GARGER, Rainer (Fichtnergasse 20, Wien, A-1130, AT)
Patentansprüche
1. Sack (1) aus Papier, Kunststoff oder einem Laminat sowie aus Kunststoffgewebe für Schüttgüter mit einem wiederverschliessbaren Rillen- oder Reissverschluss (9), dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss (9) zusammen mit einem angrenzenden streifenförmigen Abschnitt (13) der Vorder- (3) und der Rückwand (5) klappenartig umgeschlagen ist und dass der umgeschlagene Abschnitt (13) durch einen geeigneten
Kleber (15) mit der unter dem Abschnitt (13) liegenden Sackwand (3b) wiederlösbar verbunden ist.
2. Sack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kleber (15) aus Hotmeltkunststoff besteht.
3. Sack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kleber (15) ein doppelseitiges Klebband oder eine siegelbare Beschichtung der Sackwände umfasst.
4. Sack nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das doppelseitige Klebeband spalt- und/oder schälbar ausgebildet ist.
5. Sack nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im doppelseitigen Klebeband eine spaltbare Papier- oder Kunststoffverbundschicht eingelegt ist.
6. Sack nach einem der Ansprüche 1 bis 5 , dadurch gekennzeichnet, dass der Kleber (15) linienförmig oder punktförmig aufgetragen ist.
7. Sack nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kleber (15) wellenlinien- oder zickzackförmig aufgetragen ist.
8. Sack nach einem der Ansprüche 1 bis 7 , dadurch gekennzeichnet, dass der Kleber (15) nahe zum Falz am Umschlag angeordnet ist.
9. Sack nach einem der Ansprüche 1 bis 8 , dadurch gekennzeichnet, dass die Vorder- (3) und die Rückwand (5) im nicht umgeschlagenen Abschnitt (13) durch einen schälbaren Kleberstreifen () oder durchsteckbare Membran () miteinander verbunden sind.
10. Sack nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kleberstreifen () oder die Membran () sackbodenseitig in der Nähe des Scheitels (s) des umgeschlagenen Abschnitts (13) der Umschlaglinie angeordnet ist. |
WIDERVERCHLIESSBARER SACK MIT GARANTIESICHERUNG
Gegenstand der Erfindung ist ein Sack aus Papier,
Kunststoff oder einem Laminat sowie Kunststoffgewebe für Schüttgüter gemäss Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Schüttgüter wie Reis, Hundefutter oder andere Lebensmittel werden heute oft in Grosspackungen angeboten, welche nach einer Teilentnahme wieder verschlossen werden müssen, um den Zutritt von Ungeziefer und Schmutz zu verhindern. Solche Säcke werden meist mit einem Reiss- oder Rillenverschluss mit oder ohne Schieber bzw. Gleiter versehen, der ein einfaches Wiederverschliessen ermöglicht. Solche Verschlüsse könnten, wenn keine Erstöffnungssicherung angebracht wäre, durch Dritte jederzeit geöffnet werden und es könnte eine Teilentnahme erfolgen oder im schlechtem Falle eine Verunreinigung oder Vergiftung des Inhalts. Es ist daher bekannt, die Säcke mit einer Erstöffnungssicherung zu versehen. Diese kann aus einem den Verschluss überdeckenden Band bestehen oder einem anderen die Erstöffnung sichtbar machenden Mittel. Aus dem Stand der Technik ist ein solider Sack für Schüttgüter bekannt, bei dem der Verschluss an der
Oberkante des Sacks, d.h. öffnungsseitig angebracht ist und bei dem der Verschluss zusammen mit einem Streifen der Vorder- und Rückwand klappenartig umgelegt und dann durch
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eine aufreissbares Band mit der Sackwand verklebt wird. Dieser Verschluss ermöglicht eine sichere
Erstöffnungsgarantie, da ohne Aufreissen des aufgeklebten Bands der Verschluss für die Entnahme des Füllguts nicht zugänglich ist. Nachteilig ist die Herstellung, da das aufreissbare Band über dem Verschluss angebracht werden muss. Dies ist herstellungstechnisch aufwändig.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, einen Sack mit Erstöffnungsgarantie zu schaffen, der mit geringem Aufwand herstellbar ist.
Gelöst wird diese Aufgabe durch einen Sack gemäss den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen des Sacks sind in den abhängigen Ansprüchen umschrieben.
Es gelingt mit der erfindungsgemässen Ausbildung des Sacks nicht nur eine kostengünstige Herstellung zu erlangen, sondern zusätzlich zu verhindern, dass beim Transport und Handling des gefüllten Sacks übermässige Kräfte auf der Innenseite auf den Verschluss wirken können. Im Weiteren ist der erfindungsgemässe Sack ästhetisch optimal gestaltbar.
Anhand eines illustrierten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigen
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Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäss verschlossenen Sacks,
Figur 2 einen Vertikalschnitt durch den Sack gemäss Figur 1 in verschlossenem Zustand,
Figur 3 einen Vertikalschnitt durch den Sack nach dem Aufreissen des Erstöffnungsschützes,
Figur 4 einen Vertikalschnitt durch einen geöffneten
Sack, Figur 5 einen Vertikalschnitt durch eine weitere
Ausführung eines Sacks mit einem Reissverschluss, der in der Vorderwand 3 des Sacks eingesetzt ist, mit Kleber oberhalb des Verschlusses 9, Figur 6 einen Vertikalschnitt durch eine weitere
Ausführung eines Sacks mit einem Reissverschluss, der in der Vorderwand 3 des Sacks eingesetzt ist, mit Kleber unterhalb des Verschlusses 9, Figur 7 ein Sack gemäss Figur 6, nach dem Aufheben der Erstöffnungsgarantie und öffnen des Reissverschlusses 9.
Der in den Figuren dargestellte Sack 1 ist leer, d.h. er enthält kein Füllgut. Der Sack 1 umfasst eine Vorderwand 3, eine Rückwand 5 und beispielsweise eine Bodenfalte 7. Letztere wird nach dem Einbringen des Füllguts erzeugt.
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Ansteile einer Bodenfalte kann auch eine andere Art des Verschliessens des Bodens vorgesehen sein. An der Sackoberkante, d.h. öffnungsseitig, ist im dargestellten Beispiel ein RillenverSchluss 9 mit einem Gleiter 11, mit welchem der RillenverSchluss geöffnet und wieder verschlossen werden kann, befestigt.
Ein schmaler Abschnitt 13 der beiden Sackwände 3 und 5, welcher an den Verschluss 9 anschliesst, ist klappenartig umgelegt. Die beiden aufeinander zu liegen kommenden Oberflächenabschnitte 3a und 3b der vorderen Sackwand 3 sind durch einen Kleber 15 miteinander verbunden. Selbstverständlich liegen die beiden Sackwandoberflächen 3a und 3b in Wirklichkeit direkt aufeinander. Der in der Figur dargestellte gegenseitige Abstand dient der besseren Darstellungsweise.
Der Kleber 15 verbindet den klappenartig umgelegten Abschnitt 13 mit dem übrigen Teil des Sacks 1 und stellt sicher, dass im Scheitel S zwischen dem Abschnitt 13 und dem übrigen Teil des Sacks 1 ein möglichst scharfer Knick oder Falz entsteht, welcher verhindert, dass Füllgut vom Sack 1 zwischen die beiden Sacklagen im Abschnitt 13 übertreten können. Dies verhindert, dass durch das Füllgut im Sack 1 keine Spreizkräfte auf den Verschluss 9 ausgeübt werden können. Vorzugsweise ist deshalb der Kleber 15 so nahe wie möglich zum Falz angeordnet.
Als Kleber 15 können Hotmelt-Materialien verwendet werden, welche raupenförmig auf die Sackwand 3a und/oder 3b
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aufgetragen und nach dem Umklappen des Abschnitts 13 durch Zufuhr von Wärme eine Verbindung mit dem anliegenden Bereich eingehen. Alternativ kann als schälbarer Kleber 15 direkt flüssiger Leim vor dem Umklappen des Abschnitts 13 aufgebracht werden. Die Leime bzw. Kleber 15 müssen die Eigenschaft haben, dass sie ohne Zerreissen der Sackwände 3a, 3b schälbar sind. D.h. sie müssen durch Anheben den Abschnitt 13 wieder freigeben. Alternativ können als Kleber 15 doppelseitig klebende Klebebänder eingesetzt werden, welche ähnliche schälbare Eigenschaften aufweisen. Im weiteren ist es möglich, als Kleber 15 ein doppelseitig klebendes Klebeband zu verwenden, welches in der Mitte eine Papier- oder eine KunststoffVerbundschicht aufweist, die beim Hochziehen des Abschnitts 13 reisst, so dass jeweils die Klebeschichten an den Wandabschnitten 3a, 3b hängen bleiben und das Aufreissen ausschliesslich in der Papierschicht bzw. in der KunststoffVerbundschicht geschieht. Weiter kann als Kleber 15 eine siegelbare Beschichtung der Sackwände dienen. Die Figur 2 zeigt schematisch einen Sackoberteil mit der Verklebung, in Figur 3 ist die Verklebung aufgehoben, d.h. zum Beispiel von einem doppelseitigen Klebeband mit einer Papierzwischenschicht ist jeweils an den Abschnitten 3a und 3b die klebende Schicht haften geblieben.
Die Ausführungsbeispiele gemäss den Figuren 5 bis 7 zeigen einen Reissverschluss, welcher in die Vorderwand 3 des
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Sacks 1 eingesetzt ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die beiden freien Kanten 17 der Sackwände 3,5 miteinander verklebt. Der Reissverschluss 9 liegt zurückversetzt und die Verklebung kann entweder in der Nähe des Scheitels S oder aber im Bereich der Verklebung der Kanten 17 (Figur 6) erfolgen.
Aus Figur 7 ist ersichtlich, dass bei einem mit in der Vorderwand 3 eingesetzten Verschluss 9 die Entnahme selbstverständlich nicht am oberen Ende des Sacks 1, sondern etwas seitlich nach unten versetzt erfolgt. Bei den Ausführungen gemäss den Figuren 5 bis 7 liegt der Verschluss nach der Verklebung bis zur Erstöffnung vollständig geschützt innerhalb des umgelegten Bereichs 13.
Die Verklebung kann sich linienförmig über die gesamte Breite des Sacks 1 erstrecken oder es können unterbrochene Linienabschnitte oder einzelne Punkte auf einer Linie angebracht sein. Die Kleber 15 können auch in Wellen- oder Zickzacklinien aufgetragen sein.
Vorzugsweise sind die einander gegenüberliegenden Vorder- und Rückwände 3,5 im Innern unterhalb des Scheitels S durch einen schälbaren Kleberstreifen 19 miteinander verbunden. Dies um zu verhindern, dass der Innendruck, hervorgerufen durch das Füllgut, über den Bereich des Scheitels dringen kann (vergleiche Figur 2) . Falls nicht
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mit erhöhtem Innendruck zu rechnen ist, kann die schälbare Verklebung 19' auch nach dem Scheitel S angebracht werden. Alternativ kann an derselben Stelle eine aufstechbare Membran 21 zwischen die Vorder- und Rückwand 3 , 5 eingeklebt sein, welche nach dem öffnen des Verschlusses 9 durchbrennt werden kann (vergleiche Figuren 3 und 4) .
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