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PFINGSTL, Andreas (Lerchenstrasse 36, Freilassing, 83395, DE)
HECHENBERGER, Peter (Hinterfeldweg 4, Kirchdorf, A-6382, AT)
PFINGSTL, Andreas (Lerchenstrasse 36, Freilassing, 83395, DE)
| P a t e n t a n s p r ü c h e 1. Gleisfahrzeug mit einem auf Schienenfahrwerken (2) abgestützten Fahrzeugrahmen (3) und mit einer Fahrkabine (4), dadurch gekennzeichnet, dass eine Sicherheitsvorrichtung (7) mit dem Fahrzeugrahmen (3) verbunden ist, die aus einer flexiblen, von einer Wickelwelle (10) parallel zu einer Gleislängsrichtung (1 1 ) abziehbaren Sicherheitsbarriere (12) gebildet ist. 2. Gleisfahrzeug nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zwei in einer Gleis- bzw. Fahrzeugquerrichtung (6) voneinander distanzierte Sicherheitsvorrichtungen (7) vorgesehen sind. 3. Gleisfahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitsvorrichtungen (7) an einer Pufferbrust (8) des Fahrzeugrahmens (3) befestigt sind. 4. Gleisfahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitsvorrichtungen (7) um in Gleislängsrichtung (1 1 ) verlaufende Achsen (17) relativ zum Fahrzeugrahmen (3) verschwenkbar ausgebildet sind. 5. Gleisfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jede Sicherheitsvorrichtung (7) entlang einer Führungseinrichtung (9) in Fahrzeugquerrichtung (6) vom Fahrzeugrahmen (3) distanzier- und relativ zu diesem fixierbar ist. 6. Gleisfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickelwelle (10) jeder Sicherheitsvorrichtung (7) in vertikaler Richtung verlaufend angeordnet ist. 7. Gleisfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Wickelwelle (10) ein Rotationsantrieb (13) zugeordnet ist. 8. Gleisfahrzeug nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitsbarriere (12) aus einem engmaschigen Zaun aus Kunststoff gebildet ist. 9. Gleisfahrzeug nach Anspruch 1 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitsbarriere (12) von der Wickelwelle (10) abziehbare, in einer Längsrichtung (15) der Wickelwelle (10) voneinander distanzierte Seile (16) aufweist. 10. Gleisfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickelwelle (10) eine Federspeicherbremse (14) zugeordnet ist. 1 1. Gleisfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden Sicherheitsvorrichtungen (7) Stufen (23) zum Betreten eines Gleises (18) von der Fahrkabine (4) vorgesehen sind. 12. Verfahren zur Absicherung eines Gleises (18) bezüglich eines Nachbargleises (19) mit Hilfe einer Sicherheitsbarriere (12), dadurch gekennzeichnet, dass ein freies Ende (21 ) der flexiblen, auf einer Wickelwelle (10) aufgewickelten und mit einem Gleisfahrzeug (1 ) verbundenen Sicherheitsbarriere (12) mit einem auf dem Gleis (18) fixierten Haltebügel (20) verbunden und anschließend das Gleisfahrzeug (1 ) zum Abwickeln der Sicherheitsbarriere (12) auf dem Gleis (18) unter Distanzierung vom Haltebügel (20) verfahren wird. 13. Verfahren zur Absicherung eines Gleises (18) bezüglich eines Nachbargleises (19) mit Hilfe einer Sicherheitsbarriere (12), dadurch gekennzeichnet, dass ein freies Ende (21 ) der flexiblen, auf einer Wickelwelle (10) aufgewickelten und mit einem Gleisfahrzeug (1 ) verbundenen Sicherheitsbarriere (12) mit einem weiteren Gleisfahrzeug (24) verbunden und anschließend mindestens eines der Gleisfahrzeuge (1 , 24) zum Abwickeln der Sicherheitsbarriere (12) auf dem Gleis (18) unter Distanzierung vom jeweils anderen Gleisfahrzeug (1 , 24) verfahren wird. 14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Wickelwelle (10) ein einer Abziehrichtung (22) entgegenwirkendes Drehmoment ausgeübt wird. 15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass unmittelbar vor einer vollständigen Abwicklung der Sicherheitsbarriere (12) ein akustisches und/oder optisches Signal in einer Fahrkabine (4) des Gleisfahrzeuges (1 ) erzeugt wird. |
[001] Die Erfindung betrifft ein Gleisfahrzeug mit einem auf Schienenfahrwerken abgestützten Fahrzeugrahmen und mit einer Fahrkabine, sowie ein
Verfahren zur Absicherung eines Gleises.
[002] Aus NL 1029192 ist eine gleisverfahrbare und eine Baustelle absichernde Vorrichtung bekannt, welche zwei in Gleislängsrichtung, zwischen zwei Fahrzeugteilen verlaufende Wände aufweist. Diese sind mehrteilig ausgebildet und entfalten sich bei Distanzierung der Fahrzeugteile ziehharmonikaartig.
[003] Eine weitere, gleisverfahrbare Sicherheitsbarriere ist aus FR 2 849 069 A1 bekannt, während FR 2 904 836 A1 eine fest mit dem Gleis verbundene Abgrenzung offenbart.
[004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung eines Gleisfahrzeuges der eingangs genannten Art, mit dem eine konstruktiv einfache Sicherheitsbarriere installiert werden kann, ohne dass dabei die Einsatzmöglichkeit des Gleisfahrzeuges eingeschränkt wird.
[005] Diese Aufgabe wird mit erfindungsgemäß mit einem Gleisfahrzeug der gattungsgemäßen Art dadurch gelöst, dass eine Sicherheitsvorrichtung mit dem Fahrzeugrahmen verbunden ist, die aus einer flexiblen, von einer Wickelwelle parallel zu einer Gleislängsrichtung abziehbaren
Sicherheitsbarriere gebildet ist. [006] Mit einem derartig ausgebildeten Gleisfahrzeug ist es möglich, innerhalb kürzester Zeit eine Sicherheitsbarriere entlang eines Gleises aufzustellen. Dabei ist der rein manuelle Arbeitsaufwand relativ gering, weil die eigentliche Verlegung der Sicherheitsbarriere maschinell erfolgen kann. Die
Einsatzfähigkeit bzw. Verfahrbarkeit des Gleisfahrzeuges bleibt bei gleichzeitigem Bestehen der Barriere weitgehend erhalten, da durch die besondere Ausbildung der Sicherheitsvorrichtung ein gewisser
Bewegungsspielraum zwischen Barriere und Fahrzeug gewährleistet ist. Die Sicherheitsvorrichtung eignet sich auch hervorragend zum Nachrüsten bereits bestehender Fahrzeuge bzw. Gleisbaumaschinen.
[007] Aufgabe der Erfindung ist es auch ein Verfahren zur raschen und sicheren Installierung einer Sicherheitsbarriere zu schaffen.
[008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Verfahren gemäß dem
Kennzeichen von Anspruch 12 gelöst.
[009] Mit Hilfe dieses Verfahrens kann in nur kurzer Zeit eine Sicherheitsbarriere installiert werden. Dies geschieht weitgehend maschinell und ohne dass Arbeitspersonal durch Zugverkehr am Nachbargleis gefährdet wird. Nur zu Arbeitsbeginn muss die Barriere manuell mit dem Gleis verbunden werden.
[010] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der Zeichnungsbeschreibung.
[0 ] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Es zeigen: [012] Fig. 1 eine Seitenansicht eines Gleisfahrzeuges mit einer installierten
Sicherheitsbarriere, Fig. 2 eine Ansicht des Gleisfahrzeuges in
Gleislängsrichtung und Fig. 3 und 4 weitere Ausführungsbeispiele von Sicherheitsvorrichtungen.
[013] Ein in Fig. 1 und 2 dargestelltes Gleisfahrzeug 1 besteht im Wesentlichen aus einem auf Schienenfahrwerken 2 abgestützten Fahrzeugrahmen 3 an dem eine Fahrkabine 4 angeordnet ist. An einem Ende 5 des Fahrzeugrahmens 3 sind zwei bezüglich einer Gleis- bzw. Fahrzeugquerrichtung 6 voneinander distanzierte Sicherheitsvorrichtungen 7 angeordnet. Diese können alternativ auch an der am Ende 5 des Fahrzeugrahmens 3
befindlichen Pufferbrust 8 befestigt werden. Bei den in Fig. 2 und 3
dargestellten Sicherheitsvorrichtungen 7 sind die jeweils linke Vorrichtung in einer Außerbetriebstellung und die jeweils rechte Vorrichtung in einer
Betriebsstellung eingezeichnet.
[014] Jede Sicherheitsvorrichtung 7 ist entlang einer Führungseinrichtung 9 in
Fahrzeugquerrichtung 6 vom Fahrzeugrahmen 3 distanzierbar und relativ zu diesem fixierbar ausgebildet. Jede Sicherheitsvorrichtung 7 besteht aus einer flexiblen, von einer Wickelwelle 10 parallel zu einer Gleislängsrichtung 11 abziehbaren Sicherheitsbarriere 12. Die Wickelwelle 10 ist in vertikaler Richtung verlaufend angeordnet, ihr sind ein Rotationsantrieb 13 sowie eine Federspeicherbremse 14 zugeordnet. Die Sicherheitsbarriere 12 ist aus einem engmaschigen Zaun aus Kunststoff gebildet. Sie weist außerdem zwei von der Wickelwelle 10 abziehbare, in deren Längsrichtung 15 voneinander distanzierte Seile 16 auf. Die Wickelwelle 10 bzw. die Sicherheitsbarriere 12 ist auch bezüglich vertikaler Höhe verstellbar ausgebildet.
[015] Die in Fig. 3 dargestellten Sicherheitsvorrichtungen 7 sind jeweils um eine in Gleislängsrichtung 11 verlaufende Achse 17 relativ zum Fahrzeugrahmen 3 verschwenkbar ausgebildet.
[016] Im Folgenden wird die Installation der Sicherheitsbarriere 12 näher
beschrieben. Zur Absicherung eines Gleises 18 gegenüber einem
Nachbargleis 19 wird zunächst ein Haltebügel 20 am Gleis 18 fixiert, eine alternative Fixierung am Nachbargleis 19 wäre auch denkbar. Nachdem das Gleisfahrzeug 1 in unmittelbare Nähe des Haltebügels 20 verfahren wird, erfolgt die manuelle Positionierung und Fixierung der Sicherheitsvorrichtung 7 in vertikaler Höhe und betreffend die Gleisquerrichtung 6. Danach wird ein freies Ende 21 der Sicherheitsbarriere 12 von Hand ein Stück ausgezogen und mit dem Haltebügel 20 verbunden. Durch Verfahren des Gleisfahrzeuges 1 unter Distanzierung vom Haltebügel 20 wird die Sicherheitsbarriere 12 automatisch von der Wickelwelle 10 abgewickelt. Dabei wird auf die
Wickelwelle 10 ein einer Abziehrichtung 22 entgegenwirkendes Drehmoment ausgeübt. Unmittelbar vor einer vollständigen Abwicklung der
Sicherheitsbarriere 12 wird in der Fahrkabine 4 des Gleisfahrzeuges 1 ein akustisches und/oder ein optisches Signal erzeugt. Dadurch kann eine Beschädigung der Sicherheitsbarriere 12 vermieden werden. Ein mit zwei Sicherheitsbarrieren 12 gesichertes Gleises 18 kann von der Fahrkabine 4 aus über zwischen den Sicherheitsvorrichtungen 7 am Ende 5 des
Fahrzeugrahmens 3 vorgesehene Stufen 23 gefahrlos betreten werden. Das Aufwickeln der Sicherheitsbarrieren 12 erfolgt durch Beaufschlagen des Rotationsantriebes 13 bei langsamen Verfahren des Gleisfahrzeuges 1 entgegen der Abziehrichtung 22.
Wie in Fig. 4 dargestellt ist, können Sicherheitsbarrieren 12 auch zwischen zwei Gleisfahrzeugen 1 , 24 installiert werden. Dabei wird zunächst die Sicherheitsbarriere 12 manuell am zweiten Gleisfahrzeug 24 befestigt. Das Ab- bzw. Aufwickeln der Sicherheitsbarrieren 12 erfolgt durch Distanzieren bzw. Zueinanderbewegen der beiden Gleisfahrzeuge 1 , 24 in
Gleislängsrichtung 11.
