| 1. | Montagetransferstraßensystem mit einer Mehrzahl von ein geschlossenes Karree bildenden, rechtwinklig zu¬ einander verlaufenden Paaren von mit Abstand voneinander angeordneten Laufschienen (15, 17), parallel zu den Laufschienen (15, 17) verlaufenden Antriebswellen (3) und einer Mehrzahl von auf den Laufschienen (15, 17) ge¬ führten Werkzeugträgern (2), dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswellen (3) etwas außermittig in Rich¬ tung auf die äußere der Laufschienen (17) versetzt zwi¬ schen den Laufschienen (15, 17) angeordnet sind, und die Werkzeugträger (2) mit einer punktsymmetrisch zur Mitte der Werkzeugträger (2) auf diesen angeordneten Reibradanordnung versehen sind, die durch wenigstens eine unter einem Winkel zu der Antriebswelle (3) ausge¬ richtetes, auf die Antriebswelle (3) wirkende Reibrad— einheit (4, 5, 6, 7) gebildet wird. |
| 2. | Montagetransferstraßensystem nach Anspruch 1, da¬ durch gekennzeichnet, daß die Werkzeugträger (3) quadra¬ tisch ausgebildet sind und in ihren vier Ecken auf den Laufschienen (15, 17) laufende. Laufkugeln (10, 11, 12, 13) tragen. |
| 3. | Montagetransferstraße nach Anspruch 1 oder 2, da¬ durch gekennzeichnet, daß die Antriebswellen (3) in An¬ triebsbetten (25, 26) ruhen. |
| 4. | Montagetransferstraße nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Reibradanord¬ nung aus vier Reibrolleneinheiten (4, 5, 6, 7) bestehen, von denen jeweils eine einer der einem Streckenabschnitt des Montagetransferstraßensystems zugehörigen Antriebs¬ welle (3) zugeordnet ist. |
| 5. | Montagetransferstraßensystem nach einem der voran¬ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Auf— lagepunkt der Reibrolleneinheiten (4, 5, 6, 7) auf der den Vortrieb bewirkenden Antriebswelle (3) seitlich vom Wellenzenit liegt. |
| 6. | Montagetransferstraßensystem nach einem der voran¬ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rei¬ brolleneinheiten (4, 5, 6, 7) als Doppelrollen ausgebil¬ det sind, wobei die beiden eine Reibrolleneinheit (4, 5,6 7) bildenden Rollen versetzt zueinander angeordnet sind und von einem am Werkstückträger (2) befestigten Lagerbock (8) gehalten werden. |
| 7. | Montagetransferstraßensystem nach einem der voran¬ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstückträger (2) zu seiner Seitenführung (4) an den inneren Randkanten der Laufschienen (15, 17) geführte, sich um senkrechte Achsen drehende Führungsrollen (18, 19, 20, 21) aufweist. |
| 8. | Montagetransferstraßensystem nach einem der voran¬ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in den Eckbereichen des Systems außerhalb der äußeren der Lauf¬ schienen (15) den jeweils durchlaufenden Werkstückträger (2) von oben überfassende Niederhalterollen (29, 30, 31, 32, 33, 34) vorgesehen sind. |
| 9. | Montagetransferstraßensystem nach einem der voran¬ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Reibradeinheiten (4, 5, 6, 7) abgefedert ausgebildet sind. |
| 10. | Montagetransferstraßensystem nach einem der voran¬ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkstückträger (2) mit einer zentralen Ausnehmung ver¬ sehen sind. |
Die Erfindung betrifft ein Montagetransferstraßensystem mit den Merkmalen^des ersten Teiles des Anspruchs 1.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Montage¬ transferstraßensystem zu schaffen, bei dem lose auf der Transferstraße aufliegende Werkstückträger ohne jede Un¬ terbrechung und ohne Zwischenschaltung einer besonderen Drehstation ihre Transportbewegung vom Ende des einen Streckenabschnitts zum Anfang des sich daran rechtwink¬ lig anschließenden Streckenabschnittes unmittelbar fort¬ setzen können.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im zweiten
Teil des Anspruches 1' angegebenen Merkmale gelöst. Die
Unteransprüche geben vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung an.
Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Zeichnung erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Transferstraße in Karreebauart, schematisch dargestellt,
Fig. 2 einen Schnitt durch die Transferstraße nach der Linie II—II der Fig. 1 mit Werkstück¬ trägern,
Fig. 3 den Werkstückträger von unten gesehen,
Fig. ein Reibrollenpaar des Werkstückträgers von der Seite gesehen,
Fig. 5 das Reibrollenpaar nach Fig. in Drauf¬ sicht,
Fig. 6 eine Karree—Ecke der Transferstraße von der Seite gesehen und
Fig. 7 die Karree-Ecke von Fig. 6 in Draufsicht.
Mit 1 ist die gemäß Fig. 1 in Karree—Bauweise herge¬ stellte Transferstraße bezeichnet, auf welcher die vor¬ zugsweise quadratisch ausgebildeten Werkstückträger 2 entlangrollen, die über eine ReibrandVerbindung ihren Vortrieb erhalten. ' Die Reibrad erbindung wird über die Antriebswellen 3 und den auf der Unterseite des Werk¬ stückträgers 2 vorgesehenen Reibrolleneinheiten 4-, 5, 6 und 7 hergestellt. Um von dem einen Streckenabschnitt der- Transferstraße zu dem sich anschließenden, recht¬ winklig abknickenden Streckenabschnitt zu gelangen, ist gemäß der Erfindung der Werkstückträger 2 mit vier, in dem dargestellten Ausführungsbeispiel in einem Winkel von τ° angestellten Reibrol 1eneinheilen bis 7 verse-
hen, wobei jede Reibrolleneinheit im mittleren Bereich der vier Randseiten 2a bis 2d des Werkstückträgers 2 an¬ geordnet ist, so daß jede Reibrolle bei den Umläufen des Werkstückträgers immer mit derselben Antriebswelle 3 des Transferstraße zusammenwirkt.
Die Reibrolleneinheiten 4, 5, 6, 7, die nach dem Ausfüh¬ rungsbeispiel als Doppelrollen ausgebildet sind, sind so am Werkstückträger 2 befestigt, daß der Auflagepunkt der Doppelrollen und der den Vortrieb bewirkenden Antriebs¬ welle 3 seitlich vom Wellenzenit liegt. Diese Maßnahme trägt zu einer erhöhten Reibwertsteigerung bei, während die doppelte Anordnung der Reibrollen 4, 5, 6, 7 bei langen Streckenabschnitten mit mehreren hintereinander liegenden Antriebswellen 3 das Übersetzen von der einen Welle 3 zur nachfolgenden ohne Antriebsunterbrechung er¬ möglicht, da sich die eine Reibrolle -eines Rollenpaares 4, 5, 6, 7 noch auf dem Ende der zurückliegenden An¬ triebswelle 3 befindet, während die andere Reibrolle des gleichen Reibrollenpaares 4, 5, 6, 7 bereits auf dem An¬ fang der nachfolgenden Antriebswel le " 3 aufliegt. Die Reibrollen jedes Paares sind beidseitig und zueinander versetzt an einem an der Unterseite des Werkstückträgers 2 befestigten Lagerbock 8 angeordnet. Die Lagerböcke 8 nehmen hierbei zusammen mit den Reibrollen die 45°- Stellung ein. Der Winkel kann jedoch auch beispielsweise 60° betragen. Mit 9 sind die parallel zueinander verlau¬ fenden Rollenachsen bezeichnet.
Im Bereich seiner vier Ecken 2e bis 2h ist der Werks¬ tückträger 2 auf der Unterseite mit je einer Laufkugel 10, 11, 12 und 13 versehen, wobei immer zwei Laufrollen (in Fig. 3 die Rollen 11 und 12) aui einer an L ngshol-
men 14 der Transferstraße befestigten Laufschiene 15 rollen, während der Werkstückträger 2 auf der gegenüber¬ liegenden Seite' it dem Reibrollenpaar 4 auf der am Längsholm 16 angeordneten Antriebswelle 3 aufliegt und von dieser seinen Vortrieb erhält. Die Laufrollen (hier 10 und 13) im Bereich des jeweils aufliegenden Reibrol¬ lenpaares sind hierbei ohne Auflagekontakt, so daß sich eine Dreipunk aufläge ergibt. Das Beispiel der Fig. 2 und 3 zeigt die Laufrollen 11 und 12 auf der Laufschiene 15 aufliegend und die Auflage des Rollenpaares 4 auf der Antriebswelle 3, während die Laufkugeln 10 und 13 abge¬ hoben sind. Erreicht nun der Werkstückträger bei seiner Vorwärtsbewegung eine Ecke der Transferstraße mit einem nach rechts abknickenden Streckenabschnitt, so kommen die Kugelrollen 12 und 13 auf der Laufschiene 15 des neuen Streckenabschnittes zur Auflage und das Reibrol¬ lenpaar 5 hat Kontakt mit der Antriebswelle 3 des neuen Streckenabschnitts. Die Laufrollen 10 und 11 sind hier¬ bei abgehoben.
Anders als bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel können die Reibrolleneinheiten jedoch auch derart abge¬ federt sein, daß alle vier Laufkugeln 10, 11, 12 und 13 auf den zugehörigen Laufschienen 15 und 17 aufliegen, wobei die Reibrolleneinheiten durch Federkraft gegen die Antriebswelle 3 gedrückt werden.
Im Bereich der Antriebswelle 3 ist entlang des Längshol- mens 16 eine Führungsschiene 17 vorgesehen, die zusammen mit der Laufschiene 15 dem Werkstückträger 2 Seitenfüh¬ rung gibt. Zu diesem Zweck weist der Werkstückträger 2 an der Unterseite im Eckbereich je eine sich um eine senkrechte A ι. t f drehende Führungsrolle (insgesamt al^o
vier Führungsrollen 18, 19, 20 und 21) auf, von denen immer zwei Rollen (in Fig. 3 die Rollen 18 und 21 sowie 19 und- 20) sich an den inneren Randkanten der Führungs¬ schienen 15 und 17 abstützen.
Um ein hindernisfreies übereckfahren des Werkstückträ¬ gers zu ermöglichen, sind nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die Antriebswellen 3 auf einem riemenge¬ triebenen Antriebsbett lose aufliegend gelagert, so daß sowohl beim . Überfahren der Wellenenden als auch der 90°-Ecken des Karrees kein Rollhindernis vorhanden ist und somit diese Stellen ohne jede Unterbrechung durch¬ fahrbar sind. Der Antrieb besteht aus einem am Holmen 16 mittels eines Schwenkarmes 22 befestigten Elektromotor 23, der über einen Zahnriemen 24 eine Reibrolle 25 an¬ treibt. Diese Reibrolle 25 bildet zusammen mit einer frei laufenden Gegenrolle 26 das Antriebsbett. Die Reibrolle 25 ist zweckmäßig mit einem elastischen Belag versehen, um eine schlupffreie Mitnahme der aufliegenden Antriebswelle 3 zu erzielen. Der Abstand der angetrieb¬ enen Reibrolle 25 zur frei laufenden Rolle 26 ist selbstverständlich kleiner bemessen als der Durchmesser der Antriebswelle 3. Jede Antriebswelle 3 hat einen ei¬ genen Motorantrieb, der sich jeweils am Ende einer An¬ triebswelle befindet, während das andere Wellenende le- diglich auf antriebslose Stützrollen 27, 28 frei auf¬ liegt. An ihren Stirnseiten sind die Antriebswellen mit Kugelrollen versehen.
Im Bereich der Ecken des Karrees sind an den äußeren Längsholmen 16 mehrere den Werkstückträger 2 von oben übergreifende Leitrollen 29, 30, 3J , 32, 33 und 34 vor-
gesehen, die den Werkstückträger 2 beim rechtwinkligen Übergang von einen Abschnitt zum anderen gegen ein Ver¬ kippen sichert (siehe Fig..6 und 7).
Die an den Stirnseiten der Antriebswellen 3 angeordneten Kugelrollen sind mit 35 bezeichnet. Sie dienen der ge¬ genseitigen reibungsarmen Abstützung. An den Ecken des Karrees sind zur axialen Abstützung der Antriebswellen 3 Widerlager 36 vorgesehen.
Die Werkzeugträger 2 sind mit zentralen Ausnehmungen 40 versehen, die einen Zugang zu dem von dem Werkstückträ¬ ger 2 getragenen Werkstück von unten ermöglichen.
