HUESGES, Mario (Hindenburgstr. 67, Buehlertal, 77830, DE)
LAUK, Detlef (Badstr. 20, Renchen, 77871, DE)
HUESGES, Mario (Hindenburgstr. 67, Buehlertal, 77830, DE)
| Ansprüche
1. Heckscheibenwischer mit einer elektrischen Antriebsanordnung insbesondere für ein Kraftfahrzeug mit einer Ankerwelle (10) und einem Ankerpaket (15), wobei die Ankerwelle (10) mittels wenigstens eines Wälzlagers (11) gelagert ist und eine Schnecke
(12) zum Antrieb einer Getriebeanordnung umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerwelle (10) aus einem Stangenmaterial hergestellt ist, welches einen über der Länge der Ankerwelle (10) gleichförmigen Nenndurchmesser (13) zwischen 5 mm und 7 mm, bevorzugt 5,5 mm und 6,5 mm aufweist, wobei die Ankerwelle (10) zur reibschlüssigen Verbindung der Schnecke (12) und/oder des Wälzlagers (11) und/oder des Ankerpaketes (15) wenigstens eine Ro liierung (14) aufweist.
2. Heckscheibenwischer mit einer elektrischen Antriebsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerwelle (10) durchgangsgeschliffen ist.
3. Heckscheibenwischer mit einer elektrischen Antriebsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnecke (12) einteilig mit der Ankerwelle (10) ausgebildet, insbesondere aus der Ankerwelle (10) rolliert ist.
4. Heckscheibenwischer mit einer elektrischen Antriebsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnecke (12) als Hohlschneckenelement (12a) ausgebildet ist, welches an der Ankerwelle (10) befestigt ist.
5. Heckscheibenwischer mit einer elektrischen Antriebsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlschneckenelement (12a) eine Bohrung zur Aufnahme der Ankerwelle (10) aufweist, welche komplementär zum Nenndurchmesser (13) ausgebildet ist.
6. Heckscheibenwischer mit einer elektrischen Antriebsanordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wälzlager (11) im Bereich der Rollierung der Ankerwelle (10) derart angeordnet ist, dass es axialfest mit der Ankerwelle (10) verbunden ist.
7. Heckscheibenwischer mit einer elektrischen Antriebsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerwelle (10) in wenigstens einem sich seitlich zum Wälzlager (11) erstreckenden Bereich eine Rollierung (14) aufweist.
8. Heckscheibenwischer mit einer elektrischen Antriebsanordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerwelle (10) an wenigstens einer weiteren Lagerstelle mittels eines Gleitlagers gelagert ist, welches einen Durchmesser komplementär zum Nenndurchmesser (13) aufweist.
9. Verfahren zur Herstellung einer elektrischen Antriebsanordnung für einen Heckscheibenwischer eines Kraftfahrzeuges, welches wenigstens die folgenden Schritte umfasst: - Herstellen einer Ankerwelle (10) durch Ablängen eines insbesondere durchgangsgeschliffenen Stangenmaterials mit einem durchgehend konstanten Nenndurchmesser;
Zumindest bereichsweise Rollieren der Ankerwelle (10); Anbringen einer Schnecke (12) auf und /oder in die Ankerwelle (10); - Aufpressen eines Wälzlagers (11) auf die Ankerwelle (10); und
Aufschieben eines Ankerpaketes (15);
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnecke (12) einteilig mit der Ankerwelle ausgebildet wird, indem sie mittels Rollierens in die Ankerwelle (10) eingebracht wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerwelle (10) nach dem Aufbringen des Wälzlagers (11) an wenigstens einem sich seitlich zum Wälzlager (11) erstreckenden Bereich ro liiert wird. |
Heckscheibenwischer mit einer elektrischen Antriebsanordnung für Kraftfahrzeuge
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Heckscheibenwischer mit einer elektrischen Antriebsanordnung für Kraftfahrzeuge gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Scheibenwischermotoren dieser Bauart sind beispielsweise für den Antrieb der Frontscheibenwischer bekannt.
Stand der Technik
Gemäß der Offenbarung der Offenlegungsschrift DE 100 34 410 Al ist aus einem benachbarten technischen Gebiet ein Verfahren zum Herstellen einer Welle einer Antriebsanordnung für den Verstellantrieb einer Fensterscheibe für ein Kraftfahrzeug bekannt. Mittels der hierin offenbarten Herstellung einer Ankerwelle eines elektromotorischen Antriebs für einen Verstellantrieb einer Fensterscheibe, bei dem mindestens an einer Stelle mittels Materialverdrängung eine Lageroberfläche zur Führung in einer Wellenlagerung angeformt wird, kann unabhängig vom Herstellungsprozess der Schnecke auf sehr einfache Weise eine Lageroberfläche zur Lagerung der Ankerwelle geschaffen werden. Das Ro Mieren von Schnecken auf Antriebswellen bietet eine kostengünstige Möglichkeit der Schaffung einer derartigen Schnecke, weil der Werkstoff der Schnecke aus dem Ankerwellenwerkstoff besteht. Dabei ist prozessbedingt kein spanender Folgeprozess notwendig, und die Rollierung kann zur entgültigen Gestaltung der Schnecke verwendet werden.
Ferner weist der elektromotorische Antrieb eine Ankerwelle auf, welche sich mit einem gleichförmigen Durchmesser über die gesamte Länge erstreckt. Auf die Ankerwelle ist ein Ankerpaket aufgebracht, dessen Schnecke rolliert ist. Die Schnecke kann auch als Hohlschneckenelement auf den tragenden Abschnitt der Ankerwelle aufgepresst werden.
Eine gattungsgemäße elektrische Antriebsanordnung ist aus der Patentschrift DE 40 39
453 C2 bekannt. Die elektrische Antriebsanordnung ist zum Antrieb einer Scheibenwischeranlage eines Kraftfahrzeugs vorgesehen. Die Scheibenwischeranlage weist ein Motorgehäuse mit einem Lagerschild und eine Ankerwelle auf, welche mit Hilfe eines in dem Lagerschild gehaltenen Wälzlagers mit einem Innenring und einem Außenring drehbar gelagert ist. Die Ankerwelle stützt sich über radial vorspringende
Schultern und insbesondere über in Ringnuten der Ankerwelle eingedrückte Sicherungsringe beiderseits axial am Innenring des Wälzlagers ab. Die Axialkräfte entstehen durch den Verzahnungseingriff der Schnecke im Schneckenrad zum Antrieb der Getriebeanordnung, so dass über die Sicherungsringe sowie über die radial vorspringenden Schultern die Axialkräfte in den Innenring des Wälzlagers eingeleitet werden können. Ferner ist zwischen dem Innenring und der Schulter der Ankerwelle ein Federelement eingefügt, das die Ankerwelle in Drehrichtung kraftschlüssig mit dem Innenring koppelt. Weiterhin befindet sich zwischen der Schnecke und dem Bereich, auf dem das Wälzlager auf die Ankerwelle aufgepresst ist, eine weitere Kontourierung in der Ankerwelle, welche mittels einer spanenden Bearbeitung eingebracht werden muss. Die
Ankerwelle ist an ihrem getriebeseitigen Wellenende federnd axial am Getriebetopf abgestützt. Eine vormontierte Patrone ist zur Lagerung der Abstützung der Ankerwelle im Inneren des Getriebetopfes in Form eines abgedichteten Sackloches des Getriebetopfes vorgesehen. Dabei weist die Ankerwelle im Bereich der Lagerung einen geringeren Durchmesser auf als im Aufhahmebereich des Wälzlagers oder des Ankerpaketes. Somit umfasst die Ankerwelle eine Vielzahl von Durchmesserveränderungen, welche mittels aufwendiger Fertigungsverfahren spanend hergestellt werden müssen. Ferner erfordert die Anordnung des Wälzlagers Ringnuten zur Aufnahme von Sicherungsringen, welche ebenfalls spanend eingebracht werden müssen.
Die bekannten Ausführungen von Antriebsanordnungen, welche speziell für den Antrieb eines Heckscheibenwischers eines Kraftfahrzeuges vorgesehen sind, sind aus der Konstruktion von Antriebsanordnungen für den Antrieb von Frontscheibenwischern abgeleitet, und weisen ebenfalls sehr aufwendig ausgestaltete Ankerwellen auf. Diese sind häufig mit Durchmessersprüngen ausgebildet, um einerseits eine Biegesteifigkeit im
Bereich der Lagerung und des Ankerpaketes zu ermöglichen, und andererseits kleine Kopfkreisdurchmesser der Schnecken zu realisieren. Diese können entweder rolliert oder als Hohlschneckenelemente ausgebildet sein, wobei die Hohlschneckenelemente jeweils einen vergleichsweise kleinen Bohrungsdurchmesser haben, so dass ein Wellendurchmesser von beispielsweise 8mm im Bereich der Lagerungen und dem
Ankerpaket zur Aufnahme der Hohlschneckeelemente nicht passend ist. Dies macht mehrere Durchmessersprüngen innerhalb einer Ankerwelle erforderlich, was eine aufwendige spanende Bearbeitung notwendig macht.
Ferner sind im Stand der Technik Nuten und Stufensprünge innerhalb der Welle zur Aufnahme der Axialkräfte vorgesehen, welche ebenfalls ein spanende Bearbeitung benötigen. Aufgrund der beim Antrieb eines Heckscheibenwischers auftretenden großen Kräfte sind derartige elektrische Antriebsanordnungen meist überdimensioniert. Es ist zwar eine Verkleinerung derartiger Antriebsanordnungen zur Integration in der
Heckklappe bzw. im Heckbereich des Fahrzeuges bekannt, jedoch führen derartige Modifikationen häufig zu fertigungstechnisch aufwendigen Ausgestaltungen von Ankerwellen.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine elektrische Antriebsanordnung für den Antrieb eines Heckscheibenwischers eines Kraftfahrzeugs mit einer Ankerwelle zu schaffen, die eine einfache konstruktive Ausgestaltung erlaubt und mit einer geringeren Anzahl von Fertigungsschritten herstellbar ist.
Offenbarung der Erfindung
Diese Aufgabe wird ausgehend von einer elektrischen Antriebsanordnung für den Antrieb eines Heckscheibenwischers eines Kraftfahrzeuges gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 in Verbindung mit dessen kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass die Ankerwelle aus einem Stangenmaterial hergestellt ist, welches einen über der Länge der Ankerwelle gleichförmigen Nenndurchmesser zwischen 5 mm und 7 mm, bevorzugt zwischen 5,5 mm und 6,5 mm aufweist, wobei die Ankerwelle zum reibschlüssigen Fügen der
Schnecke und/oder des Wälzlagers und/oder des Ankerpaketes wenigstens eine Rollierung aufweist.
Die Erfindung geht dabei von dem Gedanken aus, die Ankerwelle zunächst aus einem Stangenmaterial herzustellen. Das Stangenmaterial weist dabei einen gleichförmigen
Nenndurchmesser zwischen 5 und 7 mm auf, so dass die Ankerwelle über ihre gesamte sich durch die Antriebsanordnung erstreckende Länge gleichbleibend ist. Der Nenndurchmesser beschreibt dabei einen Durchmesser, welcher im gewöhnlichen Toleranzbereich der Fertigung von handelsüblichem Stangenmaterial liegt. Bevorzugt ist ein Durchmesser von 6 mm vorgesehen, wobei dieser aber im Sinne des Schutzumfanges
- A -
auch 0,5 mm oder mehr nach unten oder nach oben abweichen kann. Der bevorzugte Durchmesser von 6 mm beschreibt einen gewöhnlichen Toleranzbereich mit einer üblichen Toleranzfeldbreite für Toleranzen gemäß der DIN-ISO.
Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäß Antriebsanordnung liegt in der erzielten
Vereinfachung des Herstellungsverfahrens der Ankerwelle aus einem gleichförmigen Stangenmaterial, welche durchgangsgeschliffen ist. Durchgangsgeschliffene Stangenmaterialien weisen gleichbleibende Oberflächenqualitäten auf, welche hinreichend sind, um beispielsweise ein Wälzlager oder beispielsweise ein Ankerpaket aufzupressen. Derartige durchgangsgeschliffene Stangenmaterialien umfassen als
Halbzeug sehr große Längen, so dass das Stangenmaterial zur Herstellung der Ankerwelle auf die erforderliche Länge zugeschnitten werden muss, wobei die Oberfläche mittels eines kontinuierlichen Durchgangsschleifverfahrens hergestellt ist. Das Ablängen umfasst lediglich einen Trennvorgang des Stangenmaterials in Längsrichtung der Ankerwelle, wobei eine kurze nachfolgende Bearbeitung der Enden des Stangenmaterials zur Bildung der Ankerwelle erforderlich sein kann. Derartige Materialien stehen überdies als Vergütungsstahl zur Verfügung, so dass mittels einer einfachen totalen oder lokalen Wärmebehandlung auch im weiteren Fertigungsverlauf der Ankerwelle Bereiche mit unterschiedlichen Härtegraden erzielbar sind.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass die Schnecke auf das durchgangsgeschliffene Stangenmaterial rolliert ist. Das Rollieren von Schnecken auf Wellen ist eine sehr kostengünstige Fertigungsmöglichkeit. Zwei sich gegenüberstehende Formwerkzeuge werden dabei in das Stangenmaterial bzw. die gebildete Ankerwelle eingedrückt, wodurch das Material im Umformverfahren mittels einer plastischen Formänderung derart bearbeitet wird, dass die Kontur der Schnecke durch das Stangenmaterial selbst gebildet werden kann.
Ein weitere Ausführungsform sieht vor, die Schnecke als Hohlschneckenelement auszubilden, welches auf der Ankerwelle aufgesetzt ist, wobei die Ankerwelle im Bereich des Hohlschneckenelementes rolliert ist.
Vorteilhafterweise weist das Hohlschneckenelement eine Bohrung zur Aufnahme des durchgangsgeschliffenen Stangenmaterials auf. Somit ist außer des Rollierens zur Aufnahme des Hohlschneckenelementes kein weiterer Bearbeitungsschritt zur Fertigung
des Stangenmaterials erforderlich. Lediglich zwischen dem Durchmesser der Bohrung des Hohlschneckenelementes und dem Durchmesser des durchgangsgeschliffenen Stangenmaterials kann eine Toleranzpaarung vorgesehen sein, um das Hohlschneckenelement auf vorteilhafte Weise auf die Ankerwelle aufzupressen und dazu eine reibschlüssige Verbindung herzustellen. Es ist nicht dabei nicht notwendig, die
Ankerwelle im Bereich der Aufnahme des Hohlschneckenelementes im Durchmesser zu verändern. Gewöhnliche Hohlschneckenelemente weisen in einem Ausführungsbeispiel einen Schneckenfußdurchmesser auf, welcher mit einer 6mm-Bohrung für den Einsatz in eine Antriebsanordnung für den Antrieb eines Heckscheibenwischers eines Kraftfahrzeugs eingesetzt werden kann.
Gemäß eines weiteren Ausführungsbeispiels weist die Ankerwelle in wenigstens einem sich seitlich zum Wälzlager erstreckenden Bereich eine Rollierung auf. Der Nenndurchmessers des durchgangsgeschliffenen Stangenmaterials und der Bohrungsdurchmesser des Wälzlagers können eine Toleranzpaarung ergeben, so dass das
Wälzlager auf die Ankerwelle aufgepresst werden kann. Der Pressverband kann durch eine vorherige Rollierung der Ankerwelle an dem Berührungsbereich des Wälzlagers verstärkt werden, so dass Axialkräfte, welche über die Schnecke in die Ankerwelle eingeleitet werden, mittels des Wälzlagers aufgenommen werden können, und die Ankerwelle durch das Wälzlager in Axialrichtung abgestützt wird. Ferner besteht zur
Unterstützung der axialen Fixierung des Wälzlagers auf der Ankerwelle die Möglichkeit, seitlich, d.h. links und rechts vom Wälzlager eine Rollierung vorzunehmen, wodurch eine Schulter mit einem Durchmesser entsteht, welcher geringfügig größer ist als der Nenndurchmesser, so dass das Wälzlager axial gesichert wird.
Alternativ zu der Ausbildung einer Schulter kann durch das Rollieren der Oberfläche der Ankerwelle mittels einer plastischen Verformung eine Struktur eingewalzt werden, welche Erhebungen aufweist, die ebenfalls über den Nenndurchmesser von 6mm hinausgehen, so dass auch hierdurch eine formschlüssige axiale Sicherung des Wälzlagers auf der Ankerwelle erzielbar ist.
Ebenfalls besteht die Möglichkeit, die Ankerwelle im Bereich des Wälzlagers vor dem Aufschieben des Wälzlagers mittels Rollierens aufzurauen bzw. derart geringfügig plastisch zu verformen, dass bei einem anschließenden Aufschieben des Wälzlagers dieses eine erhöhte Pressung auf der Ankerwelle aufweist, so dass auch dadurch eine
erhöhte Sicherheit gegen ein axiales Verschieben des Wälzlagers auf der Ankerwelle erzielbar ist.
Gemäß eines weiteren Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, auf die Ankerwelle ein Ankerpaket aufzupressen, wobei der das Ankerpaket aufnehmende Abschnitt der Ankerwelle zumindest teilweise einen Oberflächenstrukturbereich aufweist, der eine erhöhte Reibung zwischen der Ankerwelle und dem Ankerpaket bereitstellt. Der Oberflächenstrukturbereich kann dabei mit einer Rollierung bearbeitet worden sein.
Der Oberflächenstrukturbereich kann auch mittels einer Rändelung oder einer sonstigen plastischen Verformung der Oberfläche in einem Teilbereich der Ankerwelle versehen werden, wobei das Ankerpaket anschließend auf die Ankerwelle aufgesetzt wird. Auch hier sei angemerkt, dass das Ankerpaket auch ohne eine Veränderung der Oberfläche zur Bildung eines Oberflächenstrukturbereichs mittels einer Presspassung oder eines
Stoffschlusses wie beispielsweise mittels eines Klebstoffes oder ähnlichem an der Ankerwelle angebracht werden kann.
Die Schnecke, das Wälzlager und das Ankerpaket sind mit konstruktiv minimalen Abständen zueinander auf der Ankerwelle angeordnet, um Biegemomente zu minimieren, so dass der Nenndurchmesser von 6 mm hinsichtlich der Biegesteifigkeit der Ankerwelle ausreichend ist. Mögliche Formänderungen der Ankerwelle durch das Rollieren können mittels eines Richtens der Welle ausgeglichen werden, wobei die Stärke der Rollierung derart klein gehalten werden kann, dass ein Verzug der Ankerwelle nicht in Erscheinung tritt.
Gemäß eines weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung kann die Ankerwelle an wenigstens einer weiteren Lagerstelle in einem Gleitlager gelagert sein, welches ebenfalls einen Nenndurchmesser von 6 mm aufweist. Somit kann die Ankerwelle von den Aufnahmebereichen der Schnecke, des Wälzlagers sowie des Ankerpaketes direkt in einen Bereich eines Gleitlagers übergehen, ohne dass eine spanende Bearbeitung erforderlich ist. Dabei sei erwähnt, dass das Gleitlager sowohl durch die Ankerwelle selbst gebildet sein kann. Es besteht auch die Möglichkeit, einen Gleitlagerinnenring auf die Welle aufzupressen.
Die vorliegende Erfindung umfasst ferner ein Verfahren zur Herstellung einer elektrischen Antriebsanordnung für den Antrieb eines Heckscheibenwischers eines Kraftfahrzeuges mit einer Ankerwelle, welche in wenigstens einem Wälzlager gelagert ist und ferner eine Schnecke zum Antrieb einer Getriebeanordnung umfasst, wobei das Verfahren die Schritte des Hersteilens der Ankerwelle durch Ablängen eines durchgangsgeschliffenen Stangenmaterials, das Rollieren der Ankerwelle an den für die Aufnahme der Komponenten vorgesehenen Stellen, das Anbringen der Schnecke an und/oder in die Ankerwelle, das Aufpressen des Wälzlagers auf die Ankerwelle und das Aufschieben des Ankerpaketes umfasst. Das Anbringen der Schnecke umfasst entweder ein Rollieren der Schnecke auf die Ankerwelle oder das Aufpressen eines
Hohlschneckenelementes auf die Ankerwelle. Ferner kann das Verfahren nach dem Aufbringen des Wälzlagers an wenigstens einem sich seitlich zum Wälzlager erstreckenden Bereich ein Rollieren umfassen, um die axiale Sicherung des Wälzlagers auf der Ankerwelle zu bewirken.
Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Figur näher dargestellt.
Ausführungsbeispiel
Es zeigt:
Figur 1 eine schematische Darstellung einer Ankerwelle gemäß der vorliegenden Erfindung, wobei die Schnecke als Hohlschneckenelement ausgeführt ist;
Figur 2 eine schematische Darstellung der Ankerwelle gemäß der vorliegenden
Erfindung, wobei die Schnecke durch ein Rollieren hergestellt ist; und
Figur 3 eine Ankerwelle gemäß dem Stand der Technik.
Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Ankerwelle 10, welche ein verbesserte Ausgestaltung gemäß der vorliegenden Erfindung aufweist. Die Ankerwelle 10 ist aus einem durchgangsgeschliffenen Stangenmaterial hergestellt und weist in diesem
Ausführungsbeispiel über ihre gesamten Länge einen konstanten Nenndurchmesser 13 von ca.. 6 mm auf. Der Durchmesser der Ankerwelle 10 kann aber auch je nach Ausführungsform aus dem Bereich zwischen 5 mm und 7 mm, bevorzugt 5,5 mm und 6,5 mm gewählt werden. Der Innendurchmesser der Schnecke 12, welche als Hohlschneckenelement 12 ausgebildet ist, beträgt in diesem Ausführungsbeispiel ebenfalls ca. 6 mm. Das Hohlschneckenelement 12 ist auf die Ankerwelle 10 aufgepresst, so dass eine reibschlüssige Verbindung zwischen dem Hohlschneckenelement 12 und der Ankerwelle 10 vorliegt. Zur Verstärkung des Pressverbandes zwischen dem Hohlschneckenelement 12 und der Ankerwelle 10 ist die Ankerwelle 10 im Bereich des Hohlschneckenelementes 12 rolliert.
Ein Wälzlager 11 ist auf der Ankerwelle 10 aufgeschoben und mittels einer Pressung axialfest auf der Ankerwelle 10 befestigt. Wie auch bei dem Hohlschneckenelement 12 weist das Wälzlager 11 eine Bohrung mit einem Nenndurchmesser von 6mm auf. Um die Sicherheit gegen ein axiales Verschieben des Wälzlagers 11 gegenüber der Ankerwelle
10 zu gewährleisten, ist der sich linksseitig und rechtsseitig vom Wälzlager 11 erstreckende Bereich der Ankerwelle 10 mit einer jeweiligen Rollierung 14 versehen. Mittels der Rollierung 14 wird eine plastische Verformung des Materials der Ankerwelle 10 erzeugt, durch die in diesem Ausführungsbeispiel eine Schulter gebildet wird, gegen die sich das Wälzlager 11 abstützt. Dadurch können sämtliche innerhalb der Ankerwelle
10 auftretenden Axialkräfte durch das Wälzlager 11 aufgenommen werden. Das Wälzlager 11 ist hier nach Art eines Kugellagers ausgeführt.
Die Rollierung erfolgt mittels eines Formwerkzeuges, welches radial an die Ankerwelle 10 angedrückt wird, währenddessen diese in Rotation versetzt ist. Das Prinzip des
Rollierens beruht auf einer plastischen Verformung der Oberfläche des Stangenmaterials der Ankerwelle 10, wobei entweder eine Rändelung mit einer Berg-Tal-Struktur erzeugt werden kann, oder mittels eines Formwerkzeugs ein seitlicher Schulterrand in die Ankerwelle 10 eingebracht wird.
Ebenso ist ein Oberflächenstrukturbereich 16 dargestellt, welcher zur reibschlüssigen Aufnahme des Ankerpaketes 15 dient. Das Ankerpaket 15 wird auf die Ankerwelle 10 axial aufgepresst und ist in diesem Ausführungsbeispiel lediglich schematisch dargestellt. Es umfasst einen metallischen Anker mit einer Wicklung sowie einem Kollektor, welcher mittels Kohlebürsten elektrisch gespeist und kommutiert wird.
Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung der Ankerwelle 10 gemäß Figur 1, wobei jedoch die Schnecke 12 mittels einer Rollierung in die Ankerwelle 10 eingebracht ist. Das Formwerkzeug zur Erzeugung der Schnecke 12 umfasst ein Negativ der Schneckenkontur, so dass die Schnecke 12 aus dem Material der Ankerwelle 10 selbst gebildet ist. Wie auch in Figur 1 umfasst die Darstellung der Ankerwelle 10 in Figur 2 ein Ankerpaket 15, welches mittels eines Oberflächenstrukturbereiches 16 reibschlüssig auf der Ankerwelle 10 aufgebracht ist. Auch in diesem Ausführungsbeispiel beträgt der Nenndurchmesser 13 6mm und ersterckt sich über der gesamten Länge der Ankerwelle 10. Das Wälzlager 11 ist mittels einer linksseitigen sowie rechtsseitigen Rollierung 14 axial an der Ankerwelle 10 gesichert.
Fertigungstechnisch kann zunächst die Rollierung der Schnecke 12 erfolgen, um unter anderem eventuelle Maßabweichungen innerhalb der Formtoleranz der Ankerwelle 10 auszugleichen. Zusätzlich kann eine Wärmebehandlung zumindest des Rollierbereiches der Schnecke 12 vorgesehen sein. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Schnecke 12 mittels eines Kaltfließpressverfahrens herzustellen, durch welches ebenfalls entsprechende Materialhärten erzielbar sind.
Figur 3 zeigt eine Ankerwelle 10 mit einem Nenndurchmesser gemäß dem Stand der
Technik. An der Ankerwelle 10 ist eine Schnecke befestigt. Die Ankerwelle 10 weist keinen sich über die gesamte Länge erstreckenden Nenndurchmesser wie in den erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen auf sondern eine Aufweitung auf einen weiteren in diesem Fall größeren Nenndurchmesser 13'. An dem Nenndurchmesser 13' ist ein Wälzlager I Ia sowie ein Oberflächenstrukturbereich 16a zur Aufnahme des hier nicht weiter dargestellten Ankerpaketes vorgesehen. Die Herstellung der Ankerwelle 10 erfordert einen erheblichen Fertigungsaufwand, da unterschiedliche Durchmesserbereiche mittels eines spanenden Fertigungsverfahrens hergestellt werden müssen.
Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf das vorstehend angegebene bevorzugte Ausführungsbeispiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen Gebrauch macht.
