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Patent Searching and Data


Title:
RADIALLY CROSS-FLOWABLE SEGMENTED HONEYCOMB BODIES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2002/040838
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to honeycomb bodies (1) for chemically converting at least one component of a gas flow, particularly exhaust gas in an internal combustion engine, comprising a flow channel (2) with an axis (3) and metal sheets (4) which are arranged respectively on a plane (5) and which are at least partially structured in such a way that they form channels (6) enabling the gas flow to flow therethrough. The axis (3) and the plane (5) form an angle (7) of 45° - 135°, particularly 70° - 110°. The invention is characterised in that the metal sheets (4) are segmented (9) in the circumferential direction thereof (8). The inventive radial honeycomb body is particularly easy to produce.

Inventors:
Brück, Rolf (Fröbelstrasse 12, Bergisch Gladbach, 51429, DE)
Zimmermann, Jörg (Hermannstrasse 90, Bonn, 53225, DE)
Application Number:
PCT/EP2001/012313
Publication Date:
May 23, 2002
Filing Date:
October 25, 2001
Export Citation:
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Assignee:
Emitec, Gesellschaft Für Emissionstechnologie Mbh (Hauptstrasse 50, Lohmar, 53797, DE)
Brück, Rolf (Fröbelstrasse 12, Bergisch Gladbach, 51429, DE)
Zimmermann, Jörg (Hermannstrasse 90, Bonn, 53225, DE)
International Classes:
B01D53/86; B01J35/04; F01N3/20; F01N3/24; F01N3/28; (IPC1-7): F01N3/28; F01N3/20
Domestic Patent References:
WO1999036681A11999-07-22
WO1999037897A11999-07-29
Foreign References:
EP0676534A11995-10-11
US5562885A1996-10-08
DE19740966A11999-03-18
EP0783370A11997-07-16
Attorney, Agent or Firm:
Kahlhöfer, Hermann (Kahlhöfer Neumann Heilein, Karlstrasse 76, Düsseldorf, 40210, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Wabenkörper (1) zur chemischen Umsetzung mindestens einer Komponente eines Gasstromes, insbesondere eines Abgasstromes einer Verbrennungs kraftmaschine, umfassend einen Anströmkanal (2) mit einer Achse (3) und Blechlagen (4), die jeweils in einer Ebene (5) angeordnet und zumindest teil weise so strukturiert sind, daß diese Kanäle (6) bilden und für den Gasstrom durchströmbar sind, wobei die Achse (3) und die Ebene (5) einen Winkel (7) zwischen 45° und 135°, insbesondere 70° bis 110° einschließen, dadurch ge kennzeichnet, daß die Blechlagen (4) in Umfangsrichtung (8) segmentiert (9) sind.
2. Wabenkörper (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle (6) im wesentlichen radial (10) verlaufen.
3. Wabenkörper (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Kanäle (6) einen Strö mungsquerschnitt (11,12) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß der Strö mungsquerschnitt (11, 12) in radialer Richtung (10) zunimmt.
4. Wabenkörper (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Segmente (9) von zwei Flanken (13) sowie einem ersten (14) und ei nem zweiten Kreisbogenabschnitt (15) begrenzt sind, wobei die Flanken (13) im wesentlichen radial (10) verlaufen und der erste Kreisbogenabschnitt (14) kleiner als der zweite Kreisbogenabschnitt (15) ist.
5. Wabenkörper (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Blechlagen (4) mit gewellten Blechen (16) ausgeführt sind, zwischen denen vorzugsweise glatte Bleche (17) angeordnet sind, wobei in axialer Rich tung (3) mehrere Schichten (18) aus abwechselnd glatten (17) und gewellten Blechen (16) gebildet sind.
6. Wabenkörper (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bleche (16,17) eine Dicke (21) aufweisen, die kleiner als 0,08 mm, vorzugsweise kleiner 0,04 mm, insbesondere kleiner 0,02 mm beträgt.
7. Wabenkörper (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Blechlagen (4) eine katalytisch aktive Beschichtung (22) aufweisen.
8. Wabenkörper (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Blechlagen (4) sich in die Kanäle (6) hinein erstreckende Erhebungen (23) und/oder Öffnungen (24) aufweisen.
9. Wabenkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Anströmkanal (2) zumindest teilweise mit einem perforierten und/oder po rösem Innenrohr (25) gebildet ist.
10. Wabenkörper (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Blechlagen (4) radial (10) auswärts zumindest teilweise von einem perforierten und/oder porösem Mantelrohr (26) umgeben sind.
11. Wabenkörper (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeich net, daß der Wabenkörper (1) Heizmittel (27,28,29,34) aufweist, die sich zumindest teilweise durch die Blechlagen (4) erstrecken.
12. Wabenkörper (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Wa benkörper (1) mit einem Rohrsystem (27) ausgefüghrt sind, welches sich zu0 mindest teilweise in axiale Richtung (3) erstreckt und für ein Heizmedium (28) durchströmbar ist.
13. Wabenkörper (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, da# der Wa benkörper (1) mit einer elektrischen Heizung (29) ausgeführt ist.
Description:
Radial durchströmbarer und segmentierter Wabenkörper Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Wabenkörper zur chemischen Umsetzung mindestens einer Komponente eines Abgasstromes gemäß dem Ober- begriff des Anspruchs 1. Derartige Wabenkörper werden insbesondere zur Reini- gung eines Abgasstromes einer Verbrennungskraftmaschine oder zur Reformie- rung eines kohlenwasserstoffhaltigen Gasstromes zur Erzeugung von Wasserstoff eingesetzt.

Ein solcher Wabenkörper geht beispielsweise aus der Patentschrift EP 0 783 370 hervor. Dort ist ein Wabenkörper zur katalytischen Umsetzung von Abgasen in einem Abgassystem einer Verbrennungskraftmaschine beschrieben, der eine Viel- zahl von Kanälen aufweist, wobei jeder Kanal an seinem einen Ende in einen Zentralkanal mündet. Die Kanäle verlaufen bogenförmig von dem Zentralkanal nach außen und sind durch aneinanderliegende Scheiben begrenzt. Dabei weist wenigstens ein Teil der Scheiben eine Makrostruktur auf, die die seitliche Begren- zung der Kanäle bildet. Dieser scheibenweise aufgebaute Wabenkörper stellt sehr hohe Anforderungen bei der Fertigung der Makrostruktur, insbesondere bei der Formgebung der Makrostruktur nahe dem Zentralkanal, weil an dieser Stelle die kleinsten Abstände der Makrostruktur generiert werden müssen.

Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Wabenkör- per anzugeben, der einfacher und preiswerter hergestellt werden kann.

Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Wabenkörper mit den Merkmalen des An- spruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprü- che.

Der erfindungsgemäße Wabenkörper zur chemischen Umsetzung mindestens ei- ner Komponente eines Gasstromes, insbesondere eines Abgasstromes einer Ver-

Verbrennungskraftmaschine, umfaßt einen Anströmkanal mit einer Achse und Blechlagen, die jeweils in einer Ebene angeordnet und zumindest teilweise so strukturiert sind, daß diese Kanäle bilden und für den Gasstrom durchströmbar sind, wobei die Achse und die Ebene einen Winkel zwischen 45° und 135°, insbe- sondere 70° bis 110° einschließen. Der Wabenkörper zeichnet sich dadurch aus, daß die Blechlagen in Umfangsrichtung segmentiert sind.

Dies hat den Vorteil, daß ein Prägen von scheibenförmigen Blechlagen vermieden wird. Vielmehr können somit die Blechlagen aus Blechen hergestellt werden, die beispielsweise kontinuierlich einer Vorrichtung zugeführt werden können, wobei eine Struktur der Blechlagen mit Hilfe eines Wälzverfahrens generiert wird. Diese strukturierten Bleche werden nachfolgend in Segmente unterteilt, die anschlie- ßend derart geschichtet werden, daß ein erfindungsgemäßer Wabenkörper gebildet ist. Der erfindungsgemäße Wabenkörper gewährleistet zudem aufgrund seines schichtweisen Aufbaus eine besonders flexible Ausgestaltung hinsichtlich der Kanalform. Dadurch kann die Gestalt der Kanäle beispielsweise in axialer Rich- tung des Wabenkörpers unterschiedlich ausgeführt sein.

Bei der mindestens einen Komponente des Gasstromes handelt es sich insbeson- dere um im Abgas enthaltene Schadstoffe wie beispielsweise ungesättigte Koh- lenwasserstoffe, Kohlenmonoxid, Stickoxide oder Schwefeloxide.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Wabenkörpers, verlaufen die Kanäle im wesentlichen radial. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn der Strömungsquer- schnitt der Kanäle vom Anströmkanal radial nach außen hin zunimmt. Die radial auswärts verlaufenden Kanäle gewährleisten einen sehr geringen Druckverlust, wobei die sich öffnenden Strömungsquerschnitte eine Verwirbelung des Gastro- mes zur Folge haben, wodurch gegebenenfalls Ablagerungen (Ruß, Partikel, etc.) an der Kanalwand entfernt werden, welche sonst zu einem erhöhten Druckverlust führen können.

Gemäß noch einer weiteren Ausgestaltung wird vorgeschlagen, daß die Segmente von zwei Flanken sowie einem ersten und einem zweiten Kreisbogenabschnitt begrenzt sind, wobei die Flanken im wesentlichen radial verlaufen und der erste Kreisbogenabschnitt kleiner als der zweite Kreisbogenabschnitt ist. Diese kuchen- stückähnliche Ausgestaltung der Segmente erlaubt ein besonders einfaches Schichten der Segmente in einer Blechlage bzw. Ebene, wobei über den gesamten Umfang des Wabenkörpers, insbesondere separate, Kanäle bereitgestellt werden.

Gemäß noch einer weiteren Ausgestaltung sind die Blechlagen mit gewellten Ble- chen ausgeführt, zwischen denen vorzugsweise glatte Bleche angeordnet sind, wobei in axialer Richtung mehrere Schichten aus abwechselnd glatten und gewell- ten Blechen gebildet sind. Die glatten Bleche sind hierbei insbesondere ähnlich segmentiert ausgeführt wie die strukturierten Bleche. Bei einer Schichtung von abwechselnd glatten und gewellten Blechen werden die Kanäle jeweils durch die benachbarten glatten und gewellten Bleche gebildet. Eine derartige Anordnung erlaubt eine besonders flexible Ausgestaltung und exakte Ausrichtung von Kanä- len.

Besonders vorteilhaft ist es, die Bleche mit einer Dicke kleiner als 0,08 mm, vor- zugsweise kleiner 0,04 mm, insbesondere kleiner 0,02 mm auszuführen. Auf diese Weise hat der erfindungsgemäße Wabenkörper ein sehr geringes Gewicht, wobei gleichfalls das Kaltstartverhalten eines solchen Wabenkörpers verbessert ist. Auf- grund der sehr geringen Dicke weist der Wabenkörper eine sehr niedrige oberflä- chenspezifische Wärmekapazität auf, wobei insbesondere dem heißen Abgasstrom einer Verbrennungskraftmaschine direkt nach dem Start durch den Wabenkörper nur eine sehr geringe Wärmemenge entzogen wird. Somit wird der Wabenkörper nach dem Start der Verbrennungskraftmaschine schneller erwärmt. Zur chemischen Umsetzung mindestens einer Komponente insbesondere eines Abgasstromes einer Verbrennungskraftmaschine ist es vorteilhaft, daß die Blech- lagen ein katalytisch aktive Beschichtung aufweisen. Die katalytisch aktive Be-

schichtung erlaubt eine chemische Umsetzung bereits bei niedrigeren Temperatu- ren. Bekannte katalytisch aktive Beschichtungen gewährleisten eine Umsetzung bereits bei Temperaturen von 200° bis 250°. In Verbindung mit einer geringen oberflächenspezifischen Wärmekapazität des Wabenkörpers wird der Zeitraum bis zur Erreichung dieser Aktivierungstemperatur deutlich verkürzt, wodurch die E- mission von schädlichen Abgaskomponenten in die Umgebung deutlich reduziert wird.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weisen die Blechlagen Erhebungen, die sich in die Kanäle hinein erstrecken, und/oder Öffnungen auf. Die Erhebungen bewir- ken eine zusätzliche Verwirbelung des Gasstromes in den Kanälen, wodurch ein intensiverer Kontakt des Abgasstromes mit der vorzugsweise katalytisch aktiv beschichteten Kanalwand gewährleistet ist. Die Öffnungen erlauben den Aus- tausch von Teilgasströmen, wodurch kommunizierende Kanäle gebildet sind. Die Erhebungen und/oder Öffnungen verbessern deutlich die Effektivität eines sol- chen Wabenkörpers hinsichtlich der chemischen Umsetzung mindestens einer Komponente des Abgasstromes.

Gemäß noch einer weiteren Ausgestaltung weist der Wabenkörper einen An- strömkanal auf, der zumindest teilweise mit einem perforierten und/oder porösem Innenrohr gebildet ist. Dabei ist es besonders vorteilhaft, daß die Blechlagen radi- al auswärts zumindest teilweise von einem perforierten und/oder porösem Mantel- rohr umgeben sind. Die perforierten und/oder porösen Teile des Innenrohres be- ziehungsweise Mantelrohres sind dabei vorzugsweise benachbart zu den Blechla- gen angeordnet. Auf diese Weise gelangt der Gasstrom beispielsweise von dem Anströmkanal durch die Perforationen beziehungsweise Poren in die Kanäle der Blechlagen, durchströmt diese radial nach außen und tritt durch die Perforationen und/oder Poren des Mantelrohres wieder aus. Bei einer umgekehrten Anströmung des Gasstromes über das Mantelrohr ist auch eine entgegengesetzte Strömungs- richtung gewährleistet. Das Innenrohr und/oder das Mantelrohr sind hierbei vor-

zugsweise relativ dünnwandig auszuführen, insbesondere mit einer Wandstärke kleiner 0,08 mm, vorzugsweise sogar kleiner 0,04 mm.

Gemäß noch einer weiteren Ausgestaltung des Wabenkörpers weist der Waben- körper Heizmittel auf, die sich zumindest teilweise durch die Blechlagen erstre- cken. Die Heizmittel dienen einem verbesserten Anspringverhalten und gewähr- leisten somit, daß sehr schnell nach dem Start einer Verbrennungskraftmaschine eine chemische Umsetzung von im Gasstrom enthaltenen Schadstoffen erfolgt.

Die Anordnung der Heizmittel zumindest teilweise im Inneren der Blechlagen stellt einen ausreichenden Wärmefluß von dem Heizmittel auf die Blechlagen beziehungsweise den Gasstrom sicher.

Dabei ist es besonders vorteilhaft, daß der Wabenkörper mit einem Rohrsystem ausgeführt ist, welches sich zumindest teilweise in axiale Richtung erstreckt und für ein Heizmedium durchströmbar ist. Ein derartiges Rohrsystem fungiert als Wärmetauscher, wobei sich dieses vorzugsweise über die gesamte axiale Länge des Wabenkörpers erstreckt und über den Umfang des Wabenkörpers verteilt an- geordnet ist. Dies gewährleistet ein besonders gleichmäßiges Erwärmen des Wa- benkörpers. Als Heizmedium wird vorzugsweise heißes Wasser, heißer Wasser- dampf oder heiße Luft eingesetzt.

Gemäß noch einer weiteren Ausgestaltung ist der Wabenkörper mit einer elektri- schen Heizung ausgeführt. Die elektrische Heizung kann dabei beispielsweise mit einem Heizdraht ausgeführt sein, welcher durch die Blechlagen hindurch ange- ordnet ist. Es ist ebenfalls möglich, beispielsweise einen Strompfad durch den Wabenkörper zu generieren, wobei durch das Anlegen einer Spannung an den Wabenkörper in Verbindung mit dem ohmschen Widerstand der Bleche einee- lektrische Heizung bildet. Eine solche elektrische Heizung gewährleistet ein sehr rasches Erreichen von hohen Temperaturen nach dem Kaltstart.

Weitere Vorteile und besonders bevorzugte Ausgestaltungen werden anhand der Zeichnungen näher erläutert, ohne daß die Erfindung auf diese Beispiele be- schränkt ist. Es zeigen : Fig. 1 Eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform des erfindungs- gemäßen Wabenkörpers, Fig. 2 schematisch eine Ausführungsform eines Segmentes, Fig. 3 eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Wabenkörpers mit Heizmitteln und Fig. 4 eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Wabenkörpers mit Heizmitteln.

Figur 1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Wabenkörpers 1 zur chemi- schen Umsetzung mindestens einer Komponente eines Gasstromes. Der Waben- körper 1 umfaßt einen Anströmkanal 2 mit einer Achse 3 und Blechlagen 4, die jeweils in einer Ebene 5 angeordnet und zumindest teilweise so strukturiert sind, daß diese Kanäle 6 bilden und für den Gasstrom durchströmbar sind. Die Achse 3 und die Ebene 5 schließen dabei einen Winkel 7 ein, der zwischen 45° und 135° beträgt. Die Blechlagen 4 sind in Umfangsrichtung 8 segmentiert 9.

Der Wabenkörper 1 ist mit glatten 17 und gewellten Blechen 16 ausgeführt, wel- che radial 10 verlaufende Kanäle 6 begrenzen. Der Wabenkörper 1 ist dabei so aufgebaut, daß in axialer Richtung 3 mehrere Schichten 18 aus abwechselnd glat- ten 17 und gewellten Blechen 16 gebildet sind. Die Blechlagen 4 des Wabenkör- pers 1 sind an ihrem Umfang 8 von einem perforierten Mantelrohr 26 umgeben.

Der Anströmkanal 2 ist durch ein perforiertes Innenrohr 25 gebildet.

Die Strömungsrichtung 32 des Gasstromes ist hierbei anhand der schwarzen Pfeile verdeutlicht. Demnach strömt der Gasstrom durch das den Anströmkanal bildende Innenrohr 25, welches im Bereich des Wabenkörpers 1 perforiert ist in das Innere der Blechlagen 4. Dort durchströmt es die Kanäle 6 und tritt durch die Perforie- rung des Mantelrohres 26 radial 10 wieder aus. Erfolgt eine Anströmung des Wa- benkörpers 1 über das perforierte Mantelrohr 26, so dreht sich die Strömungsrich- tung 32 um.

Figur 2 zeigt schematisch und perspektivisch eine Ausführungsform eines Seg- mentes 9 des erfindungsgemäßen Wabenkörpers l. Das dargestellte Segment 9 ist beispielsweise aus einem glatten Blech durch die Fertigungsverfahren Wellen mit entsprechend konisch ausgeführten Wellwalzen oder Tiefziehen herstellbar. Das Segment 9 hat dabei die Gestalt eines Kreisringsegmentes und ist begrenzt von einem ersten 14 und einem zweiten Kreisbogenabschnitt 15 sowie zwei Flanken 13. Vorzugsweise sind die Kreisbogenabschnitte 14 und 15 konzentrisch zueinan- der angeordnet. Das dargestellte Segment 9 wird dabei so in dem Wabenkörper 1 angeordnet, daß die Kanäle 6 in radialer Richtung 10 verlaufen, wobei die Kanäle 6 einen Strömungsquerschnitt aufweisen, der in radialer Richtung 10 zunimmt.

Das dargestellte Segment 9 sowie die gestrichelt angedeuteten glatten Bleche 17 begrenzen einen Kanal 6, wobei dieser jeweils einen ersten Strömungsquerschnitt 11 und einen zweiten Strömungsquerschnitt 12 hat. Der erste Strömungsquer- schnitt 11 mit einer ersten Wellhöhe 19 ist kleiner ausgeführt als der radial aus- wärts angeordnete zweite Strömungsquerschnitt 12 mit einer zweiten Wellhöhe 20. Das Segment 9 beziehungsweise das gewellte Blech 16 hat eine Dicke 21, die vorzugsweise kleiner 0,04 mm beträgt. Es ist weiterhin mit Erhebungen 23 und Öffnungen 24 ausgeführt. Diese gewährleisten eine Verwirbelung des den Kanal 6 durchströmenden Gasstromes. Auf der Oberfläche des Segmentes 9 ist eine käia- lytisch aktive Beschichtung 22 angeordnet, welche insbesondere eine Zeo- lithstruktur und Edelmetallbestandteile aufweist.

Figur 3 zeigt schematisch und perspektivisch eine weitere Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Wabenkörpers 1 mit Heizmitteln. Der dargestellte Wabenkör- per 1 ist mit einem Rohrsystem 27 ausgeführt, welches sich in axialer Richtung 3 erstreckt und für ein Heizmedium 28 durchströmbar ist. Dabei erstreckt sich das Rohrsystem 27 über die gesamte axiale 3 Länge 33 des Wabenkörpers 1, wobei das die Blechlagen 4 durchdringende Rohrsystem 27 gleichmäßig über dem Um- fang 8 des Wabenkörpers 1 verteilt angeordnet ist. Durchströmt ein Heizmedium 28, wie beispielsweise heiße Luft oder heißes Wasser, das Rohrsystem 27 in der durch schwarze Pfeile angedeuteten Weise, fungiert das Rohrsystem 27 als Wär- metauscher. Dabei ist es besonders vorteilhaft, das Mantelrohr 26 mit einer Isolie- rung 30 (zum Beispiel aus einem keramischen Material) zu versehen, so daß die in den Wabenkörper 1 eingebrachte Wärme konserviert wird. Bei einer solchen Aus- gestaltung eines Wabenkörpers 1 mit einem Rohrsystem 27 ist es vorteilhaft, die Blechlagen 4 des Wabenkörpers 1 nur aus gewellten Blechen auszuführen. Dies gewährleistet einen intensiven Kontakt des Gasstromes mit dem heißen Rohrsys- tem 27, da kommunizierende Kanäle 6 gebildet sind.

Figur 4 zeigt eine weitere Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Wabenkörpers 1 mit einer elektrischen Heizung 29. Die Blechlagen 4 sind um den Anströmkanal 2 mit der Achse 3 angeordnet und werden von einem Mantelrohr 26 umschlossen.

Der Wabenkörper 1 weist zudem mindestens einen Anschluß 31 auf, der mit einer Spannungsquelle 34 verbunden ist. Der Anschluß 31 kann beispielsweise mit ei- nem oder mehreren Segmenten 9 (nicht dargestellt) oder einem in den Blechlagen 4 angeordneten und elektrisch isolierten Draht (nicht dargestellt) verbunden sein.

Aufgrund einer angelegten Spannung und dem Ohmschen Widerstand des Seg- mentes 9 oder des Drahtes entsteht Wärme, die eine Erwärmung des Wabenkör- pers 1 gewährleistet. In der Figur 4 ist das Mantelrohr 26 als eine netz-oder sieb- artige Struktur ausgebildet, welche aus einem isolierenden 30 Material gebildet ist. Die thermische und elektrische Isolierung 30 kann dabei auch als Beschich- tung auf einer Trägersubstanz ausgeführt sein.

Der erfindungsgemäße Wabenkörper zur chemischen Umsetzung mindestens ei- ner Komponente eines Gasstromes mit Blechlagen, die jeweils in einer Ebene angeordnet sind, wobei die Blechlagen in Umfangsrichtung segmentiert sind ist besonders preiswert und einfach herstellbar. Zudem erlauben die Segmente eine sehr flexible und variable Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Wabenkörpers.

Bezugszeichenliste 1 Wabenkörper 2 Anströmkanal 3 Achse 4 Blechlage 5 Ebene 6 Kanal 7 Winkel 8 Umfangsrichtung 9 Segment 10 radiale Richtung 11 erster Strömungsquerschnitt 12 zweiter Strömungsquerschnitt 13 Flanke 14 erster Kreisbogenabschnitt 15 zweiter Kreisbogenabschnitt 16 gewelltes Blech 17 glattes Blech 18 Schicht 19 erste Wellhöhe 20 zweite Wellhöhe 21 Dicke 22 Beschichtung 23 Erhebung 24 Öfmung 25 Innenrohr 26 Mantelrohr 27 Rohrsystem

28 Heizmedium 29 elektrische Heizung 30 Isolierung 31 Anschluß 32 Strömungsrichtung 33 Länge