WlNGERTER, Franz (Saarstr. 46, Bad Bergzabern, 76887, DE)
| Patentansprüche Klinkenschaltwerk mit mindestens jeweils einem steuerbaren Klinkenantrieb (1, 2), einem in einer Richtung drehbaren Klinkenrad (7) und einer in das Klinkenrad (7) eingreifenden, zu dessen Weiterschaltung von dem Klinkenantrieb (1, 2) betätigbaren Klinke (4), d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass der Klinkenantrieb (1, 2) durch mindestens eine, in Abhängigkeit von der Stellung des Klinkenrades (7) schaltbare Linkenschranke (11, 12) steuerbar ist. Klinkenschaltwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtschranke durch mindestens eine einen Lichtkanal zwischen einem Lichtsender (11) und einem Lichtempfänger (12), die in Umfangsrichtung des Klinkenrads (7) gegeneinander versetzt angeordnet sind, bildende, parallel zur Ebene des Klinkenrads (7) in diesem verlaufende Nut (13, 14) schaltbar ist. Klinkenschaltwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Klinkenrad (7) zwei zueinander parallele, in gleichem Abstand vom Drehpunkt auf gegenüberliegenden Seiten von diesem angeordnete Nuten (13, 14) aufweist. Klinkenschaltwerk nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (13, 14) um jeweils 180° gegeneinander versetzt am Umfang des Klinkenrads (7) enden. Klinkenschaltwerk nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Klinkenrad (7) bei Empfang von von dem Lichtsender (11) ausgesendetem Licht durch den Lichtempfänger (12) in seiner Ausgangsstellung positionierbar ist . Klinkenschaltwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinke (4) oberhalb des Klinkenrads (7) in vertikaler Richtung verschiebbar gelagert und durch ihr Gewicht in Eingriff mit dem Klinkenrad (7) gehalten ist. Klinkenschaltwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Klinkenräder (7) parallel zueinander auf einer Drehachse angeordnet sind und jedes Klinkenrad (7) mittels einer zugeordneten Klinke (4) eigenständig drehbar ist. Klinkenschaltwerk nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Positionierung aller Klinkenräder (7) in ihrer jeweiligen Ausgangsstellung diese gemeinsam drehbar sind, wobei jedes Klinkenrad (7) nach Erreichen einer Ausgangsstellung eigenständig stillsetzbar ist. Klinkenschaltwerk nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass jede Klinke (4) durch den Klinkenantrieb (1, 2) mittels einer Nockenscheibe unter Mitnahme des zugehörigen Klinkenrads (7) in der einen Richtung und durch eine Klinkenfeder (5) bei Stillstand des Klinkenrads (7) in der entgegengesetzten Richtung um eine Achse (3) schwenkbar ist. 10. Klinkenschaltwerk nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass alle Klinken (4) durch eine gemeinsame Nockenscheibe (2) einerseits für die durch die jeweilige Klinkenfeder (5) bewirkte Schwenkung freigebbar und andererseits zur Mitnahme des jeweiligen Klinkenrads (7) schwenkbar sind . Klinkenschaltwerk nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass vom Klinkenrad (7) aus betrachtet die Klinkenfeder (5) hinter dem Klinkendrehpunkt (3) und die Nockenscheibe (2) vor dem Klinkendrehpunkt (3) auf die Klinke (4) einwirken . Klinkenschaltwerk nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Klinke (4) ein steuerbares Sperrglied (6) zur Verhinderung einer Schwenkung der Klinke (4) durch die Klinkenfeder (5) nach der Freigabe durch die Nockenscheibe (2) vorgesehen ist. Klinkenschaltwerk nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinke (4) zumindest teilweise aus ferromagnetischem Material besteht und das Sperrglied ein Elektromagnet (6) ist. Klinkenschaltwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass für jedes Klinkenrad (7) eine in dieses eingreifende Rastfeder (15) zur Zentrierung des Klinkenrads (7) in der jeweiligen Drehposition vorgesehen ist. Klinkenschaltwerk nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Sensor (16) zur Erfassung der durch die jeweiligen Schaltschritte aller Klinkenräder (7) bewirkten Aus- lenkungen der Rastfedern (15) vorgesehen ist. Klinkenschaltwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Klinkenrad (7) in Eingriff mit einem Typenrad (17) eines Druckwerks ist. Klinkenschaltwerk nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Umdrehungsverhältnis von Klinkenrad (7) zu Typenrad (17) gleich 1:2 ist. Verwendung des Klinkenschaltwerks nach einem der Ansprüche 1 bis 17 in einem Entwerter enthaltend ein Druckwerk mit durch das Klinkenschaltwerk betätigten Typenrädern (17) , bei dem ein zu entwertender Wertbon (22) mittels eines schwenkbar gelagerten Druckhammers (18) gegen die Typenräder (17) gedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckhammer (18) vor einem Druckvorgang entgegen der Kraft und unter Spannung einer Druckfeder (19) in eine von den Typenrädern (17) entfernte Position gebracht und in dieser gehalten wird, und dass zur Durchführung des Druckvorgangs der unter der Spannung der Druckfeder (19) stehende Druckhammer (18) plötzlich freigebbar ist. Verwendung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass zur Steuerung der Schwenkbewegung des Druckhammers (18) ein Schaltnocken (20) derart vorgesehen ist, dass bei einer Umdrehung des Schaltnockens (20) eine allmähliche Spannung sowie eine plötzliche Entspannung der Druckfeder (19) durchführbar sind. Verwendung des Klinkenschaltwerks nach einem der Ansprüche 1 bis 17 in einem Entwerter enthaltend ein Druckwerk mit durch das Klinkenschaltwerk betätigten Typenrädern (17), bei dem ein zu ent- wertender Wertbon (22) und ein schrittweise vorwärts bewegtes, umschaltbares Farbband mittels eines Druckhammers (18) gegen die Typenräder (17) gedrückt werden, wobei das Farbband mit seinen Enden jeweils an einem Spulenkörper befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung zur Erfassung des dem die jeweilige Aufwickelspule antreibenden Motor zugeführten Stroms und eine Umschalteinrichtung für eine Spulenumschaltung jeweils bei Erfassung eines einen vorgegebenen Wert überschreibenden Stroms vorgesehen sind. |
Die Erfindung betrifft ein Klinkenschaltwerk nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Verwendung desselben.
Die elektrisch gesteuerte Einstellung von Klinkenschaltwerken erfolgt in der Weise, dass jedem Klinkenrad eine feststehende, parallele Kontaktscheibe zugeordnet ist und an dem Klinkenrad befestigte Kontaktfedern bei dessen Drehung auf der Kontaktscheibe schleifen. Durch die von der jeweiligen Stellung des Klinkenrads abhängige, gegenseitige räumliche Zuordnung der Kontaktfedern des Klinkenrads und der mit diesem in Berührung stehenden punktförmigen Kontakte der Kontaktscheibe kann die Stellung des Klinkenrads ermittelt werden, so dass dieses in die jeweils gewünschte Lage gebracht werden kann. Mit jedem Klinkenrad ist beispielsweise ein Typenrad für ein Druckwerk eines Entwerters in Eingriff, so dass das Druck- werk auf das jeweilige Datum, die jeweilige Tageszeit und dergleichen eingestellt werden kann. Dieses bekannte Klinkenschaltwerk hat den Nachteil, dass zur Sicherstellung einer langen Nutzungsdauer die Kon- taktflächen mit einer kostenaufwendigen Goldauflage versehen sein müssen. Auch müssen die Kontaktandruckkräfte genau eingestellt sein, um einerseits einen übermäßigen Kontaktabrieb zu vermeiden und andererseits eine sichere Kontaktgabe zu gewährleisten.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Klinkenschaltwerk mit mindestens jeweils einem steuerbaren Klinkenantrieb, einem in einer Richtung drehbaren Klinkenrad und einer in das Klinkenrad ein- greifenden, zu dessen Weiterschaltung von dem Klinkenantrieb betätigbaren Klinke zu schaffen, das für die Positionsbestimmung des Klinkenrads keine mechanischen Schaltelemente wie Schleifkontakte benötigt, so dass praktisch kein Verschleiß auftritt, aufwendi- ge Justierarbeiten entfallen und durch einen einfachen Aufbau eine deutliche Kostenersparnis erhalten wird. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Klinkenschaltwerk mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sowie spezielle Verwendungen des Klinkenschaltwerks ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Dadurch, dass der Klinkenantrieb durch mindestens eine, in Abhängigkeit von der Stellung des Klinkenrades schaltbare Lichtschranke steuerbar ist, kann die Einstellung der gewünschten Position des Klinkenrads berührungslos erfolgen, so dass kostenaufwendige und der Abnutzung unterworfene Kontaktelemente sowie deren mit hohem Arbeitsaufwand verbundene Justierung entfallen. Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Lichtschranke durch mindestens eine einen Lichtkanal zwischen einem Lichtsender und einem Lichtempfänger, die in Umfangsrichtung des Klinkenrads gegeneinander versetzt angeordnet sind, bildende, parallel zur Ebene des Klinkenrads in diesem verlaufende Nut schalt - bar. Das Klinkenrad kann dann bei Empfang von von dem Lichtsender ausgesendetem Licht durch den Lichtempfänger in einer Ausgangsstellung positioniert werden. Von dieser Ausgangsstellung aus kann dann eine gesteuerte Weiterschaltung des Klinkenrads erfolgen. Die Grundeinstellung bzw. Rückführung des Klinkenrads in die Ausgangsstellung kann in beliebigen Abständen vorgenommen werden, beispielsweise in bestimmten Zeitabständen, vor jedem Schaltvorgang oder nach einer bestimmten Anzahl von Schaltvorgängen.
Vorteilhaft weist das Klinkenrad zwei zueinander parallele, im gleichen Abstand vom Drehpunkt auf gege- nüberliegenden Seiten von diesem angeordnete Nuten auf. Hierdurch wird vermieden, dass die Nut durch den Drehpunkt des Klinkenrads hindurchgehen muss. Zweckmäßig enden die Nuten um jeweils 180° gegeneinander versetzt am Umfang des Klinkenrads. Damit erhält man für den Umfang des Klinkenrads zwei um 180° versetzte
Ausgangsstellungen, in denen jeweils eine Justierung des Klinkenrads möglich ist.
Es sind vorzugsweise mehrere Klinkenräder parallel zueinander auf einer Drehachse angeordnet und jedes
Klinkenrad ist mittels einer zugeordneten Klinke eigenständig drehbar. Für die Positionierung aller Klinkenräder in ihrer jeweiligen Ausgangsstellung sind diese gemeinsam drehbar, wobei jedes Klinkenrad nach Erreichen seiner Ausgangsstellung eigenständig stillsetzbar ist. Hierdurch wird ein sehr einfacher und wartungsfreundlicher Mechanismus erhalten. Zur Verstellung des Klinkenrads ist jede Klinke zweckmäßig durch den Klinkenantrieb mittels einer Nockenscheibe unter Mitnahme des zugehörigen Klinkenrads in der einen Richtung und durch eine Klinkenfeder bei Stillstand des Klinkenrads in der entgegengesetzten Richtung um eine Achse schwenkbar. Eine kostengünstige, wenig störanfällige und wartungsarme Konstruktion kann dadurch erhalten werden, dass die Klinke oberhalb des Klinkenrads in vertikaler Richtung verschiebbar gelagert und durch ihr Gewicht in Eingriff mit dem Klinkenrad gehalten ist.
Es sind vorteilhaft alle Klinken durch eine gemeinsame Nockenscheibe einerseits für die durch die jeweilige Klinkenfeder bewirkte Schwenkung freigebbar und andererseits zur Mitnahme des jeweiligen Klinkenrads schwenkbar. Hat dabei ein Klinkenrad seine vorgesehene Stellung erreicht, während die anderen Klinkenräder noch weitergeschaltet werden müssen, dann wird die zugehörige Klinke durch ein steuerbares Sperrglied an einer Schwenkung durch die Klinkenfeder nach der Freigabe durch die Nockenscheibe gehindert. Dieses Sperrglied ist unter der Voraussetzung, dass die Klinke zumindest teilweise aus ferromagnetischem Material besteht, zweckmäßig ein Elektromagnet.
Für jedes Klinkenrad kann eine in dieses eingreifende Rastfeder vorgesehen sein, die zur Zentrierung des Klinkenrads in seiner jeweiligen Drehposition dient. Weiterhin kann ein für alle Klinkenräder gemeinsamer Sensor die maximale Anzahl der von mindestens einem der Klinkenräder durchgeführten Schaltschritte durch Erfassen der von den Klinkenrädern bewirkten Auslenkungen der Rastfedern feststellen und damit überprüfen, ob das Klinkenschaltwerk ordnungsgemäß arbeitet. Insbesondere kann überprüft werden, ob das Klinkenschaltwerk exakt vertikal ausgerichtet ist. Diese Ausrichtung ist erforderlich, da die Klinken für den ordnungsgemäßen Eingriff mit den zugeordneten Klinkenrädern durch ihr Gewicht vertikal verschoben werden müssen und somit eine von der Vertikalen abweichende Ausrichtung zu Fehlfunktionen führen kann.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 die Ausbildung eines Klinkenschaltwerks in schematischer Darstellung und
Fig. 2 die Position des Druckhammers bei einem Ty- penraddrucker vor dem Druckvorgang .
Ein steuerbarer Antriebsmotor 1 treibt mittels nicht dargestellter Zwischenzahnräder eine drehbare Nockenscheibe 2 an. Eine auf einer feststehenden Achse 3 drehbar und vertikal verschiebbar gelagerte Klinke 4 wird durch eine Klinkenfeder 5 gegen die Nockenscheibe 2 gedrückt. Bei jeder Drehung der Nockenscheibe 2 um 180° führt die Klinke 4 eine hin- und hergehende Schwenkbewegung um die Achse 3 derart durch, dass sie aus der in Fig. 1 dargestellten Position, in der sie an einem Elektromagneten 6 anliegt, unter der Voraussetzung, dass dieser nicht erregt ist, zunächst eine Schwenkbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn, d.h. von dem Elektromagneten 6 weg, und dann gegen die Kraft der Klinkenfeder 5 im Uhrzeigersinn, d.h., wieder zum Elektromagneten 6 hin, geschwenkt wird. Durch die vertikale Verschiebbarkeit der Klinke 4 ruht diese durch ihr Gewicht ständig auf einem Klinkenrad 7 und ist mit diesem in Eingriff. Das Klinkenrad 7 ist an seinem Umfang mit Zähnen versehen, deren jeweils gleicher gegenseitiger Abstand die Größe eines
Schaltschritts bestimmt. Zur Durchführung eines Schaltschritts wird die Nockenscheibe 2 aus der in Fig. 1 gezeigten Stellung um 180° gedreht. Die Klinke 4 ist am unteren Ende mit einer etwa tangential zum Klinkenrad 7 verlaufenden Gleitfläche und einem sich etwa senkrecht hierzu erstreckenden Mitnehmeransatz ausgebildet. Die Gleit - fläche hat in Umfangsrichtung des Klinkenrads eine Länge, die etwa dem Abstand zwischen zwei benachbarten Zähnen des Klinkenrads 7 entspricht. Vor Beginn eines Schaltschritts ruht die Klinke 4 mit ihrer Gleitfläche unmittelbar angrenzend an den Mitnehmeransatz auf einem Zahn des Klinkenrads 7. Durch die Schwenkung der Klinke 4 entgegen dem Uhrzeigersinn gleitet sie auf diesem Zahn, bis etwa die strichliert angedeutete Stellung erreicht ist. Der
Mitnehmeransatz hat sich hierbei über den in Drehrichtung (hier entgegen dem Uhrzeigersinn) des Klinkenrads 7 nachfolgenden Zahn hinwegbewegt . Wenn die Gleitfläche über den sie stützenden Zahn des Klinken- rads 7 hinausgerutscht ist, fällt die Klinke 4 durch ihr Gewicht mit ihrer Gleitfläche auf den nachfolgenden Zahn, wobei der Mitnehmeransatz in die Lücke zwischen diesem Zahn und dem diesem nachfolgenden Zahn gelangt. Die Klinke 4 hat nun ihre weiteste Auslen- kung erreicht und wird durch die Nockenscheibe 2 wieder im Uhrzeigersinn verschwenkt. Der hinter den ersten nachfolgenden Zahn des Klinkenrads greifende Mitnehmeransatz dreht dabei das Klinkenrad 7 entgegen dem Uhrzeigersinn, bis die Klinke 4 wieder am Elekt- romagneten 6 anliegt. Damit ist die Durchführung des
Schaltschritts beendet. Das Klinkenrad 7 ist gegen eine Drehung im Uhrzeigersinn gesperrt.
Ist der Elektromagnet 6 erregt, wird die Klinke 4, die zumindest teilweise aus ferromagnetischem Materi- al besteht, von diesem festgehalten, so dass eine
Klinkenbewegung nicht stattfindet, auch wenn die Nockenscheibe sich dreht. Die vom Elektromagneten 6 ausgeübte Haltekraft ist stärker als die Kraft der Klinkenfeder 5.
Ein Normierschalter 8 bewirkt, dass, wenn nach Durchführung aller erforderlichen Schaltschritte die Nockenscheibe 2 stillgesetzt wird, diese ihre richtige Ausgangslage - wie in Fig. 1 gezeigt - einnimmt.
An Gehäusewänden 9 und 10 des Klinkenschaltwerks sind einerseits ein Lichtsender 11 und andererseits ein Lichtempfänger 12 angebracht. Das von dem Lichtsender
11 emittierte Licht ist auf den Lichtempfänger 12 ge- richtet. Der Lichtpfad zwischen diesen wird jedoch normalerweise vom Klinkenrad 7 unterbrochen. Das Klinkenrad 7 weist jedoch auf einer Seite zwei parallel zu seiner Ebene verlaufende Nuten 13 und 14 auf, die jeweils in einer bestimmten Drehstellung des Klinkenrads 7 den Lichtpfad freigeben, so dass vom
Lichtsender 11 emittiertes Licht vom Lichtempfänger
12 empfangen werden kann.
In der in Fig. 1 dargestellten Drehposition des Klin- kenrads 7 gibt die Nut 13 den Lichtpfad frei, so dass, wenn das Klinkenrad 7 diese Position erreicht, Licht auf den fotoelektrischen Lichtempf nger 12 trifft und dieser einen bestimmten Schaltvorgang auslösen, beispielsweise den Antriebsmotor 1 ausschalten oder den Elektromagneten 6 einschalten kann. Die Nuten 13 und 14 befinden sich auf verschiedenen Seiten in Bezug auf die Drehachse des Klinkenrads 7 und verlaufen zueinander parallel und haben den gleichen Abstand zur Drehachse, derart, dass das linke Ende der Nut 13 und das rechte Ende der Nut 14 einerseits und das rechte Ende der Nut 13 und das linke Ende der Nut 14 andererseits jeweils um 180° des Um- fangs des Klinkenrads 7 auseinander liegen. Wird somit das Klinkenrad 7 aus der in Fig. 1 gezeigten Stellung um 180° gedreht, dann gibt die Nut 14 den
Lichtpfad zwischen Sender 11 und Empfänger 12 frei. Das Klinkenrad 7 kann somit in zwei definierten, um 180° gegeneinander versetzten Stellungen einen vorgegebenen Schaltvorgang auslösen. Hierdurch kann die Einstellung des Klinkenrads 7 justiert werden.
Ein Klinkenschaltwerk weist normalerweise mehrere nebeneinander angeordnete, auf derselben Drehachse ge ¬ lagerte Klinkenräder 7 auf. Ein derartiges Klinken- Schaltwerk hat im vorliegenden Fall demgemäß N parallele Klinkenräder 7, einen gemeinsamen Antriebsmotor 1, eine gemeinsame Nockenscheibe 2, eine gemeinsame Achse 3 für N eigenständig bewegbare Klinken 4, N E- lektromagneten 6, N Lichtsender 11 und N Lichtempfän- ger 12. Eine(r) der N Klinken 4, N Elektromagneten 6,
N Lichtsender 11 und N Lichtempfänger 12 sind jeweils einem Klinkenrad 7 zugeordnet und diese sind in gleicher Weise wie die Klinkenräder senkrecht zur Zeichenebene der Fig. 1 hintereinander angeordnet.
Zur Justierung des Klinkenschaltwerks, d.h. zur Einstellung aller Klinkenräder 7 in ihrer Ausgangsstellung werden der Antriebsmotor 1, die Lichtsender 11 und die Lichtempfänger 12 eingeschaltet, so dass alle Klinkenräder 7 mit Ausnahme derjenigen, bei denen die
Nut 13 oder die Nut 14 den Lichtpfad zwischen Sender 11 und Empfänger 12 bereits freigibt, über die gemeinsame Nockenscheibe 2 weitergeschaltet werden. Durch die Freigabe des Lichtpfads wird bewirkt, dass der entsprechende fotoelektrische Empfänger 12 die Erregung des zugehörigen Elektromagneten 6 auslöst, wodurch die entsprechende Klinke 4 arretiert und somit die Weiterschaltung des Klinkenrads 7 unterbunden wird. Als Ausgangsstellung eines Klinkenrads 7 ist hier die Stellung definiert, in der entweder die Nut 13 oder die Nut 14 den Lichtpfad freigibt, d.h. die
Ausgangsstellung wird jeweils in einer von zwei um 180° versetzten Drehstellungen des Klinkenrads 7 erhalten . Die Weiterschaltung der Klinkenräder 7 bewirkt, dass bei diesen nacheinander der Lichtpfad durch die Nut 13 oder die Nut 14 freigegeben und damit das entsprechende Klinkenrad 7 stillgesetzt wird. Nachdem auf diese Weise das letzte Klinkenrad 7 in seiner Aus- gangsstellung angehalten wurde, können der Antriebs - motor 1 sowie die Lichtsender 11 und die Lichtempfänger 12 ausgeschaltet werden, entweder aufgrund des Umstands, dass das letzte Klinkenrad 7 stillgesetzt wurde, oder nach einer einer halben Umdrehung eines Klinkenrads 7 entsprechenden Anzahl von Umdrehungen der Nockenscheibe 2, da dann mit Sicherheit alle Klinkenräder 7 ihre Ausgangsstellungen erreicht haben. Die Umdrehungen der Nockenscheibe 2 können beispielsweise mit Hilfe des Normierschalters 8 gezählt werden.
Aus ihrer Ausgangsstellung heraus können die Klinkenräder 7 dann individuell so geschaltet werden, dass sie ihre vorgegebene Sollposition einnehmen.
Jedem Klinkenrad 7 ist eine Rastfeder 15 zugeordnet, die in die Lücke zwischen zwei benachbarten Zähnen des Klinkenrads 7 eingreift und damit eine genaue Positionierung des Klinkenrads 7 in der jeweiligen Schaltstellung bewirkt. Weiterhin werden die Auslen- kungen jeder Rastfeder 15 beim Gleiten über die Zähne des Klinkenrads 7 oder eines einzelnen, von allen Rastfedern 15 betätigten Schaltelements durch eine Lichtschranke 16 erfasst. Hierdurch kann überprüft werden, ob das Klinkenschaltwerk alle von der Steue- rung vorgegebenen Schaltvorgänge auch tatsächlich durchgeführt hat. Dies ist bedeutsam, da eine nicht ordnungsgemäße Ausrichtung des Klinkenschaltwerks zu Fehlfunktionen führen kann. Da der Eingriff zwischen den Klinken 4 und den Klinkenrädern 7 durch das Ge- wicht der Klinken bewirkt wird, ist eine exakt vertikale Ausrichtung Voraussetzung für die ordnungsgemäße Funktion des Klinkenschaltwerks.
Mit jedem Klinkenrad 7 ist ein Typenrad 17 eines Ty- penraddruckers in Eingriff. Das Übersetzungsverhältnis zwischen dem Klinkenrad 7 und dem zugehörigen Typenrad 17 beträgt 1:2, d.h. bei jeder Umdrehung des Klinkenrads 7 führt das Typenrad 17 zwei Umdrehungen durch. Daher befindet sich das Typenrad 17 in jeder der beiden einstellbaren Ausgangsstellungen des Klinkenrads 7 in einer eindeutigen Ausgangsstellung, die bei jeder Umdrehung des Typenrads 17 nur einmal auftritt. Die Typenräder 17 können somit über die zugeordneten Klinkenräder 7 individuell jederzeit in ihre Ausgangsstellung und aus dieser in ihre gewünschte
Druckposition gebracht werden.
Ein Typenraddrucker mit Klinkenschaltwerk findet vornehmlich in Entwertern für Fahrscheine oder andere Wertbons Verwendung. Hierbei wird ein Wertbon in den
Entwerter eingeführt, wodurch ein Schaltvorgang aus- gelöst wird. Dieser bewirkt üblicherweise die Erregung eines Magneten, der direkt oder indirekt mit einem Druckbalken oder Druckhammer verbunden ist, um den Wertbon über ein Farbband gegen die Typenräder zu drücken, so dass eine Stempelung des Wertbons erfolgt. Bei schwankender VersorgungsSpannung für den Magneten treten jedoch unterschiedliche Magnetkräfte auf, so dass die Stärke des Stempelabdrucks erheblich variieren kann. Um diesen Nachteil zumindest weitge- hend zu kompensieren, werden zusätzliche Energiespeicher wie Batterien oder Kondensatoren eingesetzt oder es werden stark überdimensionierte Netzteile verwendet .
Jedoch vermeidet die in den Fign. 1 und 2 in zwei verschiedenen Arbeitsstellungen dargestellte Lösung auch diese Nachteile. Hierbei wird ein Druckhammer 18 durch die Kraft einer gespannten Feder 19 gegen die Typenräder 17 geschlagen und die Feder 19 wird nach dem Druck- bzw. Stempelvorgang durch einen auf den Druckhammer 18 einwirkenden Schaltnocken 20 wieder gespannt. Die Auslösung des Stempelvorgangs erfolgt ebenfalls mit Hilfe des Schaltnockens 20. Dieser weist hierzu am Umfang einen scharfkantigen Übergang von ca. 90° auf. Das Spannen der Feder 19 wird durch eine allmähliche Durchmesservergrößerung des Schalt - nockens 20 bewirkt. Die Feder 19 wirkt zwischen dem Schaltnocken 20 und einer Drehachse 21 des Druckhammers 18 auf diesen so ein, dass er gegen die Typenräder geschlagen wird. Jedoch besteht im entspannten Zustand der Feder 19 (Fig. 1) ein kleiner Spalt zwischen den Typenrädern 17 und dem Druckhammer 18, um ein müheloses Einstecken und Herausziehen eines Wertbons 22 zu gewährleisten. Die Steuerung des Schaltnockens 20 wird mittels des Wertbons 22 bewirkt. Nach ordnungsgemäßem Einstecken des Wertbons 22 in den Entwerter führt der Schaltnocken 20 aus der in Fig. 2 dargestellten Position mit gespannter Feder 19 eine Umdrehung durch. Durch diese Lösung wird erreicht, dass der Druckhammer 18 immer mit gleicher Kraft ge- gen die Typenräder 17 schlägt und Stempelabdrucke somit immer gleiche Stärke haben.
Das in dem gezeigten Typenraddrucker verwendete Farbband (nicht dargestellt) ist auf zwei Spulen aufgewi- ekelt, wobei die Enden des Farbbands jeweils mit einem Spulenkörper fest verbunden sind. Das Farbband wird nach jedem Durchlauf umgeschaltet, so dass die jeweiligen Spulen abwechselnd als Aufwickel- und als Abwickelspule dienen. Die Umschaltung wird üblicher- weise durch Abtasten des Durchmessers einer Spule und
Auslösen eines Schaltelements bei Über- bzw. Unterschreiten eines Grenzwerts gesteuert. Eine optimale Ausnutzung des Farbbands ist auf diese Weise jedoch nur bei einer exakten Justierung der Umschaltpunkte möglich.
Eine vereinfachte und die volle Farbbandlänge ohne Justierung ausnutzende Umschaltung ist jedoch möglich, wenn diese nicht über den Spulendurchmesser, sondern über die Stärke des dem Antrieb der jeweiligen Aufwickelspule zugeführten Stroms gesteuert wird. Ist das Farbband vollständig von der jeweiligen Abwickelspule abgewickelt, wird es angehalten, was zu einer merklichen Erhöhung des Antriebsstroms führt.
Dieser wird erfasst, so dass bei einer Überschreitung eines Grenzwerts eine Umschaltung der Spulen erfolgen kann. Hierdurch wird nicht nur auf einfache Weise die volle Länge des Farbbands ausgenutzt, sondern im Falle einer Blockierung des Farbbands aus anderen Grün- den als dem Erreichen des Farbbandendes erfolgt ebenfalls eine Umschaltung, so dass der Drucker weiter betrieben werden kann und nicht sofort abgeschaltet werden muss .
