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Title:
RECEIVING UNIT AND POWER TRANSMISSION SYSTEM FOR WIRELESS POWER TRANSMISSION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/211405
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a receiving unit (200) configured to interact with a transmission unit (100), separate from the receiving unit, for the purpose of wireless power transmission, which transmission unit (100) has a primary coil (L1) suppliable with a supply voltage (UV), wherein the receiving unit (200) has a secondary coil (L2), to which a first DC link capacitor (CZ,1) is connected via a rectifier (210), and a power unit (240), to which a load (225) and/or an energy store (220) are connected, wherein the receiving unit (200) has a second DC link capacitor (CZ,2), to which the power unit (240) is connected, wherein the first DC link capacitor (CZ,1) and the second DC link capacitor (CZ,2) are connected to one another such that they are disconnectable by means of a switch (S7), and wherein the receiving unit (200) has an auxiliary supply unit (250) that is connected to the rectifier (210) for the purpose of supplying voltage and that is configured to close the switch(S) in order to connect the first DC link capacitor (CZ,1) to the second DC link capacitor (CZ,2) when an output voltage (Uout,H) of the auxiliary supply unit (250) exceeds a prescribed threshold value.

Inventors:
VASCONCELOS ARAUJO, Samuel (Katharinenstrasse 4, Esslingen, 73728, DE)
JIPTNER, Michael (Rieslingweg 5, Besigheim, 74354, DE)
Application Number:
EP2019/061304
Publication Date:
November 07, 2019
Filing Date:
May 02, 2019
Export Citation:
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Assignee:
KARDION GMBH (Quellenstraße 7, Stuttgart, 70376, DE)
International Classes:
H02J50/12; G06F1/26; H02J7/02; H02J7/04; H04B5/00; H01M10/46
Domestic Patent References:
WO2015152732A12015-10-08
Foreign References:
DE112012005944T52014-12-18
US20160331980A12016-11-17
EP0930086A11999-07-21
US20140104898A12014-04-17
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
PFIZ, Thomas et al. (Tübinger Str. 26, Stuttgart, 70178, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Empfangseinheit (200), die dazu eingerichtet ist, zur drahtlosen Ener- gieübertragung mit einer von der Empfangseinheit getrennten Sende- einheit (100) zusammenzuwirken, welche Sendeinheit (100) eine pri märe Spule (Li) aufweist, die mit einer Versorgungsspannung (Uv) versorgbar ist,

wobei die Empfangseinheit (200) eine sekundäre Spule (L2), an die über einen Gleichrichter (210) ein erster Zwischenkreiskondensator (Cz,i) angebunden ist, und eine Leistungseinheit (240), an die ein Ver- braucher (225) und/oder ein Energiespeicher (220) angebunden sind, aufweist,

dadurch gekennzeichnet, dass die Empfangseinheit (200) einen zweiten Zwischenkreiskondensator (Cz,2) aufweist, an den die Leis- tungseinheit (240) angebunden ist, wobei der erste Zwischenkreiskon- densator (Cz,i) und der zweite Zwischenkreiskondensator (Cz,2) über einen Schalter (S7) trennbar miteinander verbunden sind, und dass die Empfangseinheit (200) eine Hilfsversorgungseinheit (250) aufweist, die zur Spannungsversorgung an den Gleichrichter (210) an- gebunden ist, und die dazu eingerichtet ist, den Schalter (S7) zur Ver- bindung des ersten Zwischenkreiskondensators (Cz,i) mit dem zweiten Zwischenkreiskondensator (Cz,2) zu schließen, wenn eine Ausgangs- spannung (U0Ut,H) der Hilfsversorgungseinheit (250) einen vorgegebe- nen Schwellwert überschreitet.

2. Empfangseinheit (200) nach Anspruch 1 , wobei der Schalter (S7) als Halbleiterschalter, insbesondere als MOSFET, ausgebildet ist.

3. Empfangseinheit (200) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Hilfsversor- gungseinheit (250) einen optischen Koppler (251 ) aufweist, über wel- chen der Schalter (S7) ansteuerbar ist. Empfangseinheit (200) nach Anspruch 3, wobei die Hilfsversorgungs- einheit (250) weiterhin einen Spannungskomparator (252) aufweist, der dazu eingerichtet ist, den optischen Koppler (251 ) zum Schließen des Schalters (S7) anzusteuern, wenn die Ausgangsspannung (U0Ut,H) der Hilfsversorgungseinheit (250) den vorgegebenen Schwellwert überschreitet.

Empfangseinheit nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Hilfsversorgungs- einheit einen Spannungsteiler zum Erzeugen der Ausgangsspannung (Uout.H) aufweist.

Empfangseinheit nach Anspruch 5, die derart ausgebildet ist, dass der Schalter geschlossen wird, wenn die Ausgangsspannung den vorge- gebenen Schwellwert überschreitet.

Empfangseinheit (200) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wo- bei die Leistungseinheit (240) einen Tiefsetzsteller aufweist.

8. Empfangseinheit (200) nach einem der vorstehenden Ansprüche, die dazu ausgebildet ist, unterhalb einer Haut (310) in einem menschli- chen oder tierischen Körper angeordnet zu werden.

9. Energieübertragungssystem (300) zur drahtlosen Energieübertragung mit einer Sendeeinheit (100) und einer davon getrennten Empfangs- einheit (200) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei Send- einheit (100) eine primäre Spule (Li) aufweist, die mit einer vorgege- benen Versorgungsspannung (Uv) versorgbar ist.

10. Energieübertragungssystem (300) nach Anspruch 9, wobei die Sende- einheit (100) dazu ausgebildet ist, auf einer Haut (310) außerhalb ei- nes menschlichen oder tierischen Körpers angeordnet zu werden.

Description:
Empfangseinheit und Energieübertragungssystem zur drahtlosen Energieübertragung

Beschreibung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Empfangseinheit, die dazu eingerichtet ist, zur drahtlosen Energieübertragung mit einer von der Empfangseinheit ge- trennten Sendeeinheit zusammenzuwirken, sowie ein Energieübertragungs- system mit einer solchen Empfangseinheit und einer Sendeeinheit zur draht- losen Energieübertragung.

Zur Energieversorgung von Verbrauchern und insbesondere zum Laden von Energiespeichern kann eine drahtlose, insbesondere induktive Energieüber- tragung verwendet werden. Bei dieser Ad der Energieübertragung kann in ei- ner Sendeeinheit mit einer primären Spule ein magnetisches Feld erzeugt wer- den, das in einer Empfangseinheit mit einer sekundären Spule eine Spannung und damit einen Stromfluss induziert.

Diese Art der Energieübertragung kann insbesondere bei der sog. transkuta- nen Energieübertragung, bei der die Empfangseinheit unter der Haut in einem menschlichen Körper angeordnet bzw. implantiert ist, verwendet werden. Eine solche transkutane Energieübertragung ist beispielsweise bei Kreislauf- oder Herzunterstützungssystemen (sog. VAD-Systemen, von engl. "Ventricular Assist Device") vorteilhaft, da dann keine dauerhafte Wunde in der Haut vor- handen ist, durch welche ein Kabel geführt ist.

Bei einem solchen Energieübertragungssystem kann dann in der im Körper anzuordnenden Empfangseinheit eine Leistungseinheit zur Versorgung eines Verbrauchers bzw. zum Laden einer Energiespeichereinheit vorgesehen sein, die über die in der sekundären Spule induzierte Spannung versorgt wird. Prob- lematisch kann hierbei jedoch sein, dass bei Beginn der Energieübertragung die Leistungseinheit oder andere Teile gestört werden, insbesondere wenn beispielsweise keine Energieversorgungseinheit vorhanden ist oder diese ge- rade getrennt ist.

Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die im Stand der Technik bekannten Systeme zur drahtlosen Energieübertragung weiter zu verbessern und instabile Betriebszustände insbesondere beim Startvorgang bzw. Hochfahren zu vermeiden.

Erfindungsgemäß werden eine Empfangseinheit sowie ein Energieübertra- gungssystem mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche vorge- schlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche sowie der nachfolgenden Beschreibung.

Die Erfindung geht aus von einer Empfangseinheit, die dazu eingerichtet ist, zur drahtlosen Energieübertragung mit einer von der Empfangseinheit ge- trennten Sendeeinheit zusammenzuwirken, bzw. von einem Energieübertra- gungssystem zur drahtlosen Energieübertragung mit einer Sendeeinheit und einer solchen, von der Sendeinheit getrennten Empfangseinheit. Die Sendein- heit weist dabei eine primäre Spule auf, die mit einer Versorgungsspannung versorgbar ist. Hierzu ist in der Regel auch ein Wechselrichter, beispielsweise mit geeigneten Halbleiterschaltern, vorgesehen, um mit einer als Gleichspan- nung vorliegenden Versorgungsspannung eine Oszillation der Spannung in der primären Spule zu erzeugen. Damit kann mittels der Sendeeinheit ein magnetisches Wechselfeld erzeugt werden.

Die Empfangseinheit weist entsprechend eine sekundäre Spule auf, an die über einen Gleichrichter ein erster Zwischenkreiskondensator bzw. allgemein eine Zwischenkreiskapazität angebunden ist. Bei dem Gleichrichter kann es sich insbesondere um einen passiven Gleichrichter mit geeigneten Dioden handeln. Vorteilhaft ist jedoch auch ein aktiver Gleichrichter mit beispielsweise geeigneten Halbleiterschaltern. Der erste Zwischenkreiskondensator, der im Falle der Energieübertragung geladen wird, dient insbesondere zum Glätten der in der sekundären Spule induzierten und dann gleichgerichteten Wechsel- spannung. Bei dieser Art der drahtlosen Energieübertragung handelt sich da- mit, wie eingangs schon erwähnt, um eine induktive Energieübertragung.

Zudem ist in der Empfangseinheit eine Leistungseinheit (bzw. eine Leistungs- stufe) vorgesehen, an die ein Verbraucher und/oder ein Energiespeicher an- gebunden sind. Während es sich bei der Leistungseinheit insbesondere um einen Tiefsetzsteller mit beispielswiese geeigneten Halbleiterschaltern han- deln kann, kommt als Energiespeicher insbesondere ein Akkumulator bzw. eine aufladbare Batterie in Betracht.

Bei einer herkömmlichen Empfangseinheit ist die Leistungsstufe dabei in der Regel direkt an den (einzigen) Zwischenkreiskondensator und darüber an den Gleichrichter angebunden, sodass die Leistungseinheit bei aktiver Sendeein- heit - mittels der drahtlosen bzw. induktiven Energieübertragung - mit Span- nung bzw. Energie versorgt wird.

Besitzt die Empfangseinheit jedoch keinen Energiespeicher oder muss dieser beispielsweise aufgrund eines Fehlers abgetrennt werden, so muss die Emp- fangseinheit (insbesondere mit integrierter Elektronik) selbständig hochfahren, sobald die Sendeeinheit anfängt, Energie zu übertragen. Dies bedeutet, dass ein Hochfahren bzw. Aufstarten einer Hilfsversorgung mit beispielsweise Sig- nalelektronik, Steuerelektronik und dergleichen erfolgen muss, welche direkt aus dem Zwischenkreis des Resonanzwandlers bzw. über den Zwischenkreis- kondensator versorgt wird. Während dieses transienten Startvorgangs, kann es zu einem instabilen Betriebszustand kommen, der zur Zerstörung des Sys- tems, d.h. der Empfangseinheit, führen kann.

Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass die Empfangseinheit einen zwei- ten Zwischen kreiskondensator aufweist, an den die Leistungseinheit angebun- den ist, wobei der erste Zwischenkreiskondensator und der zweite Zwischen- kreiskondensator über einen Schalter trennbar miteinander verbunden sind. Die Zwischenkreiskapazität wird also sozusagen in zwei Teile geteilt, die durch den Schalter verbindbar und trennbar sind. Insbesondere sind die erste und zweite Zwischenkreiskapazität parallel geschaltet, wenn der Schalter ge- schlossen ist. Als Schalter kommt hierbei ein Halbleiterschalter, insbesondere ein MOSFET oder IGBT, in Betracht. Denkbar sind jedoch auch andere Leis- tungsschalter.

Weiterhin ist vorgesehen, dass die Empfangseinheit eine Hilfsversorgungsein- heit aufweist, die zur Spannungsversorgung an den Gleichrichter angebunden ist, und die dazu eingerichtet ist, den Schalter zur Verbindung des ersten Zwi- schenkreiskondensators mit dem zweiten Zwischenkreiskondensator zu schließen, also den Schalter leitend zu schalten, wenn eine Ausgangsspan- nung der Hilfsversorgungseinheit einen vorgegebenen Schwellwert über- schreitet. Dieser Schwellwert beträgt vorzugweise 15 V, da dann alle Kompo- nenten der Hilfsversorgungseinheit in ihrem Nennspannungsbereich arbeiten und ein stabiler Arbeitspunkt für das Aufstarten gewährleistet wird. Damit wird also erreicht, dass der zweite Zwischenkreiskondensator - und damit die Leis- tungseinheit - zunächst nicht an die sekundäre Spule und den Gleichrichter angebunden sind, sondern dass bei Beginn der Energieübertragung von der Sendeeinheit auf die Empfangseinheit zunächst nur der erste Zwischenkreis- kondensator geladen und die Hilfsversorgungseinheit mit Spannung versorgt werden. Erst wenn die durch die Hilfsversorgungseinheit bereitgestellte Aus- gangsspannung den Schwellwert überschreitet, werden also der zweite Zwi- schenkreiskondensator und damit die Leistungseinheit angebunden bzw. zu- geschaltet.

Auf diese Weise kann also sichergestellt werden, dass kein instabiler Zustand beim Hochfahren eintritt, was meist durch unkontrolliertes Takten von Leis- tungsschaltern in der Leistungseinheit hervorgerufen wird, weil eine relativ hohe Spannung (meist mehr als 10 V) bereits am Leistungsschalter liegt, wäh- rend die übrigen Komponenten wie Mikrokontroller und Treibereinheiten noch nicht ordentlich gestartet wurden. Mit der vorgeschlagenen Empfangseinheit hingegen können Komponenten wie Mikrokontroller und Treiberschaltung zu nächst vollständig hochgefahren wurden. Dadurch wird der instabile Zustand verhindert.

Vorzugsweise weist die Hilfsversorgungseinheit einen optischen Koppler auf, über welchen der Schalter ansteuerbar ist. Zudem kann dann ein Spannungs- komparator vorgesehen sein, der dazu eingerichtet ist, den optischen Koppler zum Schließen des Schalters anzusteuern, wenn die Ausgangsspannung der Hilfsversorgungseinheit den vorgegebenen Schwellwert überschreitet. In die- sem Fall ist der Schalter insbesondere als N-MOSFET ausgebildet. Der opti- sche Koppler kann dabei eine Fotodiode und einen integrierten Treiber auf- weisen.

Alternativ ist es auch bevorzugt, wenn die Hilfsversorgungseinheit einen Span- nungsteiler zur Erzeugung der Ausgangsspannung aufweist, der mit seinem Spannungsteilerausgang an einen Schaltanschluss des Schalters angebun- den ist. Die Ausgangsspannung ergibt sich dabei insbesondere durch Teilung der Spannung am ersten Zwischenkreiskondensator. Der Spannungsteiler ist dann insbesondere so verschaltet, dass der Schalter geschlossen wird, wenn die Ausgangsspannung den vorgegebenen Schwellwert überschreitet. In die sem Fall ist der Schalter insbesondere als P-MOSFET ausgebildet, an dessen Gate-Anschluss, d.h. an dessen Schaltanschluss, der Spannungsteileraus- gang angebunden ist.

Beide Varianten ermöglichen ein besonders sicheres und schnelles Hochfah- ren der Empfangseinheit und können je nach Bedarf verwendet werden. Die verwendeten Halbleiterschalter können in beiden Fällen insbesondere eine Spannungsklasse von 20 V aufweisen. Als Widerstand für Drain-Source kom- men insbesondere Werte von beispielsweise 1 itiW in Betracht, um Verluste zu reduzieren. Ebenso kann in beiden Fällen ein Laden des ersten Zwischen- kreiskondensators bei angebundener Energiespeichereinheit durch die intrinsische Diode der MOSFETs erreicht werden, was beispielsweise im re- gulären Betrieb der Empfangseinheit nötig sein kann.

Gegenstand der Erfindung ist weiterhin ein Energieübertragungssystem zur drahtlosen Energieübertragung mit einer erfindungsgemäßen Empfangsein- heit und einer davon getrennten Sendeeinheit, die eine primäre Spule auf- weist, die mit einer vorgegebenen Versorgungsspannung versorgbar ist.

Wenngleich die vorgestellte Empfangseinheit sowie das vorgestellte Energie- Übertragungssystem für beliebige Arten der drahtlosen bzw. induktiven Ener- gieübertragung vorteilhaft sind, ist es dennoch besonders zweckmäßig, wenn die Empfangseinheit dazu ausgebildet ist, unterhalb einer Haut in einem menschlichen oder tierischen Körper angeordnet, insbesondere implantiert, zu werden, und/oder wenn die Sendeeinheit dazu ausgebildet ist, auf einer Haut außerhalb eines menschlichen oder tierischen Körpers angeordnet zu werden. Damit dient das Energieübertragungssystem (bzw. die Empfangseinheit als Teil davon) der eingangs erwähnten transkutanen Energieübertragung.

Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Be- schreibung und der beiliegenden Zeichnung.

Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispiels in der Zeichnung sche- matisch dargestellt und wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die Zeich- nung beschrieben.

Fig. 1 zeigt schematisch ein erfindungsgemäßes Energieübertragungs- system in einer bevorzugten Ausführungsform.

In Figur 1 ist schematisch ein erfindungsgemäßes Energieübertragungssys- tem 300 zur drahtlosen Energieübertragung in einer bevorzugten Ausfüh- rungsform dargestellt. Das Energieübertragungssystem weist hierbei eine Sendeeinheit 100 und eine davon getrennte Empfangseinheit 200 auf, wobei die Empfangseinheit 200 als erfindungsgemäße Empfangseinheit in einer be- vorzugten Ausführungsform ausgebildet ist.

Die Sendeeinheit 100 weist eine primäre Spule Li auf, an die über einen Wech- selrichter 1 10, der vier mit Si bis S 4 bezeichnete Halbleiterschalter, beispiels weise MOSFETs oder Bipolartransistoren, aufweist, an eine Versorgungs- spannung Uv anbindbar bzw. mit dieser Versorgungsspannung versorgbar ist. Zudem sind ein Vorfilter 120 mit nicht näher bezeichneten Komponenten sowie eine Kompensationskapazität zwischen den Wechselrichter 1 10 und die pri märe Spule Li geschaltet. Die Kompensationskapazität dient bei resonanter Ansteuerung (Ansteuerung mit der Auslegungsfrequenz) als Blindleistungs kompensation .

Bei angelegter Versorgungsspannung Uv und geeigneter Ansteuerung des Wechselrichters kann also mittels der Spule Li ein magnetisches Wechselfeld erzeugt werden.

Die Empfangseinheit 200 weist eine sekundäre Spule l_2 auf, an die über eine Kompensationskapazität und einen Gleichrichter 210 ein erster Zwischen- kreiskondensator Cz ,i angebunden ist. An den ersten Zwischenkreiskonden- sator Cz ,i ist über einen Schalter S7 ein zweiter Zwischen kreiskondensator Cz ,2 angebunden. Mittels des Schalters S7 können die beiden Zwischenkreiskon- densatoren also parallel geschaltet oder voneinander getrennt werden. Der Schalter S7 ist im vorliegenden Beispiel als N-MOSFET ausgebildet, mit Drain- Anschluss D, Source-Anschluss S und Gate- bzw. Schaltanschluss G.

An den zweiten Zwischenkreiskondensator Cz ,2 wiederum ist eine Leistungs- einheit bzw. Leistungsstufe 240 angebunden, die hier zwei Halbleitschalter S5 und S6, die beispielsweise als MOSFETs, IGBTs oder Bipolartransistoren aus- gebildet sein können, und zusammen mit einer Induktivität und einer Kapazität insbesondere als Tiefsetzsteller dienen, aufweist. An die Leistungseinheit 240 sind dann beispielhaft eine Energiespeicherein- heit 220 sowie ein Verbraucher 225 angebunden. Die Energiespeichereinheit ist beispielhaft mittels eines nicht näher spezifizierten Schalters 221 von der Leistungseinheit 240 trennbar, beispielsweise im Fall eines Fehlers. Bei der Energiespeichereinheit 220 kann es sich insbesondere um einen Akkumulator bzw. eine aufladbare Batterie handeln. An der Energiespeichereinheit kann beispielsweise - unter der Verwendung des erwähnten Tiefsetzstellers - eine Spannung L t mit einem Strom t eingestellt werden.

Der Gleichrichter 210 ist als passiver Gleichrichter mit vier nicht näher bezeich- neten Dioden ausgebildet. Denkbar ist aber auch die Verwendung eines akti ven Gleichrichters mit beispielsweise Flalbleiterschaltern.

Weiterhin weist die Empfangseinheit 200 eine Flilfsversorgungseinheit 250 auf, die beispielhaft unter anderem mittels eines nicht näher bezeichneten Schal- ters, einer Diode und eines Kondensators an den Gleichrichter 210 angebun- den ist und ähnlich wie die Leistungseinheit 240 als Tiefsetzsteller funktioniert. Auf diese Weise kann die Hilfsversorgungseinheit 250 selbst direkt mit der in der sekundären Spule L2 induzierten Spannung versorgt werden und eine vor- gegebene geregelte Ausgangsspannung U 0U t,H erzeugen. Die Regelung der Ausgangsspannung U 0U t,H erfolgt anhand der so genannten Pulsbreitenmodu- lation, d.h. über die Einschaltzeit des aktiven Schalters der Hilfsversorgungs- einheit 250 im Verhältnis zur Schaltperiode.

Weiterhin ist ein (herkömmlicher) Spannungskomparator 252 vorgesehen, an den die Ausgangsspannung U 0U t,H der Hilfsversorgungseinheit 250 anliegt, und der mit einem optischen Koppler 251 verbunden ist. Der optische Koppler 251 wiederum ist unter anderem an den Gate-Anschluss G des Schalters bzw. N- MOSFETs S7 angebunden.

Dabei sind der Spannungskomparator 252 und der optische Koppler 251 dazu eingerichtet, den Schalter S7 leitend zu schalten bzw. zu schließen und so den zweiten Zwischenkreiskondensator Cz ,2 zusammen mit der Leistungseinheit 240 an den ersten Zwischenkreiskondensator Cz ,i anzubinden, wenn die Aus- gangsspannung U 0U t,H einen Schwellwert, der geeignet vorgegeben bzw. ein- gestellt werden kann, überschreitet. Der Spannungskomparator 252 wirkt nicht-invertierend und schaltet seine Ausgangsspannung bei Erreichen eines positiven Schwellwerts (vorzugsweise ca.15 V) am Eingang.

Die Empfangseinheit 200 kann nun insbesondere dazu ausgebildet sein, unter einer Haut, die hier mit 310 angedeutet ist, angeordnet bzw. implantiert zu sein, und beispielsweise für ein Kreislauf- oder Herzunterstützungssystem ver- wendet werden. Insbesondere kann die Energiespeichereinheit 220 zur Ener- gieversorgung eines solchen Kreislauf- oder Herzunterstützungssystems ver- wendet werden.

Bei entsprechend außerhalb bzw. auf der Haut 310 positionierter Sendeeinheit 100 wird - bei entsprechender Positionierung - eine Kopplung zwischen der primären Spule Li der Sendeeinheit 100 und der sekundären Spule L2 der Empfangseinheit 200 erreicht.

Wird nun die Sendeinheit derart angesteuert bzw. betrieben, dass mittels der primären Spule Li ein magnetisches Wechselfeld erzeugt wird, wird durch die Kopplung eine Spannung bzw. ein Stromfluss in der sekundären Spule L2 in- duziert. Dies wiederum führt dazu, dass der erste Zwischenkreiskondensator Cz ,i geladen wird und dass die Hilfsversorgungseinheit 250 mit Spannung ver- sorgt wird.

Sobald dann die Ausgangsspannung U 0U t,H der Hilfsversorgungseinheit den Schwellwert überschreitet, wird, wie erwähnt, die Leistungseinheit 240 mit den nachfolgenden Komponenten angebunden und ebenfalls mit Spannung ver- sorgt. Auf diese Weise kann ein sicheres Hochfahren der Empfangseinheit 200 erreicht werden.