Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
RAPID CHARGING SYSTEM AND METHOD FOR ELECTRICALLY CONNECTING A VEHICLE TO A CHARGING STATION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/175165
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a rapid charging system (10) for electrically driven vehicles, in particular electric buses or similar, and a method for forming an electrically conductive connection between a vehicle and a stationary charging station, comprising a contact device (11), a charging contact device (12) and a positioning device (15), wherein the contact device or the charging contact device can be arranged on a vehicle, wherein the charging contact device can be electrically contacted by the contact device in a contact position, wherein the contact device can be positioned relative to the charging contact device in the longitudinal direction and/or transverse direction and brought into the contact position by means of the positioning device, wherein the charging contact device has a charging contact element carrier with charging contact elements, wherein the charging contact elements each form a strip-type charging contact surface, wherein the contact device has a contact element carrier (14) with contact elements, wherein the contact elements each form a contact surface that is designed to be smaller than the charging contact surfaces, wherein the contact elements can each be electrically contacted in the contact position with the charging contacts elements to form contact pairings, wherein the charging contact surfaces and the contact surfaces are arranged relative to one another in the longitudinal direction such that, at respective longitudinal ends of the charging contact surfaces, a respective touch contact of the charging contact surfaces and the contact surfaces can be formed in a defined order.

Inventors:
HEIEIS, Nils (Am Geiersberg 6, Lich, 35423, DE)
DOMES, Matthias (Merlinweg 10, Bad Nauheim, 61231, DE)
STAUBACH, Timo (Lanzenhainer Str. 45, Herbstein, 36358, DE)
SCHNEIDER, Peter (Stollberg 47, Fronhausen, 35112, DE)
Application Number:
EP2019/056153
Publication Date:
September 19, 2019
Filing Date:
March 12, 2019
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
SCHUNK BAHN- UND INDUSTRIETECHNIK GMBH (Hauptstrasse 97, Wettenberg, 35435, DE)
International Classes:
B60L5/24; B60L5/00; B60L5/36; B60L5/42; B60L53/16; B60L53/35; B60L53/36; B60M1/36
Domestic Patent References:
WO2017216260A12017-12-21
Foreign References:
US20170080813A12017-03-23
DE102014226357A12016-06-23
US20160167532A12016-06-16
DE102016212584A12018-01-11
DE102016103919A12017-09-07
DE202016101174U12017-06-08
DE102015219438A12017-04-13
Attorney, Agent or Firm:
ADVOTEC. PATENT- UND RECHTSANWÄLTE (Georg-Schlosser-Straße 6, Gießen, 35390, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1 . Schnellladesystem ( 10) für elektrisch angetriebene Fahrzeuge,

insbesondere Elektrobusse oder dergleichen, zur Ausbildung einer elektrisch leitenden Verbindung zwischen einem Fahrzeug und einer stationären Ladestation, mit einer Kontaktvorrichtung (1 1 , 58, 74), einer Ladekontaktvorrichtung ( 12, 59, 75) und einer Positioniervor richtung ( 15), wobei die Kontaktvorrichtung oder die Ladekontakt vorrichtung an einem Fahrzeug anordbar ist, wobei mit der Kontakt- Vorrichtung die Ladekontaktvorrichtung in einer Kontaktposition elektrisch kontaktierbar ist, wobei mittels der Positioniervorrichtung die Kontaktvorrichtung relativ zur Ladekontaktvorrichtung in Längs richtung und/oder Querrichtung positionierbar und in die Kontaktpo sition bringbar ist, wobei die Ladekontaktvorrichtung einen Ladekon- taktelementträger (3 1 ) mit Ladekontaktelementen ( 18, 76, 77, 78, 79) aufweist, wobei die Ladekontaktelemente jeweils eine streifenförmi ge Ladekontaktfläche (50, 5 1 , 52, 53 , 60, 61 , 62, 63 , 81 , 82, 83 , 84) ausbilden, wobei die Kontaktvorrichtung einen Kontaktelementträger ( 14) mit Kontaktelementen ( 17, 64, 85) aufweist, wobei die Kontakt- elemente jeweils eine Kontaktfläche (54, 55 , 56, 57, 68, 69, 70, 71 ,

86, 87, 88, 89) ausbilden, die kleiner als die Ladekontaktflächen aus- gebildet ist, wobei die Kontaktelemente in der Kontaktposition mit den Ladekontaktelementen jeweils zur Ausbildung von Kontaktpaa rungen elektrisch kontaktierbar sind,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Ladekontaktflächen und die Kontaktflächen in der Längs- richtung relativ zueinander so angeordnet sind, dass an jeweiligen Längsenden (72, 73, 93, 94) der Ladekontaktflächen ein jeweiliger Berührungskontakt der Ladekontaktflächen mit den Kontaktflächen in einer definierten Reihenfolge ausbildbar ist. 2. Schnellladesystem nach Anspruch 1,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Kontaktpaarungen für jeweils Leistungskontakte, einen Si- gnalkontakt und einen Schutzkontakt des Schnelladesystems (10) aus- bildbar sind. 3. Schnellladesystem nach Anspruch 2,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Ladekontaktflächen (50, 51, 52, 53, 60, 61, 62, 63, 81, 82, 83, 84) und/oder die Kontaktflächen (54, 55, 56, 57, 68, 69, 70, 71, 86, 87, 88, 89) in der Längsrichtung relativ zueinander so angeordnet sind, dass zuerst der Schutzkontakt, nachfolgend die Leistungskon takte und weiter nachfolgend der Signalkontakt ausbildbar sind.

4. Schnellladesystem nach Anspruch 2 oder 3,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Längsenden (93, 94) der Ladekontaktfläche (52, 83) zur Ausbildung des Schutzkontaktes die Längsenden (93, 94) der übrigen

Ladekontaktflächen (50, 51, 53, 81, 82, 84) jeweils in der Längsrich tung überragen.

5. Schnellladesystem nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Längsenden (93, 94) der Ladekontaktfläche (50, 51, 81, 82) zur Ausbildung des Leistungskontaktes die Längsenden (93, 94) der Ladekontaktfläche (53, 84) zur Ausbildung des Signalkontaktes je- weils in der Längsrichtung überragen.

6. Schnellladesystem nach einem der Ansprüche 2 bis 5,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Ladekontaktfläche (52, 83) zur Ausbildung des Schutzkon- taktes länger ausgebildet ist als die Ladekontaktfläche (50, 51, 81,

82) zur Ausbildung des Leistungskontaktes, wobei die Ladekontakt fläche zur Ausbildung des Leistungskontaktes länger ausgebildet ist als die Ladekontaktfläche (53, 84) zur Ausbildung des Signalkontak tes. 7. Schnellladesystem nach Anspruch 2,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Ladekontaktflächen (50, 51, 52, 53, 60, 61, 62, 63) und/oder die Kontaktflächen (54, 55, 56, 57, 68, 69, 70, 71,) in der Längsrich tung relativ zueinander so angeordnet sind, dass zuerst der Schutz- kontakt und ein Leistungskontakt oder zuerst der Signalkontakt und ein Leistungskontakt ausbildbar ist.

8. Schnellladesystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Ladekontaktelemente (18, 76, 77, 78, 79) als Leiterstreifen (32, 33, 34, 35) ausgebildet sind, wobei die Leiterstreifen relativ zu einander parallel und in Richtung einer Längsachse des Ladekontakt elementträgers (31) angeordnet sind.

9. Schnellladesystem nach Anspruch 8,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Kontaktelemente (17, 64, 85) in zumindest einer Ebene (65,

90) angeordnet sind, die in der Kontaktposition orthogonal zu der Längsachse verläuft.

10. Schnellladesystem nach Anspruch 9,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Kontaktelemente (17, 64, 85) in einer weiteren Ebene (66,

91) angeordnet sind, die in der Kontaktposition orthogonal zu der Längsachse verläuft, wobei die Ebenen (65, 66; 90, 91) in Richtung der Längsachse voneinander beabstandet sind, wobei in der Ebene und in der weiteren Ebene jeweils Kontaktelemente zur Ausbildung von Leistungskontakten angeordnet sind.

11. Schnellladesystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g e k e nn z e i c hn e t ,

dass die Kontaktelemente (17, 64, 85) bolzenförmig ausgebildet sind.

12. Schnellladesystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Kontaktfläche (54, 55, 56, 57, 68, 69, 70, 71, 86, 87, 88, 89) punktförmig ausgebildet ist.

13. Schnellladesystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Kontaktvorrichtung (11, 58, 74) und die Ladekontaktvorrich tung (12, 59, 75) jeweils eine Hochachse (29) aufweisen, wobei die jeweiligen Hochachsen in der Kontaktposition fluchten.

14. Schnellladesystem nach Anspruch 13,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass eine Führungsvorrichtung bei einem Zusammenführen von Kon taktvorrichtung (11, 58, 74) und Ladekontaktvorrichtung (12, 59, 75) die jeweiligen Hochachsen (29) in einer gemeinsamen Flucht positio- niert.

15. Schnellladesystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass das Schnellladesystem (10) eine Führungsvorrichtung zur Füh- rung der Kontaktvorrichtung (11, 58, 74) oder der Ladekontaktvor richtung (12, 59, 75) in die Kontaktposition aufweist, wobei die Füh rungsvorrichtung so ausgebildet ist, dass bei einem Zusammenführen von Kontaktvorrichtung und Ladekontaktvorrichtung ein Berührungs kontakt der Kontaktelemente (17, 64, 85) mit den Ladekontaktele- menten (18, 76, 77, 78, 79) vor einem Erreichen der Kontaktposition unterbunden wird.

16. Schnellladesystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Kontaktvorrichtung (11, 58, 74) auf einem Fahrzeugdach und die Ladekontaktvorrichtung (12, 59, 75) an einer stationären Ladesta tion oder umgekehrt anordbar ist.

17. Schnellladesystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass der Ladekontaktelementträger (31) eine Aufnahmeöffnung (30) für den Kontaktelementträger (14) ausbildet, wobei der Kontaktele mentträger in die Aufnahmeöffnung des Ladekontaktelementträgers einsetzbar ist.

18. Schnellladesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 16,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass der Kontaktelementträger eine Aufnahmeöffnung für den Lade- kontaktelementträger ausbildet, wobei der Ladekontaktelementträger in die Aufnahmeöffnung des Kontaktelementträgers einsetzbar ist.

19. Schnellladesystem nach Anspruch 17 oder 18,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Aufnahmeöffnung (30) bei einem Zusammenführen von Kon taktelementträger (14) und Ladekontaktelementträger (31) eine Füh- rung für den Kontaktelementträger oder den Ladekontaktelementträ ger ausbildet.

20. Schnellladesystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass der Ladekontaktelementträger (31) als eine in einer Fahrtrich- tung des Fahrzeuges anordbare, dachförmige Längsschiene ausgebil det ist.

21. Schnellladesystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Positioniervorrichtung (15) einen Pantografen oder eine Schwinge umfasst, mittels der die Kontaktvorrichtung (11, 58, 74) in vertikaler Richtung relativ zur Ladekontaktvorrichtung (12, 59, 75) positionierbar ist.

22. Verfahren zur Ausbildung einer elektrisch leitenden Verbindung zwischen einem Fahrzeug und einer stationären Ladestation, insbe- sondere für ein Schnellladesystem (10) für elektrisch angetriebene

Fahrzeuge, wie Elektrobusse oder dergleichen, mit einer Kontaktvor richtung (11, 58, 74), einer Ladekontaktvorrichtung (12, 59, 75) und einer Positioniervorrichtung (15), wobei mit der Kontaktvorrichtung die Ladekontaktvorrichtung in einer Kontaktposition elektrisch kon taktiert wird, wobei mittels der Positioniervorrichtung die Kontakt vorrichtung relativ zur Ladekontaktvorrichtung in Längsrichtung und/oder Querrichtung positioniert und in die Kontaktposition ge- bracht wird, wobei die Ladekontaktvorrichtung einen Ladekontaktele mentträger (31) mit Ladekontaktelementen (18, 76, 77, 78, 79) auf weist, wobei die Ladekontaktelemente jeweils eine streifenförmige Ladekontaktfläche (50, 51, 52, 53, 60, 61, 62, 63, 81, 82, 83, 84) ausbilden, wobei die Kontaktvorrichtung einen Kontaktelementträger (14) mit Kontaktelementen (17, 85) aufweist, wobei die Kontaktele mente jeweils eine Kontaktfläche (54, 55, 56, 57, 68, 69, 70, 71, 86, 87, 88, 89) ausbilden, die kleiner als die Ladekontaktflächen ausge bildet ist, wobei die Kontaktelemente in der Kontaktposition mit den Ladekontaktelementen jeweils zur Ausbildung von Kontaktpaarungen elektrisch kontaktiert werden,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass zumindest eine Ladekontaktfläche mit einer Kontaktfläche an einem Längsende (72, 73, 93, 94) der Ladekontaktfläche kontaktiert wird, wobei die Ladekontaktflächen und die Kontaktflächen in der Längsrichtung relativ zueinander so angeordnet sind, dass bei einem

Zusammenführen der Ladekontaktflächen mit den Kontaktflächen zu erst ein Schutzkontakt, nachfolgend ein Leistungskontakt und weiter nachfolgend ein Signalkontakt ausgebildet wird.

23. Verfahren nach Anspruch 22,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t ,

dass bei einem Trennen der Ladekontaktflächen (50, 51, 52, 53, 81, 82, 83, 84) und der Kontaktflächen (54, 55, 56, 57, 86, 87, 88, 89) zuerst der Signalkontakt, nachfolgend der Leistungskontakt und wei ter nachfolgend der Schutzkontakt getrennt wird.

24. Verfahren nach Anspruch 22 oder 23,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Ladekontaktflächen (50, 51, 52, 53, 60, 61, 62, 63, 81, 82, 83, 84) und die Kontaktflächen (54, 55, 56, 57, 68, 69, 70, 71, 86, 87, 88, 89) in der Längsrichtung relativ zueinander so angeordnet sind, dass an jeweiligen Längsenden (72, 73, 93, 94) der Ladekon taktflächen ein jeweiliger Berührungskontakt der Ladekontaktflächen mit den Kontaktflächen in einer definierten Reihenfolge ausgebildet wird.

Description:
Schnellladesystem und Verfahren zur elektrischen Verbindung eines Fahrzeugs mit einer Ladestation

Die Erfindung betrifft ein Schnelladesystem für elektrisch angetriebene Fahrzeuge, insbesondere Elektrobusse oder dergleichen, und ein Verfah ren zur Ausbildung einer elektrisch leitenden Verbindung zwischen einem Fahrzeug und einer stationären Ladestation mit einer Kontaktvor- richtung, einer Ladekontaktvorrichtung und einer Positioniervorrichtung, wobei die Kontaktvorrichtung oder die Ladekontaktvorrichtung an einem Fahrzeug anordbar ist, wobei mit der Kontaktvorrichtung die Ladekon taktvorrichtung in einer Kontaktposition elektrisch kontaktierbar ist, wobei mittels der Positioniervorrichtung die Kontaktvorrichtung relativ zur Ladekontaktvorrichtung in Längsrichtung und/oder Querrichtung positionierbar und in die Kontaktposition bringbar ist, wobei die Lade kontaktvorrichtung einen Ladekontaktelementträger mit Ladekontaktele menten aufweist, wobei die Ladekontaktelemente jeweils eine streifen förmige Ladekontaktfläche ausbilden, wobei die Kontaktvorrichtung einen Kontaktelementträger mit Kontaktelementen aufweist, wobei die Kontaktelemente jeweils eine Kontaktfläche ausbilden, die kleiner als die Ladekontaktfläche ausgebildet ist, wobei die Kontaktelemente in der Kontaktposition mit dem Ladekontaktelement jeweils zur Ausbildung von Kontaktpaarungen elektrisch kontaktierbar sind.

Derartige Schnellladesysteme bzw. Verfahren sind bereits aus dem Stand der Technik bekannt und werden regelmäßig zur Schnellladung elektrisch angetriebener Fahrzeuge an einer Haltestelle bzw. einem Haltepunkt eingesetzt. Im Nahverkehr eingesetzte elektrisch angetriebene Fahrzeuge, wie beispielsweise Busse, können an den jeweiligen Haltestellen so sukzessive mit elektrischer Energie versorgt werden.

Bei einem aus der DE 10 2015 219 438 Al bekannten Schnellladesystem wird eine dachförmige Ladekontaktvorrichtung von einer übereinstim mend ausgebildeten Kontaktvorrichtung kontaktiert. Die Ladekontaktvor richtung weist dabei Ladekontaktelemente auf, die in Art von Leiterstrei fen ausgebildet und in einer Lahrtrichtung des Lahrzeugs verlaufend angeordnet sind. Kontaktelemente der Kontaktvorrichtung sind in Art von Bolzen ausgebildet und kontaktieren in der Kontaktposition die Leiterstreifen punktuell. Ein zielgenaues Erreichen der Kontaktposition wird dadurch möglich, dass die Kontaktvorrichtung in die Ladekontakt vorrichtung in einer vertikalen Richtung, relativ bezogen quer zu einer Lahrtrichtung des Lahrzeugs eingeführt wird.

Bei dem aus dem Stand der Technik bekannten Schnelladesystemen ist es jedoch nachteilig, dass es unter ungünstigen Umständen zur Bildung eines Lichtbogens zwischen einem Kontaktelement und einem Ladekon taktelement an einem Längsende eines Ladekontaktelements während eines Ladevorgangs kommen kann. Insbesondere in Abhängigkeit einer Zuladung des Elektrobusses kann der Elektrobus relativ zur Ladekontakt vorrichtung bzw. Kontaktvorrichtung bei einem Halt tiefer oder höher positioniert sein. Auch bei einem Absenken des Elektrobusses auf der Einstiegsseite, um so den Lahrgästen das Einsteigen zu erleichtern, kommt es zu einem Verschieben der Kontaktvorrichtung bzw. der Kon taktelemente relativ zu der Ladekontaktvorrichtung, so dass ein elektri scher Kontakt auch unterbrochen werden kann. Diese Verschiebung kann jedoch dadurch kompensiert werden, dass beispielsweise die Kontaktvor richtung an einer Querführung gehaltert ist, die diese Verschiebung zu lässt.

Werden Ladekontaktelemente mit streifenförmigen Ladekontaktflächen verwendet, ist es im Übrigen auch erforderlich, den Elektrobus in einem dafür vorgesehenen Bereich der Haltestelle relativ bezogen auf eine Fahrtrichtung genau zu positionieren. Eine von einer vorgesehenen Position des Elektrobusses abweichende Position, beispielsweise bei einer Kontaktierung der streifenförmigen Ladekontaktflächen an

Längsenden der Ladekontaktelemente mittels der Kontaktelemente, kann eine sichere Kontaktierung bzw. Verbindung von Fahrzeug und statio- närer Ladestation verhindern. Bei einem Absenken des Fahrzeugs in oder entgegen einer Fahrtrichtung können Kontaktelemente in oder entgegen der Fahrtrichtung über ein Längsende einer Ladekontaktfläche hinaus bewegt werden, wodurch ein noch nicht eingeleiteter Ladevorgang prinzipiell nicht begonnen oder ein bereits eingeleiteter Ladevorgang unterbrochen werden kann. Bei einer derartigen Unterbrechung einer Kontaktpaarung kann es zur Bildung von Lichtbögen kommen, was ein erhebliches Gefahrenpotential birgt. Weiter ist es auch möglich, dass der Kontaktelementträger durch eine Bewegung des Fahrzeugs in oder entgegen einer Fahrtrichtung, beispielsweise beim Ein- oder Ausfahren in die Haltestelle, bereits mit den streifenförmigen Ladekontaktflächen in Kontakt gelangt oder diese Kontaktpaarung unterbrochen wird. So kann es zur unbeabsichtigten Kontaktierung bzw. Unterbrechung von Kontaktpaarungen kommen, welche Bauelemente des Schnellladesystems oder auch in der Nähe befindliche Personen schädigen können.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Schnellladesystem und ein Verfahren zur Ausbildung einer elektrisch leitenden Verbindung zwischen einem Fahrzeug und einer Ladestation vorzuschlagen, welches einen kostengünstigen Betrieb des Verkehrsmit tels und eine sichere Kontaktierung ermöglicht. Diese Aufgabe wird durch ein Schnellladesystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 22 ge löst.

Das erfindungsgemäße Schnellladesystem für elektrisch angetriebene Fahrzeuge, insbesondere Elektrobusse oder dergleichen, zur Ausbildung einer elektrisch leitenden Verbindung zwischen einem Fahrzeug und einer stationären Ladestation, umfasst eine Kontaktvorrichtung, eine Ladekontaktvorrichtung und eine Positioniervorrichtung, wobei die Kontaktvorrichtung oder die Ladekontaktvorrichtung an einem Fahrzeug anordbar ist, wobei mit der Kontaktvorrichtung die Ladekontaktvorrich tung in einer Kontaktposition elektrisch kontaktierbar ist, wobei mittels der Positioniervorrichtung die Kontaktvorrichtung relativ zur Ladekon taktvorrichtung in Längsrichtung und/oder Querrichtung positionierbar und in die Kontaktposition bringbar ist, wobei die Ladekontaktvorrich tung einen Ladekontaktelementträger mit Ladekontaktelementen auf weist, wobei die Ladekontaktelemente jeweils eine streifenförmige Ladekontaktfläche ausbilden, wobei die Kontaktvorrichtung einen Kon taktelementträger mit Kontaktelementen aufweist, wobei die Kontaktele mente jeweils eine Kontaktfläche ausbilden, die kleiner als die Ladekon taktfläche ausgebildet ist, wobei die Kontaktelemente in der Kontaktpo sition mit den Ladekontaktelementen jeweils zur Ausbildung von Kon taktpaarungen elektrisch kontaktierbar sind, wobei die Ladekontaktflä chen und die Kontaktflächen in der Längsrichtung relativ zueinander so angeordnet sind, dass an jeweiligen Längsenden der Ladekontaktflächen ein jeweiliger Berührungskontakt der Ladekontaktflächen mit den Kon taktflächen in einer definierten Reihenfolge ausbildbar ist.

Mittels dieser Anordnung der Ladekontaktflächen relativ zu den jeweils zugehörigen Kontaktflächen in der Längsrichtung der streifenförmigen Ladekontaktflächen kann folglich eine definierte Reihenfolge der Ausbil dung und Trennung von Kontaktpaarungen, bezogen auf die Längsrich tung, ausgebildet werden. Unter der Längsrichtung wird hier die Rieh- tung verstanden, in der die streifenförmigen Ladekontaktflächen im We sentlichen verlaufen. Da dies eine Fahrtrichtung eines Fahrzeugs sein kann, entspricht die Längsrichtung dann im Wesentlichen einer horizon talen Richtung, wenn der Ladekontaktelementträger horizontal positio- niert ist. Gleichwohl kann der Ladekontaktelementträger auch parallel zu einer Fahrbahn eines Fahrzeugs, die auch relativ zu einer Horizontalen geneigt sein kann, positioniert sein. Unter der Querrichtung wird eine vertikale Richtung verstanden, die relativ zu den streifenförmigen

Ladekontaktflächen quer bzw. orthogonal verläuft. So kann bei einem Zusammenführen der Kontaktvorrichtung mit der Ladekontaktvorrichtung in vertikaler und/oder horizontaler Richtung durch die definierte Reihenfolge der Ausbildung der Kontaktpaarungen zunächst eine erste Kontaktpaarung vor einer weiteren Kontaktpaarung ausgebildet werden. Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen kann auch eine zeitlich versetzte Ausbildung von Kon taktpaarungen erfolgen, wobei j edoch diese dann unbeabsichtigt ist bzw. nicht auf die Anordnung der Ladekontaktflächen und Kontaktflächen zurückzuführen ist. Die Anordnung der Kontaktelemente an dem Kon taktelementträger und der Ladekontaktelemente an dem Ladekontaktele- mentträger stellt somit sicher, dass die Reihenfolge der Ausbildung der Kontaktpaarungen bei dem Zusammenführen von Kontaktelementträger und Ladekontaktelementträger, insbesondere in der Längsrichtung, zwangsläufig immer eingehalten wird und aufgrund der geometrischen Anordnung der Kontaktflächen und Ladekontaktflächen auch nicht ohne Weiteres veränderbar ist, die Anordnung der Kontaktflächen und der Ladekontaktflächen schreibt somit die Reihenfolge der Ausbildung der Kontaktpaarungen bei einer Relativbewegung in Längsrichtung fest. Dies betrifft ein Zusammenführen wie auch ein voneinander Trennen in der Längsrichtung. So kann insbesondere sichergestellt werden, dass bei dem Zusammenführen der jeweiligen Kontaktflächen mit den Ladekontaktflä chen und auch bei einem Trennen, welches auch unbeabsichtigt durch beispielsweise eine Neigung des Fahrzeugs erfolgen kann, die Bildung eines Lichtbogens oder einer ungewollten Kontaktierung verhindert wird. Dies kann dadurch erfolgen, dass eine Übertragung hoher Ströme nur dann erfolgt, wenn bestimmte Kontaktpaarungen ausgebildet sind. Bei- spielsweise können dann Schutzkontakte oder Signalkontakte vor einer Ausbildung von Kontaktpaarungen für Leistungskontakte ausgebildet werden, oder durch die betreffende Anordnung kann sichergestellt werden, dass Leistungskontakte stromlos sind, wenn eine anordnungsbe- dingte Trennung der Leistungskontakte erfolgt. Eventuelle Schäden an dem Schnellladesystem oder Gefährdungen von Personen können so ohne großen Aufwand vermieden werden.

So können die Kontaktpaarungen für jeweils Leistungskontakte, einen Signalkontakt und einen Schutzkontakt des Schnellladesystems ausbild- bar sein. Dabei muss es sich um zumindest zwei Kontaktpaarungen von Leistungskontakten handeln, damit ein Ladestrom zwischen der Kontakt- Vorrichtung und der Ladekontaktvorrichtung übertragen werden kann.

Der Ladestrom kann ein Gleichstrom oder ein Wechselstrom sein. Auch können weitere Kontaktpaarungen zur Übertragung des Ladestroms vorgesehen sein, um über die jeweiligen Kontaktflächen hohe Ströme in kurzer Zeit übertragen zu können. Weiter wird über eine größere Anzahl von Kontaktpaarungen sichergestellt, dass selbst im Falle einer Unter brechung einer einzelnen Kontaktpaarung dennoch ein Ladestrom fließen kann. Der Schutzkontakt kann dazu dienen, dass das Fahrzeug mit Masse bzw. einem Nullpotential zu verbinden. Der Signalkontakt kann dazu dienen, Signale und Daten zwischen dem Fahrzeug und dem Schnelllade- System bzw. einer Fadestation auszutauschen. Insbesondere kann vorge- sehen sein, dass erst ein Strom über die Kontaktpaarungen der Feistungs- kontakte fließt, wenn die Kontaktpaarung für den Signalkontakt und den Schutzkontakt ausgebildet wurde. Umgekehrt kann ein über die Kontakt paarungen der Feistungskontakte fließender Fadestrom unmittelbar abgeschaltet werden, wenn der Signalkontakt und/oder der Schutzkontakt unterbrochen wird. Somit kann dann sichergestellt werden, dass eine unbeabsichtigte Verschiebung eines Kontaktelements an einer Fadekon- taktfläche zunächst zu einer Trennung des Signalkontaktes führt, bevor eine Kontaktpaarung eines Leistungskontaktes getrennt wird. Dies stellt sicher, dass der Leistungskontakt dann immer stromlos ist, wenn der Si- gnalkontakt und/oder der Schutzkontakt getrennt ist. Weiter können die Ladekontaktflächen und/oder die Kontaktflächen in der Längsrichtung relativ zueinander so angeordnet sein, dass zuerst der Schutzkontakt, nachfolgend die Leistungskontakte und weiter nachfol- gend der Signalkontakt ausbildbar sind. Dies gilt für eine Herstellung eines elektrischen Kontakts durch Positionierung der Kontaktvorrichtung und der Ladekontaktvorrichtung in der Kontaktposition und umgekehrt für deren Trennung, dadurch dass zuerst das Signalkontakt, nachfolgend die Leistungskontakte und weiter nachfolgend der Schutzkontakt ge trennt wird. Dabei ist zu beachten, dass die Anordnung der Ladekontakt flächen und oder der Kontaktflächen in der Längsrichtung entsprechend jeweils an den Längsenden der Ladekontaktflächen ausgebildet ist. So kann sichergestellt werden, dass bei einem Zusammenführen von Kon taktvorrichtung und Ladekontaktvorrichtung in Längsrichtung bzw.

Fahrtrichtung eines Fahrzeugs zunächst eine sichere Kontaktierung und nachfolgend bei einem Trennen eine sichere Trennung möglich ist. Die Längsenden der Ladekontaktfläche zur Ausbildung des Schutzkon taktes können die Längsenden der übrigen Ladekontaktflächen jeweils in der Längsrichtung überragen. So kann dann in jedem Fall immer sicher gestellt werden, dass bei einem Zusammenführen zuerst bzw. bei einem Trennen zuletzt die Kontaktpaarung für den Schutzkontakt ausgebildet wird, wodurch eine erhöhte elektrischer Sicherheit erzielt werden kann.

Die Längsenden der Ladekontaktfläche zur Ausbildung des Leistungs kontaktes können die Längsenden der Ladekontaktfläche zur Ausbildung des Signalkontaktes jeweils in der Längsrichtung überragen. Demnach kann weiter sichergestellt werden, dass die Kontaktpaarung des Signal- kontaktes beim Zusammenführen erst nach der Herstellung der Kontakt paarungen für die Leistungskontakte ausgebildet bzw. beim Trennen davor getrennt wird. Wenn ein geschlossener Signalkontakt ein Auf- schalten eines Stroms auf die jeweiligen Kontaktpaarungen der Leis- tungskontakte bewirkt, ist dann immer sichergestellt, dass die Leistungs- kontakte nur mit einem Strom beaufschlagt werden, wenn tatsächlich auch ein Signalkontakt hergestellt ist. Da bei einer unbeabsichtigten Verschiebung, beispielsweise durch Neigung eines Fahrzeugs in Längs- richtung bzw. Fahrtrichtung, der Kontaktelemente der Kontaktpaarungen der Leistungskontakte folglich auch eine Verschiebung der Kontaktele- mente der Kontaktpaarung des Signalkontakts erfolgt, ist dann sicherge- stellt, dass das Signalkontakt vor einer Trennung des Leistungskontaktes geöffnet bzw. getrennt wird. Eine Ausbildung von Lichtbögen kann so sicher vermieden werden.

Die Ladekontaktfläche zur Ausbildung des Schutzkontaktes kann länger ausgebildet sein, als die Ladekontaktfläche zur Ausbildung des Leis- tungskontaktes, wobei die Ladekontaktfläche zur Ausbildung des Leis- tungskontaktes länger ausgebildet sein kann, als die Ladekontaktfläche zur Ausbildung des Signalkontaktes. Insbesondere kann so bei einem Zusammenführen und einem Trennen der Kontaktvorrichtung mit der Ladekontaktvorrichtung eine definierte Reihenfolge zur Herstellung von Kontaktpaarungen sicher eingehalten werden.

Alternativ können die Ladekontaktflächen und/oder die Kontaktflächen in der Längsrichtung relativ zueinander so angeordnet sein, dass zuerst der Schutzkontakt und ein Leistungskontakt oder zuerst der Signalkon takt und ein Leistungskontakt ausgebildet werden kann. Auch hier kann durch die fehlende Ausbildung des Schutzkontaktes oder des Signalkon takt jeweils ein Ladevorgang über den Leistungskontakt, beispielsweise durch stromlos Schalten des Leistungskontaktes, und damit eine Bildung eines Lichtbogens verhindert werden.

Die Ladekontaktelemente können als Leiterstreifen ausgebildet sein, wobei die Leiterstreifen relativ zueinander parallel und in Richtung einer Längsachse des Ladekontaktelementträgers angeordnet sein können. Insbesondere können die Leiterstreifen dann in der Längsrichtung bzw. in einer horizontalen Richtung, welche im Wesentlichen einer Fahrtrich tung des Fahrzeugs entspricht, angeordnet sein. Beispielsweise können die Leiterstreifen über 1 m lang sein, so dass ein Fahrzeugs innerhalb eines Bereichs an einer Haltestelle anhalten kann. So können die Lade- kontaktelemente eine vergleichsweise große, kontaktierbare Fläche für die Kontaktelemente ausbilden. Auch ist ein Leiterstreifen dann einfach herzustellen, beispielsweise durch die Verwendung eines Halbzeugs als Leiterstreifen. Die Kontaktelemente können in zumindest einer Ebene angeordnet sein, die in der Kontaktposition orthogonal zu der Längsachse verlaufen kann. Damit ist dann sichergestellt, dass die Kontaktelemente in der Längsrich tung bzw. Fahrtrichtung gleichzeitig in den Ladekontaktelementträger eingeführt oder herausbewegt werden können. Ein von der orthogonalen Anordnung der Ebene abweichender Versatz kann sich bei einem Positio nierungsfehler des Fahrzeugs an der Haltestelle ergeben, wobei dann vorgesehen sein kann, dass anhand der Gestalt der Kontaktvorrichtung und der Ladekontaktvorrichtung eine Erzielung der Kontaktposition nicht möglich oder nur innerhalb einer geringen Winkeltoleranz möglich ist. Die Kontaktelemente können in einer weiteren Ebene angeordnet sein, die in der Kontaktposition orthogonal zu der Längsachse verläuft, wobei die Ebenen dann in Richtung der Längsachse voneinander beabstandet sein können, wobei in der Ebene und in der weiteren Ebene jeweils Kontaktelemente zur Ausbildung von Leistungskontakten angeordnet sein können. Demnach kann vorgesehen sein die Kontaktelemente in Richtung der Längsachse bzw. einer Fahrtrichtung des Fahrzeugs an dem Kontakt elementträger relativ zueinander versetzt anzuordnen, um ebenfalls durch diese Anordnung eine gewünschte Relativanordnung zu den Längsenden der Ladekontaktflächen zur Erzielung einer definierten Reihenfolge bei einer Kontaktierung oder Trennung zu erhalten. Die Kontaktelemente können Bolzenförmig ausgebildet sein. Weiter kön nen die Kontaktelemente am Kontaktelementträger federnd gelagert sein. Die Kontaktelemente sind so besonders einfach herstellbar, wobei die fe- dernde Lagerung durch eine einfache Druckfeder innerhalb oder an dem Kontaktelement ausgeführt werden kann. Infolge dessen kann so ein punktueller Kontakt mit einem Ladekontaktelement unter einer Federvor spannung ausgebildet werden. Weiter kann es auch vorgesehen sein, dass beispielsweise für eine Kontaktpaarung für einen Leistungskontakt, eine Mehrzahl von Kontaktelementen, also mehrere Kontaktpaarungen vorge- sehen sind. Vorzugsweise können zwei Kontaktelemente für jeweils eine Phase bzw. einen Leistungskontakt vorgesehen sein.

Folglich kann die Kontaktfläche auch punktförmig ausgebildet sein.

Insbesondere wenn bolzenförmige Kontaktelemente zum Einsatz kommen kann dies der Fall sein. Prinzipiell ist es j edoch auch möglich andere Formen von Kontaktflächen, je nach Gestalt der Kontaktelemente, auszubilden. Wesentlich ist jedoch, dass die j eweilige Kontaktfläche immer kleiner als die kleinste bzw. in Längsrichtung kürzeste Ladekon taktfläche ausgebildet ist.

Die Kontaktvorrichtung und die Ladekontaktvorrichtung können, jeweils eine Hochachse aufweisen, wobei die jeweiligen Hochachsen in der Kontaktposition fluchten können. Die Hochachsen können relativ zu einer Fahrbahn vertikal verlaufen, so dass die Kontaktvorrichtung und die Ladekontaktvorrichtung in vertikaler Richtung zusammengeführt werden können. Prinzipiell ist es auch möglich, dass die Kontaktvorrich- tung und die Ladekontaktvorrichtung ergänzend auch in horizontaler Richtung zusammengeführt werden können. Dies kann insbesondere davon abhängig sein, ob ein Fahrzeug beim Zusammenführen oder Trennen der Kontaktvorrichtung und der Ladekontaktvorrichtung bewegt wird. Weiter kann eine Führungsvorrichtung bei einem Zusammenführen von Kontaktvorrichtung und Ladekontaktvorrichtung die j eweiligen Hochach- sen einer gemeinsamen Flucht positionieren. Das heißt, wenn die Hoch achsen der Kontaktvorrichtung und der Ladekontaktvorrichtung nicht fluchtend relativ zueinander angeordnet sind, kann der Berührungskon takt auch nicht hergestellt werden. Erst wenn die Führungsvorrichtung die Kontaktvorrichtung und die Ladekontaktvorrichtung relativ zueinan der so positioniert bzw. ausgerichtet hat, dass die jeweiligen Hochachsen fluchten bzw. in einer gemeinsamen Flucht liegen, kann der Berührungs kontakt hergestellt werden.

Vorteilhaft ist es daher, wenn das Schnellladesystem eine Führungsvor richtung zur Führung der Kontaktvorrichtung oder der Ladekontaktvor richtung in die Kontaktposition aufweist, wobei die Führungsvorrichtung so ausgebildet sein kann, dass bei einem Zusammenführung von Kontakt vorrichtung und Ladekontaktvorrichtung ein Berührungskontakt der Kontaktelemente mit den Ladekontaktelementen vor einem Erreichen der Kontaktposition unterbunden wird. Mittels der Führungsvorrichtung kann dann folglich verhindert werden, dass bei einem Zusammenführen von Kontaktvorrichtung und Ladekontaktvorrichtung der Berührungskontakt der Kontaktelemente mit der Ladekontaktvorrichtung vor dem Erreichen der Kontaktposition überhaupt möglich ist. Der Berührungskontakt kann dann erst in der Kontaktposition ausgebildet bzw. hergestellt werden.

Die Kontaktelemente können nicht über größere Strecken an der Lade kontaktvorrichtung bzw. deren Oberfläche entlang gleiten, wodurch ein unerwünschter Abrieb der Kontaktelemente bzw. der Oberfläche der Ladekontaktvorrichtung vermieden wird.

Die Kontaktvorrichtung kann auf einem Fahrzeugdach und die Ladekon taktvorrichtung an einer stationären Ladestation oder umgekehrt anord- bar sein. Beispielsweise kann es sich dabei um ein Fahrzeugdach eines Elektrobusses oder auch eines Straßenbahnwagens handeln. Dabei kann beispielsweise auch vorgesehen sein, die Kontaktvorrichtung oder die Ladekontaktvorrichtung so auf dem Fahrzeugdach zu positionieren, dass diese in Fahrtrichtung auf einer Fahrerseite des Fahrzeugdaches angeord- net ist. Einem Fahrer des Fahrzeuges wird so eine Positionierung der Kontaktvorrichtung bzw. der Fadekontaktvorrichtung wesentlich verein facht, da diese bzw. deren Fage in Blickrichtung des Fahrers liegt.

Der Fadekontaktelementträger kann eine Aufnahmeöffnung für den Kontaktelementträger ausbilden, wobei der Kontaktelementträger in die Aufnahmeöffnung des Fadekontaktelementträgers einsetzbar sein kann. Dabei kann die Aufnahmeöffnung vorzugsweise V-förmig ausgebildet sein. Bei einer Relativabweichung des Kontaktelementträgers bei einem Zusammenführen von Kontaktvorrichtung und Fadekontaktvorrichtung zur Aufnahmeöffnung bewirkt dann die V-förmige Ausbildung der Aufnahmeöffnung eine Zentrierung des Kontaktelementträgers bzw. des Fadekontaktelementträgers. Umgekehrt kann der Kontaktelementträger eine Aufnahmeöffnung für den Fadekontaktelementträger ausbilden, wobei der Fadekontaktelementträger dann in die Aufnahmeöffnung des Kontaktelementträgers einsetzbar sein kann. Die Aufnahmeöffnung kann dann auch hier vorzugsweise V-förmig ausgebildet sein, wobei dann innerhalb der V-förmigen Aufnahmeöffnung die Kontaktelemente ange ordnet sein können.

Die Aufnahmeöffnung kann bei einem Zusammenführen von Kontaktele mentträger und Fadekontaktelementträger eine Führung für den Kontakt elementträger oder den Fadekontaktelementträger ausbilden. Eventuelle Fageabweichungen des Fahrzeugs bei einem Halt an einer Haltestelle von einer vorgesehenen Halteposition können so durch die durch die Aufnah meöffnung bewirkte Führung des Kontaktelementträgers bzw. des Fade kontaktelementträgers in die Kontaktposition leicht ausgeglichen wer den.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Fadekontaktelementträger als eine in eine Fahrtrichtung des Fahrzeugs anordbare, dachförmige Fängsschie- ne ausgebildet ist. Die Fadekontaktelemente können dann an einer Unterseite der dachförmigen Fängsschiene angeordnet sein, so dass die Fadekontaktelemente nicht unmittelbar Witterungseinflüssen ausgesetzt sind. Auch kann die dachförmige Längsschiene vergleichsweise lang aus- gebildet sein, so dass eine genau Positionierung des Fahrzeugs an einer Haltestelle nicht mehr notwendig ist. Auch kann die dachförmige Längs- schiene an ihren Enden vorzugsweise offen ausgebildet sein, so dass der Kontaktelementträger auch in Fahrtrichtung in die dachförmige Längs- schiene eingeführt bzw. herausgezogen werden kann. Wenn der Ladekon taktelementträger an einem Fahrzeug angeordnet werden soll, kann vorgesehen sein, den Ladekontaktelementträger als eine in einer

Fahrtrichtungsfahrzeugs anordbare stegförmige Erhöhung auszubilden.

Die Positioniervorrichtung kann einen Pantographen oder eine Schwinge umfassen, mittels der die Kontaktvorrichtung in vertikaler Richtung relativ zur Ladekontaktvorrichtung positionierbar ist. Bei einer Schwinge kann ein ergänzendes Koppelgetriebe vorgesehen sein, welches die Kontaktvorrichtung relativ zur Ladekontaktvorrichtung oder umgekehrt stabilisiert bzw. in der betreffenden Richtung ausrichtet. Demnach kann vorgesehen sein, die Kontaktvorrichtung oder die Ladekontaktvorrich tung an dem Pantographen oder der Schwinge anzuordnen. Weiter kann die Positioniervorrichtung an einem Fahrzeugdach oder beispielsweise an einem Mast einer Ladestation oder Haltestelle, Brücke oder Unterfüh rung angeordnet sein. Ein Pantograph oder eine Schwinge bzw. ein entsprechender mechanischer Antrieb ist besonders einfach und kosten günstig herstellbar.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Ausbildung einer elektrisch leitenden Verbindung zwischen einem Fahrzeug und einer stationären Ladestation, insbesondere für ein Schnellladesystem für elektrisch angetriebene Fahrzeuge, wie Elektrobusse oder dergleichen, umfasst das Schnellladesystem eine Kontaktvorrichtung, eine Ladekontaktvorrichtung und eine Positioniervorrichtung, wobei mit der Kontaktvorrichtung die Ladekontaktvorrichtung in einer Kontaktposition elektrisch kontaktiert wird, wobei mittels der Positioniervorrichtung die Kontaktvorrichtung relativ zur Ladekontaktvorrichtung in Längsrichtung und/oder Querrich- tung positioniert und in die Kontaktposition gebracht wird, wobei die Ladekontaktvorrichtung einen Ladekontaktelementträger mit Ladekon taktelementen aufweist, wobei die Ladekontaktelemente j eweils eine streifenförmige Ladekontaktfläche ausbilden, wobei die Kontaktvorrich- tung einen Kontaktelementträger mit Kontaktelementen aufweist, wobei die Kontaktelemente j eweils eine Kontaktfläche ausbilden, die kleiner als die Ladekontaktflächen ausgebildet ist, wobei die Kontaktelemente in der Kontaktposition mit den Ladekontaktelementen j eweils zur Ausbil- dung von Kontaktpaarungen elektrisch kontaktiert werden, wobei zumin- dest eine Ladekontaktfläche mit einer Kontaktfläche an einem Längsende der Ladekontaktfläche kontaktiert wird, wobei die Ladekontaktflächen und die Kontaktflächen in der Längsrichtung relativ zueinander so angeordnet sind, dass bei einem Zusammenführen der Ladekontaktflä chen mit den Kontaktflächen zuerst ein Schutzkontakt, nachfolgend ein Leistungskontakt und weiter nachfolgend ein Signalkontakt ausgebildet wird. Hinsichtlich der vorteilhaften Wirkungen des erfindungsgemäßen Verfahrens wird auf die Vorteilsbeschreibung des erfindungsgemäßen Schnellladesystems verwiesen.

Bei einem Trennen der Ladekontaktflächen und der Kontaktflächen kann zuerst der Signalkontakt, nachfolgend der Leistungskontakt und weiter nachfolgend der Schutzkontakt getrennt werden.

Die Ladekontaktflächen und die Kontaktflächen können in der Längs richtung relativ zueinander so angeordnet sein, dass an j eweiligen

Längsenden der Ladekontaktflächen ein j eweiliger Berührungskontakt der Ladekontaktflächen mit den Kontaktflächen in einer definierten Reihenfolge ausgebildet werden kann.

Weitere vorteilhafte Ausführungsformen des Verfahrens ergeben sich aus den auf den Anspruch 1 j eweils rückbezogenen Unteransprüchen.

Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Ausführungsform eines Schnellladesystems in einer Seitenansicht;

Fig. 2 das Schnellladesystem in einer Vorderansicht;

Fig. 3 eine Ladekontaktvorrichtung des Schnellladesystems in ei ner perspektivischen Ansicht;

Fig. 4 die Ladekontaktvorrichtung in einer Querschnittansicht;

Fig. 5 eine schematische Draufsicht auf eine Kontaktvorrichtung und eine Ladekontaktvorrichtung eines Schnellladesystems in einer ersten Kontaktposition;

Fig. 6 eine schematische Draufsicht auf die Kontaktvorrichtung und die Ladekontaktvorrichtung aus Fig. 5 in einer zweiten Kontaktposition;

Fig. 7 eine schematische Draufsicht auf eine weitere Kontaktvor richtung und eine weitere Ladekontaktvorrichtung eines weiteren Schnellladesystems in einer ersten Kontaktpositi on;

Fig. 8 eine schematische Draufsicht der Kontaktvorrichtung und der Ladekontaktvorrichtung des Schnellladesystems aus Fig. 7 in einer zweiten Kontaktposition.

Eine Zusammenschau der Fig. 1 und 2 zeigt ein Schnellladesystem 10, gebildet aus einer Kontaktvorrichtung 1 1 und einer Ladekontaktvorrich tung 12. Eine Lagervorrichtung ist hier der Einfachheit halber nicht dargestellt, kann j edoch vorhanden sein. Die Kontaktvorrichtung 1 1 ist über elektrisch isolierte Füße 13 auf einem Dach eines hier nicht näher dargestellten Fahrzeugs bzw. Elektrobusses befestigt. Die Ladekontakt vorrichtung 12 ist mittels einer hier nicht näher dargestellten Aufhänge- Vorrichtung oberhalb des Elektrobusses im Bereich einer Haltestelle des Elektrobusses aufgehängt. Die Kontaktvorrichtung 1 1 umfasst einen Kontaktelementträger 14, mit der die Ladekontaktvorrichtung 12 kontak tierbar ist sowie eine Positioniervorrichtung 15 , mit der der Kontaktele- mentträger 14 relativ zur Ladekontaktvorrichtung 12 positioniert werden kann. Der Kontaktelementträger 14 umfasst weiter einen Korpus 16 mit Kontaktelementen 17, die mit Ladekontaktelementen 1 8 der Ladekontakt vorrichtung 12 kontaktiert werden können. Die Positioniervorrichtung 15 weist in der hier gezeigten Ausführungsform eine Schwinge 19 auf, welche über ein Drehlager 20 an einem Befestigungsrahmen 21 der

Kontaktvorrichtung 1 1 verschwenkt werden kann. Weiter ist ein Koppel getriebe 22 der Positioniervorrichtung 15 vorgesehen, bei dem ein Stab 23 des Koppelgetriebes 22 an einem Hebel 24 einer Querführung 25 der Positioniervorrichtung 15 angeschlossen ist. Bei einem Verschwenken der Schwinge 19 um das Drehlager 20 an einem unteren Ende 26 der

Schwinge 19 wird über das Koppelgetriebe 22 die an einem oberen Ende 27 der Schwinge 19 angeordnete Querführung 25 über das Koppelgetrie be 22 stets in einer horizontalen Lage gehalten. Demnach kann der Korpus 16 bei dem Verschwenken auch nicht relativ zu einer horizonta- len Ebene 80 verkippen. Der Kontaktelementträger 14 ist an der Querfüh rung 25 quer zu einer hier mit dem Pfeil 28 angedeuteten Lahrtrichtung frei verschiebbar angeordnet. So kann sichergestellt werden, dass der Kontaktelementträger 14 bei einem Zusammenführen von Kontaktele mentträger 14 und Ladekontaktvorrichtung 12 sich relativ zu einer Hochachse 29 der Ladekontaktvorrichtung 12 frei ausrichten kann, wenn der Kontaktelementträger 14 nicht unmittelbar fluchtend mit der Hoch achse 29 bei einem Halt des Elektrobusses positioniert wurde. Auch nach einem Kontaktieren der Ladekontaktvorrichtung 12 durch Positionieren des Kontaktelementträgers 14 in einer Aufnahmeöffnung 30 der Lade- kontaktvorrichtung 12 kann der Elektrobus durch ein einseitiges Absen ken relativ zur Hochachse 29 gegebenenfalls verkippt werden, wobei dann der Kontaktelementträger 14 quer zur Lahrtrichtung des Elektrobus- ses an der Querführung 25 frei verschoben werden kann. Insbesondere wird bei dem Absenken die Schwinge 19 um einen nicht dargestellten Winkel relativ zur Hochachse 29 verkippt.

Eine Zusammenschau der Fig. 3 und 4 zeigt die Ladekontaktvorrichtung 12, welche im Wesentlichen aus einem Ladekontaktelementträger 3 1 aus

Kunststoffmaterial und den Ladekontaktelementen 18 ausgebildet ist. Die Ladekontaktelemente 18 sind ihrerseits jeweils als Leiterstreifen 32, 33 , 34 und 35 ausgebildet und verlaufen in Längsrichtung des Ladekontakt elementträgers 3 1 . Die Leiterstreifen 32 und 33 dienen zur Übertragung eines Ladestroms, wobei der Leiterstreifen 34 einen Schutzleiter und der Leiterstreifen 35 eine Steuerleitung repräsentiert. Im Übrigen sind Kontaktfahnen 36 bis 39 zum Anschluss an hier nicht näher dargestellte Leitungen vorgesehen. Der Ladekontaktelementträger 3 1 ist im Wesentli chen einstückig ausgebildet und weist unter anderem Verstärkungsrippen 40 sowie Befestigungsrippen 41 mit Durchgangsöffnungen 42 zur Auf hängung des Ladekontaktelementträgers 3 1 an einem hier nicht näher dargestellten Mast oder Ähnlichem auf. Die Aufnahmeöffnung 30 ist V- förmig ausgebildet, derart, dass zwei symmetrische Schenkel 34 über einen horizontalen Steg 44 miteinander verbunden sind. Die Befesti- gungsrippen 41 bilden unter anderem den Steg 44, und die Verstärkungs rippen 40 die Schenkel 43 aus. Innerhalb der Aufnahmeöffnung 30 bildet die Ladekontaktvorrichtung 12 Anlageflächen 45 und 46 für den Kon taktelementträger 14 aus. Innerhalb der Anlageflächen 45 an den Schen keln 43 sind jeweils Ausnehmungen 47 zur flächenbündigen Aufnahme der Leiterstreifen 32 bzw. 33 ausgebildet, wobei innerhalb der Anlage fläche 46 des Stegs 44 Ausnehmungen 48 und 49 zur flächenbündigen Aufnahme der Leiterstreifen 34 bzw. 35 ausgebildet sind. Insbesondere bilden die Ladekontaktelemente 18 streifenförmige Ladekontaktflächen 50, 5 1 , 52 und bzw. 53 aus, die mit Kontaktflächen 54, 55 , 56 bzw. 57 der Kontaktelemente 17 zur Ausbildung jeweils einer hier nicht darge stellten Kontaktpaarung elektrisch kontaktierbar sind. Weiter sind die Ladekontaktflächen 50, 5 1 , 52 und 53 und die Kontaktflächen 54, 55 , 56 und 57 in der Längsrichtung , die hier mit dem Pfeil 28 angedeutet ist, re- lativ zueinander so angeordnet, dass an j eweiligen, hier nicht dargestell- ten Längsenden der Ladekontaktflächen 50 , 5 1 , 52 bzw . 53 ein j eweiliger Berührungskontakt der Ladekontaktflächen 50 , 5 1 , 52 bzw. 53 mit den zugehörigen Kontaktflächen 54 , 55 , 56 bzw. 57 in einer definierten Reihenfolge ausbildbar und/oder trennbar ist.

Die Fig. 5 und 6 zeigen eine schematische Darstellung einer Kontaktvor richtung 58 und einer Ladekontaktvorrichtung 59 eines nicht näher dargestellten S chnellladesystems in einer Draufsicht. Die Ladekontakt- Vorrichtung 59 bildet hier vier Ladekontaktflächen 60 , 6 1 , 62 und 63 aus . Die Kontaktvorrichtung 58 umfasst eine Anzahl Kontaktelemente 64 , die in einer Ebene 65 sowie in einer weiteren Ebene 66 relativ zu einer hier mit einem Pfeil 67 dargestellten Fahrtrichtung bzw. Längsrichtung der Ladekontaktflächen 60 , 6 1 , 62 und 63 , orthogonal angeordnet sind. Die Ebene 65 und die weitere Ebene 66 sind dabei in einem Abstand relativ zueinander angeordnet und damit auch die betreffenden Kontaktelemente 64. Die Kontaktelemente 64 bilden j eweils selb st Kontaktflächen 68 , 69 , 70 und 7 1 aus . Die Ladekontaktfläche 60 ist mit der Kontaktfläche 68 und die Ladekontaktfläche 6 1 mit der Kontaktfläche 69 zur Ausbildung j eweils eines Leistungskontaktes zur Übertragung eines Ladestroms kontaktiert. Im vorliegenden Fall handelt es sich bei dem Ladestrom um einen Gleichstrom. Die Ladekontaktfläche 63 ist mit der Kontaktfläche 70 zur Ausbildung eines Signalkontaktes und die Ladekontaktfläche 62 mit der Kontaktfläche 7 1 zur Ausbildung eines S chutzkontaktes kontak- tiert.

In der Fig. 5 ist an einem Längsende 72 der Ladekontaktflächen 60 , 6 1 , 62 und 63 die Kontaktfläche 69 und 70 soweit verschoben, dass hier leicht der ausgebildete Signalkontakt und Leistungskontakt unterbrochen werden kann, was j edoch nicht zur Ausbildung eines Lichtbogens am Leistungskontakt zwischen der Kontaktfläche 69 und der Ladekontaktflä che 6 1 führen kann, da dann auch der Signalkontakt unterbrochen wird, was zur Abschaltung des Ladesroms führt. An dem in der Fig. 6 darge- stellten gegenüberliegenden Längsende 73 der Ladekontaktflächen 60,

61 , 62 und 63 sind die Kontaktflächen 68 und 71 entsprechend an den Ladekontaktflächen 60 und 62 positioniert, sodass hier auch an dem gegenüberliegenden Längsende 73 eine Bildung eines Lichtbogens im Wesentlichen ausgeschlossen werden kann.

Die Fig. 7 und 8 zeigen ebenfalls eine schematische Darstellung einer Kontaktvorrichtung 74 und einer Ladekontaktvorrichtung 75 eines hier nicht weiter dargestellten Schnellladesystems in einer Draufsicht. Die Ladekontaktvorrichtung 75 umfasst Ladekontaktelemente 76, 77, 78 und 79, die jeweils eine Ladekontaktfläche 81 , 82, 83 bzw. 84 ausbilden. Die Kontaktvorrichtung 74 umfasst eine Anzahl Kontaktelemente 85 , die ihrerseits Kontaktflächen 86, 87, 88 und 89 ausbilden. Die Kontaktele- mente 85 sind in einer Ebene 90 bzw. in einer weiteren Ebene 91 ange- ordnet, wobei die Ebenen 90 und 91 orthogonal relativ zu einer Längs- richtung, die hier mit einem Pfeil 92 entsprechend einer Fahrtrichtung gekennzeichnet ist, angeordnet sind. Die Ladekontaktflächen 80, 81 , 82 und 83 sind an einem Längsende 93 und an einem gegenüberliegenden Längsende 94 unterschiedlich lang ausgebildet. Insbesondere ist die Ladekontaktfläche 83 zur Ausbildung des Schutzkontaktes zusammen mit der Kontaktfläche 88 länger ausgebildet als die Ladekontaktflächen 81 und 82 zur Ausbildung des Leistungskontakts zusammen mit dem Kon taktflächen 86 bzw. 87, wobei die Ladekontaktflächen 81 und 82 zur Ausbildung des Leistungskontaktes jeweils länger ausgebildet sind als die Ladekontaktfläche 84 zur Ausbildung des Signalkontaktes zusammen mit der Kontaktfläche 89.

Wie in den Fig. 7 und 8 veranschaulicht, wird durch die unterschiedli- chen Längen der jeweiligen Ladekontaktflächen 81 , 82, 83 und 84 sichergestellt, dass stets immer die Ladekontaktfläche 84 mit der Kon- taktfläche 89 zur Ausbildung des Signalkontaktes kontaktierend ist, wenn auch alle anderen Kontaktpaarungen ausgebildet sind. Selbst, wenn wie in Fig. 7 dargestellt, die Kontaktfläche 87 nicht vollständig mit der Ladekontaktfläche 82 kontaktiert ist, ist die Ladekontaktfläche 84 mit der Kontaktfläche 89 nicht kontaktiert, sodass dann auch kein Signalkon takt über die Kontaktfläche 89 und die Ladekontaktfläche 84 hergestellt ist und ein Ladestrom an den Ladekontaktflächen 82 und 81 anliegen kann. Wie an dem Längsende 93 kann dies an dem gegenüberliegenden Längsende 94 durch den Längenunterschied der Ladekontaktfläche 8 1 und 84 für die Kontaktflächen 89 und 86 sichergestellt werden. In jedem Fall ist so ein jeweiliger Berührungskontakt der Ladekontaktflächen 8 1 , 82, 83 und 84 mit den zugehörigen Kontaktflächen 86, 87, 88 bzw. 89 in einer definierten Reihenfolge ausbildbar bzw. trennbar.