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Patent Searching and Data


Title:
RAIL WEB DAMPING TO REDUCE SOUND ON RAIL LINES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/048209
Kind Code:
A1
Abstract:
A profiled element for damping sound vibrations on rail lines (32) comprises a first main surface (12), which is designed and dimensioned such that it can be attached as a support surface (16) to sections of the rail web (36) without having to provide an adhesive layer, wherein the profiled element (10) further has at least one recess (24) on a front surface (14) located opposite of the support surface (16), wherein the at least one recess (24) in the front surface (14) is designed for the positive engagement of an elastic fixing element (40) for fixing the profiled element (10) against the rail web (36), and at least one widened region (26) of the profiled element (10) in the region of the front surface (14), said widened region being disposed in the lower region of the front surface (14) in the installed position.

Inventors:
BÖSTERLING, Winfried (Friedhofsweg 6, Neuenrade, 55809, DE)
HARRAß, Michael (Liegnitzerstraße 7, Wuppertal, 42277, DE)
HAPPE, Jörg (Buchenhain 5, Meschede, 59872, DE)
VORDERBRÜCK, Dirk (Hesmecke 38, Werdohl, 58791, DE)
Application Number:
EP2010/065962
Publication Date:
April 28, 2011
Filing Date:
October 22, 2010
Export Citation:
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Assignee:
VOSSLOH WERKE GMBH (Vosslohstraße 4, Werdohl, 58778, DE)
BÖSTERLING, Winfried (Friedhofsweg 6, Neuenrade, 55809, DE)
HARRAß, Michael (Liegnitzerstraße 7, Wuppertal, 42277, DE)
HAPPE, Jörg (Buchenhain 5, Meschede, 59872, DE)
VORDERBRÜCK, Dirk (Hesmecke 38, Werdohl, 58791, DE)
International Classes:
E01B19/00
Attorney, Agent or Firm:
SIEGERT, Georg et al. (Hoffmann · Eitle, Arabellastrasse 4, München, 81925, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Profilelement zur Dämpfung von Schallschwingungen an Eisenbahnschienen (32) , wobei das Profilelement {10} eine erste Hauptfläche (12) aufweist, die gestaltet und dimensioniert ist, um bereichsweise als Anlagefläche (16) ohne das

Vorsehen einer KlebstoffSchicht am Schienensteg (36) positionierbar zu sein; wobei das

Profilelement (10) weiter umfasst: mindestens eine Ausnehmung (24) auf einer

Frontfläche (14), die der Anlagefläche (16) entgegengesetzt liegt, wobei die mindestens eine Ausnehmung (24) in der Frontfläche (14) zum

formschlüssigen Eingreifen eines elastischen

Fixierelements (40) für das Fixieren des

Profilelements (10) gegen den Schienensteg (36) ausgelegt ist; und mindestens eine Verbreiterung (26) des

Profilelements (10) im Bereich der Frontfläche (14), die in Montageposition im unteren Bereich der Frontfläche (14) angeordnet ist.

Profilelement nach Anspruch 1, weiter umfassend eine zweite Ausnehmung (5} auf der ersten Hauptfläche (12), die zur Kabeldurchführung geeignet ist,

Profilelement nach Anspruch 1 oder 2 ,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Profilelement (10) mindestens eine Schicht eines Gewebes (42) aus Kettdrähten und Schussdrähten und zwischen den Kettdrähten und Schussdrähten gebildeten Poren aufweist, und das Gewebe mit einer Vielzahl von sich im Wesentlichen senkrecht zu seiner Oberfläche erstreckenden Erhebungen und/oder Vertiefungen versehen ist, weiche vorzugsweise eine Höhe von jeweils

mindestens 0.5mm aufweisen.

4. Profilelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

die mindestens eine Ausnehmung (24, 30) auf der

Frontfläche bereichsweise so dimensioniert ist, dass diese nur ein elastisches Fixierelement (40) aufnimmt.

5. Profilelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4r weiter umfassend mindestens eine, vorzugsweise zwei

Aussparungen (28) im Bereich der Verbreiterung (26), die in Montageposition den Schienenfuß (38) zur Anbringung einer Schienenbefestigung zumindest bereichsweise freilegen .

6. Profilelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

das Profilelement (10) aus einem thermoplastischen oder elastomeren Kunststoff mit darin eingebetteten,

vorzugsweise homogen verteilten, metallischen oder mineralischen Partikeln besteht.

7. Profilelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

das Profilelement eine Länge von etwa 500mm besitzt.

8. Schiene für ein Eisenbahngleis umfassend ein

Profilelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

das elastische Fixierelement eine Fußklammer (40) ist, die auf der einen Seite der Schiene (32) den Schienenfuß (38) umgreift und auf der anderen Seite der Schiene (32) in eine der mindestens eine Ausnehmung (24, 30) des Profilelements (10) formschlüssig eingreift.

9. Schiene nach Anspruch 8,

dadurch gekennzeichnet, dass

auf beiden Seiten der Schiene (32) mindestens ein

Profilelement (10) angebracht ist.

10. Verwendung eines Profilelements (10) mit wenigstens

einer Schicht eines Gewebes (42) mit Kettdrähten und Schussdrähten und zwischen den Kettdrähten und

Schussdrähten gebildeten Poren zur Befestigung an dem Schienensteg (36) einer Schiene (32) zur

Schallreduzierung in Eisenbahngleisen.

11. Verwendung nach Anspruch 10, wobei die Kettdrähte und Schussdrähte des Gewebes aus einer Aluminiumlegierung, Stahl, Edelstahl, Aluminium oder einem anderen

Leichtmetall, Kunststoff, Keramik, einer Kupferlegierung oder einer Naturfaser bestehen.

Description:
Schienenstegbedämpfung zur Schallreduzierung

an Eisenbahngleisen

Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft ein Profilelement zur Dämpfung von Schallschwingungen an Eisenbahnschienen sowie die Verwendung eines speziellen Profilelements zur Befestigung an dem Steg einer Schiene zur Schallreduzierung in Eisenbahngleisen.

Stand der Technik

Im Fahrbetrieb von Zügen auf Eisenbahngleisen können hörbare Schwingungen der Schienen auftreten, die insbesondere im Siedlungsbereich oder in Siedlungsnähe unerwünscht sind. Da im Fahrbetrieb auftretende Schwingungen der Schiene häufig an spezifischen Stellen auftreten wie z.B. in engen Kurven oder im Gefällebereich, wurden im Stand der Technik bereits

Systeme entwickelt, um Schallschwingungen an Schienen zu dämpfen .

Aus der WO03/085201 AI ist ein Dämpfungsmittel für

Schallschwingungen an Schienen bekannt, der Dämpfungsmittel vorsieht, die an beiden Seiten der Schiene am Schienensteg angeklebt werden. Das für die Dämpfungselemente verwendete Kunststoffmaterial wird auf Schub beansprucht und absorbiert durch Reibungsenergie die Schwingungsenergie in den Schienen. Um eine ausreichende Masse zur Absorption von Schallwellen bereitzustellen, werden in den thermoplastischen Kunststoff bevorzugt Hämatit- und Magnetitpartikel eingebracht.

Ergänzend zur Verklebung der Dämpfungselemente mit dem

Schienensteg kann eine Metallklammer eingesetzt werden, welche die auf beiden Seiten des Schienenstegs angeordneten Dämpfungselemente elastisch gegen den Schienensteg drückt. Eine weitere Lösung zur Vermeidung von Schienenschwingungen ist in der DE-A-1 784 171 beschrieben und sieht im Steg- oder Kopfbereich der Schiene einen Überzug aus einem unter der Wirkung von Schwingungen keine nennenswerte Formänderung erleidenden Kunststoff vor, auf den ein oder mehrere

Metalldeckbleche befestigt sind. Der Kunst stoffÜberzug ist dabei aus einem 2-Komponentenmaterial auf der Basis eines gefüllten Kunstharzes vorgesehen und die auf den

KunststoffÜberzügen aufgebrachten Metallbleche werden

entweder durch Aufkleben oder durch Eindrücken der Bleche auf den im plastischen Zustand befindlichen Kunststoff befestigt.

Darstellung der Erfindung

Ausgehend vom Stand der Technik liegt der Erfindung die

Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Schienenstegdämpfung zur Schallreduzierung in Eisenbahngleisen vorzuschlagen, die einfach wiederverwendet werden kann, wenn der entsprechende Gleisabschnitt demontiert wird.

Diese Aufgabe wird durch ein Profilelement zur Dämpfung von Schallschwingungen an Eisenbahnschienen mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die Schiene für ein Eisenbahngleis umfassend ein derartiges Profilelement wird durch die

Merkmale des Anspruchs 7 beschrieben. Schließlich betrifft die Erfindung auch die Verwendung eines speziell gestalteten Profilelements zur Befestigung an dem Steg einer Schiene zur Schallreduzierung in Eisenbahngleisen.

Das erfindungsgemäße Profilelement zur Dämpfung von

Schallschwingungen an Eisenbahnschienen weist eine erste Hauptfläche auf, die gestaltet und dimensioniert ist, um als Anlagefläche ohne das Vorsehen einer Klebstoffschicht am Schienensteg anbringbar zu sein. Das Profilelement umfasst weiterhin mindestens eine Ausnehmung auf einer Frontfläche, die der Anlagefläche entgegengesetzt liegt, wobei die mindestens eine Ausnehmung in der Frontfläche zum formschlüssigen Eingreifen eines elastischen Fixierelements für das Fixieren des Profilelements gegen den Schienensteg ausgelegt ist. Weiterhin umfasst das Profilelement mindestens eine Verbreiterung im Bereich der Frontfläche, die in

Montageposition im unteren Bereich der Frontfläche angeordnet ist .

Indem das Profilelement eine als Anlagefläche gestaltete und dimensionierte erste Hauptfläche aufweist, kann das

Profilelement ohne das Vorsehen einer Haftschicht oder aber auch ohne das Vorsehen einer Ausgleichsschicht direkt am Schienensteg angebracht werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Schienenprofile relativ hohe Fertigungstoleranzen aufweisen, so dass die in Montageposition dem Schienensteg und Schienenfuß zugewandte erste Hauptfläche gezielt neben der Anlagefläche auch Bereiche aufweisen kann, die zur

Aufnahme von Fertigungstoleranzen der Eisenbahnschiene von der Eisenbahnschiene beabstandet sein können. Da durch die spezifische Gestaltung und Dimensionierung der ersten

Hauptfläche als Anlagefläche am Schienensteg keine zwischen Profilelement und Schienensteg vorzusehende Haftschicht erforderlich ist, lässt sich das Profilelement einfach demontieren und an anderer Stelle wieder verwenden. Zur

Fixierung des Profilelements am Schienensteg kann anstelle einer Klebstoffschicht ein mechanisches Halteelement

vorgesehen sein. Zum formschlüssigen Eingreifen eines elastischen Fixierelements für das Fixieren des

Profilelements gegen den Schienensteg ist daher

erfindungsgemäß mindestens eine Ausnehmung auf einer

Frontfläche, die der Anlagefläche entgegengesetzt liegt, vorgesehen. Die Ausnehmung dient dazu, ein elastisches

Fixierelement aufzunehmen, mit dem das Profilelement gegen den Schienensteg gedrückt und insbesondere verspannt werden kann. Erfindungsgemäß ist das Profilelement zudem so geformt, dass mindestens eine Verbreiterung im Bereich der Frontfläche vorgesehen ist, die in Montageposition im unteren Bereich der Frontflache angeordnet ist. Mit anderen Worten ist das

Profilelement dort verbreitert, wo es sich in den Bereich des Schienenfußes erstreckt. Durch die Verbreiterung des

Profilelements zum Schienenfuß hin wird die Gesamtmasse des Profilelements erhöht, wodurch sich die

Schallabsorptionseigenschaften verbessern. Darüber hinaus wird die Dämpfung in vertikaler Richtung verbessert. Unter "Verbreiterung des Profilelements" wird verstanden, dass sich die Stärke des Profilelements im Querschnitt senkrecht zur Längserstreckung des Profilelements vergrößert, wobei die Längserstreckung des Profilelements der Längserstreckung der Eisenbahnschiene entspricht, an der in Montageposition das Profilelement angebracht ist.

Die erfindungsgemäße Schiene für ein Eisenbahngleis umfasst demgemäß ein derartiges Profilelement und ist weiterhin dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Fixierelement eine Fußklammer ist, die auf der einen Seite der Schiene den Schienenfuß umgreift und auf der anderen Seite der Schiene in eine der mindestens einen Ausnehmung des Profilelements formschlüssig eingreift.

In dem Bestreben, eine möglichst wirkungsvolle Dämpfung der Schallschwingungen zu ermöglichen, kann weiterhin ein

Profilelement verwendet werden, mit wenigstens einer Schicht Gewebes mit Kettdrähten und Schussdrähten und zwischen den Kettdrähten und Schussdrähten gebildeten Poren, wodurch sich durch die textile Struktur senkrecht zur Oberfläche des Gewebes erstreckende Erhebungen und/oder Vertiefungen bilden, die eine erhebliche Verbesserung der akustischen

Äbsorptionseigenschaft erzielen, da sich für den Schall ein erheblich längerer Weg ergibt und zudem ein Luftpolster gebildet wird, welches die Grenzschicht am Gewebe vergrößert. Derjenige Anteil an Luft, der die Grenzschicht bildet, besitzt eine höhere Viskosität als die Umgebungsluft, wodurch die Reibung für den die Grenzschicht durchdringenden Schall erhöht wird. Auf diese Weise lässt sich durch eine Kombination der erfindungsgemäßen Formgebung des Profilelements die zur Schallabsorption zur Verfügung

stehende Masse erhöhen und durch das Vorsehen einer

geeigneten Oberflächenstruktur ohne eine nennenswerte weitere Erhöhung der Masse aufgrund eines unterschiedlichen

physikalischen Wirkprinzips die Absorption bzw. Dissipation des Schalls weiter verbessern.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung folgen aus den übrigen Ansprüchen.

Vorzugsweise umfasst das Profilelement schienenlagenseitig, d.h. im Bereich der ersten Hauptfläche, und vorzugsweise im unteren Bereich der ersten Hauptfläche eine zweite

Ausnehmung. Diese zweite Ausnehmung ist als Freiraum zur Kabeldurchführung geeignet.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das Profilelement weiterhin mindestens eine, vorzugsweise zwei Aussparungen im Bereich der Verbreiterung, die in

Montageposition den Schienenfuß zur Anbringung einer

Schienenbefestigung zumindest bereichsweise freilegen. Da sich die Verbreiterung erfindungsgemäß im unteren Bereich der Frontfläche des Profilelements befindet, erstreckt sich diese weit in den Bereich des Schienenfußes hinein, so dass, je nach Geometrie der Verbreiterung, nicht mehr ausreichend Platz für eine Spannklemme vorhanden sein kann, die auf dem Schienenfuß aufliegt und diesen gegen die darunter

angeordnete Schwelle spannt. Alternativ kann das

Profilelement aber auch kürzer, d.h. mit geringerer Länge, ausgeführt sein, so dass es zu keinem Konflikt mit der

Spannklemme kommt. Durch das Vorsehen von Aussparungen entsprechend dem üblichen Abstand der Schwellen zueinander lässt sich dieses Problem lösen und trotz des Bereitstellens einer erhöhten Masse für den verbesserten Schallschutz die Anbringung einer Schienenbefestigung in herkömmlicher Weise durchführen . Vorzugsweise ist die mindestens eine Ausnehmung des

Profilelements auf der Frontfläche so dimensioniert, dass diese nur ein einzelnes elastisches Fixierelement aufnimmt. Der Vorteil dieser Maßnahme besteht darin, dass sich auf diese Weise eine exakte Ausrichtung in Längsrichtung des Profilelements bzw. der Eisenbahnschiene erzielen lässt. Das elastische Fixierelement greift formschlüssig in die

mindestens eine Ausnehmung ein und die Ausnehmung ist zusätzlich so dimensioniert, dass diese nur ein elastisches Fixierelement aufnehmen kann. Die Ausnehmung kann dabei so gestaltet sein, dass diese eine in Montagerichtung vertikal angeordnete Nut ist. Auf diese Weise lässt sich ein Versatz der Profilelemente in Längsrichtung verhindern.

Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn das Profilelement aus einem thermoplastischen oder elastomeren Kunststoff mit darin eingebetteten, vorzugsweise homogen verteilten

metallischen oder mineralischen, d.h. anorganischen Partikeln besteht. Die Grundgeometrie eines derartigen Profilelements lässt sich vorzugsweise durch Extrusions- und

Spritzgießverfahren oder andere Kunststoff verarbeitende Verfahren herstellen, weist jedoch ein relativ hohes Gewicht auf, wodurch sich die gewünschte Dämpfung von akustischen Schwingungen verbessern lässt. Gleichzeitig ist das

Profilelement witterungsbeständig und kann sich aufgrund einer gewissen Elastizität der geometrischen Form leicht an den Schienensteg anschmiegen. Das Profilelement kann aus einem Thermoplast oder Elastomer, vorzugsweise . aus einem Polyolefin wie Polypropylen bestehen.

Alternativ ist das Profilelement so gestaltet, dass es mindestens eine Schicht eines Gewebes aus Kettdrähten und Schussdrähten und zwischen den Kettdrähten und Schussdrähten gebildeten Poren aufweist, wobei das Gewebe mit einer

Vielzahl von sich im Wesentlichen senkrecht zu seiner

Oberfläche erstreckenden Erhebungen und/oder Vertiefungen versehen ist, welche vorzugsweise eine Höhe von wenigstens 0.5mm aufweisen. Der Vorteil eines derartigen Gewebes

insbesondere im Bereich der Frontfläche wurde bereits

voranstehend erläutert und dient einer verbesserten

Akustikdämmung .

Vorzugsweise besitzt das Profilelement eine Länge von etwa 500mm. Anders als herkömmliche Profilelemente, die in der Regel eine deutlich größere Länge aufweisen, bietet das kürzer ausgeführte Profilelement eine einfachere Montage, einen verbesserten Sitz am Schienensteg in Kurvenradien und bei Verwendung herkömmlicher Federn eine höhere

Flächenpressung zum Schienensteg hin.

Optional weist das Profilelement zwei Aussparungen auf, die den Schienenfuß freilegen, so dass in Montageposition der Schiene im Bereich der Aussparungen jeweils eine Spannklemme zum elastischen Niederdrücken des Schienenfußes auf eine Schwelle einsetzbar ist.

Weiterhin wird vorzugsweise auf beiden Seiten der Schiene mindestens ein Profilelement angebracht, wodurch sich die Dämpfung der Schallschwingungen optimieren lässt.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform des Profilelements, das wenigstens eine Schicht eines Gewebes von Kettdrähten und Schussdrähten aufweist, bestehen diese Kettdrähte und

Schussdrähte des Gewebes aus einer Aluminiumlegierung, Stahl, Edelstahl, Aluminium oder anderem Leichtmetall, Kunststoff, Keramik, einer Kupferlegierung oder einer Naturfaser.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Nachfolgend wird die Erfindung rein beispielhaft anhand einer Ausführungsform beschrieben, wobei Fig. 1 eine erste Ansicht eines erfindungsgemäßen

Profilelements zeigt;

Fig . 2 eine zweite Ansicht des in Fig. 1 dargestellten

Profilelements zeigt; und

Fig. 3 schematisch den Schnitt durch eine Eisenbahnschiene mit einem daran angebrachten erfindungsgemäßen Profilelement darstellt.

Wege zur Ausführung der Erfindung

In den nachfolgenden Figuren werden dieselben Bauelemente jeweils mit denselben Referenzziffern bezeichnet.

Fig. 1 zeigt eine Ansicht eines erfindungsgemäßen

Profilelements 10, wobei das Profilelement von der Stirnseite her und in einer Lage entsprechend der Montageposition an einer horizontal verlegten Eisenbahnschiene dargestellt ist. Die Haupterstreckung und damit die Längsrichtung des

Profilelements 10 erstreckt sich senkrecht zur Zeichenebene der Fig. 1. Das Profilelement 10 weist eine erste Hauptfläche 12 auf sowie eine der ersten Hauptfläche 12 entgegengesetzt angeordnete Frontfläche 14. In der in Fig. 3 dargestellten Einbauposition ist die erste Hauptfläche 12 in wesentlichen Bereichen in Kontakt mit dem Steg und Fuß einer Schiene üblicher Geometrie, so dass ein wesentlicher Teil der ersten Hauptfläche gleichzeitig eine Anlagefläche 16 bildet, die in Montageposition in Kontakt mit der zugehörigen

Eisenbahnschiene ist. Die Radien der ersten Hauptfläche sind an die Geometrie der Schiene angepasst. In Bereichen der ersten Hauptfläche 12 können aber auch gezielt größere Radien vorgesehen sein als dies der zugehörigen Eisenbahnschiene entspricht, um Maßtoleranzen der Schiene ausgleichen zu können. Dabei können insbesondere der erste Bereich 18 sowie zweite Bereich 20 jeweils einen größeren Radius aufweisen als der zugehörigen Schienengeometrie im Stegbereich entspricht. Darüber hinaus ist ein dritter Bereich 22 vorgesehen, in dem sich eine Fräsung des Profilelements 10 befindet, um bei Fertigungstoleranzen der zugehörigen Schiene ein

vollflächiges Anliegen an dem Steg der Schiene im Bereich der Anlagefläche 16 sicherzustellen. Die jeweilige Erstreckung der Bereiche 18, 20 und 22 ist aus der Darstellung in Fig. 3 ersichtlich, wo diese Bereiche nicht an der Schiene anliegen.

Auf der Frontfläche 14 weist das Profilelement einerseits eine in Längsrichtung verlaufende, vorzugsweise durchgehende Ausnehmung 24 auf, die, wie anhand der schematischen

Darstellung einer Halteklammer in Fig. 3 gezeigt werden wird, zum formschlüssigen Eingreifen eines elastischen

Fixierelements dient, um das Profilelement vorzugsweise elastisch gegen den Schienensteg zu drücken.

Aus Fig. 1 ist weiterhin ersichtlich, dass das

Profilelement 10 im Bereich der Frontfläche 14 mit einer Verbreiterung 26 versehen ist, die im unteren Bereich der Frontfläche 14 angeordnet ist, wobei der Begriff "unten" sich auf die Montageposition bei einer horizontal angeordneten Eisenbahnschiene bezieht. Durch die Verbreiterung 26 wird die Masse des Profilelements 10 erhöht, wodurch sich die

Dämpfungsfunktion von Schallschwingungen verbessert. Dabei wird aufgrund der speziellen Anordnung der Verbreiterung 26 im unteren Bereich der Frontfläche die Dämpfung in vertikaler Richtung erhöht und das zusätzliche Material in einem Bereich angeordnet, wo dieses am wenigsten stört, nämlich im Bereich des Schienenfußes bei der Montage des Profilelements.

Schließlich kann am Schienenfuß eine Ausnehmung 50 zur

Aufnahme von z.B. Kabel angeordnet werden.

Lediglich im Bereich der Befestigungsstelle der Schiene auf den Schwellen, wo in üblicher Weise Spannklemmen zur

elastischen Befestigung der Schienen auf Schwellen zum

Einsatz kommen, ist die Verbreiterung 26 störend, weshalb mindestens eine Aussparung 28, vorzugsweise an jedem Längsende des Profils eine Aussparung 28 angeordnet ist. Die Geometrie der Aussparung 28 ist am besten aus Fig. 2

ersichtlich, welche jeweils eine Aussparung 28 zeigt, die am jeweiligen Längsende des Profilelements 10 angeordnet ist und sich von der Frontfläche 14 aus in das Material der

Verbreiterung 26 hinein erstreckt.

Auf der Frontfläche 14 ist der am oberen Ende vorgesehene, konkave Radius 60 so auf den konvexen Radius 61 im Bereich der Verarbeitung 26 abgestimmt, dass gegenläufig aufeinander gelegte Profilelemente mit nur geringem Freiraum aufeinander gestapelt werden können, wodurch das Transportvolumen verringert werden kann und die Lagerung vereinfacht wird.

Fig. 2 zeigt zusätzlich in vertikaler Richtung verlaufende Nuten 30, die sich von der Seite der Frontfläche 14 aus in die Verbreiterung 26 hinein und von der Unterseite des

Profilelements bis zur Ausnehmung 24 erstreckt. Die Nuten 30 dienen dazu, geeignete elastische Fixierelemente, z.B.

Metallklammern so aufzunehmen, dass sich diese in die

Nuten 30 hinein erstrecken und bei einer entsprechenden Dimensionierung der Breite der Nuten in Abstimmung mit der Breite des elastischen Fixierelements einen Längsversatz des Profilelements verhindern. Vorzugsweise sind insgesamt vier Nuten pro Profilelement vorgesehen, damit bei Anbringung je eines Profilelements auf beiden Seiten des Schienenstegs die Befestigungsklammern versetzt zueinander angeordnet werden können .

Fig. 3 zeigt eine herkömmliche Schiene 32 mit Schienenkopf 34, Schienensteg 36 sowie Schienenfuß 38. Das in Fig. 1 dargestellte Profilelement 10 ist in Fig. 3 in

Montageposition am Schienensteg 36 angeordnet, wobei das Profilelement 10 im Bereich der Anlagefläche 16 am

Schienensteg und Schienenfuß anliegt. Im Bereich 22 liegt das Profilelement 10 nicht an der Schiene an, um

Fertigungstoleranzen insbesondere im Bereich der Radien zwischen Schienenkopf und Schienensteg, sowie zwischen

Schienensteg und Schienenfuß aufzunehmen. Im Vergleich zur Ausführungsform nach Fig. 1 besitzt das Profilelement nach Fig. 3 keine zweite Ausnehmung zur Kabeldurchführung.

Wie in Fig. 3 ersichtlich ist, liegt das Profilelement direkt an der Schiene an, wobei unter dem Begriff "direkt" zu verstehen ist, dass sich zwischen dem Profilelement und der Backenschiene 32 keine Ausgleichschicht oder Klebstoffschicht befindet. Um dennoch eine sichere Anlage und einen geeigneten Anpressdruck zwischen Profilelement und Backenschiene

sicherzustellen, sind für jedes Profilelement mindestens zwei Halteklammern 40 vorgesehen, die im Bereich 40a den

Schienenfuß auf der dem Profilelement abgewandten Seite der Schiene umgreifen, unter dem Schienenfuß verlaufen und auf der dem Profilelement zugewandten Seite um den Schienenfuß herum geführt und vorzugsweise eine in Fig. 3 nicht

dargestellte Nut durchlaufen und mit dem Bereich 40b in die Ausnehmung 24 des Profilelements drücken. Auf diese Weise wird das Profilelement 10 ohne Verwendung einer

Klebstoffschicht an der Backenschiene fixiert, wobei nach dem Abnehmen der Halteklammer 10 das Profilelement bequem von der Backenschiene demontiert und an anderer Stelle wieder

verwendet werden kann.

Bei dem in Fig.3 dargestellten Beispiel ist nur auf einer Seite der Schiene ein Profilelement 10 angeordnet, doch wird dieses vorzugsweise auf beiden Seiten der Schiene angeordnet, wobei die Halteklammer spiegelbildlich zu der in Fig. 3 dargestellten, beispielhaften Halteklammer angeordnet wird, um das weitere, in Fig. 3 nicht dargestellte Profilelement ebenfalls gegen den Schienensteg zu spannen.

Das in Fig. 1 dargestellte Profilelement kann aus einem thermoplastischen oder elastomeren Kunststoff hergestellt sein, in den metallische oder mineralische, wie anorganische Partikel eingebettet sind, die sich mit dem Kunststoffmaterial extrudieren, Spritzgießen oder mit typischen Kunststoff verarbeitenden Verfahren herstellen lassen und die Funktion besitzen, die Masse des

Profilelements zu erhöhen. Alternativ und ergänzend ist es auch möglich, einen mehrschichtigen Aufbau vorzusehen, wobei eine Struktur vorgesehen werden kann, wie sie in DE 20 2008 014 701 Ul beschrieben ist, welche beschreibt, dass auf einem geeigneten Absorptionsmaterial wenigstens eine Schicht eines Gewebes mit Kettdrähten und Schussdrähten vorgesehen sein kann, wobei zwischen den Kettdrähten und Schussdrähten gebildete Poren vorhanden sind und das Gewebe mit einer Vielzahl von sich im Wesentlichen senkrecht zu seiner

Oberfläche erstreckenden Erhebungen und/oder Vertiefungen versehen ist, welche eine Höhe von jeweils wenigstens 0.5mm aufweisen. Für die exakte Beschreibung eines derartigen Schichtmaterials wird auf den Offenbarungsgehalt der DE 20 2008 014 701 Ul verwiesen. Eine entsprechende Gewebeschicht kann dabei sowohl auf der ersten Hauptfläche 12 wie auch Frontfläche 14 des Profilelements 10 angeordnet sein.

Alternativ zu dem speziellen, in DE 20 2008 014 701 Ul beschriebenen Schichtaufbau kann allerdings auch ein

Schichtaufbau bestehend aus thermoplastischem Material mit Metallpartikeln und/oder Mineralienpartikeln mit einer entsprechenden Gewebeschicht mit Kettdrähten und

Schussdrähten auf deren Oberfläche kombiniert werden.

Entscheidend ist aber, dass zwar das Profilelement 10 selbst aus verschiedenen Schichten bestehen kann, die miteinander laminiert sind, das Profilelement aber ohne die Verwendung einer Klebstoffschient an der Backenschiene befestigbar ist.

Durch das erfindungsgemäße Profilelement ist ohne die

Verwendung einer Klebstoffschicht eine optimale Ankopplung an den Schienensteg möglich und durch die Verbreiterung des Profilelements zum Schienenfuß hin wird die Masse und die Dämpfung in vertikaler Richtung erhöht. Der Verzicht auf Klebemittel bedingt aber auch eine einfache Demontage und Wiederverwendung des Profilelements.