Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
RAIL VEHICLE DOOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/154705
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a rail vehicle door (10) having a frame-type door main body (12). Said door main body (12) consists of profiles (11) that are connected to each other via corner connectors (17, 18, 21). The connection is exclusively designed as a rivet connection, a screw connection or as a clinch joint.

Inventors:
KAMMERLOHER, Herbert (Ammerseestr. 4a, Biburg, 82239, DE)
HENGSTENBERG, Thomas (Bussardstr. 90, Gröbenzell, 82194, DE)
LANGENBACHER, Thomas (Messerschmittstr. 6, Mering, 86415, DE)
WIMBERGER, Thomas (Brachvogelweg 31, Freising, 85356, DE)
Application Number:
EP2019/052338
Publication Date:
August 15, 2019
Filing Date:
January 31, 2019
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Werner-von-Siemens-Straße 1, München, 80333, DE)
International Classes:
B61D19/02; E06B3/968; E06B3/988
Foreign References:
US3039525A1962-06-19
CN202413809U2012-09-05
EP1398240A22004-03-17
DE4404846A11994-08-25
GB2316431A1998-02-25
FR544753A1922-09-29
Other References:
None
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Schienenfahrzeugtür (10),

- mit einem rahmenartigen Türgrundkörper (12),

- bei der der Türgrundkörper (12) aus Profilen (11) besteht, die über Eckverbinder (17, 18, 21) miteinander verbunden sind,

- bei der die Verbindung ausschließlich als Nietverbindung, als Schraubverbindung oder als Durchsetzfügeverbindung ausge staltet ist.

2. Schienenfahrzeugtür nach Anspruch 1, bei der der rahmenar tige Türgrundkörper (12) Führungen aufweist, die zur Aufnahme von zumindest einem Schubblech (16) ausgebildet sind.

3. Schienenfahrzeugtür nach Anspruch 1, bei der die Profile (11) an ihren Ecken mit Hilfe eines Gehrungsschnittes anei nander angepasst sind.

4. Schienenfahrzeugtür nach Anspruch 1,

- bei der zur Verbindung von zwei Profilen (11) ein Eckver binder (17) in entsprechende Hohlräume der beiden Profile (11) eingelegt ist, und

- bei der der Eckverbinder (17) als Guss-, Fräs- oder ge schweißter Einsatz ausgebildet ist.

5. Schienenfahrzeugtür nach Anspruch 1, bei der der Eckerbin der (18) als Kombination aus Flach- und/oder Biegeblechen (19, 20) und/oder aus einem Standardprofil ausgebildet ist.

6. Schienenfahrzeugtür nach Anspruch 1,

- bei der zur Verbindung von zwei Profilen (11) ein Eckver binder (21) in entsprechende Hohlräume der jeweiligen Profile (11) formschlüssig eingesteckt oder eingepresst ist, und

- bei der der Eckverbinder (21) als Guss-, Fräs- oder ge schweißter Eckeinsatz ausgebildet ist.

7. Schienenfahrzeugtür nach Anspruch 1, bei der der Eckver binder (21) eine Dichteben der Profile (11) in den Ecken ver vollständigt . 8. Schienenfahrzeugtür nach einem der vorhergehenden Ansprü che, bei der die Eckverbinder (17, 18, 21) oder deren Bleche (19, 20) unter Verwendung von Laser-Schneidverfahren herge stellt sind.

Description:
Beschreibung

Schienenfahrzeugtür

Die Erfindung betrifft eine Tür eines Schienenfahrzeugs.

Es ist bekannt, Türen eines Schienenfahrzeugs unter Verwen dung von individuell gefertigten, metallischen Strangpress profilen aufzubauen.

Dazu wird ein rahmenartiger Türgrundkörper aus Teilen des Strangpressprofils gebildet. Die Strangpressprofile werden an Stoßkanten miteinander verschweißt, wobei an Ecken des Tür grundkörpers zur Stabilisierung zusätzlich abgerundete Eck platten eingeschweißt sind.

Auf einer Außenseite des Türgrundkörpers wird ein metalli sches Deckblech angeordnet, womit ein entsprechendes Türblatt gebildet wird. Das Deckblech wird mit den Strangpressprofilen des Türgrundkörpers mittels Schraub- und/oder Klebetechniken verbunden um die Tür wasserdicht bzw. druckdicht auszuführen.

Die Verbindung der einzelnen Türelemente durch Schweißtechni ken bedingt einen hohen Fertigungs- und Nachbearbeitungs- Aufwand und damit hohe Kosten.

Eine entsprechend gefertigte Tür ist außerdem mit relativ großen Toleranzen behaftet.

Ein Hersteller einer entsprechenden Schienenfahrzeug-Tür muss Personal mit einer hochwertigen Qualifikation im Bereich der Schweiß- und Klebetechnik nachweisen und beschäftigen, was ebenfalls hohe Kosten verursacht.

Es ist die Aufgabe der Erfindung, für ein Schienenfahrzeug eine Tür anzugeben, die kostengünstig und dennoch mit genaue ren Maßen als bei einer Schweißkonstruktion angefertigt wer den kann, sowie auf strukturelles Kleben verzichtet. Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale der Unteransprüche angegeben.

Die Erfindung betrifft eine Schienenfahrzeugtür mit einem rahmenartigen Türgrundkörper. Der Türgrundkörper besteht aus Profilen, die über Eckverbinder miteinander verbunden sind. Die Verbindung ist dabei ausschließlich als Nietverbindung, als Schraubverbindung oder als Durchsetzfügeverbindung ausge bildet .

In einer bevorzugten Ausgestaltung weist der rahmenartigen Türgrundkörper Führungen auf, die zur Aufnahme von zumindest einem Schubblech ausgebildet sind.

In einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Profile an ihren Ecken mit Hilfe eines Gehrungsschnittes aneinander angepasst.

In einer bevorzugten Ausgestaltung wird zur Verbindung von zwei Profilen ein Eckverbinder in entsprechende Hohlräume der beiden Profile formschlüssig eingelegt, wobei bevorzugt der Eckverbinder als Guss-, Fräs- oder geschweißter Einsatz aus gebildet ist.

In einer bevorzugten Ausgestaltung ist der einzelne Eckerbin der als Kombination von einfachen Blechen, beispielwiese be stehend aus Flach- und/oder Biegeblechen, ausgebildet.

In einer bevorzugten Ausgestaltung ist zur Verbindung von zwei Profilen ein Eckverbinder in entsprechende Hohlräume der jeweiligen Profile formschlüssig eingesteckt oder einge presst. Bevorzugt ist der Eckverbinder als Guss-, Fräs- oder geschweißter Eckeinsatz ausgebildet. In einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Eckverbinder bzw. deren (Blech-) Komponenten unter Verwendung eines Laser- Schneidverfahrens hergestellt.

Bei der erfindungsgemäßen Tür werden die Profile auf Gehrung oder gerade abgeschnitten, wobei bevorzugt beim Gehrungs schnitt Aufstecknasen für eine Türgummidichtungen erhalten bleiben .

Die Profile werden an ihren Ecken vorzugsweise durch einfache Blechkonstruktionen aus Laserblechen und/oder Standard- Winkelprofilen verbunden.

Alternativ sind auch Guss-, Fräs- oder geschweißte Eckeinsät ze verwendbar, welche im Falle von gerade abgeschnittenen Profilen dann auch Aufstecknasen für die Türgummidichtungen enthalten .

Derartige Verfahren ermöglichen einen hohen Grad an Genauig keit beim hergestellten Werkstück bei tolerierbaren Herstell kosten .

Bei der erfindungsgemäßen Tür wird auf die Verwendung von stoffschlüssigen Fügeverbindungen (z.B. Schweißverfahren, Lö ten, Kleben) zur Verbindung der einzelnen Profile verzichtet.

Stattdessen werden die einzelnen Profile über die Eckverbin der fest aber lösbar (Schraubverbindung, Nietverbindung) oder formschlüssig (Durchsatzfügeverbindung) miteinander verbun den .

Dadurch werden Herstellkosten der Schienenfahrzeugtür redu ziert .

Eine weitere Kostenreduktion ergibt sich durch das Entfallen einer bislang benötigten, aufwendigen und kostenintensiven Schweiß- Auditierung bzw. Klebe-Auditierung . Durch die Vermeidung der Verwendung von Schweißverfahren wer den vorteilhaft auch Nacharbeiten an den Türelementen vermie den, was zusätzlich Arbeitszeit und damit Kosten einspart. Dazu gehören beispielsweise ein bislang notwendiges erneutes Ausrichten und Nachbearbeiten von Türelementen (zum Beispiel des geschweißten, rahmenartigen Türgrundkörpers) , sowie ein Abschleifen von Schweißnähten, Spachteln von Rissen, etc.

Bevorzugt bilden Schubblech und die Profile des Türgrundkör pers eine Dichtungsebene, so dass die Schienenfahrzeugtür be reits ohne Außenblende druckdicht ausgestaltet ist.

Außenblenden, die bisher integraler Bestandteil des Türblat tes waren und zu diesem Zweck bislang eine strukturelle Ver klebung benötig haben, sind nun nur noch außen mittels fester aber gegebenenfalls lösbarer Verbindung, vorzugsweise

Schraubverbindung, aufgesetzt und bedürfen somit keiner Ver klebung mehr.

Durch den erfindungsgemäßen Aufbau wird eine funktionsopti mierte Schienenfahrzeugtür mit einem hohen Integrationsstand aller verwendeten Bauteile verwirklicht.

Durch den erfindungsgemäßen Aufbau werden Fertigungsaufwand und eine bislang benötigte Teilevielfalt reduziert. Gleich zeitig wird die Qualität verbessert.

Die Anforderungen an Lieferanten und Hersteller können redu ziert werden, was zu einer weiteren Kosteneinsparung bei trägt .

Die Verwendung von Klebetechniken wird auf ein absolut not wendiges Maß eingeschränkt da nur mehr abgedichtet aber nicht mehr strukturell geklebt wird. Dadurch entfallen bislang be nötigte, hochwertige Klebequalifizierungen und Klebestellen- Dokumentationen . Durch den erfindungsgemäßen Aufbau wird ein größerer Liefe rantenpool für die Montage der Türen ermöglicht.

Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung beispielhaft an hand von einigen Figuren näher erläutert. Dabei zeigt:

FIG 1 in einer Perspektivansicht die erfindungsgemäße Schie nenfahrzeugtür in einer schematischen Darstellung mit Fensterausschnitt ,

FIG 2 eine obere rechte Ecke der Schienenfahrzeugtür aus der

FIG 1 mit Details einer ersten Ausgestaltung der Er findung,

FIG 3 eine obere rechte Ecke der Schienenfahrzeugtür aus der

FIG 1 mit Details einer zweiten Ausgestaltung der Er findung, und

FIG 4 eine obere rechte Ecke der Schienenfahrzeugtür aus der

FIG 1 mit Details einer dritten Ausgestaltung der Er findung,

FIG 1 zeigt in einer Perspektivansicht die erfindungsgemäße Schienenfahrzeugtür 10 in einer schematischen Darstellung mit Fensterausschnitt .

Vier Rechteckhohlprofile sind als Profile 11 an Ihren jewei ligen Ecken miteinander verbunden und bilden einen rahmenar tigen Türgrundkörper 12, der als Tragestruktur verwendet wird .

Damit weist der Türgrundkörper 12 mit Bezug auf einen Raum eines Schienenfahrzeugs eine innere Seite 13 und eine äußere Seite 14 auf.

Die Profile 11 sind im Querschnitt entweder identisch oder sind im Querschnitt zumindest soweit aneinander angepasst, dass dem Türgrundkörper 12 zugeordnete Funktionen über die verbundenen Profile ermöglicht werden.

Auf einer Außenseite 14 des Türgrundkörpers 12 ist ein Schub blech 16 angeordnet und mit dem Türgrundkörper 12 bzw. mit dessen Profilen 11 verbunden.

Dabei wird das Schubblech 16 in eine Führung des Türgrundkör pers 12 eingesteckt, wobei die Führung über den Querschnitt der miteinander verbundenen Profile 11 realisiert wird.

FIG 2 zeigt eine obere rechte Ecke der Schienenfahrzeugtür 10 aus FIG 1 mit Details einer ersten Ausgestaltung der Erfin dung .

Zwei Profile 11 sind an ihren Ecken aneinander angepasst, beispielsweise mit Hilfe eines Gehrungsschnittes.

Zur Verbindung der beiden Profile 11 ist ein Eckverbinder 17 in einen entsprechenden Hohlraum der beiden Profile 11 ein gelegt .

Dieser Eckverbinder 17 ist bevorzugt als Gussteil oder als Frästeil ausgebildet.

Die beiden Profile 11 sind über den Eckverbinder 17 über eine Nietverbindung, eine Schraubverbindung oder über eine Durch setzfügeverbindung miteinander verbunden.

Als Durchsetzfügeverbindung wird eine Verbindung verstanden, bei der der Eckverbinder 17 und die beiden Profile 11 ohne Verwendung eines Zusatzwerkstoffes (z.B. Klebstoff) miteinan der verbunden sind. Beispielswiese ist der Eckverbinder 17 durch eine Druckfügetechnik, durch Clinchen oder durch ein sogenanntes „Press Joining" mit den Profilen 11 verbunden. Diese Verbindung wird also durch ein auf Druck beruhendes Um formen der beteiligten Komponenten erreicht. Die Erfindung vermeidet also nichtlösbare bzw. Stoffschlüssi ge Verbindungen, wie Schweißen, Löten, Kleben, bei der Er stellung des Türgrundkörpers 12 aus den Profilen 11 und den Eckverbindern 17.

FIG 3 zeigt eine obere rechte Ecke der Schienenfahrzeugtür aus der FIG 1 mit Details einer zweiten Ausgestaltung der Er findung .

Zwei Profile 11 sind an ihren Ecken mit Hilfe eines Gehrungs schnittes aneinander formschlüssig angepasst.

Zur Verbindung der beiden Profile 11 ist ein Eckverbinder 18 in einen entsprechenden Hohlraum der beiden Profile 11 ein gelegt .

Dieser Eckverbinder 18 beinhaltet bevorzugt eine Kombination aus zwei flachen Blechen 19 und einen L-förmigen Winkel 20.

Die Bleche 19 werden bevorzugt unter Verwendung eines Laser- Schneidverfahrens hergestellt.

Die beiden Profile 11 sind über den Eckverbinder 18 miteinan der verbunden. Bevorzugt kommt hier eine Niet-, Schraub- oder Durchsetzfügeverbindung zur Anwendung.

Als Durchsetzfügeverbindung wird eine Verbindung verstanden, bei der der Eckverbinder 18 und die beiden Profile 11 ohne Verwendung eines Zusatzwerkstoffes (z.B. Klebstoff) miteinan der verbunden sind. Beispielswiese ist der Eckverbinder 18 durch eine Druckfügetechnik, durch Clinchen oder durch ein sogenanntes „Press Joining" mit den Profilen 11 verbunden. Diese Verbindung wird also durch ein auf Druck beruhendes Um formen der beteiligten Komponenten erreicht.

Die Erfindung vermeidet also nichtlösbare bzw. Stoffschlüssi ge Verbindungen, wie Schweißen, Löten, Kleben, bei der Er- Stellung des Türgrundkörpers 12 aus den Profilen 11 und den Eckverbindern 18.

FIG 4 zeigt eine obere rechte Ecke der Schienenfahrzeugtür aus der FIG 1 mit Details einer dritten Ausgestaltung der Er findung .

Zwei Profile 11 sind an ihren Enden gerade abgeschnitten.

Zur Verbindung der beiden Profile 11 ist ein Eckverbinder 21 in einen entsprechenden Hohlraum der beiden Profile 11 form schlüssig eingesteckt.

In einer bevorzugten Ausgestaltung ist der Eckverbinder 21 in einen entsprechenden Hohlraum der beiden Profile 11 form schlüssig eingepresst.

Dieser Eckverbinder 21 ist bevorzugt als Gussteil oder als Frästeil ausgebildet.

Die beiden Profile 11 sind über den Eckverbinder 21 miteinan der verbunden.

Bevorzugt erfolgt die kraftschlüssige Verbindung über eine Nietverbindung, eine Schraubverbindung oder über eine Durch setzfüge V erbindung .

Als Durchsetzfügeverbindung wird eine Verbindung verstanden, bei der der Eckverbinder 21 und die beiden Profile 11 ohne Verwendung eines Zusatzwerkstoffes (z.B. Klebstoff) miteinan der verbunden sind. Beispielswiese ist der Eckverbinder 21 durch eine Druckfügetechnik, durch Clinchen oder durch ein sogenanntes „Press Joining" mit den Profilen 11 verbunden. Diese Verbindung wird also durch ein auf Druck beruhendes Um formen der beteiligten Komponenten erreicht.

Die Erfindung vermeidet also nichtlösbare bzw. Stoffschlüssi ge Verbindungen, wie Schweißen, Löten, Kleben, bei der Er- Stellung des Türgrundkörpers 12 aus den Profilen 11 und den Eckverbinder 21.

Bezugszeichenliste

10 Schienenfahrzeugtür

11 Profile

12 Türgrundkörper

13 innere Seite des Türgrundkörpers

14 äußere Seite des Türgrundkörpers 16 Schubblech

17 Eckverbinder

18 Eckverbinder

19 Bleche

20 Winkel

21 Eckverbinder