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Title:
RAIL VEHICLE DOOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/154771
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a rail vehicle door (10), comprising a frame-type door main body (12) and covering metal sheets (15, 16). The door main body (12) consists of profiled elements (11), which are connected to each other by means of corner connectors (22). The covering metal sheets (15, 16) are arranged on two opposite sides (13, 14) of the door main body (12). The profiled elements (11) are connected to each other exclusively by means of a fixed but releasable connection by means of the corner connectors (22) in question. A fire protection material (19) is arranged between at least one covering metal sheet (15, 16) and the frame-type door main body (12) in such a way that the fire resistance and the thermal insulation of the rail vehicle door (10) are increased.

Inventors:
KAMMERLOHER, Herbert (Ammerseestr. 4a, Biburg, 82239, DE)
HENGSTENBERG, Thomas (Bussardstr. 90, Gröbenzell, 82194, DE)
WIMBERGER, Thomas (Brachvogelweg 31, Freising, 85356, DE)
Application Number:
EP2019/052691
Publication Date:
August 15, 2019
Filing Date:
February 05, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Werner-von-Siemens-Straße 1, München, 80333, DE)
International Classes:
B61D19/02; E06B5/16
Foreign References:
CN201400178Y2010-02-10
US3039525A1962-06-19
DE2114109A11972-10-05
EP0008401A11980-03-05
CN202413809U2012-09-05
Other References:
None
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Claims:
Patentansprüche

1. Schienenfahrzeugtür (10),

- mit einem rahmenartigen Türgrundkörper (12) und mit

Deckblechen (15, 16),

- bei der der Türgrundkörper (12) aus Profilen (11) be steht, die über Eckverbinder (22) miteinander verbunden sind,

- bei der die Deckbleche (15, 16) an zwei gegenüberliegen den Seiten (13, 14) des Türgrundkörpers (12) angeordnet sind,

dadurch gekennzeichnet,

- dass die Profile (11) ausschließlich über eine feste aber lösbare Verbindung über die jeweiligen Eckverbinder (22) miteinander verbunden sind, und

- dass zwischen zumindest einem Deckblech (15, 16) und dem rahmenartige Türgrundkörper (12) ein Brandschutzmaterial (19) derart angeordnet ist, dass die Feuerwiderstandsfä higkeit sowie die thermische Isolation der Schienenfahr zeugtür (10) erhöht wird.

2. Schienenfahrzeugtür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass das Brandschutzmaterial (19) ein thermisch iso lierendes Material ist.

3. Schienenfahrzeugtür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge

kennzeichnet, dass das Brandschutzmaterial (19) Gipskarton ist .

4. Schienenfahrzeugtür nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da durch gekennzeichnet, dass das Brandschutzmaterial (19) großflächig zwischen dem Deckblech (15, 16) und dem rah menartige Türgrundkörper (12) angeordnet ist.

5. Schienenfahrzeugtür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Eckverbinder (22) aus Blechen, bevorzugt aus flachen Blechen, gefertigt sind.

6. Schienenfahrzeugtür nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass die Eckverbinder (22) aus Blechen gefertigt sind, die bevorzugt mit Hilfe eines Lasers in Form ge schnitten sind.

7. Schienenfahrzeugtür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die feste aber lösbare Verbindung, die zur Ver bindung der Profile und der Eckverbinder vorgesehen ist, eine Niet- oder Schraubverbindung ist.

8. Schienenfahrzeugtür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass der rahmenartige Türgrundkörper (12) versteifen de Querstreben (21) aufweist, die versetzt zueinander an geordnet sind.

9. Schienenfahrzeugtür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass Leerräume (20) des rahmenartigen Türgrundkörpers (12) mit dem Brandschutzmaterial (19) aufgefüllt sind.

10. Schienenfahrzeugtür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass entlang einer umlaufenden Kante (17) der Tür (10) ein im Brandfall aufschäumendes Material (18), ins besondere ein intumeszierendes Material, angeordnet ist.

11. Schienenfahrzeugtür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass das Profil (11) ein Rechteck-Hohlprofil ist.

12. Schienenfahrzeugtür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass das zumindest eine Deckblech (15, 16) über das Brandschutzmaterial (19) mit dem rahmenartigen Türgrund körper (12) verbunden ist.

Description:
Beschreibung Schienenfahrzeugtür

Die Erfindung betrifft eine Tür eines Schienenfahrzeugs.

Es ist bekannt, Türen eines Schienenfahrzeugs unter Verwen dung von individuell gefertigten, metallischen Strangpress profilen aufzubauen.

Dazu wird ein rahmenartiger Türgrundkörper aus Teilen des Strangpressprofils gebildet. Die Strangpressprofile werden an Stoßkanten miteinander verschweißt, wobei an Ecken des Tür grundkörpers zur Stabilisierung zusätzlich Eckstücke vorgese hen sind, die ebenfalls mit den Strangpressprofilen ver schweißt sind.

Auf zwei gegenüberliegenden Seiten des Türgrundkörpers werden metallische Deckbleche angeordnet, die entsprechende Türblät ter bilden. Die Deckbleche liegen im Wesentlichen flächig an den Strangpressprofilen des Türgrundkörpers an und sind mit diesen durch Schraub- bzw. Bördeltechniken verbunden.

Aufgrund der geringen Stückzahlen von Schienenfahrzeug-Türen verursacht die Verwendung von individuell gefertigten Strang pressprofilen hohe Kosten.

Die Verbindung der einzelnen Türelemente durch Schweißtechni ken bedingt einen hohen Fertigungs- und Nachbearbeitungs- Aufwand, sowie eine Schweißqualifizierung und - Z ertifizierung des ausführenden Betriebes und damit ebenfalls hohe Kosten.

Die flächige Verbindung der Deckbleche mit den Strangpress profilen des Türgrundkörpers bedingt eine relativ gute ther mische Leitfähigkeit, so dass die Tür in einem Brandfall eine geringe Brandwiderstandsdauer sowie eine schlechte thermische Isolierung aufweist. Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, für ein Schienenfahrzeug eine Tür anzugeben, die einerseits kosten günstig gefertigt werden kann und die andererseits eine ver besserte Brandwiderstandsdauer bzw. eine verbesserte thermi sche Isolierung aufweist.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale der Unteransprüche angegeben.

Die erfindungsgemäße Schienenfahrzeugtür weist einen rahmen artigen Türgrundkörper und Deckbleche auf. Der Türgrundkörper besteht aus Profilen, die über Eckverbinder miteinander ver bunden sind. An zwei gegenüberliegenden Seiten des Türgrund körpers sind Deckbleche angeordnet. Die Profile sind aus schließlich über eine feste aber lösbare Verbindung über die jeweiligen Eckverbinder miteinander verbunden. Zwischen zu mindest einem Deckblech und dem rahmenartige Türgrundkörper ist ein Brandschutzmaterial derart angeordnet, dass die Feu erwiderstandsfähigkeit sowie die thermische Isolation der Schienenfahrzeugtür erhöht wird.

Als Brandschutzmaterial wird bevorzugt Gipskarton verwendet.

Bei der erfindungsgemäßen Schienenfahrzeugtür wird auf die Verwendung von individuell gefertigten und teuren Strang pressprofilen verzichtet. Vorteilhaft werden statt dessen üb liche und daher billige Rechteck-Hohlprofile verwendet, deren Maße vorbekannt und quasi standardisiert am Markt eingeführt und erhältlich sind.

Bei der erfindungsgemäßen Schienenfahrzeugtür wird auf die Verwendung von aufwendig geformten und daher teuren Eckver bindern verzichtet. Vorteilhaft werden stattdessen Bleche verwendet, die je nach Anwendungszweck flach oder gebogen sein können. Bevorzugt werden flache Bleche verwendet, die mit Hilfe eines Laserschneideverfahrens hergestellt wurden. Derartige Verfah ren ermöglichen einen hohen Grad an Genauigkeit beim herge stellten Werkstück bei tolerierbaren Herstellkosten.

Bei der erfindungsgemäßen Schienenfahrzeugtür wird auf die Verwendung von Schweißverfahren zur Verbindung einzelner Tür elemente verzichtet. Stattdessen werden die einzelnen Kompo nenten fest aber lösbar, beispielsweise durch Schraub- oder Nietverbindungen, miteinander verbunden. Dadurch werden die Herstellkosten der Schienenfahrzeugtür erneut reduziert.

Durch die Vermeidung der Verwendung von Schweißverfahren wer den vorteilhaft auch Nacharbeiten an den Türelementen vermie den, was zusätzlich Arbeitszeit und damit Kosten einspart. Dazu gehören beispielsweise ein bislang notwendiges erneutes Ausrichten und Nachbearbeiten von Türelementen (zum Beispiel des geschweißten, rahmenartigen Türgrundkörpers) , sowie ein Abschleifen von Schweißnähten, etc.

Durch die Verwendung von dickwandigem Brandschutzmaterial werden großflächige, thermische Isolierflächen zwischen dem rahmenartigen Türgrundkörper und den Deckblechen der Türober fläche geschaffen. Damit wird die Brandwiderstandsdauer der Schienenfahrzeugtür signifikant erhöht.

Durch die versetzte Anordnung von versteifenden Querstreben in der Schienenfahrzeugtür bzw. im rahmenartigen Türgrundkör per werden etwaige Wärmebrücken und deren Folgen reduziert und die thermische Isolierung zwischen den Türelementen vor teilhaft erhöht.

Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung beispielhaft an hand von einigen Figuren näher erläutert. Dabei zeigt:

FIG 1 in einer Perspektivansicht und in einer Draufsicht die erfindungsgemäße Schienenfahrzeugtür, FIG 2 eine Darstellung einzelner Elemente der erfindungsgemä ßen Schienenfahrzeugtür,

FIG 3 mit Bezug auf FIG 1 und FIG 2 ein Detail der erfin

dungsgemäßen Schienenfahrzeugtür im Querschnitt, und FIG 4 mit Bezug auf FIG 1 und FIG 2 ein Detail der erfin

dungsgemäßen Schienenfahrzeugtür im Querschnitt.

FIG 1 zeigt in einer Perspektivansicht und in einer Drauf sicht in Schnittdarstellung die erfindungsgemäße Schienen fahrzeugtür 10.

Vier Profile 11 sind an Ihren jeweiligen Ecken miteinander verbunden und bilden einen rahmenartigen Türgrundkörper 12, der als Tragestruktur verwendet wird.

An zwei gegenüberliegenden Seiten 13, 14 des Türgrundkörpers 12 sind Deckbleche 15, 16 angeordnet und mit dem Türgrundkör per 12 bzw. mit dessen Profilen 11 verbunden.

Die Schienenfahrzeugtür 10 weist eine umlaufende Kante 17 auf, entlang der ein im Brandfall aufschäumendes Material 18, insbesondere ein intumeszierendes Material, angeordnet ist. Dadurch wird ein Rauchdurchtritt in Räume verhindert, die an der Schienenfahrzeugtür 10 angrenzen.

Leerräume 20 des rahmenartigen Türgrundkörpers 12 sind mit Brandschutzmaterial 19 aufgefüllt.

Als Brandschutzmaterial 19 wird bevorzugt Gipskarton verwen det .

FIG 2 zeigt eine Darstellung einzelner Elemente der erfin dungsgemäßen Schienenfahrzeugtür 10.

Zu sehen sind hier drei der Profile 11, die an ihren Ecken über spezielle Eckverbinder (vgl. dazu die nachfolgenden Fi guren) und ohne Verwendung von Schweißtechniken miteinander verbunden sind. Als Profil 11 wird bevorzugt ein marktübliches und damit kos tengünstiges Rechteck-Hohlprofil verwendet.

Der rahmenartige Türgrundkörper 12 beinhaltet versteifende Querstreben 21, die bevorzugt versetzt zueinander derart an geordnet sind, dass eine etwaige Wärmeleitung zwischen den Querstreben 21 reduziert und somit die thermischen Isolation der Schienenfahrzeugtür erhöht wird.

Leerräume 20 des rahmenartigen Türgrundkörpers 12 können zu sätzlich mit Brandschutzmaterial 19 aufgefüllt werden (hier nicht gezeigt) .

Zwischen zumindest einem Deckblech 15, 16 und dem rahmenarti ge Türgrundkörper 12 ist Brandschutzmaterial 19, bevorzugt streifenförmig, angeordnet.

Als Brandschutzmaterial 19 wird bevorzugt Gipskarton verwen det .

Durch die damit erreichte großflächige Anordnung des Brand- schutzmaterials 19 wird die Feuerwiderstandsfähigkeit der Schienenfahrzeugtür 10 sowie deren thermischen Isolation ver bessert .

FIG 3 zeigt mit Bezug auf FIG 1 und FIG 2 ein Detail der er findungsgemäßen Schienenfahrzeugtür 10 im Querschnitt.

FIG 4 zeigt mit Bezug auf FIG 1 und FIG 2 ein Detail der er findungsgemäßen Schienenfahrzeugtür 10 im Querschnitt.

Hier ist zu sehen, wie zwei Profile 11 ausschließlich über eine feste aber lösbare Verbindung über einen zugeordneten, jeweiligen Eckverbinder 22 miteinander verbunden sind.

Der Eckverbinder 22 ist vorzugsweise aus einem oder mehreren Blech (en) oder ggf. als Gußteil gefertigt und verbindet die beiden Profile 11 mittels einer vorzugsweisen kostengünstigen Nietverbindung oder sonstigen lösbaren Verbindung.

Der Eckverbinder 22 wird bevorzugt mit Hilfe eines Lasers in Form geschnitten und weist daher lediglich minimale Toleran zen auf.

Bezugszeichenliste

10 Schienenfahrzeugtür

11 Profile

12 Türgrundkörper

13 eine erste Seite des Türgrundkörpers

14 eine zweite Seite des Türgrundkörpers

15 Deckblech

1 6 Deckblech

17 umlaufende Kante

18 aufschäumendes Material

1 9 Brandschutzmaterial

20 Leerraum

21 Querstrebe

22 Eckverbinder