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Title:
RADIAL VENTILATOR WITH DIFFERENTIAL PRESSURE MEASUREMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/063395
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a radial ventilator (1) comprising a ventilator wheel (2), a motor which drives the ventilator wheel, and a ventilator housing (3). The radial ventilator (1) has a suction side (S), which is on the suction side when viewed in the flow direction, and a pressure side (D), which lies axially opposite the suction side. The ventilator housing (3) is made of a suction-side front part (4) and a pressure-side rear part (5), between which the ventilator wheel (3) is arranged when viewed in the axial direction. The front part (4) and the rear part (5) are connected by at least one axial brace (6) that has a hollow channel (7) which is open towards the suction side (S) and the pressure side (D) and in which at least one differential pressure sensor (8) is arranged, said differential pressure sensor directly detecting a pressure difference of the respective static air pressure on the suction side (S) and the pressure side (D) of the radial ventilator (1) during the operation of the radial ventilator (1).

Inventors:
MÜLLER, Jens (Eichenweg 2/1, Künzelsau, 74653, DE)
GEBERT, Daniel (Am Rain 2, Öhringen, 74613, DE)
RIEGLER, Peter (An der Dell, Boxberg, 97944, DE)
DÖRR, Johannes (Unterer Bach 20, Mulfingen, 74673, DE)
Application Number:
EP2018/075416
Publication Date:
April 04, 2019
Filing Date:
September 20, 2018
Export Citation:
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Assignee:
EBM-PAPST MULFINGEN GMBH & CO. KG (Bachmühle 2, Mulfingen, 74673, DE)
International Classes:
F04D27/00; F04D17/16; F04D29/42; F04D25/08; G01F1/34
Foreign References:
US20170030378A12017-02-02
CN206352594U2017-07-25
US1897858A1933-02-14
EP1865205A22007-12-12
DE102004038523A12006-03-16
EP1528260A12005-05-04
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
PETER, Julian (Staeger & Sperling Partnerschaftsgesellschaft mbB, Sonnenstr. 19, München, 80331, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Radialventilator (1 ) mit einem Ventilatorrad (2), einem das

Ventilatorrad antreibenden Motor und einem Ventilatorgehäuse (3), wobei der Radialventilator (1 ) eine in Strömungsrichtung ansaugseitig liegende Saugseite (S) und eine axial gegenüberliegende Druckseite (D) aufweist, wobei das Ventilatorgehäuse (3) aus einem saugseitigen Vorderteil (4) und einem druckseitigen Hinterteil (5) gebildet ist, zwischen denen, in Axialrichtung gesehen, das Ventilatorrad (2) angeordnet ist, wobei das Vorderteil (4) und das Hinterteil (5) mit zumindest einer Axialstrebe (6) verbunden sind, die einen durchgängigen, zur Saugseite (S) und zur Druckseite (D) offenen Hohlkanal (7) aufweist, in dem mindestens ein Differenzdrucksensor (8) angeordnet ist, der im Betrieb des Radialventilators (1 ) unmittelbar einen Druckunterschied des jeweiligen statischen Luftdrucks auf der Saugseite (S) und der Druckseite (D) des Radialventilators (1 ) erfasst.

Radialventilator nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Differenzdrucksensor (8) als Heißfilmsensor ausgebildet ist.

Radialventilator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Auswerteelektronik (13) aufweist, welche aus den durch den Differenzdrucksensor (8) erfassten Werten des jeweiligen statischen Luftdrucks und einer Ventilatorraddrehzahl einen Volumenstrom des Radialventilators (1 ) bestimmt.

Radialventilator nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Axialstrebe (6) teilweise an dem Vorderteil (4) und teilweise an dem Hinterteil (5) jeweils einstückig ausgebildet ist.

Radialventilator nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass er als einteiliges Radialmodul ausgebildet ist.

6. Radialventilator nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorderteil (4) und das Hinterteil (5) axial unmittelbar an das Ventilatorrad (2) angrenzend angeordnet sind.

7. Radialventilator nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorderteil (4) und das Hinterteil (5) als das Ventilatorrad (2) axialseitig überdeckende Platten ausgebildet sind, wobei das Vorderteil (4) eine zentrale Einlassöffnung aufweist.

8. Radialventilator nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Vorderteil (4) des Ventilatorgehäuses (3) eine sich in axialer Richtung zu einer Ansaugöffnung (9) des

Ventilatorrades (3) erstreckende Einlaufdüse (10) ausgebildet ist.

9. Radialventilator nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Axialstreben (6) an einem sich in radialer Richtung an das Ventilatorrad (2) anschließenden Umfangsrandabschnitt (1 1 ) des Vorderteils (4) und Hinterteils (5) angeordnet sind.

10. Radialventilator nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkanal (7) durch das Vorderteil (4) und das Hin terteil (5) des Ventilatorgehäuses (3) verlängert ist.

1 1. Radialventilator nach einem der vorigen Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Heißfilmsensor zwei in einer axialen Reihe angeordnete Sensorelemente aufweist.

12. Radialventilator nach dem vorigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorelemente als Thermoelemente, insbesondere als ein PT100-Thermoelement und ein PT1000-Thermoelement ausgebil- det sind.

13. Radialventilator nach dem vorigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das PT100-Thermoelement in Strömungsrichtung im Hohlkanal vor dem PT1000-Thermoelement angeordnet ist.

14. Verfahren zur Volumenstrommessung eines Radialventilators nach einem der vorigen Ansprüche 3 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass durch den Differenzdrucksensor (8) in dem Hohlkanal (7) der Druckun terschied (psf) des jeweiligen statischen Luftdrucks auf der Saugseite (S) und der Druckseite (D) des Radialventilators (1 ) unmittelbar gemessen und eine Ventilatorraddrehzahl (n) erfasst werden, wobei aus den Werten des Druckunterschieds (psf) und der

Ventilatorraddrehzahl (n) der durch den Radialventilator (1 ) geförderte Volumenstrom durch die Auswerteelektronik (13) berechnet wird.

15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Diffe- renzdrucksensor (8) als Messsignal eine Sensorspannung liefert, aus der durch ein Polynom (P) der Druckunterschieds (psf) berechnet wird, wobei das Polynom durch die Formel bestimmt ist:

P = ÖL * (Us -2 , 05 ( U* - 0,756 * U3 + 0, 18 * Li2 - 0.029U + //)) mit 4,6 < a < 5,8, und -0,004 < b < 0,004, und U=((Usensor)-(Usensor_min)) / ((Usensor_max)-(Usensor_min)).

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Description:
Radialventilator mit Differenzdruckmessung

Beschreibung:

Die Erfindung betrifft einen Radialventilator mit Differenzdruckmessung zur Bestimmung des Volumenstroms.

Aus dem Stand der Technik sind bereits verschiedene Ausführungsformen von Ventilatoren bekannt, welche den Volumenstrom des Ventilators durch eine Anpassung der Ventilatorraddrehzahl anhand von gemessenen Luftdrücken regeln. Die Ventilatoren umfassen hierzu jeweils ein von einem Motor angetriebenes Ventilatorrad, dessen Drehzahl über die Motordrehzahl gesteuert wird. Trommelläufer-Ventilatoren werden dabei aufgrund von erhöhten Effizienzanforderungen mehr und mehr durch Radialventilatoren mit gekrümmten Schaufeln ersetzt, bei denen jedoch im Gegensatz zu Trommelläufer- Ventilatoren kein eindeutiger Zusammenhang zwischen der Leistungsauf- nähme und dem gefördertem Volumenstrom bei konstanter

Ventilatorraddrehzahl besteht. Deshalb sind Verfahren zur Volumenstrommessung und Volumenstromregelung entwickelt worden, bei denen der statische Luftdruck im Einströmraum in einer Ringleitung gemessen und aus den gemessenen Werten der Volumenstrom errechnet wird. Typischerweise wer- den mehrere Druckentnahmestutzen über eine Ringleitung verbunden und mittels einer Schlauchleitung ein Drucksensor angeschlossen. Dabei ist nachteilig, dass die Montage der Ringleitung und der Schlauchleitung aufwendig und mithin kostenintensiv ist. Ferner besteht zwischen dem geförderten Volumenstrom und dem statischen Wirkdruck ein quadratischer Zusam- menhang, der bei kleinen Volumenströmen zu einem kaum messbaren Drucksignal und somit zu einer sehr schlechten Messgenauigkeit führt.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Radialventilator mit integrierter Volumenstrommessung bereit zu stellen, die kostengünstig ist und auch bei geringen geförderten Volumenströmen eine ausreichend gute Messgenauigkeit des Differenzdrucks zur Bestimmung des Volumenstroms gewährleistet.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmalskombination gemäß Patentanspruch 1 gelöst.

Erfindungsgemäß wird hierfür ein Radialventilator mit einem Ventilatorrad, einem das Ventilatorrad antreibenden Motor und einem Ventilatorgehäuse vorgeschlagen, wobei der Radialventilator eine in Strömungsrichtung gesehen ansaugseitige Saugseite und eine axial gegenüberliegende Druckseite hat. Das Ventilatorgehäuse ist aus einem saugseitigen Vorderteil und einem druckseitigen Hinterteil gebildet, zwischen denen, in Axialrichtung gesehen, das Ventilatorrad angeordnet ist. Das Vorderteil und das Hinterteil sind mit zumindest einer Axialstrebe verbunden, die einen durchgängigen sowie zur Saugseite und zur Druckseite offenen Hohlkanal aufweist. In dem Hohlkanal ist mindestens ein Differenzdrucksensor angeordnet, der im Betrieb des Radialventilators unmittelbar einen Druckunterschied des jeweiligen statischen Luftdrucks auf der Saugseite und der Druckseite des Radialventilators erfasst bzw. misst.

Durch die Integration des Differenzdrucksensors in die Axialstrebe wird die bisherige Verwendung einer Ringleitung sowie von Druckschläuchen und Druckstutzen überwunden. Die Axialstrebe wird zur Integration des Differenzdrucksensors mit dem sich in axialer Richtung von der Saugseite zur Druckseite hindurch erstreckenden Hohlkanal gebildet und der Differenzdrucksensor darin angeordnet. Der Hohlkanal steht bezüglich des jeweiligen statischen Luftdrucks unmittelbar in Wirkverbindung mit der Saugseite und der Druckseite des Radialventilators, so dass über den Differenzdrucksensor der Druckunterschied feststellbar und daraus der aktuelle Volumenstrom des Radialventilators berechenbar ist. Die erfindungsgemäße Lösung bietet eine kostengünstige Möglichkeit zur Feststellung des Volumenstroms auch bei geringen Druckunterschieden. Zudem ist der Differenzdrucksensor in der Axialstrebe vor Fremdeinflüssen geschützt.

Als weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnung des Differenzdrucksensors im Hohlkanal der Axialstrebe ist anzuerkennen, dass die Hauptströmung nicht beeinflusst wird und keine negativen Auswirkungen auf die Effizi- enz und das geräuschverhalten des Radialventilators zu verzeichnen sind. Bei einer Verwendung von Differenzdrucksensoren jeweils in mehreren Axialstreben kann die Messgenauigkeit weiter erhöht werden.

In einer vorteilhaften Ausführungsvariante des Radialventilators ist der Diffe- renzdrucksensor als Heißfilmsensor ausgebildet. Durch den Druckunterschied auf der Saugseite und der Druckseite während des Betriebs des Radialventilators erfolgt eine Luftströmung durch den Hohlkanal der Axialstrebe und mithin über den Heißfilmsensor. Die Luftströmung beeinflusst die Tem- peratur am Heißfilmsensor abhängig von dem Druckunterschied auf der Saugseite und der Druckseite, so dass über die Temperaturbeeinflussung am Heißfilmsensor der Druckunterschied messbar ist.

Günstig ist eine Ausführung des Heißfilmsensors mit zwei in einer axialen Reihe angeordneten Sensorelementen, die zur Verbesserung der Messge- nauigkeit axial gesehen nacheinander positioniert und von der Luftströmung durch den Hohlkanal nacheinander überströmt werden. Dabei werden die Sensorelemente in einer vorteilhaften Ausführung als Thermoelemente, vorzugsweise als Widerstandsthermometer als ein PT100-Thermoelement und ein PT1000-Thermoelement ausgebildet und das PT100-Thermoelement in Strömungsrichtung im Hohlkanal vor dem PT1000-Thermoelement angeordnet.

Der Heißfilmsensor liefert als Messsignal eine Sensorspannung, aus der durch ein Polynom der Differenzdruck berechenbar ist. Vorzugsweise werden die Eingangsgröße (Sensorspannung Usensor) und die Ausgangsgröße (Dif- ferenzdruck psf) zur Übertragbarkeit auf beliebige Baugrößen des Radialventilators mit der minimalen und maximalen Sensorspannung (Usensor_min, Usensor_max) durch die Formel normiert:

U=((Usensor)-(Usensor_min)) / ((Usensor_max)-(Usensor_min))

Die minimale Sensorspannung Usensorjmin wird erreicht, wenn der Radial- Ventilator freiblasend auf seiner Lüfterkennlinie betrieben wird. Die maximale Sensorspannung Usensorjmax wird bei maximalem Druck der jeweiligen Lüfterkennlinie des Radialventilators erreicht. Die Ausgangsgröße des Differenzdrucks psf wird nur mit dem maximalen Druck psfjmax des jeweiligen Radialventilators normiert, so dass gilt:

P=(psf/psf_max).

Bei einem beispielhaften Durchmesser des Hohlkanals in der Axialstrebe von 3mm ergibt sich folgendes Polynom: p = a * (U 3 -2 , 05 ( U* - 0,756 * U 3 + 0, 18 * U ~ - 0.0291/ + //}) mit 4,6 < a < 5,8, vorzugsweise 4,9 < a < 5,5 und

-0,004 < b < 0,004, vorzugsweise -0,002 < b < 0,002, wobei das Polynom durch den festgelegten Wertebereich auf weitere Durchmesser des Hohlka- nals übertragbar ist.

Zur Berechnung des Volumenstroms weist der Radialventilator vorteilhafterweise eine Auswerteelektronik auf. Diese bestimmt aus den durch den Differenzdrucksensor erfassten Werten des jeweiligen statischen Luftdrucks und der Ventilatorraddrehzahl den Volumenstrom des Radialventilators. Die Aus- werteelektronik kann dabei in die Motorsteuerung integriert sein.

In einer Weiterbildung des Radialventilators ist vorgesehen, dass die Axialstrebe bzw. die Axialstreben teilweise an dem Vorderteil und teilweise an dem Hinterteil jeweils einstückig ausgebildet ist bzw. sind. Das

Ventilatorgehäuse ist somit zweiteilig und kann von zwei axialen Seiten mon- tiert werden.

Ferner ist der Radialventilator in einer günstigen Ausführung als einteiliges Radialmodul ausgebildet. Ein Radialmodul ist dadurch gekennzeichnet, dass es als einziges Bauteil an den bestimmungsgemäßen Einsatzort

positionierbar und anschließbar ist, ohne dass weitere Bauteile ergänzt oder montiert werden müssten. Auch kann das Radialmodul im Störfall als Ganzes getauscht werden.

Das Vorderteil und das Hinterteil des Ventilatorgehäuses sind in einem Ausführungsbeispiel axial unmittelbar an das Ventilatorrad angrenzend angeordnet, so dass ein kompakter Aufbau des Radialventilators gewährleistet ist. Dabei ist eine günstige Variante des Radialventilators dadurch gekennzeichnet, dass das Vorderteil und das Hinterteil als das Ventilatorrad axialseitig überdeckende Platten ausgebildet sind. Das Vorderteil weist jedoch eine zentrale Einlassöffnung auf. Die Axialstreben verbinden die Platten unmittelbar miteinander. Ferner ist eine Ausführung des Radialventilators günstig, bei der in dem Vorderteil des Ventilatorgehäuses eine sich in axialer Richtung zu einer Ansaugöffnung des Ventilatorrades erstreckende Einlaufdüse ausgebildet ist. Die Einlaufdüse leitet über ihren Axialerstreckungsabschnitt die angesaugte Luftströmung unmittelbar in die Ansaugöffnung des Ventilatorrades. Die eine oder Vielzahl der Axialstreben ist in einer Ausführungsvariante an einem sich in radialer Richtung an das Ventilatorrad anschließenden Um- fangsrandabschnitt des Vorderteils und Hinterteils angeordnet.

Ferner ist eine Ausführung des Radialventilators vorteilhaft, bei welcher der Hohlkanal durch das Vorderteil und das Hinterteil des Ventilatorgehäuses verlängert ist. Beispielsweise können das Vorderteil und Hinterteil hierfür entsprechende Öffnungen, insbesondere mit einer dem Hohlkanal entsprechenden Querschnittsform aufweisen. Der Hohlkanal erstreckt sich dann in Strömungsrichtung gesehen axial durch das Vorderteil, die Axialstrebe(n) und das Hinterteil von der Saugseite zur Druckseite. Die Erfindung umfasst ferner ein Verfahren zur Volumenstrommessung der vorstehend beschriebenen Radialventilators, wobei durch den Differenzdrucksensor in dem Hohlkanal der Druckunterschied des jeweiligen stati- sehen Luftdrucks auf der Saugseite und der Druckseite des Radialventilators unmittelbar gemessen und eine Ventilatorraddrehzahl erfasst werden. Aus den Werten des Druckunterschieds und der Ventilatorraddrehzahl wird der durch den Radialventilator geförderte Volumenstrom durch die Auswerte- elektronik berechnet. Dabei sind alle offenbarten Varianten des Radialventilators einsetzbar.

Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet bzw. werden nachstehend zusammen mit der Beschreibung der bevorzugten Ausführung der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische, teilweise geschnittene Ansicht eines Radialventilators;

Fig. 2 eine seitliche Schnittansicht eines Radialventilators in einer weiteren Ausführung; Fig. 3 ein Diagramm zur Darstellung des Druckverlaufs und der Drehzahl bei unterschiedlichen Volumenströmen;

Fig. 4 ein Diagramm des normierten Druckunterschieds gegenüber normierten Sensorspannung.

Gleiche Bezugszeichen benennen gleiche Teile in allen Ansichten. In Figur 1 ist ein Ausführungsbeispiel eines Radialventilators 1 ausgebildet als Radialmodul in einer perspektivischen, teilweise geschnittenen Ansicht gezeigt. Der Radialventilator 1 umfasst ein Ventilatorrad 2, einen rückseitig angeordneten, nicht zu erkennenden Motor und ein Ventilatorgehäuse 3. Im Betrieb saugt der Radialventilator 1 Luft in Axialrichtung A von der Saugseite S an und bläst sie radial aus. Die der Saugseite S axial gegenüberliegende Seite des Radialventilators 1 ist die Druckseite D. Das Ventilatorrad 2 umfasst eine Vielzahl von in einem Schaufelkranz angeordneten rückwärtsgekrümmten Schaufeln, die axial beidseitig von einer Bodenscheibe und einer Deckscheibe überdeckt sind. Die Deckscheibe bildet die Ansaugöffnung 9 des Ventilatorrades 2,

Das Ventilatorgehäuse 3 umfasst ein plattenartig ausgebildetes, saugseitiges Vorderteil 4 und ein plattenartig ausgebildetes, druckseitiges Hinterteil 5, zwischen denen das Ventilatorrad 2 unmittelbar angrenzend angeordnet ist. Das Vorderteil 4 und das Hinterteil 5 sind im Wesentlichen quadratisch und über vier jeweils in radialen Umfangsrandabschnitten 11 ausgebildeten Axialstreben 6 verbunden, die jeweils zum Teil an dem Vorderteil 4, zum Teil an dem Hinterteil 5 ausgebildet sind und das Ventilatorrad 2 radial außenseitig einschließen. In dem Vorderteil 4 des Ventilatorgehäuses 3 ist die sich in axialer Richtung A zu der Ansaugöffnung 9 des Ventilatorrades 3 erstrecken- de Einlaufdüse 10 ausgebildet.

Zur besseren Erkennbarkeit ist die in Figur 1 nach Vorne zugewandte Axialstrebe 6 geschnitten, so dass der in der Axialstrebe 6 zwischen dem Vorderteil 4 und dem Hinterteil 5 verlaufende Hohlkanal 7 zu erkennen ist. Sowohl das Vorderteil 4 als auch das Hinterteil 5 weisen Öffnungen auf, welche den Hohlkanal 7 jeweils nach axial außen verlängern und den Hohlkanal 7 unmittelbar mit der Saugseite S und der Druckseite D offen verbinden. Der Hohlkanal 7 weist einen im Wesentlichen runden Querschnitt auf. In dem Hohlkanal 7 ist der als Heißfilmsensor ausgebildete Differenzdrucksensor 8 angeordnet und mithin in die Axialstrebe 6 integriert. Der Heißfilmsensor umfasst dabei in dem Ausführungsbeispiel ein PT100-Thermoelement und ein axial in Reihe hierzu angeordnetes PT1000-Thermoelement, wie vorstehend beschrieben.

Figur 2 zeigt einen Radialventilator 1 in einer Schnittansicht, der im Wesentli- chen dieselben Merkmale der Ausführung gemäß Figur 1 aufweist, bei dem jedoch die Wirkung der Luftströmung eingezeichnet und der Motor zu erkennen ist. Durch den im Betrieb des Radialventilators 1 erzeugten Druckunterschied auf der Saugseite S und der Druckseite D wird die Luftströmung P durch den Hohlkanal 7 der Axialstrebe 6 in Richtung der Saugseite S erzeugt. Die Luftströmung P strömt in Axialrichtung nacheinander über die beiden in Reihe angeordneten Thermoelemente des Heißfilmsensors, der aus der Temperaturveränderung den Druckunterschied des jeweiligen statischen Luftdrucks auf der Saugseite S und der Druckseite D des Radialventilators 1 erfasst und als Signal an die Auswertelektronik 13 zur Berechnung des Volumenstroms übermittelt.

In Figur 3 ist ein Diagramm zur Darstellung des Druckverlaufs pfs und der Ventilatorraddrehzahl n bei unterschiedlichen Volumenströmen qv des Radialventilators 1 aus Figur 1 gezeigt. Beispielhaft ist ein Betriebswert heraus- gegriffen, bei dem aus der durch den Differenzdrucksensor 8 erfassten Druckdifferenz und der entsprechenden Ventilatorraddrehzahl n über die Auswerteelektronik ein Volumenstrom X von knapp über 000m 3 /h berechnet wird.

Figur 4 zeigt den Anstieg des normierten Druckunterschieds P gegenüber der normierten Sensorspannung U im Wertebereich von 0 bis 1 anhand von Kennlinien. Die Ausgangsgröße des Differenzdrucks wird nur mit dem maximalen Druck des Radialventilators 1 normiert. Die im Diagramm eingezeichneten Messwerte M sind diejenigen des Radialventilators 1 aus Figur 1 . Zudem sind eine interpolierten Kennlinie Int der Messwerte M sowie die Kennli- nien des normalen Bereichs N und des Vorzugsbereichs V eingezeichnet. Die Messwerte repräsentieren den über das Polynom

P = a * (U 3 -2 , 05 ( Iß - 0,756 * !ß + 0,18 % L f - - 0,029t/ + b)) berechneten Druckunterschied bei einem Durchmesser des Hohlkanals in der Axialstrebe von 3mm. Die Kennlinien M, V bestimmen jeweils einen Korridor für normale und bevorzugte Messwerte M.