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Title:
RAKING AND GRAIN-REMOVING APPARATUS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2014/029653
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a rotatable raking and grain-removing apparatus for a lauter tun, having a rotary shaft, a rotatable support arm, which extends in a radial direction from the rotary shaft outwards, and a plurality of bars for conveying spent grains during a grain-removing process, which are fastened to the support arm at a distance from each other in the radial direction, and wherein at least one of the plurality of bars is not aligned in the radial direction.

Inventors:
GRATZER, Harald (Böhmerwaldstraße 5, Neutraubling, 93073, DE)
Application Number:
EP2013/066817
Publication Date:
February 27, 2014
Filing Date:
August 12, 2013
Export Citation:
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Assignee:
KRONES AG (Böhmerwaldstrasse 5, Neutraubling, 93073, DE)
International Classes:
C12C7/17
Foreign References:
US2782013A1957-02-19
EP0266782A11988-05-11
DE1642766A11971-12-30
DE58176C
EP1325951A12003-07-09
DE19539180A11997-04-24
US2080287A1937-05-11
DE7609309U11976-07-22
Attorney, Agent or Firm:
GRÜNECKER KINKELDEY STOCKMAIR & SCHWANHÄUSSER (Leopoldstraße 4, München, 80802, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Drehbare Aufhack- und Austrebervorrichtung für einen Läuterbottich, mit einer Drehwelle (2), einem drehbaren Tragarm (1 a, 1 b, 1 c), der sich in eine radiale Richtung von der Drehwelle (2) nach au ßen erstreckt; und mehreren Leisten (4a-4f) zum Fördern von Treber bei einem Austrebervorgang, die in der radialen Richtung voneinander beabstandet an dem Tragarm (1 a, 1 b, 1 c) befestigt sind, und wobei zumindest eine (4a-4d) der mehreren Leisten (4a-4f) nicht in der radialen Richtung ausgerichtet ist.

2. Drehbare Aufhack- und Austrebervorrichtung für einen Läuterbottich gemäß Anspruch 1 , in der die zumindest eine Leiste (4a-4d) in einem horizontalen Winkel (cp) zu dem Tragarm (1 a, 1 b, 1 c) angebracht ist, der zwischen 10 ° und 40° liegt und sich nach außen hin öffnet.

3. Drehbare Aufhack- und Austrebervorrichtung für einen Läuterbottich, mit mindestens einem ersten (1 a) und einem zweiten (1 b) drehbaren Tragarm, wobei sich der erste Tragarm (1 a) ausgehend von einer zentralen Drehwelle (2) in eine erste radiale Richtung erstreckt und sich der zweite Tragarm (1 b) ausgehend von der zentralen Drehwelle (2) in eine zweite radiale Richtung erstreckt; einer ersten Leiste (4a) zum Fördern von Treber bei einem Austrebervorgang, die in einem ersten radialen Abstand von der zentralen Drehwelle (2) an dem ersten Tragarm (1 a) angebracht ist, einer zweiten Leiste (4b) zum Fördern von Treber bei einem Austrebervorgang, die in einem zweiten radialen Abstand von der zentralen Drehwelle (2) an dem zweiten Tragarm (1 b) angebracht ist, wobei der zweite radiale Abstand größer als der erste radiale Abstand ist; und wobei keine weitere Leiste an dem ersten Tragarm in einem radialen Abstand angebracht ist, der kleiner als der zweite radiale Abstand ist, und keine weitere Leiste an dem zweiten Tragarm in einem radialen Abstand angebracht ist, der kleiner als der zweite radiale Abstand ist.

4. Drehbare Aufhack- und Austrebervorrichtung für einen Läuterbottich gemäß Anspruch 3, mit einem dritten Tragarm (1 c); einer dritten Leiste (4c) zum Fördern von Treber bei einem Austrebervorgang, die an dem ersten Tragarm oder einem dritten Tragarm (1 c) angebracht ist, einer vierten Leiste (4d) zum Fördern von Treber bei einem Austrebervorgang, die an dem ersten Tragarm (1 a) oder dem zweiten Tragarm (1 b) angebracht ist, und wobei die dritte Leiste (4c) einen geringeren radialen Abstand von der zentralen Drehwelle (2) aufweist als die vierte Leiste (4d) und einen größeren radialen Abstand von der zentralen Drehwelle (2) aufweist als die zweite Leiste (4b).

5. Drehbare Aufhack- und Austrebervorrichtung für einen Läuterbottich gemäß einem der Ansprüche 3 oder 4, in der zumindest eine der Leisten nicht in der radialen Richtung des Tragarms (1 a, 1 b, 1 c), an dem sie angebracht ist, ausgerichtet ist.

6. Drehbare Aufhack- und Austrebervorrichtung für einen Läuterbottich gemäß Anspruch 5, in der die zumindest eine der Leisten (4a-4d) in einem horizontalen Winkel (cp ) zu dem Tragarm (1 a, 1 b, 1 c) angebracht ist, der zwischen 10° und 40° liegt und sich nach außen hin öffnet.

7. Drehbare Aufhack- und Austrebervorrichtung für einen Läuterbottich gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, die vier Tragarme (1 a, 1 b, 1 c, 1 d) aufweist, wobei an drei (1 a, 1 b, 1 c) der vier Tragarme (1 a, 1 b, 1 c, 1 d) zumindest eine Leis- te (4a-4d) angebracht ist, wobei die Leisten (4a-4d) derartig radial voneinander beabstandet und gegenüber den jeweiligen Tragarmen (1 a, 1 b, 1 c), an denen sie angebracht sind, ausgerichtet sind, dass Treber bei der Umdrehung der Aufhack- und Austrebervorrichtung in einem Austrebervorgang in einer Projektion entlang der Längsachse der zentralen Drehwelle (2) spiralförmig nach au ßen gefördert wird.

8. Drehbare Aufhack- und Austrebervorrichtung für einen Läuterbottich gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, die weiterhin Aufhackmesser (5) an jedem der Tragarme (1 a, 1 b, 1 c, 1 d) aufweist.

9. Drehbare Aufhack- und Austrebervorrichtung für einen Läuterbottich gemäß Anspruch 8, in der je eine der Leisten (4a-4f) an einem unteren Ende eines der Aufhackmesser (5) angebracht ist.

10. Drehbare Aufhack- und Austrebervorrichtung für einen Läuterbottich gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, in der zumindest einige der Leisten (4a-4f) während eines Aufhackvorgangs bei Umdrehung der Aufhack- und Austrebervorrichtung in eine erste Drehrichtung in eine gegenüber der Oberfläche einer Läuterbottichbodens schräge Position und während eines Austrebervorgangs bei Umdrehung der Aufhack- und Austrebervorrichtung in eine zweite Drehrichtung, die der ersten Drehrichtung entgegengesetzt ist, in eine gegenüber der Oberfläche einer Läuterbottichbodens senkrechte Position einstellbar ist.

1 1 . Drehbare Aufhack- und Austrebervorrichtung für einen Läuterbottich gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 9, in der zumindest einige der Leisten (4a-4f) während eines Aufhackvorgangs bei Umdrehung der Aufhack- und Austrebervorrichtung in eine Drehrichtung in eine gegenüber der Oberfläche einer Läuterbottichbodens schräge Position und während eines Austrebervorgangs bei Umdrehung der Aufhack- und Austrebervorrichtung in die Drehrichtung in eine gegenüber der Oberfläche einer Läuterbottichbodens senkrechte Position einstellbar ist.

12. Drehbare Aufhack- und Austrebervorrichtung für einen Läuterbottich gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, in der zumindest einer der Tragarme heb- und senkbar ist.

13. Drehbare Aufhack- und Austrebervorrichtung für einen Läuterbottich gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, in der zumindest eine der Leisten oder sämtliche der Leisten während eines Austrebervorgangs dem Träger, an dem sie befestigt ist bzw. befestigt sind, nachläuft bzw. nachlaufen.

14. Drehbare Auf hack- und Austrebervorrichtung für einen Läuterbottich gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, die weiterhin Treberscheite (6) an zumindest einem (1 d) der Tragarme (1 a, 1 b, 1 c, 1 d) umfasst, die derart gegenüber dem zumindest einen Tragarm (1 d) geneigt sind, dass sie während eines Austrebervorgangs bei Umdrehung der Aufhack- und Austrebervorrichtung Treber radial nach außen fördern.

15. Drehbare Aufhack- und Austrebervorrichtung für einen Läuterbottich gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, in der Leisten (4a-4d) in einem radialen Abstand voneinander beabstandet sind, der zwischen 50% und 120%, insbesondere zwischen 80% und 100%, der Breite der Leisten (4a-4d) liegt.

16. Läuterbottich mit der drehbaren Aufhack- und Austrebervorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:
Aufhack- und Austrebervorrichtung

Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Durchführen eines Austrebervor- gangs in einem Läuterbottich, insbesondere eine Aufhack- und Austrebervorrichtung mit daran angebrachten Leisten zum Fördern von Treber bei einem Austrebervorgang.

Stand der Technik

Im Sudhaus wird aus stärkehaltigen Braurohstoffen, z. B. Gerste, Malz, Reis oder Mais, eine Bierwürze hergestellt, die unter Zugabe von Hefe vergoren wird. Die Braurohstoffe werden in einer Mühle zerkleinert und mit Wasser vermischt und somit eine Maische hergestellt. Zweck des Maischprozesses ist unter anderem der Stärkeabbau. In der Fest- /Flüssig-Trennung, welche meist in einem Läuterbottich oder Maischefilter stattfindet, werden die löslichen (flüssigen) Bestandteile von den unlöslichen Bestandteilen der Maische abgetrennt. Während die verbleibenden unlöslichen Bestandteile, die Treber, aus der Maische abgetrennt und anderen Verwendungszwecken z. B. als Tierfutter oder zur Energiegewinnung zugeführt werden, wird die abgetrennte flüssige Phase, die Würze, in einer Würzepfanne unter Zugabe von Hopfen gekocht.

Der Läuterbottich verfügt im Allgemeinen über eine Aufhackvorrichtung. Um den gewünschten Würzefluss im Abläuterprozess zu gewährleisten, wird mit dieser Vorrichtung die Treber gelockert (das hei ßt, dass das Treberbett als natürliche Filterschicht durch diesen Prozess erhalten bleibt). Nach Beendigung des Abläuterprozesses muss die Treber aus dem Läuterbottich entfernt werden, was als Austrebervorgang bezeichnet wird. Hierzu sind im Läuterbottichboden je nach Durchmesser des Läuterbottichs meist 1 bis 4 Treberausstoßklappen vorgesehen, welche beim Austrebervorgang geöffnet werden, so dass die Treber in den Treberbunker gelangt. An der Aufhackvorrichtung sind Treber- scheite angebracht, die beim Austrebervorgang in Richtung Senkboden, der sich über dem eigentlichen Läuterbottichboden befindet, herabgelassen werden und beim ständigen Drehen der Aufhackvorrichtung die Treber zu den in dem Läuterbottich befindlichen Treberausstoßöffnungen zu fördern. Meist ist diese Öffnung bzw. sind diese Öffnungen als Treberausstoßklappe(n) im Läuterbottichboden ausgeführt. Eine Leiste kann am bo- denseitigen Ende der Aufhackmesser der Aufhackvorrichtung verstellbar angebracht sein, die während der Austrebervorgangs in vertikaler Lage die Wirkung der Treberschei- te unterstützt (siehe DE 76 09 309).

Durch den Austrebervorgang verlängert sich die Belegungszeit im Läuterbottich während der kein neuer Sud verarbeitet (abgeläutert) werden kann. Eine Erhöhung der Anzahl der Treberausstoßklappen verringert diese Belegungszeit, verursacht jedoch Investitionskosten und verringert die aktive Läuterfläche. Durch elektrische und mechanische Grenzen kann die Umdrehungsgeschwindigkeit der Aufhackvorrichtung nicht beliebig erhöht werden. Zum Beispiel besteht das Risiko, bei Erhöhung der Umfangsgeschwindigkeit der Aufhackvorrichtung Einbauten an dieser durch erhöhte Widerstandsmomente zu zerstören.

Es liegt daher der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung bereitzustellen, die es erlaubt den Austrebervorgang kostengünstig und verlässlich gegenüber dem Stand der Technik zu beschleunigen, ohne dass eine erhöhte Anzahl an Treberausstoßklappen oder anderer Einrichtung zum Treberausstoß in dem Läuterbottich bereitgestellt werden müsste.

Beschreibung der Erfindung

Die oben genannte Aufgabe wird durch die Vorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst. Die Vorrichtung ist eine drehbare Aufhack- und Austrebervorrichtung für einen Läuterbottich (zur Würzeherstellung beim Bierbrauen) mit einer zentralen Drehwelle und einem drehbaren Tragarm der sich radial von der Drehwelle nach außen erstreckt. Prinzipiell kann eine Mehrzahl an Tragarmen (beispielsweise 2, 4, 6, oder 8 Tragarme) mit daran befestigten Leisten vorgesehen sein. Der Tragarm ist um die zentrale Drehwelle drehbar. Es kann beispielsweise vorgesehen sein, dass der Tragarm zum Ausführen eines Aufhackvorgangs oder eines Austrebervorgangs höhenverstellt wird, sodass entsprechende an dem Tragarm angebrachte Elemente (s. unten) die Treber zum Aufhacken bzw. Ausgebern optimal kontaktieren können. Der Tragarm erstreckt sich von der Drehwelle in einer radialen Richtung zur Zarge (Behälterwandung) eines Läuterbottichs, in dem die Vorrichtung Verwendung findet, und hat eine Länge die im wesentlich dem Radius des Läuterbottichs gleich ist. Die Länge des Tragarmes / der Tragarme ist so gewählt, dass bei ei- ner Dreh-/Hubbewegung keine Kollision mit dem Behälter erfolgt und zum anderen der maximale Arbeitsbereich (Durchmesser des Läuterbottichs) abgedeckt wird.

Mehrere Leisten zum Fördern von Treber bei einem Austrebervorgang sind in der radialen Richtung voneinander beabstandet an dem Tragarm bzw. den Tragarmen befestigt, und zumindest eine der mehreren Leisten ist nicht in radialer Richtung ausgerichtet, d.h., in Draufsicht entlang der Drehachse des drehbaren Tragarms bzw. der drehbaren Tragarme ergibt sich ein endlicher horizontaler, sich nach au ßen hin öffnender Winkel zwischen der zumindest einen Leiste und dem Tragarm, so dass eine Förderung der Treber nach außen hin, zur Wand eines Läuterbottichs, in dem die Vorrichtung Verwendung findet, wo eine oder mehrere Treberausstoßklappen im Läuterbottichboden vorgesehen sind, ermöglicht wird.

Wenn im weiteren von Treberausstoßklappen die Rede ist, so sind darunter auch andere Einrichtungen zu verstehen, welche die Aufgabe des Entfernens der Treber (des Austre- berns) erfüllen. Die zumindest eine Leiste kann in einem horizontalen Winkel (der Winkel liegt in einer Ebene, die im wesentlich parallel zum Läuterbottichboden einer Läuterbottichs, in dem die Vorrichtung Verwendung findet, liegt) zu dem Tragarm angebracht sein, der zwischen 10 ° und 40° liegt und sich nach außen hin öffnet. Während eines Austre- bervorgangs läuft die derart befestigte Leiste dem Trägerarm, an dem sie befestigt ist, beispielsweise nach.

Die Leisten können auch so einstellbar sein, dass sie in einem Aufhackvorgang das Aufhacken der Treber unterstützen.

Während es im Stand der Technik bekannt ist, Leisten mit einem endlichen Winkel gegenüber der Oberfläche der zu entsorgenden Treber (bzw. dem Läuterbottichboden) bereitzustellen, ist erfindungsgemäß ein endlicher horizontaler Winkel zwischen einer Längsachse einer Leiste (entlang der Breite der Leisten) und dem Tragarm vorgesehen, der von einem Winkel gegenüber der Oberfläche der zu entsorgenden Treber unabhängig ist. Durch eine solche beanspruchte nicht radiale Ausrichtung von Leisten wird die Treber während der Umdrehung der Aufhack- und Austrebervorrichtung effektiv nach au ßen gefördert. Innerhalb einer vollständigen Umdrehung arbeitet mehr als eine Leiste an der Förderung des Treberkuchens nach au ßen (von der Drehwelle der Auf hack- und Austrebervorrichtung aus gesehen). Es ergibt sich durch die nicht radiale Orientierung einer oder mehrerer Leisten ein Pflugschareffekt, durch den effektiv Treber nach au ßen gefördert wird. In einer Umdrehung der beanspruchten Auf hack- und Austrebervorrichtung wird mehr Treber nach au ßen gefördert, als es im Stand der Technik möglich war.

Die oben genannte Aufgabe wird auch gelöst durch eine drehbare Aufhack- und Austrebervorrichtung für einen Läuterbottich, mit mindestens einem ersten und einem zweiten drehbaren und heb- und senkbaren Tragarm, wobei sich der erste Tragarm ausgehend von einer zentralen Drehwelle in eine erste radiale Richtung (zur Zarge eines Läuterbottichs) erstreckt und sich der zweite Tragarm ausgehend von der zentralen Drehwelle in eine zweite radiale Richtung (zur Zarge eines Läuterbottichs) erstreckt; einer ersten Leiste zum Fördern von Treber bei einem Austrebervorgang, die in einem ersten radialen Abstand von der zentralen Drehwelle an dem ersten Tragarm angebracht ist, einer zweiten Leiste zum Fördern von Treber bei einem Austrebervorgang, die in einem zweiten radialen Abstand von der zentralen Drehwelle an dem zweiten Tragarm angebracht ist, wobei der zweite radiale Abstand größer als der erste radiale Abstand ist; und wobei keine weitere Leiste an dem ersten Tragarm in einem radialen Abstand angebracht ist, der kleiner als der zweite radiale Abstand ist, und keine weitere Leiste an dem zweiten Tragarm in einem radialen Abstand angebracht ist, der kleiner als der zweite radiale Abstand ist. Es werden also an verschiedenen Tragarmen Leisten radial gegeneinander versetzt vorgesehen.

In einer Weiterbildung weist die drehbare Aufhack- und Austrebervorrichtung für einen Läuterbottich noch einen dritten Tragarm und eine dritte Leiste zum Fördern von Treber bei einem Austrebervorgang, die an dem dritten Tragarm angebracht ist, und eine vierte Leiste zum Fördern von Treber bei einem Austrebervorgang, die an dem ersten oder zweiten Tragarm der Aufhack- und Austrebervorrichtung angebracht ist, auf, wobei die dritte Leiste einen geringeren radialen Abstand von der zentralen Drehwelle aufweist als die vierte Leiste und einen größeren radialen Abstand von der zentralen Drehwelle auf- weist als die zweite Leiste. Es versteht sich, dass eine beliebige Anzahl an Leisten versetzt zueinander vorgesehen sein kann, so dass eine letzte Leiste einen größeren radialen Abstand von der Drehwelle als eine vorletzte Leiste und diese einen größeren radialen Abstand von der Drehwelle als eine vorvorletzte Leiste aufweist.

Durch das radiale Versetzen der Leisten gegeneinander, wird bewirkt, dass innerhalb einer Umdrehung der Aufhack- und Austrebervorrichtung während eines Austrebervor- gangs Treber sukzessive von innen nach außen, d.h., zu den hin Treberausstoßklappen, die sich am Rand eines Läuterbottichbodens befinden, gefördert wird.

In diesen Beispielen kann eine oder es können mehrere Leisten nicht in der radialen Richtung des Tragarms, an dem sie angebracht ist/sind, ausgerichtet sein. Die nicht radial ausgerichteten Leisten können insbesondere in einem horizontalen Winkel (in einer Ebene parallel zum Läuterbottichboden) zu dem Tragarm angebracht sein, der zwischen 10° und 40° liegt und sich nach außen hin (zur Zarge des Läuterbottichs hin) öffnet. Durch eine Kombination des radialen Versatzes der Leisten und den Öffnungswinkel von 10° bis 40° wird eine besonders effektive Förderung der Treber nach außen hin erreicht. Treber wird spiralförmig nach außen gefördert.

Allgemein kann in den oben beschriebenen Beispielen die drehbare Aufhack- und Austrebervorrichtung Tragarme aufweisen, insbesondere vier Tragarme, wobei an drei der vier Tragarme zumindest eine Leiste angebracht ist, wobei die Leisten derartig voneinander beabstandet und gegenüber den jeweiligen Tragarmen, an denen sie angebracht sind, ausgerichtet sind, dass Treber bei der Umdrehung der Aufhack- und Austrebervorrichtung in einem Austrebervorgang in einer Projektion entlang der Längsachse der zentralen Drehwelle spiralförmig nach außen gefördert wird. Allgemein kann die Aufhack- und Austrebervorrichtung eine beliebige Anzahl an Tragarmen aufweisen, an denen Leisten angebracht sind, die derartig voneinander beabstandet und gegenüber den jeweiligen Tragarmen, an denen sie angebracht sind, ausgerichtet sind, dass Treber bei der Umdrehung der Aufhack- und Austrebervorrichtung in einem Austrebervorgang in einer Projektion entlang der Längsachse der zentralen Drehwelle spiralförmig nach außen gefördert wird.

Gemäß einer Weiterbildung umfasst die Aufhack- und Austrebervorrichtung der oben beschriebenen Arten Aufhackmesser an jedem der Tragarme. Je eine der Leisten kann an einem unteren Ende eines der Aufhackmesser angebracht sein. Gemäß einer Weiterbildung der Aufhack- und Austrebervorrichtung der oben beschriebenen Arten sind zumindest einige der Leisten während eines Aufhackvorgangs bei Umdrehung der Aufhack- und Austrebervorrichtung in eine erste Drehrichtung in eine gegenüber der Oberfläche einer Läuterbottichbodens schräge Position und während eines Austrebervorgangs bei Umdrehung der Aufhack- und Austrebervorrichtung in eine zweite Drehrichtung, die der ersten Drehrichtung entgegengesetzt ist, in eine gegenüber der Oberfläche einer Läuterbottichbodens senkrechte Position einstellbar. So können die Leisten sowohl den Aufhackvorgang als auch den Austrebervorgang unterstützen. Prinzipiell können auch zumindest einige der Leisten (4a-4f) während eines Aufhackvorgangs bei Umdrehung der Aufhack- und Austrebervorrichtung in eine Drehrichtung in eine gegenüber der Oberfläche einer Läuterbottichbodens schräge Position und während eines Austrebervorgangs bei Umdrehung der Aufhack- und Austrebervorrichtung in die Drehrichtung in eine gegenüber der Oberfläche einer Läuterbottichbodens senkrechte Position einstellbar sein.

Jede der oben beschriebenen beispielhaften Vorrichtungen kann Treberscheite an zumindest einem der Tragarme umfassen, die derart gegenüber dem zumindest einen Tragarm geneigt sind, dass sie während eines Austrebervorgangs bei Umdrehung der Auf hack- und Austrebervorrichtung Treber radial nach außen fördern.

Weiterhin können in den oben beschriebenen Beispielen zumindest einige der radial gegeneinander versetzten Leisten in einem radialen Abstand voneinander beabstandet sein, der zwischen 50% und 120%, insbesondere zwischen 80% und 100%, der Breite der Leisten (Schaufelbreite) liegt.

Es wird weiterhin ein Läuterbottich bereitgestellt, der eine der oben beschriebenen beispielhaften Vorrichtungen umfasst.

Im folgenden werden Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen Vorrichtung unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben. Die beschriebenen Ausführungsformen sind in jeder Hinsicht lediglich als illustrativ und nicht als einschränkend anzusehen und verschiedene Kombinationen der angeführten Merkmale sind in der Erfindung eingeschlossen. Figur 1 veranschaulicht ein Beispiel für eine Aufhack- und Austrebervorrichtung bzw. für einen Läuterbottich mit einer solche Aufhack- und Austrebervorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung.

Figuren 2a und 2b zeigen eine an einem Tragarm einer Aufhack- und Austrebervorrichtung angebrachte Leiste zum Fördern der Treber beim Austrebervorgang.

In Figur 1 ist eine Draufsicht auf eine drehbare Aufhack- und Austrebervorrichtung gezeigt. Die Aufhack- und Austrebervorrichtung umfasst vier Tragarme 1 a, 1 b, 1 c und 1 d, die sich radial von einer zentralen Drehwelle 2 Richtung Zarge 3 eines Läuterbottichs erstrecken. Im Grund der Draufsicht befindet sich der Boden des Läuterbottichs bzw. die Treber. An den Tragarmen 1 a, 1 b und 1 c sind Leisten 4a bis 4f angebracht. Die äußersten Leisten 4e und 4f sind ohne Winkel parallel an den Tragarmen 1 b bzw. 1 c angebracht (also radial ausgerichtet). Die inneren Leisten 4a bis 4d sind unter einem Winkel φ (Winkel zwischen Längsachse des Tragarms und Längsachse entlang der Breite der Leiste in der in Figur 1 gezeigten Ebene; die Ebene, in der der Winkel definiert ist, liegt parallel zum Läuterbottichboden) an den Tragarmen 1 a bis 1 c angebracht (also nicht radial ausgerichtet), so dass sie während eines Austrebervorgangs (Drehung der Aufhack- und Austrebervorrichtung entgegen der Uhrzeigerrichtung) Treber nach außen befördern, wo sich eine oder mehrere Treberausstoßklappen (nicht gezeigt) im Boden des Läuterbottichs befinden. Die Treberausstoßklappen sind während des Austrebervorgangs geöffnet und während eines Aufhackvorgangs geschlossen.

In dem gezeigten Beispiel laufen die Leisten während des Austrebervorgangs dem Tragarm, an dem sie angebracht sind, nach, und die inneren Leisten 4a bis 4d sind mit einem sich nach außen hin öffnenden Winkel φ (beispielsweise zwischen 10 ° und 40 °) an den Tragarmen 1 a, 1 b bzw. 1 c angebracht.

Die Befestigung der Leisten 4a bis 4d an den Tragarmen 1 a, 1 b bzw. 1 c ist genauer in den Figuren 2a und 2b gezeigt. Die Leiste 4 wird mit geeigneten Befestigungsmitteln 7 mit einem (nach außen geöffneten) Winkel φ an dem Tragarm 1 befestigt. In dem in Figur 2a gezeigten Beispiel bildet die Längsachse der Leiste 4 entlang der Breite b derselben und die Längsachse des Tragarms 1 einen Winkel φ von 20 °. Im Allgemeinen sind beispielsweise Winkel φ zwischen 10 ° und 40 ° geeignet. In dem in Figur 2b gezeigten Beispiel ist die Leiste 4 mithilfe zweier Haltewinkel 8 angelenkt. In dem in Figur 2b gezeigten Beispiel ist die Leiste 4 am unteren Ende eines Aufhackmessers 9 befestigt. Während eines Aufhackvorgangs (Drehung des Tragarms in Uhrzeigerrichtung) wird die Leiste 4 in Schräglage gegenüber der Oberfläche der Treber geschwenkt und unterstützt so die Auflockerung des Treberkuchens. Der (vertikale) Winkel der schräggestellten Leiste kann beispielsweise etwa 30 ° gegenüber dem Läuterbottichboden betragen. Während eines Austrebervorgangs (Drehung des Tragarms entgegen der Uhrzeigerrichtung) wird die Leiste in vertikale Lage gegenüber der Oberfläche der Treber geschwenkt und unterstützt so die Förderung der Treber (siehe auch DE 76 09 309).

Die Leiste 4b ist zu der Leiste 4a und die Leiste 4c zu der Leiste 4b und die Leiste 4d zu der Leiste 4c und die Leiste 4e zu der Leiste 4d jeweils um ungefähr eine Schaufelbreite b radial versetzt (siehe Figur 1 ). Wie bereits erwähnt, können während des Aufhackvorgangs die Leisten 4a bis 4d durch entsprechende Schrägstellung gegenüber der Trebe- roberfläche das Lockern der Treber unterstützen Der Aufhackvorgang wird jedoch im wesentlichen mithilfe von an den Tragarmen 1 a bis 1 d befestigen Aufhackmessern 5 ausgeführt. Wenn es auch in Figur 1 anders dargestellt ist, so können die Leisten 4a bis 4f verstellbar an den Aufhackmessern befestigt sein, wie es in Figur 2b gezeigt ist.

An dem Tragarm 1 d sind Austreberscheite befestigt, mithilfe derer Treber im Austreber- vorgang nach au ßen und zu den Treberausstoßklappen (nicht dargestellt) hin gefördert wird. Die Arbeit der Austreberscheite 6 wird durch die Leisten 4a bis 4f unterstützt. Dadurch dass die inneren Leisten 4a bis 4d unter einem Winkel φ an den Tragarmen 1 a bis 1 c angebracht sind, wird ein Pflugschareffekt (nach au ßen) bei Wirkung der Leisten 4a bis 4d auf die Treber erzielt, so dass die auszutreibende Treber nach außen gefördert wird.

Durch die radiale Versetzung der Leisten 4a bis 4e zueinander wird eine Förderung von großen Teilen des zu fördernden Trebers auf einer Spiralbahn S von Innen nach Au ßen erreicht. Hierdurch wird pro Umlauf der Aufhack- und Austrebervorrichtung die Menge geförderten Trebers signifikant gegenüber dem Stand der Technik erhöht. In einem ansonsten konventionellen Läuterbottich kann bei Verwendung einer einzigen Trebe- rausstoßklappe eine Nasstrebermenge von etwa 10.155 kg (basierend auf 80% Feuchtigkeit und einem Malzeinsatz von 8.038 kg) in einer Austreberzeit von etwa 10 - 12 Minuten aus den Läuterbottich gefördert werden.