HUMPFER, Steffen (Beeghoefer Ortsstr. 35, Satteldorf, 74589, DE)
ULLHERR, Klaus (Am Wasserturm.13/1, Crailsheim, 74564, DE)
MAYER, Werner (Im Zapfenlehen 26, Crailsheim, 74564, DE)
KRAUSS, Ulrich (Haigoldweg 2, Ilshofen, 74532, DE)
HUMPFER, Steffen (Beeghoefer Ortsstr. 35, Satteldorf, 74589, DE)
ULLHERR, Klaus (Am Wasserturm.13/1, Crailsheim, 74564, DE)
MAYER, Werner (Im Zapfenlehen 26, Crailsheim, 74564, DE)
| Ansprüche 1 . Aufnahmebehälter (10) für pharmazeutische Behältnisse, bei dem eine Vielzahl von Behältnissen in Reihen neben- und hintereinander angeordnet sind, wobei die Behältnisse jeweils in insbesondere röhrenartigen Aufnahmen (15) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis zylindrisch ausgebildet ist und, dass den Aufnahmen (15) jeweils ein Anschlagelement (16) zugeordnet ist, das die axiale Bewegung des Behältnisses in der Aufnahme (15) begrenzt. 2. Aufnahmebehälter nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass jede Aufnahme (15) wenigstens eine Ausnehmung (17, 18) für ein Hebeelement einer Handhabungseinrichtung aufweist. 3. Aufnahmebehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Ausnehmung als Durchgangsöffnung in axialer Richtung der Aufnahme (15) auf der einem Boden des Behältnisses zugewandten Seite ausgebildet ist. 4. Aufnahmebehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Ausnehmung (17, 18) am Umfang der Aufnahme (15) ausgebildet ist und sich in deren Längsrichtung erstreckt. 5. Aufnahmebehälter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Ausnehmung als Längsschlitz (17, 18) ausgebildet ist und von einem Endbereich der Aufnahme (15) ausgeht. 6. Aufnahmebehälter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Aufnahme (15) zwei Längsschlitze (17, 18) ausgebildet sind, die um 180 Grad zueinander versetzt angeordnet sind und, dass die Längs- schlitze (17, 18) aller sich in einer Reihe nebeneinander befindlichen Aufnahmen (15) fluchten. 7. Aufnahmebehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an der Oberseite der Aufnahme (15) eine Einführschräge (19) für die Behältnisse ausgebildet ist. 8. Aufnahmebehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen (15) mit einer plattenförmigen Trägerwand (1 1 ) verbunden sind, die mit der Oberseite der Aufnahmen (15) vorzugsweise bündig abschließt. 9. Aufnahmebehälter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerwand (1 1 ) wenigstens eine Ausnehmung (12, 13) zum Handhaben des Aufnahmebehälters (10) aufweist. 10. Aufnahmebehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmebehälter (10) als Spritzgußteil ausgebildet ist. |
Aufnahmebehälter für pharmazeutische Behältnisse Stand der Technik
Die Erfindung betrifft einen Aufnahmebehälter für pharmazeutische Behältnisse. Aus der pharmazeutischen Industrie ist es bekannt, vorsterilisierte Spritzenkörper in Kunststofftrays (so genannten Tubs) zu bevorraten. Bei diesem Verfahren wer- den die Spritzenkörper bei einem Glas- oder Kunststoffwarenhersteller gewaschen und in Kunststoffhalterungen (dem so genannten Nest) gestellt. Das Nest wird dann in das Kunststofftray eingesetzt, worauf das Kunststofftray verschlossen und anschließend vorsterilisiert wird. Beim Pharmazeuten werden die Kunststofftrays geöffnet und die Behältnisse gefüllt und verschlossen. Die Sprit- zenkörper hängen dabei in den Kunststoffhalterungen an der Handauflage der
Spritzenkörper. Für einen pharmazeutisch optimalen Verarbeitungsprozess können sie angehoben und hierdurch mit einem Greiferwerkzeug von der Seite entnommen werden.
Offenbarung der Erfindung
Ausgehend vom dargestellten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Aufnahmebehälter für pharmazeutische Behältnisse auszubil- den, der für die Verarbeitung von zylindrischen Behältnissen, insbesondere von so genannten Vials und/oder Zylinderampullen geeignet ist. Hierbei soll in einer Füll- und Verschließanlage zumindest im Wesentlichen derselbe Verarbeitungsprozess wie bei den angesprochenen Spritzenkörpern ermöglicht werden. Dadurch soll es möglich werden, mit ein und derselben Füll- und Verschließanlage unterschiedlichste pharmazeutische Behältnisse mit möglichst geringen Umrüstarbeiten verarbeiten zu können. Diese Aufgabe wird bei einem Aufnahmebehäl- ter für pharmazeutische Behältnisse mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Der Erfindung liegt dabei die Idee zugrunde, über jeweils ein Anschlagelement in der Aufnahme die axiale Bewegung der zylindrisch ausgebildeten Behältnisse zu begrenzen. Dieses Anschlagelement ist deshalb erforderlich, da die erwähnten- zylindrischen Vials bzw. Zylinderampullen keinen Halterand wie die Spritzenkörper verfügen, über die das Behältnis in seiner axialen Position in der Aufnahme fixiert ist.
Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Aufnahmebehälters für pharmazeutische Behältnisse sind in den Unteransprüchen angegeben. In den
Rahmen der Erfindung fallen sämtliche Kombinationen aus zumindest zwei von in der Beschreibung, den Ansprüchen und/oder den Figuren offenbarten Merkmalen. Besonders vorteilhaft ist es hierbei, wenn jede Aufnahme wenigstens eine Ausnehmung für ein Hebeelement einer Handhabungseinrichtung aufweist. Dadurch werden die maschinelle Verarbeitung und insbesondere das Anheben der Behältnisse aus den Aufnahmen des Aufnahmebehälters ermöglicht. In einer möglichen Ausgestaltung der Ausnehmung ist diese als Durchgangsöffnung in axialer Richtung der Aufnahme auf der einem Boden des Behältnisses zugewandten Seite ausgebildet. Bei dieser Ausgestaltung ist es denkbar, die Behältnisse mittels stempelartiger Hebeelemente, welche in Längsrichtung der Behältnisse unterhalb des Aufnahmebehälters angeordnet sind, aus den Aufnah- men des Aufnahmebehälters anzuheben.
Besonders bevorzugt ist es jedoch, wenn die wenigstens eine Ausnehmung am Umfang der Aufnahme ausgebildet ist und sich in Längsrichtung erstreckt. Dadurch ist es möglich, eine leisten- bzw. kammartige Hebevorrichtung zu verwen- den, die sich konstruktiv relativ einfach ausbilden lässt.
In einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Ausnehmungen als Längsschlitze ausgebildet, welche von einem Endbereich der Aufnahme ausgehen. Insbesondere ist es dabei vorgesehen, dass in jeder Aufnahme Längsschlitze ausgebildet sind, die um 180 Grad zueinander versetzt angeordnet sind und, dass die Längsschlitze aller sich in einer Reihe nebeneinander befindlichen Aufnahmen fluchten. Dadurch ist es möglich, alle in den Aufnahmen befindlichen Behältnisse mittels eines kammartigen bzw. schienenartigen Hebeelementes gleichzeitig anzuheben. Um das Wiedereinsetzen der Behältnisse in den Aufnahmebehälter nach dem
Befüllen und Verschließen zu vereinfachen, ist es in einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass an der Oberseite der Aufnahme eine Einführschräge für die Behältnisse ausgebildet ist. Um ein einfaches Verschließen des Aufnahmebehälters zu ermöglichen und einen pharmazeutisch einfach zu reinigenden Aufnahmebehälter bereitzustellen, ist es darüber hinaus vorgesehen, dass die Aufnahmen an einer plattenförmigen Trägerwand angeordnet sind, die mit der Oberseite der Aufnahmen vorzugsweise bündig abschließt.
Darüber hinaus ist es vorteilhaft, die Trägerwand mit wenigstens einer Ausnehmung zum Handhaben des Aufnahmebehälters zu versehen. Dadurch lässt sich der Aufnahmebehälter innerhalb einer pharmazeutischen Einrichtung mittels eines Transportelementes sehr leicht positionieren bzw. fördern, wobei das Trans- portelement in die Ausnehmung des Aufnahmebehälters eingreift. Auch ist ein einfaches manuelles Handlich möglich.
Insbesondere ist es vorgesehen, dass der Aufnahmebehälter als Spritzgussteil ausgebildet ist, so dass eine relativ wirtschaftliche Herstellbarkeit des Aufnahme- behälters ermöglicht wird.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen.
Diese zeigen in:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Aufnahmebehälter für pharmazeutische Behältnisse in einer perspektivischen Ansicht, - A -
Fig. 2 einen Teilbereich des Aufnahmebehälters nach Fig. 1 ebenfalls in perspektivischer Ansicht,
Fig. 3 eine Seitenansicht des Aufnahmebehälters der Fig. 1 und 2 und
Fig. 4 eine Ansicht von unten auf den in der Fig. 1 dargestellten Aufnahmebehälter.
Der in den Figuren dargestellte Aufnahmebehälter 10 dient zum Transport und zur Bevorratung von insbesondere zylindrisch ausgebildeten, pharmazeutischen
Behältnissen wie Vials und/oder Zylinderampullen. Hierbei werden die Behältnisse bei einem Glas- oder Kunststoffwarenhersteller bereits gewaschen und in den Aufnahmebehälter 10 gestellt, worauf der Aufnahmebehälter 10 mittels einer in den Figuren nicht dargestellten Kunststofffolie oder aber eines Abdeckelementes verschlossen wird und in diesem Zustand zum Pharmazeuten zum Befüllen und
Verschließen mit einem Pharmazeutika gelangt.
Der Aufnahmebehälter 10 weist eine im Wesentlichen rechteckförmige Aufnahmeplatte 1 1 auf, die an ihren beiden gegenüberliegenden Seiten beispielhaft je- weils eine Ausklinkung 12, 13 hat. Mittels der Ausklinkungen 12, 13 lässt sich der
Aufnahmebehälter 10 innerhalb einer Füll- und Verschließanlage beispielsweise zu einer Handhabungseinrichtung exakt positionieren. Der insbesondere als Spritzgussteil ausgebildete Aufnahmebehälter 10 weist eine Vielzahl von neben- und hintereinander angeordneten, insbesondere röhrenförmigen Aufnahmen 15 auf, die bevorzugt in den selben Abständen in dem Aufnahmebehälter 10 angeordnet sind und sich von der Aufnahmeplatte 1 1 nach unten erstrecken.
Auf der der Aufnahmeplatte 1 1 gegenüberliegenden Unterseite der Aufnahmen 15 weisen diese an ihrem Innenumfang einen eingezogenen Halterand 16 auf, welcher als axiales Anschlagelement für die pharmazeutischen Behältnisse dient, um ein Durchrutschen der pharmazeutischen Behältnisse in den Aufnahmen 15 nach unten bzw. aus den Aufnahmen 15 heraus zu vermeiden. Ferner erstrecken sich im Ausführungsbeispiel von der Unterseite der Aufnahme 15 her in jeder der Aufnahmen 15 zwei um 180° gegenüber angeordnete Längsschlitze 17, 18, die im Wesentlichen rechteckförmig ausgebildet sind und zueinander fluchten. Wie am besten anhand der Fig. 3 erkennbar ist, ist es dadurch möglich, von der Unterseite des Aufnahmebehälters 10 her mit einem kämm- bzw. rechenartigen Hebewerkzeug in die Aufnahmen 15 einzufahren und die in den Aufnahmen 15 befindlichen Behältnisse nach oben anzuheben, so dass diese mittels eines Handhabungsroboters oder ähnlichem einfach aus dem Aufnahmebehälter 10 entnommen werden können. Die Handhabungseinrichtung oder aber ein Bediener verbringt die Behältnisse anschließend in eine Fördereinrichtung, welche die Behältnisse zu einer Füll- und Verschließstation weiterfördert. Anschließend müssen die Behältnisse, die zuvor befüllt und verschlossen sind, wieder in die entsprechenden Aufnahmen 15 des Aufnahmebehälters 10 eingesetzt werden. Hierzu ist es vorgesehen, an der Aufnahmeplatte 1 1 im Einführbereich der Aufnahmen 15, zusätzliche Einführschrägen 19 auszubilden. Die Einführschrägen 19 sind im Wesentlichen kegelstumpfförmig ausgebildet und bewir- ken bei einer nicht exakten Positionierung der Behältnisse oberhalb der Aufnahmen 15 ein Einfädeln bzw. Einführen beim Absenken der Behältnisse in die Aufnahmen 15.
Ergänzend wird erwähnt, dass der soweit beschriebene Aufnahmebehälter 10 in vielfältiger Weise abgewandelt werden kann. So ist es bsw. denkbar, einen zweiteiligen Aufnahmebehälter auszubilden, der horizontal geteilt ist. Die beiden Teile können zum Beispiel durch eine Rastverbindung miteinander verbunden sein, wobei im plattenförmigen Unterteil Halterungen bzw. Auflageflächen für die Behältnisse ausgebildet sind, während das obere Teil als einfache Lochplatte ausgebildet ist.
