ist praktisch nur die Dekorblende zu sehen. Gemäß einer Ausführungsform ist zumindest im Wesentlichen die gesamte Frontseite des Abstellbehälters von der Dekorblende bedeckt, die Stirnseiten des Behälterkorpus jedoch nicht. Hierzu wird insbesondere ein Halterungsmechanismus verwendet, durch den die Dekorblende auf die Frontseite des Behälterkorpus aufgesetzt ist, ohne dessen Stirnwände zu umgreifen. Gemäß einer Ausführungsform ist die Dekorblende an dem Behälterkorpus durch eine Kraftschluss- und/oder Formschlussverbindung gehaltert. Insbesondere ist die Dekorblende auf den Behälterkorpus gesteckt, wobei die Steckrichtung bevorzugt zumindest im Wesentlichen senkrecht zur Frontseite liegt. Die Dekorblende wird also beim Zusammenfügen des modularen Abstellbehälters von vorne auf die Frontseite aufgesteckt. Vorzugs- weise ist die Dekorblende am Behälterkorpus durch eine oder mehrere Rastverbindungen gehaltert.
Die Dekorblende ist bevorzugt formschlüssig, z. B. durch eine Rast-, Steck- und/oder Nut- Federverbindung an dem Behälterkorpus gehaltert. Es kommen jedoch auch stoffschlüs- sige Verbindungen wie Kleben, oder kraftschlüssige Verbindungen in Frage. Die Verbindung kann lösbar sein, dies ist jedoch nicht zwingend erforderlich, da eine einmal montierte Dekorblende nicht mehr vom Behälterkorpus gelöst wird.
Gemäß einer Ausführungsform ist die Dekorblende im Bereich der Seitenwände an der Frontseite des Behälterkorpus gehaltert, z.B. durch Rastverbindungen. Hierbei kann vorgesehen sein, dass die beiden Stirnwände des Behälterkorpus jeweils eine zur Frontseite hin offene Öffnung aufweisen, in die jeweils ein entsprechender Vorsprung der Dekorblende eingesteckt ist. Der Vorsprung kann dann beispielsweise eine Hinterschneidung aufweisen, in die eine entsprechende Rastnase an den Seitenwänden der Öffnung des Behälterkorpus einrastet. Alternativ kann der Vorsprung auch reibschlüssig oder durch einen Klebstoff in der jeweiligen Öffnung in der Stirnwand des Behälterkorpus gehaltert sein. Da die Dekorblende sich bevorzugt über die gesamte Breite des Abstellbehälters erstreckt und somit die Frontwand bildet, braucht der Behälterkorpus keine Vorderwand aufzuweisen. Gemäß einer Ausführungsform ist jedoch eine Vorderwand vorhanden, die bevorzugt halbhoch ist, sich also nicht über die gesamte Höhe der Frontseite erstreckt. Eine halbhohe Vorderwand eröffnet die Möglichkeit, die Dekorblende durch eine Nut-Federverbindung an der Oberseite der Vorderwand zu befestigen. Zusätzlich kann die Dekorblende im Bereicht der Stirnwände durch Rastverbindungen am Behälterkorpus gehaltert sein.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Behälterkorpus zumindest teilweise transparent. Der Korpus kann beispielsweise durch Spritzguss aus Polystyrol gefertigt sein. Vorzugsweise wird für verschiedene Baureihen die gleiche Spritzgussform verwendet, wobei auf den gleichen Behälterkorpus verschiedene Baureihen unterschiedliche Dekorblenden aufgesetzt werden.
Gemäß einer Ausführungsform weist eine Dekorblende im Bereich zwischen den die Stirnwände bedeckenden Abschnitten zumindest eine Aussparung auf, welche sich optional bis zum unteren Rand der Dekorblende erstreckt. Die Aussparung kann eine Art Fenster sein, welches den Blick auf das im Abstellbehälter gelagerte Kühlgut freigibt. Diese Ausführungsform ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn der Abstellbehälter keine oder eine transparente Vorderwand aufweist. Die Aussparung kann sich optional bis zum unte- ren Rand der Dekorblende erstrecken. In einer bevorzugten Ausführungsform erstreckt sich die Aussparung über zumindest annähernd die gesamte Fläche einer halbhohen transparenten Vorderwand. Dabei bleiben bevorzugt jedoch die Stirnwände komplett bedeckt, d. h. seitlich erstreckt sich die Dekorblende über die gesamte Höhe der Frontseite des Abstellbehälters.
Die Erfindung ist auch auf einen Satz aus einem oben beschriebenen Abstellstellbehälter und weiteren Dekorblenden gerichtet, wobei die Dekorblenden unterschiedliche Farben und/oder Formen aufweisen oder aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sind, und jeweils mit dem gleichen Behälterkorpus verbindbar sind. Dadurch wird das Ziel der Erfin- dung erreicht, den gleichen Behälterkorpus in Verbindung mit unterschiedlichen Dekorblenden in verschiedenen Modellreihen, sowohl im Einstiegssegment als auch im Premi- umgeräten, verwenden zu können. Durch die Verwendung verschieden ausgeformter Blenden in diversen Materialien können unterschiedliche Wertigkeitsstufen dargestellt werden, wobei durch den gleichbleibenden Grundaufbau jedoch eine formale Durchgängigkeit gewährleistet ist.
Die Dekorblende bzw. die verschiedenen Dekorblenden eines Satzes können aus Kunststoff, gefärbtem Kunststoff, metallisiertem Kunststoff, Holz, Metall oder aus einem Ver- bund aus einem Kunststoff-Rückteil und einer Vorderseite aus Holz oder Metall hergestellt sein. Dadurch kann eine deutliche Differenzierung der Form und Wertigkeit erzielt werden.
Die Erfindung ist auch auf ein Kältegerät, insbesondere ein Haushaltsgerät gerichtet, welches mit einem oben beschriebenen Abstellbehälter ausgestattet ist. Hierbei kann es sich um einen Kühlschrank, eine Kühl-Gefrierkombination, einen Weinschrank oder einen Gefrierschrank handeln.
Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines transparenten Behälterkorpus;
Fig. 2 ein Querschnitt durch eine Stirnwand des Behälterkorpus der Fig. 1 ; Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer Dekorblende,
Fig. 4 eine Rückansicht der Dekorblende der Fig. 3;
Fig. 5 ein Querschnitt durch die auf einen Behälterkorpus aufgesteckte Dekorblende der Fig. 4 entlang der Linie V-V;
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht eines Abstellbehälters mit einer anderen Ausführungsform einer Dekorblende; Fig. 7 einen Querschnitt durch die auf einen Behälterkorpus aufgesteckte Dekorblende der Fig. 7; Fig. 8 eine perspektivische Ansicht eines Abstellbehälters mit einer aufgesteckten
Dekorblende gemäß einer weiteren Ausführungsform;
Fig. 9 eine Draufsicht auf eine weitere Dekorblende. In den Figuren sind gleiche Teile jeweils durch gleiche Bezugszeichen gekennzeichnet. Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Behälterkorpus 2 eines Abstellbehälters ohne Dekorblende. Der Behälterkorpus ist aus transparentem Kunststoff gefertigt und weist einen Boden 3, zwei Stirnwände 4, 4', sowie eine halbhohe Rückwand 8 und eine halbhohe Vorderwand 9 auf. Die Stirnwände 4, 4' bestehen jeweils aus drei Wänden 5, 6, 7 bzw. 5', 6', 7', die in Form eines umgekehrten U-Profils senkrecht zur Frontseite bzw. zur Tür des Kältegeräts ausgerichtet sind. Dadurch schließen die drei Wände 5, 6, 7 eine zur Frontseite hin offene Öffnung 13 zwischen sich ein. Die Öffnung 13 ist im dargestellten Beispiel nach unten offen, jedoch weist die äußere Wand 7, T an ihrem unteren Rand eine nach innen vorspringende Leiste 12 auf. Diese dient, wie in Fig. 5 dargestellt, dazu, einen in die Öffnung 13 eingeschobenen Vorsprung nach unten am Herausfallen zu hindern. Es sind jedoch auch andere Ausführungsformen angedacht, in denen die Stirnwände 4, 4' des Abstellbehälters anders ausgeformt sind.
An der rückwärtigen Seite weisen die Stirnwände 4, 4' jeweils eine Ausnehmung 14, 14' auf, die zum Einhängen in einen entsprechenden Nocken an der Innenwand der Tür des Kältegerätes geeignet ist. Der Behälterkorpus kann somit an den Ausnehmungen 14, 14' an der Tür des Kältegeräts montiert werden.
Sowohl die Rückwand 8 als auch die der Frontseite zugewandte halbhohe Vorderwand 9 sind optional und können insbesondere auch noch weniger hoch ausgebildet sein. Die Funktion der Rückwand 8 kann auch durch die Innenseite der Tür wahrgenommen werden, während an der Vorderseite eine Dekorblende aufgesetzt wird, die als komplette Frontwand dient. Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch die rechte Stirnwand 4 des Behälterkorpus. Daran sind die Innenwand 5, die obere Wand 6 und die äußere Wand 7 zu erkennen, die zwischen sich eine zur Frontseite hin offene Öffnung 13 einschließen. Die Öffnung 13 ist unten an einer Seite durch die Leiste 12 begrenzt, die es ermöglicht, einen von der Frontsei- te hin eingeschobener Vorsprung einer Dekorblende in der Öffnung zu halten. Zur festen Halterung ist auf der unteren Seite der oberen Wand 6 eine Ausnehmung 15 vorhanden, die gemeinsam mit einer an dem Vorsprung der Dekorblende angeordneten Rastnase eine Rastverbindung bildet. Auf diese Weise kann die Dekorblende formschlüssig an den Behälterkorpus gehaltert werden. Diese Art der Befestigung wird anhand der Figuren 3-5 näher erläutert.
Fig. 3 zeigt ein Beispiel einer Dekorblende 10. Diese kann aus Holz, Kunststoff oder einem Kunststoffrückteil mit einer Vorderseite aus Holz oder Metall gefertigt sein. In Fig. 3 ist die Frontseite der Dekorblende bzw. Frontwand zu sehen. Fig. 4 zeigt dagegen die Rückseite, auf der zwei Vorsprünge 1 1 , 1 1 ' ausgeformt sind. Diese können beispielsweise durch in Rechteckform angeordnete Rippen ausgebildet sein, die z. B. aus dem Kunst- stoff-Rückteil der Dekorblende ausgeformt sind. Alternativ können die Vorsprünge auch ausgefräst oder durch Anbringen von Holz- oder Kunststoffblöcken auf der Grundplatte der Dekorblende hergestellt sein.
Fig. 5 zeigt einen Längsschnitt entlang der Linie V-V in Fig. 4 durch die Dekorblende 10, wenn sie auf einen Behälterkorpus 2 aufgesetzt ist. In Fig. 5 sind Teile der Dekorblende von links unten nach rechts oben schraffiert, Teile des Behälterkorpus 2 von links oben nach rechts unten. Der Längsschnitt zeigt einen Schnitt durch die Stirnwand 4 mit der oberen Wand 6 und der durch die Wände 5, 6, 7 eingeschlossenen Öffnung 13, in die der Vorsprung 1 1 der Dekorblende 10 eingeschoben ist. Nach unten hin wird der Vorsprung 1 1 durch die Leiste 12 in der Öffnung 13 gehaltert. Auf der Oberseite ist eine Rastnase 16 in die Ausnehmung 15 eingerastet, wo sie durch eine Hinterschneidung gehalten wird. Auf diese Weise ist die Dekorblende 10 am Behälterkorpus 2 formschlüssig und fest gehaltert.
Fig. 6 zeigt einen Abstellbehälter 1 , bestehend aus einem Behälterkorpus gemäß Fig. 1 , mit einer anderen aufgesetzten Dekorblende 20. Die Dekorblende 20 weist zwei Seitenteile 22, 22' auf, welche die Stirnwände 4, 4' nach vorne abdecken und wie oben beschrieben durch Einschieben von nicht dargestellten Vorsprüngen 1 1 , 1 1 ' in die Öffnungen 13 gehaltert sind. Etwa im oberen Bereich sind die beiden Seitenteile 22, 22' durch einen Wandabschnitt 24 verbunden. Der untere Bereich zwischen den Abschnitten 22, 22' ist jedoch ausgespart, wodurch hier die transparente halbhohe Vorderwand 9 sichtbar wird. Bevorzugt ist die Dekorblende bei diesem Beispiel aus einem nicht-transparenten Materi- al, beispielsweise Kunststoff, gefertigt, so dass sich ein ansprechendes Bild der Frontseite des Abstellbehälters ergibt, mit den undurchsichtigen Wandabschnitten 22, 22' und 24, und darunter einem transparenten Sichtfenster.
Darüber hinaus bietet diese Ausführungsform den Vorteil, dass der Wandabschnitt 24 durch eine Nut-Federverbindung an der Oberseite der halbhohen Vorderwand 9 befestigt sein kann, was im Querschnitt der Figur 7 erkennbar ist. Hier ist der Boden 3 des Behälterkorpus zu sehen, an den sich die halbhohe Vorderwand 9 anschließt. Durch die Nut- Federverbindung 26 ist auf diese der Wandabschnitt 24 der Dekorblende aufgesetzt. Alternative kann die Nut-Federverbindung auch weggelassen werden, und die Dekorblende einzig an den Stirnwänden 4, 4' gehaltert sein. Es sind auch Ausführungsformen vorgesehen, bei der zwischen dem Wandabschnitt 24 und der halbhohen Vorderwand 9 ein Spalt gelassen ist.
Fig. 8 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Abstellbehälters 1 , der wiederum aus dem Behälterkorpus der Figur 1 mit einer noch anderen Dekorblende 30 zusammengesetzt ist. Die Dekorblende 30 ist wiederum von vorne in die Öffnungen 13 eingesetzt und dadurch von vorne an den Stirnwänden 4, 4' gehaltert. Diese Dekorblende kann aus Holz oder Kunststoff bestehen und zeichnet sich durch ein längliches Fenster 32 aus. Dieses ist im dargestellten Beispiel im Bereich der halbhohen Vorderwand 9 angeordnet, so dass be- vorzugt keine Gegenstände durch das Fenster 32 herausfallen können.
Fig. 9 zeigt eine Draufsicht auf eine noch andere Dekorblende, welche einen äußeren Rahmen 42 und ein darin eingefasstes Mittel stück 44 aufweist. Vorzugsweise bestehen Rahmen und Mittelstück aus unterschiedlichen Materialien, beispielsweise das Mittelstück 44 aus Holz und der Rahmen 42 aus Kunststoff. Dieser kann auch ein Kunststoff-Rückteil mit ausgeformten Vorsprüngen 1 1 bilden.
Die Erfindung stellt einen Abstellbehälter mit einer komplett auswechselbaren Front bereit. Das beschriebene Konzept umfasst ein Türabsteller-Grundbauteil in Form eines gleich- bleibenden Behälterkorpus, welches mit unterschiedlichen Fronten bzw. Dekorblenden ausgestattet werden kann. Die Fronten können sich sowohl in ihrer Form, als auch in ihrer Materialität unterscheiden. Dadurch ist auf sehr einfache Weise ein hoher Differenzierungsgrad möglich.
