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Title:
RECLINING DEVICE FOR A PERSON, HAVING A PROTECTIVE ROOF AND A RECLINING UNIT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/018805
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a reclining device (1) for a person, having a protective roof (2) and a reclining unit (3). According to the invention, the protective roof (2) is configured as a top part such that it matches the reclining unit (3) as the bottom part in such a way that in one state both parts (2, 3) form an enclosed unit within which a reclining surface (3b) of the reclining unit (3) is provided.

Inventors:
GRIEGER, Andreas (Döllen 10, Kressbronn, 88079, DE)
Application Number:
DE2008/001240
Publication Date:
February 12, 2009
Filing Date:
July 30, 2008
Export Citation:
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Assignee:
AGUTI PRODUKTENWICKLUNG & DESIGN GMBH (Bildstock 18/3, Langenargen, 88085, DE)
GRIEGER, Andreas (Döllen 10, Kressbronn, 88079, DE)
International Classes:
A47C1/14; A47C7/66
Attorney, Agent or Firm:
DOBLER, Markus et al. (Patentanwälte Eisele, Otten Roth & Doble, Grosstobeler Strasse 39 Ravensburg/Berg, 88276, DE)
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Claims:
Ansprüche :

1. Liegevorrichtung (1) für eine Person mit einem Schutzdach (2) und einer Liegeeinheit (3), dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzdach (2) als ein Oberteil derart ausgebildet ist, dass es zur Liegeeinheit (3) als Unterteil in einer Weise passt, dass beide Teile in einem Zustand eine geschlossenen Einheit bilden, innerhalb welcher sich eine Liegefläche (3b) der Liegeeinheit (3) befindet.

2. Liegevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, mit denen bei geschlossener Einheit die Liegefläche (3b) witterungsgeschützt ist.

3. Liegevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberteil (2) und/oder das Unterteil (3) ausgebildet sind, um bei geschlossener Einheit eine Kapsel zu bilden.

4. Liegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberteil (2) und das Unterteil (3) jeweils einen festen Gehäuseabschnitt (2a, 3a) umfassen, welche bei geschlossener Einheit durch das Oberteil und das Unterteil gemeinsam ein Festgehäuse bilden.

5. Liegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Verfahrmittel (9a, 9b) zum Bewegen der Liegevorrichtung (1) vorgesehen sind.

6. Liegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Schließmittel vorhanden sind, insbesondere an dem Oberteil (2) und/oder dem Unterteil (3) , mit denen die geschlossene Einheit aus Oberteil (2) und Unterteil (3) verschließbar ist.

7. Liegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Führungsmittel (4, 6) vorgesehen sind, an denen das Oberteil (2) und/oder das Unterteil (3) bewegbar aufgenommen sind.

8. Liegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberteil (2) und/oder das Unterteil (3) entlang der Führungsmittel (4) verfahrbar sind, insbesondere für eine Fixierung an unterschiedlichen Stellen der Führungsmittel (4) .

9. Liegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsmittel

(4, 6) so gestaltet sind, dass das Oberteil (2) und/oder das Unterteil (3) um eine Körperachse der Führungsmittel (4, 6) drehbar aufgenommen sind.

10. Liegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Verschwenkmittel (5a, 6) vorhanden sind, mit denen das Oberteil (2) und/oder das Unterteil (3) in unterschiedliche Schwenkstellungen bringbar sind.

11. Liegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberteil (2) und/oder Unterteil (3) jeweils über einen Ausleger (5), der an einem Führungsabschnitt (4) angebracht ist, aufgenommen sind.

12. Liegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Oberteil (2) und/oder Unterteil (3) eine Vorrichtung zur Gewinnung von elektrischer Energie aus Sonnenlicht vorgesehen ist.

13. Liegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schutzelement zwischen Oberteil (2) und Unterteil (3) vorhanden ist, mit dem eine Abtrennung eines Innenbereichs der Liegevorrichtung einrichtbar ist.

Description:

„Liegevorrichtung für eine Person mit einem Schutzdach und einer Liegeeinheit"

Die Erfindung betrifft eine Liegevorrichtung nach Anspruch 1

Stand der Technik:

Sonnenliegen bzw. Sonnenstühle und dergleichen mit daran ausgebildetem Sonnenschutz bzw. Schutzelementen insbesondere für den Kopfbereich einer Person, welche die Sonnenliege nutzt, sind in vielfacher Ausgestaltung bekannt. Diese Anordnungen sind häufig umständlich zu bedienen bzw. im Hinblick auf eine flexible Verwendung für unterschiedliche Einsatzfälle nicht ausgereift.

Aufgabe und Vorteile der Erfindung:

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Liegevorrichtung für eine Person mit einem Schutzdach bereitzustellen, welche effektiver eingesetzt und insbesondere flexibel verwendet werden kann.

Diese Aufgabe wird durch den Anspruch 1 gelöst. In den abhängigen Ansprüchen sind weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung aufgezeigt.

Die Erfindung geht von einer Liegevorrichtung für eine Person mit einem Schutzdach und einer Liegeeinheit aus. Der Kern der Erfindung liegt darin, dass das Schutzdach als ein Oberteil derart ausgebildet ist, dass es zur Liegeeinheit als

Unterteil in einer Weise passt, dass beide Teile in einem Zustand eine geschlossene Einheit bilden, innerhalb welcher sich eine Liegefläche der Liegeeinheit befindet. Die geschlossene Einheit kann darüber hinaus jederzeit wieder in eine geöffnete Position gebracht bzw. für eine Nutzung als Liege wieder verstellt werden.

Dadurch kann das Schutzdach zum Beispiel ein Sonnen- oder Regendach bzw. ein Windblockelement derart auf ein zur Liegevorrichtung gehöriges Unterteil abgestimmt sein, dass diese miteinander eine platzsparende bzw. kompakte Einheit bilden. Außerdem kann die Vorrichtung in einem Schließzustand gegen äußere Einflüsse stabilisiert und geschützt bzw. in einen gegen Beschädigung oder Verschmutzung unempfindlichen Zustand gebracht werden.

Insbesondere kann der Umbau allein durch eine Person bzw. ohne merkliche Kraftanstrengung bzw. mit wenigen Handgriffen bzw. ohne Werkzeug oder Hilfsmittel erfolgen. Dies ermöglicht auch älteren oder gebrechlichen Personen eine uneingeschränkte Nutzung der Liegevorrichtung.

Das Unterteil, welches die Liegeeinheit bildet, umfasst in der Regel eine Liegefläche für die mindestens eine Person, wobei hier unterschiedliche Ausgestaltungen denkbar sind. Grundsätzlich kann die Liegefläche so gestaltet sein, dass bequem auch zwei oder mehr Personen Platz finden können. Die Liegefläche kann zudem über eine Verstellmöglichkeit verfügen, um die im Wesentlichen ebene Liegefläche in ihrer Position bzw. Ausrichtung zu verstellen, z.B. in einen Sitz für eine oder mehrere Personen mit z.B. aufgestellter Rückenlehne umzubauen.

Zum Beispiel kann eine dauerhaft vorgesehene oder austauschbare Polsterung bzw. eine feste bzw. unnachgiebige Auflage vorgesehen werden, die ohne Einstellmöglichkeiten oder in ihrer Ausrichtung verstellbar sind. Mit der

Möglichkeit, aus dem Oberteil bzw. aus dem Schutzdach und dem Unterteil bzw. der Liegeeinheit eine geschlossene Einheit zu bilden, ist die Liegevorrichtung auch bei Nichtnutzung durch eine Person vorteilhaft gegenüber nicht erfindungsgemäßen Liegevorrichtungen ausgestattet. Außerdem kann mit der geschlossenen Einheit erreicht werden, dass das Schutzdach und die Liegeeinheit nicht getrennt voneinander verstaut werden sondern unverlierbar zusammenbleiben. Dies kann insbesondere bei einer Nutzung der Liegevorrichtung in größeren Stückzahlen an einem Ort z.B. in einer Hotel- oder Ferienanlage hilfreich sein.

Außerdem ist es regelmäßig nur schwierig möglich, zum Beispiel eine nicht benötigte Sonnenliege mit Sonnendach schnell und einfach zu verstauen bzw. an einem vom Einsatzort entfernten Bereich aufzubewahren, da die Liegevorrichtung sehr sperrig ist. Auch diesem Umstand wird erfindungsgemäß Abhilfe geschaffen.

Weiter wird vorgeschlagen, dass Mittel vorgesehen sind, mit denen bei geschlossener Einheit die Liegefläche witterungsgeschützt ist. Damit kann bei Nichtnutzung der Liegevorrichtung insbesondere die Liegefläche so im geschlossenen Zustand der Liegevorrichtung gegen äußere Einflüsse geschützt werden, dass die Liegefläche nicht verschmutzt, beschädigt oder nass wird bzw. insgesamt schnell altert. Denn Liegevorrichtungen werden in der Regel hauptsächlich unter freiem Himmel genutzt und unterschiedlichen Wettersituationen ausgesetzt. Dabei kann die Liegevorrichtung und insbesondere die Liegefläche stark in Mitleidenschaft gezogen werden.

Erfindungsgemäß kann die Liegefläche, die häufig vergleichsweise empfindlich gegen äußere Einflüsse ist, über eine lange Lebensdauer ein positives Erscheinungsbild behalten bzw. länger einsetzbar bleiben, bevor sie ausgetauscht oder gereinigt werden muss. Dies ist

insbesondere für hochwertige Liegevorrichtungen bzw. für Liegen in einer anspruchsvollen Umgebung beispielsweise in Hotelanlagen der gehobenen Klasse vorteilhaft.

Außerdem kann beispielsweise aufgrund der schließbaren Einheit, in welcher die Liege witterungsgeschützt ist, auf andere zusätzliche Schutzmaßnahmen wie beispielsweise eine Umhüllung mit einem gesonderten Schutzelement z.B. mit einer Schutzfolie verzichtet werden.

Bevorzugt sind das Oberteil und/oder das Unterteil ausgebildet, um bei geschlossener Einheit eine Kapsel zu bilden. Mit einer geschlossenen Kapsel kann eine besonders kompakte bzw. platzsparende Anordnung der Liegevorrichtung im geschlossenen Zustand realisiert werden. Zudem kann mit einer geschlossenen Kapsel ein Rundumschutz bzw. eine allseitige Abtrennung der Liegevorrichtung nach außen bereitgestellt werden. Die Möglichkeit eine Kapsel aus Oberteil und/oder Unterteil bilden zu können, bietet auch insofern Vorteile, dass eine Kapselform unter ästhetischen Aspekten oftmals als formschön empfunden wird. Außerdem kann eine Außengestalt der geschlossenen Einheit beispielsweise in kugel- oder eiform herstellungstechnisch bzw. unter mechanischen Aspekten vorteilhaft sein.

In vorteilhafter Weise umfassen das Oberteil und das Unterteil jeweils einen festen Gehäuseabschnitt, welche bei geschlossener Einheit durch das Oberteil und das Unterteil gemeinsam ein Festgehäuse bilden. Damit kann besonders stabil bzw. mechanisch robust das Schutzdach bzw. die Liegeeinheit ausgestaltet werden und bei geschlossener Einheit ein allseitig vorhandenes festes Gehäuse das Innere der Liegevorrichtung umschließen. Dies kann insbesondere für einen robusten Einsatz bzw. Umgang oder beim Transport der geschlossenen Einheit vorteilhaft sein. Auch zu Reinigungszwecken kann ein Festgehäuse Vorteile bringen.

Grundsätzlich sind unterschiedlichste Materialien bzw. Strukturen oder Gestaltungen für das Oberteil bzw. das Unterteil möglich, z.B. können diese Teile transparente Abschnitte, ein Gewebe oder Stoff, einen Feststoff oder auch verschiedene Kombinationen von Materialien umfassen.

Es ist außerdem vorteilhaft, dass Verfahrmittel zum Bewegen der Liegevorrichtung vorgesehen sind. Denn es ist vorteilhaft, dass die Liegevorrichtung mobil ist, um z.B. von einem Einsatzort an einen anderen Ort, beispielsweise zum Lagern bzw. Reinigen zu bringen. Außerdem kann die Liegevorrichtung bequem an unterschiedliche Stellen eingesetzt werden. Die Verfahrmittel können z.B. Rollen, Räder oder Schienen umfassen bzw. ggf. motorisch angetrieben arbeiten, beispielsweise mit einem Elektromotor, z.B. mit Solarstrom über eine Solareinheit an der Liegevorrichtung selbst .

In einer überdies bevorzugten Ausgestaltungsform des Erfindungsgegenstandes sind Schließmittel vorhanden, insbesondere an dem Oberteil und/oder dem Unterteil, mit denen die geschlossene Einheit aus Oberteil und Unterteil verschließbar ist. Damit kann bei einer geschlossenen Einheit, die verschlossen ist, ein unerwünschtes bzw. unrechtmäßiges öffnen der geschlossenen Liegevorrichtung vermieden werden. Dies ist insbesondere vorteilhaft, um Beschädigungen oder Diebstahl von Teilen im Inneren der geschlossenen Liegevorrichtung vorzubeugen oder eine nicht autorisierte Nutzung als Liegevorrichtung zu unterbinden. Außerdem kann ggf. das Innere der Liegevorrichtung bei geschlossener Einheit zur sicheren Unterbringung von darin belassenen Gegenständen genutzt werden, da diese nicht von außen durch Unberechtigte zugänglich sind. Beispielsweise können dann auch über Nacht Gegenstände in der verschlossenen Liegevorrichtung verbleiben, wodurch ein Zusatznutzen beispielsweise als Unterbringungsvorrichtung insbesondere für Gegenstände, die beim Sonnenbaden Verwendung finden, möglich

ist. Als Schließmittel kommt z.B. ein mit einem Schlüssel bedienbares Schloss z.B. Vorhangeschloss in Frage oder auch andere Einrichtungen, z.B. elektrisch unterstutzte Systeme mit Codekarte oder Eingabe eines Zugangscodes.

Weiter wird vorgeschlagen, dass Fuhrungsmittel vorgesehen sind, an denen das Oberteil und/oder das Unterteil bewegbar aufgenommen sind. Mit den Fuhrungsmitteln lasst sich die Position des Oberteils bzw. des Unterteils bequem in vertikaler bzw. ggf. horizontaler Richtung verstellen. Insbesondere können das Oberteil und das Unterteil relativ zueinander bewegt werden, indem entweder nur ein Teil, also Ober- oder Unterteil, oder indem beide Teile bewegbar sind und deren Abstand zueinander veränderbar ist. Damit lasst sich beispielsweise ein Sonnendach bzw. ein Schutzdach an den Stand der Sonne bzw. an andere Gegebenheiten anpassen, zum Beispiel zum Wind- oder Sichtschutz. Außerdem kann das Oberteil bzw. das Unterteil in die bzw. aus der Stellung bei geschlossenen Einheit gebracht werden. Dazu kann das Oberteil bzw. das Unterteil an den Fuhrungsmitteln bewegt werden. Zum Beispiel können zum Ober- bzw. Unterteil gehörige Abschnitte entlang einer Schiene oder einem Profil gleiten oder über einen getriebeartigen Mechanismus in Eingriff sein, wobei ein Abschnitt an einem dementsprechenden Gegenabschnitt vorbeibewegt wird z.B. ein Zahnrad an einer dazu passenden Zahnstange. Die Bewegung des Ober- oder Unterteils kann von Hand erfolgen oder über eine Antriebseinheit angetrieben z.B. über einen Elektromotor.

Gegebenenfalls sind Verrastungsmittel vorgesehen, mit welchen das Oberteil- bzw. Unterteil in einer erreichten Position an den Fuhrungsmitteln fixiert werden kann. Diese Verrastungsmittel sind insbesondere ohne Weiteres von Hand bedienbar bzw. eine Verrastung losbar bzw. einrichtbar. Relativ einfache Verrastungsmittel können zum Beispiel gebildet sein durch Bohrungen entlang einem langgestreckten Fuhrungsprofil, in welche ein zum Oberteil bzw. Unterteil

gehöriges passendes Einsteckteil eingreifen kann.

Bevorzugt sind das Oberteil und/oder das Unterteil entlang der Führungsmittel verfahrbar, insbesondere für eine Fixierung an unterschiedlichen Stellen der Führungsmittel.

Damit lässt sich individuell zum Beispiel vom Sonnenstand bzw. von anderen äußeren Einflüssen abhängig das Unterteil und insbesondere das Oberteil in eine gewünschte festgelegte Position bringen, insbesondere bezüglich einer vertikalen bzw. horizontalen Position.

Als bevorzugte Ausgestaltung des Erfindungsgegenstands wird vorgeschlagen, dass die Führungsmittel so gestaltet sind, dass das Oberteil und/oder das Unterteil um eine Körperachse der Führungsmittel drehbar aufgenommen sind. Damit können unterschiedliche Ausrichtungen durch Verdrehen insbesondere um die Längsachse der Führungsmittel, an denen das betreffende Ober- oder Unterteil aufgenommen ist, erreicht werden. Dies ermöglicht ebenfalls z.B. bei fester Position der Liegeeinheit immer eine Nachstellung des Ober- bzw. Unterteils für eine dauerhafte Beschattung des Kopfes einer auf der Liegeeinheit sich befindenden Person bei veränderlichem Sonnenstand.

Weiter ist es von Vorteil, dass Verschwenkmittel vorhanden sind, mit denen das Oberteil und/oder das Unterteil in unterschiedliche Schwenkstellungen bringbar sind. Auch diese Maßnahme erhöht den Nutzkomfort der Liegevorrichtung, insbesondere um ein Schutzdach bzw. Sonnendach exakt an äußere Gegebenheiten bzw. insbesondere dem aktuellen Sonnenstand anzupassen und eine optimale Beschattung für eine Person auf der Liegefläche der Liege Einheit zu gewährleisten. Auch kann das Unterteil ggf. verkippt werden, um z.B. unterschiedliche Ausrichtungen der Liege- oder Sitzposition zu erreichen.

Schließlich wird weiter vorgeschlagen, dass das Oberteil und/oder Unterteil jeweils über einen Ausleger, der an einem Führungsabschnitt angebracht ist, aufgenommen sind. Damit lässt sich eine ideale Beanstandung des Oberteils bzw. des Unterteils über einen entsprechenden Ausleger von einem beispielsweise vertikal verlaufenden Führungselement erreichen. Außerdem kann entsprechend der Außenabmessungen von Oberteilen bzw. Unterteilen ein dazu passender Ausleger vorgesehen werden. So kann beispielsweise das Oberteil bzw. das Unterteil individuell positioniert werden, indem sowohl das Oberteil bzw. das Unterteil entlang dem Ausleger als auch der betrachtete Ausleger entlang dem Führungsabschnitt in verschiedene Anbringpositionen bringbar ist, insbesondere stufenlos daran verfahrbar und in der erreichten Position fixierbar ist.

Vorteilhaft ist es, wenn am Oberteil und/oder Unterteil eine Vorrichtung zur Gewinnung von elektrischer Energie aus Sonnenlicht vorgesehen ist. Da die Liegevorrichtung häufig als Sonnenliege genutzt wird, kann mit der Sonneneinstrahlung elektrischer Strom erzeugt werden und einem Stromspeicher und/oder einem elektrischen Verbraucher zugeführt werden. Insbesondere kann eine Solarzelleneinheit bzw. eine Solarfolie auf der Oberseite des Oberteils positioniert werden. Insbesondere lassen sich an der Liegevorrichtung integrierte bzw. fest vorhandene elektrische Verbraucher oder externe beliebige andere geeignete elektrische Verbraucher mit dem so gewonnen Strom betreiben. Insbesondere ist damit eine autarke Stromversorgung der Liegevorrichtung möglich. Als Verbraucher in bzw. an der Liegevorrichtung kommen eine Reihe von Geräten in Frage, z.B. zur Beleuchtung, Kühlung, Lüftung, Kommunikation und dergleichen. So kann z.B. ein Kühlschrank, ein Ventilator, ein Telefon, ein Radio, eine HIFI-Anlage, ein Fernseher oder ein Computer oder andere Einrichtungen mit dem vor Ort umweltfreundlich erzeugten

Strom genutzt werden. Außerdem kann mit dem Solarstrom ggf. über einen Stromspeicher die Liegevorrichtung elektromotorisch verstellt bzw. bewegt oder elektrisch gesichert werden.

Es ist überdies vorteilhaft, wenn ein Schutzelement zwischen Oberteil und Unterteil vorhanden ist, mit dem eine Abtrennung eines Innenbereichs der Liegevorrichtung einrichtbar ist. Damit lässt sich im geöffnetem Zustand zum Beispiel ein Insekten-, Wind-, Regen- und/oder Sichtschutz bereitstellen, durch den insbesondere die Person auf der Liegefläche der Liegevorrichtung nach außen geschützt bzw. durch einen Vorhang umgeben ist. Das Schutzelement kann insbesondere ein flexibles dünnwandiges z.B. perforiertes Element sein, zum Beispiel ein leichtes Gewebe oder Netz z.B. in der Art eines Moskitonetzes oder eine Plane, Folie oder dergleichen. Insbesondere kann das Schutzelement am Oberteil z.B. an dessen Rand umlaufend lösbar befestigt sein und sich beim Bewegen des Oberteils nach oben von selbst aufspannen und bis zum Unterteil erstrecken. Beim Zusammenschieben kann das Schutzelement von seinem unteren Rand her selbsttätig auf der Liegefläche abgelegt werden.

Figurenbeschreibung :

Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind anhand von zwei in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen einer erfindungsgemäßen Liegevorrichtung näher erläutert. Im Einzelnen zeigt:

Figur 1 eine erfindungsgemäße Liegevorrichtung mit verkipptem Sonnendach in perspektivischer Ansicht schräg von hinten,

Figur 2 die Liegevorrichtung gemäß Figur 1 perspektivisch von der Seite,

Figur 3 die Liegevorrichtung gemäß der Figuren 1 und 2 bei nicht verkipptem Sonnendach perspektivisch von oben,

Figur 4 die Liegevorrichtung gemäß Figur 3 perspektivisch von der Seite,

Figur 5 die Liegevorrichtung gemäß Figuren 1 bis 4 in perspektivischer Seitenansicht, wobei Oberteil und Unterteil eine geschlossene Einheit bilden,

Figur 6 eine weitere erfindungsgemäße Liegevorrichtung mit Schutzvorrichtung und

Figur 7 die Liegevorrichtung gemäß Figur 6 mit zusammengeschobener Schutzvorrichtung und angedeuteter Wickelvorrichtung.

Figur 1 zeigt eine mobile Liegevorrichtung 1 mit integriertem Sonnenschutz. Die Liegevorrichtung 1 umfasst ein Oberteil, welches als Sonnendach 2 ausgebildet ist und ein Unterteil, welches als Liegeeinheit 3 dient, sind als zueinander passende Teile derart ausgestaltet, dass eine feste

Halbschale 2a, welche das Sonnendach 2 im Wesentlichen bildet, auf eine sich nach oben öffnende entsprechend ausgestaltete Halbschale 3a der Liegeeinheit 3 passt. Die beiden Halbschalen 2a und 3a umfassen ein etwa formgleiches Gehäuse, hier rundschalenformig. In der durch die Halbschale 3a gebildeten Vertiefung der Liegeeinheit 3 befindet sich ein Liegepolster 3b, welches dazu dient, einer darauf liegenden Person eine bequeme Unterlage zu bieten.

Prinzipiell kann die Vertiefung der Halbschale 2a des

Sonnendachs 2 zur Unterbringung von Zusatzfunktionen dienen, z.B. mit einer Beleuchtung oder einer Kuhleinheit versehen sein.

Das Sonnendach 2 ist oberhalb der Liegeeinheit 3 angeordnet und über einen Ausleger 5 entlang einer vertikal ausgerichteten Stange 4 gefuhrt bewegbar. Die Stange 4 ist hier beispielsweise als Rundprofil aus Metall bzw. Edelstahl ausgestaltet. An dem Ausleger 5 ist das Sonnendach 2 über ein Lager 6 (siehe Figur 3 bis Figur 5) gehalten, wobei der Ausleger 5 quer zur Stange 4 über eine die Stange 4 umgreifende Fuhrungshulse 5a an der Stange 4 verschieblich nach oben bzw. nach unten bewegbar ist.

über das Lager 6, in dem eine Verkippfunktion integriert ist, kann ein Verschwenken der Halbschale 2a insbesondere um die Langsachse des Auslegers 5 ermöglicht werden. Eine zu einer Neutralstellung geneigten Verkipp- bzw. Schragstellung des Sonnendachs 2 ist in den Figuren 1 und 2 gezeigt. Prinzipiell kann die Halbschale 2a um beliebige Winkel um die Langsachse des Auslegers 5 verschwenkt werden. Damit der Ausleger 5 keine raumliche Behinderung für ein allseitiges Verkippen der Halbschale 2a darstellt, kann m einer nicht gezeigten Variante das Lager 6 z.B. über ein Zwischenstuck vom Ausleger 5 beabstandet sein.

Mit einem Verkippen bzw. drehbaren Bewegen der Halbschale 2a

um 180 Winkelgrade gegenüber der in Figur 4 gezeigten Position, kann beispielsweise auch ein Zusatznutzen durch die Halbschale 2a erreicht werden, indem die Halbschale 2a einen nach oben offenen Behälter bildet. Dadurch lässt sich beispielsweise in regenarmen Regionen kurzzeitig eine gewisse Wasserspeicherung bzw. eine Regenwassersammlung erzielen. Alternativ kann eine so ausgerichtete Halbschale 2a insbesondere bei entsprechend weit nach unten gefahrener Stellung zur Unterbringung bzw. zum Transport von Gegenständen nutzen.

Im unteren bodennahen Bereich der Stange 4 schließt sich ein umgebogen ausgebildeter Abschnitt an, der sich bis zu einer Bodenplatte 7 erstreckt, an welcher oberhalb die Halbschale 3a befestigt ist. An der Bodenplatte 7 kann die Halbschale 3a beispielsweise fest fixiert sein oder alternativ daran beweglich insbesondere verdrehbar bzw. verschwenkbar oder verschieblich aufgenommen sein, um ggf. die Halbschale 3a ausrichten zu können.

Im oder nahe am umgebogenen unteren Abschnitt der Stange 4 sind zwei zur Längsachse der Stange 4 abgewinkelte Streben 8a und 8b ausgebildet, an deren unterem Ende jeweils ein Laufrad 9a bzw. 9b drehbar aufgenommen ist. über die Laufräder 9a und 9b kann die gesamte Liegevorrichtung 1 bewegt werden. Hierzu kann durch Verkippen der Stange 4 in Richtung Pl gemäß Figur 2 bzw. durch geringfügiges Anheben der Liegeeinheit 3 die Liegevorrichtung 1 mittels der Laufräder 9a und 9b rollend bewegt werden. Dies kann problemlos von einer Person ohne größere Kraftanstrengung geleistet werden.

In Figur 3 ist die Liegevorrichtung 1 perspektivisch schräg von oben dargestellt, wobei die Anordnung der Halbschale 2a über den Ausleger 5 bzw. über das Lager 6 deutlich wird. Durch den gebogenen Doppelpfeil P2 in Figur 3 ist die Verdrehbarkeit des Sonnendachs 2 um die Längsachse der

Stange 4 angedeutet. Prinzipiell kann das Sonnendach 2 um 360° bezüglich der Längsachse der Stange 4 verschwenkt werden. An der Führungshülse 5a ist eine geeignete Vorrichtung (nicht gezeigt) zum Lösen bzw. Feststellen des Auslegers 5 gegenüber der Stange 4 vorhanden. Dies kann beispielsweise eine Feststellschraube mit Schraubenkopf sein, welche eine Wandung der Führungshülse 5a über eine Gewindebohrung durchgreift und in einem entsprechend weit eingeschraubten Zustand mit dem vorderen Ende der Feststellschraube gegen einen Außenabschnitt der Stange 4 andrückt bzw. durch Herausschrauben der Feststellschraube eine Beweglichkeit der Hülse 5a und damit des Auslegers 5 gegenüber der Stange 4 gegeben ist.

In den Figuren 3 bis 5 ist eine Neutralstellung des Sonnendaches 2 bzw. eine in etwa horizontale Ausrichtung des unteren Randes der Halbschale 2a des Sonnendaches 2 dargestellt.

In den gezeigten Aufstellpositionen der Liegevorrichtung 1 ist diese über die Laufräder 9a und 9b und die Unterseite der Bodenplatte 7 am Boden gegen Umkippen gesichert stabil abgestützt, was die Nutzstellung für die Liegevorrichtung 1 darstellt. Das Gewicht einer auf der Liegeeinheit liegenden Person wird dadurch sicher aufgenommen. Die Stange 4 ist dabei vertikal ausgerichtet, wobei alternativ auch eine leichte Schrägstellung der Stange 4 möglich sein könnte. Die Halbschale 2a kann mittels Ausleger 5 und Führungshülse 5a an der Stange 4 nach unten gemäß Pfeil P3 bzw. entgegengesetzt nach oben verfahren werden. Das Sonnendach 2 bzw. die Halbschale 2a kann nach unten bis in die gemäß Figur 5 gezeigte Position gebracht werden. In der Position gemäß Figur 5 kommt ein umlaufender Rand 2b der Halbschale 2a passend in Anlage mit einem umlaufenden Rand 3c der unteren Halbschale 3a, wobei diese miteinander eine Art gekapselte Einheit bilden können. Die Ränder 2b und 3c sind dafür z.B. so aufeinander abgestimmt, dass beispielsweise durch

ineinander eingreifende Konturen bzw. durch Dichtelemente wie beispielsweise eine Gummilippe oder ein umlaufender O-Ring die geschlossene Einheit gemäß Figur 5 ggf. unter zu Hilfenahme geeigneter Verschlussmittel nach außen abgedichtet ist. Damit lässt sich insbesondere eine witterungsgeschützte Anordnung des Inneren der Liegevorrichtung 1 im geschlossenen Zustand realisieren. Insbesondere kann das Liegepolster 3b bzw. Gegenstände im Inneren der von den beiden Halbschalen 2a und 3a umgebenen Bereichs abgeschottet werden. Als Verschlussmittel können beispielsweise Bügelschnallen verwendet werden, welche durch Einhaken eines schwenkbaren Ringspanners in einen von diesem umgriffenen Haken zu einem Anpressen der beiden Halbschalen 2a und 3a gegeneinander führt. Insbesondere sind mehrere über den Außenumfang im Randbereich der beiden Halbschalen 2a und 3a verteilte Verschlussmittel (nicht dargestellt) vorgesehen.

Der geschlossene Zustand gemäß Figur 5 ist auch dazu geeignet, die so geschlossene Liegevorrichtung 1 an einen Lagerplatz bzw. an einen anderen Ort beweglich zu transportieren.

Die Halbschalen 2a und 3a sind insbesondere aus einem robusten bzw. mechanisch stabilem Material gebildet, beispielsweise aus Leichtmetall bzw. Aluminiumwerkstoff, Edelstahl oder einem festen Kunststoff z.B. Carbonfaserstoff, bzw. ggf. aus einem Hartholz oder einem anderen Naturwerkstoff.

Figur 6 und 7 zeigen eine alternative erfindungsgemäße Liegevorrichtung 10, welche einen Grundaufbau entsprechend der Liegevorrichtung gemäß der Figuren 1 bis 5 aufweist. Für einen Sicht- bzw. Wetterschutz eines Innenbereichs der Liegevorrichtung 10 ist beispielsweise ein textilartiger Vorhang 11 in der Art einer Stoffbespannung zwischen einer oberen Halbschale 12a eines Sonnendaches 12 und einer unteren Halbschale 13a einer Liegeeinheit 13 vorgesehen. Innen an der

oberen Halbschale 12a ist der Vorhang 11 hier umlaufend über eine obere Aufnahme 14 befestigt. Die obere Aufnahme 14 ist beispielsweise eine Führungsschiene, entlang derer der Vorhang beliebig zusammengeschoben oder auseinandergezogen werden kann. Figur 6 zeigt den teilweise auseinandergezogenen Zustand des Vorhangs 11. Mit dem Vorhang 11 und der oberen Aufnahme 14 ist insbesondere eine vollständige Umschließung des Innenbereichs der Liegevorrichtung 10 möglich.

Ein unterer Rand des Vorhangs 11 kann für eine definierte Positionierung und ein kontrolliertes Auseinanderziehen bzw. Zusammenschieben des Vorhangs 11 an einer unteren Aufnahme 15 innen an der Halbschale 13a aufgenommen sein, zum Beispiel an einer umlaufenden Führungsschiene.

Figur 7 deutet stark schematisiert einen vollständig zusammengeschobenen Zustand des Vorhangs 11 an, der im Bereich einer oberen Wickelanordnung 16 an der oberen Halbschale 12a und einer unteren Wickelanordnung 17 an der unteren Halbschale 13a zusammengeschoben ist. Mit Hilfe der Wickelanordnungen 16, 17 kann der zusammengeschobene Vorhang 11 beim Zusammenschieben der Halbschalen 12a und 13a sauber und selbsttätig aufgewickelt werden. Als Wickelelorgane der Wickelanordnungen 16, 17 kommen beispielsweise ggf. motorisch getriebene Wickelwellen 18, 19 in Frage, auf denen der Vorhang 11 aufwickelbar ist, was die beiden Pfeile P4 und P5 andeuten, bzw. beim wieder Auseinanderschieben der Halbschalen 12a und 13a wieder abgewickelt werden kann. Eine Verschmutzung oder Beschädigung des Vorhangs 11 durch Undefiniert abgelegte Bereiche des Vorhangs 11 können so vermieden werden.

Bezugszeichenliste:

1 LiegeVorrichtung

2 Sonnendach

2a Halbschale

2b Rand

3 Liegeeinheit

3a Halbschale

3b Liegepolster

3c Rand

4 Stange

5 Ausleger

5a Führungshülse

6 Lager

7 Bodenplatte

8a Strebe

8b Strebe

9a Laufrad

9b Laufrad

10 LiegeVorrichtung

11 Vorhang

12 Sonnendach

12a Halbschale

13 Liegeeinheit

13a Halbschale

14 Aufnahme

15 Aufnahme

16 Wickelanordnung

17 Wickelanordnung

18 Wickelwelle

19 Wickelwelle