| 1. | Schienengeführter Lastenträger, dadurch gekennzeichnet, dass er mittels wenigstens zwei in einer oder in zwei pa¬ rallelen Schienen (2) abrollenden, in Rollenführungskörben (5) gehaltenen Wälzkörpern (1) verfahrbar ist. |
| 2. | Lastenträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dasε die Wälzkörper Kugeln (1) εind, und dass die Schie¬ nen (2) aus zwei in einem spitzen oder stumpfen Winkel zu¬ einander stehenden, gegenüber der Senkrechten um einen spit¬ zen Winkel geneigten ebenen Flächen (3) bestehen. |
| 3. | Lastenträger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schienen (2) aus zwei in einem rechten Winkel zueinander stehenden, gegenüber der Senkrechten um 45° ge¬ neigten ebenen Flächen (3) bestehen. |
| 4. | Lastenträger nach den Ansprüchen 2 oder 3, dadurch ge¬ kennzeichnet, dass er als fahrbare Palette (10) mit länglichrechteckiger Aussenkontur ausgebildet und im Be¬ reich der vier Ecken mit je einer in einem Rollenführungs¬ korb (5) gehaltenen Kugel (1) als Wälzkörper ausgerüstet ist. |
| 5. | Lastenträger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass er mittels seiner vier in Rollenführungskörben (5) gehaltenen Kugeln (1) sowohl in Richtung seiner Längser¬ streckung wie auch in Querrichtung zu seiner Längserstrek kung auf jeweils einem entsprechend beabstandeten Schienen¬ paar (11, 12) verfahrbar ist. |
| 6. | Lastenträger nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, dass er aus einer Verfahrrichtung in seiner Längser¬ streckung in eine quer hierzu verlaufende Verfahrrichtung in Querrichtung zu seiner Längserstreckung umleitbar ist, und dass die entsprechend jeweils beabstandeten Schienen¬ paare (11. 12) in einer rechtwinklichen Kreuzung (13) stumpf aufeinanderstossen. |
| 7. | Lastenträger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollenführungskorb vier auf die Kugel lastüber¬ tragende Stützrollen (7) aufweist, welche um je 90° gegen¬ einander versetzt in von einer oberen Grundplatte (20) aus¬ gehend nach unten ragenden, die Kugel (1) von vier Seiten umfassenden Gestellarmen (6) frei drehbar gelagert sind. |
| 8. | Lastenträger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützrollen (7) auf einer Kreislinie mit der Kugel in Punktberührung stehen und dass die Mittelsenkrech¬ ten der Tangenten der Berührungspunkte auf den Kugelmittel punkt weisen. |
| 9. | Lastenträger nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass an nach unten weisenden Verlängerungen (9) an den Gestellarmen (6) zusätzlich vier Halterollen (8) gelagert sind, welche mit der Kugel (1) unterhalb des horizontalen Kugeläquators auf einer Kreislinie in Punktberührung ste¬ hen. |
| 10. | Lastenträger nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerungen (9) an den Gestellarmen mit den Halterollen (8) gegenüber den Gestellarmen (6) aus ihrer Normalstellung nach aussen auslenkbar ausgebildet sind. |
Schienenqeführter Lastenträqer
Die Erfindung hat einen schienengeführten Lastenträger zum Gegenstand, der mittels wenigstens zwei in einer oder in zwei parallelen Schienen abrollenden, in Rollenführungskör¬ ben gehaltenen einstückigen kompakten Wälzkörpern verfahr¬ bar ist. Diese Wälzkörper können Zylinderrollen oder auch Kugeln sein, deren Rollenführungskörbe wenigstens drei oder vier Halterollen aufweisen, die um je 120° versetzt angeord¬ net sind.
Ausgehend von dieser Ausbildungsweise besteht eine weitere Ausgestaltung des Lastenträgers darin, dass die Wälzkörper Kugeln sind, und dass die Schienen aus zwei in einem spit¬ zen oder stumpfen Winkel zueinander stehenden, gegen¬ über der Senkrechten um einen spitzen Winkel geneigten ebenen Flächen bestehen oder aber dass die Schienen aus zwei in einem rechten Winkel zueinander stehenden, gegen¬ über der Senkrechten um 45° geneigten ebenen Flächen be¬ stehen. Durch diese Anordnung wird eine besonders einfache und reibungsarme, schienengeführte Verfahrbarkeit erreicht, bei der eine sehr niedrige Bauart des Lastenträgers ermög¬ licht werden kann. Dies wirkt sich besonders vorteilhaft aus, wenn nach einem weiteren Vorschlag der Lastenträger als fahrbare Palette mit mit länglich-rechteckiger Aussen¬ kontur ausgebildet und im Bereich der vier Ecken mit je einer in einem Rollenführungskorb gehaltenen Kugel als Wälz¬ körper ausgerüstet ist. Eine solche Fahrpalette hat nach einem weiteren Merkmal den Vorteil, dass sie ohne eine Um¬ stellmanipulation mittels ihrer vier in Rollenführungskör¬ ben gehaltenen Kugeln sowohl in Richtung ihrer Längserstrek- kung wie auch in Querrichtung zu ihrer Längserstreckung auf jeweils einem beabstandeten Schienenpaar verfahrbar ist.
Durch diese Konfiguration kann ferner der weitere Vorteil erreicht werden, dass der Lastenträger aus einer Verfahr¬ richtung in seiner Längserstreckung in einer quer hierzu verlaufende Verfahrrichtung in Querrichtung zu seiner Längs- erstreckung umleitbar ist, und dass die jeweils beabstande¬ ten Schienenpaare in einer rechtwinkligen Kreuzung stumpf aufeinanderstossen.
Besonders vorteilhafte Merkmale bestehen auch noch darin, dass der Rollenführungskorb vier auf die Kugel lastüber¬ tragende Stützrollen aufweist, welche um je 90° gegenein¬ ander versetzt in von einer oberen Grundplatte ausgehend nach unten ragenden, die Kugel von vier Seiten umfassenden Gestellarmen frei drehbar gelagert sind, und dass die Stütz- rollen auf einer Kreislinie mit der Kugel in Punktberührung stehen und dass die Mittelsenkrechten der Tangenten der Be¬ rührungspunkte auf den Kugelmittelpunkt weisen. Weiterhin kann es vorteilhaft sein, dass an nach unten weisenden Ver¬ längerungen an den Gestellarmen zusätzlich vier Halterollen gelagert sind, welche mit der Kugel unterhalb des horizonta¬ len Kugeläquators auf einer Kreislinie in Punktberührung stehen. Dadurch wird vermieden, dass bei Abheben des Lasten¬ trägers bzw. der Palette nach oben die Kugeln aus dem Rol¬ lenführungskorb herausfallen können. Eine Erleichterung beim Montieren der Kugel im Rollenführungskorb besteht noch darin, dass die Verlängerungen an den Gestellarmen mit den Halterollen gegenüber den Gestellarmen aus ihrer Normalstel¬ lung nach aussen auslenkbar ausgebildet sind. Das Einfügen der Kugel in den Rollenführungskorb kann nach dem Auslenken von einer oder zwei der nach unten weisenden Verlängerungen problemlos durchgeführt werden. Dabei kann die Auslenkung durch federelastische Ausbildung der Verlängerungen erzielt werden, oder durch eine gelenkige Ausbildung mit einer Ver¬ riegelung in der Normalstellung.
Weitere Merkmale und Besonderheiten der Erfindung sind den Ausführungsbeispielen zu entnehmen, die in der Zeichnung
dargestellt und im folgenden näher erläutert sind-
Es zeigen
Fig. 1 einen Rollenführungskorb im Querschnitt,
Fig. 2 den Rollenführungskorb in perspektivischer Darstel¬ lung mit einer Befestigungsmöglichkeit am Lastenträ¬ ger,
Fig. 3 einen Rollenführungskorb mit Kugel in der Position in einer Schienenkreuzung,
Fig. 4 in perspektivischer Ansicht die in einer Schiene ge- führte Kugel mit den Stütz- und Halterollen, deren
Achsen gegenüber der Schienenlängsrichtung in Drauf¬ sicht um 45° geschwenkt sind,
Fig. 5 die Draufsicht der Darstellung gemäss Fig. 4,
Fig. 6 einen Schnitt A-A gemäss Fig. 3 durch eine Schiene mit Blick auf eine Schienenkreuzung mit einer Kugel im Kreuzungspunkt und einer Kugel in einer Quer¬ schiene,
Fig. 7 in Draufsicht einen Schienenanlage mit parallellau¬ fenden Schienenpaaren und einem kreuzenden Schienen¬ paar sowie je eine in Längsrichtung und in Querrich¬ tung verfahrbare schienengeführte Palette.
In den Fig. 1 bis 4 sind die Kugel mit 1 und der Rollenfüh¬ rungskorb mit 5 bezeichnet. Der Rollenführungskorb 5 ist mit einer der Befestigung dienenden Grundplatte 20 ver- sehen, an der die nach unten ragenden, die Kugel von vier Seiten umfassenden Gestellarme 6 angeordnet sind, welche mit den Lagerungen für die vier Stützrollen 7 tragen;
letztere sind mit der Kugel 1 auf einer Kreislinie in Punkt¬ berührung.
Gemäss Fig. 3 und 4 weist die Schiene 2 zwei in einem rech- ten Winkel zueinanderstehende ebene Flächen 3 auf, welche als Abwälzflächen für die Kugel 1 dienen; mit 4 ist eine mittige Vertiefung als Schmutzrinne bezeichnet.
Wie die Fig. 2 und 3 zeigen, können die εich nach unten er- streckenden Gestellarme 6 im Bereich des Kugeläquators mit Querrippen verbunden sein. Ferner können, wie dargestellt, die Gestellarme 6 mit nach untengerichteten Verlängerungen 9 ausgerüstet sein, welche Lagerungen für Halterollen 8 tra¬ gen. Letztere dienen dazu, beim Abheben des Rollenführungs- korbs 5 das Herausfallen der Kugel 1 zu verhindern. In nicht dargestellter Weise können einzelne oder alle Verlän¬ gerungen 9 auslenkbar sein, und zwar entweder entgegen einer Rückstellkraft nachgiebig elastisch oder gelenkig und in Normalεtellung verriegelbar ausgebildet sein, wodurch daε Einfügen der Kugel in den Rollenführungskorb erleich¬ tert wird.
Wie aus Fig. 3 und 4 ferner ersichtlich ist, stehen die Stützrollen 7 und die Halterollen 8 zur Bewegungsrichtung entsprechend der Schiene 2 in einem Winkel von 45°, wie dies auch in Fig. 5 in Draufsicht dargestellt ist.
In den Fig. 3 und 6 ist dargestellt, wie die Kugel 1 im Kreuzungsmittelpunkt von zwei im rechten Winkel aufeinan- derstossenden Schienen positioniert ist und dadurch um den Betrag H gegenüber der Normalstellung tieferstehend in ei¬ ner Art Mulde steht, welche sich dadurch bildet, dass die Flächen 3 als Abwälzflächen im Kreuzungsbereich unterbro¬ chen sind, wodurch sich für die Kugel 1 eine Vierpunktauf- läge auf den Schnittpunkten dieser Abwälzflächen 3 ergibt. Dadurch ist die Kugel 1 im Kreuzungspunkt derart - wie ein¬ gerastet - positioniert, auε der sie nur unter der Einwir-
kung einer Verschiebekraft in die eine oder die andere hier¬ zu rechtwicklig verlaufende Richtung auf der entsprechenden Schiene zur Weiterbeförderung in Bewegung versetzt werden kann.
Die Fig. 7 dargestellte Schienenanlage zeigt drei parallel¬ laufende zweispurige Schienensträge 11 mit geringerem Ab¬ stand zur Aufnahme von fahrbaren Paletten 10 in Richtung ihrer Längserstreckung und ein diese Schienen kreuzendes Schienenpaar 12 mit breiterer Spurweite mit einer zweiten fahrbaren Palette 10, die in Querrichtung zu ihrer Längser¬ streckung auf den Schienen 12 verfahrbar ist. Gelangt eine solche Palette 10 mit vier in Rollenführungskörben 5 ge¬ haltenen Kugel 1 in eine Kreuzung 13 der Schienen 11 und 12, dann kann sie wahlweise in Längs- oder Querrichtung wei¬ ter verfahren werden.
Durch diese Ausbildungs- und Anordnungsweise ist es mög¬ lich, derartige fahrbare Paletten zwischen rechtwinklig zu- einander stehenden Schienenspuren bzw. Schienensystemen be¬ liebig hin und her und in Längs- und Querrichtungen zu ver¬ schieben.
